NextCycle - Der Obsolescence Podcast

🎙️ NextCycle – Der Obsolescence Podcast | Folge #013
40 Jahre ALTER HTV – vier Jahrzehnte rund um das elektronische Bauteil.

1986 begann die Geschichte des Unternehmens mit dem Testen und der Zuverlässigkeitsprüfung elektronischer Bauteile. Heute beschäftigt ALTER HTV rund 150 Mitarbeitende und deckt ein deutlich breiteres Spektrum ab: von Testdienstleistungen und Programmierung über Langzeitkonservierung und Neuverzinnung bis hin zu Materialanalyse und Originalitätsprüfung.
Viele dieser Leistungen entstanden nicht am Reißbrett, sondern aus konkreten Problemen und Anforderungen von Kunden. Genau diese Entwicklung steht im Mittelpunkt dieser Folge.

Gemeinsam mit Holger Krumme, Geschäftsführer von ALTER HTV, blicken wir anlässlich des 40-jährigen Jubiläums auf die Geschichte des Unternehmens, technologische Veränderungen in der Elektronik und die Frage, wie aus einem klassischen Testhaus ein Spezialist rund um das elektronische Bauteil geworden ist.

Dabei gehen wir auch tief in die technischen Themen hinein: Warum reicht eine klassische Stickstofflagerung für moderne Halbleiter häufig nicht aus? Welche Alterungsprozesse laufen selbst im Lager weiter? Wann kann Neuverzinnung Bauteile retten – und wo liegen ihre Grenzen? Und wie lassen sich Originalteile heute überhaupt noch zuverlässig von immer professionelleren Fälschungen unterscheiden?

Wir sprechen unter anderem über:

·       40 Jahre ALTER HTV und die Entwicklung vom Testhaus zum Elektronik-Spezialisten
·       Langzeitkonservierung und die Alterungsprozesse moderner elektronischer Bauteile
·       Warum ein Last-Time-Buy allein noch keine Obsolescence-Strategie ist
·       Neuverzinnung, Umlegierung und die damit verbundenen Qualitätsrisiken
·       Materialanalyse, Fehleranalyse und die Suche nach Bauteilausfällen
·       Originalitätsprüfung und die wachsende Herausforderung professioneller Fälschungen
·       Die Bedeutung von Obsolescence Management für langlebige Industrieprodukte
·       Zukunftsmärkte wie Defence, Space und Halbleitertests

💡 Kapitel / Timestamps

00:00 Holger Krumme und 25 Jahre persönliche Geschichte bei ALTER HTV
 01:08 40 Jahre ALTER HTV: Die Anfänge des Unternehmens
 02:23 Vom Bauteiltest über Programmierung zur Langzeitkonservierung
 04:39 Wie Kundenanforderungen das heutige Leistungsspektrum geprägt haben
 05:48 Warum ALTER HTV weit mehr als ein Testhaus ist
 07:47 Wafer, Baugruppen und Originalitätsprüfungen als wachsende Themen
 08:47 Warum Defence und Space neue Anforderungen an Bauteile stellen
 09:52 Wie sich der Elektronikmarkt in zehn Jahren verändert hat
 10:59 Von der Kundenanfrage zur passenden technischen Lösung
 11:57 Warum moderne Bauteile eine andere Langzeitlagerung benötigen
 14:40 Wie Alterung trotz Stickstofflagerung weiter stattfinden kann
 16:15 Hochsicherheitslager und Brandschutz für nicht ersetzbare Bauteile
 18:14 Temperatur, Diffusion und weitere Faktoren der Bauteilalterung
 20:01 Die häufigsten Fehler bei Last-Time-Buy und Langzeitlagerung
 21:49 Warum der Zustand beim Einlagern entscheidend bleibt
 23:19 Welche elektronischen Bauteile besonders kritisch altern
 24:45 Wie ALTER HTV eingelagerte Komponenten kontinuierlich überwacht
 26:23 Langzeitlagerung als Bestandteil des Obsolescence Managements
 27:58 Für welche Branchen Langzeitkonservierung besonders relevant ist
 29:25 Warum Neuverzinnung technisch anspruchsvoller ist als gedacht
 32:54 Popcorn-Effekt, Delamination und Risiken beim Neuverzinnen
 34:49 Warum Neuverzinnung keine professionelle Konservierung ersetzt
 36:24 Standards und reproduzierbare Prozesse beim Neuverzinnen
 37:37 Wie das eigene Institut für Materialanalyse entstanden ist
 39:49 Typische Fehlerbilder bei älteren Leiterplatten und Baugruppen
 42:08 Abhängigkeiten bei Leiterplatten und Elektronikfertigung in Asien
 43:04 Wie sich Ursachen von Bauteil- und Baugruppenausfällen finden lassen
 44:24 Mit welchen Methoden sich gefälschte Bauteile erkennen lassen
 45:06 Wann Unternehmen fremdbeschaffte Bauteile untersuchen sollten
 47:32 Warum professionelle Fälschungen immer schwieriger erkennbar werden
 48:30 Wie sich Obsolescence Management in der Industrie entwickelt hat
 50:02 Warum sich der Nutzen von Obsolescence Management schwer messen lässt
 51:44 Warum ein Last-Time-Buy erst der Anfang der Strategie ist
 53:01 Ab welcher Lagerdauer eine Konservierung sinnvoll wird
 53:41 Wie sich Lagerstrategie und Prüfintervalle optimieren lassen
 55:34 Aktuelle Trends bei Abkündigungen und langlebigen Industrieprodukten
 57:16 Die Zukunft von ALTER HTV, Halbleitertests, Defence und Space
 58:35 Holger Krummes Rat an Obsolescence Manager

🔗 Links & Empfehlungen
🌐 Dominik Göttler Consulting GmbH: https://dominikgoettler.de/
🤝 Gast dieser Folge: Holger Krumme https://de.linkedin.com/in/holger-krumme-671428135
🏢 Unternehmen: HTV ALTER TECHNOLOGY GmbH: https://www.htv-gmbh.de/
💼 Interview durch Dominik Göttler: https://www.linkedin.com/in/dominik-goettler/

💬 Über NextCycle
NextCycle – Der Podcast für das Obsolescence Management von morgen.

Wie können Unternehmen Produkte und Lieferketten zukunftssicher aufstellen?

In NextCycle sprechen Entscheider, Ingenieure und Datenexperten über Strategien, Tools und Denkweisen, die helfen, Risiken zu managen und Produkte resilient zu gestalten.

Gastgeber Dominik Göttler führt durch Gespräche mit Vordenkern aus der Elektronik- und Industriebranche – von Brokern über OEMs bis hin zu Tool-Anbietern.

👉 Neue Folgen alle vier Wochen, freitags.

🎧 Produziert von der Dominik Göttler Consulting GmbH.


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What is NextCycle - Der Obsolescence Podcast?

NextCycle – Der Podcast für das Obsolescence Management von morgen.

Wie können Unternehmen Produkte und Lieferketten zukunftssicher aufstellen?
In NextCycle sprechen Entscheider, Ingenieure und Datenexperten über Strategien, Tools und Denkweisen, die helfen, Risiken zu managen und Produkte resilient zu gestalten.

Gastgeber Dominik Göttler führt durch Gespräche mit Vordenkern aus der Elektronik- und Industriebranche – von Brokern über OEMs bis hin zu Tool-Anbietern.

🔁 Neue Folgen alle vier Wochen, freitags.

🎧 Produziert von der Dominik Göttler Consulting GmbH.

(0:00 - 1:07)
Ja, Holger, freut mich, dass du da bist, hier im Podcast NextCycle für die Zuhörer, Zuschauer. Next Cycle, was kann man darunter verstehen? Eigentlich alles rund um Elektronik, Obsolescence Management, aber auch in diesem Cluster, Testhäuser, Software-Tools, alles rund um das Thema und heute ist der Gast Holger Krumme, der Geschäftsführer der Firma Alte HD4 Technology. Holger, ich freue mich, dass du da bist.

Zum Start des Tages vielleicht ein paar Sätze zu dir. Was soll man zu dir wissen? Leg los. Oh ja, was ist wichtig? Ja, meinen Namen du hast mir ja schon vorgestellt.

Ich bin jetzt hier seit drei Jahren Geschäftsführer der Firma ALTER HTV und war aber schon immer mit im Management hier der Firma präsent. Ich bin seit 25 Jahren jetzt hier im Unternehmen. Mein Background ist, ich bin Elektroingenieur und habe dann über die Liebe der Elektronik dann irgendwann mal hier zur Firma Alte HD4 gefunden und bin dann hier in die zweite Management-Ebene eingestiegen und habe dann ja maßgeblich hier das Unternehmen mitgestaltet in den letzten 25 Jahren.

(1:08 - 1:23)
Ja, lass uns da gleich tiefer einsteigen. ALTER HTV wird dieses Jahr 40 Jahre alt. Geben wir uns vielleicht so ein, zwei Minuten einen kurzen Abriss über die Historie, was ist so passiert, vielleicht ein paar Meilensteine, ein paar Ideen für uns, damit wir uns so ein bisschen Überblick bekommen.

(1:24 - 2:23)
Okay, der Grundgedanke, das war jetzt vor meiner Zeit, also 40 Jahre, heißt ja auch die Gründer der Firma, die jetzt nicht mehr im Unternehmen sind. Wir sind ja Teil der TÜV Nord Gruppe seit drei Jahren, haben das Thema Testen von elektronischen Bauteilen mitgenommen aus ihrer Historie heraus, haben Kunden gehabt, die sie hier mitgenommen haben und die auch das Unternehmen dann maßgeblich dann nach vorne gebracht haben. Einfach bestehende Kunden, die hier Anfang waren, Testdienstleistungen, Burn-in nannte sich das, also gucken, wie die Zuverlässigkeit von elektronischen Bauteilen ist, das war der Start des Unternehmens.

