BauExpertise – Der Podcast

Was ist BauExpertise – Der Podcast?

Echte Fachleute erklären, wie Bauen und Sanieren wirklich funktioniert. Kein Verkaufsgespräch, keine Hochglanzversprechen – nur Klartext. Moderiert von Patrick Schulte, Gründer von BauExpertise.com. Wöchentlich ein Experte, ein Thema, eine ehrliche Antwort.

Folge 2_Interview mit Matthias von Büdenbender Hausbau
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Patrick: [00:00:00] Willkommen bei Bauexpertise, dem Podcast, in dem echte Fachleute erklären, wie Bauen und Sanieren wirklich funktioniert. Mein Name ist Patrick Schulte, seit über 30 Jahren Digitalunternehmer, und mit Bauexpertise betreiben wir eine Plattform, die Fachwissen von echten Experten zugänglich macht. Im Podcast spreche ich mit Fachleuten aus den verschiedensten Gebieten.

Patrick: Heute habe ich Matthias Büdenbender zu Gast, Geschäftsführer von [00:01:00] Büdenbender Hausbau aus dem Siegerland, einem Familienunternehmen, das seit über 80 Jahren individuelle Häuser in Holzbauweise baut. Matthias schön, dass du da bist.

Matthias: Ja, hallo Patrick. Danke für die Einladung.

Patrick: Gerne. Unsere Frage heute ist, was kostet Hausbauen in 2026? Eine spannende Frage, wo wir in den nächsten 40, 45 Minuten versuchen, einige Antworten zu finden, um unseren Zuhörern vielleicht auch die richtigen Fragen zu geben, die sie sich selber stellen und bei dem Plan, ein Eigenheim zu bauen, zu berücksichtigen.

Patrick: Matthias, du führst das Unternehmen jetzt seit vielen Jahren. Wie hat sich die Kostenlandschaft in den letzten Jahren verändert?

Matthias: Ja, die letzten Jahre waren geprägt durch die ein oder andere Unruhe im Hausbausektor bzw. im Markt, der vorliegend ist, was Material angeht und verschiedene, ob jetzt Verbrauchsmaterialien, die wir brauchen, [00:02:00] Dämmung, Holz, Plattenmaterialien und so weiter, die sind schon stark gestiegen aufgrund der verschiedenen Unwägbarkeiten, die wir hatten.

Matthias: Corona, Lieferkettenunterbrechungen, irgendwelche Kabelstränge, die aus irgendwelchen Ländern nicht mehr zu beziehen waren. Das hat die Sache doch ganz schön, was Lieferzeiten angeht und auch die Kosten, in die Höhe getrieben. Auch die Lohnabschlüsse der letzten Jahre, was für die Mitarbeiter sicherlich erfreulich war, haben dazu geführt, dass die Baukosten in den letzten fünf, sechs Jahren mit Sicherheit um 30 Prozent, um diese Zahl, hoch und runter gestiegen sind.

Matthias: Was natürlich den Nachteil für die Bauherren hat, dass sie dann heute für ein Haus doch dann deutlich mehr hinlegen müssen, wie es noch vor fünf, sechs Jahren war.

Patrick: Ja, absolut verständlich Ich meine, die Teuerung sieht man ja in allen Bereichen. Aber wie ist das, wenn ich jetzt versuche, mir das vorzustellen und es hochzurechnen. Gibt es eine Zahl, die man nennen kann, dass man sagt, was kostet es [00:03:00] tatsächlich, ein Haus zu bauen pro Quadratmeter zum Beispiel?

Matthias: Ja, man kann da Zahlen nennen, würde ich auch tun, aber da würde ich gerne vorher noch ein paar Takte zu sagen, weil das Haus ist ja nur ein Bestandteil von der Gesamtinvestition. Und da wird schon mal gerne vieles vergessen in den Gesprächen. Manche Leute sagen, da kommen Baunebenkosten, die werden prozentual auf das Haus geschlagen.

Matthias: Da redet man von 10, 20 Prozent. Das sehen wir komplett anders, sondern wir sagen, wenn wir mit unseren Kunden gemeinsam ein Analysegespräch führen, dann dauert das schon drei bis vier Stunden und dann wissen wir am Ende des Gesprächs genau, was das Haus kosten kann, weil dort alle Kosten beleuchtet werden.

Matthias: Sei es was Grundstückskosten angeht, sei es was die Nebenkosten dazu angeht, Notar, Grunderwerbsteuer, die sind ja auch je Bundesland anders. Deswegen fällt es immer schwer, eine allgemeingültige Aussage zu treffen, was kostet ein Haus pro Quadratmeter. Für uns ist das Haus ein Bestandteil. Der spielt [00:04:00] eine gewichtige Rolle, klar, weil das ja das Produkt ist, was wir gerne an die Bauherrschaft vermitteln möchten. Davon leben wir. Das ist unsere Aufgabe. Aber das können wir nur, wenn wir partnerschaftlich mit unseren Kunden auf Augenhöhe die Sache ermitteln, sodass wir am Ende wissen, wie viel Haus bleibt denn unter Berücksichtigung der eben erwähnten Kosten übrig, wo es den Bauherren dann Spaß macht, auch in Zukunft drin zu leben.

Matthias: Jetzt nochmal zur Ausgangsfrage. Quadratmeterpreise sind natürlich stark abhängig von der Ausstattung die man wählt. Als vielleicht Richtschnur könnte man sagen, man sollte heute für ein schlüsselfähiges Haus mit 3.500 bis 4.000 Euro der Quadratmeter rechnen wenn man sich Gedanken macht, was ist eine Immobilie für mich interessant, dann sind diese Sachen anzurechnen, wobei natürlich hier die Grundstückskosten, die Notarkosten, die [00:05:00] Erschließungskosten für das Grundstück und damit ist nicht die erste Erschließung gemeint sondern was die Versorger sich noch kosten, wenn man die Hausanschlüsse ins Haus bringt.

Matthias: Da sind eventuelle Finanzierungskosten mit zu berücksichtigen, besondere Ausstattungsmerkmale die jedem Kunden, der eine steht auf einer Treppe, die muss aus Eiche sein und geölt und dem anderen ist das völlig egal. Der nächste hat Anforderungen an seine Fenster oder an die Architektur. Die spielt natürlich auch eine wesentliche Rolle bei der Kostenermittlung.

Matthias: Und von daher ist das nur als Richtschnur zu nehmen und dann individuell anzupassen. Und so ermittelt sich der Hauspreis heute. Und von daher wäre es gut, wenn man diese Punkte zusammen in einem separaten oder in einem Prozess, den man gemeinsam geht mit den Bauherren, am Ende vermittelt und eine vernünftige Kostenstruktur aufbaut, wo man sich beidseitig dran entlanghangeln kann.

Patrick: Ja, verstanden. Ich habe das [00:06:00] im Vorgespräch auch gezeigt bekommen, dass es eine Art Analysebogen gibt, den der Hausberater, bevor es tatsächlich dann an das Zeichnen des Hauses geht, durchgeht, um zu ermitteln und auch wirklich darzustellen, wo die verschiedenen Kosten liegen, damit man alle Kosten im Blick hat, wenn man sich dann der Frage nähert, wie viel Haus in welcher Form kann ich mir Haus leisten.

Patrick: Und ich finde das ganz spannend, weil es ja schlussendlich eigentlich erstmal so eine Art Hausaufgaben machen ist. Das hört sich zwar jetzt ein bisschen kompliziert an, aber auf der anderen Seite ist es ja nicht irgendwie, ich will da nicht irgendwas erträumen sondern ich will ja etwas bauen, was hinterher auch für mich passt.

Patrick: Und das waren die drei bis vier Stunden, die du angesprochen hast, dass man da so differenziert erstmal reingehen muss, bevor man überhaupt über die ersten Wände spricht. Ist das richtig?

Matthias: Ja, genau so ist es. Also man hat bei dem ersten Gespräch, also jeder Bauherr von uns, der baut ja eigentlich kein Haus, der baut ja oder der sehnt sich nach Veränderung. Also entweder will er eine neue [00:07:00] Nachbarschaft oder hat schon immer davon geträumt, in einem Eigenheim zu leben, weil er Eigentum schaffen möchte und keine Miete mehr zahlen möchte.

Matthias: Also jeder Bauherr hat seinen eigenen Wunsch, warum macht er das überhaupt. Und das ist ein wichtiger Punkt, den wir auch in diesem Gespräch ermitteln, weil dann können wir zielführend daran mitarbeiten, dass der Bauherr sich seinen Wunsch erfüllen kann. Und dann wird am Anfang ermittelt, nicht nur die Wünsche des Bauherren sind entscheidend, sondern wir leben ja halt in Deutschland in einem Land wo alles reglementiert ist und im Bauen ganz besonders.

