Der Zeitnutzer Podcast - Strategisches Zeitmanagement für Menschen mit Verantwortung

Ankommen ist kein Endzustand. Kein Projekt, das man abschliessen kann. Und keine Belohnung, die irgendwann kommt, wenn endlich alles erledigt ist. In dieser Episode geht es darum, was Ankommen wirklich bedeutet und welche konkreten Entscheidungen im Alltag darüber entscheiden, ob man es erlebt oder nicht. Vier Dinge, die sich ändern müssen. Heute, nicht irgendwann.

What is Der Zeitnutzer Podcast - Strategisches Zeitmanagement für Menschen mit Verantwortung?

Du trägst Verantwortung, aber hast nie Zeit? Im Zeitnutzer Podcast erfährst du, wie du durch strategisches Zeitmanagement von reaktivem Abarbeiten zu bewusstem Gestalten kommst. Statt oberflächlicher Produktivitäts-Hacks bekommst du hier Impulse, die dir helfen, die Kontrolle über deine Zeit zurückzuerobern und gezielt voranzukommen.

Für Selbstständige, Unternehmer und Führungskräfte, die nicht noch mehr tun, sondern endlich das Richtige tun wollen.

Getreu meinem Motto: "Nutze deine Zeit, denn sie kommt nie wieder."

Hallo, ich bin Ivan Blatter. Ich begleite Menschen mit Verantwortung dabei,

ihre Zeit bewusster zu gestalten, damit Arbeit wieder Sinn ergibt und Platz

für das Wesentliche bleibt.

Heute möchte ich über etwas sprechen, das mich in letzter Zeit wirklich beschäftigt hat.

Ja, es geht um eine Sache, die ich auch immer wieder höre.

Meistens nicht mal direkt, sondern irgendwie so zwischen den Zeilen.

Die Frage lautet, wie komme ich eigentlich an?

Nicht im Sinne von, wie werde ich endlich fertig mit allem, sondern im Sinne

von, wie entsteht dieses Gefühl, dass das, was ich hier so tue, auch wirklich zählt.

Dass der Tag nicht einfach so vorbeifliegt und passiert ist,

sondern dass ich ihn gestaltet habe. Darum geht es heute.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du genau weisst, wovon ich spreche.

Denn du kennst vielleicht diese Abende, wo du nach Hause kommst.

Du hattest einen vollen, produktiven Tag.

Aber irgendwie blieb trotzdem so ein Gefühl zurück.

Irgendwie bin ich nicht da, wo ich sein wollte. Nicht dramatisch,

also nicht im Sinne von Scheitern oder Erschöpfung.

Sondern so ein leises, diffuses Gefühl.

Ich habe doch heute viel getan. Aber irgendwie bin ich nicht angekommen,

in Anführungsstrichen.

Und das Interessante daran ist, es hat überhaupt nichts zu tun,

wie viel du erledigt hast.

Es ist völlig egal, wie viele Häkchen du auf deiner To-Do-Liste machen konntest.

Vielleicht hast du 20 Aufgaben abgeschlossen, aber das Gefühl bleibt eben trotzdem.

Vielleicht hast du auch ein Projekt fertiggestellt oder einen Kunden gewonnen

oder du hast die Inbox auf Null gebracht oder so.

Und trotzdem bleibt da dieses leise Unbehagen.

Irgendetwas fehlt.

Und was hier fehlt, tja, das ist eben dieses Ankommen.

Ich glaube, es lohnt sich da genauer hinzuschauen. Aber was meine ich denn eigentlich

mit diesem Ankommen, mit diesem diffusen Gefühl?

Wo sind die harten Fakten? Wo geht es hier um To-Do-Listen und um Kategorien und sowas?

Ja, es geht tatsächlich um etwas anderes, weil Ankommen ist nicht dasselbe wie

Fertigwerden. Es ist nicht ein Zustand, den du hast oder den du erreicht,

wenn du genug erledigt hast.

Und es ist auch nicht so ein Belohnungsgefühl, das sich einstellt,

wenn endlich alles abgearbeitet ist, wenn deine To-Do-Liste,

deine heute fälligen Aufgaben auf Null sind.

Sondern Ankommen ist vielleicht eher so eine Qualität, eine Qualität des Tuns, könnte man sagen.

Also das Gefühl, dass das, was du gerade machst, eben das Richtige ist.