Deswegen HTV, Test hieß das früher, das Unternehmen und Vertrieb. Früher wurden dann auch noch Bauteile verkauft, das war dann hinterher nicht mehr der Fall und die verkauften Bauteile wurden auf Zuverlässigkeit geprüft. Das war deswegen, gab es dieses Thema und ja, das war schon ein wichtiger Meilenstein fürs Unternehmen.

(2:23 - 4:39)
Dann ist es kontinuierlich gewachsen, da kam eine Dienstleistung wie das Programmieren, Bauteile flashen dazu, was sehr gut angenommen wurde vom Markt, es war wirklich der Bedarf da, in großen Stile Mikrocontroller, Flash-Speicher, wie sie eingesetzt wurden, überall mit einer bestehenden Software zum Programmieren und das war ein weiterer Meilenstein. Der nächste Meilenstein war dann letztendlich das Thema Langzeitkonservierung von elektronischen Bauteilen und da war ich dann schon mit im Boot, habe das maßgeblich mitgestaltet und das Unternehmen ist dann kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile sind wir 150 Mitarbeiter und haben noch eine Umfilmierung gehabt, also wir sind, wie gesagt, seit drei Jahren Teil der TÜV Nord Gruppe und haben auch die beiden Unternehmen, die es dann gab, HTV, Halbleiter Test und Vertrieb und HTV Conservation, gemerged in eine Firma und ja, so dass wir jetzt nur noch den Namen alter HTV haben aktuell.

Irgendwann wird es dann mal sein, dass es alter Germany vielleicht heißt, aber da will ich nicht so weit vorgreifen. Das wird noch spannend. Also wenn ich das so richtig mitnehme, wenn wir so zurückblicken zu 1986, ihr eigentlich einerseits selber Bauteile verkauft und testt, recht erst der Programmierung und heute eigentlich dann ganz viele Themen.

Langzeitargument haben wir gehört, als Stichwort Programmierung, ich würde auch sagen im Space-Bereich, eigentlich ein ganzer Blumenstrauß. Genau, also viele Dienstleistungen sind entstanden aus Kundenanfragen, ja, also auch das Thema Langzeitkonservierung, es war eine Kundenanfrage, wo Kunden gesagt haben, wie können wir das machen, dass die Bauteile, die wir jetzt uns an Lager legen müssen, weil sie nicht mehr verfügbar sind, wie können wir das sicherstellen, dass die auch in fünf Jahren noch verarbeitbar sind? Und da haben wir uns dann viele Gedanken gemacht, weil das traditionelle Stickstofflagern hat halt nicht funktioniert, sind neue Bauteiltypen auf den Markt gekommen, mit denen das auf einmal nicht mehr funktioniert hat. Und das waren so Themen, wo wir uns dann gesagt haben, ah ja, das ist eine Herausforderung, das ist was, was der Markt braucht.

(4:39 - 5:47)
Und so sind viele Dienstleistungen entstanden. Bauteilreinigung, also zum Beispiel, wir haben ein Plasma-Verfahren, wo wir Bauteile mit reinigen, dann haben wir Originalitätsprüfung, wir haben Neuverzinnung, Umlegieren, also von Bauteilen, also das sind so Themen, die alle daraus entstanden sind, weil Kunden das gefragt haben. Und wir haben uns dann gesagt, okay, wie kriegen wir das hin? Wir finden eine Lösung.

Und dann ist das aber mal ganz breit geworden, ja. Ich verstehe. Ich sage mal, wenn man so rausgeht, man kennt vielleicht EMS-Dienstleister, Distributoren, Testhäuser, wo positioniert ihr euch so? Seid ihr nur Testhaus oder vielleicht auch mehr? Also Distributer sind wir nicht.

Wir sind ganz klar Spezialisten im Bereich, also letztendlich für alle Themen rund um das elektronische Bauteil haben wir, denke ich, Lösungen. Es gibt viele, die Teile von dem auch abbilden, was wir tun. Aber ich glaube so als, ich nenne es jetzt auch mal Testhaus oder als Spezialist, als Dienstleister in dem Bereich rund um das elektronische Bauteil sind wir die, die das breiteste Spektrum haben, glaube ich.

(5:48 - 7:47)
Viele Kunden sind überrascht, wenn sie uns dann hier besuchen. Wir freuen uns, wenn Kunden kommen. Es gibt auch immer viele Audits, wo wir gucken können, ob unsere Systeme, Management-Systeme hier gut aufgestellt sind.

Und wir kriegen immer das Feedback, dass sie überrascht sind, was wir hier noch sonst an Dienstleistungen abbilden, die man so gar nicht so auf der Homepage alles darstellen kann. Diese Expertise, die da ist. Es ist halt nicht nur eine Sache, sondern ihr seid eigentlich ganzheitlich um das Bauteil aktiv.

Ihr macht ja auch mit richtigem Kopf Bauschulungen. Ihr habt eine Akademie. Also ihr versucht auch da Wissen zu vermitteln.

Ich kann mich an den einen oder anderen Workshop auch in der Firma Amses erinnern, wo ihr auch im Bereich Obsoleszenzmanagement einfach mithelft, da einfach Wissen zu vermitteln auch. Genau. Also deswegen sehr breit aufgestellt.

Und ich glaube, das merkt der Kunde auch, dass eine große Expertise da ist und dass man sich auf die Aussagen, die wir dann machen, auch gut verlassen kann. Wenn du heute so auf die verschiedenen Dienstleistungen blickst, was wird denn so am meisten nachgefragt im Moment? Was aktuell nachgefragt ist, ist Testdienstleistung, spezielle, ganz spezielle Tests, oftmals Selektionen, wo Parameter enger eingegrenzt werden müssen durch die entsprechenden Tests, durch Temperaturprüfungen. Das ist am Wachsen auf jeden Fall.

Und das Thema Langzeitlagerung natürlich auch. Also das Langzeitbevorratung. Wir haben aktuell immer wieder Themen, wo es darum geht, Bauteile werden abgekündigt.

Im Halbleiterbereich tut sich so viel im Moment, dass dann auch manche Bauteile nicht mehr verfügbar sind, weil sie abgekündigt wurden. Und dann haben Kunden oft ein Problem und wissen nicht, wie sie da weitermachen. Zum Teil Baugruppen, komplette Baugruppen, die dann gelagert werden müssen, weil Fertigungslinien abgebaut werden, haben wir auch immer wieder.

(7:47 - 8:46)
Man hat schon vorproduziert und dann fertig eingelagert. Genau. Das haben wir auch im großen Stil, auch im größeren Stückzahlen, was auch Interessantes für Kunden.

Wafer-Einlagerung. Um so nicht das Problem vielleicht auch von potenziellen Kunststoffen zu haben, wenn jetzt ein Bauteil schon ein Package hat, dass da einfach auch gewisse Ausgaben entstehen können, habe ich natürlich jetzt mit den Dyes nicht. Genau.

Es kann natürlich sein, man muss natürlich auch dann die Möglichkeit haben, das Bauteil noch wieder in so eine Größe einzubringen. Das muss alles verfügbar sein. Aber das sind so Themen, die wirklich spannend sind.

Und Originalitätsprüfung kommt jetzt wieder. Es gab schon mal die Phase, wo Bauteile schlecht beschaffbar waren, lange Lieferzeiten. Und dann gab es halt den Graumarkt, wo Bauteile beschafft wurden.

So ein bisschen aktuell. Es gibt so Tendenzen zur nächsten Allokation. Ja, genau.

Und dann haben wir jetzt schon wieder Kunden, die wissen wollen, ob die Bauteile original sind oder nicht. Auch das nimmt wieder zu. Umlegierungsthemen.

(8:47 - 9:00)
Wir wissen, Defence ist ein Markt, der jetzt aktuell wächst. Es ist sehr schwer reinzukommen, aber es gibt immer wieder die Anforderungen, auch da Bauteile umzulegieren. Das heißt, von bleifrei auf verbleihaltig.

(9:00 - 9:46)
Einfach auch um diese Thematik und um die Whisker einfach auch zu begegnen. Whisker, auch die mechanische Stabilität bei starken Vibrationen und so weiter, ist halt die verbleitende Lüftstelle deutlich besser. Und auch im Bereich Space muss man auch sagen, auch ein wachsender Markt.

Ich war jetzt letzte Woche, nee, gestern war das, vorgestern, Entschuldigung, im DLR in Pfaffenhofen. Auch interessant war das Thema Satelliten, was für eine Entwicklung da ist. Exponentielle Entwicklung an Stückzahlen, also an der Anzahl der Satelliten, die nach oben geschossen werden.

Exponentiell. Wenn man jetzt auch daran denkt, so mit Starlink, auch ein Internetanbieter, der da mittlerweile mitmischt, dass da einfach auch die Anzahl viel größer werden musste. Das wollte gar nicht funktionieren.

(9:46 - 9:51)
Es geht in Hunderttausende. Hunderttausende. Das ist Wahnsinn.

(9:52 - 10:57)
Und da sind auch die Märkte, da brauchen wir zum Beispiel auch möglichst verbleite Bauteile, um da auch unempfindlicher zu sein und so weiter. Also es sind schon spannende Zeiten. Wenn du jetzt vielleicht so zehn Jahre zurückguckst, wie hat sich das so bei den Dienstleistern entwickelt? War vor zehn Jahren vielleicht noch was anderes stärker und ist jetzt heute wesentlich stärker? Also ob da so ein Trend da war, sich was verändert hat in den letzten zehn Jahren? Oh, es gab natürlich in den letzten zehn Jahren einiges an Einschnitten, sage ich mal.

