Coach&Coach

Schwierige Gespräche meistern 💪🤝


In dieser Folge plaudern Björn und Jan über:

  • 🤯 Wie knifflige Gespräche entstehen
  • 🗣️ Die wichtigsten Faktoren für eine gelungene Kommunikation
  • 🧠 Das Rübermodell: Ein Modell für besseres Verstehen
  • 🤗 Tipps für ein respektvolles Miteinander
  • 💥 Wie man mit Konflikten umgeht
  • ✨ Die Bedeutung von Authentizität

Takeaways:

  • Es gibt Menschen, mit denen Gespräche 😥 schwierig sein können. Aber meistens ist ein konstruktiver Dialog möglich! 👍
  • Knifflige Gespräche entstehen oft durch mangelnde Selbstreflexion und Kommunikationsfähigkeit auf beiden Seiten. 🤔
  • Wichtig ist es, sich auf die Situation und den Gesprächspartner einzustellen, aktiv zuzuhören und respektvoll zu kommunizieren. 👂🗣️
  • Das Rübermodell kann helfen, Missverständnisse zu vermeiden und ein gegenseitiges Verstehen zu fördern. 🤝🧠
  • Ehrlichkeit und Offenheit sind die Basis für Vertrauen. 🔐
  • Manchmal ist es besser, einen Konflikt zu akzeptieren und nach alternativen Lösungen zu suchen. 🤝💡

Kapitelmarken:

  • 00:00 🎙️ Begrüßung und lockere Plauderei
  • 02:35 😥 Schwierigkeiten in der Kommunikation
  • 06:46 🗣️ Bewusstes Steuern der Kommunikation
  • 09:48 🧠 Das RÜBER-Modell
  • 12:27 🤗 Einschwingen aufeinander
  • 15:27 🗣️ Bewusste Gesprächsführung
  • 21:44 🤝 Akzeptanz und alternative Lösungen
  • 23:08 ✨ Fazit und Abschluss
  • 23:12 🎶 Coach&Coach Intro.mp3

Feedback:

  • 💬 Teile deine Erfahrungen mit schwierigen Gesprächen in den Kommentaren!
  • 🙋‍♀️ Stelle Fragen und diskutiere mit anderen Zuhörern!

Was ist Coach&Coach?

Björn Bobach und Jan Gustav Franke beschäftigen sich in ihrem Podcast mit vielfältigen Aspekten rund um das Thema Coaching. Der Podcast richtet sich an alle, die ihre persönliche Entwicklung vorantreiben wollen und sich für Coaching interessieren.

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge
von Coach &Coach.

Es ist mir eine außerordentliche Ehre
heute den lieben Björn Bobach zu begrüßen.

Hallo Björn.

Ja genau, mein Name ist Jan -Gustav Franke
und ich freue mich, dass wir heute wieder

zusammen sind zu dieser Folge.

Und zwar geht es heute darum, was tun wir,
wenn man einfach nicht miteinander reden

kann.

Das ist das Thema, worüber wir sprechen
wollen.

Und das ist ja ein Thema, was uns beide
immer wieder beschäftigt.

Wenn wir Folgen hier aufnehmen, was tun
wir eigentlich, wenn wir nicht miteinander

reden können?

Das ist genau glücklicherweise nicht so,
sonst wäre dieser Podcast wahrscheinlich

nicht entstanden.

Ja, aber solche Situationen gibt es.

Und meine Frage wäre jetzt initial, sind
dir solche Situationen bekannt oder ist

das bei dir so, Björn, dass du mit jeder
Person ...

super sprechen kannst und dich verstehst.

Ich erlebe das auch, aber sehr, sehr
selten, dass es Menschen gibt, mit denen

ich einfach nicht klar komme, also wo ein
Dialog nicht möglich ist.

Ich habe jetzt, bevor wir hier die
Aufnahmetaste gedrückt haben, tatsächlich

so ein bisschen überlegt.

Und ich glaube, ich kann, ich bin jetzt 50
und ich glaube, ich habe in diesen 50

Jahren das zwei - oder dreimal erlebt,
dass es Menschen gab, wo ich einfach

wirklich ein Problem hatte, in einen
vernünftigen Dialog zu kommen.

Und...

Das ist schon länger her, da wusste ich
auch weniger, als ich jetzt weiß.

