{"type":"rich","version":"1.0","provider_name":"Transistor","provider_url":"https://transistor.fm","author_name":"Die Wissensarchitekten: Weisheit gestalten im Informationszeitalter","title":"Episode 22 | Aktive Lernpädagogik: Warum Engagement passive Aufnahme schlägt","html":"<iframe width=\"100%\" height=\"180\" frameborder=\"no\" scrolling=\"no\" seamless src=\"https://share.transistor.fm/e/38c1264d\"></iframe>","width":"100%","height":180,"duration":1328,"description":"Episoden-ZusammenfassungIm Mai 2014 veröffentlichten sieben Forschende der University of Washington eine Studie, deren Ergebnis sie selbst mit einer klinischen Studie verglichen, die zugunsten der Behandlung hätte abgebrochen werden müssen. Sie hatten 225 Studien zur Hochschullehre in den MINT-Fächern zusammengeführt. Ihr Urteil: In klassischen Vorlesungen fielen Studierende 1,5-mal häufiger durch als in aktiv gestalteten Lehrformaten. Die Prüfungsleistung stieg um rund 6 Prozent. Nach den Maßstäben der Bildungsforschung war der Fall entschieden.In dieser Episode erzählen wir die Geschichte der Meta-Analyse von Freeman et al. (2014) und davon, was das Feld im darauffolgenden Jahrzehnt lernte. Wir lernen Eric Mazur kennen, den Harvard-Physiker, dessen zufällige Entdeckung von 1991 zu Peer Instruction wurde. Wir entpacken den Befund zur Bildungsgerechtigkeit aus Theobald et al. (2020), wonach aktives Lernen die Leistungslücken genau jener Studierenden schließt, die von Hochschulen historisch unterversorgt wurden. Wir konfrontieren das psychologisch interessanteste Ergebnis des Jahrzehnts: Studierende in aktiven Lehrveranstaltungen lernen mehr, fühlen aber, dass sie weniger gelernt haben. Das erklärt, warum die bessere Pädagogik den Beliebtheitswettbewerb immer wieder verliert. Und wir stellen die Frage, die das Feld bis heute umtreibt: Wenn die Evidenz so eindeutig ist, warum werden dann mehr als die Hälfte der MINT-Lehrveranstaltungen noch genauso unterrichtet wie 1950?Behandelte KernthemenDer Kontext von 2013: der PCAST-Bericht, 60 Prozent Schwund in den MINT-Fächern und warum das Feld ein meta-analytisches Urteil brauchteFreeman et al. (2014): 225 Studien, die Einschlusskriterien, das Random-Effects-Modell und die Kernzahlen (g = 0,47, 1,5-fache Durchfallrate, 3.516 zusätzliche Durchgefallene unter Vorlesung)Carl Wiemans begleitendes Editorial und der Vergleich der Vorlesung mit \"dem pädagogischen Äquivalent zum Aderlass\"Eric Mazurs Entstehungsgeschichte: das...","thumbnail_url":"https://img.transistorcdn.com/gGnorRKiUwE0AsREXQEha4tXgbNff_TrTT9pQBg7JFI/rs:fill:0:0:1/w:400/h:400/q:60/mb:500000/aHR0cHM6Ly9pbWct/dXBsb2FkLXByb2R1/Y3Rpb24udHJhbnNp/c3Rvci5mbS81NmZi/OTcwMzg1MzY3MDA1/MTdhMTU4M2FiYzU4/ZGVjZC5wbmc.webp","thumbnail_width":300,"thumbnail_height":300}