Sparkojote – Der Finanzrudel Podcast

In dieser Folge erzähle ich, wie ich vor 10 Jahren begonnen habe, mein Portfolio öffentlich zu tracken und mich dadurch persönlich zu motivieren. Ich erkläre, wie sich aus dieser Idee eine aktive Finanz-Community entwickelt hat, die sich gegenseitig unterstützt. Zudem schildere ich meinen Weg als Investor, angefangen mit 18, und wie ich heute ein Portfolio von 1,5 Millionen Schweizer Franken aufgebaut habe. Zum Schluss teile ich meine Gedanken zu Sparquote, Lifestyle und dem Umgang mit alternativen Investments wie Sammelkarten.

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DISCLAIMER: Ich übernehme keinerlei Haftung für die Richtigkeit der Informationen auf diesem Kanal. Ich betreibe diesen Kanal als Herzensprojekt und bin kein Finanzberater. Bevor du also dein Geld investierst, informiere dich selbst ausreichend. Ich gebe auf diesem Kanal ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder. Keine meiner Videos und Podcastfolgen sind als eine Kaufempfehlung oder ähnliches zu verstehen. Du allein bist für deine Finanzen verantwortlich! Ich empfehle auf meinem Kanal ausschliesslich Produkte, die ich selbst nutze und deshalb persönlich empfehlen kann (*). Dafür erhalte ich gegebenenfalls eine Provision. Diese Provision ermöglicht es mir, den YouTube-Kanal zu unterhalten und stetig zu verbessern. Durch die Verwendung dieser Links unterstützt du diesen Kanal. Vielen lieben Dank 🙂

  • (00:00) - Intro
  • (00:33) - Warum ich alles öffentlich teile
  • (02:11) - Meine Reise als Investor
  • (05:37) - Wie vermeide ich Lifestyle-Inflation?
  • (11:25) - Werbung: Yuh
  • (11:59) - Einkommen vs. Kapitalerträge
  • (15:19) - Alternative Investments (TCGs)
  • (23:44) - Rat an mein 18-Jähriges Ich

What is Sparkojote – Der Finanzrudel Podcast?

Der Podcast von Thomas Kovacs, dem Sparkojote: Aktien, Dividenden und Unternehmertum aus der Schweiz.

Herzlich willkommen zur Finanzrudel Audio Experience, einem Podcast für alle, die sich das Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus zu Herzen nehmen. Hier lernst du wertvolle Tipps und Erfahrungen, die du in deinem Leben praktisch anwenden kannst. Mein Name ist Thomas Brandon Kovacs, auch bekannt als Thomas der Sparkojote. Ich bin Unternehmer und führe den grössten Schweizer Finanz-YouTube-Kanal und Finanzblog sparkojote.ch.

kam es denn dazu, dass du vor circa zehn Jahren gesagt hast, hey, ich tracke mein Portfolio online, öffentlich für alle zugänglich? Was ist da in deinem Kopf passiert, dass du gesagt hast, diese Reise, die möchte ich mit meiner Community teilen? Oder am Anfang war es ja vielleicht noch gar keine Community. Also ursprünglich hat das Ganze gestartet mit, ich wollte so ein bisschen Accountability aufbauen. Das heißt, ich hatte in meinem Umfeld sehr wenig Leute, die jetzt halt sich mit dem Thema Finanzen beschäftigen. Und ich glaube, früher war das auch noch mal ein bisschen anders mit Social Media. Und das hat mir sehr geholfen, on track zu bleiben. Ich habe monatlich darüber berichtet, über meine Käufe, wie hat sich das Depot entwickelt, so einfach diese Routine reinbekommen.

Und hey, ich muss ja auch noch einen Blogbeitrag darüber schreiben, ein Video darüber machen. Das hat sehr geholfen. Aber es hat sich dann auch sehr schnell dazu entwickelt, hey, es ist eine Community, die sich aufbaut, also das Finanzvogel. Und sich eben über den Blog sparkojote.ch und auch über den YouTube-Kanal, man hat sich dann ausgetauscht. Man hat sich dann auch an Community-Treffen, die ich dann organisiert habe, und das mache ich jetzt auch seit bald zehn Jahren, hat man sich getroffen, ausgetauscht, Strategien und so weiter, und gegenseitig sich motiviert. Man hat dann auch Leute gefunden, die eben finanzbegeistert sind, weil man es vielleicht im Alltag, beruflich, im Geschäft halt eben nicht so hat, weil sich niemand damit beschäftigt.

