In dieser sehr persönlichen Folge erzähle ich von meiner schwersten Krise und den Lektionen, die ich daraus gelernt habe. Ich betone die Bedeutung persönlicher Erfahrungen für Coaches und wie sie die Empathie für ihre Klienten steigern können. Ich beschreibe die verschiedenen Ereignisse, die zu meiner Krise geführt haben, darunter eine schwierige Trennung, berufliche Probleme und eine toxische Beziehung. Ich erläutere, wie ich professionelle Hilfe suchte und die drei wichtigsten Lektionen, die ich daraus gelernt habe:Du musst nicht alles alleine meisternSorge für dich selbst und Mach aus der Krise eine TugendDurch diese Krise konnte ich persönlich wachsen und meine Berufung als Coach finden.TakeawaysPersönliche Erfahrungen können die Empathie eines Coaches für seine Klienten steigern.Es ist wichtig, sich in schwierigen Zeiten Hilfe zu suchen und nicht alles alleine meistern zu wollen.Selbstfürsorge ist entscheidend, um aus einer Krise gestärkt hervorzugehen.Schwierige Erfahrungen können zu persönlichem Wachstum und neuen beruflichen Möglichkeiten führen.Kapitel00:00 Einleitung00:57 Persönliche Erfahrungen als Coach04:37 Selbstständigkeit und Enttäuschung06:04 Soziale Isolation und toxische Beziehung07:35 Suche nach professioneller Hilfe08:05 Lektion 1: Du musst nicht alles alleine meistern09:01 Lektion 2: Sorge für dich selbst12:07 Lektion 3: Mach aus der Krise eine Tugend+++Links &Kontakt:Ich freue mich über Anmerkungen und Themenwünsche in den Kommentarfunktionen. Natürlich sind auch – hoffentlich positive – Bewertungen toll ☺️Kontakt überbjoern@bjoernbobach.dehttps://bjoernbobach.de
In dieser sehr persönlichen Folge erzähle ich von meiner schwersten Krise und den Lektionen, die ich daraus gelernt habe. Ich betone die Bedeutung persönlicher Erfahrungen für Coaches und wie sie die Empathie für ihre Klienten steigern können. Ich beschreibe die verschiedenen Ereignisse, die zu meiner Krise geführt haben, darunter eine schwierige Trennung, berufliche Probleme und eine toxische Beziehung. Ich erläutere, wie ich professionelle Hilfe suchte und die drei wichtigsten Lektionen, die ich daraus gelernt habe:
Durch diese Krise konnte ich persönlich wachsen und meine Berufung als Coach finden.
Takeaways
Persönliche Erfahrungen können die Empathie eines Coaches für seine Klienten steigern.
Es ist wichtig, sich in schwierigen Zeiten Hilfe zu suchen und nicht alles alleine meistern zu wollen.
Selbstfürsorge ist entscheidend, um aus einer Krise gestärkt hervorzugehen.
Schwierige Erfahrungen können zu persönlichem Wachstum und neuen beruflichen Möglichkeiten führen.
Kapitel
00:00 Einleitung
00:57 Persönliche Erfahrungen als Coach
04:37 Selbstständigkeit und Enttäuschung
06:04 Soziale Isolation und toxische Beziehung
07:35 Suche nach professioneller Hilfe
08:05 Lektion 1: Du musst nicht alles alleine meistern
09:01 Lektion 2: Sorge für dich selbst
12:07 Lektion 3: Mach aus der Krise eine Tugend
+++
Links &Kontakt:
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KlarSicht ist der Podcast von Björn Bobach rund um Coaching, Selbstverbesserung und Team Themen. Im einzelnen beschäftige ich mich mit Coaching Themen die mir immer wieder in meiner Praxis begegnen. Beispiele sind hierfür:
👉🏻 Ziele und wie man sie erreicht
👉🏻 Mehr Ruhe und Gelassenheit finden
👉🏻 Das eigene Potential voll oder besser nutzen
👉🏻 Hindernisse und Blockaden aus dem Weg räumen
Dieser Podcast lebt von meinen Zuhörern! Ich freue mich über Vorschläge über die Kommentarfunktionen oder direkte Nachrichten an bjoern@bjoernbobach.de!