Da habe ich noch nicht so viel, ich will
nicht sagen Weisheit, aber Lebenserfahrung

gehabt, glaube ich, oder verstanden, woran
sowas liegen kann.

Und rückblickend kann ich das ganz gut
einordnen, warum das eigentlich so war.

Aber natürlich habe ich das auch erlebt.

Ich glaube, das kennt jeder, dass es
Menschen gibt, wo man einfach auf keinen

grünen Zweig kommt.

Also wo jedes Wort gefühlt falsch ist,
sowohl vom Gegenüber als auch von einem

selbst.

und eigentlich die Eskalationsstufe sofort
erreicht ist.

Natürlich kann ich das.

Wie ist es bei dir?

Ja, also ich kenne das natürlich nicht.

Nein, Quatsch.

Ich kenne das natürlich genauso.

Also ich würde auch sagen, dass es mir
generell relativ leicht fällt, mit

Menschen ins Gespräch zu kommen.

Das ist mir auch generell leicht fällt,
eine Konversation zu führen.

Nichtsdestotrotz stoße ich auch auf
Situationen oder komme auch in Kontakt mit

Menschen, wo es entweder so ist, dass es

dass es mir vielleicht auch schwerer fällt
oder dass ich das zuerst erstmal

feststelle, dass die Kommunikation nicht
ganz so intuitiv ist, dass ich mich mehr

anstrengen muss oder mir mehr Mühe geben
muss, damit, sag ich mal, ein vernünftiges

Gespräch zustande kommt, was überhaupt gar
keinen Urteil oder keine Wertung bezogen

auf meinen Gegenüber darstellen soll,
sondern wo ich einfach merke, da sind die

Kommunikationskanäle einfach irgendwie
unterschiedlich.

Und das Schöne finde ich dann, wenn man
dann aber in der Lage ist,

Vielleicht auch sich selbst so ein
bisschen zu modulieren und darauf

einzustellen und dann trotzdem so etwas zu
ermöglichen.

So, also das sind wiederum Fälle, die
sind, sag ich mal, medium häufig.

Und dann gibt es aber schon auch seltene
Fälle, wo es also entweder richtig,

richtig hart ist, dass man, dass man
wirklich, also sich sehr, sehr viel Mühe

geben muss, damit das überhaupt
funktioniert.

Oder wo man irgendwann vielleicht auch mal
an den Punkt kommt und sagt, vielleicht

klappt es dann auch nicht.

Was auch, was auch eine Option sein kann.

im Zusammenhang und diese ganze
Bandbreite, also die stelle ich auf jeden

Fall fest, dass es sie gibt.

Aber wie gesagt, ich würde niemals sagen,
dass das jetzt irgendwie am Gegenüber

alleine liegt, sondern das hat ganz oft
damit zu tun, wie man halt irgendwie

miteinander kommuniziert.

Manchmal verstehe ich auch vielleicht
einfach gerade nicht, stehe ich immer auf

dem Schlauch oder wie auch immer und
manchmal gibt es halt einfach, es gibt

Situationen, die sind kompatibler als
andere.

Das ist meine Wahrnehmung.

Also meine Gedanken, dass so sind, ist
auch wieder bezogen auf die paar Menschen,

mit denen mir das so gegangen ist.

Auch vor allem rückblickend ist natürlich,
ja, es liegt definitiv nicht nur im

Gegenüber.

Es liegt natürlich zum Großteil sehr
wahrscheinlich sogar an einem selbst.

Auf beiden Seiten.

Weil die, die ...

Naja, also ich meine, ich meine die ...

Nein, nein, aber ich meine die Ursachen
dafür, wenn beide Seiten entsprechend

reflektiert dann da reingehen könnten, was
dann ja halt auf meiner eigenen Seite auch

nicht ging, würde es ja wahrscheinlich
anders aussehen.

So ist es gemeint.

Aber es ist einfach so und das hat ganz
viel damit zu tun, zu der Grundhaltung,

mit der man dann zum Beispiel in
Unterhaltung geht, dass es nun mal

Menschen gibt, die uns.

Und das sind dann die
Kommunikationskanäle, die dann

verschlossen werden sofort, die uns
triggern.

die uns, die irgendetwas an sich haben.