Dass du nicht nur reagierst, sondern bewusst und aktiv gestaltest.

Dass der Tag nicht einfach so an einem vorbeiflitzt, sondern dass du ihn bewusst lebst.

Und jetzt gehen wir natürlich hin und versuchen, Ankommen zu behandeln wie ein Projekt.

Wir warten drauf. Wir verschieben es. Wenn das Quartal dann rum ist, dann.

Wenn das große Projekt dann abgeschlossen ist, dann. Wenn es endlich ruhiger

wird, dann. Dann komme ich endlich an.

Dann kann ich durchatmen. Dann ist alles gut.

Aber das ist natürlich eine Falle. Ich meine das, weil es offensichtlich ist,

wenn man es einmal gesehen oder erkannt hat.

Weil es wird nie ganz fertig sein. Wirklich nie.

Wenn das Projekt endlich erledigt ist, wenn das Quartal endlich rum ist,

wenn es endlich ruhiger wird, dann kannst du vielleicht ein paar Tage durchatmen

und dann geht es einfach weiter.

Einfach, weil Arbeit und Leben so sind und so funktionieren.

Es kommt immer das Nächste.

Immer gibt es ein weiteres Projekt, eine weitere Anfrage, ein weiteres Problem,

das gelöst werden will, weil du trägst ja viel Verantwortung bei der Arbeit und oder ausserhalb.

Und da kommt immer wieder was Neues dazu, weil du bist ja auch gut.

Du bist ja auch gut. Menschen wollen mit dir zusammenarbeiten.

Menschen wollen Projekte und Probleme dir zuschieben, weil sie wissen, du löst das.

Und wenn du jetzt trotzdem auf Ankommen wartest, bis alles erledigt ist,

ja, dann wartest du ziemlich lange. Sehr, sehr lange.

Wahrscheinlich zu lange.

Und das kann man auch eins zu eins aufs Zeitmanagement übertragen.

Man baut sich Systeme auf, die auf Erledigung ausgerichtet sind.

To-Do-Listen, Kalender, Projektpläne.

Alles zielt darauf ab, mehr zu schaffen, effizienter zu werden,

schneller durch die Aufgaben zu kommen.

Und das ist ja auch richtig und sinnvoll und auch wichtig.

Aber hier sprechen wir über Erledigen und nicht über Ankommen.

Und das sind zwei ganz verschiedene Dinge.

Wer sehr effizient ist, der erledigt natürlich sehr viel.

Ob er aber dabei das Gefühl hat, wirklich voranzukommen, das entscheidet nicht alleine dein System.

Und damit komme ich zum Punkt, der mich beim Nachdenken über dieses Thema wirklich überrascht hat.

Ich glaube nämlich, Ankommen ist nicht eine Belohnung, die irgendwann kommt,

sondern Ankommen ist eine Entscheidung.

Ankommen ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die man täglich trifft oder eben nicht.

Das klingt vielleicht komisch, vielleicht sogar etwas banal oder einfacher als es ist.

Aber es bedeutet doch, man kann nicht mehr sagen, irgendwann,

wenn die Umstände stimmen, werde ich ankommen.

Sondern man muss stattdessen fragen, was entscheide ich heute,

damit heute ein Tag ist, an dem ich ankomme?

Was entscheide ich heute, damit heute ein Tag ist oder wird, an dem ich ankomme?

Und das ist eine ganz andere Frage, vielleicht auch eine unbequemere Frage,

aber sicher eine deutlich, deutlich nützlichere.

Also, was bedeutet denn das jetzt konkret? Was muss sich ändern? Was darfst du angehen?

Ich habe vier Dinge, die ich dir mitgeben möchte. Vier Alltagsentscheidungen,

die darüber entscheiden, ob du eben ankommst oder nicht.

Ob du dieses schöne Gefühl hast oder dieses diffuse Gefühl, ich habe viel erledigt,

aber ich bin nicht angekommen.

Erste Entscheidung oder erste Sache, hör auf, auf fertig zu warten.

Das ist vielleicht so der grösste Mindset-Shift von allen Vieren.

Es klingt auch ein bisschen banal, aber es hat wirklich etwas in sich.

Du wirst ja nie ganz fertig sein, das weisst du schon.

Deine To-Do-Liste ist nie auf Null. Auch wenn du irgendwann in Rente gehen wirst,

wird deine To-Do-Liste nicht auf Null sein.