Und ja, es hat sich aus Accountability eigentlich sehr schnell zur Community entwickelt und dann eben auch zu diesem transparenten Depot, Leute motivieren. Das ist so ein Zusammenspiel gewesen. Gewesen. Es hat sich so organisch entwickelt, wie man das so schön sagt. Das ist halt eigentlich mit einer kleinen Idee gestartet, wurde immer größer, und jetzt sind wir heute da, wo wir halt stehen. Das ist eigentlich eine ganz coole Geschichte. Schon Wahnsinn, wenn mir jemand erzählt, hey, ein neunundzwanzig-Jähriger hat ein eins Komma fünf Millionen Schweizer Franken Depot, da würde ich sagen, okay, von Mami und Papi, zumindest ist es der erste Gedanke. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Du hast es selber aufgebaut, dokumentiert, Erzähl doch mal deine Reise als Investor.

Wie hat die angefangen? Wie bist du dahin gekommen, dass du sagst, ich begeister mich für Börse, ich möchte investieren? Also ich bin leider schon dreißig geworden vor ein paar Monaten. Alles Gute nachträglich auch nochmal. Aber so grundsätzlich, ich habe halt schon in der Lehre begonnen. Ich habe direkt mit achtzehn, also ich habe mich mit siebzehn schon mit dem Thema beschäftigt, also einfach privat Blogs gelesen, auch Tim Schäfer, den Blog sehr verfolgt, auch mit ihm in Kontakt. Damals gehabt und habe dann mit achtzehn halt, weil du halt achtzehn sein musst für ein eigenes Depot, damit achtzehn erst das Depot eröffnen können und da halt meine ersten Schritte mit achtzehn gemacht.

Da hat mich eben der Tim Schäfer sehr geprägt, damals auch noch Aktien mit Kopf-Kolja, hat auch viel Content gemacht, hatte dann auch mit denen halt über Kommentare oder eben über Mailkontakt, haben mich immer mal hin und her geschrieben, Fragen gehabt, die haben auch immer schön geantwortet, also mega cool, very appreciated, hat mir auch sehr geholfen, mich so einzuordnen, hey, wie, wo, was, weil du halt wirklich Du hast ja nicht automatisch in deinem Umfeld alles Aktienexperten und Kontakt zu Leuten, die investieren, oder? Oder die haben mal gehört und es ist Gezocke. Das hat mir schon sehr geholfen. Dafür ist auch diese Finanzvogel-Community da. Ich mache ja auch Community-Treffen regelmäßig und da sind teilweise hundert Leute am Start und es ist immer auch kostenlos.

Man bezahlt einfach sein Trinken, Essen selber im Restaurant, das, was ich halt reserviere, und dann that's it. Das ist auch immer sehr cool für die Community. Aber so hat das eben gestartet, und dann über die Zeit hat sich das dann entwickelt. Hey, da wurde ein Blog draus. Ich habe mich auch immer schon selbstständig unternehmerisch halt mit Amazing Toys, also das ist so ein Collectibles-Pokémon-Kartenshop, Spielzeug sozusagen, mich auch früh selbstständig gemacht. Und so hat sich das dann halt so ein bisschen entwickelt, ja. Das heißt, es ist ein Zusammenspiel von Wissen, Aktien, Investments, Sparen, Sparpläne und Co., und auf der anderen Seite halt, hey, hohe Sparquote, unternehmerisch dann auch erfolgreich geworden, immer noch bodenständiges

Ausgabeverhalten, keine Lifestyle-Inflation, und dadurch dann auch enorme Summen sparen können, die dann auch ins Depot, ins Portfolio fließen konnten und so dann natürlich auch weitere Gewinne erwirtschaften konnten. Also jetzt aktuell, Stand gestern, wo ich geguckt habe, waren wir jetzt bei eins Komma fünf Millionen Schweizer Franken im Portfolio. Gab einige gute Bewegungen mit Meta, Nvidia, AMD, durch auch paar Ankündigungen, Meta News oder auch andere Geschichten, die das halt wirklich noch mal gepusht haben.