Hallo und herzlich willkommen zu einer
neuen, sehr persönlichen Folge von
Klassicht, dem Coaching -Podcast mit mir,
Björn Bobach.
Ich freue mich, dass ihr dabei seid.
Ja, und wie erwähnt, das ist eine sehr
persönliche Folge, denn es geht um meine
persönlich schwerste Krise und was ich
daraus gelernt habe.
Warum teile ich das mit euch?
Denn das ist schon eine sehr private
Geschichte, aber ich finde, das ist ein
gutes Beispiel dafür, wie man aus einer
Krise mit viel Kraft
und viel neue Energie hervorgehen kann.
Wie ein Phoenix aus der Asche möchte ich
jetzt nicht sagen, das wäre zu viel.
Aber es ist ein schönes Beispiel, wie man
das Beste aus einer Situation ziehen kann
und hinterher eigentlich stärker ist als
vorher.
Ich finde es außerdem auch entscheidend,
dabei nochmal zu betonen, wie wichtig
persönliche Erfahrungen gerade auch als
Coach sind.
Denn das steigert natürlich auch nochmal
die Empathie für sein Gegenüber, für
seinen Klienten.
Gerade wenn man vielleicht in ähnlichen
Situationen schon mal gesteckt hat.
Natürlich ist dann nicht die eigene Lösung
die Lösung des Klienten, aber es schärft
die Sinne dafür.
Ja, also meine persönlich schwerste Krise
direkt vorweg.
Es gab kein singuläres großes Ereignis,
was diese Krise ausgelöst hat.
Es gab also nicht eine Sache, sondern es
war eine Akkumulation von Dingen, die sich
dann auch noch gegenseitig potenzierten.
die dazu geführt hat, haben, dass ich dann
an einer Situation war, die überhaupt
nicht mehr schön war.
Das Ganze fing sehr wahrscheinlich an und
das Ganze ist jetzt auch schon wieder
sehr, sehr lange her, das muss ich dazu
sagen, zehn Jahre sind es bestimmt jetzt.
Fing also damit an, dass ich eine sehr
unschöne Trennung hatte, wo dann im Zuge
der Trennung auch noch sehr unschöne Dinge
so ans Tageslicht kamen.
Also Dinge, die mich fassungslos
zurückließen.
die ich überhaupt nicht nachvollziehen
konnte.
Und das Ganze hat mich sehr geknickt.
Also da war ich schon in so einer
Grundstimmung von, wie kann das eigentlich
sein und was ist mir da nur widerfahren?
Ja, und dann hatte ich eine ungünstige
berufliche Entwicklung meines einstigen
Traumjobs.
Also da sind Dinge passiert, wo ich
tatsächlich blind hineingetaumelt bin in
schwierige Situationen.
Die hatten viel damit zu tun.
Rückblickend weiß ich das, dass da
Narzissmus um mich rum zu gange war und
ich hatte einen total mangelnden
Selbstschutz.
Jetzt über die Situation damals
reflektiert, war mir damals nicht so
bewusst.
Aber ich bin also in eine Situation
geraten, die für mich nur noch stressig
und unangenehm wurde und wo ich auch
überhaupt keinen Ausweg rausfahre.
Ja, und der vermeintliche Ausweg war dann
der Schritt in die Selbstständigkeit.
Und das wurde mir damals von außen
herangetragen.
Das war auch rückblickend noch der
richtige Schritt, weil das ist jetzt für
mich genau die richtige Situation.
Aber ich habe mich damals auf Dinge
verlassen, die ich nicht schriftlich
hatte, weil ich halt unglaublich vertraut
habe.
Es war auch jemand aus meinem näheren
Umfeld.
Und das Ganze endete mit einer riesigen
Enttäuschung.
Und das war dann noch daran gekoppelt,
dass ich sozial auf einmal total isoliert
war.
Also ich habe vorher in einem riesengroßen
Team gearbeitet, dann von jetzt auf
gleich, meistens im Homeoffice, war also
völlig alleine und hatte offensichtlich
auch ein mangelndes Verständnis dafür, was
Freunde eigentlich bedeuten können.
Denn ich hatte eigentlich damals auch
schon genug Freunde, aber die haben mir in
der Situation irgendwie auch nichts
gebracht.