Wir haben das Corona-Thema gehabt, was vieles verändert hat im Umgang miteinander, aber es gab dann auch die Beschaffungskrise im Halbleiterbereich, dadurch Allokationen, weil die Leute sich dann doch lieber ein Handy gekauft haben oder eine Playstation, statt den Urlaub zu fahren. Hatte auch die elektronischen Bauteile verknappt und das gab auch da Riesenthemen immer wieder. Immer Einbrüche, mal wieder eine Chance, wo man schnell dabei sein musste.

(10:59 - 11:57)
Okay. Wenn wir jetzt vielleicht mal so ein typisches Projekt zum Role Model machen, was ist so eine typische Anfrage, die zu euch kommt? Mal ganz grob skizziert. Vielleicht kommt jemand um die Ecke und sagt, der braucht einen Test oder wie kann sich das vorstellen, wenn so ein Kunde auf euch zukommt? Ja, wir haben ja die Möglichkeiten, entweder über unsere Homepage oder Website, dass man direkt eine Anfrage stellt und direkt ein Formular bekommt, geführt wird, dass man die richtigen Sachen einträgt oder einfach per E-Mail, Telefonat, was wir auch sehr gerne machen.

Wir beraten dann die Kunden direkt. Wenn eine technische Anfrage da ist, wird in der Regel von einem technischen Mitarbeiter nachgefragt, genau das Problem mal nachgefragt und analysiert und damit man schon genau die richtige Richtung weiß und dem Kunden schon mal Unterstützung bietet. Und vielleicht hat der Kunde auch eine andere Richtung gedacht, aber er kriegt jetzt mehr Kontext und kann sagen, geh doch lieber mit der Tendenz, die einfach sinnhafter ist.

(11:57 - 23:19)
Ja, genau. Ja, lass uns jetzt vielleicht so einen kleinen thematischen Switch machen zum Thema Langzeit Lagerung, Langzeitkonservierung. Ja, alter HTV betreibt ja schon seit vielen Jahren so ein Hochsicherheitslager.

Man sieht es ja auch auf dem Bild, ganz praktisch. Tun Sie da vielleicht mal so ein bisschen ein, wieso braucht es das? Was ist auch vielleicht der Rahmen, der geschaffen werden muss für die Langzeitkonservierung? Also die Langzeitkonservierung ist ein sehr komplexer Vorgang. Man kann sich vorstellen, früher hat man halt einfach nur in Stickstoff gelagert und gesagt, das reicht, wir haben keine Oxidation dann, das Bauteil ist super verarbeitbar.

Heutzutage haben wir eine andere Situation. Wir haben Bauteile, die sehr komplex sind. Die Integrationsdichte ist extrem hoch, wir haben einige Milliarden Transistorfunktionen oder Funktionen auf so einem Chip drauf mittlerweile pro Quadratmillimeter.

Abstände von der Strukturen, die sind nur noch wenige Atombreiten groß. Also man kann sich vorstellen, das sind andere Voraussetzungen, als wenn ich, wie früher, einen Chip hatte, der hat nur ein paar hundert Funktionen gehabt. Und so ändert sich die Welt in der Richtung, hat sich geändert.

So, dass wir mit normalen, sage ich mal, konventionellen Lagerungsmethoden wie Stickstofflagerung oder auch, man kann es auch anders nehmen, man kann auch andere Edelgase nehmen, es ändert alles nichts. Das Alterung passiert trotzdem. Man kann Oxidation verhindern, aber Alterung, zum Beispiel durch Diffusionsprozesse, Vermischung von Materialien, passiert trotzdem.

Und wir haben Ausgasung, schädliche Ausgasung durch Lösungsmittel, durch Klebstoffe, durch Weichmacher und so weiter. Das ist halt alles ein anderes. Der Leiterplatte der Baukumpe.

Und das braucht halt eine andere Betrachtungsweise. Und wir haben uns der Herausforderung gestellt, adaptieren das Verfahren genau passend für das Produkt, was wir lagern und können so dann Lagerzeiten von mehreren Jahrzehnten erreichen. Früher hat man mit konventionellen Methoden wie Stickstofflagerung, erreicht man vielleicht zwei, drei Jahre, dann kann man das Bauteil nicht mehr verarbeiten.

Mit unserem Verfahren halt sehr viel länger, bis zu 50 Jahre aktuell. Und ja, wenn man jetzt so eine Baugruppe hat, so ein Bauteil hat, was gelagert wird, das ist sehr wertvoll für den Kunden. Man kann sich das vorstellen.

Der lagert vielleicht dann paar tausend, paar zehntausend, vielleicht auch hunderttausend Bauteile, Baugruppen. Riesenwert, den er jetzt auch vorfinanziert. Das muss sicher sein.

Und da bieten wir ihm auch die Sicherheit. Nicht einfach nur ein Metallblechgebäude, sondern ein Stahlbütongebäude, sehr massiv, gegen alle Naturgewalten geschützt. Wir haben dort zusätzlich eine Brandschutzatmosphäre innen drin.

Wir verhindern, dass Brand entstehen kann. Wie macht ihr das? Vielleicht haben wir gleich nachgefragt. Es ist so, dass durch die Reduktion von Sauerstoff im Lagerbereich, nicht für die Konservierung, sondern allein nur für die Lagerzwecke, für den Brandschutz, reduzieren wir den Sauerstoff auf einen Wert von 13,5 Prozent.

Normalerweise hat man 21 Prozent. Durch die Reduktion ist das Gasgemisch so, dass kein Brand mehr entstehen kann. Also wenn man mit einem brennenden Streichholz reingeht, geht er sofort aus.

Und das ist sehr wichtig für die Ware, weil die ist ja nicht mehr beschaffbar für den Kunden. Das ist deren Existenz wahrscheinlich, weil da Produkte dahinter stehen, die ein Vielfaches des Wertes eines Bauteils haben. Das ist vielleicht ein Kran, der davon gebaut werden muss, oder eine Komponente, die im Kran verbaut wird, oder in einem Fahrzeug, LKW.

Wenn der LKW dieses Bauteil nicht hat, dann kann man den LKW nicht verkaufen. Oder Medizinprodukt. Das ist für den Kunden sehr wichtig und dementsprechend entscheidend.

Nicht ein Versicherungswert, kann ja alles garantieren, dass nichts passiert. Wichtig ist, dass es funktioniert und dass nichts passiert. Also das ist wichtig für den Kunden.

Deswegen haben wir dieses Hochsicherheitsgebäude auch mechanisch geschützt gegen Einbruch, eine entsprechende Wachdienstaufschaltung und Kameraüberwachung und so weiter. Vielleicht auch noch die Rückfrage. Welche Rolle spielt vielleicht auch noch die Temperatur bei der Langzeitkonservierung? Eine gute Frage.

Wir haben ja, wie gesagt, diese Diffusionsprozesse, die entscheidend sind für Alterung. Die gilt es auch zu reduzieren. Wir haben ja einmal die Korrosion, wollen wir verhindern.

Natürlich sollte dann kein Sauerstoff da drin sein. In traditionellen Stickstoff-Dry-Packs hat man immer noch Sauerstoff im Prozentbereich. Man sagt immer, wir haben Stickstoff-Dry-Packs, aber in Wirklichkeit ist doch noch relativ viel Sauerstoff drin.

Also das machen wir auch zum einen. Dann Diffusionsprozesse, wie du antwortest, Temperaturreduktion. Temperatur reduzieren, sodass diese Wandervorgänge, diese Prozesse, die entstehen, die auch dazu führen, dass man weniger Spannungsfestigkeit hat oder auch die Flexströme, die sich erhöhen durch die Diffusionsprozesse.

Wie reduziert man die? Temperaturreduktion, gewusst wie. Wenn ich sie falsch reduziere, habe ich das Problem, dass Zinnpest entstehen kann. Also oder Whisker.

Richtige Temperatur und Zinnpest ist auch ein Problem. Whisker sind ein Problem. Und das will man natürlich verhindern.

Das müssen wir durch geeignete Einstellungen der ganzen Parameter erreichen. Sehr, sehr spannend. Lass uns da vielleicht auch nochmal in die Richtung gehen.

Was sind so diese typischen Fehler, die Unternehmen machen? Vielleicht, wenn sie sich überlegen, Langzeit zu lagern, vielleicht hast du da eine Idee. Vielleicht müssen sie frühzeitiger kommen. Gib da vielleicht auch mal einen kurzen Einblick.

Was sind so die typischen Fehler, die man macht im Zusammenhang? Also es kann natürlich passieren, dass man zu spät sich einfach darum kümmert, dass man keine Bauteile mehr bekommt. Also dass der Last-Time-Buy schon vorbei ist und man kriegt die Bauteile nicht mehr. Das wäre der größte Fehler, den man machen kann.

Natürlich geht es darum, rechtzeitig auch vielleicht einen Plan B zu haben, wenn das Bauteil irgendwann wirklich nicht mehr verfügbar ist. Vielleicht ein Alternativbauteil schon eingedesignt zu haben, was man einfach dann ersetzen kann. Das sind so die strategischen Möglichkeiten und auch proaktiven Möglichkeiten, die man eingehen kann.

Ja, ansonsten, wenn es soweit ist, dass man ein Bauteil kaufen muss, die richtige Lagermethode wählen. Weil wenn ich das nicht richtig lagere oder zu sehr manchmal, also wenn ich die falsche Lagermethode wähle, ist der Wert des Bauteils irgendwann dann auch auf Null, weil es nicht mehr verarbeitbar ist, weil es nicht mehr funktioniert. Und ich glaube, das ist sehr wichtig.