Und von diesen eins Komma fünf Millionen, ungefähr achthundertdreißigtausend, achthundertvierzigtausend sind investiertes Kapital, und der Rest ist Gewinn durch Dividenden, Kursgewinne, Zinsen und so weiter, Optionsprämien. Das heißt, auch sechshundertfünfzigtausend sind Gewinn. Oder das heißt fast die Hälfte, nicht ganz, aber fast die Hälfte vom Portfolio ist Gewinn eigentlich über die letzten elf zwölf Jahre. Und das wird über die nächsten Jahre wahrscheinlich immer mehr. Also ich habe jetzt auch schon Mühe mit meiner Sparquote. Aktuell hier zu Date einhundertneunzigtausend Gewinn gerade. Das heißt, ich habe mit meiner Sparquote, da komme ich gar nicht ran.

So viel investiere ich gar nicht jährlich, wie das Portfolio sich bewegt. Das ist eigentlich auch schon crazy. Ich habe sehr oft Mühe, mittlerweile. Ja, das ist halt der Zinseszins auch zum gewissen Grad. Wie schaffst du es, dass du da nicht in Versuchung kommst, dass du sagst, hey, jetzt habe ich so viel Geld, ich könnte ja das machen? Du hast vorhin schon angesprochen Lifestyle Inflation. Ich denke, es geht ja vielen so, gerade wenn du jetzt nicht aus einer wohlhabenden Familie kommst. Du fängst ja an, dein eigenes Geld aufzubauen. Das könntest du ja super viel damit machen und machst es ja nicht und scheinst mir jetzt auch nicht traurig darüber zu sein. Ich glaube, da muss man so einfach differenziert betrachten. Also gebe ich heute mehr aus als vielleicht vor zehn Jahren?

Wahrscheinlich schon, ja. Ich bin verheiratet, Familienplanung steht im Raum, also ich gebe definitiv mehr aus als noch vielleicht vor fünf oder zehn Jahren. Also das ist ein Fakt. Aber es ist immer noch so, dass es halt völlig im Verhältnis ist. Also wenn ich jetzt zum Beispiel einen Bruchteil davon verdienen würde, also wenn ich jetzt immer noch ein normales, sag ich mal, Angestelltengehalt verdiene oder noch in der UBS arbeiten würde, einfach dort weitergearbeitet hätte, ich würde wahrscheinlich genau gleich viel ausgeben, wie ich jetzt ausgebe. Also mehr als vor zehn Jahren, aber ich würde jetzt gleich viel ausgeben.

Der Unterschied ist einfach, ich verdiene einfach wirklich deutlich mehr und lasse aber meine Ausgaben immer noch mehr oder weniger im Verhältnis relativ tief. Das heißt, der große Chunk, das kann auch achtzig, neunzig Prozent Sparquote bedeuten, fließt in Investments. Oder sei das jetzt in Aktien, ETFs oder auch in meine eigenen Unternehmen wieder. Also ich reinvestiere es in die Unternehmen, statt dass ich mir nur das Gehalt ausschütte. Also das finde ich einfach enorm wichtig, weil je krasser man das halt macht, egal in welcher Position man ist, umso schneller kommt der Schneeball ins Rollen.

Und das heißt aber jetzt zum Beispiel nicht, nehmen wir jetzt mal wirklich an, also jetzt in meinem Verhältnis, wenn ich jetzt sage, hey, wir möchten wirklich was erleben und wir möchten auch mal vielleicht zwei Monate in Urlaub. Das kostet halt ein bisschen mehr, solange es im Verhältnis ist. Oder das heißt, am Ende des Jahres sage ich, wenn mein Vermögen gewachsen ist zu einem signifikanten Teil oder halt zu einem anständigen Teil, und ich habe vielleicht einmalig für zwanzigtausend, dreißigtausend, vierzigtausend was Größeres mal gegönnt, und das Vermögen ist aber insgesamt immer noch gut gewachsen, also wirklich gut gewachsen, dann ist das ja vollkommen im Verhältnis und okay. Und das machst du ja auch nicht jedes Jahr. Sondern man gönnt sich ja dann vielleicht auch nicht selber nur was, sondern auch mit Frau, Freundin, Lebenspartner, whatever.

