Weil man immer wieder von Deutschen und anderen Deutsch-Muttersprachlern liest die sich fuer die Grüne Insel sehr faszinieren und sich einen Ausgedehnten Urlaub, einen Studienaufenthalt oder ein Ganz neues Leben in Irland vorstellen können aber oft nur schwer oder teilweise Infos finden, möchte ich hier fuer alle Interessierten Einblicke zur Vorbereitung und zum Start hier in Irland (Arbeits- und Wohnungsmarkt, Sozialversicherung, Infrastruktur etc) sowie zum Alltagsleben bieten - Genauso möchte ich euch aber in meine eigenen Einblicke und Eindrücke mitnehmen, Land, Leute, Kultur und Ausflugsziele (inklusive und über die weltbekannten Attraktionen) und vieles weitere, eventuell finden wir ja auch im weiteren Verlauf fuer die ein oder andere Episode eine(n) Gesprächspartner/in. Wenn Ihr also Fans des Landes von Joyce und Connolly, des schwarzen Biers und der Grünen Wiesen seid, würde ich mich freuen wenn Ihr einschaltet und den Podcast euren Freunden und Bekannten weiterempfehlt
Hallo, servus und guten Tag, liebe Irlandfreunde. Ich begrüße euch auch heute wieder ganz herzlich zu 1 neuen Folge A Beverians trendet in Irland und werde euch in den nächsten Minuten mitnehmen auf eine kleine Reise rund die Insel von grünen Wiesen, steilen Klippen und schwarzem Bier. Und damit noch mal ein herzliches Servus zu Folge 74 von der Bevarianz Stranded Ireland. Einsteigen möchte ich heute mit einem kleinen Bild. Stell dir vor, Du läufst einen schmalen Pfad entlang am Wildatlantic Way.
Speaker 1:Links und rechts blöken Schafe. Du drehst dich nach rechts und hörst die Wellen brannten an eine dramatisch aussehende Klippe, während Du mit einem leichten Schwenk deines Kopfes in gerade Richtung einen malerischen Sandstranz hiest. Wenn Du den Blick weiter nach links schweifen lässt, tut sich eine grüne Hügelkette auf. Mit diesem Bild im Kopf läufst Du den Strand beziehungsweise den Weg Richtung Strand 20 Minuten weiter und hast bald eine Mischung aus Sand und kleinen Steinen unter den Füßen. Je näher Du dich dem Wasser entgegnest, kommen auch erste Spritzer des salzigen Wassers auf dich zu.
Speaker 1:So läufst Du weiter dem Strand entlang. Bevor dieser endet, merkst Du schon einen leichten Anstieg, den Du entlangläufst. So trottest Du die nächste halbe Stunde weiter, bevor Du in der Ferne ein kleines buntes Städtchen erblickst. Du atmest ein, atmest aus, nimmst alles in dich auf, was dieses Naturschauspiel dir bietet, bis Du irgendwann unversehen inmitten des Ortes stehst. Du hörst ein geschäftiges Stimmengewehr von verschiedensten Leuten, legst nur kurz deine Sachen, deinen Rucksack in deiner Unterkunft ab, bevor Du dich kurz frisch machst und 2 Häuser weiter in einen geschäftigen Papp gehst und dich dort bei 1 netten Schüssel Stew, deren Duft dir in die Nase steigt und einem kalten, frisch gezapften Stout niederlässt und hörst, wie die ersten Gitarren und haften Klänge dir die Ohren schwirren.
Speaker 1:Nicht allzu lang wird's dauern, bis ein Einheimischer den Fremden bemerkt, sich kurz vorstellt und sich zu dir setzt. So oder so ähnlich stellen sich viele Deutsche Irland vor, was mit Sicherheit einen wahren Kern hat, aber auch ein romantisiertes Bild der grünen Insel ist. Daraus ergibt sich das heutige Thema. Wie und warum romantisieren Deutsche Irland? Dabei beleuchten wir 3 Dinge etwas näher.
Speaker 1:Zum einen die Faktoren, was zu diesem Bild führt. Zum anderen schauen wir uns kurz an, was Leute zumeist in Irland finden beziehungsweise hoffen zu finden auf der grünen Insel und dann noch kleiner Ausblick, wie's denn wirklich aussieht. Ein erster gewichtiger Faktor, der dieses Bild erzeugt, ist meiner Meinung nach die mediale Darstellung. Es gibt viele Medienformate, das sei es filmisch in Form von diversen Krimis oder Romantik Comedys, wie sie auch schon die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten Deutschlands produziert haben und die ein klischeehaft gezeichnetes Irland abbilden, ähnlich dem, wie ich es euch zum Einstieg beschrieben hab. Genauso gibt es natürlich Bücher aus dem oder dem Romansegment, die zu allermeist in eine ähnliche Kerbe hauen.