Manchmal, ich wundere mich manchmal, wir haben vor, wie gesagt, vor über 20 Jahren haben wir mit dieser Lagerung angefangen. Die Konservierung, was wir erfunden haben, was uns keiner so anbietet und auch kann, haben wir ganz viel Überzeugungsarbeit geleistet und leisten müssen, um zu erklären, warum Stickstofflagerung nicht geeignet ist für eine Langzeitlagerung. Klar, man ist auch dann in gewisser Weise Pionier, das ist was Neues, da hat man immer viel Überzeugungsarbeit dafür auch zu leisten.

Ja, weil früher war es Standard, jeder auch Militär, die haben alle einen Stickstoff gelagert. Und dann musst du erst mal erklären, warum das nicht funktioniert. Haben wir viele Jahre gemacht und dann kamen wir auch zum Erfolg und es wurde auch verstanden.

Die Erfahrung kam ja dann, dass es auch funktioniert. Und heutzutage muss ich sagen, es gibt auch, wenn es zum Thema Lagerung geht, auf einmal viele Unternehmen, die dann sagen, wir machen Stickstoff oder bieten es auch aktiv an oder Trockenschränke. Es ist sehr schwierig, weil die gar nicht auf die wirklichen Alterungsprozesse zugeschnitten sind.

Dass es damals Erklärungen gegeben hat, ist irgendwie nicht mehr vorhanden. Dieser Wissensstand, den wir eigentlich kommuniziert haben, der ist zum Teil einfach weg. Gut, es sind junge Einkäufer, neue Einkäufer.

Es ändert sich natürlich auch da das Personal. Und so dass einfach dieses Bewusstsein, was für eine Methode ist überhaupt geeignet, gar nicht mehr da ist. Spielt es eine Rolle, wie schnell man einlagert, wenn man jetzt sagt, ich habe jetzt einen Last Time Buy getätigt? Ist es wichtig, schnell einzulagern oder reicht es auch, wenn ich mich fünf Jahre drum kümmere? Das ist natürlich eine ganz entscheidende Frage, weil fünf Jahre sicherlich viel zu lange sind.

Man muss nicht innerhalb von Tagen einlagern. Die Alterungsprozesse sind ja nicht so schnell. Aber wenn es dann innerhalb von wenigen Monaten, sollte das dann auch geregelt sein, damit man ein möglichst neues, neuwertiges Bauteil einlagert.

Und dann kann ich auch durch die Konservierungsprozesse, wenn ich das mit einer Konservierung mache, so wie wir das tun, kann ich auch erreichen, dass der Zustand so gehalten wird, wie er zum Einlagerungszeitpunkt ist. Also ist es auch ganz wichtig, mit welchem Vorniveau an der Stelle man kommt. Weil wenn das schon schlecht ist, dann kann ich auch nicht erwarten, dass es vielleicht noch 50 Jahre geht, sondern vielleicht nur noch fünf oder zehn.

Genau, so ist es. Also man kann das Bauteil nicht besser machen. Es gibt Möglichkeiten, sowas ein bisschen aufzuarbeiten, zumindest mal für die Verarbeitbarkeit, dass ich sage, okay, ich könnte nochmal durch eine Neuverzinnung, durch ein entsprechendes Revivec-Verfahren, was wir haben, so eine Altenplasmaätzen, die Oberflächen so machen, dass ich sie da verarbeitbar kriege.

Aber das Bauteil ist trotzdem alt. Das darf man dabei nicht vergessen. Nee, klar verstehe ich.

Vielleicht auch da noch die Frage, es haben sich ja auch so generell technologisch die Schichtdecken in den letzten Jahren auch so vom aufgetragenen Sinn bei den Bauteilen. Sie sind immer geringer geworden, immer dünner. Hat das auch Auswirkungen auf so Alterungsprozesse? Absolut.

Gute Frage. Also es ist ganz klar, die Zinsschichtdicke ist entscheidend für diese Diffusionsprozesse. Die äußere Diffusion, also nicht die auf Chip-Ebene.

Die äußere Diffusion, das heißt, das Kupfer, das innerhalb des inneren Bauteilpins drin ist, wandert an die Oberfläche. Und die Wanderungsgeschwindigkeit, die hängt von der Umgebungstemperatur ab. Wenn ich eine dünne Schicht habe, ist die natürlich viel schneller an der Oberfläche.

Und dementsprechend, wenn das Kupfer an die Oberfläche gewandert ist, kann ich das Bauteil nicht mehr lönen. Verstehe. Und dann wäre es so ein Prozess, beispielsweise wenn möglich, neu zu verzinnen, um die Lötbarkeit wiederherzustellen.

Genau. Das muss ich aber auch rechtzeitig machen, weil wenn es erst mal durchdiffundiert ist, dann wird es auch mit dem Neuverzinnen schwierig. Ja, dass sich dann auch das wieder entsprechend anhaftet.

(23:19 - 27:57)
Genau. Sonst haftet es nicht richtig. Und die innere Diffusion, die kann ich natürlich damit nicht wieder rückgängig machen.

Das heißt, auf dem Chip habe ich auch Diffusionsprozesse. Die Strukturen, die sehr feinen Strukturen, haben auch Alterungserscheinungen. Die kann ich natürlich durch Neuverzinnung nicht rückgängig machen.

Klar, ich mache nur die Beinchen, aber nicht das Innenleben. Mal ganz platt gesprochen. Gibt es, wenn du so reinguckst, Bauteile, die jetzt besonders stark von Alterungsprozessen betroffen sind, gibt es da so Unterschiede, wo ihr sagt, das sind jetzt die, die am kritischsten sind? Ja, also sehr hochintegrierte Bausteine sind kritisch.

Das heißt FPGAs zum Beispiel, die haben sehr hochintegrierte Strukturen. Prozessoren, also nicht nur Mikrocontroller, sondern richtige Prozessoren sind sehr hochintegriert. Speicher sind sehr hochintegriert.

Da gibt es sicherlich auch am ehesten schon mal Probleme. Kondensatoren sind so Standardbauteile, die man nicht so oft als Einzelbauteil einlagert, aber natürlich in der Baugruppe sind Kondensatoren drin. Die führen natürlich auch zu Problemen.

Man muss die regelmäßig überprüfen. Man muss die Baugruppen dann unter Spannung setzen, bestromen sozusagen und damit dann die Baugruppe am Leben erhalten. Okay, lass uns da vielleicht auch gleich tiefer einsteigen.

Wie macht ihr das? Ich sage mal, es gibt ja einen Startpunkt, da wird das Bauteil eingelagert und irgendwo einen Endpunkt oder vielleicht auch chargenweise wird ausgelagert. Wie geht es so vor bei diesem Monitoring, bei der Überwachung, so in den Jahren dazwischen? Also auch ganz wichtig, dass es der Kunde keine Blackbox hat. Also wenn er bei uns einlagert, was machen wir? Wir machen eine Anfangsuntersuchung der Bauteile ganz intensiv, also genau auf die Alterungsprozesse, die entstehen können.

Wie ist der aktuelle Zustand? Sind sie gut geeignet, sind sie nicht so gut geeignet? Wie ist die Vorbelastung? Dann kriegt der Kunde dann direkt schon so eine Art Skala, wo man sagt, okay, Doppelplus heißt super, ist in Ordnung, einfach Plus bis Doppelminus. Und dann kann man schon mal sehen, welche Alterungen sind schon stattgefunden. Oder gibt es noch die Eignung für die Lagung? Auch ähnlich strukturiert, sodass man hinterher am Ende einen guten Überblick kriegt.

Das wird jetzt nochmal auch erklärt alles. Alle Punkte, die dort, wie wir herausfinden, erklären wir nochmal. Es gibt ein Fazit und dann kann man sagen, okay, die Baugruppe, das Bauteil gehen davon aus, dass es bis zu 15, 20 Jahre mit unserem Prozess lagerfähig ist.

Mit unserem Prozess halt, mit unserem ATV-TAP-Verfahren. Und dann werden regelmäßig Untersuchungen gemacht, immer wieder jährlich geprüft, hat sich was verändert, ist wichtig. Es werden prozessbegleitende Untersuchungen gemacht von Dry-Packs, ob die Verpackung in Ordnung ist, die Gase innen drin, diese konservierende Atmosphäre noch drin ist und ob da irgendwelche Auffälligkeiten sind.

Schadstoffe werden überprüft. Ob die Absorber, die da drin sind, auch gescheit funktionieren. So hat man also kontinuierlich Überwachung der Bauteile oder Baugruppen, die bei uns lagern.

Ich verstehe. Vielleicht auch, wenn wir jetzt so auf das Obsolescence-Management blicken. Welche Rolle spielt das für die Langzeitlagerung? Obsolescence-Management ist extrem wichtig.

Es gibt ja verschiedene Arten von Obsolescence-Management. Oftmals ist es ja nur Reaktionen, wenn ein Bauteil nicht mehr verfügbar ist. Das macht jede Firma letztendlich.

Das Bauteil ist nicht mehr bestellbar. Wir müssen was tun jetzt. Wir müssen was tun.

Das ist auch eine Art von Obsolescence-Management, reaktiv. Aber das kann natürlich auch verbessert werden. Man kann auch proaktiv schon mal vorarbeiten, gucken, rechtzeitig was aus sicheren Lager legen, wenn was passieren sollte.

Vielleicht Monitoren, auch entsprechende Abkündigungen, dass man die mitkriegt. Oder ganz strategisch auch gucken, dass man rechtzeitig ein Neu-Design macht oder vielleicht auch Bauteile schon mit eindesignt, die vielleicht auch die Obsolescence-Gefahr reduzieren. Deswegen ist Obsolescence-Management sehr wichtig.

