{"type":"rich","version":"1.0","provider_name":"Transistor","provider_url":"https://transistor.fm","author_name":"Die Wissensarchitekten: Weisheit gestalten im Informationszeitalter","title":"Episode 09 | Die zelluläre Grundlage des Lernens","html":"<iframe width=\"100%\" height=\"180\" frameborder=\"no\" scrolling=\"no\" seamless src=\"https://share.transistor.fm/e/af6156a0\"></iframe>","width":"100%","height":180,"duration":1175,"description":"Episoden-ZusammenfassungGenau jetzt, während du zuhörst, passiert etwas Außergewöhnliches in deinem Kopf. An Tausenden winziger Verbindungsstellen zwischen deinen Neuronen fluten Kalzium-Ionen durch molekulare Tore, Enzyme schalten sich wie Dominosteine ein, und neue Rezeptorproteine werden in deine neuronalen Membranen eingebaut. Bis du diesen Satz zu Ende gehört hast, wird sich die physische Struktur deines Gehirns verändert haben. So sieht Lernen auf zellulärer Ebene aus.In dieser Episode reisen wir in ein Labor in Oslo, Norwegen, wo 1966 ein junger Forscher namens Terje Lomo zufällig entdeckte, dass synaptische Verbindungen über Stunden oder sogar Tage verstärkt werden können. Zusammen mit Tim Bliss aus London veröffentlichte er 1973 Ergebnisse, die zu einem der meistzitierten Paper der Neurowissenschaft werden sollten, obwohl sie ein ganzes Jahrzehnt lang weitgehend ignoriert wurden.Anschließend tauchen wir in die elegante molekulare Maschinerie hinter diesem Prozess ein: den NMDA-Rezeptor, den körpereigenen Koinzidenzdetektor, der als biologisches UND-Gatter funktioniert und zwei gleichzeitige Signale erfordert, bevor er sich öffnet. Wir verfolgen die Kaskade vom Kalzium-Einstrom über den CaMKII-\"Molekularschalter\" bis zum Einbau neuer AMPA-Rezeptoren und schließlich zur Aktivierung von Genen, die Lernen dauerhaft machen. Dabei erfahren wir, wie Richard Morris die Verbindung zwischen diesem synaptischen Mechanismus und tatsächlichem Lernverhalten bewies und wie ein Experiment von 2014 eine Erinnerung buchstäblich mit Licht ein- und ausschaltete.Behandelte KernthemenDie Wissenslücke vor LTP: Hebbs Theorie ohne experimentellen BeweisPer Andersens Labor in Oslo und die hippocampale SchnittpräparationTerje Lomos zufällige Entdeckung der Langzeitpotenzierung 1966Tim Bliss' Ankunft 1968 und die wegweisende Publikation von 1973Der NMDA-Rezeptor als Koinzidenzdetektor (biologisches UND-Gatter)Die Magnesiumblockade und spannungsabhängige SteuerungDie molekulare...","thumbnail_url":"https://img.transistorcdn.com/gGnorRKiUwE0AsREXQEha4tXgbNff_TrTT9pQBg7JFI/rs:fill:0:0:1/w:400/h:400/q:60/mb:500000/aHR0cHM6Ly9pbWct/dXBsb2FkLXByb2R1/Y3Rpb24udHJhbnNp/c3Rvci5mbS81NmZi/OTcwMzg1MzY3MDA1/MTdhMTU4M2FiYzU4/ZGVjZC5wbmc.webp","thumbnail_width":300,"thumbnail_height":300}