Ich möchte jetzt auch nicht zu konkret
werden, weil ich will jetzt nicht, dass

hier irgendjemand sich angesprochen fühlt,
der vielleicht aus meiner Vergangenheit

hier reingehaut.

Dass es Menschen gibt, die triggern uns
auf eine Art und Weise, die es uns

unmöglich machen, rational wirklich
sachlich in ein Gespräch zu gehen.

Und das kann ja sehr verschiedene Ursachen
haben.

Das kann eine narzisstische Projektion
sein.

Also dass man da in der Person eine.

etwas sieht, was man selber nie durfte,
was da wild ausgelebt wird.

Es kann Erinnerung an jemand sein, der
einem vielleicht mal nicht gut getan hat,

irgendwann, die da sofort die
Abwehrmechanismen hochfahren lässt und

eine normale Kommunikation total
einschränkt.

Das kann einem aber auch mit Menschen
passieren, finde ich, die einem sonst sehr

nahe stehen.

Das habe ich auch schon erlebt, dass ich
mit Menschen, wo ich eigentlich dachte, da

hast du einen guten Draht, auf einmal eine
Situation entstanden ist,

wo ich wirklich fassungslos kurz wurde und
was mir dann auch unmöglich machte, normal

zu kommunizieren.

Was dann eben ja auch zum Beispiel eine
Reaktion ausgelöst hat, die nicht

besonders förderlich war.

Also das gibt es ja auch.

Spannend ist natürlich die Frage, kann man
sowas hundertprozentig steuern?

Und jetzt sind wir in der Podcast Folge
davor, nämlich stille.

Kann man so was steuern?

Ja, also ich glaube schon, dass man, also
was meinst du jetzt konkret, was man

steuern kann?

also kann man solche Situationen sofort
abfangen.

Also ist es selbst als reflektierter
Mensch, also ich würde jetzt behaupten,

dass wir zwei zu sehr reflektierten
Menschen gehören, die auch sehr bewusst in

Konversation gehen.

Das ist ja auch unser täglich Brot, wenn
wir coachen.

Wir sind ja einer sehr bewussten
Kommunikation.

Aber ist es wirklich möglich, in jeder
Situation sofort zu reflektieren?

und gegen zu lenken, wenn es aus dem Ruder
läuft.

glaube, das hängt ganz, ganz stark davon
ab, wie bewusst man ist als Mensch.

So, also, das heißt, wie klar man auch
über seine eigenen Verhaltensmuster

Bescheid weiß und auch selbst reflektiert
ist.

Also, wenn man jetzt auch mal darüber
spricht, auch mit Menschen, die halt

irgendwie wirklich weit fortgeschritten
sind.

auch in Themen wie Meditation und so
weiter.

Dann gibt es ja unterschiedliche Phasen.

Das heißt, du nimmst einen Reiz auf, dann
hast du eine, in Anführungsstrichen,

intuitive oder initiale Reaktion darauf.

Also so, wie du erst mal darauf reagierst.

Und dann ist quasi die Frage, wie lang ist
dieser Moment, dass das quasi aus dir

kommt, ungesteuert, oder wann nimmst du
wieder das Steuer in die Hand, in

Anführungsstrichen.

Also ich nenne jetzt mal ein Beispiel.

Keine Ahnung.

Du stehst irgendwie an der Kasse, jemand
drängelt sich vor und in dir kommt

irgendwie auf eine empörte Reaktion.

Und dann kommt die erstmal auf, aber dann
die Frage, wie schnell steuerst du ein?

Also fühlt es sich dazu, dass du erstmal
durch den Laden brüllst, nach dem Motto,

was das für eine Frechheit ist.

Oder denkst du, na gut, vielleicht ist
diese andere Person hat es einfach sehr,

sehr eilig oder sie hat mich gar nicht
gesehen und ja.

Das hängt davon ab.

Von daher glaube ich, das hat damit zu
tun, wie selbstreflektiert man ist, wie

sehr man im Bewusstsein ist gerade in der
Situation.

Aber eben auch, was der Kontext in Summe
ist.

Wie viel Stress ist man gerade ausgesetzt?

Was ist sonst gerade so los?

Prinzipiell würde ich sagen, je
gestresster Menschen sind, desto weniger

bewusst sind sie oftmals.

Sonst eher fallen sie in solche
Reaktionsmuster rein, wo sie so ein

initialer Impuls ...

dann halt eben auch dann durchschlägt.