Und ich finde das dann wiederum vollkommen in Ordnung, weil irgendwo sagst du ja auch, hey, irgendwas möchtest du ja auch zu einem gewissen Grad dir dann auch gönnen können, oder wenn es dir das wert ist. Ich glaube, da braucht es dann schon so einen Mix, eine Kombination. Aber ich bin dann halt schon so, Großteil dann doch lieber auch wieder reinvestieren und den Schneeball rollen lassen. Das ist ganz wichtig. Und diesen Schneeball, den hast du ja schon gut zum Rollen gebracht. Ich glaube, du bist an einem Punkt, wo viele von uns gerne wären. Deswegen auch danke, dass du das teilst. Ich verfolge dich auch schon seit Jahren, vielleicht nicht wöchentlich, monatlich, aber immer wieder taucht der Spar-Kojote bei mir auf und ich denke mir, Respekt, ich freue mich total.

Und ich sage dir ehrlich, für mich gibt es auch Mut, wenn ich sehe, der junge Mann aus der Schweiz, mittlerweile alt, du bist ja schon dreißig, kriegt es hin, dann kriege ich das auch hin. Also wirklich von Herzen Kompliment. Also ich denke auch, also das ist auch mal so ein Punkt, Also jeder hat ja die Möglichkeiten und jeder kann es versuchen. Also ich sage jetzt nicht, dass jeder, der es macht, auch alles genau perfekt schafft. So funktioniert die Welt nicht. Also wir leben nicht in der Utopie. Aber jeder hat heutzutage meiner Meinung nach, bleiben wir jetzt mal nur im DACH-Raum, also Deutschland, Österreich, Schweiz, jeder hat die Möglichkeiten. Sie sind da, sie sind auf deinem Handy, auf deinem Computer zu Hause. Also es ist wirklich nicht mehr so versteckt.

Also man findet ja heutzutage praktisch alles online. Heute auch noch mit AI. Man kann auch Brains, also es ist heute eine ganz andere Welt als noch vor zehn Jahren. Und ich glaube, jeder kann es, aber nicht jeder ist bereit, gewisse Opfer oder bestimmte Dinge dafür zu machen oder die Extrameile zu gehen. Aber nur weil man die Extrameile geht und es versucht, heißt es nicht, dass man es schafft. Das ist so eine Balance sozusagen. Darum diversifiziert man ja auch an der Börse. Es ist nicht das eine Investment, es ist nicht das eine Ding, was du in deinem Leben machst. Also auch ich habe eigentlich mehrere Unternehmen, wenn man es genau nimmt. Ich habe mehrere Aktien im Portfolio, mehrere Assetklassen, mehrere stille Beteiligungen und so weiter. Also nicht nur etwas.

Ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt, den man mitnehmen sollte. Also egal wie, wo, was. Also wenn ich angestellt bin und ich möchte einen Side-Hustle haben, eine nebenberufliche Tätigkeit, dann warum nicht? Why not? Man kann ja das parallel machen, gucken, vielleicht wird irgendwann der Side-Hustle zum Main-Hustle oder der Side-Hustle bleibt einfach ein angenehmer Side-Hustle, der vielleicht ein paar hundert Euro, paar hundert Franken vielleicht auch ein paar tausend Franken dazu verdient in die Sparquote. Und das ist ja dann auch gut. Und wenn man happy ist, dann ist das ja nice. Oder vielleicht entwickelt sich dann halt auch in der Karriere was. Aber ich sage, wenn du ein großes Portfolio aufbauen willst, dann musst du auch vor allem in den Anfangszeiten auch am Einkommen arbeiten.