Matthias: Und das können wir auch noch kleingliedrig in jedes Bundesland und dann auf Kreisebene runter, was darf man, was darf man nicht. Und da gibt es sogenannte Bebauungspläne. Wenn man noch nie was mit dem Hausbau zu tun hat, ist das für den Normalo, wenn ich das sagen darf, und das ist gar nicht despektierlich gemeint, ein Buch mit sieben Siegeln, weil man muss erst mal über Geschossigkeiten lernen und Grundflächen zahlen etc.

Matthias: Das sind ja alles Fremdwörter die man in der Schule nie gelernt bekommt. Wo man natürlich die [00:08:00] bei den... Wünschen und Vorstellungen des Bauherrn, die man natürlich gerne erfüllt, berücksichtigen muss, weil was nützt es, wenn wir in Anführungszeichen ein schönes Haus entwerfen, zeichnen und dieses aber niemals auf dem Bauplatz gebaut werden darf, weil die Bauvorschriften das zum Beispiel nicht zulassen.

Matthias: Und das wird alles ermittelt und dafür ist zwar ein trockener Titel Bedarfsanalyse, aber am Ende, wenn die durchgeführt worden ist, dann wissen beide Seiten, wenn man davon sprechen kann, was bekomme ich für ein Haus und es steht eigentlich auch schon der Preis fest. Weil es werden dann auch da, was ist Ihnen besonders wichtig, auch im Art und Umfang.

Matthias: Da gibt es ja heute ganz viele Punkte, was Haustechnik angeht Ich kann Lüftung, ich kann Smart Home, ich kann alles Mögliche in ein Haus reinbauen oder einbringen, was natürlich bei der Kostenermittlung berücksichtigt werden muss. Das ist ähnlich wie beim Auto. Die häufigste Frage, die ich von Bauherren gestellt [00:09:00] bekomme ist, was kostet mich ein Haus?

Matthias: Da sage ich, was kostet denn ein Auto? Und dann ist eigentlich sofort jedem klar, okay, jetzt verstehe ich, was er meint. Die haben alle vier Räder, aber ich kann eins für 15.000 Euro bauen und ich kann auch eins für 500.000 Euro kaufen. Das ist der feine Unterschied und da muss man genau ermitteln, was möchte der Bauherr, weil das sieht man keinem Bauherrn an.

Matthias: Also deswegen ist das so lange und meistens hat man ja zwei Personen vor sich sitzen, die gemeinsam den Wunsch haben, dies zu verwirklichen und die bringt man dann überein. Die meisten Bauherren haben auch schon Vorstellungen, wie es aussehen soll und das ermittelt man alles gemeinsam und am Ende von diesem Gespräch weiß man beidseitig was für ein Haus in etwa da rauskommt und den machen wir dann mit unserer Architektur, natürlich dann in schön und dann gibt es auch ein vernünftiges, aussagefähiges Angebot dazu, wo auch in einem Beiblatt die Nebenkosten beleuchtet werden, sodass man genau weiß, das ist am Ende [00:10:00] wirklich die Gesamtinvestition und damit kann der Bauherr dann ruhigen Gewissens ins Projekt starten.

Patrick: Ja, spannend. Das heißt also, im Endeffekt, wenn ich das einzelne Haus sehe, betrachtet ihr quasi auch noch das alles drumherum damit es dann hinterher wirklich zu einem Gesamtpaket wird, obwohl ihr natürlich eigentlich zum Beispiel mit Finanzierung nichts zu tun habt oder mit den Notarkosten oder, oder, oder.

Patrick: Das sind ja Gewerke, die drumherum stattfinden, weil ihr euch ja um das Haus an sich kümmert, aber ihr betrachtet das gesamte Projekt und ich meine vier, fünf Stunden da zu investieren, man baut sowas ja für 10, 20 Jahre, will man ja wahrscheinlich in so einem Haus wohnen, dann ist natürlich eine Investition von vier, fünf Stunden mehr als gerechtfertigt denke ich, wenn man dann Sicherheit bekommt dadurch.

Matthias: Ja, viele Bauherren fragen am Anfang, Ist das wirklich erforderlich? Ich will doch einfach nur ein Haus bauen. Ja, es ist erforderlich und es ist auch am Ende zeitsparend, für beide Seiten. [00:11:00] Weil wir leben von gebauten Häusern und nicht von verkauften. Das klingt ein bisschen komisch, weil ein verkauftes Haus ist doch eigentlich ein gebautes.

Matthias: Nee, ist es nicht. Weit verbreitet, es gibt in der Branche nach wie vor, dass schnell ein Haus verkauft wird, wenn man am Ende feststellt, dass es gar nicht baubar ist. Und wir... Wir sind bemüht, die Zeit die wir haben, das ist quasi auch ein Eigenschutz, so einzusetzen, dass es sich auch für uns lohnt, mit Personen zu sprechen, die am Ende Spaß daran haben, so ein Projekt von A bis Z vernünftig durchzuführen.

Matthias: Wie am Anfang erwähnt ich möchte meine Zeit also nicht in der Ausstattung verbringen. Also ich trete gerne mit unseren Bauherren, aber um irgendwelche Preisdiskussionen zu führen, wo man dachte, dass es beinhaltet ist, nee, das muss man vorher anders machen. Und dann ist das Bauprojekt ein schönes Projekt, wo man auch Spaß dran hat. Meistens ist es ja auch nicht so, dass man das alle zwei Jahre macht, sondern dass es ja quasi einmal im Leben stattfindet, wo man dieses Projekt miteinander [00:12:00] führt und dann sollte das auch auf gesundem Grund und Boden stehen. Und das fängt bei einer vernünftigen Bedarfsanalyse an.

Matthias: Wie gesagt, die darf durchaus Spaß machen und das macht sie in der Regel auch und wenn man dann weiß, was die zukünftige Bauherrschaft von einem erwartet, dann kann man zielgerichtet planen, kalkulieren, anbieten und dann auch auf Augenhöhe ins Projekt starten.

Patrick: Ja, klingt mehr als sinnvoll. Lustigerweise habe ich gestern in euren Google-Bewertungen gelesen, da schreibt jemand effizient, produktiv und unterhaltsam, so würden wir unseren Beratungs- und Ausstattungstermin gerne beschreiben. Also es scheint nicht ganz so trocken zu sein.

Matthias: Ja, das freut mich zu hören, weil es ist ja eine schöne Lebensaufgabe die man sich da gibt, indem man ein Haus bauen möchte. Ist ja für viele auch ein Lebenstraum, auch in Deutschland ein weit verbreiteter Lebenstraum, auch wenn die äußeren Umstände das den Privatleuten aktuell ein bisschen schwer gemacht wird.

Matthias: Schon [00:13:00] seit Jahrzehnten sind einfach zu wenig Bauplätze da. Da, wo gebaut werden könnte, sind die Bauplätze auch noch sehr kostenintensiv, sodass es für viele in manchen Bereichen halt ein Traum bleibt. Und deswegen muss man halt da genau analysieren was geht, und was geht nicht? Aber das ist ein Prozess, den wir über die Jahre verfeinert haben und der macht auch Spaß und insbesondere der Termin zur Ausstattung macht den meisten unserer Kunden Spaß, weil sie vorher wissen, was erwartet mich dort, weil wir da halt mit offenen Karten spielen.

Matthias: Also ich kenne fast keinen Kunden, der nicht mal zur Werksführung hier gewesen ist, bevor er... Quasi uns das Ja-Wort gegeben hat, dass wir zusammen den Weg des Hausbaus gehen. Wir sind zwar nicht verheiratet aber es ist ja trotzdem eine Partnerschaft die schon besiegelt werden soll und auch vernünftig geregelt ist.

Matthias: Und von daher sind die Ausstattungstermine eben sehr was Schönes. Also ich weiß... Was bietet mir der Büdenbender, was kann ich mir in der Ausstattung dazu [00:14:00] wählen? Ich habe in den meisten Fällen schon vorher eine grobe Kosteneinschätzung. Was kostet mich jetzt die goldene Badewanne? Die haben wir zwar nicht, aber als Beispiel, sodass diese Sonderwünsche, die halt auch ins Geld gehen, im Vorfeld klar sind und sodass die Ausstattung halt auch nicht unter einem finanziellen Druck steht, sondern dass man weiß, was einen erwartet.

Matthias: Und dann macht die Hausausstattung halt Spaß.

Patrick: Ja, absolut. Kann ich mir gut vorstellen. Du hast davon gesprochen, Traum zu erfüllen und dann hat man auch hohe Erwartungen. Man könnte ja auf die Idee kommen, dass man sagt, naja dann lasse ich das ein oder andere halt weg. Also Thema sparen. Wo sollte man auf gar keinen Fall sparen? Gibt es Punkte, wo du sagst, man könnte auf die Idee kommen zu sparen, aber man sollte es nicht?

Matthias: Also man sollte auf keinen Fall beim Hausbau an der Grundsubstanz des Hauses sparen. Also wir sind ein Hersteller, da gibt es auch viele andere, die eine vernünftige Qualität bieten, aber es gibt halt [00:15:00] Punkte, die man im Laufe eines Prozesses, wenn ich mir den Hausbaupartner aussuche, schon genauer ansehen sollte.