Aber auch die Frage, wie man reagiert auf
solche Sachen, hängt, glaube ich, auch

ganz, ganz viel davon ab.

Einerseits, was so die Grundausprägung der
Persönlichkeit ist oder was man sich auch

so für Verhaltensweisen über die Zeit
antrainiert hat, sage ich jetzt mal.

Also jemand, der quasi oder eine Person,
die gewohnt ist, eher bewusst mit Dingen

umzugehen, die wird eher

auch unter Umständen entspannter sein und
mit solchen initialen Reaktionen in

Kontakt treten als jemand, für den eine
solche bewusste Umgangsform eher ungewohnt

ist oder die das nicht so regelmäßig
praktiziert.

Das heißt, das ist, glaube ich, persönlich
abhängig, aber ich glaube nicht ganz

abstellbar.

Nee, glaube ich auch nicht.

Also das kenne ich auch aus eigener
Erfahrung.

Wenn es Menschen gibt, wo man
grundsätzlich sagt, das ist schon

schwieriger für mich, damit vernünftig
umzugehen, also angemessen umzugehen, weiß

ich aus eigener Erfahrung, wenn ich in
einer Situation stecke, wo das Stresslevel

sehr hoch ist, wo ich gerade wenig Zeit
für mich selber habe, nicht genug Ruhe

habe, solche Sachen, dann versuche ich,
solche Konfrontationen auch zu vermeiden.

Also das ist dann, weil ich weiß,

dann ist die Wahrscheinlichkeit höher,
dass so ein Gespräch aus dem Ruder läuft.

Ich glaube, das ist, wie du eben gesagt
hast, dann nicht die richtige Situation.

Aber das ist ja schon wieder eine Form von
Selbstreflektion, die ja nicht jeder hat.

Also es gibt genug Menschen, die sich gar
nicht darüber bewusst sind, was für sie

zum Beispiel eine stressige Situation
gerade ist, in der sie solche Situationen

vielleicht eher vermeiden sollen.

Und mein Gedanke war jetzt auch gerade,
ich glaube auch nicht, dass man es

hundertprozentig vermeiden kann, dass es
Situationen oder Menschen gibt oder

Dialoge mit Menschen gibt, die einfach
irgendwie immer schwierig sind.

Das kann man, glaube ich, nicht.

Das liegt vor allem auch daran, dass das
ja voraussetzen würde, dass beide Seiten

bemüht sind, die Situation zu entschärfen.

Und das ist, das ist ja schon recht viel
verlangt, weil wir können ja nicht

steuern, was unser Gegenüber denkt.

und wie sich unser Gegenüber verhält.

Und dass dann wirklich beide losgelöst
voneinander zu der Erkenntnis kommen,

okay, das ist ein Mensch, der provoziert
mich auf irgendeine Art und Weise und da

will ich jetzt gegensteuern und es liegt
nicht nur an dem, sondern halt auch an

mir.

Ich glaube, das ist schon relativ selten,
dass das passiert.

Weil es ist ja sehr weit verbreitet zu
sagen, mit dem kann ich einfach nicht.

Oder der ist schwierig oder irgendwie
sowas.

Genau, und ich glaube, dass jetzt beide
Seiten zu gleichem Ergebnis kommen, ist

vielleicht tatsächlich ein bisschen viel
verlangt.

Es ist halt die Frage, ob das immer
passiert.

Aber ich finde, man hat ja auch schon
einiges in der Hand, wenn man sich selbst

der Situation bewusst ist.

Und auch wenn man sich vielleicht der
Situation bewusst ist, dass man da

vielleicht gerade was im Gegenüber
auslöst.

Oder dass das Gegenüber halt in einem
selbst etwas auslöst.

Und wovon ich einen riesen...

Fan Bin ist das Rübermodell.

Hast du davon schon mal gehört?

Das Rübermodell, ja, also im Grunde
genommen, wie kommt man auch hier über

einen Graben rüber, könnte man jetzt auch
sagen.

Aber das ist tatsächlich einfach nur eine
Eselsbrücke.

Sagt man Eselsbrücke?

Ich weiß noch nicht, worauf du hinaus
willst.

Erklär es uns.

etwas erklärt, ich glaube, das ist
Eselsbrücke.