Weil das Einkommen ist dann das, was bei der Sparquote hängen bleibt. Und je größer die in absoluter Summe ist, umso krasser wird das Portfolio. Also einfach erklärt, lieber habe ich eine Sparquote von dreißig Prozent und ich verdiene zehn K pro Monat, also dreitausend, als dass ich eine neunzig Prozent Sparquote bei tausend Verdienst habe. Oder so hart wie das auch klingen mag, weil dann zum einen der Lifestyle vielleicht beim dort angenehmer ist, zum einen auch, und beim anderen halt, hey, also du sparst dann trotzdem nur neunhundert Franken oder Euro pro Monat. Da sind die dreißig Prozent von den zehn K immer noch in absoluter Summe viel mehr.

Und ich könnte ja den Lifestyle trotzdem runter reduzieren wieder, wenn ich merke, hey, das ist ein bisschen zu überrissen. Und ich glaube, das ist auch was, wo sich viele drin verfangen, diese Sparquote durchoptimieren, was gut ist, aber irgendwo ist auch Ende. Lieber die Zeit fokussieren auf das Einkommen, finde ich persönlich. Kann ich nur unterstreichen.

Ich sehe dich in letzter Zeit öfters im Auto irgendwie unterwegs und habe mir dann gestern auch noch mal ein Video reingezogen, um fresh zu sein hier fürs Interview. Und da hast du gesagt, es ist ganz wichtig, dass man differenziert zwischen dem Einkommen, das du dir durch deinen Job, durch dein Unternehmertum holst, und das Einkommen, was Kapitalerträge generieren. Warum ist dir das wichtig, dass du da differenzierst? Weil wenn ich jetzt heute, knocking on wood, querschnittsgelähmt wäre und nichts mehr tun kann, was ich heute tun kann, dann ist mein Investmentportfolio year to date gerade einhundertneunzig Prozent zweihunderttausend Schweizer Franken seit eins erster zweitausendsechsundzwanzig.

So viel Gewinn hat das gemacht in Form von Kursgewinnen, Dividenden, Zinsen, Optionsprämien und Co. Dann würde es das trotzdem noch machen, bis auf vielleicht die Optionsprämien, aber alles andere würde es trotzdem noch machen. einhundertneunzig K in Schweizer Franken, das sind über zweihunderttausend Euro. So, in der UBS musste ich für dieses Geld, oder müsste ich für dieses Geld, drei Jahre arbeiten brutto. Da ja Kursgewinne grundsätzlich die auch in der Schweiz steuerfrei sind, bedeutet das, ich müsste ja dann netto, also den Nettoverdienst, über den Nettoverdienst reden, ja, vier Jahre. Ich müsste vier Jahre UBS arbeiten, um diesen Betrag zu machen. Das Jahr ist noch nicht vorbei. Wir sind Ende September. Das sind neun Monate.

Darum differenziere ich. Weil auch unternehmerisch das Einkommen, was ich dadurch generiere, zum gewissen Grad ist es abhängig von mir wegen meinen Entscheidungen, dass ich aktiv, vielleicht nicht operativ, aber aktiv Entscheidungen treffe. Klar, ich habe Mitarbeiter, die machen das Daily Business, Operation und so weiter, aber trotzdem braucht es mich ja auch, weil ich koordiniere, ich plane. Also das braucht es auch, weil sonst ist es dann unkoordinierter Haufen und das geht dann einfach relativ schnell an die Wand. Das kennt man ja auch, wie wenn du investierst ohne Strategie. Und darum differenziere ich extrem stark, weil das eine ist immer noch abhängig von mir und meiner Gesundheit und das andere läuft komplett ohne mich.

Sogar das Reinvestieren, wenn du Sparpläne hast, ist ja automatisiert zu einem gewissen Grad. Muss nur gucken, dass Geld auf dem Verrechnungskonto ist. Und das ist für mich enorm wichtig, weil ich weiß, wenn ich heute sage, es ist fertig, ich habe keinen Bock mehr, ich, es ist fertig, ich will jetzt hier einfach nur noch an Strand theoretisch oder whatever, dann weiß ich, dass meine Kapitaleinkünfte oder insgesamt meine Portfolien all das decken können und ich eigentlich gar nicht mehr arbeiten muss, sondern ich möchte arbeiten. Das ist ja das Coole, sich eine Situation zu erarbeiten, wo du sagen kannst, hey, ich arbeite nicht, weil ich muss, sondern einfach, weil ich will.

