Leiwand gründen

Ist ein Podcast auch für meine Gründung sinnvoll? In dieser Folge von „Leiwand gründen“ sprechen die Gründungsberater Günter Schmatzberger und Camillo Patzl darüber, wann ein Podcast als Marketinginstrument für Selbstständige sinnvoll ist, welche Ziele er erfüllen kann und worauf man achten sollte, bevor man selbst mit dem Podcasten startet.
  • Bevor du einen Podcast startest, solltest du überlegen, ob das Medium überhaupt zu dir passt und ob du gerne sprichst, dich selbst hörst und langfristig Freude an der Aufnahme hast.
  • Ein Podcast sollte Teil deiner Marketing- und Vertriebsstrategie sein und beispielsweise dabei helfen, Sichtbarkeit aufzubauen, Vertrauen zu schaffen oder potenzielle Kundinnen und Kunden mit dir und deiner Arbeit vertraut zu machen.
  • Für Selbstständige ist der Podcast meist nicht das eigentliche Geschäftsmodell, sondern ein Kanal, der auf die eigenen Produkte, Dienstleistungen oder weitere Angebote aufmerksam macht.
  • Erfolgreiches Podcasten braucht Ausdauer: Reichweite entsteht meist nicht nach wenigen Folgen, sondern durch langfristiges und regelmäßiges Veröffentlichen. Deshalb sollte der Produktionsaufwand möglichst einfach und dauerhaft machbar bleiben.
  • Ein Podcast kann langfristig wertvollen Evergreen-Content schaffen. Entscheidend ist dabei nicht perfektes Equipment oder eine aufwendige Produktion, sondern ein Format, das zu dir passt, dir Spaß macht und das du auch nach vielen Folgen noch gerne produzierst.
Könntest du dir vorstellen, einen Podcast als langfristigen Teil deiner Marketingstrategie für deine Gründung aufzubauen?

Viel Inspiration beim Hören! 🎧

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Was ist Leiwand gründen?

Der Podcast für Gründer und Solo-Selbständige mit Günter Schmatzberger und Camillo Patzl. Jede Woche: 1 Frage, 15 Minuten, 2 Sichtweisen.

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Speaker 1
00:01 - 00:38
Ist ein Podcast auch für meine Gründung sinnvoll? Hallo liebe Hörerinnen, liebe Hörer. Willkommen zu dieser heutigen wöchentlichen Podcast-Folge von Lärm und Gründen. An meiner Sätze, an meiner Stelle, nicht Sätze, an deiner Seite, an meiner Seite, ein Wortsalat am Anfang, sitzt wie immer der liebe Günther Schwarzberger.

Speaker 1
00:38 - 00:53
Hallo, liebe Hörer, liebe Hörer. Hallo, lieber Camillo, Camillo Patzl. Wie jede Woche mein Partner, wir uns darüber unterhalten, was gibt es zu beachten beim Gründen, beim Selbstständigmachen, in der Selbstständigkeit und so weiter. Und diesmal haben wir ein Thema, Camillo, das...

Speaker 1
00:54 - 01:09
Sich ein bisschen bezieht auf das, was wir hier auch machen. Genau, das Podcasten. Viele Gründer und Gründerinnen, gerade am Anfang, stellen sich unterschiedliche Fragen zum Thema Marketing. Wie können sie in die Sichtbarkeit kommen?

Speaker 1
01:09 - 01:38
Wie können sie Vertrauen schaffen? Wie können sie über ihr Thema sprechen oder auch einen Einblick hinter die Kulissen geben, was sie eigentlich tun oder wofür sie nützlich sind? Und früher oder später kommt man auch auf das Thema, kann ich da mit Video was machen, kann ich da mit Audio was machen, mache ich einen Videocast, einen Podcast, da gibt es ja unterschiedliche Varianten. Ist das was für mich?

Speaker 1
01:39 - 02:23
Wir haben uns gedacht, nach über 140 Folgen können wir mal aus unserem eigenen Nähkästchen plaudern und unsere Perspektive darauf geben, wie sich so ein Podcast in den Kontext einer Unternehmung, einer Selbstständigkeit einfügt. Ich würde vorschlagen, wir beginnen mal mit der Zielsetzung, also welchen Grund sollte man sich überlegen, einen Podcast zu haben oder anders formuliert, in welchem Umfeld, in welchen Settings kann ein Podcast überhaupt sinnvoll sein? Ich glaube, dass diese Fragen nicht so pauschal zu beantworten sind. Ich will einen Schritt zurück machen.