Viele Aufgaben werden dann einfach nicht gemacht oder gehen vielleicht an deinen

Nachfolger. Das weisst du ja schon.

Aber das Wissen allein, das weisst du leider auch, Wissen allein verändert noch gar nichts.

Was aber hilft, um wirklich etwas zu verändern, ist die Frage,

die man sich stellt. Verändere die Frage.

Die meisten von uns, die fragen sich doch bewusst oder unbewusst,

so im Laufe des Tages, ich sage es mal so, bin ich schon fertig genug?

Also bin ich schon fertig genug? Habe ich schon genug erledigt?

Wann kann ich endlich aufhören? Das ist so eine Frage, die wir uns immer wieder

bewusst oder unbewusst stellen.

Und das ist keine gute Frage.

Weil die Antwort darauf, die lautet doch eigentlich immer, nein, noch nicht.

Immer noch nicht. Es gibt noch was. Schau mal hier. Hier ist noch eine Mail.

Hier ist noch eine kleine To-Do. Du könntest doch noch und so weiter.

Es gibt immer noch etwas, was man erledigen könnte.

Und deshalb könnte sich eine andere Frage lauten. Nämlich zum Beispiel,

tue ich gerade das, was wirklich zählt? Vielen Dank.

Tue ich gerade das, was wirklich zählt? Das ist eine ganz andere Perspektive.

Diese Frage ist nicht mehr auf Abschluss ausgerichtet, sondern auf Bedeutung.

Also nicht, bin ich fertig, sondern bin ich richtig unterwegs?

Tue ich gerade das, was wirklich zählt?

Und das kann man übrigens schon am Morgen entscheiden, bevor der Tag losgeht,

bevor du das erste Mal in deinen Posteingang reinschaust, bevor du in den Reaktionsmodus rutschst.

Was ist heute das eine, die eine Sache, die wirklich zählt?

Nicht die zehn wichtigen Dinge, sondern die eine.

Die eine Sache. Und wenn du das heute tust, dann war dieser Tag gut.

Egal, wie viel sonst noch offen bleibt und egal, ob du diese eine Sache schon

um 9 Uhr erledigt hast oder erst um 18 Uhr.

Aber der Tag war gut.

Das ist eine einfache, kleine Entscheidung, aber sie verändert,

wie du durch den Tag gehst.

Zweite Entscheidung. Beurteile den Tag nicht nach Quantität.

Das sitzt wirklich tief. Wir sind ja gewohnt, uns nach Menge zu messen.

Heute habe ich viel erledigt.

Oder heute habe ich meine ganzen E-Mails abgearbeitet.

Oder heute war ich wirklich fleissig. Ich habe 10, 12, 15 Stunden gearbeitet.

Klammerbemerkung, das ist völliger Bullshit. Kein Mensch kann 15 Stunden am

Stück arbeiten. Das ist eine völlige Illusion.

Wahrscheinlich könntest du mit den richtigen Techniken und mit guter Erholung

die gleiche Arbeit in nur 8 Stunden erledigen. 15 Stunden ist unproduktiv.

Aber wir haben doch diese Ansicht. Je voller der Tag, desto produktiver.

Aber das ist, wenn man ehrlich ist, eigentlich eine ziemlich schlechte Art,

einen Tag zu beurteilen.

Stell dir vor, du sitzt am Abend irgendwie auf dem Sofa rum und schaust auf deinen Tag zurück.

Nicht mit der Frage, wie viel habe ich erledigt, sondern mit der Frage,

hat das, was ich heute getan habe, das vorangebracht, was mir wirklich wichtig ist?

Nochmal, hat das, was ich heute getan habe, das vorangebracht,

was mir wirklich wichtig ist?

Sie ist eine ganz andere Bilanz. Hier geht es eher um Qualität und nicht um Quantität.

Du weisst ja, es gibt doch diese Tage, an denen man 20 kleine Dinge erledigt

hat und einen ganz kleinen Schritt auf etwas hingemacht hat, was wirklich zählt.

Und es gibt Tage, an denen man vermeintlich wenig erledigt hat,

vielleicht nur 2-3 Dinge, Aber diese Dinge, die haben wirklich etwas verändert.

Die haben, vielleicht hast du ein Gespräch geführt, das wirklich nötig war.

Oder du hast eine Entscheidung getroffen, die schon lange wartete.