Matthias: Jetzt kommt man zu so einem ekligen Wort wie Bau- und Leistungsbeschreibung. Aber da steht schon eine Menge drin. Und da sollte man sich als Bauherr auch mit beschäftigen. Auch wenn es erst mal trocken klingt und in der heutigen Zeit ja nicht so äh... Ja wie soll ich sagen, also heute geht alles schnell, schnell, schnell, aber eine Baubeschreibung, da ist schon genau hinterlegt wie bauen die die Wände, mit welchen Werkstoffen arbeiten die, wie sind die verschiedenen Dämmwerte, die sagen einem erstmal alle nichts, wenn ich mich jetzt erstmal damit beschäftige.

Matthias: Wichtig ist vielleicht, dass man also grundsätzlich mitnehmen kann, dass es ja verschiedene Energieklassen gibt und ein Haus von Büdenbender ist in der Regel ein KfW-40-Haus, das ist auch wieder eine Zahl, also mit einem sehr niedrigen Energiebedarf und würde auch noch ein Kredit von der KfW bekommen.

Matthias: Es gibt keine direkte Bauförderung in dem Sinne, dass man da irgendwelche [00:16:00] Zuschüsse für bekommt, aber das ist ein zinsvergünstigtes Darlehen zum Beispiel. Und die bekommt man halt nur, wenn eine gewisse Energieklasse erreicht wird. Und mit einem Haus von uns erreicht man die in der Regel immer. Hängt natürlich ein bisschen an der Architektur, wie richte ich es aus und so weiter, weil das bei der Energieberechnung heute eine Rolle spielt.

Matthias: Das ist ein sehr komplexes Thema. War vor 30 Jahren noch recht einfach. Du hattest verschiedene Hausbauteile oder Hausbauteile wie Wände, Dachdecke, die mit einem gewissen Dämmwert ausgezeichnet waren. Wenn ein gewisser Prozentsatz unter dem gesetzlich vorgeschriebenen war, dann war man automatisch förderfähig. Das geht heute nicht mehr.

Matthias: Es wird heute auf das komplette Gebäude bezogen. Aber das ist ein wichtiger Punkt, was man auf keinen Fall weglassen sollte, um das nochmal auf die Frage zurückzukommen, dass man halt an der Grundsubstanz nicht sparen sollte. Dann sollte man halt auch nicht an... In gewissen, wie forme ich mein Bad, also wie gestalte ich mein Haus, also das sollte man schon so [00:17:00] machen, wie man es gerne hätte, weil das ändere ich nachher nicht.

Matthias: Wo man sparen kann, um jetzt mal auf die andere Seite zu gehen, ich sage, wenn man in der Lage ist, eine gewisse Eigenleistung mit einzubringen, wenn es geht, da kann man schon was sparen. Klar, aber dafür muss man auch die Zeit haben und das Können. Also da gibt es halt auch schon mal Punkte, wo sich Bauherren gerne überschätzen, weil sie einen kennt, der irgendwas kann.

Matthias: Und dann ist die Frage, kann er es denn dann auch, wenn es dann gebraucht wird am Haus? Weil wir leben halt in einer sehr schnelllebigen Zeit. Und da gibt es dann schon mal den einen oder anderen, wo man dann auch schon mal sagt, in der Zeit wo du die Eigenleistung bringst verdiene lieber das Geld, damit das jemand anderes bauen kann, damit dann der Bau auch stressfrei bleibt.

Matthias: Den größten Stress im Hausbau gibt es eigentlich immer dann, wenn die Leistungen unterbrochen werden und nachher fortgeführt werden sollen. Das heißt also, wenn der Bauablauf gestört oder unterbrochen wird, weil da gibt es die meisten Schnittstellen und die führen immer zu. Oder können zu [00:18:00] Problemen führen, wenn man sie nicht vernünftig vorher abklärt.

Matthias: Das ist so das Wichtigste.

Patrick: Ja, verstanden. Interessant. Zum Thema Preise, wir wollen ja über Hausbaupreise in 2026 sprechen, jetzt haben wir gerade in den letzten Tagen erlebt, dass sich auf der Weltbühne mal wieder einiges geändert hat, Stichwort Iran und Israel. Sagen wir mal, ich hätte jetzt vor zehn Tagen, als wir das alles noch nicht wussten einen Vertrag hier unterschrieben und jetzt, weiß ich nicht, wird das Holz doppelt so teuer Wie verhält sich das für mich als Bauherr?

Patrick: Habe ich da ein Problem oder wie kümmert ihr euch darum? Wie ist das geregelt?

Matthias: Also erstmal hat man als Bauherr kein Problem, weil wir mit unseren Bauherren also die jetzt schon unter Vertrag stehen, einen langfristigen Festpreis vereinbart haben. Das ist am Ende das Problem des Hausbauers also von mir oder uns. Aber da wir Verträge mit unseren Vorlieferanten haben, die eine gewisse Preisstabilität [00:19:00] haben, das ist unterschiedlich, beim Holz ist das nicht so lange wie bei zum Beispiel Heizung oder so.

Matthias: Das ist halt je Gewerk anders. Aber wir vereinbaren mit unseren Bauherren einen Festpreis sodass für die Bauphase der Bauherr mit seinem Budget eine Sicherheit hat, sodass wir nicht sagen, ach, da ist jetzt irgendwo wieder was Verrücktes passiert auf der Welt, jetzt müssen wir drei, vier, fünf Prozent mehr nehmen.

Matthias: Wenn das sich innerhalb der Vereinbarung verhält, bleibt der Preis der Preis. Also das ist für die Stabilität des Bauherren da. Für uns klar, wenn man jetzt im Neugeschäft ist, dann müssen wir uns natürlich den... Preisen stellen, die auf dem Markt aktuell vorliegen aber die Auswirkungen des aktuellen Konflikts betreffen uns aktuell eher wenig.

Matthias: Klar, wir fahren auch Auto und die LKWs sind noch nicht elektrifiziert. Da kostet der Sprit ein bisschen mehr, das ist aber im Verhältnis zum Gesamtvolumen eher verschwindend gering. Da müsste der schon richtig explodieren, [00:20:00] damit da irgendwas passiert, davon gehe ich jetzt nicht aus. Zudem ist aktuell ja der Baumarkt auch nicht unbedingt in einem Boom, sondern das ist ja auch kein neues Geheimnis, dass in den letzten Jahren die Bautätigkeit in Deutschland stark zurückgegangen ist und wir uns jetzt auf einem sehr niedrigen Niveau eingependelt haben, sodass da auch aus dem Markt raus kein Preisdruck entsteht. Also eigentlich sind alle froh dass sie Arbeit haben und dass man, man kann vernünftig abarbeiten. Es sind keine, da sind keine Unwägbarkeiten zu erwarten. Auch die aktuellen Voraussagen und der letzte Abschluss im holzverarbeitenden Industrie hat eine moderate Erhöhung angegeben, so dass man da auch als Unternehmer mit arbeiten kann und am Ende des Tages für unsere Bauherren auch eine Stabilität für die kommende Zukunft bieten kann.

Matthias: Man kann natürlich nie drei, vier Jahre vorausschauen, das kann man nicht, aber die Häuser die in drei, vier Jahren auch gebaut werden sollen, die müssen auch noch alle verkauft werden, weil so weit ist der Horizont in der [00:21:00] Regel nicht. Wir haben da einen Vorlauf, der ist bei zehn bis 14 Monaten, das ist gesund anzusehen.

Matthias: Und so stellt man sich auch auf den Markt ein. Ja, das zu den aktuellen Situationen ist eher ein anderes Problem, dass wenn Unruhen in der Welt sind, dann ist das für die Bauherren ist das jetzt richtig, ein Haus zu bauen, ist es nicht zu bauen. Man hat ja in den letzten Jahren, ich sage jetzt mal vor Corona, eigentlich immer in einer Ruhe gelebt die wir...

Matthias: Zumindest unsere Eltern, alle nie kannten. Also es waren immer Kriege auf der Welt und es war auch alles viel, viel näher schon mal an Deutschland dran. Die Gefahr dass irgendwas passieren konnte, war auch viel viel höher. Die Zinsen waren schon viel, viel höher, wie sie jetzt sind. Wir sind jetzt quasi in so einem Lernprozess wieder alle Mann, wir als Unternehmen auch, aber auch die Menschheit draußen, dass sie sich wieder daran gewöhnen müssen, dass das normal ist. Was jetzt passiert. Das ist nicht schön, aber den müssen wir uns stellen. Aber [00:22:00] wenn man sich jetzt richtig überlegt, warum sollte es nicht der richtige Zeitpunkt Eigentum zu schaffen?

