{"type":"rich","version":"1.0","provider_name":"Transistor","provider_url":"https://transistor.fm","author_name":"Die Wissensarchitekten: Weisheit gestalten im Informationszeitalter","title":"Episode 18 | Informationsüberflutung","html":"<iframe width=\"100%\" height=\"180\" frameborder=\"no\" scrolling=\"no\" seamless src=\"https://share.transistor.fm/e/f86c06ec\"></iframe>","width":"100%","height":180,"duration":1255,"description":"Episoden-ZusammenfassungGenau jetzt liegt irgendwo dein Posteingang im dreistelligen Bereich. Eine Streaming-App bietet siebenundvierzig Dinge zum Anschauen. Im Supermarktregal stehen zwölf Hafermilch-Varianten. Die populäre Bezeichnung dafür heißt \"Information Overload\", und die populäre Antwort lautet \"weniger ist mehr\". Beides ist zu einfach.In dieser Episode behandeln wir Information Overload so, wie es die Forschung tatsächlich zeigt: als Missverhältnis zwischen dem, was eine Umgebung liefert, und dem, was ein Geist auswerten kann. Gestützt auf Sheena Iyengars berühmte Marmeladen-Studie, die größte 401(k)-Felduntersuchung der Wahlforschung, zwei Jahrzehnte meta-analytischer Debatte und den umstrittenen Replikationsverlauf der Ego-Depletion trennen wir drei oft vermischte Konstrukte (Information Overload, Choice Overload und Decision Fatigue), ordnen die Evidenz ehrlich ein und schließen damit, was Choice Architecture leisten kann und was nicht. Diese Episode ist kein Produktivitäts-Manifest, sondern eine Episode über den Umgang des Geistes mit Überangebot.Behandelte KernthemenDrei Konstrukte unter einem Label: Information Overload (Volumen, Vielfalt, Velocity), Choice Overload (mehr Optionen senken Qualität oder Bindung) und Decision Fatigue (Entscheiden jetzt verschlechtert Entscheiden später)Die Iyengar-und-Lepper-Studie (2000) korrekt eingeordnet: mehr Optionen zogen Aufmerksamkeit, dämpften aber die Kaufbindung; die Schlagzeile lautet nicht \"mehr ist immer schlechter\"Der stärkere Feldbefund: Iyengar, Huberman und Jiang (2004) zur 401(k)-Teilnahme bei rund 800.000 BeschäftigtenSimons Bounded Rationality und die Unterscheidung zwischen Maximierern und SatisficernDie Replikations-Wende: Scheibehenne et al. (2010) fanden einen Mittelwert nahe null; Chernev et al. (2015) holten den Effekt über vier Moderatoren zurückReutskaja et al. (2018) fMRT: das Gehirn kodiert den Wert eines Wahl-Sets als Nutzen minus Kosten in invertiertem U über die...","thumbnail_url":"https://img.transistorcdn.com/gGnorRKiUwE0AsREXQEha4tXgbNff_TrTT9pQBg7JFI/rs:fill:0:0:1/w:400/h:400/q:60/mb:500000/aHR0cHM6Ly9pbWct/dXBsb2FkLXByb2R1/Y3Rpb24udHJhbnNp/c3Rvci5mbS81NmZi/OTcwMzg1MzY3MDA1/MTdhMTU4M2FiYzU4/ZGVjZC5wbmc.webp","thumbnail_width":300,"thumbnail_height":300}