Ich will arbeiten, ich will hier stehen, ich will Videos machen, ich will am E-Commerce-Business arbeiten, ich will jeweils standardmäßig am Samstag im Store stehen, weil jetzt bin ich zwar an einem Börsentag in Zürich, aber sonst wäre ich im Store, also im Retail-Store Amazing Toys, an einem Samstag, weil ich arbeiten will. Ich glaube, das ist so etwas, wenn du diese Situation in deinem Leben hast, wo du arbeiten möchtest, das ist etwas sehr Schönes, weil dann ist sowohl Freizeit als auch Arbeit in so einem Äquilibrium, dass du beides gerne machst.

Und dann für dich ist eigentlich dann wirklich, also was ist dann im Leben, was dich, wo du dann den Freizeitanschiss, weißt du, Arsch ist, also gar nicht mehr, weil du gerne arbeitest und gerne Freizeit hast. Gerne schläfst. Also das heißt, jeder Lebensbereich, den machst du gerne. Das wünsche ich halt jedem. Und da muss man einfach an sich arbeiten, an seiner Karriere arbeiten und auch an seinem Portfolio arbeiten. Bleiben wir gerne mal bei Amazing Toys. Es gibt ja auch alternative Investments neben Aktien, Anleihen und dem Standard, was man so kennt. Gerade die letzten Jahre waren auch so Karten zum Beispiel total interessant, wurden gehypt. Siehst du das als Investment in ist es für dich ein Hobby?

Ist es vielleicht ein bisschen beides? Und vielleicht die wichtigste Frage: Muss man sich auskennen in dem Bereich, wenn man wirklich die wertvollen Karten auch haben will, oder kann das jeder, sich einfach zehn Karten ziehen und eine kommt auf jeden Fall? Vielleicht noch mal ein bisschen um Kontext zu geben eben. Also ich habe, also ich führe den Store Amazing Toys. Wir haben einen Retail-Store und auch E-Commerce, sind in der Schweiz so ziemlich einer der größten Online-Shops und auch Retail-Stores hier in Zürich. Also wir haben mitten in Zürich einen Store, der ist auch jetzt offen gerade, Mitarbeiter stehen gerade im Store.

Und ja, also wenn man jetzt so die Schlagzeilen hört, jetzt zum Beispiel Anfang Jahr, sechzehn Komma fünf Millionen US-Dollar Auktion, teuerste Pokémon-Karte verkauft worden, Pikachu Illustrator PSA zehn. Vielleicht habt ihr davon auch schon gehört, das war ja überall in den Medien, Rekordverkauf. Ja, wenn man solche Summen hört, denkt man, oh shit, für eine einzige Karte, sechzehn Komma fünf Millionen US-Dollar. Habe ich die vielleicht zu Hause im Keller? Nein, hast du nicht. Gibt es weniger als vierzig Mal auf der Welt. Die wurde nur in Japan verteilt an einem bestimmten Event. Also nein, die ist hyper-ultra-super selten. Die hat niemand im Keller. Das beantwortet auch vielleicht ein bisschen die Frage.

Es gibt super seltene Karten, die super selten sind, und die haben ihren Preis, weil die so wenig auf den Markt kommen, dass wenn sie auf den Markt kommen, dann kommen sie vielleicht auf den Markt und dann drei Jahre nicht mehr. Verstehe. Weil alle, die sie gekauft haben, auch behalten, oder? Weil es so wenig gibt auf dem Markt. Und dasselbe gilt für Luxusuhren, für, ich sage jetzt mal, Luxusautos, bestimmte Limited Editions. Das ist ja alles so ein bisschen dasselbe. Oder Kunst auch, Fine Art, eine sehr ähnliche Kategorie. Es ist ja nicht der Value des Marktes, es ist kein intrinsischer Value, sondern ein Value, weil die Geschichte dahinter ist.