Matthias: Und Eigentum ist immer eine wertstabile Investition in den letzten Jahrzehnten immer gewesen. Und selbst wenn irgendwas passieren sollte, ich habe ja einen Gegenwert. Es ist ja nicht so, als wenn ich das Geld irgendwo ausgegeben hätte und es wäre weg, sondern da steht ja ein Gegenwert. Und da ist ja fast jeder langsam in jeder Region in Deutschland ist ein Haus, was vor 50 Jahren gebaut wurde, was man da heute für bekommen würde, wenn ich es verkaufen müsste oder auch vor zehn Jahren, steht man sich in der Regel nicht schlechter, sondern man hat ja einen Wert geschaffen, der ist dann auch da.

Patrick: Ja, absolut. Wir hatten jetzt gerade das Thema Preisstabilität. Finde ich interessant, dass das ja quasi erstmal von euch vorgearbeitet ist, dass diese Preisstabilität auch gewährt ist oder gegeben ist [00:23:00] mit entsprechenden Lieferanten aber dass es auch vertraglich garantiert ist, dass für den Bauherrn diese Preisstabilität auf x Monate dann halt eben, also auf die Bauphase dann halt eben gilt.

Patrick: Das bringt mich zu der Frage, so zum Thema Kleingedrucktes. Wie vergleiche ich Angebote der verschiedenen Hersteller? Also was vielleicht so die zwei, drei Sachen, die ich beachten soll oder wenn es mehr sind, gerne auch mehr. Aber du hast eben gesagt, das ist wie eine Hochzeit. Ja, da gehört dann viel Gefühl und Emotion dazu.

Patrick: Aber schlussendlich landet das ja irgendwo in einem Vertrag. Wie kann ich das überhaupt vergleichen da gibt es wahrscheinlich riesige Unterschiede.

Matthias: Ja, die gibt es in der Tat. Das ist sehr, sehr schwierig, komplett zu vergleichen, weil jede Firma zum Beispiel ihre eigene Bau- und Leistungsbeschreibung hat und jede fängt an einem anderen Punkt an. Also fangen wir mal ganz vorne bei uns an. Ein Entwurf, der ist bei uns auf jeden Fall schon mal klar im Angebot [00:24:00] enthalten.

Matthias: Ist auch nicht überall so. Dann machen wir dieses eben angesprochene Gespräch. Also das kommt ja schon sehr nah an den Architektenentwurf dran. Also ist es eigentlich. Und der ist bei uns kostenfrei. Und dann, wenn der Vertrag geschlossen wird. Und man die ganzen Sachen, die ich eben schon mal angesprochen habe, geregelt hat, dann muss ja ein Bauantrag erstellt werden.

Matthias: Und den erstellt in Deutschland ein Architekt der ist bei uns auch im Preis enthalten. Und da gibt es halt viele, die fangen nach Baugenehmigung an. Das heißt, der Architekt muss selber organisiert werden. Und ein Architekt für ein Einfamilienhaus, wenn der nach HOAI abrechnet, da kommt man schnell auf Beträge, die im zweistelligen Bereich sind.

Matthias: Also du hast über 10,000. 15.000 Euro hast du schnell für ein Bauantrag ausgegeben. Und das sollte man schon berücksichtigt wissen. Deswegen sage ich immer, das ist sehr schwierig jetzt von mir die Aussage, wie vergleiche ich es. Also da muss man wirklich lesen dann muss man wirklich die Kostenseite vernünftig beleuchten.[00:25:00]

Matthias: Und dann hat man am Ende, und das ist ja das, was ich eingangs schon mal sagte, ein Budget, wo man, wo beide Seiten dann sich messen lassen müssen, wo man dann halt miteinander das Projekt verwirklicht. Und da gibt es natürlich auch in der Ausstattung, früher war es gang und gäbe, der Dachgeschoss ist zum Ausbau vorbereitet.

Matthias: Wenn ich das in der Baubeschreibung gelesen habe, dann wusste ich, da war ein Holzboden maximal drin, da war keine Wand drin und Fenster fehlten im Dachgeschoss auch noch. Das sind natürlich Sachen, die liesest du, wenn du da liesest da steht zum Ausbau vorbereitet denkst du, das ist schon alles da, du musst halt jetzt nur noch den Ausbau machen, aber dass die Wände jetzt nicht drin waren und die Statik der Decke noch erhöht werden musste, das kannst du als Laie nicht wissen.

Matthias: Und da sind schon viele Punkte, da hat sich der Markt schon etwas gewandelt, besonders im Fertigbausektor, wo die meisten Firmen da vernünftig unterwegs sind. Wo man sagt, man hat eine Baubeschreibung, die dann auch offen und ehrlich ist gegenüber den Bauherren, weil es nützt ja [00:26:00] keinem was, wenn man während der Bauphase anfängt über Leistungen zu diskutieren, die eben nicht vernünftig definiert waren.

Matthias: Und zumindest für uns kann ich sagen, dass wir das nicht haben. Also das ausgeschlossen. Das geht nicht, wir haben ein Ausstattungsprotokoll. Wenn der Bau beginnt, steht der Preis feste. Also da müsste schon der Bauherr noch irgendwelche Wünsche haben, die wir im Vorfeld nicht abgefragt hätten. Das kommt nicht vor.

Matthias: Also ich kann sagen, bei den 100 Häusern, die wir im Jahr hier bauen, kommt das nicht vor. Also das ist, wenn das durch die Ausstattung ist, dann ist alles geregelt. Der Bauherr weiß genau, was bekomme ich jetzt. Der weiß in dem Raum habe ich die Steckdosen, habe die, die, die. Die Punkte sind alle definiert, alle Leistungen sind definiert und dann kann man reibungslos bauen, ohne dass da irgendwo was diskutiert wird.

Patrick: An welchem Zeitpunkt in der gesamten Phase kommt diese Leistungsbeschreibung auf den Tisch? Ich stelle mir es schwierig vor, dass schon in diesen vier, fünf Stunden, [00:27:00] die ich sozusagen im Erstgespräch habe, da wird ja eher noch in groben Rastern gesprochen und gedacht und dann irgendwann geht es ins Detail.

Patrick: Wann ist dieser Augenblick?

Matthias: Also eine vernünftige Hausbaufirma heute hat eine allgemeine Bau- und Leistungsbeschreibung, das ist vom Verbraucherbauvertragsrecht vorgegeben, das hat sich ja vor ein paar Jahren auch geändert, ist verbraucherfreundlicher gestaltet worden. Dem haben wir uns auch gestellt und die Verträge sind danach ausgerichtet und die Baubeschreibung kann man bei uns auf der Internetseite zum Beispiel runterladen. Das macht nicht jede Hausbaufirma, das hat meistens einen Grund, meistens keinen guten.

Matthias: Und wir haben auch kein Problem damit, im Ersten wenn das Beratungsgespräch rum ist, dann bekommt man also spätestens da die Baubeschreibung nochmal mit wenn man es dann nicht vorher schon hatte, in Vorbereitung auf den Termin. Und man bekommt auch ein Vertragsformular, wo offen die Punkte sind mit der technischen Anlage.

Matthias: Wir nennen es ein bisschen despektierlich, nicht despektierlich, Beipackzettel weil dann steht wirklich alle Eventualitäten drin, die passieren können. Die, jetzt kann ich sagen, muss man, [00:28:00] aber es gibt gewisse Punkte, die man lesen sollte. Das hängt immer vom Gebäude ab, was da wichtig ist. Aber da beraten wir hingehen damit es eben im Nachgang keine Schwierigkeiten gibt.

Matthias: Also wir gehen offen mit den vertraglichen Dingen um. Es kommt auch häufig vor, dass ein Kunde mal noch eine Frage zu hat in bestimmten Bereichen. Dann geht man die durch und in der Regel ist das so formuliert. Also ich kann da auch gar nichts reinschreiben, was nicht gesetzeskonform ist, dann ist es eh nichtig.

Matthias: Also von daher wollen wir das vernünftig machen und wir gehen da offen mit um.

Matthias: Es gibt vielleicht den einen oder anderen, der das nicht so tut, aber da ist mir die Zeit zu schade für. Also ich möchte gerne mit unseren Kunden... Über die Sache, über das Haus reden und nicht über irgendwelche versteckten Leistungen, die ich im Nachgang berechnen möchte.

Matthias: Das ist nicht in unserem Sinne und deswegen machen wir das so offen und deswegen ist der Preis auch, wie der Preis ist, weil der ermittelt sich ja daraus und was nützt es, wenn ich am Anfang einen niedrigen Preis hinstelle, weil ich [00:29:00] bewusst Leistungen weglasse, die ich dann mit Zwang versuche, in der Ausstattung den Kunden zu verkaufen, weil sonst ein Gewerk nicht funktionieren würde.

Matthias: Ich kann keinen Zählerkasten weglassen, den muss man bauen in Deutschland. Wenn ich den in der Ausstattung kaufen muss für 2.500 Euro und dann fragt mich der Kunde Büdenbender und das muss man nicht machen, dann fehlt das, aber das ist ja keine Art, wie man mit einem Partner umgeht und bauen ist eine partnerschaftliche Leistung und von daher sollte man da die Punkte offen miteinander kommunizieren und die Schnittstellen sauber klären.