Also ich fühlte mich sozial isoliert.
Die berufliche Situation, diese
Selbstständigkeit wurde auch immer
schwieriger.
Nicht unbedingt finanziell, das war nicht
das Thema, sondern es wurde einfach mein
eigenes Ziel überhaupt nicht mehr
berücksichtigt.
Also da habe ich aber auch nicht genug
gegengesteuert direkt.
Habe ich zwar so ein bisschen, aber nicht
mit dem Nachdruck, den ich vielleicht
hätte haben müssen, rückblickend
betrachtet.
Also ich war da in einer totalen
Stresssituation.
Beruflich total getrieben, sozial
isoliert.
Ich hab mich einsam gefühlt.
Hatte wirklich schlechten
Familienrückhalt.
Da komm ich gleich auch noch mal drauf.
Und dann hab ich mich völlig blinden Auge
in eine neue, noch toxischere, ich will's
in Anführungsstrichen Beziehung nennen,
also in Anführungsstrichen Gesetz
Beziehung gestürzt, die wieder was mit
Narzissmus zu tun hatte.
Und da wurde mir auch meine mangelnde
Selbstversorge eigentlich schon mehr als
deutlich.
Aber wie das dann so ist, Augen zu und
weiter immer rein ins Verderben.
Und das endet natürlich auch überhaupt
nicht gut in einem totalen Desaster.
Und dann war ich schon wirklich ziemlich
am Boden.
Was dem natürlich komplett immer
übergeordnet ist, ist die Tatsache, dass
ich die frühen Wahrzeichen immer ignoriert
habe.
Ich habe jetzt ein paar Mal den Begriff
blinden
sehenden Auges oder blind hineingetaumelt
benutzt und das ist tatsächlich so, dass
ich das eigentlich schon wusste, dass das
nicht gut ist.
Aber ich bin einfach in mein Unheil immer
weiter reingeritten und konnte da auch gar
nicht anders.
Also ich mache in dem Moment auch keinen
Vorwurf an die anderen oder die Umgebung,
die dann mit dazu geführt hat, dass es mir
nicht gut ging, denn ich hätte mich ja
schützen können.
Ich hätte ja selber entscheiden können.
Das sollte aufhören.
Habe es aber nicht getan.
So wurde das ganze Drama immer schlimmer.
Ja, und das gipfelte dann schließlich im
Tod meiner Mutter.
Das kam relativ plötzlich.
Die ist an einem Krebsleiden sehr, sehr
schnell verstorben.
Aber das war eine schwierige Beziehung,
die ich zu ihr hatte.
Wie ich sowieso ein sehr schwieriges
Elternhaus hatte und keinen großen
familiären Rückhalt.
Da will ich jetzt gar nicht näher drauf
eingehen.
Das wäre ein völlig anderes Thema.
Aber dieses Ereignis, der Tod der Mutter,
hat dann dem Ganzen noch mal die Krone
aufgesetzt und da habe ich mich also
völlig allein gefühlt und da leitete sich
sehr viel draus ab und es war für mich
Zeit, wirklich an die Wurzeln zu gehen und
zu erforschen, woran hat es denn nun
gelegen.
Wie konnte ich das zulassen und was hat
dazu geführt, dass es mir sukzessive mit
jedem Ereignis immer schlechter und
schlechter ging.
Und schlecht jetzt nicht im Sinne von
hochgradig depressiv.
Also ich hab jetzt nicht wie ein wirklich
klinisch depressiver Mensch monatelang im
Bett gelegen und kam nicht raus.
Das nicht.
Ich hatte immer Tatendrang.
Ich war auch immer fleißig und hab immer
gearbeitet.
Aber ich war zutiefst verunsichert, sehr
rastlos und auch teilweise völlig
anspruchslos sozialen Interaktionen
gegenüber.
Also Hauptsache, ich hatte Kontakt zu
anderen Menschen in irgendeiner Form.
Und ...
Das hat mir natürlich auch dann im
Endeffekt nicht gut getan, weil das dann
wieder so ein bisschen, ja, wahllos möchte
ich nicht sagen, da würde ich den anderen
Menschen auch unrecht tun.