Ein Picasso oder was es da nicht alles gibt, oder es ist eine bestimmte Rolex, eine bestimmte Uhr oder ein bestimmtes Auto. Genauso ist es auch bei den Trading Cards und Collectibles, Comics, Pokémon-Karten, Magic-Karten. Bei Magic hat man vielleicht auch schon mal Black Lotus gehört, das ist auch eine sehr, sehr teure Karte, auch höhere sechs-stellige, sieben-stellige Summen. Und ja, man kann investieren. Ich selber sehe es für mich persönlich mehr als Hobby an. Ich habe immer schon Pokémon-Karten, Yu-Gi-Oh-Karten, Magic und Co. gesammelt, gespielt, auch aktiv gespielt und competitive gespielt.

Nie aufgehört über die letzten fünfundzwanzig Jahre, immer drangeblieben und aus einem Hobby Beruf gemacht. Das heißt, ja, ich sehe es jetzt natürlich auch karrieretechnisch anders an, aber es ist alles aus einem Hobby entstanden. Ich habe nicht— ich bin nicht vor zehn oder fünfzehn Jahren hingegangen und habe gesagt, ja, das ist jetzt das Investment. Ich habe gesagt, hey, was sind meine Hobbys und wie kann ich aus diesem Hobby einen Beruf machen? Also E-Commerce, Retail, Store, und dann kann ich täglich mich mit diesen Dingen beschäftigen und es ist mein Hobby und ich kann damit mein Geld verdienen, mein täglich Brot. Das war eigentlich der Hintergrundgedanke. Und natürlich hat sich das dann dahin entwickelt, dass man halt teilweise dann doch auch Sachen hatte,

ohne dass man das jetzt halt wirklich— ich muss jetzt ehrlich sagen, ich habe Sachen, die habe ich gekauft, damit für mich zum Sammeln, weil ich die wollte, für hundert Franken, fünfzig Franken, zweihundert Franken, hab die vielleicht dann noch gegradet bei PSA, dann werden die überprüft, das ist ein Original, bekommt einen Zustand, Zustand zehn ist das Beste, und dann ist die Karte halt fünfzigtausend wert. Das heißt, du hast dann aus hundert, zweihundert, dreihundert Franken oder fünfzig Franken zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzigtausend gemacht. Wenn du es dann auch wirklich verkaufst, also immer die Frage, du musst ja auch noch verkaufen können, oder? Bevor du es verkaufst, ist es ja noch nicht realisiert. Es ist nicht so liquide wie jetzt eine Aktie. Und darum sehe ich das immer so ein bisschen zweischneidig.

Ein Investment, eher Liebhaber-Investment, vielleicht ein besseres Wort. Und man muss sich sehr auskennen. Also jetzt, wenn jetzt du kein Interesse an Pokémon hast oder irgendwelchen Trading Cards und Collectibles, das ist meiner Meinung nach der absolut falsche Weg. Das ist für Leute, die zum Beispiel Liebhaber sind, sich mega auskennen, super den Markt auskennen, in der Community drin sind und verstehen, was ist selten, sie verstehen die Historie, sie kennen sich extrem aus, sind vielleicht schon Jahre selber Sammler, Spieler, dann kann es vielleicht Sinn machen, sogar auch vielleicht profitabel sein.

Aber im Kern sage ich halt immer, wenn alles auf null geht, bin ich immer noch happy bei diesen Collectibles, weil ich habe es, ich kaufe es mir oder habe es mir gekauft, weil ich halt selber sammle und schon immer dieses ganze Hobby cool gefunden habe. Und auch noch jedes Jahr die neuen Pokémon-Spiele spiele, also Winds and Waves auf Nintendo Switch zwei werde ich nächstes Jahr auch spielen, die zehnte Generation, ist ja logisch. Also das ist so ein bisschen der Punkt, da differenziere ich extrem stark, weil Aktieninvestments, ETFs und Co., das ist eine ganz andere Welt.