Patrick: Ja, absolut. Jetzt hört sich das für mich nach wie vor, das ist ja schon relativ schriftlich und trockene Thematik so eine Bauleistungsbeschreibung. Da stehen ja Dinge drin, die muss ich erst mal verstehen. Also du sagst jetzt Steckdosen. Ich meine, klar ist eine Steckdose eine Steckdose, aber die kann ja verschiedene Farben haben, die kann ja XY sein und so geht es ja weiter mit Fenstern mit Fensterrahmen.

Patrick: Wann kommt denn sozusagen wieder so ein bisschen die Haptik in das Thema rein? Also man spricht erst, man macht die Grundlagenarbeit, [00:30:00] diese vier, fünf Stunden und dann, wie geht es an die Auswahl der Details? Wie funktioniert das?

Matthias: Also, jeder von uns war in der Schule.

Patrick: Ja.

Matthias: Und jeder hat da was machen müssen, was die meisten nicht so gerne gemacht haben, das waren Hausaufgaben. Und da wird meistens das erste Mal bei gelacht wenn das Thema Hausaufgaben auf den Tisch kommt, weil für uns ist es wichtig, dass wenn wir den Weg miteinander gehen, fängt für uns die Arbeit ja erst nach dem Termin an.

Matthias: Weil dann wissen wir, dann kommt unser Team ins Spiel, das sind Architekten, die im Hintergrund, also das, was man da gemeinsam ermittelt hat in drei, vier Stunden, wie soll das Haus aussehen, ja ich möchte von der Straße von da raus rein, ich möchte so machen, mein Wohnzimmer, da habe ich die und die Besonderheiten dran, dann muss da noch die Infrarotkabine von der Oma, die wir geerbt haben, mit in den Hauswirtschaftsraum und so weiter. Das sind alles Punkte, die man da bespricht und dann fängt für uns die Arbeit an.

Matthias: Auch bestimmte Leistungsmerkmale, die enthalten sein sollen und dann [00:31:00] arbeiten wir und da brauchen wir mit Angebot auch mal gerne zwei bis drei Wochen für, bis das alles erarbeitet ist, weil jedes Haus ist individuell. Also es gibt nicht irgendwie ein fertiges Haus, was dann genau den Wünschen des Bauherren entspricht.

Matthias: Ich habe hier die ersten Bretter mit 16 gestrichen und war dann relativ schnell auch in den Bereichen mit Bauherren involviert. Ich bin jetzt 53, hier hat noch kein Haus in der Zeit das Werk zweimal verlassen, weil immer, spätestens wenn man beim Küchenbauer war, war doch wieder was anders. Also es gibt vielleicht Architekturstile die immer mal wieder gebaut werden.

Matthias: Das sind auch Trends Satteldach, Pultdach, die kommen, die gehen, die kommen aber immer wieder in eine gewisse Richtung. Aber die Häuser sind alle individuell, so wie die Kunden halt, jeder Mensch halt auch individuell ist. Und so sind die Häuser gestaltet. Und dann machen wir was, um jetzt auf die Hausaufgaben zurückzukommen, dass wir die Leute dann kurz vor oder bei der Angebotspräsentation [00:32:00] mal durch die Firma Büdenbender führen.

Matthias: Also ob das Werk ist, gerne auch mal ein Kundenhaus besichtigt, was im Bau ist, damit man sich das mal live anschauen kann. Und was für mich auch wichtig ist, dass man durch die Ausstattung geht. Weil ich kann in einer Baubeschreibung viel schreiben. Das ist der Waschtisch von Villeroy & Boch oder die Tür von so und so oder das Fenster mit einem VEKA-Profil oder was auch immer.

Matthias: Das ist alles wichtig, das beschreiben wir ja auch. Aber wenn ich das sehe und weiß, was da für eine Qualität hinter steckt, bei einer Haustür zum Beispiel, ich kann da toll reinschreiben mit wie vielen Schlüsseln die ausgestattet sind und was das für eine Sicherheitstechnik ist. Aber wenn ich die Tür in der Hand nehmen kann und kann sagen, diese Tür ist im Standard enthalten.

Matthias: Schlimmes Wort, dann weiß ich, was ich gekauft habe und deswegen ist das so ein wichtiger Punkt, dass wir dann auch die Wertigkeit rüberbringen möchten, weil das ist ja auch sehr wichtig, dass man erkennen kann, dass hinter der Zahl auch ein Wert steht. Und das kann ich halt am besten, indem man die [00:33:00] Bauherren hier durchführt und sagt, so, das ist Büdenbender und die meisten sehen wir auch wieder.

Matthias: Also acht von zehn kaufen auch ein Haus am Ende bei uns. Und da hast du keine Schwierigkeiten mit, dass irgendwas nicht besprochen worden ist, sondern das ist im Detail besprochen. Und das schätzen unsere Bauherren auch, die den Weg mit uns gehen wollen. Die sagen uns ja doch immer wieder, dass das genau richtig war. Auch dieses Analysegespräch das klingt ja jetzt so steril, ist ja jetzt keine Sache. Da wird in der Regel auch viel bei gelacht, weil da Punkte besprochen werden, die auch schon mal lustig sind. Insbesondere wenn Mann und Frau sich über irgendwelche Sachen streiten, die dem einen wichtiger sind wie dem anderen.

Matthias: Also streiten in Anführungsstrichen aber da kommt der ein oder andere Spruch. Man kommt schon tief rein in das Gefühlsleben bei einem Hausbau. Das macht es aber auch spannend. Also mir macht das unheimlich viel Spaß, die Leute dabei zu begleiten und den Traum zu [00:34:00] verwirklichen. Ich habe das früher, wo meine Zeit das halt noch erlaubt hat, gerne gemacht.

Matthias: Ich kann bei mir durch die Wiesenstraße laufen, so heißt sie, da stehen 10, 15 Büdenbenderhäuser Wenn ich vor dem Haus stehe weiß ich genau, wie es ausgestattet ist und was drin ist, weil man den Weg mit den Bauherren halt gemeinsam die ganze Zeit gegangen ist. Und das macht es halt aus.

Patrick: Ja, verstanden. Das heißt, ich kann mir das so vorstellen, dass diese Ausstellungen hier Räumlichkeiten sind im schönen Siegerland in der Nähe vom Werk, wo ich dann einige Stunden mit meinem Hausbauberater quasi verbringe und wirklich alles, du sagtest jetzt vom Waschbecken bis zur Haustür anfassen kann, erleben kann, auf- und zumachen kann, um dann halt eben zu sehen, ist das jetzt wirklich die Haustür, die ich möchte oder ich kann sie dann halt auch wechseln gegen eine andere oder wie auch immer.

Matthias: Ja, genau. Also man kann das individuell ausstatten. Ist ähnlich wie bei einem Auto. Wenn ich da eine Ausstattung wähle, dann habe ich ja verschiedene Sachen, die ich da wählen kann [00:35:00] verschiedene Lichter zum Beispiel bei einem Auto. So ist es beim Haus halt auch, wenn ich jetzt zur Haustür gehe. Da haben wir gewisse Modelle in der Ausstattung, die man sich ansehen kann, damit ich weiß, was mich dann erwartet und kann die dann natürlich optisch gemeinsam verändern.

Matthias: Da gibt es dann Bildvorlagen für, wo man sich die angucken kann. Ich habe verschiedene Farbmuster, die da sind. Ich habe verschiedene Dachsteine die verbaut werden dürfen, wenn es der Bebauungsplan zulässt, Klammer auf, Klammer zu. Das wird alles berücksichtigt und man macht es im Vorfeld, also eine Ausstattungsbesichtigung, also eine Werksführung, so nennen wir es, wo eine Ausstattung mit involviert ist.

Matthias: Dann weiß ich schon mal, was für eine Wertigkeit im Angebot steckt und die eigentliche Ausstattung im Hause Büdenbender findet nach Fertigstellung des Bauantrags statt, weil dann ist endgültig klar, wie das Haus gebaut wird. Ich sage immer, wenn man einen Vertrag unterschreibt weiß man, dass man zusammen ein Haus baut.

Matthias: In der Regel steht die Zeichnung zu 90, 95 [00:36:00] Prozent. Aber ob das Küchenfenster jetzt aufgrund der Armatur noch ein Stückchen nach rechts hoch runter geschoben wird, das legt man halt im Rahmen des Bauantrags feste beziehungsweise spätestens im Rahmen der Ausstattung. Und dann macht die Feinausstattung Sinn, dass ich wirklich sage, so rum geht die Innentür auf und so rum geht die auf und der hat den Griff.

Matthias: Das ist das Objekt, was ich mir vorgestellt habe. Man regelt unter anderem ja auch, auch ein Funfact teilweise bei der Ausstattung, die Toilettenhöhe. Also ein Beispiel. Man baut ja ein Haus. Es gibt zwar Normgrößen, aber ich habe den Normmenschen dazu noch nie kennengelernt. Sondern man kann halt so Kleinigkeiten wie eine Toilettenhöhe weil das ist ja seine Toilette, die kann er schon so machen, wie er sie möchte.