Nichtsdestotrotz ist die Lagerung immer auch ein Bestandteil. Selbst wenn ich proaktiv und sehr vorausschauend das Ganze mache, werde ich immer einiges an Fällen haben, wo ich trotzdem lagern muss. Es wird immer Last-Time-Bias geben müssen.

(27:58 - 29:23)
Du kriegst es vielleicht nicht mit und dann passiert es halt. Oder ein Hersteller geht insolvent, gar nicht, dass er das Produkt wirklich abgekündigt hat. Du kriegst es dann erst mit der Information, dass es insolvent ist, mit und musst dann aktiv werden, vielleicht noch Restbestände irgendwann am Markt abgreifen.

Vielleicht auch mal so ein Blick in die verschiedenen Branchen. Für welche Branchen ist die Langzeit-Lagerung vor allem interessant? Gib uns da vielleicht mal ein paar Stichwörter. Sehr interessant ist es für alle Bereiche, wo Investitionsgüter sind, die einen hohen Wert haben.

Man kann sich vorstellen, Maschinenbau. Da ist gleich eine Maschine, die kostet ein paar hunderttausend Euro, vielleicht eine Million oder noch mehr. Wenn da ein Bauteil oder was geändert werden muss, dann ist das mit viel Aufwand verbunden.

Das Einzelbauteil kann vielleicht den Verkauf eines großen Produktes verhindern, wenn es nicht mehr vorhanden ist. Der Medizinbereich ist sehr wichtig, weil es muss immer dasselbe Bauteil eingebaut werden. Es darf nichts geändert werden am Design, weil es sonst Zertifizierungsprobleme gibt.

Man darf an der bestehenden Baugruppe nichts verändern. Genauso beim Defense-Bereich, Luftfahrt. Das sind auch Automobil zum Teil.

Das sind auch Bereiche, die haben lange Nachlieferverpflichtungen zum Beispiel. Das ist auch entscheidend. Beim Automobil zum Beispiel 15 Jahre Ersatzteil-Nachlieferverpflichtung.

(29:25 - 32:54)
Also, was muss man mit den Teilen machen, die man dann noch liefern will und muss sie gescheit lagern? Lass uns jetzt vielleicht so einen kleinen Zwitsch machen, weg von der Langzeitlagerung von alter HTV, mehrhin auch zu dem Thema Neuverzinnung. Ich denke, vielleicht auch von der Wahrnehmung ist Neuverzinnung manchmal so ein unspektakulärer Vorgang. Aber eigentlich ist es doch vielleicht auch ein bisschen kritischer.

Vielleicht kannst du uns doch mal einen Einblick geben, wieso es vielleicht auch gar nicht so einfach ist. Ja, also zum einen ist die Neuverzinnung für bestimmte Industriebereiche notwendig. Wie ich gesagt habe, Defense-Bereich, Luftfahrt-Bereich, Raumfahrt-Bereich.

Da muss man halt gucken, verbleite Oberflächen zu haben, um die Zuverlässigkeit der Lötstellen zu erhöhen oder zu gewährleisten. Der Prozess des Neuverzinnens, oder des Umlegierens, man muss ja erstmal die alte Legierung, die drauf ist, zum Teil entfernen und dann eine neue Legierung aufbringen. Wie wird das gemacht? Es gibt ja verschiedene Verfahren.

Man kann es zum einen über chemisch zu machen, um das Zinn runterzulösen. Man kann es aber auch durch eine geeignete kaskadierte Neuverzinnung oder mit entsprechenden Verbleiten Zinn machen. Das heißt, man müsste auch dann mehrere Bäder haben, um dann zu sagen, okay, wir machen im ersten Schritt eine Verbleiung und dann hat man eine Kontamination im ersten Bad und dann macht man das nochmal und dann hat man letztendlich die Endoberfläche.

Was ist problematisch an der Neuverzinnung? Man muss sicherstellen, dass die Zinnschichtdicken ausreichend sind für den späteren Lötprozess. Das machen wir, indem wir durch unsere RFA, Röntgenfluoreszenzanalyse, genau die Schichtdicke auf den Pins analysieren können und sagen, okay, die Schichtdicke ist uns so viel Mühe und dementsprechend ist auch für Lötvorgang geeignet. Dann ist wichtig, Kurplaneurität der Bauteilpins, das heißt auch da, dass nichts verbogen ist, dass die bestückt werden können, einfach in der Leiterplatte, dass nicht so viel Zinn da auf den Pins drauf ist, dass dann der Lötvorgang gescheit funktioniert.

Ruhig mal einen Schluck Wasser. Das ist sehr wichtig, dass man da die entsprechende Kompetenz hat und der Prozess des Neuverzinnens erfordert auch eine individuell abzustimmende Bewegung durch das Lötblatt durch. Also das heißt, wenn ich das nicht richtig mache, habe ich offenbar Brückenbildung, die Zinnschichtdicke ist nicht ausreichend und da können viele Einflussfaktoren sein.

Ich stelle mir das ganz platt vor, dass einfach das Bauteil getauft wird, aber das hängt wahrscheinlich auch von der Geometrie ab, oder? Ja, also wenn das Bauteil einfach nur taucht, erstmal habe ich das Problem, dass ich eine Oxidschicht auf dem Zinnblatt drauf habe, die muss ich entfernen. Die Oberfläche des Bauteils muss lötfähig sein und wenn man schon mal gelötet hat, dann weiß man, wenn man irgendwo Lötzinn aufbringt, bilden sich auch so Brücken zwischen den Pins und das darf natürlich nicht passieren. Also man muss es so machen, dass das Lötzinn auch wieder abfließt während des Benetzungsvorgangs.

(32:54 - 34:33)
Neben dem gibt es vielleicht noch weitere Qualitätsrisiken, wenn man Läufertzinn, die man unbedingt auf dem Schirm haben muss? Es ist so, wenn es nicht richtig gemacht wird, kann das zur Zerstörung des Bauteils führen. Warum? Der eine oder andere hat sicherlich schon mal gehört, das Thema Cracking oder sowas, also das Cracks passieren des Chips, Popcorn-Effekt. Bauteile, die haben in der Regel ja eine Restfeuchtigkeit.

Wenn der Lötprozess oder dieses Läufertzinn nicht richtig gemacht wird, führt es dazu, dass auch so eine Art Popcorn-Effekt entstehen kann. Dann müsst ihr jetzt vielleicht davor tempern, um die Feuchtigkeit wieder aus dem Bauteil zu kriegen. Gewusst wie, man muss halt gucken, wie kriege ich die raus.

Manchmal müsste man vielleicht für wirklich mehrere Wochen sein Bauteil auch trocknen. Man muss halt wissen, wie man es macht, dass der Lötprozess gut funktionieren kann. Ansonsten hat man auch Beschädigungen, die man nicht unbedingt von außen sieht.

Was wir noch ergänzen, ist, wir machen eine Ultraschallmikroskopie des Bauteils. Das heißt, das Bauteil wird nochmal unter einem Ultraschallmikroskop gelegt und dann kann man sehen, ob sich eine Delamination, also eine Ablösung des Gehäuses vom Chip ergeben hat durch den Neuverzinnungsprozess. Das ist entscheidend.

Wenn eine Ablösung passiert ist, hat man dann bei jedem Temperaturvorgang immer Scherkräfte. Kräfte, die dazu führen, dass innen drin die Bondräte irgendwann abreißen. Dann ist das Bauteil vielleicht am Anfang bei der Inbetriebnahme in Ordnung, funktioniert.

(34:33 - 34:49)
Aber dann im Einsatz irgendwann fällt das Schaltdruck vielleicht aus, wenn man auf jeden Fall vermeidet. Eine Frage, die mir gerade so kam. Man hört ja auch immer, wieso soll ich jetzt ein Bauteil vielleicht Langzeit lagern, weil dann ist es halt gealtert und ich kann es neu verzinnen.

(34:49 - 36:23)
Wie würdest du jemanden vielleicht mit dem Gedanken begegnen? Es ist richtig, man kann es neu verzinnen, das Bauteil, wenn es funktioniert. Es funktioniert nicht immer. Manchmal ist die Alterung schon so stark fortgeschritten, dass es nicht mehr funktioniert.

Das wäre dann so auszuprobieren. Zum Zweiten hat man dann, wenn man das macht, ja ein Bauteil. Man setzt eine neue Schaltung ein, aber das Bauteil ist vielleicht schon fünf oder zehn Jahre alt.

Hat man also ein altes Bauteil, was alle Alterungsprozesse, die auf dem Chip passiert sind, schon hinter sich hat oder schon erfahren hat, setzt ein altes Bauteil in eine neue Baugruppe. Dann kann man sich überlegen, wie lange die Baugruppe dann noch hält. Das hat Probleme für die Lebensdauer der Baugruppe, wo das letztendlich eingesetzt wird.

Ein weiteres Problem, wenn ich so alte Bauteile einsetze oder wenn ich die neu verzinne, das ist natürlich auch mit relativ viel Aufwand verbunden. Vielleicht auch kosten- und zeitintensiv, oder? Klar gibt es die Möglichkeit, das neu zu verzinnen, aber das ist sicherlich ein Vielfaches der Kosten, die entstehen, wenn ich eine langzeitige Konservierung mache. Klar, man muss vielleicht auch berücksichtigen, dass durch die Neuverzinnung das Bauteil auch einen gewissen Stress erlebt.

