Gabriel Felberbauer: Alex, zwei Wochen, knapp zwei Wochen mittlerweile, hat sich dein Leben eigentlich so innerhalb von paar Minuten komplett verändert und da denke ich mir also, wie geht man in so einem Moment Du bist jetzt in Griechenland, du bist mit deiner Family vielleicht gerade am Essen am Tisch, auf einmal lautet dein Telefon, ist es dann so auch eine Nummer, du kennst oder ist es eine random Nummer? Wie läuft dieser Moment ab? Nimm uns da vielleicht gleich mal mit in so der schächtigen verrücktes Moment deines Lebens. Alex Poppeck: Tatsächlich war es so, dass wir gerade vom Strand zurückgekommen sind zu unserem Airbnb. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: dann habe ich auf WhatsApp gesehen, mein Manager hat sich gemeldet. Der hat dann nur geschrieben, hey urgent, call me back. Und Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: dann habe ich ihn zurückgerufen. Dann hieß es, ja, die UFC braucht dich jetzt nächste Woche in Belgrad. Also ich glaube, das war am... Mittwoch, Donnerstag, wenn ich mich nicht irre. Und den Samstag drauf war schon das Event in Belgrad. Und das andere war, dass er gesagt hat, es wäre aber jetzt im Heavyweight, also Schwergewicht und nicht in deiner üblichen Gewichtsklasse. Gabriel Felberbauer: 22 Kilo mehr als du? Alex Poppeck: ja, genau, crazy. Gabriel Felberbauer: Also, ist der Zögertmann oder ist das trotzdem so, hey, es ist die UFC, ich muss? Alex Poppeck: Ja, müssen nicht, aber es war immer mein Leben. Gabriel Felberbauer: Nein, aber von selber intern. Du als Kämpfer, wenn die UFC anruft, dann musst du nicht, weil du gezwungen bist, sondern weil India Alex Poppeck: Ja. Gabriel Felberbauer: alles diesen Moment möchte. So mein ich das, Müsse, so inneres Müssen. Alex Poppeck: Definitiv. War schon so bei mir. Ich habe eigentlich überhaupt nicht gezögert. Mir war es auch in dem Moment egal, Schwergewicht oder nicht. So eine Chance kommt halt nur einmal. Gabriel Felberbauer: Also das heißt, das war einfach so angerufen oder gelesen und bumm, ich bin dabei. Sogar kein Zöger und kein Nix. Weil ich stell mir das schon so, wie soll ich sagen, ich glaub, wenn man da zu lange überlegt, dann fängt das hier an und man kommt in so einen Gedankenchaos vielleicht auch rein. bist du da auch gar nicht so, aber ich stell mir das sofort an. Je öfter man die 22 Kilo hört vor der Zusage, desto schwerer wird's wahrscheinlich, ja zu sagen, oder? Ist das... Alex Poppeck: Also ich habe direkt zugesagt und es kam dann erst so mit der Zeit dachte ich mir okay ist es jetzt so smart gegen so einen schwereren zu kämpfen. Aber da war es ja dann schon geschehen, dann waren wir mehr beschäftigt mit der ganzen Paperwork und so weiter die da anfällt Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: bei der UFC. Da mussten wir den Urlaub früher abbrechen, früher zurückfliegen, sehr sehr viel organisatorisch machen und dann Gabriel Felberbauer: Wie ist das so, was sagt die Family dazu, wenn ich da kurz einhaken darf? Du kriegst die Nachricht, du kriegst den Anruf, schließt auf und sagst zu deiner Frau, du musst jetzt nach Hause fliegen, ich habe jetzt einen UFC-Kampf. Wie fühlt sich sowas dann an, auch hinter den Kulissen? Ist da die Family happy? Sind sie wieder so, wow, okay, das ist jetzt krass. Alex Poppeck: Die Kinder sind ja noch klein, die checken das jetzt Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: noch nicht so wirklich, aber die Frau ist mein größter Support. Die hat das gleich alles in die Wege geleitet, hat gleich geschaut nach früheren Flügen, mir geholfen, die ganzen Dokumente auszufüllen und so weiter, hat alles im Hintergrund organisiert. Also die war da richtig dahinter. Gabriel Felberbauer: Das ist schon krass. Es ist auch wichtig, man da jemanden hat, einen unterstützen kann. Was nämlich auch vom Zeitfenster im Kopf ist, du hast ja das Glück, dass er schwerer war, weil sonst so Weightcutting und solche Sachen, braucht ja auch eine Woche, diese ganzen Prozesse. Du hattest wie viel? 8 Tage, 9 Tage vor dem Kampf? Alex Poppeck: Ja, genau. Gabriel Felberbauer: Wie geht man dann überhaupt rein? Wirst du nach Hause kommen, in der Nähe von München? Und mit deinem Team, was trainiert man dann noch so eine Woche vor dem Kampf? Alex Poppeck: Du kannst dich nicht mehr krass auf den Gegner einstellen. Ich habe im Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: Urlaub ein bisschen trainiert, aber war nicht in meiner Peak Shape. Ich Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: bin Freitag zurückgekommen, war am Wochenende bei meinem Coach in Ulm bei 89mm. Da wir noch etwas durchgegangen. Und Dienstag früh war der Flug nach Belgrad. Das heißt... war dann auch noch mal so ein bisschen Training, aber mehr konnte man dann auch in der kurzen Zeit gar nicht mehr machen. Gabriel Felberbauer: Und was dann so, kannst du den Bell grad noch trainieren oder warst dann eher Media und dies und das und es war dann gar keine Zeit mehr? Also wie viel läuft das dann zum Beispiel ab? Alex Poppeck: Ja klar hast du deine Termine mit Fotoshooting, Media etc. Aber im Hotel gibt es ja auch einen Raum, wo du dann einfach deine Trainings noch machen kannst. Da haben wir aber auch nur, ich glaube, zwei Mal dann noch so bisschen trainiert. Da kannst Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: du ja auch jetzt in der kurzen Zeit dich nicht mehr irgendwie krass einstellen. Gabriel Felberbauer: Eben, deswegen denke ich mir, was macht man denn überhaupt? das so ein, also ich kann mir nicht, es ist alles egal, wir machen einfach irgendwas. Aber wie versucht man in dieser kurzen Zeit dann eben noch irgendwie was rauszuholen? Weil das ja schon einfach crazy ist. Aber ich finde es richtig geil, dass du da einfach so Mensch bist, sagt, ja, let's go, wir machen das. Vor allem, dass ich vorwegnehmen kann, ich habe mir den Kampf zweimal angeschaut und... Ich bin jetzt kein UFC-Profi oder so, aber hat jetzt nicht danach ausgesehen, dass du schlechter warst, sondern eher, du hast Pech gehabt. Du hast dir dann schon in der letzten Woche das meiste rausgeholt. Alex Poppeck: Ja, haben in der Woche, was wir hatten, den Gameplan auf die Schnelle zusammengebaut, haben Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: den Gegner analysiert. Wie du schon sagst, hat ja auch alles ziemlich gut angefangen. Ich habe mehr oder weniger getroffen, wurde selbst nicht getroffen, habe den Kampf geführt, habe auch die Dinge gemacht, was unser Plan war. Also hat es trotz der kurzen Zeit eigentlich ganz gut hingehauen. dann so Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: ist halt der Sport, vor allem wenn er dann noch so viel schwerer ist. Ein Schlag kann halt sehr viel dann drehen oder den ganzen Kampfverlauf Gabriel Felberbauer: Hmm. Alex Poppeck: ändern. So war es halt auch. Der hat es auch gut gemacht, mir den Weg so abgeschnitten, hat den Kick perfekt gelandet und dann war es leider so wie es ist. Aber trotzdem denke ich für die Umstände und für den Gewichtsunterschied habe ich gezeigt, die Skills und die Performance war eigentlich da, trotz Urlaub, trotz ohne Vorbereitung. Gabriel Felberbauer: Bevor wir weiter zu diesem Lebertreffer eingehen, eine Frage. Wenn du deinen Gegner zum ersten Mal siehst und er wirklich schwerer ist als du, wie geht es dir da in dem Moment? Bist du dann schon so in diesem Fighter-Modus, dass alles so, ich mach das und ich schaffe das und man kann da gar nicht nachdenken oder ist das schon so ein, okay, wieso ich ihn da jetzt anstellen? Hat man da solche Gedanken? Alex Poppeck: Diesmal nicht, weil es war ja nicht überraschend. wusste ja, auf was ich mich einlasse. Ich habe den auch noch vorher im Hotel gesehen und dann natürlich bei der Waage und so weiter. Es war mir ja bewusst, er wird größer, schwerer sein und so weiter. Von daher hat es mich jetzt mental nicht irgendwie negativ beeinflusst. Gabriel Felberbauer: Okay, weil ich finde manchmal ist es ja auch so, du weißt etwas und dann stehst du dort und du siehst das und dann fahrst du richtig ein und du checkst das erst so richtig. Das heißt, warst davor, du wusstest alles, was passiert und es war keine Überraschung, dann ihn noch zu sehen. Das könnte ja auch sein können. Alex Poppeck: Ja genau, ich war ja mental darauf vorbereitet. Tatsächlich dachte ich eher, er wird noch deutlich größer sein. Gabriel Felberbauer: mhm. Aber das heißt, das war dann eher fast eine Freude, so, ist doch nicht zu groß. Alex Poppeck: Ja, könnte man so sagen. Gabriel Felberbauer: Dann zurück zum Kampf. Was ich mir noch nicht so denke, bei so einem Lebertreffer, kann man da irgendwie was machen oder ist das einfach Pech und da ist der Kampf bei jedem vorbei. Alex Poppeck: Meiner Meinung nach, von meinem Gefühl, denke, ich weiß am besten, es war auch nicht auf die Leber. Ich hatte auf der Gabriel Felberbauer: okay. Alex Poppeck: Leber dann gar keine Schmerzen. Es war eher so Rippe, so La Plexus-Bereich. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Der Schmerz kam halt so kurz rein und dann die Luft auch weg. Er Gabriel Felberbauer: mhm. Alex Poppeck: hat halt gleich auch sehr gut nachgesetzt. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Da kann man dann nichts machen. Gabriel Felberbauer: Ja und ich glaube halt auch, jemand so 22 Kilo schwerer ist, das dann halt schon noch einmal eine andere Wucht, als wenn jemand gleich schwer ist bei Tritten und Schlägen, wenn ich das rüchte. Alex Poppeck: Ja genau, also es wäre jetzt so ungefähr wie wenn ich gegen einen so 70 Kilo Typen kämpfen würde. Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: Das ist halt auch dann großer Unterschied. Gabriel Felberbauer: Ja, ist gleich. Aber allgemein ist für das, wie schnell das Ganze gegangen ist, wie verrückt auch mit dem Gewicht und allem, ich finde es einfach schon krass, dass du da einfach reingehst und eine gute Form machst. Und halt auch, wie soll ich das sagen, einfach so den Eindruck machst, bis zu dem Moment, du eben diesen Treffer bekommst, wo man sagen muss, das ist halt auch bis zu einem gewissen Grad Pech oder Glück für ihn oder wie auch immer man das sagen möchte, echt einfach gut ausgesehen. Das finde ich echt krass. Das eine stabile Leistung, muss man schon sagen. Weil er auch diese Angst befreit hat, die man da sieht. Alex Poppeck: Ja, ich war auch voll da, ich war frei in dem Kampf. Ich im Endeffekt sozusagen alles gesehen, habe jetzt seine Schläge ausgewichen, habe ihn gut gekontert. Wie du sagst, bis dahin ist es eigentlich sehr, Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: sehr gut gelaufen. So ist leider der Sport. Einschlag kann viel verändern. Gabriel Felberbauer: Ja, es ist halt schon echt verrückt, wie schnell es geht. Ich bin ja auch kein Profi in dem Ganzen, das werde ich sicher noch öfter sagen, aber einfach so ein Schlag und es ist vorbei. ist ja so zu sagen, er hat es dann direkt auf dich drauf. Wusstest du dann irgendwann schon, okay, das war es jetzt, wo der Schlag kam oder kommt dir der Kopf gar nicht mit, wenn du da in dieser Kampfsituation bist? Ist dann von Schlag zu, ist aus, ist da ein Gedanke im Kopf oder? Alex Poppeck: Der Kick kam, ich habe diesen Schmerz noch gespürt, weiß noch, dass ich so zurückgegangen bin und dann war so ein bisschen so ein Filmriss da. Das Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: hat man dann nicht mehr alles so mitbekommen. Ich weiß dann erst wieder, wo wir im Backstage waren sozusagen. Gabriel Felberbauer: Also wirklich so von eigentlich so du schwankst zurück bis Backstage ist vorbei. auch kein, er hat jetzt gewonnen diese ganze Zeremonie, das heißt du hast alles. Alex Poppeck: Genau, irgendwie, das ist nicht mehr so im Kopf, ehrlich gesagt, wo ich dann da stand und seine Hand gehoben wurde und so weiter. ist irgendwie weg, obwohl ich ja nicht mal jetzt Kopftreffer bekommen habe. Ich weiß nicht warum, Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: da ist irgendwie so ein kleiner Filmriss drin. Gabriel Felberbauer: Also vielleicht hat einfach so Schock oder wie auch immer man das nennen möchte so Alex Poppeck: Wahrscheinlich, Gabriel Felberbauer: Das ist schon verrückt. Hattest du das schon mal oder ist es jetzt zum ersten Mal passiert? Alex Poppeck: Das war jetzt so in der Form tatsächlich zum ersten Mal. Gabriel Felberbauer: Und wenn du dann im Backstage wieder zu dir kommst, brauchst du einen Moment zu realisieren, dass du den Kampf verloren hast? geht dir an einem vor? Ich stell mir das crazy vor, du wachst auf und bist auf einmal wieder im Backstage. Wusstest du dann schon wo du bist? Es war jetzt kein K.O., aber wenn du das so beschreibst, wie kommt man da zu sich? Alex Poppeck: Ja, ich war schon bei mir, nur diese Zeit von dem Finish sozusagen bis Kabine. weiß auch nicht, dass ich aus der Halle oder aus der Arena in den Backstage gegangen Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: bin. Das ist irgendwie alles weg. weiß auch nicht warum, ehrlich gesagt. Vielleicht ist so, wie du sagst, Schock. Der Körper hat Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: einfach zugemacht. Und es war jetzt nicht dramatisch oder so, aber diesen Moment, das weiß ich einfach nicht mehr. Und dann... Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Natürlich weißt du dann, Shit, Kampf ist verloren. Das realisierst du dann schon. Aber so, muss immer noch jetzt, wir sind ja jetzt glaube ich fast 2,5 Wochen nach dem Kampf. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: immer noch realisieren, ich bin jetzt einfach in der UFC, ich hab da im Heavyweight gekämpft, weil das ist alles wie Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: so ein Film abgelaufen. Also eigentlich seit dieser Griechenlandsache, seit dieser Anruf kam, ging alles so schnell wie im Film. Ich muss immer noch Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: realisieren, so ey, ich hab da jetzt gekämpft und so. Das war schon lange nicht mehr so, es war früher so, ja, wenn du noch nicht so erfahren bist. Aber jetzt, aufgrund der Tatsache, dass einfach alles so schnell ging, jetzt glaube ich, muss ich das alles noch immer verarbeiten. Gabriel Felberbauer: Aber ich finde es ist schönes Problem, man sowas verarbeiten muss, sowas Positives. Alex Poppeck: Ja, ja, Gabriel Felberbauer: Ich habe auch in meiner Recherche gesehen, hast 2019 schon mal die Möglichkeit gehabt bei den Contender Series. Da hast du dann halt das Pech gehabt zu verlieren. Der ist dann Champion geworden und so weiter. Deswegen war es dir nicht im Nachhinein eine Schande gegen den zu verlieren. Demo war es sicher sehr hart. das heißt, lustigerweise bist du jetzt zweite Kämpfer, der den ersten Kampf verloren hat in der Contender Series, den ich hier im Podcast habe. Und dann aber trotzdem in die UFC gekommen ist. Alex Poppeck: Ja. Gabriel Felberbauer: So gehört das eigentlich unmöglich. riesen Respekt, man es trotzdem schafft. wie fühlt sich das jetzt an, UFC Fighter zu sein? Wenn du schon so sagst, du brauchst das zu realisieren, wachst du jeden Tag auf und fühlst dich richtig geil oder ist das eher so ein ruhiges, hey, ich hab's geschafft? Alex Poppeck: Ja, muss schon manchmal gehen, spazieren oder so und dann kommen halt diese Gedanken aktiv rein. So, ey krass, ich habe einfach meinen Traum verwirklicht. Ich habe es da jetzt wirklich geschafft. Vor, ich glaube, zwei Tagen oder so bin ich aufgewacht und dann wurde mir das so richtig bewusst. Alter, Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: du hast da jetzt einfach im Heavyweight der UFC tatsächlich gekämpft und so. Ich weiß halt noch vor zehn Jahren oder länger. Wir haben alles angeschaut zusammen mit meinem Bruder von Vage bis zu den Events. davon geträumt, ich auch mal da sein werde und jetzt ist es halt Fakt und das ist schon Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: schon ein schönes Gefühl einfach zu wissen, man sein Ziel erreicht hat. Gabriel Felberbauer: Würdest du sagen, ist so wie du es dir vorgestellt hast? Alex Poppeck: In dem Moment war es schon cool da einzulaufen. Also UFC und ich habe das schon bewusst wahrgenommen. das hat mich jetzt nicht beeinflusst oder so, weil ich einfach von meinem Mindset gesagt habe, ich gehöre dahin. Das war jetzt so mehr oder weniger Bestimmung. Ich habe das manifestiert und so weiter. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Deswegen habe ich mich jetzt nicht irgendwie anders gefühlt wie jetzt bei OKTAGON zum Beispiel. Aber so... trotzdem so geil wir sind jetzt hier wo wir schon immer hin wollten. Gabriel Felberbauer: Du hast ein größeres Team, du ein Management und so weiter. Wie sehen die das? Sind die jetzt auch so, hey, haben es jetzt sozusagen als Team hat man es ja auch zusammen geschafft, blöd gesagt, denke ich mal. Wie fühlen die sich jetzt? Ist da so irgendwie eine neue Dynamik in eurem Team seitdem? Alex Poppeck: Das Team, die Jungs, die jetzt immer bei mir der Ecke mit dabei sind, die waren natürlich auch alle überglücklich, weil die wissen es ja auch. allem der Jordi und der Hakan. Seit Jahren sind wir ja so immer, unser Ziel war immer, die UFC zu kommen. Mit jedem Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Kampf, den wir bestritten haben, wollten wir gewinnen, diese Siegesserie eben beizubehalten, es vielleicht dann doch noch zu schaffen in die UFC und jetzt... Ich glaube, waren genauso gehypt und können es selber vielleicht auch noch gar nicht so realisieren wie ich. das wird uns alle irgendwie ein Erlebnis. Gabriel Felberbauer: Aber das heißt, es war schon auch mit der Octagon-Series, wo du gekämpft hast, war immer schon der Plan, nochmal in die UFC zu kommen, auch wenn das mit einem Contender-Series schwierig ist, wusstest du, hey, ich bleib da dran und das ist einfach durchgezogen, bis du jetzt sozusagen, in dem Fall durch Glück, aber Glück muss man sich auch erarbeiten, zu deinem ersten Kampf gekommen bist. Das heißt, es war immer... Alex Poppeck: Schon, schon, schon. Natürlich wollte ich auch bei Oktagon und habe ja auch oben mitgekämpft. Aber im Hintergrund war immer das Ziel, noch in die UFC zu schaffen. Das war von Anfang an mein Ziel, als ich den Sport oder den Schritt zu den Profis gemacht habe, immer das Ziel, UFC-Kämpfer zu sein und halt nicht Oktagon-Kämpfer. Und dann musst du dich aber auch durchkämpfen, Siege holen, weil ohne Siegeserie ist schwer in die UFC zu kommen. Und dann Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: kriegst du halt dann mal so eine Gelegenheit, die musst du auch nutzen, wie ich jetzt. Gabriel Felberbauer: Wusstest du, dass die UFC auf dich schaut vor dem Kampf oder war das komplett aus dem Nichts? war das irgendwie so... Wusstest du, dass du dem Ganzen näher kommst oder hast du nicht gewusst, vielleicht nächstes Jahr in zwei Jahren, aber dass es heute passiert, war vollkommen aus den Wolken gegriffen. Alex Poppeck: Nee, ich wusste schon Bescheid, weil mein Manager war schon die letzten Monate über mit der UFC, ständig in Kontakt, hat mich auch immer wieder ins Gespräch gebracht dort. Und dann Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: ist es halt so, da musst du einfach auf deine Chance halt warten und hoffen. Weil für europäische Kämpfer ist nicht so einfach da reinzukommen. Ist Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: ein bisschen einfacher für Amerikaner oder Brasilianer, habe ich so den Eindruck, weil ja eben so viele Events in Europa und der Markt Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: ist einfach fokussiert mehr auf diesen amerikanischen Markt. Von daher ist es sehr sehr schwierig für uns Europäer da rein zu kommen. Gabriel Felberbauer: Du hast mit 18 begonnen zu kämpfen, Alex Poppeck: Genau, ungefähr so. Gabriel Felberbauer: Das finde ich nicht verrückt, weil ich hätte gedacht, dass man viel früher anfangen muss, überhaupt in die UFC zu kommen. Mit 18 ist schon erwachsen und fängst dann was Neues an. Das denken sich die wenigsten, wenn man Profi ist. Ist das bei vielen so? Oder habe ich da einfach ein falsches Denken? Wie läuft das ab? Bist du der Einzige, der mit 18 beginnt? Alex Poppeck: Zu meiner Generation haben viele erst mit 18, 19, 20 angefangen. Es gibt auch sehr viele Kämpfer, die erst noch später anfangen und es trotzdem in die UFC schaffen. glaube sogar Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Cyril Garnet hat erst noch viel später angefangen, mit der Ende 20 und ist UFC-Champion geworden. Gabriel Felberbauer: Krass. Alex Poppeck: Also da gibt es immer Möglichkeiten. Heutzutage hat sich das gewendet, weil der Sport einfach viel mehr an Popularität gewonnen hat und die Eltern, die Kinder auch schon früh zum Boxen, zum Ringen und so weiter schicken, vor allem jetzt in Ländern natürlich wie Russland und so weiter, die starten schon viel früher. Aber in Deutschland Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: oder auch in Österreich hat sich der Sport ja total weiterentwickelt und ich glaube, dass wir deswegen auch in Zukunft noch viel, viel mehr Talente sehen werden, die auch schon in jungen Jahren da voll abreißen. Gabriel Felberbauer: Ravie, du damals begonnen zu trainieren? War das von Anfang an Ziel gesetzt oder hast du einfach mal reingestartet und geschaut zum Spaß? Alex Poppeck: Also als ich angefangen habe, ich bin zum Gym gekommen und die erste Frage war von mir an den Coach da, kann man hier auch Kämpfe machen? Weil ich will das halt wenn dann gescheit machen von Anfang an und damals war das aber noch so bei uns in München Dach oder Raum so Es gab eigentlich gar kein MMA-Training, sondern es hieß dann immer nur so, ja, du musst ein bisschen Muay Thai machen und ein bisschen BJJ, also halt Jiu-Jitsu-Bodenkampf. Und dann passt es schon, dann kannst du schon MMA kämpfen. Damals gab es noch nicht diese Verbindungen mit Ringen, mit Ground und Pound und so weiter. Es war noch alles sehr Gabriel Felberbauer: Das heißt, du hast das auch entwickelt? Alex Poppeck: mitentwickelt, würde ich schon sagen. weil ich bin dann auch schon relativ früh immer wieder gereist nach Thailand und so weiter, Kanada damals. Hab da alles mitgenommen auch und hab dann mein Training halt so selbst gestaltet und entwickelt. Gabriel Felberbauer: Du hast ja mittlerweile auch selber einen Gym. Siehst du auch von den Leuten, wie alt sind die, wenn die zu dir kommen und anfangen zu trainieren? Wie ist es bei denen? Wollt ihr auch direkt kämpfen? Wie lange braucht man da? Wieder ein paar Fragen in einer. Alex Poppeck: Das ist immer individuell. Diese Frage bekomme ich ständig bei Instagram. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Das hängt natürlich von deinem Talent ab. Wie oft trainierst du? Wie schnell lernst du? Es ist schwer zu beantworten, wie schnell man kämpfen kann. Manche ... können nach ein Monaten schon kämpfen. Zumindest Grappling Jiu Jitsu, da passiert ja nichts. Striking Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: oder MMA dauert dann gegebenenfalls doch noch ein bisschen länger. Und wir haben ja, wir starten ja mittlerweile schon mit Kids ab fünf oder sechs Jahren. Aber da ist natürlich, Gabriel Felberbauer: Okay, das ist krass, Alex Poppeck: da ist natürlich noch mehr spielerisch und so. Gibt aber welche, die auch sehr talentiert sind und wo auch die Eltern jetzt schon sagen, ja, wir wollen auch mal, dass er kämpft und so weiter. Aber muss man sehen, Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: ja, Die entwickeln sich auch Hormone, Mädels, Schule etc. Da weiß man halt nicht, ob die es dann auch wirklich durchziehen. Aber wenn natürlich jemand schon mit sechs Jahren jetzt bei mir startet und der dann irgendwann 18 oder 20 ist, dann ist es schon, denke ich, ganz gut. Gabriel Felberbauer: ist ein anderes Fundament, glaube ich, als wenn du halt mit 18 startest. Hast du davor jemals schon mal im Kampfsport irgendwas gemacht oder war das einfach so mit 18? Ich habe jetzt Bock drauf. Weil ich habe zum Beispiel mit sechs Jahren ein Jahr Judo gemacht. Bringt mir genau gar nichts, aber war bei mir schon so bisschen was zumindest, dass man es probiert und dass auch andere das gemacht haben. Alex Poppeck: Ne, also tatsächlich vorher halt nur Fußball gespielt, von 6 bis 16, so wie wahrscheinlich fast alle deutschen Jungs. Und dann habe ich mit Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: Fitness weiter gemacht, weil ich keinen Bock mehr hatte auf Fußball, habe so eineinhalb Jahre nur so Kraftsport-Fitness gemacht. Und halt so in der Jugend natürlich hat man sich draußen immer mal wieder geprügelt oder sein Bruder. schon. Also die Affinität war irgendwo da. Und dann halt in Thailand. Wir waren oft in Thailand mit der Family. Dann hat Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: mich das so inspiriert. Gabriel Felberbauer: Also vielleicht dort auch den ersten Kampf gesehen in Thailand und dann irgendwie gedacht, boah, da hab ich auch Bock drauf. Alex Poppeck: Ja genau, Gegenüber vom Muay Thai Gym, da ist ja alles offen. In Thailand sind ja keine geschlossenen Räume meistens. Gegenüber vom Muay Thai Gym war ein Fitness. Ich habe immer dort trainiert und habe denen immer zugeschaut beim Pratzen-Training und so weiter. Hat mich inspiriert und dann haben wir mal ein Event in Thailand dort angeschaut. Habe ich auch gefeiert und dann habe ich gesagt, okay, ich will das jetzt auch ausprobieren. Gabriel Felberbauer: Das ist schon geil. so Thailand, dort über Muay Thai. Also ich fand, wie soll ich sagen, das ist etwas roher, wie die kämpfen. Also es schaut irgendwie so aus, würden die sich mehr wehtun. Aber ich habe jetzt auch nicht MMA Erfahrung, aber einfach so dieses Abhärten, dieses musst du wahrscheinlich auch machen, dass du einfach sozusagen, dass dir die Knochen auch nicht wehtun, wenn du irgendwie mit drittst. Schaut man sich da viel von Thailand ab, so allgemein im MMA? Oder ist es auch von anderen Kampfsportaten und ich habe das einfach mit Thailand anders assoziiert? Alex Poppeck: Muay Thai und MMA sind schon zwei völlig andere Sportarten, muss man sagen, natürlich hast du Elemente vom Thai Boxing drinnen beim MMA, aber der Stand ist ganz anders, die Footwork ist anders, die Distanz ist ganz anders. Du kannst natürlich die Waffen nutzen vom Muay Thai, aber wie gesagt, MMA Striking ist wieder eine eigene Sportart im Endeffekt, man so möchte. Gabriel Felberbauer: Okay, es ist schon ganz anders. Alex Poppeck: Aber ich muss dir schon recht