{"type":"rich","version":"1.0","provider_name":"Transistor","provider_url":"https://transistor.fm","author_name":"True Delight","title":"#018 Marzadro: Wenn Grappa Haltung zeigt","html":"<iframe width=\"100%\" height=\"180\" frameborder=\"no\" scrolling=\"no\" seamless src=\"https://share.transistor.fm/e/548ac839\"></iframe>","width":"100%","height":180,"duration":2946,"description":"Zwischen der Frische des Trentino und der sanften Wärme der Kupferblasen. In der BRINKMANNfinest Lounge in Schwerin herrscht heute eine besondere Ruhe, getragen von Glas, Stimme und dem Duft von destilliertem Handwerk. Steffen Brinkmann und Michel Heintze haben sich – in Abwesenheit von Patrick Lehmann – einen Gast an den Tisch geholt, der die italienische Genusskultur wie kaum ein anderer nach Deutschland bringt: Maximilian, den „Max von Marzadro“. Es ist kein klassisches Interview, sondern ein tiefes Genussgespräch über eine Spirituose, die viel zu lange zu Unrecht im Schatten der rauen Bauern-Tradition stand und heute mit kompromissloser Präzision glänzt. Es geht um Haltung, Entwicklung und die Emanzipation des Grappas. Maximilian nimmt uns mit auf eine Reise in das Jahr 1949, als die Familie Marzadro in einem winzigen 300-Seelen-Dorf im Trentino begann, aus dem vermeintlichen Abfallprodukt Trester ein flüssiges Juwel zu brennen. Was einst als raues „Arme-Leute-Getränk“ oder gar als Kriegsmedizin diente, hat sich durch familiäre Leidenschaft und harte Arbeit über drei Generationen hinweg zu einem Inbegriff italienischer Eleganz gewandelt. Hier wird spürbar, was echtes, unverbogenes Handwerk bedeutet, wenn eine Familie trotz ihres Erfolgs die Balance zwischen Größe und handwerklicher Akribie wahrt. Außerdem geht es um das faszinierende Zusammenspiel von Tradition und Moderne in der Produktion. Die Runde verkostet den „Anfora“, einen klaren Grappa, der seine außergewöhnliche Milde und Fruchtigkeit durch die Reifung in Terrakotta-Amphoren erhält – ein feinfühliger Sauerstoffaustausch ganz ohne Holznote. Der Kontrast folgt sogleich mit dem legendären „Dicotto Lune“ (18 Monde), der als Pionier der Fassreifung im Grappabereich gilt und in vier verschiedenen Holzarten – Eiche, Esche, Akazie und Kirsche – zu einer komplexen, vanilligen Würze heranreift. Von den molekularen Geheimnissen der Ruhezeit im Stahltank über die penible Trennung einzelner Chardonnay-Lagen bis...","thumbnail_url":"https://img.transistorcdn.com/03ms73NFDDEmMDKdpbhxXtelQqC8Erhcd3-RV9Giz4U/rs:fill:0:0:1/w:400/h:400/q:60/mb:500000/aHR0cHM6Ly9pbWct/dXBsb2FkLXByb2R1/Y3Rpb24udHJhbnNp/c3Rvci5mbS9kMDQw/ODUxYmIzNzAxNTdk/NjJkZDNjOTAyYmQ3/N2RjMC5wbmc.webp","thumbnail_width":300,"thumbnail_height":300}