Speaker 1
02:23 - 03:01
Das Ziel ist wichtig auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite müsste ich auch herausfinden, bin ich überhaupt der Typ dafür. Darum tu ich mir so schwer, diese Frage sofort und klar zu beantworten. Wenn ich sage, ich möchte den Berg erklimmen, ich möchte da rauf klettern, aber ich mag eigentlich nicht auf allen Vieren herumkrauen oder meine Finger schmutzig machen oder mich irgendwo sichern, weil ich Höhenangst habe, dann wird das nicht das ideale Ziel sein. Genau.

Speaker 1
03:01 - 03:25
Also da ein bisschen drauf zu achten, hinzuschauen, hinzuhören. Bin ich eine Person, die Lieber textet, lieber schreibt, dann wird der Podcast wahrscheinlich nicht so ideal sein. Bin ich eine Person, die vielleicht weniger drüber, also weniger gern präsentiert oder irgendwas spricht oder wie auch immer, wird es auch Schwierig. Genau.

Speaker 1
03:25 - 03:41
Ich glaube auch, dass es ganz wichtig ist, was du sagst. Ich muss das schon mögen. Ich muss auch, oft ein großes Hindernis, mit meiner eigenen Stimme leben können. Der Klang der eigenen Stimme ist extrem irritierend, weil man im Podcast vollkommen anders klingt, als man es sich selber wahrnimmt.

Speaker 1
03:41 - 03:56
Es ist extrem verstörend. wo ich jetzt schon viele Jahre Podcast mache, tut mir immer noch schwer, mich selber zu hören. Das ist eine sehr angenehme Podcaststimme. Das ist sehr lieb, dass du das sagst, aber ich höre das anders.

Speaker 1
03:56 - 04:12
Und deswegen muss man mal damit klarkommen, sich selber auch zu hören. Das ist ungewohnt. Das muss einem auch gelingen, damit zumindest seinen Frieden zu finden. Und auch mit diesem Audio-Medium umgehen zu können, dass man ja kein Feedback hat.

Speaker 1
04:12 - 04:26
Also wir sprechen jetzt ins Mikrofon oder in die Kamera. Du weißt nicht, wer dir zuhört. Du weißt nicht, was sich die Leute dabei denken oder für Gedanken da vielleicht zwischendurch haben. Genau.

Speaker 1
04:26 - 04:54
Du weißt nicht, wann sie wegschalten, wenn jemand zwischendurch Haben wir zu viele Füllwörter? Ist eine Stimme von einem Podcast-Interview einfach unvorstellig? Gibt es irgendwelche Nebengeräusche, die wir jetzt so beim Podcast aufzeichnen vielleicht nicht wahrnehmen, aber unsere Hörer und Hörerinnen sich denken, der Hals oder das Klinkeln wird zu dumpf oder wie auch immer. Das Thema uninteressant ist die Frage, nicht spannend.

Speaker 1
04:54 - 05:03
Das heißt, es gibt ganz, ganz viele Gründe, die einen Einfluss haben bei unseren Hörerinnen und Hörern. Und du hast kein Feedback. Genau. Wir kriegen ganz selten Feedback von euch.

Speaker 1
05:03 - 05:14
Wir freuen uns über alles Feedback, das wir bekommen an dieser Stelle. Bitte sendet uns Feedback. Ja, aber das ist in Podcasten einfach so. Es geht anderen nicht anders.

Speaker 1
05:14 - 05:38
Ich höre auch sehr viele Podcasts, aber dass ich jetzt wirklich jemanden hergehe und auch bei den Podcasts, die ich wirklich sehr, sehr gerne mag, jetzt mal schreibt, das ist ein voll leibender Podcast, super, danke, dass du das machst, da muss schon wirklich viel passieren. Also auch eine Notiz an mich selbst, das wieder mal zu ändern und dem Podcast-Host wirklich sehr leibende Podcasts zu machen, das mal auch wieder mitzuteilen. Aber der Podcast ist ein Einweg. Medium eigentlich.