Den könnte man gut vermeiden, wenn man es vernünftig früh gelagert hätte. Auch das ist ein Punkt, genau. Also es hat Kostenthemen, Zuverlässigkeitsthemen, Qualitätsthemen, die man alle riskiert, wenn man keine Konservierung macht.

(36:24 - 37:01)
Gibt es da vielleicht auch für die Zufall interessante Normen, die man unbedingt bei Neuverzinnung im Blick haben sollte? Es gibt gängige Normen in dem Bereich Neuverzinnung, GAIA-Standard nenne ich dazu, die zum Beispiel im Space-Bereich eingesetzt werden, wo man sagt, okay, es muss vollautomatisch gemacht werden, nach dem Standard. Deswegen haben wir auch Maschinen, die das machen, vollautomatisch, und nicht einfach nur, verlassen wir uns nicht darauf, dass es einer mit der Hand manuell macht. Klar, um das einfach systematisch reproduzierbar hinzukriegen.

(37:01 - 37:37)
So ist es, genau. Aber gut, ich denke mal, was jetzt bei mir noch als Gedanke kam, eigentlich wird die Neuverzinnung vor allem, so wie es ich wahrnehme, dafür genutzt, Umlegierung ganz wichtig, aber auch wenn ich jetzt Bauteile retten muss. Ich denke, jeder würde sagen, ich beschaffe jeder ein neues Bauteil, anstatt mir die Arbeit zu machen, neu zu verzinnen, wenn es es noch gibt.

Bei Last Time war es schwierig. Ja, eben, genau. Also es ist nur interessant, Neuverzinnung, nur interessant, wenn es das Bauteil nicht mehr gibt, weil die Neuverzinnung, da ist man schnell auch im Euro-Bereich, von mehreren Euros vielleicht auch sogar.

(37:37 - 39:49)
Klar, und wenn ich dann mal das für 10.000, 100.000 Bauteile machen muss, ist da halt auch ein entsprechender Aufwand einfach dahinter, finanzieller. Ja, Holger, lassen wir uns einen kleinen weiteren Switch machen jetzt, und in dem Bereich so Materialanalyse, Feinanalyse reingehen. Ihr habt ja auch ein eigenes Institut für Materialanalyse.

Wie kam das? Warum habt ihr das? Ja, also wir brauchten für die Langzeitkonservierung halt sehr viel Expertenwissen. Das haben wir uns am Anfang vor über 20 Jahren dadurch eingeholt, indem wir mit Universitäten zusammengearbeitet haben, mit Fraunhofer-Instituten und haben uns da die Dienstleistungen eingekauft. Es hat sich aber dann sehr schnell gezeigt, dass das einfach nicht ausreicht, um so eine Dienstleistung zu entwickeln, weil man muss eigentlich permanent das Equipment dazu haben, man muss das Wissen haben, um das zu verstehen, weil das Thema Alterung an Chips war zum damaligen Zeitpunkt und auch zum heutigen Zeitpunkt für viele ein Fremdwort.

Selbst Halbleiter, Hersteller haben wir hier gehabt und haben gefragt, was sind die Alterungsprozesse, worauf müssen wir achten, was können wir tun? Eigentlich schränkt der Wissensstand dazu. Und das haben wir uns alles erarbeiten müssen, wo muss man darauf achten, wie kann man das analysieren, mit welchen Möglichkeiten, mit welchen Geräten. So, und dann haben wir gesagt, wir müssen das Expertenwissen aufbauen, haben entsprechend Leute zu uns geholt, Geräte angeschafft, Analysesysteme eingesetzt und ja, dadurch ist eine Dienstleistung entstanden, dass wir unsere Expertise, die wir da haben, natürlich auch für Ausfallmechanismen, für Leiterplatten usw.

überall anwenden können. Wir haben 3D-Röntgensysteme, Ultraschallmikroskopie, Röntge-Fluoreszenz-Analysen, wir haben Rastelektronenmikroskopie, also... Nee, aber ich denke auch, für euch dann doch ein starkes Alleinstellungsmerkmal geworden, weil wenn die anderen das Wissen nicht haben und dasselbe sich zu verarbeiten, ist natürlich super, weil das hat keiner dann da draußen. So ist es, ganz genau.

(39:49 - 44:24)
Und auch ein ganz großer USP, den ihr da vielleicht auch heute habt. Ja. Vielleicht auch da mal so tiefer gefragt, du hast gerade so kurz angeschnitten, dass ihr auch vielleicht bestehende Baugruppen mal von einem Kunden untersucht und nach Fehlern vielleicht auch Beschädigungen sucht.

Was sind das für diese typischen Fehler, die da auftreten, vielleicht bei so Baugruppen, die 15 Jahre im Einsatz waren? Hast du da vielleicht so ein paar Ideen? Oftmals ist es die Leiterplatte an sich, die ein Problem hat, das heißt, die Leiterplatte ist ja das Bauteil, was am komplexesten, also ein kundenspezifisches Bauteil, da sind zwar viele elektronische Bauteile drauf, aber die Leiterplatte an sich ist ja schon ein Bauteil. Vergessen viele. Ja, und das ist ein kundenspezifisches Bauteil, das wird extra für den Kunden hergestellt.

Und da ist oftmals das Problem, dass diese Baugruppe, also diese Leiterplatte Qualitätsprobleme hat. Da sind oftmals auch die Stückzahlen nicht so riesig, das sind chemische Vorgänge, die da passieren, die auch schwierig zu managen sind oftmals und da passieren die meisten Probleme. Ich denke da gerade an die Viktoria, die ja schon, ich sage mal, spezialisiert darauf ist, Leiterplattenprobleme zu lösen.

Hatte ich jetzt in Österreich vor zwei Wochen getroffen, sehr interessant. Ich denke auch, da bei Leiterplatten ist das Thema, man versucht, den Preis zu optimieren und teilweise hat man dann eine Fertigung, wo einfach Stoffe drin landen, die da nicht landen sollten und dann immer wieder ausgasen und die Ausgasungen haben dann Auswirkungen einfach auf die Baugruppe selber. Großes Problem ist, das muss ja ein bisschen politisch werden, in Europa, dass es kaum noch Leiterplattenhersteller in Europa gibt.

Also alles, was an Leiterplatten, oder das meiste, was an Leiterplatten hergestellt wird, der Rohleiterplatte, ist mittlerweile im Fernosten oder im Osten der Welt und hier in Europa verschwindet die Kompetenz und die Möglichkeiten, die Anlagen, so dass wir auch da sind Abhängigkeitsprobleme reingeraten, bezüglich der Rohmaterialien von Leiterplatten. Ja, auch ein Riesenthema, auch bei vielen anderen, viele Komponenten kommen heute auch aus Asien, haben auch schon eine erhebliche Abhängigkeit und da noch zusätzlich. Vielleicht auch dann, wenn ich so ein bisschen switchier zu dem Bauteil mache, wie findet ihr so einen Bauteilausfall raus und gibt es da auch so häufige Fälle, wie so ein Bauteil ausfällt? Das ist manchmal schwierig.

Also in der Regel muss man sagen, dass die Herstellerqualität in der Regel sehr gut ist. Also dass die Hersteller ein großes Problem haben. Früher war es oft der Fall, da haben wir wirklich Untersuchungen gemacht, das Bauteil an sich als Fehlerursache erkannt.

Aber heutzutage ist es oft ein bisschen rundherum. Vielleicht ist es auch die Schaltung, die nicht so richtig passt, dass die elektrische Überlastung ist, zu heiß geworden, Leiterplatte an sich ein Problem vielleicht, falsche Dimensionierung, so was finden wir dann raus. Lass uns wieder so ein kleinen thematischen Switch machen.

Wir waren jetzt viel drum, Bauteilqualität, vielleicht auch wie die Alterung aussieht. Wie sieht es denn aus, wenn man in die Richtung geht? Was kann man untersuchen, um festzustellen, ist es denn wirklich ein Originalteil oder eine Fälschung? Wie geht man davor? Was nutzt man davor für Farben? Ja, da braucht es natürlich auch eine große Erfahrung. Also wenn man das einmal macht und man gibt sogar auch ein bisschen Informationen im Internet oder auch Kataloge dazu, ist alles schön und gut.

Aber letztendlich macht es dann die Erfahrung, wenn man es jeden Tag macht. Also wir machen das ja sehr oft. Wir sehen eh viele Bauteile durch die Lagerung, da werden die im Mikroskop ausgiebig untersucht.

Wir haben natürlich auch einen großen Fundus an Untersuchungen, die wir schon gemacht haben, die wir zum Vergleich heranziehen können. Das ist ein Praxisbeispiel, auch wenn man eine Fälschung gefunden hat. Genau.

Dann sieht man das dann auf einmal. Okay, wie sieht sowas aus? Dann sehe ich zum Beispiel, dass sie schon mal eingelötet waren, weil eigentlich die Schnittstellen von dem Leadframe nicht mehr zu sehen sind. Dann sieht man schon ein Zeichen dafür, die Bauteile waren schon mal eingelötet.

Man sieht, wie ist die Beschriftung? Man weiß, wie die Originalbeschriftung sein muss, weil ich das Bauteil auch schon oft hatte. Ich habe vielleicht fünf Referenzbeispiele, wo es schon da war. Genau, da weiß man ungefähr, wie die Beschriftung sein muss, typischerweise.

(44:24 - 44:47)
Und so weiter. Es sind dann noch einige Auffälligkeiten, die einem dann klar werden oder die Abmessungen stimmen nicht oder man sieht, dass die Oberfläche behandelt wurde. Man kann durch die Ultraschallmikroskopie auch sehen, ob eine neue Beschriftung erfolgt ist.