Aber es hatte zumindest nie diesen
übergeordneten Filter, tut mir das
überhaupt gut.
Das musste erst wiederkommen und vor allem
erlernt werden.
Ja, also da war ich dann wirklich ziemlich
am Boden.
Ich habe mir dann professionelle Hilfe
gesucht.
Also ich habe gedacht, das schaffe ich
alleine nicht.
und habe mir dann jemanden gesucht und bin
da auch untergekommen bei einer Frau, die
mir sehr, sehr geholfen hat.
Und ich habe im Prinzip drei Lektionen
daraus gelernt.
Und die möchte ich jetzt mit euch teilen,
weil ich glaube, das ist etwas
universelles.
Aber für mich speziell in der Situation
war das unglaublich wichtig.
Die erste Lektion lautet, du musst nicht
alles alleine meistern.
Das geht sehr, sehr vielen Menschen so.
Also das erlebe ich jetzt auch mit meinen
Klienten immer oder immer häufiger
eigentlich.
Das hat natürlich auch mit unserer
gesellschaftlichen Struktur zu tun und der
zunehmenden Isolation durch soziale
Medien, die Oberflächlichkeit, die dadurch
natürlich in zwischenmenschlichen
Interaktionen Einzug gehalten hat.
Aber ich hatte eine sehr frühe Prägung und
war gewohnt, alles alleine meistern zu
müssen.
Und das kommt dazu, auch für andere alles
alleine meistern zu müssen.
Also ich habe im Prinzip sehr früh schon
Verantwortung übernehmen müssen und habe
das auf meine eigenen Kosten getan.
Außerdem, nach Hilfefragen war für mich
damals immer ein Zeichen von Schwäche.
Also ich habe immer gedacht, wenn ich um
Hilfe frage oder mir Hilfe suche, ist das
ein Zeichen von Schwäche.
Und dann fiel mal ein entscheidender Satz
in einem Gespräch und das der lautete,
also jetzt auf die Ich -Form übersetzt,
wenn ich niemandem sage, wie es mir
wirklich geht, werde ich auch nie erfahren
und vor allem spüren, wer wirklich an
meiner Seite steht und für mich da ist.
Tja, das war damals ein Hammer für mich.
Das war ein totaler Eiobner.
Und ...
Das hat mich dann zwar sehr viel
Überwindung gekostet, wirklich den Hörer
in die Hand zu nehmen, meine Freunde
anzurufen, zu sagen, hör mal, das ist
gerade die Situation, mir geht es auch
überhaupt nicht gut.
Da wurde auch viel geweint.
Also das war ein totales Ventil.
Aber es war dann eine sehr, sehr positive
Erfahrung.
Denn ich habe erlebt, dass ich wirklich
Freunde hatte und habe, die alles stehen
ließen und auch immer noch lassen, um mich
zu unterstützen, wenn es mir nicht gut
geht.
Und das auch bedingungslos.
Also bedingungslose Zuneigung, auch wenn
ich selber Mist baue, und das tue ich ja
auch, ich bin ja auch nur ein Mensch, sind
die für mich da.
Haben die ein Ohr und haben die
tatsächlich auch immer so eine Art
Steigbügel, der mir hilft, aus einer Tiefe
wieder rauszukommen.
Es hat sich auch die Spreu vom Weizen
getrennt.
Und das meine ich nicht abwertend den
Menschen gegenüber, die ich vielleicht
zurückgelassen habe.
Aber es war für mich halt auch so eine
Phase, wo ich gemerkt habe, was passt denn
eigentlich nicht zu mir.
Also, welche Gespräche tun mir wirklich
gut und welche tun mir nicht gut.
Und das meine ich nicht, wie gesagt,
abwertend, sondern einfach, dass ich hier
eine Selbstfürsorge gelernt habe, zu
schauen, was brauche ich eigentlich und
wen brauche ich eigentlich.
Ja, und dieser Filter ist auch sehr
nachhaltig geworden, denn im Gegensatz zu
früher, achte ich jetzt auch ...
bei neuen Begegnungen relativ früh schon
darauf, ob mir jemand wirklich langfristig
gut tut.