Speaker 1
05:38 - 05:54
Es gibt ganz wenig Rückkanäle. Das ist im Medium des Podcasts eigentlich schon angelegt. Es gibt jetzt auf Spotify Kommentare, das schon, oder auf YouTube kann man auch Kommentare hinterlassen, aber das ist relativ selten. Das ist eigentlich nicht das Wesen der Podcasts von der Erfindung her.

Speaker 1
05:54 - 06:19
Genau. Du hast jetzt eingangs von dem Ziel gesprochen. Also wenn ich die eine Fragestellung geklärt habe, würde mir das grundsätzlich liegen, dann kann ich mir über das Ziel sozusagen mehr Gedanken machen. Einen Podcast zu machen, weil jetzt man einen Podcast macht, weil das jetzt nicht vielleicht eine Art Trend ist oder das Gefühl hat, das macht jetzt jeder einen Podcast und wir brauchen einen Podcast.

Speaker 1
06:20 - 06:44
So jetzt viele davon schon reden, jeder braucht KI und ich brauche meine lokale KI und ich brauche weiß ich nicht was, meine KI-Agenten und Prozesse. Beim Podcast ist es schon auch gut, sich da quasi Gedanken zu machen. Wie passt denn das in meine Marketingstrategie? Also was will ich damit erreichen?

Speaker 1
06:44 - 06:59
Geht es mir um Sichtbarkeit? Geht es mir um Vertrauen? Geht es mir um einen gezielten Kundenvertriebskanal, wo der Podcast ein Teil davon ist? Oder was auch immer.

Speaker 1
06:59 - 07:35
Und ich glaube, da müssen wir so direkt ansprechen, Wenn du Ein-Personen-Unternehmen-Solopreneur bist, dann hat ein Podcast eigentlich nur dann eine Legitimation, wenn er tatsächlich in deine Kundenakquise reinpasst. Du trittst nicht an, um wie bei den großen Podcasts durch den Podcast Geld zu verdienen. Das heißt, durch den Podcast an sich verdienst du kein Geld, auch nicht durch Werbung oder so. Das sind ganz, ganz wenige, die tatsächlich so eine hohe Reihweite haben, dass sie vom Podcast an sich Einnahmen bekommen, geschweige denn davon leben können.

Speaker 1
07:35 - 07:54
Das heißt, sich schwer monetarisieren. Ganz, ganz schwer. Wir mit einigen Podcastern uns ja schon auch unterhalten dürfen. Obwohl das Bild vielleicht anders wirkt von außen, es ist wahnsinnig schwierig einen Podcast zu monitorisieren oder das zu wollen.

Speaker 1
07:54 - 08:28
Und das zu wollen ist glaube ich insofern... Was bringt dir das denn, wenn du deine Personenmarke oder dein Business sozusagen in die breite Masse spielen möchtest, du als Person wahrgenommen willst und dann bist du plötzlich gebrandet oder hast sozusagen irgendwelche Richtlinien einzuhalten, weil der Geldgeber oder die Geldgeberin dann quasi Eigeninteressen verfolgt. Richtig. Dann hast du ja quasi dich selbst schon oder das Podcast Produkt ein Stück weit verkauft.

Speaker 1
08:28 - 08:41
Und stehst vielleicht früher oder später in einem Widerspruch zu deinem Markenauftritt oder zu deinem Unternehmen. Genau. Und das ist eben der große Unterschied. Wir kleinen Selbstständigen sind nicht Podcasts.

Speaker 1
08:42 - 08:56
Profipodcasts. Der Podcast ist nicht unser Produkt, sondern wir vermitteln mit. Es ist auch nicht das Geschäftsmodell. Genau, es ist auch nicht das Geschäftsmodell, sondern wir nutzen den Podcast, um auf unser Produkt hinzuweisen.

Speaker 1
08:56 - 09:15
Zum Beispiel bei uns beiden hat der Podcast immer auch die Funktion zu sagen, was bieten wir denn noch an. Also, um zum Beispiel im einfachsten Fall auf unseren Newsletter zu verweisen und zu sagen, okay, mit dem Podcast kommt auch mit, dass wir einen Newsletter haben. Aber wir verdienen nicht am Podcast an sich. Das heißt, warum machen wir den Podcast trotzdem?