Also das Rübermodell ist quasi eine
Abkürzung und steht für unterschiedliche

Phasen eines Gesprächs.

Nämlich Rapport ist das R am Anfang, dann
Überleitung, Besprechen, Entscheiden und

dann nochmal Rapport.

Und Rapport, wenn man darüber spricht,
dann ist die Reaktion, die ich oft gehört

habe, das ist doch hier irgendwie Rapport
geben, also irgendwie sozusagen Berichten.

Aber hiermit ist gemeint, eigentlich
tatsächlich die psychische oder

psychologische Nähe quasi in einem
Gespräch herzustellen.

Also sich auf die andere Person
einzulassen und das quasi als

Gesprächseinstieg zu nutzen.

Das heißt also, dass man erstmal versucht,
irgendwie ...

auf eine Ebene zu kommen.

Das kann zum Beispiel sein, indem man
versucht, in einem Gespräch zunächst mal

Gemeinsamkeiten zu finden.

Also erst mal über einen Small Talk in ein
Gespräch hineinkommt und dann vielleicht

auch auf ein Thema eingeht, wo man weiß,
die andere Person ist dafür empfänglich

oder interessiert sich dafür oder wie auch
immer, dass man da erst mal versucht, sich

sozusagen auf eine Ebene zu begeben.

Das gibt...

Das ist quasi die thematische Ebene.

Aber dann gibt es natürlich auch noch die
ganzen anderen Ebenen, nämlich dass man

sich eventuell auch erstmal in der Sprache
anpasst.

Also es macht einen Unterschied, ob ich
jetzt gerade mit, sag ich mal, jemandem

hochfein spreche, ob ich mit jemandem eher
handfesteren spreche.

Und beide finden vielleicht auch die
Ausdrucksform in der einen oder anderen

Art und Weise komisch oder unangebracht.

Das heißt, ich muss mich auch irgendwo in
der Ausdrucksweise anpassen.

Und ich kann vielleicht sogar noch eine
Ebene tiefer gehen, dass ich sage, wie

kommuniziert die Person, kommuniziert sie
eher schnell, eher langsam, ist eher laut,

leise, ist ein Hau drauf.

Was ist das für ein Mensch?

Und ich kann mich da ein Stück weit auch
anpassen, um halt einfach irgendwie zu

connecten.

Ich kann auch feststellen, er wartet mein
Gegenüber eher von mir.

hast du die Wote -Haltung in so einem
Gespräch oder ...

dass ich sehr selbstbewusst auftrete, die
Führung übernehme.

Sodass ich also darüber erst mal versuche,
einen gewissen Einklang zu finden,

darüber, wie wir miteinander
kommunizieren, und erst mal darauf

einschwingen, erst mal in Themen, um die
es gar nicht geht, also Small -Talk

-Themen, bevor man dann quasi zu dem
eigentlichen Thema kommt, worum es geht.

Also was man persönlich besprechen möchte,
ob das jetzt auf persönlicher Ebene ist

oder beruflich oder wie auch immer und so
weiter und so fort.

Sodass man da also erst mal auf einer
Wellenlänge ist, da im Prinzip zum

Ergebnis kommt,

Ebenen abschließt.

Und das ist eine Möglichkeit, wie man
natürlich ehrlicherweise relativ bewusst

solche Mittel einsetzt.

Also man ist natürlich relativ schnell
dann auch bei der Frage ist das jetzt

Manipulation?

Ja oder nein?

Wenn man sich so verhält.

Aber eigentlich ist es aus meiner Sicht,
dass sich bewusst machen, was man sonst

ganz natürlich tut, nämlich dass man sich
irgendwie einschwingt aufeinander, aber

halt eben über diesen bewussten Prozess
das etwas besser steuern kann.

Ich glaube, das ist eine ganz gute
Technik.

Also es klingt jetzt für mich so, dass ich
auch glaube, dass etwas, was ein normaler

Mensch sowieso tut, dieses Einschwingen,
dann zum Thema kommen und am Ende noch mal

zusammen auf ein Nenner einschwingen und
so.

Machen wir, glaube ich, machen die meisten
Menschen sehr wahrscheinlich intuitiv.

Aber es ist ja super, wenn man sich das so
bewusst machen kann, wenn man weiß, jetzt

gehe ich in ein schweres Gespräch.

