KI braucht einen moralischen Kompass – sagt Sozialethiker Nass in seinem neuen Buch. Seine Forderung: KI-generierte Bilder und Texte müssen klar gekennzeichnet werden, und Entscheidungen, die von KI getroffen werden, müssen nachvollziehbar sein. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Denn bisher können viele KI-Systeme nicht erklären, warum sie zu einem bestimmten Ergebnis kommen. Und das ist ein Problem, wenn es um wichtige Entscheidungen geht – etwa bei Krediten, Jobauswahl oder medizinischen Diagnosen. Nass will mit seinem Buch die Debatte neu anstoßen: Wer trägt die Verantwortung, wenn KI Fehler macht? Und wer kontrolliert, ob KI ethisch handelt? Fragen, die sich nicht von alleine lösen – und die dringend gesellschaftlich diskutiert werden müssen.