Speaker 1
09:15 - 09:31
Weil man uns beiden zuhören kann beim Reden. Das heißt, jemand, der mit uns ins Gespräch kommen möchte, der uns vielleicht noch gar nicht kennt, der uns noch gar nicht kennt, hat eine Möglichkeit, uns zuzuhören und schon mal abzuschicken, sind mir die zwei sympathisch, mag ich das? mit denen zu arbeiten. Genau.

Speaker 1
09:31 - 09:41
Oder mag ich es nicht. Das heißt, der Podcast hat auch schon eine Filterfunktion. Das heißt, man kennt uns schon. Also die allermeisten, mit denen wir in Kontakt gekommen sind, durch diesen Podcast haben uns schon sehr gut gekannt.

Speaker 1
09:41 - 09:54
Da war sofort ein Vertrauensverhältnis da, weil man uns eben schon aus vielen Folgen kennengelernt hat. Und das ist dann ganz, ganz leicht zu sprechen. Aber wir sind keine Podcast-Hosts, sondern wir sind Gründungsberater, die einen Podcast machen. Genau.

Speaker 1
09:55 - 10:33
Und deswegen ist es ganz wichtig, was du gesagt hast, zu schauen, was ist eigentlich mein Produkt, was ist eigentlich mein Markenkern? Und da geht es nicht darum, dass wir jetzt mit unserem Podcast reich werden, sondern es geht darum, uns zu präsentieren in unserer Arbeit. Und je nachdem wo, an welcher Stelle im Vertriebskanal dieser Podcast steht oder wie du ihn von der Marketingstrategie her betrachtet hast, kann es eben einen Unterschied machen, dass man sagt, ich nehme euch mit hinter die Kulissen und zeige euch sozusagen meinen Arbeitsplatz oder wir haben ja immer wieder diese gründungsrelevanten Fragen.

Speaker 1
10:34 - 10:53
wo wir aus unseren Fallbeispielen sprechen, wo wir aus unseren eigenen Erfahrungen sprechen. Und das kann ja sozusagen jemanden anderen dazu beflügeln, sich mit dem auseinanderzusetzen oder halt mit uns Kontakt aufzunehmen. Genau, wie du richtig sagst. Es gibt verschiedene Formate, die man machen kann.

Speaker 1
10:53 - 11:04
Es gibt Interviews, es gibt Podcasts. Das kann man machen. Es gibt lange Podcasts, es gibt kurze Podcasts, Behind the Scenes Podcasts. Das heißt, es gibt die verschiedensten Varianten und du kannst auch deine...

Speaker 1
11:04 - 11:42
Das gehört aber zum Ziel dazu. Das heißt, selbst wenn ich dann feststelle, okay, es ist ein Teil von meiner Strategie, dass ich mir dann auch überlege, wofür soll er denn nützlich sein. Und kann ich das irgendwie für mich greifen oder messen oder dann vielleicht auch zeitversetzt die Entscheidung treffen, ich habe es bis daher gemacht, aber jetzt stoppe ich das, weil es bringt mir nichts, weil ich durch Webinare oder durch eine Offline-Veranstaltung wesentlich leichter von der Hand gehende Kontakte generieren kann.

Speaker 1
11:43 - 12:06
oder meine Arbeit zeigen kann oder wo auch immer der Ansatz ist, dass ich dieses Vehikel vielleicht gar nicht mehr brauche. Richtig, weil man auch bedenken muss, der Podcast macht nur dann Sinn, wenn ich den langfristig mache. Also, keine Ahnung, fünf Podcast-Folgen zu machen oder auch zehn Podcast-Folgen zu machen, bringt gar nichts. Damit ein Podcast tatsächlich an Reichweite gewinnt, an Impact hat, muss man das Jahre...

Speaker 1
12:06 - 12:48
Podcast ist kein Imagefilm. Also einige Unternehmen gibt es ja heute noch, aber ich habe das im Angestelltenverhältnis oft erlebt, dass man sich diesen Imagefilm von der Firma gewünscht hat und dann hat man so ein bis zwei Imagefilme über die Jahre aufgebaut, wo die Firma sich präsentiert. Und irgendwie habe ich manchmal den Eindruck gewonnen, dass manche Firmen dann auch diesen Podcast gedacht haben, dass naja gut, da kann man unser Unternehmen hören oder kann man quasi diese Unternehmens- oder Marken präsentieren über ein Audio. Aber das geht ja in der Masse unter.