geben, Mojtai, reines Mojtai ist schon wahrscheinlich mit das härteste. Du stehst halt im Endeffekt Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: voreinander und gibst dir halt voll. Du hast nicht dieses... Du hast nicht... Gabriel Felberbauer: Aber wo ist der Unterschied zu klassischen MMA? Alex Poppeck: Du hast nicht so dieses abtasten, du die Distanz Gabriel Felberbauer: Okay. Alex Poppeck: hältst und schaust und findest. Die stehen ja wirklich mehr oder weniger voreinander und geben sich Knochen auf Knochen und schauen halt, wer landet mehr Damage, wer landet mehr harte Treffer. Und beim MMA haben wir ja auch noch den ringerischen Aspekt, das Grappling und so. Von daher hast du einfach beim Multi viel mehr Knochen auf Knochen Schlagabtausch, würde ich jetzt mal sagen. Gabriel Felberbauer: Ja, macht Sinn. Kommen wir noch mal kurz zu der Woche vor deinem Kampf, weil ich finde das mit dem Weight machen und Cutten eigentlich schon interessant. Vor allem, du hast es ja ausgelassen, oder? Also, erste Frage. Du musstest gar gehen. Alex Poppeck: Ja, ja, also diesmal muss ich ja... Gabriel Felberbauer: Aber wie ist man dann trotzdem so als MMA-Kämpfer? Weil ich habe mich zum Beispiel letztes Jahr sehr viel mit Fitness und Ernährung beschäftigt und komme selber immer mehr zu dem Entschluss, ich versuche einfach nur das zu essen. was mir Performance gibt und ich denke mir so ist auch ein MMA Kämpfer oder so. Das geht ja nicht irgendwie Kalorien, Distanz, also schon, aber so am Ende des Tages. Was muss ich essen, dass ich am besten im Ring abliefern kann, oder? Alex Poppeck: Ja, unser Sport ist ja sehr, wie sagt man auf Deutsch, glykolitig, also Bedarf Kohlenhydrate, egal ob jetzt Gabriel Felberbauer: Mhm. Mhm. Alex Poppeck: das Krafttraining oder der... Das Training an sich, Boxen, Ringen, verbraucht und verbrennt ja Kronhydrate. Das heißt, deine Performance zu unterstützen, brauchen wir auf jeden Fall Kronhydrate. Und da Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: isst du halt dann gute, leicht verdauerliche Quellen an Kronhydraten, wie jetzt zum Beispiel weißer Reis, Kartoffeln und so weiter. Was dir halt auch Power Gabriel Felberbauer: Mhm. Also, besche- Alex Poppeck: gibt. Also der Fokus sollte schon mehr auf Kronhydraten sein. Gabriel Felberbauer: Und wahrscheinlich auch unverarbeitete Lebensmittel, nicht irgendwie, keine Ahnung, auch kein Burger von McDonalds, auch wenn da auch Kohlenhydrate drinnen sind, sondern schon unter Anführungszeichen was Gescheites, oder? Alex Poppeck: Ja 100 % also ich sowieso, ich weiß nicht wie das andere handhaben aber ich esse eigentlich nie so Müll, das ist ja richtiger Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Müll, das würde ich nicht mal als Essen bezeichnen so Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: McDonalds oder Fertigpizza oder Chips oder so ne Scheiß, das kommt bei mir halt gar nicht rein. Gabriel Felberbauer: Ich glaube auch, wenn du ganz oben mitspielen willst, dann geht das auch gar nicht, dass du so ein Müll in dein System reinwürfst. Deswegen sage ich auch mittlerweile, einfach Performanceernährung gefällt mir als Begriff viel besser als gesund oder was auch immer. Alex Poppeck: Ja oft ist so in Anführungszeichen gesunde Ernährung ist ja auch, hat nichts mit Performance Nutrition zu tun, weil wenn du dich jetzt nur von Salat sagen wir jetzt mal ernährst, dann Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: fehlt dir halt auch vieles, dass du dann brauchst für deine Performance als Beispiel. Gabriel Felberbauer: Was ich mir gerade gedacht habe, in einem Kampf hast du dann auch Elektrolyte oder Zucker zwischen Runden oder ist das reines Wasser, man da trinkt? Führt man sich da irgendwie nochmals zu? Alex Poppeck: Nein, weil es auch nicht erlaubt ist. Du hast ja deine Commissions, vor allem auch in der UFC. Aber auch bei Octagon gibt es ja die Game-Offs, da dabei sind. Du darfst nur das Wasser benutzen, was gestellt wird vom Veranstalter. Da darfst jetzt nicht irgendwelche Mischungen Gabriel Felberbauer: Mhm. Das ist reines Wasser. Alex Poppeck: zufügen. Gabriel Felberbauer: Weil es hätte auch sein können, dass Getto Raid, Power Raid wie auch immer sie alle heißen, sind ja auch oft Sponsoren bei so Sportevents, dass man das halt einfach bekommt. Aber das heißt, sechs Runden, einfach nur Wasser im Idealfall. Alex Poppeck: Also eigentlich ist er 3 mal 5, meistens an Titelkampf ist 3 mal 5 Minuten, also 3 Runden meistens. Gabriel Felberbauer: Ach so. Alex Poppeck: Aber ja, immer nur Wasser. Davor halt hinten beim Warm-Up kannst du halt solche Sachen wie Sportdrinks und so was, Elektrolyte noch ein... Gabriel Felberbauer: Aber da braucht man dann auch eigentlich eher die unter Anführungszeichen ungesunden schnellen Zucker. Das heißt ein Traubenzucker oder vielleicht keine Ahnung, ein Powerade. Irgendwas, schnell die Gen-Speicher auffüllt, dann halt genug Power irgendwie mitzunehmen, oder? Alex Poppeck: Ich bin auch Fan von Babyfoods, Quetschis. Weißt du was ich meine? Oder diese Hip Dinger aus dem Klassik. Gabriel Felberbauer: Die sind richtig geil, wenn man die Form kühlt und dann einfach sich reinziehen kann. Habe ich jetzt letztens auch gesehen, bei Lidl gibt es die mit Protein. Sind zwar dann nicht mehr ganz so geil von der Konsistenz, aber irgendwie finde das geil, dass du halt beides im Eiern hast. Da kann ich mir auch gut vorstellen, dass das funktioniert. Alex Poppeck: Also das ist eigentlich ganz gut, weil das ist ja auch sehr leicht und schnell da dieser Fruchtzucker und auch easy verdaubar. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Deswegen ist das ganz gut, finde ich eine coole Option. Gabriel Felberbauer: Und wie soll ich das sagen? Wenn du dann halt das ganze Training hast, du stehst im Ring, du weißt jetzt, jetzt geht es alles. Wie gehst du dann damit in diese Sekunden, bevor der Kampf losgeht? Du hast jetzt eben schon alles gemacht und bist dann auf dich allein gestellt. Das finde ich auch mal eine spannende Frage. Wie man dann in dem Moment, bevor es losgeht, die ganze Spannung da ist, einfach ruhig bleibt und abliefern kann. Ihr macht mal sowas zum Beispiel. Ganz harter Cut. Alex Poppeck: Ich glaube, das kommt mit der Zeit. Ich habe jetzt schon, lass mich mal überlegen, glaube 27, 28 Profikämpfe den Dreh. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Das kommt mit der Zeit. Ich bin da einfach ruhig mittlerweile vor dem Kampf. Du bist ja auch so bisschen im Tunnel, aber Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: ich sehe auch, was passiert mich herum. Ich nehme die Fans wahr, ich nehme den Ringsprecher wahr. Am Anfang der Karriere oder für viele, halt durchstarten, glaube ich, noch sehr, da ist einfach reiner Tunnelblick, alles zu, voll aufgeregt. Ich glaube, das kommt mit der Erfahrung, mit der Zeit und ich kann dir gar nicht beschreiben, wie ich ruhig bleibe. Ich bin einfach relativ ruhig und fokussiert. Gabriel Felberbauer: Mhm. Das heißt einfach durch die Wiederholung. Alex Poppeck: genau, genau. Und alt auch, wenn du... überzeugt davon bist, ich kann das, ich bin ready dafür, dann hast du ja auch da keinen Stress. Es geht ja nur noch darum abzuliefern, zu performen und ich glaube, dass der richtige Mental State ist halt ruhig und confident und nicht so overhyped und auf Spannung, Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: weil das nimmt dir dann auch zu viel Luft und das Adrenalin schießt zu hoch und dann machst du gegebenenfalls halt auch schneller Fehler oder Overpaste. Gabriel Felberbauer: Was würdest du dann sagen ist dein Schlüssel zur Selbstbewusstsein? Alex Poppeck: Meine Skills, mein Training, ich weiß, dass ich da technisch gesehen auf einem sehr, guten Niveau bin. Das Training gibt mir die Confidence, sage ich dir ehrlich. Wenn man auch den Gegner, in dem Fall war es jetzt sehr, knapp, aber wenn man den Gegner vorher studiert, analysiert, einen guten Plan macht, dann muss man darin Vertrauen einfach haben. Gabriel Felberbauer: Das heißt einfach den Plan aufstellen, den Plan durchziehen und dann wahrscheinlich je öfter man halt diese Kämpfe auch macht, desto ruhiger wird man dann. Und das heißt, man bekommt Selbstbewusstsein, indem man es einfach macht. Vielleicht so. Alex Poppeck: auch ja, auch ja. Also umso öfter du etwas tust im allgemeinen, du ja mehr Confidence darin und auch Vertrauen Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: in dich selbst. ja, mehr kann ich dazu nicht sagen, denke ich. In der Situation Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: natürlich der Sport ist sowieso sehr durcheinander in jeder Sekunde kann was passieren. sowieso verrückt und hart und alles. Aber wenn du dann auch noch deinem Kopf verrückt spielst, dann ist es eher kontraproduktiv. Gabriel Felberbauer: Mhm, das glaube ich. Ich finde es auch bei mir interessant, ich merke, dass ich vor einem Podcast auch nicht mehr nervös bin. Ich glaube, sind ungefähr bei Folge 20 von diesem Runde, ich gerade mache. Was ich aber spannend finde, ich teilweise dadurch aber nicht mehr nervös bin und ruhiger werde, mehr Fehler mache. Und das sind so Kleinigkeiten wie letztes Mal kurz was nicht gecheckt und im letzten Moment noch irgendwie, meine Kamera umstellen, weil man einfach dann ... Wie soll ich sagen, nicht ganz ernst nimmt, ist falsch, aber dieses, mein Gott, mein Gott, werde ich das jetzt alles schaffen, bringt mich auch dazu, alles drei- und viermal zu checken. Und diese Ruhe, merke ich dann, bringt mich dann auch irgendwie zugelassen in eine Sache rein, die mir dann aber auch hilft, viel entspannter zu sein, das mehr zu genießen. Und da freue ich mich halt, ist da bei UFC auch so eine Sache, wo du irgendwann vielleicht beim 10. Kampf gedacht hast, das mache ich jetzt chillig und hast dann irgendwann mal gemerkt, Da wird man dann doch daran erinnert. Ich glaube, bei einem Kampf einiges schneller, wenn man da zugelassen an die Sache rangeht. Alex Poppeck: Ja, interessant. Also deine Thematik auf jeden Fall interessant. Aus der Sicht von Kämpfen ist ja doch wieder, also du kannst ja jetzt nicht Podcast und Kämpfen vergleichen, weil Gabriel Felberbauer: E. Alex Poppeck: Kämpfen ist immer eine Extremsituation. Und Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: wenn du da zugelassen bist, ist natürlich, wie du schon sagst, auch fatal. Wenn das auch zu gefährlich, sage ich mal, weil eben dann Fehler passieren können, ähnlich wie du es jetzt beschrieben hast beim Podcast. Und im Kampf kann dich ein Fehler eben sehr viel kosten. Deswegen, ich glaube, da müsstest du schon verrückt sein. Also wenn du im Kampf Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: so mit der Einstellung reingehst, so ja, alles easy, alles gelassen. So ist es ja dann auch nicht. Aber einfach so eine gewisse Ruhe lieber anstatt so dieses Overhype zu sein und übernervös. Das ist dann auch nicht gut. Gabriel Felberbauer: Und wahrscheinlich gibt es auch ein Overconfident, wenn man sich zu sicher ist, oder? Alex Poppeck: Ja, mit Sicherheit. glaube schon, dass das gibt. Mir fällt jetzt kein Beispiel ein, aber es gibt bestimmt. Gabriel Felberbauer: McGregor wird mir gerade tatsächlich kommen, aber das ist ja auch noch einmal ein speziellerer Fall. Alex Poppeck: Ja. Gabriel Felberbauer: Wenn schon bei McGregor sind, weiß ich auch nicht, ob eine spannende Frage findet, wer von den UFC Fightern, jetzt bist zwar selber Teil davon, aber wo willst du am ersten sagen, Fan, Inspiration, welches Wort dir am meisten gefällt, aber von welchem UFC Fighter, taugt dir, wenn du den kämpfen siehst am meisten? Alex Poppeck: Also es war immer George St. Pierre, GSP, hatte jetzt schon ein paar Jahre aufgehört. Der war früher ja auch Champion. Einfach wegen seiner Einstellung zu dem Ganzen. Der hat es aus dieser Marshal Arts Sicht gesehen. Hat sehr, sehr hart trainiert, hat sich überall weitergebildet. War immer sehr respektvoll, hat nie so Trash Talk gemacht. Ich bin jetzt auch nicht der Typ für sowas unbedingt. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Und deswegen habe ich ihn einfach so gefeiert, weil er seinen Weg durchgezogen hat. war Champion, hat den Titler öfter verteidigt. Einfach weil er sehr, sehr gute Skills hatte und Mindset und eben auch diese Werte vom Marshal Arz repräsentiert hat. Und jetzt aktuell, meine da gibt es sehr, sehr viele sehr gute Kämpfer. Wer mir persönlich auch sehr gefällt ist Robert Wittaker, weil der hat auch, der hat schon glaube ich mittlerweile fünf oder sechs Kinder, also Riesenfamilie, zieht sein Ding trotzdem Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: durch. Hat auch so von Striking einen sehr dynamischen Stil, der mir da auch sehr gefällt und ich mag den Typen auch von seiner Art. Der lacht immer, der ist nett, der macht nicht so einen auf toughen Badboy. Das muss ja auch nicht immer sein. Gabriel Felberbauer: Ja, finde ich auch. Ich finde das auch sympathischer. John Jones ist ja auch sehr gehypt. Da mich zwar nicht damit aus anderen gesetzt, hat aber auch irgendwie eine sehr kontroverse Geschichte, aber der kommt mir auch teilweise in seinen Aussagen irgendwie ganz... Witzig rüber und dann aber so, okay, der killt dich aber auch, wenn du jetzt das falsche sagst. Der hat so so eine Ausstrahlung von den paar Sachen, die ich da gesehen habe. Das schon krass. Also, dass ich mich frag, muss das sein? Aber vielleicht muss es auch sein. Also bei manchen Leuten, weil sie nicht anders so in diesen Modus überhaupt rein können. Kann natürlich auch sein. Alex Poppeck: Ja, jeder hat natürlich eine andere Persönlichkeit. Das Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: ist ja in der normalen Bevölkerung auch so. Das ist ganz normal. Gabriel Felberbauer: Und weil du gerade ebenso meintest, du bist jetzt so der Trash-Talker und der das übertreibt, wie siehst du dann zum Beispiel diesen Marketing-Aspekt von einem Sport, man dann schon, Conor McGregor ist ja auch dadurch, dass er ebenso trash getalkt hat, so groß geworden. Der UFC natürlich grandioser Kämpfer, früher vor allem gewesen. Aber du musst ja auch richtig laut sein irgendwo. Also jetzt gerade du machst einen Podcast. Aber ich meine jetzt so dieses, wie erhöht man sich da, wie siehst du da so zum Beispiel, sagst du, hey, mach das einfach ruhig? ich mach so wie ich bin oder siehst du da auch so da muss man irgendwie mehr machen und ist das deine Einstellung jetzt wird auch neu in der UFC bist Alex Poppeck: Mittlerweile gehört es halt so irgendwo dazu. Deswegen machen es ja auch viele Leute, sich eben zu vermarkten, irgendwie potenziell mehr Sponsoren an Land zu ziehen und mehr Aufmerksamkeit an sich zu ziehen. Es hat halt irgendwie alles eine gewisse Grenze so. Weil am Ende ist es ja doch Sport und am Ende mögen sich ja doch meistens die beiden Kämpfer oder Gegner. und sagen dann immer im Nachhinein, ja ey, war alles nur Promo und so weiter und so fort. Aber ich bin halt aus einer Generation, wo es wirklich nur den Sport ging. Da gab es noch kein Instagram, da gab es noch kein irgendwie so große Werbung und so weiter. Da ging es nur darum, einfach Kämpfe zu beschreiten und Kämpfe zu gewinnen. Und irgendwie hat mich das halt so geprägt einfach. Gabriel Felberbauer: Also einfach das ruhige, auf die Sache fokussieren, ist eher deins. Alex Poppeck: Ich mache einfach meinen Job. Ich habe ja nichts gegen den Typen oder gegen den Gegner. Zumindest meistens nicht. Für was? Klar, kannst den Fight hype und Promote. Aber deswegen zahlt der Veranstalter erstmal dir auch nicht mehr Geld für diesen Kampf, nur weil du da bisschen Scheiße hast. Gabriel Felberbauer: Was ich zum Beispiel spannend finde, wenn euch vor der Aufnahme auch mal erzählt habe, wenn ich meinen Eltern so erzähle, ich rede da mit UFC Fightern, die haben ein ganz anderes Bild von euch, wie würdest du das jetzt jemandem beschreiben, der keine Ahnung von dem Sport hat, denkt, ist alles nur gewalttätig, warum hast du denn überhaupt Bock drauf, warum machst du das, das ist dein Beruf? Alex Poppeck: Ja, also wir sind ja auch ganz normale Leute, die halt einfach hier in den Sport nachgehen. Ich denke, Essenz dahinter ist, dass wir täglich an uns arbeiten, besser zu werden, an unseren Skills schleifen. Dann will man es wie jeder andere Sportler auch in einem Wettkampf einfach zur Show stellen Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: bzw. sich selbst testen. Bin ich jetzt besser als der? Sind meine Skills besser? Habe ich besser trainiert als mein Gegner? Darum geht es in der Essenz. Endeffekt darum, besser zu werden, jeden Tag selbst besser zu werden. Und dazu gehört meiner Meinung nach auch ultimativ dazu, sich halt selbst dann im Wettkampf zu stellen und das Ganze unter Beweis zu stellen. Gabriel Felberbauer: Das klingt jetzt in keinem Satz, du jetzt gerade gesagt, ich will jemanden auf die Fresse hauen. Das heißt, es geht eigentlich gar nicht so sehr diesen ich will jemanden schlagen Aspekt, sondern mir gefällt der Sport, mir macht das Spaß, ich will mir besser werden. Und das Messen und der Kampf, da sich jetzt sehr hinten die Körder dazu, damit man die Sache machen kann. Weil das finde ich so verrückt, ... Wenn man nicht weiß, wie ihr drauf seid, denkt man, ich will dir in die Fresse hauen und deswegen trainiere ich. Aber eigentlich trainierst Und am Ende ist die Konklusion von dem, was dir Spaß macht, der Kampf. Und nicht umgekehrt. Alex Poppeck: Genau, im Kampf natürlich ist das Ziel oder sollte dein... Gabriel Felberbauer: Ja, das ist was ganz anderes. Dieses normale, gehst nicht durchs Leben und denkst mir, boah, ich will jetzt Leuten auf die Fresse hauen, nein, mir macht Alex Poppeck: Absolut, die Bade. Gabriel Felberbauer: das Spaß und dann kämpfe ich und im Kampf muss ich halt dann kämpfen. Das ist den Kampf herum, alles normal, alles cool. Wo ich auch zum Beispiel denke, was macht ein UFC-Fighter außerhalb vom Kämpfen? Ist es so... Ganz normales Leben, du, keine Ahnung, liest ein Buch, schaust eine Serie oder hast irgendwelche anderen verrückten Hobbys, keine Ahnung, gehst irgendwie falschwimmspringen. Also da noch andere Sachen, wo du in anderen Lebensphasen auch verrückt unter Anführungszeichen bist? Alex Poppeck: Tatsächlich weniger, eigentlich so gechillt alles, weil ich habe hier Familie, zwei Kinder und ich habe ja meinen Gym, da ist immer viel zu tun, auch offis-technisch, Mitglieder, Verwalten, Werbung, E-Mails und so weiter. Ganz normal eigentlich, wir halt Gyminhaber. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Ich gebe Training bei mir im Gym. Sonst sind wir halt viel in der Natur, einfach Wald oder am See, einfach alles entspannt. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: nichts außergewöhnliches. Der Sport ist ja schon für die meisten außergewöhnlich genug, dann eher auf der einen Seite diese Ruhe und dann halt dieses Training und Wettkämpfe und so Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: weiter, da so eine gewisse Balance zu haben. Gabriel Felberbauer: Also das heißt eigentlich sehr sehr normal und im Kampf hast du dann sozusagen dein extravagantes oder auch im Sparing, im Trainieren. Da ist so Adrenalin blöd gesagt und sonst brauchst nicht. Es gibt ja auch so Leute, brauchen in allen Lebenslagen, musst du immer eskalieren und was auch immer. Das heißt, das ist bei dir anders. Was ich mir auch gerade gedacht habe, wie siehst du zum Beispiel so Sachen wie Boxen? Also ich hab mir jetzt den letzten... letzte Woche mal alle Rocky-Teile angeschaut, wo ich mir auch so gedacht habe, so als Vorbereitung, so ein diesen Kampf-Vibe, das hat auch was ganz anderes. Warum bist du zum Beispiel nicht Boxer geworden, sondern MMA-Fighter? Alex Poppeck: Boxen hat mich nie so wirklich gejuckt von Anfang an. Ich hab Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: mit Muay Thai angefangen und in der gleichen Schule war dann auch BJJ. Das hat einfach so dazu geführt ehrlich gesagt. Und reines Boxen war mir wahrscheinlich zu wenig an Waffenarsenal. Du hast halt nur deine Hände. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Ja und das war's halt dann. MMA beinhaltet ja alles und das macht den Sport ja auch aus, dass du überall in jeder Disziplin Fähigkeiten hast. ist einfach interessanter, sieht man ja auch jetzt. denke Boxen ist so ein bisschen am aussterben, ich mal. Die Saudis oder die Araber versuchen da noch bisschen Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: mit Kohle eben da das groß zu halten. Aber allgemeines MMA einfach gerade so die Nummer eins, würde ich sagen. Gabriel Felberbauer: Ja aber das Ding ist, wo du angefangen hast, es ja noch MMA gefühlt. Also hat es da die UFC irgendwie schon geben früher? So in dem anscheinend noch gar nicht. Und Boxen war ja das größte ever damals noch. Alex Poppeck: Ja, also UFC gab es, lief auch glaube ich manchmal nachts auf damals noch DSF, DSF, Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: so zusammenfassungen und dann wurde es ja auch mal eine Zeit lang glaube ich verboten wieder im Fernsehen zu zeigen Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: und es hat hierzulande dann so 2010, 2011 kaum jemand gekannt, UFC und so weiter und da gab es auch immer nur sehr kleine Events noch hier in Deutschland. Und jetzt ist es ja auch durch Orkdogon muss man sagen, durch RTL und so, es ist schon auch zu mittlerweile Mainstream geworden. Gabriel Felberbauer: Das finde ich eben krass, dass das sich so gewandelt hat, dass das UFC und MMA jetzt die Krönung des Kampfsports ist, kann man das so nennen? Alex Poppeck: Ja schon, weil MMA ist ja an sich schon wahrscheinlich die Krönung des Kampfsportes. Du hast aus allen Kampfsportarten alles zusammengeführt in einer und ja, deswegen heißt es ja auch Ultimate Fighting Championships. Gabriel Felberbauer: Aber trotzdem bei Boxen ja so lange, es gibt ja diese ganzen Kampfsportarten schon, Boxen hat sich trotzdem dafür sehr lange gehalten, deswegen finde ich das auch interessant. Aber jetzt eine Frage, die du wahrscheinlich auch schon öfters bekommen hast oder immer wieder vielleicht auch wenn Leute zu dir kommen und trainieren anfangen bekommst. Ich bin jetzt 28 Jahre alt und will jetzt Kampfsport anfangen. Und das mache ich. Alex Poppeck: Einfach anfangen. Gabriel Felberbauer: Naja, aber welchen Kampfsport, welche Richtung, was würdest du mir empfehlen? Was ist deine Philosophie dahinter, wenn jemand ganz neu ist und sagt, ich muss nicht kämpfen, ich will einfach nur bisschen Kampfsport machen für ein besseres Gefühl mit mir selber, einfach diese Konfidenz, da mitkommt, so was mache ich dann? Alex Poppeck: Das ist natürlich individuell, was hat einer Bock drauf. Manche wollen ja auch nur Kickboxen, die sagen dann, das ist am Boden, das taugt mir jetzt nicht so. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Aber ich würde schon sagen, so hey, probier dich halt überall mal aus. Trainier mal mit beim Ringen, beim Grappling, beim Striking und Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: dann wirst du ja sehen, vielleicht hast du Bock auf alles. Willst auch so bisschen das verbinden im MMA oder du bleibst halt bei einer Disziplin. Ich würde sagen für die allgemeine Confidence, Fitness, du jetzt Beispiel neben der Arbeit hast, keine Ahnung, drei mal die Woche Zeit, dann machst du halt, weiß nicht, zweimal Striking, einmal Wrestling, Rappling, Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: individuell einfach, da kann man auch nichts falsch Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: machen, wenn man das jetzt rein hobbytechnisch macht, sag ich mal. Gabriel Felberbauer: Ich muss die ganze bisschen schmunzeln, weil der Bock dann gerade mir genau das Gleiche gesagt hat. Er muss herausprobieren, was dir am meisten gefällt. hat er es, ich, genannt. Da ist eure Antwort sehr, ähnlich. Find ich halt witzig, ich würde gerne hören, nein, du musst das machen, weil das ist am besten. ja, Brasilien und Jiu-Jitsu wurde jetzt Beispiel lange Zeit gesagt, ist so die stärkste Kampfsportart, aber jetzt sagt ihr beide schon, na ja, mach halt einfach so, probier halt aus und schau, was dir gefällt. Find ich irgendwie cool, dass das sozusagen, wenn man dann wirklich kämpft und Ahnung hat, einfach die Antwort zu sein scheint. Alex Poppeck: Ja klar, wir können dir jetzt nicht sagen, B2J macht nur B2J und dann taugt dir das gar nicht oder du fühlst dich einfach Gabriel Felberbauer: Mhm. Yeah, yeah, yeah. Alex Poppeck: viel wohler irgendwie gegen den Sandtag oder die Pratzen zu hauen, dann macht es ja auch keinen Sinn. Deswegen habe ich gleich gesagt, Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: ist immer individuell. Gabriel Felberbauer: Ja, aber ich finde es witzig, dass das so gleich ist. Du hast ja jetzt deinen Kampf gehabt und wir müssen dann auch mal in die Zukunft schauen. Weißt du schon, wie geht es bei dir weiter? Also kannst du da schon öffentlich was zu sagen? Ich habe vorhin Schmider bisschen was gesehen, aber ich weiß nicht, wie weit du da offiziell schon was zu sagen kannst in deiner Zukunft. Alex Poppeck: Ja es wurde ja schon veröffentlicht, also in ungefähr zwei Monaten. Am 10.10. ist schon wieder soweit. Es hat sich eigentlich relativ schnell ergeben, nach dem letzten Kampf, dass die UFC oder mein Manager dann gleich wieder was Neues Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: gefixt hat. Gabriel Felberbauer: Und da ist es jetzt endlich mal in der richtigen Gewichtsklasse und das ist auch das Gefühl von, vielleicht jetzt bin ich so richtig da. Alex Poppeck: Ja muss, also natürlich, das war jetzt der Einstieg, also in Belgrad war der Einstieg. Und jetzt geht es hoffentlich bergauf, ja, jetzt in meiner Gewichtsklasse. Und da ist natürlich das Ziel, gut einzusteigen in meine Gewichtsklasse und den Sieg zu holen auf jeden Fall. Gabriel Felberbauer: Und wie ist das jetzt so zwei Monate? Bist du jetzt schon voll in der Prepphase? Oder wie sieht das zum Beispiel aus? Hat sich dein Leben jetzt so vom einen Kampf direkt in den nächsten verändert? Oder hast du jetzt schon so eine ruhigere Phase und du machst vier Wochen oder wer immer? Alex Poppeck: Es ist jetzt so eine kurze Übergangsphase. Woche nach dem Kampf war jetzt so bisschen ruhiger. Aber jetzt steige ich wieder ins Training ein und dann baut sich das alles auf, wird intensiver. Vielleicht gehe ich auch mal weg fürs Training. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: genau, so baut sich das dann auf. Die Intensität wird bis zum Kampf gesteigert. Gabriel Felberbauer: Das ist geil. Wie geht es dir jetzt auch, wenn du daran denkst? Freust du dich auf den Kampf vielleicht sogar mehr oder war der eine Kampf so verrückt, wie das zustande gekommen ist? Oder kann man das sowieso nicht vergleichen, die zwei Kämpfe jetzt? Alex Poppeck: Kann man nicht vergleichen, es das eine war ja einfach aus dem Urlaub total kurzfristig. Auch wenn es jetzt eine Niederlage auf Papier war, sehe ich es trotzdem als genutzte Chance einfach. Ich habe Gabriel Felberbauer: Mhm, definitiv. Alex Poppeck: meinen Traum verwirklicht und jetzt habe ich länger Zeit, kann mich darauf vorbereiten und habe da auch Bock drauf. Ich will jetzt auch diese zweite Chance sozusagen einfach nutzen und von daher jetzt hat man einfach ein bisschen Zeit kann sich gut darauf vorbereiten und dann ist es schon Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: eine andere Sache Gabriel Felberbauer: Was ich gerade geil fand, die Aussage nochmal zu hören, ist zwar eine Niederlage, aber du siehst das gar nicht so, sondern so als Erfüllung vom Traum, was ich ja eigentlich sehr, sehr geil in Skill finde, sowas abzuhaken und einfach zu sagen, hey, ich hab meinen Traum erreicht, weil ich glaube, es gibt genug Leute, dann ... einfach so verbissen sind und sich so über etwas ärgern, wo man sagt, hey nein, du solltest dich aufs Positive konzentrieren und bei dir ist es eigentlich sozusagen ein Lebenstraum erfüllt, das geilste, was dir jemals passieren kann und dass du da gar nicht so, mein Gott, bla bla bla, sondern einfach dich freust, finde ich sehr geil. Alex Poppeck: 100 % ist ja auch so. Wieso soll ich jetzt da sitzen und sagen, ja, scheiße, verloren, das bringt mich ja nicht weiter. Weil ich hab einfach... Gabriel Felberbauer: aber es gibt genug Leute, die so sind, die einfach immer in der Opfermentalität, nein, ich habe nur verloren, weil ich weniger Gewicht hatte und bla bla, sowas hast du gar nicht gesagt, hast du nichts negatives gesagt und das finde ich einfach geil, dass du einfach dein Stuff machst und einfach durchziehst und positiv bist und obwohl das eine widrige Situation war, dass du dich in keinem Wort beschwert, das finde ich einfach geil, diese Einstellung, du hast. Alex Poppeck: Ja, den Kampf habe ich auch. Bis dahin, wenn man so will, dominiere ich. Ich bin ja auch zufrieden mit der Performance. Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: So ein Schlag, wie ich schon gesagt habe, das ist halt der Sport, das ist sehr ärgerlich. Natürlich freue ich mich. Gabriel Felberbauer: Ja, klar. Alex Poppeck: Ich sitze ja nicht da, ja, ich habe verloren. Cool. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Das ist es ja nicht. Aber du kannst ja immer die Dinge, das Mindset entscheidet ja, wie du die Dinge siehst und wie du dann weiter vorangehst. Und in dem Fall sehe ich das wirklich als ich habe meinen Traum erfüllt. Ich habe die Chance genutzt. Und das Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Ergebnis ist jetzt erstmal zweitrangig. habe trotzdem trotz dieser Umstände eigentlich gut performt, bis dann eben diese Aktion kam. Und das ist halt der Sport, was soll Gabriel Felberbauer: Ja, ja. Alex Poppeck: man jetzt ändern und man kann nur nach vorne schauen im Endeffekt. Gabriel Felberbauer: Weil du gerade doch den Mindset nochmal angesprochen hast, was wäre da so ein Tipp von dir als Kämpfer für Mindset so allgemein, jemand da draußen, der einfach keine Ahnung, der nicht so gut über Sachen hinwechseln kann, der nicht so positiv im Leben ist. Wie hast du das gelernt? Alex Poppeck: Ich denke es ist wichtig zu akzeptieren, dass im Leben geht es ja nie steil berg nach oben, sondern es ist ja immer ein auf und ab wie so eine Achterbahn. Ich habe das jetzt in letzter Zeit mit Kumpels auch so besprochen, das Leben ist ja wie ein Fluss und der Fluss Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: durchquert ja auch Hindernisse oder nimmt mal etwas Neues mit. Die Struktur des Wassers verändert sich, der Fluss verändert sich und so ist ja auch das Leben. der fluss aber zum beispiel sagen würde ja scheiße dann würde er nicht weiter fließen so blöd gesagt Gabriel Felberbauer: Ich check, wie du das meinst. Es geht weiter, ob man will oder nicht. Alex Poppeck: Der muss ja auch, muss ja auch, dass die Zeit oder das Leben fließt oder geht ja jeden Tag weiter. Und wenn dein Mindset dann immer in diesem negativen Hängen bleibt, dann geht die Zeit ja auch negativ weiter, weil dein Leben ist immer eine Reflektion von deinen Gedanken. also es gibt Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: ja auch so ein kleines Buch, heißt glaube ich, wie der Mensch denkt, so lebt er. Und das kann ich nur 100 Prozent. Gabriel Felberbauer: Ich glaube, ich habe das tatsächlich gerade hier liegen, auf Englisch Alex Poppeck: Her! Gabriel Felberbauer: aber. Also hier ist die Kamera. As a Man Thinketh von James Allen. Ich glaube, ist genau das Buch, das will ich aktuell wieder lesen. Das lese ich so einmal Alex Poppeck: Ja. Gabriel Felberbauer: im Jahr. Das finde ich gerade richtig geil. Also das heißt, Alex Poppeck: Ja. Gabriel Felberbauer: du bist auch so jemand, Gedanken sind eben wichtig und da gehst du halt auch mehr rein, finde ich geil. Also das ist gerade ein richtig, richtig fetter Zufall, dass das irgendwo auf Tisch liegt. Alex Poppeck: Ja, 100 Prozent. Gabriel Felberbauer: Das heißt, du liest auch viel nebenbei oder? Alex Poppeck: Wenn ich dazu komme, Also, Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: es ist immer schon relativ viel zu tun. So tagsüber Termine und Business, halt einfach mit dem Gym. Und dann Kinder. Aber grundsätzlich gerne, ja. Und dann auch eben physische Bücher, so wie du es jetzt liegen hast. Gabriel Felberbauer: Bei mir ist es eine Mischung aus verschiedenen Hörbüchern, Kindle-Büchern, mag irgendwie alles. Alles hat für mich so eine Daseinsberechtigung. Aber das Coolste natürlich, wenn du dir sagst, Physisch-Bücher sind schon aus dem Grund noch da. Alex Poppeck: Ja. Gabriel Felberbauer: Was würdest du jetzt so sagen? Jetzt eine sehr provokante Frage. Lieblingsbuch eines UFC-Fighters? Alex Poppeck: schon so in diese Richtung wie das Buch jetzt war, deswegen habe ich es ja auch erwähnt, das ist so ein Minibuch und das trifft einfach 100 % so aufs Leben Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: zu. Ich lese schon so Bücher über auch Unterbewusstsein und Positive Mindset und so, weil hilft nicht nur im Sport, hilft auch im Business, hilft auch im allgemeinen Leben, aber Das ist Lieblingsbuch, dann kann ich die jetzt so nicht aus der Pistole geschossen sagen. Gabriel Felberbauer: Mhm, verstehe ich, Aber dieses eben positiv Manifestieren, finde ich auch immer, hab ich auch lange Zeit gebraucht, mich damit zu beschäftigen und bin irgendwie so draufgekommen. Es ist so Bullshit, wenn du nur daran glaubst, aber es ist ein Puzzle-Stein vom Ganzen. Also ohne dem geht's nicht, aber nur mit dem geht's auch nicht, oder? Alex Poppeck: Genau, genau. Das wird falsch verstanden. Dieses Law of Attraction, also Gesetz der Anziehung. kannst dich jetzt nicht hinstellen. Gehst zu Ferrari und siehst diesen Ferrari und denkst dir nur, geil, wenn ich den hätte. Ich glaub dran, ich glaub dran, ich glaub dran. Das wird aber dann nicht unbedingt passieren. Du musst ja so denken. Du musst es dir vorstellen, als hättest du es schon. Das ist ja die Kunst dahinter. Gabriel Felberbauer: Das ist wirklich schwierig. Alex Poppeck: Dann musst du natürlich auch ins Tun kommen. Du kannst jetzt in meinem Beispiel nicht auf der Couch sitzen, dich vollfressen und träumen. Ich werde jetzt mal UFC-Kämpfer. So funktioniert es ja auch nicht. dein Gabriel Felberbauer: Hmm... Alex Poppeck: Tun, deine Aussagen, alles ist ja irgendwo Frequenz. Du strahlst es ja aus und dann spielen halt Gedanken und tun alles zusammen. So würde ich das... Gabriel Felberbauer: Ja. Wie... Alex Poppeck: beschreiben. Gabriel Felberbauer: Oder hattest du mal Probleme mit dem Inztun kommen? Weil ich hab damit sehr viel gestruggelt in meinem Leben. Dass endlich einmal Dinge durchziehen, endlich Dinge machen. War das bei dir ein Problem? Alex Poppeck: Also seit ich mich in den Sport angefangen habe, auf gar keinen Fall, Anfang an, war ich da irgendwie all in, wollte nichts anderes machen, hab vor allem das Disziplin durchgezogen. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Da nicht, da nicht. Gabriel Felberbauer: Und hattest du vielleicht, oder wie bist du mit Leuten umgegangen, die zu dir gesagt haben, ist irgendwie Blödsinn, du machst? Hattest du sowas im Leben? Alex Poppeck: Ja, bestimmt. Also gibt es immer Leute, sagen, mach doch lieber den normalen Weg, geh gescheit arbeiten, du willst ja auch mal in der Wohnung, Haus, Auto, was weiß ich. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Und dann habe ich gesagt, ich will nicht dieses average life wie jeder andere 9 to 5, weil mir das zu langweilig ist, ich will halt meinen eigenen Weg gehen. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Will da meine Karriere machen und später, was ja jetzt auch der Fall ist, will ich auch mal Gym haben und Trainer sein halt. Und das war immer mein Ziel und jetzt sind wir da, wo wir sind und das schon schön, wenn man zurückblickt, was man schon dann alles geschafft hat. Gabriel Felberbauer: Und wie hast du in Phasen, wo du Zweifel hattest, also ich gehe hier mal davon aus, jeder hat Zweifel, wie hast du dich darüber gerettet, wie hast du durchgehalten in Phasen, wo du einfach, boah, es ist irgendwie alles anstrengend, wie kann das überhaupt funktionieren in solchen Momenten, wie reißt du dich aus diesem gedanklichen, was ja nur im Kopf passiert, aus diesem Loch raus, wie hast das gemacht? Alex Poppeck: Also zunächst mal jeder hat natürlich Zweifel, allem wir auch als MMA Sportler. ist ja immer so ein mentales Auf und Ab. ist schon nicht immer so einfach. Vor allem auch wenn du dann mal eben Kampf verlierst. Jetzt in dem Fall war es so ein bisschen anders. Aber in der Vergangenheit, dann denkst schon drüber nach. Ja macht das alles noch Sinn oder soll ich einfach aufhören? Aber was mir hier immer hilft, mit Leuten darüber zu sprechen. Mit dem engen Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Umkreis, mit Freunden, mit der Frau, mit der Familie. Einfach darüber zu sprechen und dann kommst du schon zu deiner Lösung. Und dann auch wieder zurückzugehen in dein Alltag, in dein Training. Den Spaß zurückbekommen. Das ist nämlich auch immer sehr wichtig. Alles, was man tut. sollte einem auch Spaß machen, weil sonst Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: macht es ja auch keinen Sinn. Natürlich ist der Sport, dieses Business, ist alles hart, aber wenn du es nicht genießt, wenn du nicht mit Spaß bei der Sache bist, dann weiß ich nicht, wenn du dich da durchzwingst, nur etwas darzustellen, ein Image zu haben, dann weiß ich nicht, ob das der richtige Weg ist. Gabriel Felberbauer: Das finde ich richtig cool, Aussagen mit Spaß, weil da denkst du in der Zeit selber auch sehr viel drüber nach, dass es ja Spaß machen muss und trotzdem gibt es ja auch immer Dinge, die keinen Spaß machen an den Sachen, die man macht. So keine Ahnung, vielleicht hast du dein Gym aufgemacht und am Anfang musstest du es vielleicht selber putzen. Irgendwas, gehört halt dazu, du hast darauf keinen Bock. Wie löst du sowas? Alex Poppeck: Wie du sagst, natürlich so Hustle oder was mir zum Beispiel gar keinen Spaß macht, ist diese Büroarbeit. Das nervt mich komplett, so Buchhaltung. Gabriel Felberbauer: Mmh. Alex Poppeck: Aber dann wieder Mindset, dann genau das, was du schon gesagt hast. Eigentlich so, du sagst dir halt einfach, ey, es gehört dazu, ich muss es jetzt machen, so. Und dann ist es wieder weg, dann ist es abgearbeitet. Dann kann ich mich wieder auf andere Dinge konzentrieren. Also... alles 100 % der Sachen die man macht ist ja auch nicht immer Spaß. Ist ja auch kein Spaß wenn du irgendwie im Shark Tank Sparring bist und einer nach dem anderen greift dich an. Das ist ja hart, aber es gehört dazu und am Ende sagst du dir trotzdem, ey war geil, hab ich genossen, weil es ja auch wichtig ist und macht mich ja dann auch besser. Gabriel Felberbauer: Mhm. Aber das finde ich sehr coole Gedanken und Mindset, was du da hast, darauf wie du mit Sachen umgehst. ich finde es auch eben, dass was du durchmachst, so deinem Lebensweg macht dir jeder, der auf seine Art und Weise den Weg im Leben geht, nicht ganz normal ist. Oder vielleicht auch wenn du normalen Job hast, hast du auch Momente, wo du irgendwie durchbeißen musst, Dinge machen musst, die dir keinen Spaß machen. Aber ich finde es eben, man, also wie ich gerade, ich mache Podcasts, du machst MMA, so wie wir beide gerade Sachen, die uns wirklich viel Freude machen. wo es einfach komisch ist, dass du dich dann teilweise zwingen musst und denkst, ich lebe gerade meinen Traum, aber das muss keiner trotzdem gemacht. Deswegen finde ich diese Parallelen immer wieder spannend. Ich würde jetzt noch zwei Fragen stellen und eine Frage ist sozusagen, muss ich dir dann mit deiner Antwort selber noch beantworten, ist nämlich, was fragt dich eigentlich niemand und man sollte es dich eigentlich mal fragen. Alex Poppeck: Das ist eine schwierige Frage. Vielleicht, was mir jetzt so spontan einfällt, so wie Alex Popek früher war. Weil es ist ja nicht ganz Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: interessant eigentlich. Ich hätte früher, also als ich Jugendlicher war, so 13, 14, 15, 16, niemals hätte ich hier sitzen können, mit dir jetzt reden können oder ich hätte niemals irgendwie vor Leuten sprechen können oder oder oder. Das ist eigentlich ganz interessant für Leute, dass ich mal so war. konnte nicht mal. Ich hatte so Social Anxiety. Ich konnte nicht mal beim ... Ja, schau. Ich Gabriel Felberbauer: Mhm. Hat dich auch und ich meine Podcast. Alex Poppeck: konnte nicht mal beim Bäcker, wenn ich angestanden bin und der nächste war. Ich hab so geschwitzt, war nervös. Ich hab mich da irgendwie komplett unwohl gefühlt. Und ... Aber das kommt dann auch mit der Zeit. Damals bei den kleineren Events hast du ja auch schon dann Fotoshooting, Interviews und so am Anfang. Das ging gar nicht. Aber mit der Zeit wird das alles immer einfacher. Und vielleicht so als Message für die Leute da draußen, dass man auch wenn man nervös ist, sich nicht traut, vielleicht durchziehen und mit der Zeit wird man dann gut darin einfach so. Gabriel Felberbauer: habe jetzt noch eine Frage für dazu, weil Angst für mich auch immer ein Core-Thema sein wird vielleicht, aber dieses Jahr auf jeden Fall ist und mich sehr beschäftigt. Was ist dein Trick damals gewesen oder rückblickend, wie hast du es geschafft? Diese angstvollen Momente, also einfach ins kalte Wasser hüpfen, bist du dadurch gepusht worden einfach von außen. Wie hast du es geschafft, dass du sozusagen nicht dazu im Großen und Ganzen, sondern in dem Moment mit dieser Angst, wie bist du damit umgegangen? Alex Poppeck: kommen wir eigentlich wieder auf das thema auch wenn es ungemütlich ist musst du es trotzdem durchziehen würde ich jetzt so beschreiben weil ja genau Gabriel Felberbauer: Mhm. The only way is through. Glaub ich, gibt es von irgendjemandem einen Zitat. Alex Poppeck: du kannst jetzt blödes beispiel du kannst jetzt nicht wenn du an der kasse stehst kannst du ja nicht deine mama anrufen und sagen kannst du das bitte für mich machen du musst halt auch Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: im Leben, allem auch als Mann, aber egal. Man muss ja auch wachsen mit seinen Aufgaben und man muss halt einfach auch Dinge durchziehen und dann wird es schon so. Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: Genau. Gabriel Felberbauer: Und das kommt jetzt noch als abschließende Frage, das finde ich sehr geil, weil die auf deine eigentlich auch wieder aufbaut. Was würdest du dem Alex von 2019 sagen, wenn er jetzt gerade uns zuhören würde? Alex Poppeck: Ich würde sagen, weil das habe ich leider zu spät gemacht, jetzt den Sport betrifft, sucht ihr ein gutes Team, ein gutes Trainer-Team. Ich jahrelang das für mich selbst gemacht, weil es einfach nicht gepasst Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: hat. Also vom Training in München und Umgebung, da gab es nicht wirklich gute MMA-Gymns. Und dann habe ich das jahrelang für mich selbst gemacht, war auch gut. Aber ich denke, dass ich noch weiter sein könnte jetzt, wenn ich früher ein gutes Trainerteam hätte wie jetzt. Also das Gabriel Felberbauer: Mhm, finde ich krass. Alex Poppeck: aus der sportlichen Sicht. Gabriel Felberbauer: Das heißt, vielleicht auch für alle da draußen ein guter Trainer hilft. Find ich cool. Alex Poppeck: Ja, ich denke auch im Business-Sicht manchmal, da holen sich Leute ja auch Coaching und so weiter. Gibt Gabriel Felberbauer: Mhm. Alex Poppeck: gute, gibt schlechte, genauso wie im Sport. bedarf manchmal auch einfach, sich auszuprobieren und irgendwann führt es dann dazu, dass es passt und da kann man auch die Erfolge feiern. Gabriel Felberbauer: Sehr cool. Danke für deine Zeit. Ich wünsche dir alles Gute für deinen nächsten Kampf. Du brauchst das glaube ich gar nicht, so wie du hier sitzt und mir das erzählst. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass da irgendwas schief gehen kann, so wie du darüber redest. Ich wünsche dir trotzdem alles Gute, wenn man das so macht und finde ich sehr sehr cool. Danke für deine Zeit. Alex Poppeck: Ja, danke dir.