Matthias: Dann haben wir tatsächlich auch diese Punkte in unterschiedlichen Höhen mal in die Ausstattung gehangen, weil da macht man sich ja bei einer Mietswohnung nie Gedanken drum, die ist da, die Toilette, und die muss ich so nutzen. Aber wenn ich mein eigenes Haus baue, kann ich das schon so individuell machen, wie ich es gerne hätte.

Matthias: Und das ist auch kein [00:37:00] Kostenfaktor, weil wo wir die hinbauen, ob auf 42, 40, 38 Zentimeter, das ist uns ja völlig egal. Das kann man festlegen. Und deswegen ist das so ein wichtiger Faktor und deswegen macht es auch Spaß.

Patrick: Ich kann mir vorstellen, dass das Spaß macht. Ja, wunderbar. Mir ist noch eine Frage in den Sinn gekommen. Jetzt habe ich alles beschrieben und jetzt sage ich ja, ich hätte aber gerne ein zweites Waschbecken. Bisher hatte ich erst eins geplant. Oder andersrum ich hatte zwei und sage, eigentlich können wir auch einfach ein großes nehmen oder wie auch immer.

Patrick: Also kann ich dann was ändern, bevor es natürlich dann irgendwie in die Produktion geht und wie wird es dann gehandhabt? Das Thema Kosten auch.

Matthias: Ja, also klar, das kann man ändern. Und der Punkt ist genau die Ausstattung dafür. Also im Vorfeld hat man ganz viele Fragezeichen im Kopf und die versucht man ja aus vielen Fragezeichen Häkchen zu machen. Und da spielt natürlich irgendwann auch das von dir genannte [00:38:00] Bad eine Rolle. Und wenn ich mich halt im Vorfeld dazu entscheide ich hätte gerne zwei Waschbecken nebeneinander dann werden die natürlich auch eingeplant und auch kostenmäßig von der Kalkulation berücksichtigt. Und wenn ich dann halt, ich sage jetzt mal sechs, acht Wochen später.

Matthias: Zur Ausstattung komme, nachdem der Architekt ein Bauantrag gemacht hat und dann geht man noch mal ins Detail rein und legt dann fest, eigentlich wollten wir doch lieber ein größeres Waschbecken wie die zwei, die nebeneinander sind. Dann würde von uns das zweite Waschbecken und die dazugehörige Rohinstallation gutgeschrieben und dann das andere Waschbecken dazu gemacht.

Matthias: Also das kann man machen bis nach Ausstattung und dann. Damit gebe ich aber dann den Umfang frei. Das ist ungefähr der Punkt. Ich vergleiche halt gerne mit dem Auto, weil die meisten das verstehen. Wenn ich dann die Unterschrift unter den Vertrag vom Auto setze und habe wirklich die Knöpfe geregelt wie die Tür auf und zu geht, dann ist auch der Punkt beim Hausbau, wo danach das nicht mehr geändert werden kann.

Matthias: Nicht mehr heißt immer, ja, aber natürlich kann ich alles auf dieser Erde ändern, ich kann auch auf Mond und wieder [00:39:00] zurückfliegen, das kostet halt alles Geld. Aber bis zur Ausstattung kann ich problemlos die Sachen so ändern, wie ich sie gerne hätte und dafür ist der Termin ja auch da.

Patrick: Also das faktische Ändern geht und jetzt kostet das 500 Euro mehr oder weniger. Wie funktioniert das?

Matthias: Es gibt ja einen festgelegten Vertragsumfang, einen Preisumfang, wo die auch auf die Gewerke runtergebrochen. Das liegt dem Bauherrn einem Detailangebot vor. Also das ist auch nicht mehr eben eine Seite, sondern da sind die Leistungen exakt beschrieben. Und dann gibt es ein offenes Ausstattungsprotokoll, wo das der Kunde auch nach Vertragsunterzeichnung bekommt, wo das schon mal auf die einzelnen Gewerke runtergebrochen ist.

Matthias: Dann weiß er genau, wie es aufgebaut ist. Und dann sieht er halt seine zwei Waschbecken da stehen. Und wenn er jetzt eins weniger hat, dann wird der Betrag gutgeschrieben. Und wenn er jetzt sagt, okay, dafür hat das andere jetzt einen goldenen Rand. Ein blödes Beispiel, aber mir fällt gerade kein besseres [00:40:00] ein.

Matthias: Dann kann man sagen, das Waschbecken was vorher enthalten war hatte den Preis, das hat den Preis und der wird ja ausgewiesen und ist transparent. Deswegen gibt es da auch keine Probleme. Das ist auch logisch.

Patrick: Also ich kann quasi sagen, ich lasse das Waschbecken weg, dann kommen x Euro quasi Guthaben zustande und dann beschließe ich aber, ich hätte gerne... Weiß ich nicht, eine andere, eine größere Tür oder wie auch immer. Und da kommen 500 Euro wieder drauf, dann bin ich wieder bei null und dann bleibt alles beim Gleichen so nach Motto.

Matthias: Genau, ist es. Das ist ein ganz offenes, transparentes Verfahren.

Patrick: Spannend. Ich habe noch eine Frage und zwar dieses Thema Bodenplatte, Keller. Wird ja häufig gefragt, wie teuer ist ein Keller? Ist das sinnvoll, einen Keller zu bauen? Kann man da irgendwie eine generelle Aussage zu machen oder welche Frage sollte man sich vielleicht stellen als Bauherr? Wie gehe ich das an?

Matthias: Also eine generelle Aussage dazu zu treffen ist schwierig. Wir leben ja hier im Siegerland und im Siegerland sind die Grundstücke entweder auf der einen oder auf der anderen Seite [00:41:00] geneigt. Da hat sich die Frage des Kellers aufgrund der Topografie des Grundstückes schnell erledigt. Aber in vielen Gebieten in Deutschland hast du ein anderes Problem, dass du halt Auf jeden Fall einen wasserdichten Keller bauen musst, wie U-Beton und so weiter, weiße Wanne.

Matthias: Da gibt es ganz verschiedene Begriffe, die da berücksichtigt werden müssen, weil halt da ein sehr hoher Grundwasserspiegel ist. Dafür ist es dann halt wichtig, dass der entsprechend gebaut wird. Da ist auch wieder ein Punkt, den man in der Leistungsbeschreibung beleuchtet, in dem man sagt, Es macht Sinn, auf jeden Fall ein Bodengutachten relativ zeitnah zu erstellen.

Matthias: Also wenn für jemanden feststeht, so für die Bauherrschaft, dass sie auf jeden Fall auf dem Grundstück ein Haus bauen wollen und sie mit uns gemeinsam abgecheckt haben, in welchem finanziellen Rahmen das ist, dann empfehlen wir auch schon bei der Angebotsphase, den Bodengutachter loszuschicken. Das sind zwischen 1.000 und 2.000 Euro, je nach Region und Grundstück, die man [00:42:00] da mal grob einplanen müsste.

Matthias: Aber es spart hinten rein wieder Zeit und auch eventuell Geld. wenn man kurz vorm Bauen ist und der Baggerfahrer den Löffel in die Erde haut und dann feststellt dass da was ist, kein verdichtungsfähiger Boden, Grundwasser oder sonst irgendwas, wäre es gut, wenn man es vorher gewusst hätte, weil man fängt das Bauen an und es sind die ersten 20.000 Euro an nicht kalkulierten Preisen enthalten.

Matthias: Das sind so Punkte, die wir eigentlich vermeiden möchten. Deswegen macht ein Bodengutachten mit, wie der Grundwasserspiegel ist, mit Druckfestigkeiten und so weiter, durchaus Sinn. Dann kann nämlich zielgerichtet angeboten werden, sowohl vom Erdbauer wie vom Kellerbauer. Wenn staatlich irgendwas noch zu berücksichtigen ist, dann weiß man es da.

Matthias: Ansonsten kommen wir wieder zum Kleingedruckten. Steht im Kleingedruckten, wir gehen von der Bodenpressung von aus und wenn die nicht erfüllt ist, gibt es mehr Kosten. Und das kann man mit dem Vorgehen vermeiden. Deswegen empfehlen wir es auch jedem Bauherrn, das zu tun. Da helfen wir auch gerne bei. Da haben wir Partner, die das dann ermitteln, die dann uns die Daten zur Verfügung stellen, sodass man dann in dem [00:43:00] Prozess gewappnet ist und bevor jetzt irgendwas draußen passiert, weiß man, was einen erwartet.