Speaker 1
12:48 - 13:33
Diese Aufwand steht überhaupt gar nicht dafür. Und das, was wir geschafft haben und was wir auch versuchen, jeden Gründer, Gründerin mitzugeben, die einen Podcast machen wollen, reduziert das auf ein Minimum, was sie auch tatsächlich leisten können. Was sie jahrelang potenziell leisten können. Wir wollen hier nicht den Sprint, wir wollen hier den Dauerlauf haben, wo es geht, mit welchen reduzierten Equipment, mit welchen reduzierten Aufwand kann ich hier wirklich Meter machen, wo es mir auch locker und leicht von der Hand geht, dass ich nicht Stunden verbrate für etwas, das dann letztendlich

Speaker 1
13:33 - 13:44
genau welchen Nutzen erfüllen soll. Ja genau. Und was halt auch noch dazu kommt, das ist auch oft sehr frustrierend, deswegen gibt es oft nur 5 oder 10 Folgen von einem Podcast. Stell dich drauf ein, am Anfang hört kein Mensch deinen Podcast.

Speaker 1
13:44 - 14:05
Also es ist ja nicht so, dass du deinen Podcast auf Spotify stellst und dann kommen die Tausenden und sagen, endlich ist der Podcast da. Wie lange hat es gedauert bis wir die 1000 Downloads oder die 2000-3000 Downloads organisch erreicht haben? Also gefühlt eine Ewigkeit. Dann natürlich steigt das exponentieller an.

Speaker 1
14:07 - 14:39
Aber wenn man am Aktienmarkt investiert, dann geh schlafen, schau es nicht mehr an, lass für dich arbeiten, damit keine Emotionen in deine Handlungen reinfließen. Beim Podcast ist es ähnlich. Genau, schau dir deine Handlungen gar nicht an. Produzier, bleib drauf und zwar nicht nur ein paar Wochen, Monate, sondern vielleicht wirklich ein ganzes Jahr lang durch und dann schau mal vorsichtig hin, aber lass dich von den Zahlen nicht steuern.

Speaker 1
14:39 - 14:54
Genau und stelle ich auch ein bisschen drauf ein, das ist fast ein Widerspruch. Der Podcast an sich soll ein Marketing- und Vertriebskanal sein, aber der Podcast braucht auch Marketing. Das heißt, der Podcast allein reicht auch nicht. Ich muss den Podcast auch bekannt machen.

Speaker 1
14:54 - 15:20
Ich muss Leuten sagen, dass es diesen Podcast gibt. Das heißt, ich muss mir Strategien überlegen, um meinen Podcast bekannt zu machen. Und da wird es schon so, dass man sich wirklich gut überlegen muss, ob das einen Sinn hat. nur ein Beispiel zu nehmen, Instagram-Meta-Werbung kaufen muss, damit ich meinen Podcast bekannt mache, damit der Podcast mein Angebot bekannt macht, dann muss ich mich schon fragen, ob ich nicht direkt mein Angebot bekannt machen könnte.

Speaker 1
15:20 - 15:45
Das heißt, was erfüllt der Podcast dann noch für einen Zweck? Weil die Zeiten, wo jetzt der Podcast einfach so gefunden wird, wo man sozusagen organisch auf die großen Reichweiten kommt, die sind vorbei. Das spielt sich nicht mehr. Also ich hatte auch Gründer, die haben gesagt, ja und da werde ich mein Studio mieten und da habe ich auch mein befreundetes Kamerateam und die werden mich begleiten.

Speaker 1
15:45 - 15:57
Dann habe ich gesagt, ah ok, das soll dann so eine Art Videocast werden und wie auch immer. Ja und dann mit Schnitt und so weiter. Dann sage ich, ja ok, aber abgesehen von dem Stundenaufwand, den man da vielleicht hat, was kostet das denn? Was kostet das?

Speaker 1
15:57 - 16:19
Und dann, wenn das Angebot auch nicht dazu passt, dann hat man plötzlich sich einen Kostenpunkt geschaffen. Genauso wie man sagt, ich brauche unbedingt ein fancy Büro. Wenn es deine Dienstleistung oder das, was du dann letztendlich verkaufen möchtest, nicht hergibt, dann steht das ja unternehmerisch betrachtet in einem kompletten Widerspruch. Absolut.