Oder du hast eine Arbeit fertiggestellt, die seit Wochen auf sich warten ließ.

Welcher Tag war denn besser?

Meistens der zweite. Auch wenn es sich nach weniger anfühlt.

Ich gehe sogar so weit zu sagen, eine einzige, aber richtige Aufgabe kann einen

besseren Tag machen als 10 erledigte Kleinigkeiten.

Ich habe nichts gegen Effizienz, überhaupt nichts. Aber ich habe auch sehr viel für Bedeutung.

Und daraus ergibt sich eben eine Konsequenz. Es lohnt sich, den eigenen Massstab mal zu überprüfen.

Wonach beurteilst du deinen Tag wirklich?

Einfach nur nach Anzahl, Häkchen auf deiner To-Do-Liste oder nach Bedeutung.

Und entspricht das, wie du deinen Tag beurteilst, wirklich dem,

was dir tatsächlich wichtig ist.

Puh, eigentlich harter Tuwak, wenn man das so anhört und darüber nachdenkt.

Aber das waren erst zwei Entscheidungen. Ich habe noch zwei weitere.

Die dritte Entscheidung ist nämlich, entscheide bewusst, was nicht auf die Liste kommt.

Das ist vielleicht eher eine ungewohnte Entscheidung. Wir sind es ja gewohnt

zu fragen, was muss ich noch erledigen, was kommt noch dazu, was fehlt noch.

Gewisse Methoden, die versuchen uns ja auch zu motivieren, wirklich alles aufzuschreiben,

was noch erledigt werden soll und so weiter.

Ich glaube aber, dass Ankommen immer auch etwas mit Weglassen zu tun hat.

Mit dem bewussten Entscheiden, was eben nicht auf die Liste kommt.

Was eben nicht heute dran ist oder was überhaupt nie dran sein soll.

Oder zumindest, was nicht zu diesem Tag, dieser Woche, dieser Phase gehört.

Es klingt einfach, ist es aber nicht. Weil das bedeutet, dass du Entscheidungen treffen musst.

Und Entscheidungen bedeuten Verantwortung.

Wenn ich sage, das mache ich heute nicht, dann muss ich mich aber bewusst dafür

entscheiden, im Wissen, was mich diese Entscheidung kostet.

Vielleicht ist jemand enttäuscht, vielleicht geht ein Projekt nicht mehr vorwärts und so weiter.

Und das ist unbequemer als einfach alles für möglich zu erklären und zu hoffen,

dass ich dann das schon irgendwie in den Tag rein gequetscht bekomme.

Aber genau das ist doch das Problem. Wenn alles für möglich erklärt wird,

dann entscheidet man sich für gar nichts.

Der Tag wird so zu einem Buffet, an dem man sich von allem ein bisschen nimmt,

aber ja nicht wirklich satt wird.

Nein sagen ist deshalb, wenn man so will, auch eine Strategie, um anzukommen.

Nicht Nein sagen aus Bequemlichkeit, sondern Nein sagen, weil man weiss,

wofür man Ja sagt. Weil man eine ganz klare Vorstellung hat, was heute zählt.

Und alles andere muss eben warten.

Das erfordert ein bisschen Mut, keine Frage. Und es erfordert ein bisschen viel

Klarheit darüber, was dir wirklich wichtig ist.

Aber wenn du auch diesen Mindset-Shift mal hinbekommst, wenn du das einfach

mal ein paar Tage oder ein paar Wochen übst, dann merkst du,

es ist deutlich befriedigender, wenige Dinge wirklich zu tun,

als ganz viele so halb oder gar nicht.

Das sind dann die roten Aufgaben auf deiner To-Do-Liste, die überfälligen Aufgaben.

Also lieber Klarheit schaffen, Mut und sich für ein paar wenige Dinge bewusst

entscheiden und eben gegen die anderen genauso bewusst zu entscheiden.

Ja, und dann gibt es noch die vierte Entscheidung, nämlich baue kurze Momente des Innehaltens ein.

So Boxenstops, Pitstops, wie bei der Formel 1, vielleicht nicht ganz so kurz, aber trotzdem.

Und ich meine damit nicht mal unbedingt das große Reflexionsprojekt.

Das kann man auch machen und übrigens zufälligerweise, wenn diese Folge hier erscheint,

bin ich gerade so in einem großen Reflexionsprojekt in meinen Vision Days Mai

2026, wo ich mich zurückziehe, um eben wirklich zu reflektieren.