Matthias: Das ist ein Punkt, der dann wichtig ist. Eine allgemeine Aussage, ob Bodenplatte oder Keller, hängt stark vom Nutzerverhalten ab, was möchte er mit der Immobilie machen oder die eben angesprochene Topografie. Das ermittelt man im Gespräch, eine allgemeingültige Aussage dazu gibt es nicht. Also das wäre jetzt von mir vermessen zu sagen, weil dafür müsste man die Bauherren kennen und die kenne ich ja in unserem Beispiel jetzt nicht und es ist auch immer ein bisschen anders. Kostenunterschiede gibt es da natürlich sehr wohl, weil wenn ich jetzt einen Keller baue, da kommt es immer noch darauf an, ist es jetzt ein Nutzkeller, dann habe ich andere Eigenschaften, zum Beispiel Raumhöhe und Dämmung, als wenn ich jetzt einen Wohnkeller rausmache. Im Wohnkeller muss ich eine gewisse Raumhöhe haben, dass da auch Wohnräume entstehen können.

Matthias: Ein Nutzkeller hat zum Beispiel eine Fertighöhe von 2,20, 2,25 und ein Wohnkeller von 2,50. Das macht [00:44:00] natürlich schon vom Preis her was aus, nicht nur die 25 Zentimeter mehr, die ich den Keller höher baue, sondern ich muss ja auch 25 Zentimeter mehr Erdreich entfernen. Spielt schon mal auch eine Rolle, kann schon mal spannend werden, was Kanalhöhen und so weiter angeht, brauche ich jetzt dafür eine Hebeanlage oder komme ich mit natürlichem Gefälle hin, das sind alles so Punkte, die man dann bespricht und dementsprechend berücksichtigt. Also vom reinen Rohbaupreis habe ich bei einer Bodenplatte bin ich schnell bei 20.000 25.000 Euro mit einer gescheiten Dämmung unter der Bodenplatte die heute quasi Standard ist, die man erfüllen muss aufgrund der Energie. Die Gesetze, die wir haben, was den Verbrauch angeht GEG zum Beispiel.

Matthias: Und bei einem Rohbaukeller ist man schnell bei 60.000 bis 80.000 Euro und da kommt der Ausbau noch oben drauf. In der Regel ist es so, dass wenn ich jetzt mit einer Bodenplattenhaus baue dass man dann bei einem Bodenplattenhaus die Räume wie Haustechnik und so weiter im Erdgeschoss unterbringen muss, dann wird das Haushalt auch [00:45:00] etwas größer von der Fläche her, wenn es das Grundstück hergibt.

Matthias: Das muss man berücksichtigen Deswegen kann man jetzt nicht den eben genannten Preise einfach subtrahieren und sagen, ach, dann ist das so viel günstiger. Das wäre nicht ganz korrekt weil da passiert ja was in den Räumen. Die muss ich sonst oben hinbringen. Deswegen ist das sehr schwierig, da einfach zuzusagen, was ist jetzt sinnvoll und nicht sinnvoll.

Matthias: Also es hängt vom Grundstück und von den Wünschen des Bauherrn ab, um es abzuschließen.

Patrick: Mhm, verstanden. Also man hört immer wieder durch gute Planung hilft dann bei einer effizienten Umsetzung und du bist wahrscheinlich auch dabei, die Kosten dann genau da zu halten, wo sie vorweg geplant wurden.

Matthias: Ja, also das ist genau unser Ansinnen. Und ich habe das ja eben gesagt, das ist ja nicht nur für den Kunden Zeitersparnis obwohl es erstmal als zeitaufwendig gilt, was es definitiv ist, aber am Ende wenn ich das vernünftig durchplane, dann ist das ein sauber strukturierter Prozess, der beiden Partnern Spaß macht, weil man geht miteinander direkt von Anfang an offen [00:46:00] um.

Matthias: Das zieht sich ja dann auch weiter durch. Wir haben einen Kundenbetreuer, der bis zur Hausmontage mit dem Bauherrn die ganzen Wege begleitet. Wir haben dazu eine passende App gemacht, wo der Bauherr informiert wird, wenn irgendwas im Hause passiert. Weil es geht ja mal schnell sechs, acht Monate ins Land, von der Unterschrift, bis an dem Grundstück überhaupt was passiert.

Matthias: In der Zeit liegen wir ja nicht rum und schlafen, sondern wir müssen noch tatsächlich arbeiten. Und das sind Prozesse, die man als normaler, also wenn man nicht plant, ein Haus zu bauen, ja gar nicht mitbekommen, was da alles so berücksichtigt werden muss. Ob das jetzt die Anträge für die Versorger sind, die man erstellen muss, ob man Bauanträge einreichen muss.

Matthias: Wo Unterschriften da sind, irgendwelche Baulasten etc., wo wir alle mit im Boot sind, wo die Ausstattung muss terminiert werden. Wir brauchen einen Vorabzug vor der Ausstattung. Das sind alles technische Dinge, die wir dann mit dem Bauherrn klären, die eine Berücksichtigung [00:47:00] finden. Jedes Haus in Deutschland braucht eine Statik die muss erstellt werden.

Matthias: Das sind die Punkte, das sind so 64 Stück, die wir mit dem Bauherrn dann ermitteln. Er weiß dann immer bei uns im Hause, was passiert denn jetzt gerade? Also wenn jetzt irgendeiner in eine neue Abteilung das Projekt startet, bekommt der Bauherr auf seiner App eine Mitteilung, jetzt wird der Vorabzug erstellt.

Matthias: Dann wird dann auch nochmal erklärt was es überhaupt ist, sodass der Bauherr ja immer mitgenommen ist und weiß, in welcher Phase ist es jetzt bei Büdenbender. Und so kann man halt zielgerichtet arbeiten. Und dann versteht der Bauherr ja auch, warum es jetzt sinnvoll ist, nicht eine Ausstattung schon am Anfang zu machen.

Matthias: Ich will das jetzt machen, kommt schon mal die Frage, kann ich das jetzt nicht festlegen? Ja, dann machen wir es zweimal. Weil sie nach Bauantrag oder im Rahmen der Bebauungsratsbesprechung bestimmt nochmal den ein oder anderen Punkt verfeinern und dann müssen wir die Ausstattung nochmal machen. Und dann wird ein Schuh raus und dann sagt man, okay, habe ich verstanden.

Matthias: Und dann begleitet man die Baufamilien da durch und dann kommt am Ende auch was Gutes dabei raus.

Patrick: 64 Punkte, die standardisiert durchlaufen werden [00:48:00] bei dem Projekt Hausbau.

Matthias: Bis zur Montage.

Patrick: Bis zur Montage.

Matthias: Klingt viel.

Patrick: Damit füllen wir mal gelegentlich andere 45 Minuten.

Matthias: Ja, tatsächlich. Das ist ein wichtiger Punkt. Aber das ist ja wichtig, da gibt es einen Kundenleitfaden von, da können wir dann gerne in den nächsten 45 Minuten drüber sprechen. Das hat sich bewährt und das habe ich eigentlich geklaut. habe mal ein Auto von einer Marke aus dem Stuttgarter Raum gekauft, die App gibt es leider nicht mehr und dann haben die auch eine App aufgespielt, welche Schritte jetzt passieren.

Matthias: Da war dann beim Auto ist ja der wesentliche Punkt, wenn die Hochzeit stattfindet wenn der Motor in der Chassis eingebaut wird. Und diese ganzen Schritte wurden da beschrieben. Wenn es lackiert wird, was da gemacht wird, das fand ich eigentlich total toll. Und dann habe ich eine Tiefenpsychologin kennengelernt auf einer Tagung und die Leute, die mich kennen, denken, oh, das hat ihm ganz bestimmt viel Spaß gemacht.

Matthias: Hat es tatsächlich, aber erst nachdem sie den Vortrag beendet hatte, [00:49:00] weil das ein guter Vortrag war und hat gesagt, der Holzbau, Fertigbau hat den Nachteil dass zu, also wir machen ja eine Vorfertigung mit einem so sehr hohen... Vorfertigungsgrad und bis auf ein Grundstück was passiert, merkt der Bauherr wenig und sagt, die machen ja, gar nichts.

Matthias: Ich habe schon zweimal Rasen gemäht und immer noch nichts ist passiert. Und deswegen nehmt die Leute doch mit und erklärt, was ihr überhaupt tut. Und das haben wir damit gemacht und das hat zu einem guten Erfolg geführt.

Patrick: Ja, im Vorgespräch auch gefallen, was ich ja interessant finde, wenn die Bodenplatte steht und wenn ihr kommt, steht ja innerhalb von einem Tag quasi die Haut des Hauses, weil wirklich alles auf einem LKW gepackt kommt und dann aufgebaut wird. Das ist die Vorfertigung. Es ist ja eigentlich alles hier fertig.