Speaker 1
16:20 - 16:54
Also die Gefahr sehe ich auch, dass man das Podcast Projekt gerade am Anfang viel zu groß dimensioniert, dass man sich viel zu viel vornimmt und ich kann nur raten im Gegenteil zu sagen, wie geht es so einfach wie möglich. Also unser Setting, dass wir miteinander sprechen, haben wir deswegen gewählt, weil es uns einfach leicht fällt, weil das ein passendes Format für uns ist. die uns hier zuhören, wissen, dass unsere Podcasts sind ungescriptet. Erst letztens ist mir wieder passiert, am Anfang der Folge, einen kompletten Wortsalat in der Vorstellungsrunde.

Speaker 1
16:54 - 17:05
Hin und wieder fährt ein Motorrad vorbei oder was auch immer. Das macht es irgendwie auch sympathisch. Wem es gefällt und wer das sympathisch findet, herzlich willkommen. Wir spielen uns gegenseitig an mit unserem Thema.

Speaker 1
17:05 - 17:26
Wir haben uns eine Frage gestellt und tun uns halt leichter. Es gibt Personen, die können frei in die Kamera reden, stundenlang, zu einem Thema. Da würde ich mir schwer tun, wenn ich in ein schwarzes Castle rein reden muss und dann vielleicht sogar meinen Gedanken verliere. Also es ist leicht, sich mit einem Podcast zu übernehmen.

Speaker 1
17:26 - 17:46
Andererseits ist es auch wieder leibend, einen Podcast zu haben. Und wenn man es geschickt macht, dann sind diese Podcast-Folgen potenziell für die Ewigkeit da. Das heißt, unsere 140 Podcast-Folgen bleiben erhalten. Über Jahre kann man noch diese Folgen von uns hören, kann sich informieren.

Speaker 1
17:46 - 18:02
Wir haben Evergreen-Content. Gründungsthemen sind immer relevant. Natürlich vereinen sich ein paar Details, aber grundsätzlich ist das ein Thema, das stabil bleibt. Das heißt, wir haben damit natürlich auch etwas geschaffen, was wir auch sozusagen als unser Vermögen, wenn man es so bezeichnen möchte, sehen kann.

Speaker 1
18:02 - 18:24
Da man investiert in etwas, was dann auch natürlich da ist und Substanz hat. Und selbst wenn wir jetzt keine weitere Folge mehr machen sollten, würden das alles trotzdem noch als Werk von uns da bleiben. Das ist ja auch keine kleine Sache. Und falls jemand Mut braucht von unseren Hörern und Hörerinnen, wie gesagt, unser Aufwand ist auf ein Minimum reduziert.

Speaker 1
18:24 - 18:45
Wir können das ganz transparent teilen. Wir haben ein Ansteckmikrofon uns besorgt. Wir haben die Handykamera mitlaufen. Uns geht es primär um die Audiospur, das heißt, die ziehen wir raus und wir haben eigentlich in der Postproduktion relativ wenig zu tun.

Speaker 1
18:45 - 19:11
Wir schneiden den Anfang weg, wo ich sozusagen vom Start drücken bis ich sitze, rausnehmen und am Schluss nach dem Verabschieden bis das Video und Audio sozusagen dann wieder abgedreht wird. Das nehmen wir raus, alles dazwischen passiert, so wie es passiert. Genau, wird nicht geschnitten. Wir haben dann nur eine Unterstützung von der künstlichen Intelligenz und eine Software, die drüber fährt und uns die Tonspur glättet.

Speaker 1
19:11 - 19:46
Das heißt, auch da haben wir einen geringen Aufwand gewählt. Und dann geht es eigentlich schon darum, dass man sich einen Host sucht, wo man das dann hochladen kann und der das dann auf den entsprechenden Podcast-Plattformen wie man sie kennt, Apple, Music, Amazon Music, Spotify und allen wie sie heißen verteilt. Genau, richtig. Also es ist wirklich schon ziemlich einfach geworden einen Podcast einzurichten, es ist alles nicht mehr das Thema, das war früher viel komplizierter, jetzt ist es alles sehr sehr easy und es ist jetzt in der Grundversion auch nicht teuer, trotzdem Das teure ist jetzt nicht die direkten Kosten, also

Speaker 1
19:46 - 20:02
wenn man es jetzt nicht sehr aufwendig mit Wiederproduktion und so weitermacht, sondern das teure ist eigentlich das Commitment, die Zeit, die man regelmäßig investiert und das Problem sind auch nicht die ersten fünf oder so Folgen, sondern wie geht es da bei der 55. Folge? Hast du dann auch noch Lust auf die 56. Folge?