Ob es quasi die tiefere Schichten gibt. Genau, ja. Das kann man auch über das Ultraschallmikroskop sehr schön sehen.

(44:48 - 45:06)
Ja, und wie gesagt, da gibt es natürlich Standards dazu, wie man das macht. Aber letztendlich ist es eine gewisse Expertise, die man dafür braucht. Vielleicht auch nachgefasst, wann macht es denn für ein Unternehmen Sinn, die Bauteile testen zu lassen? Klar, einerseits, wenn es nicht vom Distributor kommt.

(45:06 - 47:22)
Aber hast du da vielleicht so einfach ein paar Denkanstöße für potenzielle Kunden? Wann macht es Sinn, da auf jeden Fall euch hinzuzuziehen? Was sind die Fälschungen, die einen vorsichtig machen könnten? Also wenn es Verdachtsmomente gibt, sollte man es auf jeden Fall machen. Mittlerweile sind die Fälschungen allerdings auch schon so gut, dass man es nur sehr schwer erkennen kann. Und dann, wenn man Verdachtsmomente hat, sollte man das Bauteil eigentlich gar nicht einsetzen.

Oder man muss es halt wirklich nochmal untersuchen lassen. Eigentlich müsste man jedes Bauteil, das man fremd beschafft und nicht direkt vom Hersteller kommt, testen. Und da muss man sich wahrscheinlich die Frage stellen, wie tief will ich testen? Will ich jetzt nur an der Oberfläche kratzen? Da kriege ich aber nicht die guten Fälschungen, sondern nur die Basisfälschungen.

Oder gehe ich wirklich in die Tiefe? Aber das ist dann denke ich oft eine ökonomische Frage. Gut, wenn wir dann solche Bauteile uns anschauen, können wir mit unserer Erfahrung dann schon sagen, okay, da ist wahrscheinlich noch mehr zu untersuchen. Oder man sagt dem Kunden schon, das ist auffällig, soll man noch weiter untersuchen oder nicht? 100 Prozent Garantie können wir eh nicht geben, dass es funktioniert.

Man sollte nochmal elektrisch prüfen, dass es nochmal wichtig ist, wenn der Kunde sagt, ich brauche das Bauteil aber trotzdem. Es war vielleicht mal irgendwo eingebaut. Es ist aber das Original.

Es war zwar eingebaut, aber es ist das Original. Hat ein altes Bauteil. Hat ein altes Bauteil, dann wird es nochmal getestet bei uns zum Beispiel.

Dann kann man sagen, okay, testen ist ja auch in Ordnung, weil Thema Refurbishment ist ja auch ein Markt. Dass man auch wieder Bauteile, die wichtig sind von alten Baugruppen, nur unternimmt und wieder einsetzt. Ja, gerade auch in den Branchen, die du angesprochen hast, mit Luftfahrt und Co., da ist es manchmal so eine Gratwanderung.

Einerseits findet man die Teile nirgendwo mehr, die man braucht, aber gleichzeitig weiß man auch, was die von Stress erleben in ihrer Anwendung. Da ist dann Recycling schon sehr schwierig. Das ist jetzt vielleicht beim Konsumprodukt was anderes, als wenn es um vielleicht Leib und Leben geht oder um eine ganz wichtige Steuerung im Flugzeug.

(47:23 - 47:32)
Ja, genau. Zumal ja dieser Refurbishment-Prozess ja auch eine gewisse Belastung für das Bauteil darstellt. Eigentlich ähnlich wie beim Neuverzündern.

(47:32 - 48:03)
So ist es, genau. Vielleicht, wenn man so auf die Kunden blickt, wenn du an die ein oder anderen Kunden denkst, was überrascht sie immer? Vielleicht auch bei den Fälschungen, wenn es so eine Materialanalyse ist, geht dir das ein? Es überrascht mich, wie gut die Fälschungen heutzutage sind, muss ich sagen. Also, dass man als Laie oder wenn man es nicht jeden Tag macht, also selbst ich als Ingenieur würde nicht immer eine Fälschung erkennen, sondern eher mein Team dann, also die es halt die entsprechende Expertise dann haben über die Zeit aufgebaut.

(48:04 - 48:30)
Braucht ihr eigentlich dann auch immer so ein Golden Sample, falls verfügbar? Wobei ihr habt natürlich einiges im Stamm, aber es gibt ja so viele Millionen Milliarden Bauteile da draußen. Wenn man das hat, ist es wahrscheinlich immer am besten, oder? Das ist das Beste, dass man so ein Vergleichsbauteil hat, wenn die Kunde noch irgendwas auf einer alten Leiterplatte hat. Weil, wie du schon sagst, es gibt so viele verschiedene Varianten, vielleicht auch von demselben Bauteil aus unterschiedlichen Chargen.

(48:30 - 48:43)
Genau, es gibt einfach mal eine Veränderung über den Lebenszyklus. Und da ist es wichtig, dass man Vergleichsteile hat, ja. Ja, lass uns wieder so ein bisschen zum Thema Obsoleszenzmanagement kommen, wenn du so auf das Thema guckst.

(48:44 - 49:11)
Du bist ja auch schon eine Weile auch beim COGD mit dabei und vielleicht guckst du schon zehn Jahre zurück, 2016 oder ein bisschen mehr. Was hat sich verändert? Ist das Thema mehr in die Köpfe der Leute gekommen? Ich glaube, das Thema Obsoleszenzmanagement insgesamt auf jeden Fall. Mittlerweile ist es ja auch richtig eine Ausbildung geworden, also man kann einen Abschluss erreichen im Bereich Obsoleszenzmanagement, wo wir auch mit unterstützen, die Firma Amthes.

(49:11 - 49:26)
Und ja, es ist in den Köpfen angekommen so ein bisschen, trotzdem in den Firmen, wenn ich das so höre, die Obsoleszenzmanager haben es manchmal nicht so leicht, weil es alles, was die machen, schon ganz oft. Ja, ja. Und alles, was die machen, kostet Geld.

(49:26 - 50:01)
Entweder, wenn was beschafft werden muss, muss es entsprechend richtig, es muss ja Invest getätigt werden, da muss es richtig gelagert werden. Und da muss sich der Obsoleszenzmanager immer der Frage stellen, entweder warum hast du nicht mehr eingelagert, wir brauchen doch viel mehr, dann hat er was falsch gemacht oder es heißt dann, du hast ja viel zu viel eingelagert, wir haben jetzt hier totes Kapital rumliegen und wir verbrauchen das ja gar nicht mehr. Also da ist man voll in diesem Brennpunkt, in dieser Konfliktsituation, das richtig zu machen, ja.

(50:02 - 50:36)
Okay und was meinst du, wie kann man es besser machen? Ich stelle mir auch immer die Frage und ich komme halt auch ganz oft zu dem Schluss, die Herausforderung ist halt oft, es entstehen erstmal für viele Unternehmen erstmal Kosten durch operative Manpower, Tools, die eingesetzt werden, gebundenes Kapital durch die Last Time Buys. Ich denke, es ist immer schwierig, das sichtbar zu machen, was man verhindert hat, dass das Produkt steht, eine Vertragsstrafe vielleicht kommt. Ich sage mal, das Hauptproblem ist eigentlich am Anfang, wenn jetzt kein Obsoleszenzmanagement da ist, ist es einfach eines aufzubauen, weil man sieht den Schmerz, die Probleme, die entstehen.

(50:36 - 51:03)
Aber wenn es gut läuft, ich denke, da ist es schwierig, dann immer weiter auch Budget zu behalten, weil man sieht, der Laden läuft smooth, man sieht die Auswirkungen, dass es gut ist, weil es passiert nichts mehr und dann wird man vielleicht aber wieder nachlässig. So ist das. Das ist die Krux, sage ich mal, des Obsoleszenzmanagements, dass man schlecht beweisen kann oder nachweisen kann, was wäre, wenn ich es nicht machen würde.

(51:03 - 51:08)
Genauso mit Qualität. Aber da kann man sich, glaube ich, einreihen in das Qualitätsmanagement, das ist ja genauso. Ja, richtig.

(51:08 - 51:43)
Heutzutage hat man ja erkannt, Qualitätsmanagement brauchen wir und auch ein gutes Qualitätsmanagement, weil auch da weiß ich nicht, was wäre, wenn ich das nicht hätte, was für Fehler wären passiert, was für Kosten wären auf mich zugekommen. Aber da hat man schon erkannt, dass man das braucht, natürlich auch durch entsprechende Normen, die das vorschreiben oder denen das wichtig ist und genauso beim Obsoleszenzmanagement wäre es wünschenswert, wenn dieses Bewusstsein auch irgendwann mal entsteht. Ohne das Obsoleszenzmanagement habe ich ein Risiko, dass ich auch, kann ich auch die Firma riskieren möglicherweise.

(51:44 - 52:18)
Ja, wenn ich jetzt so gucke, man denkt oft, ich tätige jetzt einen Last-Time-Buy und damit bin ich fertig. Wieso ist es so wichtig, dann noch die ganzen Deserts, die wir heute hatten, Langzeitlagerung, Neuverzinnung, aber auch dann zur Materialanalyse einfach auch mit in seine Obsoleszenzstrategie mit einzubeziehen? Ja, es ist schön, wenn ich ein Bauteil noch bekomme, das ist ja ganz wichtig. Wenn ich es mir dann traditionell, wie man es früher immer gemacht hat oder vielleicht auch heute zum Teil noch macht, einfach ins Regal legt, fühlt sich gut an, fühlt sich erst mal gut an.