Das ist dann ein relativ langer Rückblick.

Es ist mit Journaling verbunden und so weiter.

Aber all das meine ich gar nicht. Ich meine so das handelsübliche,

tägliche Innehalten, etwas sehr, sehr Kleines, also keine komplexe Routine oder sowas.

Ein Beispiel, am Ende des Arbeitstages, bevor du deinem Laptop zuklappst,

überleg dir so zwei, drei Sätze und schreib deine, nee, überleg dir zwei,

drei Sätze und schreib sie auf, das macht keinen Sinn.

Ich meine, schreib zwei, drei Dinge auf. Was hast du heute oder was hat heute

wirklich gezählt? Was nehme ich mit?

Also nicht, was war gut und was war schlecht, keine ausführliche Analyse,

sondern einfach, was war heute das, das wirklich Bestand hat,

das wirklich gezählt hat.

Es kostet dich zwei Minuten, wenn du langsam schreibst, drei.

Aber das macht einen Unterschied.

Weil es bedeutet, dass man den Tag nicht einfach ausklingen lässt und irgendwie

so vom Job in den Feierabend switcht, ohne einen klaren Abschluss zu haben.

Also, dass man nicht einfach nur den Laptop zuklappt und dann aufsteht und an

den Esstisch sitzt oder so, ohne je bewusst wahrgenommen zu haben,

was der Tag eigentlich gebracht hat.

Wer das nicht tut, der lässt den Tag halt einfach geschehen.

Und dann fragt man sich abends, manchmal unbewusst, manchmal vage,

aber manchmal sehr deutlich, dann fragt man sich, wo ist eigentlich meine Zeit geblieben?

War das schon alles? Hat das gereicht?

Und dieses kleine Inhalten, dieses 2-3 Minuten über den Tag reflektieren,

ist im Grunde nichts anderes als eine bewusste Entscheidung.

Ich nehme meinen Tag zur Kenntnis.

Ich beurteile ihn. Ich gebe ihm aber gleichzeitig einen Abschluss.

Nicht, weil alles erledigt ist, sondern weil ich sagen kann,

das war heute mein Tag, das war gut genug.

Und das ist eben Ankommen. Nicht im grossen Sinne, nicht als dauerhafte Errungenschaft,

sondern als kleiner, täglicher Moment.

Ja, nochmal zusammengefasst. Mit diesen vier Entscheidungen kannst du darüber

bestimmen, ob du ankommst oder nicht.

Ich hoffe, du merkst den Unterschied, wie ich das formuliere.

Du bestimmst darüber, ob du ankommst oder nicht. Nicht, du prüfst,

ob du angekommen bist, zufällig oder so, sondern du steuerst, du bestimmst darüber.

Erstens, hör auf, auf fertig zu warten. Frag stattdessen, tue ich gerade das, was wirklich zählt?

Zweitens, beurteile den Tag nicht nach Quantität. Eine richtige Aufgabe schlägt

zehn erledigte Kleinigkeiten.

Drittens, entscheide bewusst, was nicht auf die Liste kommt.

Nein sagen ist eine Ankommen-Strategie, wenn du so willst.

Und viertens, baue kurze Momente des Innehaltens ein. Zwei Minuten am Ende des

Tages, um dem Tag einen sauberen Abschluss zu geben.

Das Schöne daran, und das meine ich wirklich so, das Schöne daran ist,

du kannst heute damit anfangen.

Nicht nächste Woche, nicht wenn das aktuelle Projekt abgeschlossen ist,

nicht wenn es ruhiger ist.

Heute Abend, bevor du den Laptop zumachst, zwei Fragen.

Was hat heute gezählt und was nehme ich mit?

Ah, du hörst die Podcast-Folge am Samstag oder am Sonntag.

So, was? Das darfst du auch machen, wenn du nicht am Laptop sitzt.

Gesessen bist. Sass, ja.

Wenn du nicht am Laptop warst, das darfst du auch dann machen.

Das ist der erste Schritt und er ist definitiv kleiner, als du vielleicht jetzt denkst.

Ja, schön, dass du mir heute zugehört hast.

Und bis wir uns wieder hören, nutze deine Zeit, denn sie kommt nie wieder. Dein Ivan Blatter.