Und das meine ich nicht nur an
Beziehungen, also romantischen
Beziehungen, sondern auch Freundschaften,
auch geschäftliche Beziehungen, habe ich
jetzt sehr, sehr früh einen Filter
eingebaut, wo ich mich frage, ist das für
mich wirklich eine gute, langfristige
Beziehung?
Und das hat mir auch durch extrem
schwierige Situationen danach bereits sehr
gut geholfen.
Dieses Nachhilfe -Fragen.
Ich hatte dann, nachdem ich diese Krise
eigentlich lange überwunden hatte, eine
andere, sehr unangenehme wirtschaftliche
Situation.
Die waren nicht mal selbst verschuldet.
Da muss ich jetzt auch nicht weiter drauf
eingehen.
Ich war auch jetzt nicht pleit oder so,
aber ich hatte unglaublich hohe
Belastungen.
Und das habe ich auch so erzählt, wie es
war.
Und auch da kamen Freunde.
zur Seite und haben mir geholfen, wofür
ich natürlich unendlich dankbar war.
Aber das hätte ich mich vorher gar nicht
gewagt.
Also da hätte ich mich nicht getraut.
Stichwort Zeichen von Schwäche und mir
selbst Vorwürfe machen sowas.
Das war dann schon kein Thema mehr.
Also das habe ich durch diese Krise
gelernt, dass ich es nicht alleine machen
muss, wenn es auch gar nicht alleine zu
bewältigen ist.
Und da ist natürlich auch die Erkenntnis
für mich ganz wichtig gewesen.
dass ich so etwas verdient habe.
Das habe ich mir vorher gar nicht
zugestanden, dass mir persönlich auch
Hilfe zusteht und dass ich die persönlich
auch verdient habe, dadurch dass ich auch
ein guter Freund bin.
Also diese erste Lektion war, glaube ich,
eine ganz entscheidende und vielleicht
fast die entscheidendste, dass ich das
nicht alleine machen muss, sondern dass
ich mich da sehr wohl auf Hilfe berufen
kann und dass es sehr viele Menschen in
meinem Umfeld gibt, die mir helfen wollen.
und das auch getan haben und dafür bin ich
sehr, sehr dankbar.
Die zweite Lektion ist jetzt nach innen
gerichtet, weil die erste war ja, ich muss
es nicht alleine machen, aber die zweite
ist Sorge für dich selbst.
Auch das hat natürlich wieder mit meinen
alten Glaubenssätzen zu tun und der Art,
wie ich geprägt bin, denn in meiner
Familie damals war eigentlich so das
Mantra Hauptsache wirtschaftlich
erfolgreich, also Hauptsache viel Geld
verdienen.
Ja, und das habe ich persönlich
durchbrochen.
Ich habe eigene Maßstäbe entwickelt,
wirtschaftlich und persönlich, was mich
eigentlich glücklich macht und was meine
Definition von Glück ist.
Und da habe ich mich dann individuell ganz
neu aufgestellt und mich nicht mehr davon
abhängig gemacht, was mir da irgendwann
mal ins Hirn gepflanzt wurde.
Da hat mir sehr viel auf dem Weg geholfen.
Ganz vorneweg die immer wieder beschworene
Achtsamkeit.
Ich habe das mit dem, das habe ich auch
schon oft erwähnt, auch in Podcastfolgen
mit meinem Coaching -Kollegen Jan.
Mit dem Sechs -Minuten -Tagebuch habe ich
das gemacht.
Das war unheimlich positiv, was ich damit
erlebt habe.
Und auch Stichwort Glaubenssätze nochmal.
Ich habe mich von alten Glaubenssätzen
befreit, die mir den Spaß an Dingen
verdorben haben, die mir unglaublich
wichtig waren.
Es war bei mir zum Beispiel Reisen.
Reisen ist etwas, was mich unglaublich mit
Glück erfüllt.
Und das muss nicht immer eine Weltreise
sein.
Ich komme ...
Ich bin gerade aus dem Urlaub zurück.
Das ist natürlich das Aufregendste und
Tollste, wenn man dann weit wegfährt.
Aber es sind auch die Kleidenreisen, die
ich mir zugestanden habe.
Mal für ein Wochenende an die Küste nach
Holland fahren, so was.