Ob das jetzt ein Personagespräch ist oder
...

Bewerbungsgespräch, egal auf welcher Seite
man da sitzt, dass man einfach weiß, ich

kann das jetzt steuern und produktiver
oder erfolgreicher gestalten, wenn ich

versuche, mich an diesen diesen Schritten
entlang zu hangeln.

Ist das Manipulation?

Ich weiß nicht.

Manipulation würde für mich bedeuten, dass
man seinen Gegenüber manipuliert.

Das tut man ja nicht, wenn man selber
versucht, auf einen Nenner zu kommen.

Ich manipuliere meinen Gegenüber nicht, es
sei denn, ich spiele ihm was vor.

Ich glaube, die Authentizität ist dann
sehr, sehr wichtig.

Also wenn ich jetzt in diesem ersten
Rapport, wie es dann heißt, mich verstelle

und so tue, sagen wir mal, ich habe ein
Gespräch mit einem Mitarbeiter, der mir

ein totaler Dorn im Auge ist, überdenke
mich auch regelmäßig Ärger.

Und ich tue dann aber in dem Rapport so,
als wären wir total dicke Freunde, ist ja

total unglaubwürdig.

Und das wird auch beim Gegenüber
garantiert nicht eine positivere

Grundhaltung auslösen, weil der fühlt sich
dann ja manipuliert.

Also ich glaube, die Authentizität ist
dann total wichtig, dass man selbst bei

dem Einschwingen schon darauf achtet, dass
man trotzdem bei sich auch bleibt, auch

wenn man versucht, das Gegenüber
wahrzunehmen.

Das ist im Prinzip auch unsere Coaching
-Grundhaltung.

Natürlich schwingen wir uns ja auch auf
unsere Klienten ein.

Aber wir müssen ja auch immer noch Jan und
Björn bleiben.

Also wir können ja jetzt nicht bei einem
Klienten auf einmal ein völlig anderer

Mensch sein.

Das würde ja nicht funktionieren.

Bei allem Einschwiegen, auch auf die
Kommunikationsweise und so.

Alles total fein.

Und solange man bei sich bleibt,
manipuliert man, glaube ich, auch nicht.

Naja, also ich würde auch manipulieren,
quasi da sehen, wo man bewusst auch

jemanden dazu bringt, Dinge zu tun, die
die Person nicht möchte.

Aber das ist ja immer die Frage.

Also eine Frage, die schnell im Raum
steht, wenn man halt irgendwie über

Gesprächstechniken und so weiter auch
spricht.

Aber ich sehe das genauso wie du.

Das ist im Prinzip, wo man etwas zum Wohle
...

der Situation in Summe tut, dass das in
Ordnung ist und dass es auch mal helfen

kann, sich einfach das einfach mal vor
Augen zu führen, was auch üblicherweise

passiert in einem solchen Gespräch.

Wie du sagst, das ist eigentlich der
natürliche Verlauf, aber es ist jetzt hier

nochmal in einem Modell dargestellt,
sodass man es besser nachvollziehen kann.

Denn das ist ja irgendwie auch...

ist ja auch ein Teil, wie man im Coaching
wirksam werden kann, dass man also auch

mit Modellen arbeitet und die begreift.

Wir hatten ja auch darüber gesprochen, ob
wir irgendwann mal eine Folge zum Thema

Psycho -Education machen, wo wir nämlich
genau darüber sprechen, was auch das

Erklären von Mustern von Modellen bewirken
kann, auch im Rahmen des Coachings.

Und das würde dazu natürlich auch passen.

Aber wir sind jetzt tatsächlich dazu
gekommen, wie kann man jetzt damit

umgehen, wenn man sich nicht versteht?

Und wir haben festgestellt, es gibt
unterschiedliche Punkte, die dazu führen

können, dass man also etwas in seinem
Gegenüber sieht, was einen selbst stört,

das vielleicht beim Gegenüber auch so ist.

Es können unaufgelöste Beziehungsthemen
sein, die man da projiziert.

Eltern -Kind -Verhaltensweisen, das
passiert auch in Hierarchiebeziehungen so,

wenn man jetzt irgendwie im Job ist mit
einem Vorgesetzten oder Auftraggeberkunde

oder sowas.

Das sind eben solche Dinge, die dazu
führen können.