Speaker 1
20:02 - 20:13
Und hast du in der 60. Folge auch noch was zu sagen? Das ist auch ein Thema. Oder ist deine Geschichte eigentlich nach 13 Folgen auserzählt und du musst eigentlich von vorne beginnen mit deinem Content?

Speaker 1
20:13 - 20:47
Also es sind einige Fragen, die zu klären sind, um diesen Podcast auch strategisch sinnvoll zu machen und damit es sozusagen auch die Chance hat, diese Ziele, die du an diesem Podcast stellst, die Erwartungen, die du an dem Podcast hast, tatsächlich auch zu erreichen. Hast du zu dem Thema, außer diesen anfänglichen Zielfragen, sonst noch ein Thema in dir, das du ansprechen wolltest zu dem Podcast? Also ich glaube, dass das die zwei wichtigsten Punkte sind. Erstens die Frage, bist du die Person für den Podcast?

Speaker 1
20:47 - 21:23
Zweitens passt er in dein Geschäftsmodell, in deine Strategie? Und als dritten Aspekt, das würde ich sozusagen noch dazugeben, ich glaube, dass der wichtigste Grund, dass der Podcast erfolgreich ist, ist, dass man tatsächlich Spaß hat an der Aufnahme. Das heißt, es muss einem das Ganze tatsächlich, also ich freue mich auf jeden Podcast, auch Und deswegen machen wir es so lange, weil es nicht nur Arbeit ist. Es erfüllt natürlich einen Zweck und hat einen Platz in der Strategie, aber es fühlt sich nicht wie Arbeit an und in dem Moment, wo es leibernd ist, macht man es auch lieber.

Speaker 1
21:23 - 21:52
Also schau drauf, dass es leibend ist, mach es dir so leibend wie möglich, mach dir das Format leibend, du bist an nichts gebunden, du bist sehr kreativ, flexibel, alles ist möglich. Mach es so, dass du es selber leibend findest und dann steigt die Chance exponentiell, dass es auch deine Hörerinnen und Hörer leibend finden. Und wenn ihr ein paar leimende Ausschnitte haben wollt, schaut mal bei YouTube vorbei. Wir haben zum Beispiel unsere Sommerfolgen im Spazieren aufgenommen.

Speaker 1
21:52 - 22:18
Da kann man uns auch teilweise in einem Park sitzen sehen, wo hinten Fußgänger vorbeilaufen. Also, das meint der Günther mit, macht es euch gemütlich, macht es euch leibend, sucht euch ein Lieblingsplätzchen, sucht euch etwas, wo es leicht von der Hand geht und probiert es einfach mal aus und ihr werdet es merken, wenn das eure Richtung ist. Es wird klappen. Dranbleiben.

Speaker 1
22:18 - 22:25
Genau. Zusätzlich zu unserem Podcast gibt es aber auch noch einen Newsletter. Dazu laden wir euch sehr gerne ein. Genau.

Speaker 1
22:25 - 22:30
Wer etwas von uns lesen möchte. Genau. Vielleicht bist du ja nicht so der Podcast-Typ, sondern der Leser-Typ. Wir haben jede Woche einen Newsletter.

Speaker 1
22:30 - 22:43
Den schicke ich am Samstag immer aus am Vormittag und da gebe ich noch zusätzlich zum Podcast noch andere Tipps rund ums Gründen und um die Selbstständigkeit. Also wenn du das haben möchtest, sehr herzlich eingeladen. Der Link dazu steht in den Show Notes. Genau.

Speaker 1
22:44 - 23:04
Und wenn dir der Podcast taugt und den Content, den wir hier produzieren, dann bitte teil ihn, zumindest gerne mit einer weiteren Person. Wir würden uns über weitere Hörer und Hörerinnen jedenfalls freuen. Freuen würden wir uns auch, wenn du nächste Woche wieder dabei bist, bei der nächsten Folge von Leib und Gründen. Und bis dahin, bleibst leib und!