Das habe ich mir gar nicht zugestanden,
weil ich immer ein schlechtes Gewissen
gemacht bekommen habe, wenn ich mir
Auszeiten genommen habe.
Also die Freiheit konnte ich mir daneben,
als ich mit meinen eigenen Glaubenssätzen
aufgeräumt habe.
Das ist jetzt ein Beispiel mit dem Reisen,
da gab es noch ein paar andere.
Aber das war ganz ganz wichtig in der
Selbstfürsorge.
Und auch Selbstfürsorge, ich habe
Vermeidung reduziert.
Ich habe schon mal den Satz gesagt,
Vermeidung ist die Wurzel allen Übels.
Da stehe ich auch immer noch hinter.
Aber Vermeidung ist auch gleichzeitig ein
Grundantrieb von uns.
Denn wir Menschen, so wie jedes
Liebe Wesen, ist darauf getrimmt, Schmerz
zu vermeiden.
Nun sehe ich das Ganze aber ein bisschen
unter dem Stichwort Selbstversorge
langfristiger, weil ich mir schon
überlege, erspart mir das gerade wirklich
Leid, wenn ich das vermeide oder zögert
das nur etwas heraus, was dann später
vielleicht noch viel, viel größer ist.
Also was ich mir angewöhnt habe, ist, dass
ich Dinge vermeide, die mir mittel - bis
langfristig zum Problem werden könnten.
Also da sind
wirtschaftliche Dinge, auch
zwischenmenschliche Dinge, dass ich manche
Sachen sehr, sehr schnell anspreche, weil
ich einfach weiß, wenn ich das nicht tue,
wird mir da irgendwann ein Strick draus.
Und das habe ich früher auch nicht
gemacht, weil da war für mich ganz
wichtig, bloß keinen Schmerzempfinden,
bloß immer glücklich scheinen, nicht
unbedingt sein.
Und das war natürlich nicht gesund.
Deswegen bin ich jetzt immer im Dialog mit
meinem Gegenüber.
Ich mache selten Alleingänge bei
irgendwelchen Problematiken und versuche
so etwas sehr frühzeitig aus dem Weg zu
räumen, damit es einfach sich nicht
aufhäuft und dann irgendwann ein
Riesenproblem draus geworden ist.
Ja, und die dritte Lektion aus der Krux
eine Tugend machen.
Und das liegt ja jetzt schon fast auf der
Hand, wenn ihr mir folgt und wenn ihr mir
öfter zuhört, ihr wisst ja, was ich
beruflich mache.
Nun bin ich Coach geworden und das ist
tatsächlich
aus der Erkenntnis, dass ich ein
unglaublich starkes Bedürfnis habe,
anderen zu helfen und sie zu unterstützen.
Und beim Erforschen meiner Werte, das
Thema hatten wir ja im letzten Monat, sind
Solidarität und Loyalität auch unglaublich
starke Grundwerte von mir.
Ja, das kann ein Problem sein, Helfer
-Syndrom, ne?
Aber anstatt mir das Ganze abzugewöhnen,
habe ich mir einen neuen Kanal gesucht.
wie ich das ausleben kann, weil das ist
etwas, was mich zutiefst glücklich macht.
Wenn ich jemanden unterstützen kann und
sehe, dass die Hilfe auch fruchtet, macht
mich das unfassbar zufrieden.
Also habe ich das Ganze auf ein gesundes
Maß reduziert, nicht mehr ohne Acht auf
mich selbst und habe es dann in eine
Profession umgewandelt.
Das heißt, ich wollte dann seriöser und
professioneller Coach werden mit einer
richtigen Ausbildung.
Das war mir immer ganz wichtig.
Weil es gibt ja genug Coaches, die gar
keine sind.
Das ist ja auch in den Medien gerade ein
großes Thema.
Es gibt auch innerhalb der Coachingwelt
ganz große Strömungen, dass dieser Begriff
Coach endlich in irgendeiner Form
abgesichert ist, damit jeder Klient auch
weiß, dass er an einen seriösen Coach
gerät.
Und was ich daran so schätze, ist diese
Hilfe ohne Beformung, was ich überhaupt
nicht mag.