(52:18 - 52:31)
Ich habe das Bauteil noch bekommen, ich habe es auch zu einem vernünftigen Preis bekommen vielleicht noch, ich muss nicht auf den Brokermarkt gehen, alles ist ja schön. Wenn man es dann vergisst und nichts mehr danach tut, dann kann es halt zum richtigen Problem werden. Man ist ja noch nicht fertig an der Stelle.

(52:31 - 53:01)
Genau. Und dann ist es einfach nur eine Blackbox und man kann Glück haben, man kann auch Pech haben, dass man, sobald man es braucht, auf einmal das Bauteil nicht verarbeitbar ist, dass es nicht mehr funktioniert und es einfach zu kurz gedacht. Vielleicht noch als Rückfrage, was sind so Zeiträume, wo man die Langzeitlagerung auf jeden Fall in Betracht ziehen sollte? Fünf Jahre, zehn Jahre, 15 Jahre, dass wir mal so eine Größenordnung haben? Eigentlich sagt ja der Hersteller schon, wie lange kann ich ein Bauteil lagern, sein Bauteil.

(53:01 - 53:25)
Der eine sagt vielleicht beim Steckverbinder ein halbes Jahr, Leiterplatten auch ähnlich, vielleicht noch kürzer. Es gibt dann so Zeiten, wo man sagt ein bis zwei Jahre, länger in der Regel nicht. Es sei denn, es sind so Spezialbauteile, die das Recht schon in ihrem Datenblatt stehen haben, dass so Hyrell und was weiß ich, dass die auch zehn Jahre liegen können.

(53:26 - 53:40)
Aber das sind die meisten Bauteile ja nicht. Und da muss man sagen, alles was darüber hinaus geht letztendlich, da ist sicherlich noch ein Puffer drin. Ich sage gerne, alles was über zwei bis drei Jahre rausgeht, sollte man langsam konservieren.

(53:41 - 54:13)
Gibt es dann auch vielleicht unterschiedliche Abstufungen, wenn man sagt, ich will jetzt nur fünf Jahre lagern und nicht 15 oder 20 oder noch länger? Das wird oft nachgefragt, auch klar, man will den Preis auch reduzieren natürlich dadurch, ist verständlich, kann ich total nachvollziehen. Man kann natürlich am Anfang der Lagerungszeit erst mal, wenn man weiß, okay, ich werde mal die ersten tausend Stück, die rufe ich innerhalb von einem bis zwei Jahren schon wieder ab. Da muss man natürlich eventuell nicht diese langsame Konservierung machen.

(54:14 - 54:48)
Das bietet man Kunden auch an, damit sie vom Preis her attraktiver werden. Aber letztendlich danach, wir machen das Optimale, was möglich ist, weil das ändert sich letztendlich Wir wissen das richtige Konzept und dann wissen wir, dass die optimale Lagerzeit dann im Prinzip verfügbar ist. Was man darüber nachdenken kann, ist, dass man vielleicht Zwischenuntersuchungen, die regelmäßigen, dass man das Intervall dann ein bisschen vergrößert, um da Kosten zu sparen.

(54:48 - 55:12)
Aber am Lagerverfahren kann ich nur empfehlen, immer das Optimale zu machen. Klar, und die Zwischenuntersuchungen, die müssen aber trotzdem stattfinden, weil sonst sehe ich ja nicht, wenn sich was negativ entwickelt und kann dem auch nicht entgegenwirken, wenn ich nicht nachschaue. Genau, es gibt Tendenzen, die man dann sagen kann, okay, ich schaue mal die ersten ein, zwei Jahre, muss ich auf jeden Fall schauen, so wie du sagst, damit ich überhaupt eine Entwicklungstendenz sehe.

(55:13 - 55:32)
Und wenn ich ein paar Jahre stabiles Lagern habe, wo ich sage, da tut sich nicht viel an der Alterung, dann kann ich auch mal ein Jahr aussetzen. Das ist letztendlich auch die Entscheidung des Kunden. Aber da kann ich auch mal eine Untersuchung aussetzen und untersuche dann übernächsten Jahr.

(55:34 - 56:22)
Ich stehe vielleicht auch bei mir zu auf, wir hatten wochenlich verschiedene Branchen und ich schaue schon in Richtung Medizin, Defense, Luftfahrt, aber auch Automotive. Was sind da jetzt auch vielleicht zum Zusammenhang mit, ob zuletzt Menschen, sind dir da irgendwelche Trends bekannt oder auch jetzt mit Blick auf eure Dienstleistungen, hat sich da was verändert zuletzt? Oder gibt es Tendenzen, wohin? Also wir haben aktuell schon das Thema, dass man versucht, immer mehr zu rationalisieren und zu verschlanken. Es gibt Abkündigungen, vermehrt Abkündigungen, sodass das Thema Langzeitkonservierung für viele doch auch präsent ist, also überhaupt, dass es notwendig ist, als Dienstleistung überhaupt die Produkte am Leben zu erhalten.

(56:22 - 56:39)
Und wir haben ja hier in Deutschland nun mal auch einen Kundenkreis, der das benötigt, weil wir hier halt hochwertige Produkte herstellen noch. Die ganzen Billigprodukte, das ist ja alles nicht mehr hier in Deutschland. Klar und vor allem, die sind auch einfacher anzupassen.

(56:39 - 57:15)
Ich sage mal jetzt Handy vielleicht nicht, aber vielleicht andere Sachen, da ist ein Retailer nicht teuer. Da wird dann einfach eine neue Iteration gemacht, neue Bauteile drin, also man muss schon auch unterstreichen, das Thema ist halt wichtig für schwer anpassbare Bauteile, vielleicht auch erheblicher Qualifikationsaufwand hinter dem Produkt steht und da greift das Obzuleistungsmanagement natürlich besonders. Wenn wir jetzt noch so einen kleinen Ausblick machen, wo siehst du HTV in zehn Jahren, wo soll die Reise hingehen? Vielleicht neue Dienstleistungen, die hinzukommen, vielleicht habt ihr auch schon was im Köcher, wer weiß? Ich bin neugierig.

(57:16 - 57:38)
Ja, also wir sind natürlich auch sehr gespannt immer auf die Zukunft. Wir haben ja permanent neue Dienstleistungen, die auch jetzt neu verzinnen, umlegieren. Eine interessante Branche ist die Defence-Branche, wo man sich engagiert natürlich, Raumfahrt kommt mehr und mehr, wir haben auch einiges an Forschungsprojekten, die da zunehmend wichtig werden für uns auch als Umsatzträger.

(57:39 - 58:35)
Ja, also ich sehe uns, wenn wir all die Opportunities, die wir haben, Möglichkeiten nutzen, auch im Konzern, in der Firmengruppe hier, alter in Spanien, unsere Mutter, wir als alter HTV hier in Deutschland, mit den Kollegen dann auch noch in Frankreich, in den USA, im Bereich Wafer-Test wird es hier zunehmen, wir werden, sagen wir mal, zunehmend auch das Thema OSAT, also Outsourced Semiconductor Assembly Test, wird auch bei uns forciert werden. Also in zehn Jahren wird sich noch einiges tun und ich sehe uns schon gut, auch da ein gutes Wachstum belegen. Ja, ich denke da, das Synergie-Effekt ist nicht von Hand zu weisen, auch einfach vielleicht Dienstleistungen, die ihr als Einzige bisher anbietet, in dem ganzen Geflecht, auch dann in anderen Ländern vielleicht zur Verfügung zu stellen oder vielleicht auch andere Standorte da auf euren Stand zu bringen, ich denke, da gibt es viel Spannendes, was kommt.

(58:35 - 59:41)
Lass uns vielleicht dazu schließen und nochmal so auf so einen einzelnen Obsolescence-Manager gucken, dem man einen Rat geben dürfte, was er anders machen soll, was würdest du machen? Das ist die Frage, was er aktuell schon macht, was er gerne anders machen würde. Machen wir es so, wenn er euch gar nicht kennt und sagt, ich mache einen Last-Time-Bis und dann ist es gut. Ja, ich finde ganz wichtig für einen Obsolescence-Manager ist, dass er sich auch ein Bild verschafft und auch das Verständnis sich aneignet über die einzelnen Bauteile, was sind die möglichen Risiken, die ich eingehe, wenn ich sowas einlager, dass man sich technisch auch damit auseinandersetzt, nicht nur reinkaufen, wenn ich so sage, okay, ich bin jetzt Obsolescence-Manager, ich habe da nochmal eine Stückliste, ich gucke, dass alles auf grün ist und wenn was auf gelb oder rot geht, dann muss ich halt irgendwas machen, aber ich muss, finde ich, als Obsolescence-Manager versuchen, die Effekte dahinter zu verstehen und dann auch die richtige Entscheidung zu treffen.

(59:41 - 1:00:30)
Was sind das für Alterungen, was ist das für ein Bauteil, ist das besonders gefährdet für eine Alterung, wo setzt sich das ein, ist der Bereich, wo das Bauteil eingesetzt wird, kritisch und so weiter, ich finde das ist wichtig. Ja, Holger, es war mir eine Ehre, dass du hier im Next Cycle mit da warst, war ein spannendes Gespräch, da auch mal tiefer einzusteigen, auch die Themen Neuverzinnung, aber auch so die Materialanalyse mal jetzt betrachten, hat Spaß gemacht, ich schaue auch so in die Richtung der Zuschauer zu Hörer, bleibt dran, schreibt drunter, ob euch die Folge gefallen hat, ich denke, die Folge freut sich auch über den einen oder anderen Kommentar, abonniert fleißig und es kommen viele spannende weitere Folgen, auch im Next Cycle, beim Munkit, bald sollen auch in der STM Essler Gast sein, ich denke, da kommt viel Spannendes, hat mich gefreut, war schön bei euch hier in Bensheim. Dankeschön, Dominik.