Speaker 1:Auch der englische Komiker Tony Hawks mit seinem Buch über das Kühlschrank Trampen, welches unter anderem ins Deutsche übersetzt wurde, trägt sicher bei. Auch in deutscher Sprache wurde dieses Werk meiner Meinung nach zu absolut Recht ein Topseller. Hier muss man natürlich sagen, das Werk ist fast 30 Jahre alt. Hawks trat seine Reise im Mai neunzehnhundertsiebenundneunzig an. Eigene Urlaub Beobachtungen spielen sicherlich auch oft eine Reise.
Speaker 1:Für jeden, der schon mal in Irland war und vor allem diejenigen, die als Erstbesucher den aufsuchen, Die Westküste der grünen Insel manifestiert sich ein Bild so oder so ähnlich, wie ich es gerade beschrieben hab. Wie gesagt, Klippen von Schafen gesäumte, engen Straßen, entspannte Einheimische und gesellige Pappabende sind etwas, das sich in so gut wie jedem Gedächtnis festbeißt. Hinzu kommt, dass natürlich diese entspannte Urlaubsperspektive immer ein positives Bild vermittelt, zu sofern man die Erlebnisse, die damit verbunden sind, als positiv abspeichert. Differenzierter, glaube ich, wird es wie immer und überall erst, wenn man ein gewisses Alltagsgefühl auch mit dazubekommt. Bekommt und das ist ja nun mal als Urlauber seltenst so.
Speaker 1:Die irische Papp- und Musikkultur ist auch etwas, das eine tragende Rolle spielt. In fast jeder größeren und auch vielen kleineren und mittleren Städten in Mitteleuropa gibt es Irisch Pubs, die mit uriger Atmosphäre, leckeren Getränken und Menschen aus jeglicher Richtung des Lebens eine entspannte Lebensfreude vermitteln. Viele Besucher setzen dies in den Gedanken hier ist das ja schon echt gut, besser kann's nur auf der grünen Insel selber sein. Noch mehr mit Leben füllt sich dieser Gedanke durch die Musik, sei es eine entspannte, verträumte Hafenmusik, eine volle Combo mit Gitarre, Boron und was alles dazugehört. Die lebendige und muntere weißen Klampfen, sodass bald der ganze Gastraum ergriffen ist und mitschaukelt und auf die Tische trommelt und was nicht noch alles.
Speaker 1:Oder genauso melancholische Balladen, die von Sehnsüchten sprechen, zum Besten geben. Und oft genug nehmen diese Sehnsüchte den Zuhörenden einfach mit. Oft genug ist es mir schon selbst zugegangen. Was all dies abrundet, ist die Mentalität der Ehren. Auch hier gilt, nicht nur habe ich selbst es oft genug erlebt, auch berichten es viele Menschen aus meinem Umfeld und darüber hinaus, dass die meisten Irinnen und Iren verglichen mit vielen Mitteleuropäern sehr offen, neugierig und hilfsbereit sind und dabei sehr entspannt wirken.
Speaker 1:Für viele ein heilsamer Kontrast zu zu Hause. Damit wären wir dabei, was denn die Menschen an Irland besonders fasziniert beziehungsweise was sie auf der grünen Insel suchen. Ich denke, ein Punkt ist da schon mal dieser wahnsinnige landschaftliche Gegensatz von Klippen, Meer, Sandstrand, grün in 1 Wildheit und zugleich räumliche Nähe, wie sie für viele schwer vorzustellen ist und aus dem der Gedanke entsteht, so könnte zu Hause auch aussehen und etwas, sobald man sich davon entfernt, dass oft genug einfach ein Sehnsuchtsgefühl auslöst, von dem manch 1 nie mehr richtig loskommt. Ganz entscheidend natürlich der Entspannungsfaktor. Durchsichtliche Entschleunigung wie zum Beispiel enge Straßen, die Naturnähe und Menschen, die sich Zeit lassen.
Speaker 1:Etwas, das man auch in den größeren Städten deutlich häufiger sieht als in Mitteleuropa, entsteht in einem heilsamen Maß oft weniger Gehetztheit. Was sich auch oft versprochen wird, ist weniger Bürokratie und andere Hürden. Viele Dinge wirken nach außen weniger formell, einfacher und oft auch effizienter. Mehr Offenheit und Herzlichkeit. Dass man auf der grünen Insel sehr kommunikativ ist und mehr aufeinander schaut, wirkt für viele wie eine willkommene Abwechslung zu der vermeintlichen Ellenbogengesellschaft, in der sie leben und nach einem möglichen Ausfluchts- und Zufluchtsort, wo man sich gesellschaftlich insgeheim besser aufgehoben fühlen würde.