Matthias: Ja, also wir brauchen vier bis fünf LKWs für ein Haus. Ja gut, das sind ja fertige Bauteile. Du fährst ja auch viel Luft in Anführungsstrichen. Jetzt mal gesprochen, Wände, Dachdecken-Elemente, die bauen ja alle doch sehr stark auf. [00:50:00] Und das hat aber den Vorteil, alles was du hier halt in der Produktion vorfertigen kannst, findet 365 Tage immer unter gleichen Witterungsbedingungen statt, immer unter gleichen Lichtverhältnissen statt. Das heißt, du kannst halt hier mit einer sehr hohen Qualität die Häuser aus der Fertigung rausbringen. Was die gleichen Menschen, wenn sie es in der Baustelle machen müssten wie jetzt, wir sind jetzt im März, wir hatten jetzt acht Wochen nochmal Winter in Deutschland, wenn du da an der Baustelle draußen viel zusammenfutteln musst, in Anführungsstrichen bei Temperaturen, die unter Null sind, dann kann da nicht die gleiche Qualität rauskommen, als wenn du es immer bei 20 Grad in der Halle machst.

Matthias: Das ist einfach so. Und das sehe ich auch als einen riesigen Vorteil, auch die Überwachung der Qualität, wie baust du eine Dämmung ein, wie die Anschlüsse an den Fenstern herzustellen, so neuralgische Punkte, die hast du mit einer hohen Vorfertigung halt im Griff. Und deswegen geht es dann aber an der Baustelle so schnell.

Matthias: Jetzt im Winter brauchen wir vielleicht zwei Tage fürs gleiche Haus. Im Sommer geht [00:51:00] es ein bisschen schneller, weil es halt länger hell ist. Das ist ganz einfach. Wir können halt im Winter halt teilweise erst um halb neun anfangen und im Sommer kannst du um sechs Uhr die erste Wand ziehen, weil es halt hell ist.

Matthias: Und Tageslicht ist schon für einen qualitativ hochwertigen Hausbau nicht zu unterschätzen. Also von daher ist das so.

Patrick: Ja, spannend. Du sagtest Jetzt, das passiert alles bei uns in der Fertigung, kann ich quasi, wenn meine Wand gebaut wird, auch mal vorbeikommen und mir anschauen okay, das ist jetzt meine Wand, die irgendwie in vier Wochen dann bei mir gestellt wird. Kann man das machen?

Matthias: Ja, also man kann vorbeikommen, das nutzen auch einige Bauherren. Da muss man natürlich ein bisschen flexibel sein. Wir können jetzt nicht sagen, der kann nur mittwochs, das kriege ich nicht hin, die Produktion anzuhalten. Wenn wir jetzt auf Hochtouren produzieren, dann bauen wir hier drei Häuser in einer Woche.

Matthias: Also theoretisch möglich. Und dann muss der Bauherr dann kommen, wenn die Wand da liegt. Lässt sich aber einrichten. Man weiß das ja im Vorfeld, das stimmt der Kundenbetreuer mit der Produktionsleitung ab. [00:52:00] Wir sind ja hier kein riesiger Laden, sondern wir bei uns haben die Bauvorhaben auch eine Nummer, aber in erster Linie steht der Name vorne dran.

Matthias: Und deswegen sind wir halt immer sehr eng mit den Bauherren verbunden. Und wenn die mit dem Kundenbetreuer... Sprechen, dann sagt der Martin denen schon oder die Susanne kommt dann, dann steht euer Name an den Wänden.

Patrick: Ja, hört sich spannend an. Okay, wir sind schon etwas über der Zeit. Letzte Frage, nee, vorletzte. Was würdest du einem Bauherrn, der jetzt in 2026 ein Haus kaufen oder bauen möchte, mitgeben? Vielleicht die ein, zwei, drei wichtigsten Punkte.

Matthias: Ja, also eigentlich ist das nicht nur in 2026, ist eigentlich immer so. Viele, wenn er jetzt zu seiner Bank geht oder zu einem Finanzierer geht, die sagen, lass dir mal ein Angebot machen und im Nachgang gucken wir mal, ob das Haus auch was für dich ist. Ist der komplett falsche Weg, sondern man kann halt [00:53:00] im Vorfeld schon drei Gedanken sich machen, in welchem finanziellen Rahmen stellt sich das Ganze vor, so ehrlich muss man halt sein.

Matthias: Und was wichtig ist, wenn er einen Partner an seiner Seite hat, wo man auf Augenhöhe miteinander spricht, das habe ich jetzt schon ein paar Mal gesagt, aber das meine ich auch so, man muss offen miteinander umgehen. Weil für uns ist es wichtig, dass wir ein Angebot machen, was auch in den finanziellen Rahmen von den Bauherren passt.

Matthias: Auch wenn das auch ein abgedroschenes Wort ist, alle Baufirmen kochen mit Wasser. Und das heißt, am Ende des Tages, wenn ich eine gleiche Qualität habe, kostet die auch irgendwo das gleiche Geld. Weil das sind dann ähnliche Materialien und die Stunden bei der Firma Büdenbender kosten genauso wie bei einer anderen Hausbaufirma auch, weil der die gleichen Zwänge hat.

Matthias: Von daher ist ein offener Umgang da miteinander schon sinnvoll. Natürlich gehört eine gewisse Kostentransparenz dazu, aber dafür sorgen wir auch. Und dem stellen wir uns ja auch jeden Tag im Markt. Und das ist wichtig, dass man da offen mit seinem Partner umgeht und dann halt auch [00:54:00] offene Budgetermittlungen macht.

Matthias: Weil das Haus wird jetzt weder günstiger noch teurer, wenn man keine saubere Budgetermittlung macht. Sondern vielleicht führt es sogar dazu, dass wir dann im Prozess sagen, dann macht es keinen Sinn, einen Hausentwurf zu machen, wenn wir nicht vorher genau den Finanzrahmen beleuchtet haben oder das Grundstück beleuchtet haben.

Matthias: Weil ich mache auch keine Entwürfe auf dem Grundstück wo ich nicht weiß wie der Bebauungsplan ist. Weil dann zeichne ich was, was am Ende vielleicht, aber vielleicht auch nicht gebaut werden kann. Das hilft weder dem Bauherrn noch uns. Deswegen ist eine offene Kommunikation miteinander, das wäre der erste Rat, wichtig.

Matthias: Und der zweite ist, dass man sich keinen unnötigen Stress machen sollte. Also wenn ich jetzt sage, wir haben jetzt im Beispiel März und im Juli kommt mein Kind auf eine andere Schule, baut nächstes Jahr. Also ich kann viel versprechen, aber Stress ist beim Bauen immer ein schlechter Begleiter, weil dann passieren Fehler, die man zwangsweise macht als Bauherr, weil man unter Druck [00:55:00] handelt und immer wenn ich unter Druck handle, ist die Fehlerhäufigkeit höher, als wenn ich es nicht tue.

Matthias: Ein gewisses Ziel wiederum ist natürlich auch wichtig. Es gibt durchaus Bauherren, denen muss man sagen, jetzt setzen wir uns mal ein Ziel und dann arbeiten wir mal die Schritte aus, was muss bis dahin passieren. Das ist natürlich wichtig und man kann auch eine Timeline vereinbaren miteinander. Nur, wir sind immer nur ein Punkt da drin.

Matthias: Also viele sagen, ich muss dann und dann im Haus sein, sieh zu, dass du fertig wirst. Sag ich, ja, aber. Weil es gibt Genehmigungsphasen, die kann weder ich noch der Bauherr groß beeinflussen. Dann gibt es Phasen, muss ich noch ein Grundstück kaufen, muss das noch auf mich eingetragen werden. Das ist wieder wichtig für eine Finanzierung, wenn ich sie brauche, dass da eine Grundschuld eingetragen werden kann. Vorher bekommt man die halt nicht. Das sind so Punkte, die man dann bei so einer Timeline natürlich berücksichtigen muss. Und dann, ich nenne das so Meilensteine die man dann miteinander vereinbart, wo sich beide Seiten dann halten sollten. Das ist so das Wichtigste.

Patrick: Ja, super. [00:56:00] Letzte Frage. Ich kann mir vorstellen, also mir geht es auf jeden Fall so, ich hätte jetzt noch 100 weitere Fragen, aber das machen wir dann vielleicht mal in weiteren Episoden oder auch mal mit Kollegen oder Kolleginnen von dir. Wenn jetzt aber einer sagt, ich hätte aber gerne morgen noch drei Fragen oder will mir das mal angucken, anrufen E-Mail schicken, darf ich vorbeikommen?

Patrick: Was ist der beste Weg, Büdenbender kennenzulernen?

Matthias: Alle drei Varianten. Kein Problem. Jederzeit. Gerne.

Patrick: Matthias, vielen Dank, hat Spaß gemacht. Ja, zwölf Minuten über der Zeit, aber ich

Matthias: Okay, ging schneller rum, wie ich dachte.

Patrick: Ich glaube, der eine oder andere nimmt hier hoffentlich was mit. Falls es Fragen gibt, die hier entstanden sind, dann gerne auch an uns melden damit wir dann vielleicht in einem weiteren Podcast das auch mal aufgreifen können.

Patrick: Ja, ich sage danke Matthias und bis zum nächsten Mal.

Matthias: Danke Patrick, freue mich. [00:57:00]