Also das mag ich auch selber nicht, wenn
mir jemand sagt,
musst, du sollst, mach jetzt dies, mach
jetzt das.
Natürlich, wenn man fragt, was würdest du
tun, dann möchte man so eine Antwort
bekommen, aber das ist ja etwas, was ein
Coach selten macht oder nur sehr, sehr,
sehr, sehr extremen Situationen, wenn
wirklich eine Intervention notwendig ist,
da einzuschreiben, sagen, das ist jetzt
das, was man tun muss.
Also, das passiert bei mir sehr, sehr
selten.
dann ist es eine nachhaltige Form von
Unterstützung.
Es ist nicht nur so schnell, ich helfe
mal, weil dann fühle ich mich wie ein
guter Mensch.
Das gibt es ja auch so öffentlich.
Ich helfe jetzt ganz öffentlich und ganz
deutlich zur Schau gestellt, damit alle
ein tolles Bild von mir haben.
Darum geht es gar nicht.
Es geht ja darum, eine nachhaltige Hilfe
zu geben, die auch die Selbsthilfe bei
anderen aktiviert.
Und das ist unglaublich zufriedenstellend
und befriedigend, wenn man das bei einem
Klienten beobachtet, der dann ...
vor einem quasi den Groschenfallen hört
und wo sich dann der Blick verändert und
auf einmal so eine ganz große Klarheit
aufkommt, was jetzt eigentlich für einen
selbst angesagt ist.
Deswegen, klar sich, daher kommt auch der
Name des Vodcasts.
Und das ganze Thema Coaching ist natürlich
auch etwas, was ich langfristig ausleben
und ausbauen kann, wo mein, ist noch so
ein Grundprinzip bei mir, immer weiter
lernen, nie auf der Stelle stehen, ist
auch ein Wert, dazu lernen.
Das wird immer wieder gefüttert.
Das heißt, ich kann mich immer
weiterentwickeln, ich kann das langfristig
machen und auch dieses Grundbedürfnis und
diesen Grundwert langfristig befriedigen.
Und zu guter Letzt hat das Ganze natürlich
diese Tugend, die ich aus der Krug gemacht
habe, enorme Auswirkungen auf alles, was
ich mache.
Also nicht nur für mich selbst, sondern
auch jegliche soziale Interaktion, die ich
habe.
Denn bei mir ist immer der Grundgedanke,
was brauche ich und was braucht der andere
gerade.
Und das hätte ich durch diese Coaching
-Ausbildung nicht in der Form ausgeprickt.
Ich war immer schon ein empathischer
Mensch, aber das ist jetzt ein Ding, wo
ich fast immer einen Unbewussten schon
fast Filter habe.
Was brauche ich und was braucht der
andere?
Also nicht zu viel Selbstlosigkeit und
immer ein Augenmerk darauf, in welcher
Situation mein Gegenüber ist.
Egal, ob es jetzt beruflich oder privat
ist und was mein Gegenüber gerade
überhaupt benötigt.
und was ich dann halt auch zu leisten in
der Lage bin, ohne mich selbst zu
vernachlässigen.
Das sind die drei Lektionen.
Du musst nichts alleine meistern, sorge
für dich selbst und mach aus der Krux eine
Tugend.
Und das ist mir recht gut gelungen.
Ich bin jetzt sehr zufrieden und glücklich
und kann nur sagen, diese Krise damals hat
mich enorm weitergebracht, weil ich sie
bewusst angegangen bin und weil ich da
stärker draus gezogen.
Das war mal eine ganz andere Folge des
Podcasts.
Sehr persönlich, wie gesagt.
Ein bisschen Self -Revelation, wie man das
so in der Szene nennt.
Aber ich glaube, das kann euch was
bringen.
Ich würde mich natürlich über Feedback
freuen.
Ihr könnt mich wie immer über meine
Website kontaktieren oder auch über
Kommentare hier unter diesem Podcast
folgen.
Und da freue ich mich natürlich drüber
auch.
Sonst natürlich über Themenvorschläge.
Und wenn ihr mir treu bleibt und diesem
Podcast vielleicht ein Like schenkt.
Ich bedanke mich fürs Zuhören und ich sage
bis zum nächsten Monat.
Macht's gut, ciao!