Und je nachdem, wie halt eben diese
Menschen einfach miteinander agieren, kann

es dazu kommen, dass solche Irritationen
aufhören.

Und manchmal ist es halt eben intuitiver
lösbar und manchmal dann halt eben etwas

bewusster unter Umständen.

Und vielleicht gibt es auch Situationen,
die trotz aller Mühe und trotz allem

Wollen sozusagen nicht auflösbar sind.

Ich glaube, das ist auch noch ein
entscheidender Punkt.

Manche Sachen ...

funktionieren halt einfach nicht.

Und damit tun sich auch viele schwer, dass
sich einfach einzugestehen, dass das nicht

funktionieren wird.

Und ich bin der Meinung, das ist überhaupt
kein Beinbruch.

Also wenn es Menschen gibt, die warum auch
immer nicht miteinander sprechen können,

die auch auf keinen guten Zweig kommen,
ist es eigentlich das Beste, wenn man sich

das ehrlich sagt, völlig vorwurfsfrei,
weil sehr wahrscheinlich haben sich das

beide nicht ausgesucht und einfach
feststellt, hör mal,

Ich glaube, wir kommen da einfach nicht
auf den grünen Zweck.

Wir können da einfach nicht miteinander
reden.

Lass uns nach einer Alternative suchen.

Das ist eigentlich das Fährste, was man
tun kann.

Das fällt aber tatsächlich auch vielen
sehr schwer, sich so was einzugestehen.

Habe ich oft beobachtet, auch in so
vorgesetzten Angestelltenbeziehungen, wo

der Vorgesetzte einfach sich nicht
eingestehen konnte, dass er bei einem

Mitarbeiter, der eigentlich nichts Böses
getan hat, aber einfach nie die richtigen

Worte fand.

Und da ist es...

Das ist dann so was wie ein eingestehen
einer, ich würde es in Anführungsstrichen

Niederlage nennen, sehe ich aber nicht so,
sondern einfach die Einsicht, wir können

einfach nicht miteinander, das ist in
Ordnung so und dann lassen wir das und wer

anders kann das übernehmen.

Das ist ein Schritt, der glaube ich sehr
schwierig ist für viele, sich einfach auch

zu sagen, lass uns das bleiben, lass uns,
wir suchen eine alternative Form oder

andere, jemand anderen, der das statt mir
macht oder.

in die Richtung gehend, ist halt manchmal
der einzige Ausweg.

Ja, genau.

Aber nichtsdestotrotz darf es ja auch die
Ultima Ratio bleiben.

Man kann es erst mal probieren.

Und das ist ja auch etwas, wofür ich
zumindest stehe.

Zu sagen, erst mal zu schauen, was gibt es
für Möglichkeiten, da doch zu handeln und

das auch zum Besseren zu bewegen.

Was ja auch nur eine interessante Aufgabe
ist und auch schön ist und auch das

menschliche Leben, finde ich, ein Stück
weit ausmacht.

Dass man halt eben doch schaut, was gibt
es für Möglichkeiten für gemeinsame Wege

oder Brücken, über die man dann gehen
kann.

natürlich.

Also das ist natürlich die letzte
Möglichkeit zu sagen, das macht keinen

Sinn.

Vorher sollte man schon probieren, ob es
nicht doch klappt.

Du, ich freue mich total, dass wir heute
gegen alle Erwartungen mal nett

miteinander gesprochen haben.

Ja, genau.

Spannendes Thema, finde ich.

Sehr schön, sehr lebensnahes Thema, finde
ich, weil ich glaube, das können auch

unsere Zuhörer, haben sie ja
wahrscheinlich jetzt auch direkt so ein

paar...

Menschen im Kopf, wo sie das schon mal
erlebt haben.

Und vielleicht hat ja die Folge ein
bisschen was dazu beigetragen, dass man

anders aufeinander zugeht oder vielleicht
auch eine vergangene Situation ganz anders

beleuchtet.

Wir danken euch fürs Zuhören.

Wir freuen uns, wenn ihr uns treu bleibt.

Wenn ihr Kontakt aufnehmen wollt, findet
ihr die Möglichkeiten wie immer in der

Podcast Beschreibung oder auf unseren
Homepages.

Sprecht gut miteinander.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag
und sage bis bald.

Auf Wiederhören!