Speaker 1:Nun abschließend der Blick darauf, wie es denn wirklich aussieht. Als ich nach Irland kam vor vielen Jahren, dachte ich auch gerade an diese Punkte, die wir gerade besprochen haben. Und viele davon sind es, die mir die grüne Insel wohl so schmackhaft gemacht haben. Und wie gesagt, viele Jahre später stimmt auch noch vieles davon. Man muss aber deutlich differenzieren.
Speaker 1:Die landschaftliche Schönheit, der Charme, der Städte und Orte sowie zum großen Teil die unnachahmliche Art der Ihen sind kaum wegzudiskutieren. Und auch den Charme 1 alten Gemütliches pappt, kann man sich kaum mehr entziehen. Aber Irland ist am Ende mehr als das. Da steht nämlich, dass bürokratische Prozesse in ihrem Aufbau einfacher und durchschaubarer wirken als zum Beispiel in Deutschland, aber dennoch ähnlich langatmig sind und oft unverständlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Also einfacher zum Teil ja, nicht immer unbedingt schneller.
Speaker 1:Oder dass man trotz aller Entschleunigung Irland eine moderne Leistungsgesellschaft ist. Auch wenn vieles lockerer genommen wird, gibt es feststehende Termine und auch Zielsetzungen am Arbeitsplatz, die nicht ausbleiben. Durch steigende Lebenshaltungskosten sind viele Menschen echt am Kämpfen, einen guten Lebensstandard zu halten. Die Inflation aus 20 21 bis 23 spürte man hier genauso wie in Mitteleuropa. Dazu kommt Kostendruck durch Wohnraum und Kinderbetreuung.
Speaker 1:Und noch ein letzter Punkt, man denkt zu dieser Jahreszeit oft gar nicht dran, die irischen Winter sind nicht für jedes Gemüt etwas. Da es für Schnee meist zu warm ist, sind die Monate November bis Februar dunkel, nass und windig. Alles Dinge, die man bei der Schönheit des Landes nicht außer 8 lassen darf und Dinge, die man im realistischen Blick halten sollte, nicht aus der unverhältnismäßigen Romantisierung bitter aufzuwachen. Und ich möchte daher mit den Worten beschließen, ich widerspreche dieser Romantisierung nicht im Grundsatz, aber ein Blick auf die Realität ist bitte notwendig, ein Bild zu bekommen, das den Zauber nicht in wie eine Seifenblase platzen lässt, sondern ein Bild vermittelt, das ein Leben in Irland durchaus schön sein kann, aber nicht alles Gold ist, was glänzt. So viel zur heutigen Episode.
Speaker 1:Bevor wir beschließen, habe ich noch einen kleinen Hinweis in eigener Sache. Und zwar habe ich in den Shownotes dieser Mail genauso wie künftig in der Bio des Instaprofils und des Whatsappkanals, genau wie in den Posts auf Facebook einen Buy Me a Coffee Link platziert. Buy Me a Coffee ist eine Plattform, die es euch ermöglicht, Trinkgelder zu versenden. Ich möchte euch hier nicht anbetteln oder auch nicht zu 1 Unterstützung nötigen, würde aber freuen, wenn der ein oder andere, dem der Podcast gefällt, vielleicht bereit ist, mit einem kleinen Trinkgeld, wie gesagt, die laufenden Kosten des Podcasts mitzutragen und weitere Verbesserungen, was den Set-up des Podcasts, ich hab da ein paar technische Dinge vor, mit zu unterstützen. Wie gesagt, alles kann, nichts muss.
Speaker 1:Ich freu mich da über jeden Cent, der am Ende des Tages dazu dient, euer Erlebnis von A Beverient Stranded Ireland noch besser zu machen. Damit sind wir aber für heute wirklich fertig. Wir hören uns in wenigen Tagen schon wieder. Bis dahin macht's gut, genießt das Wetter. Und natürlich vielen Dank schon mal für jeden Unterstützer, nur das Thema von gerade noch mal abzuschließen.
Speaker 1:Damit wären wir auch schon wieder am Ende 1 Folge Bavariance Stranded in Ireland angelangt. Ich hoffe, diese Episode hat euch gefallen. Wenn ja, lasst bitte auf dem Streamingdienst, über den ihr den Podcast hört, eine positive Bewertung da und abonniert den Kanal. Erzählt auch gern anderen Irlandbegeisterten in eurem Umfeld von. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mich gern jederzeit über die sozialen Netzwerke oder per E-Mail kontaktieren oder auch gern über das Kontaktformular auf der Webseite.
Speaker 1:Lasst's euch gut gehen, bleibt gesund und wir hören oder sehen uns bald auf der grünen Insel oder bei Irland Stranded Irelands. Bis dahin, tschau, servus und auf Wiedersehen. Sagt euer Bayer auf der grünen Insel.