Kalkül, Zahlen, Gewinn, Umsatzwachstum und so weiter, das ist für mich eine ganz andere Geschichte mit intrinsischem Value, wo du auch wirklich realen Value generierst mit realem Demand und Revenues und auch wirklich was dahinter steckt. Also da differenziere ich extrem, bin eher vorsichtiger. Aber wenn man schon selber drin ist, dann kann das durchaus, und in meinem Fall hat das auch sich sehr gerechnet. Aber nur das, no way. Also schon lieber das traditionelle Aktien-ETF, einfach nur Krypto, Edelmetalle, da ist dann doch schon eher Investment. Vielleicht, wenn du da bist, bisschen abseits von dem Thema Investment, Finde ich super spannend. Yu-Gi-Oh!

habe ich zum Beispiel gern gespielt als Kind. Ja, jetzt habe ich es letztens wieder gezockt mit meinem Neffen, und da gibt's ja, es ist ja ein ganz anderes Spiel im Grunde. Diese Turns gehen ja super, super lang. Für mich als jemand, der das früher verstanden hat, jetzt fast schon zu komplex. Spielst du immer noch Yu-Gi-Oh! und macht es immer noch so viel Spaß? Also ich habe leider fast keine Zeit mehr, um überhaupt insgesamt zu spielen. Wenn ich spiele, dann nur digital. Da hast du so Master Duel oder bestimmte Apps, die du auf dem Handy oder Nintendo Switch spielen kannst, digital halt einfach und online. Physisch ist mir einfach die Zeit, es ist halt wirklich viel, es kostet Energie, Zeit, und ich spiele dann competitive, dann gehst du an Turniere, du reist viel.

Das habe ich früher gemacht, würde ich jetzt heute einfach wegen zeitlichen Faktoren nicht mehr machen. Ja, ist ein komplett anderes Spiel, aber du hast auch da wieder, es hat sich entwickelt, du hast mittlerweile bei Yu-Gi-Oh! auch Numbered Cards. Das bedeutet, die haben jetzt neue Sets, die bringen sie raus, sind nummerierte Karten drin, eins von einhundert weltweit. Das bedeutet, du hast dann, gibt's diese Karte genau hundert Mal oder hundertein Mal auf der Welt, weil es eine null gibt. Es gibt null von hundert bis hundert von hundert, das sind dann hunderteins Unikate. Und es sind dann Karten, die fetchen Preise von bis hin zu zehntausend, zwanzigtausend, dreißigtausend, vierzigtausend noch ungegradet, weil das halt nummerierte Karten sind.

Andere TCGs fangen mit unterschriebenen Karten an, so wie bei den Sportkarten. Magic fängt jetzt an mit Star Trek, und hast du von den halt Schauspielern unterschriebene Karten drin, und die Karte, nummerierte Karten. Also das ist alles, das sind alles Faktoren, die haben sich in den letzten Jahren entwickelt, verändert, um halt eben dieses Collectible weiterhin Collectible und interessant und speziell zu machen, oder? Also es ist halt so, du hast mehrere Lager, du hast die Investoren, du hast die Sammler, und du hast die Spieler. Und die meisten der Leute, die in dieses Hobby reingehen, sind immer ein bis zwei davon, weil alles viel Zeit kostet und alles einen ganz anderen Blickwinkel hat. Ich bin zum Beispiel, wenn du mich jetzt fragst, eher der Sammler, schon immer gewesen.

Und klar hast du vielleicht die Investmentperspektive, weil du einfach sammelst, automatisch mit dabei. Aber deine Intention ist ja vielleicht gar nicht, das loszuwerden. Überhaupt nicht. Und das heißt zum Beispiel, ich war früher eher Spieler, habe mich dann aber vom Spieler zum Sammler entwickelt, oder weil Sammeln auch noch mal so ein bisschen bisschen, also es ist nicht so demanding, weil wenn du sammelst, sammelst du einfach, was dir gefällt. Du musst auch nicht topaktuell theoretisch sein. Beim Spielen musst du immer topaktuell sein, wenn du competitive spielst, weil es kommen immer neue Karten, neue Effekte, und dann sind die alten Karten schon wieder schlechter, und dann spielst du schlecht und verlierst dann. So ein bisschen halt Pay-to-Win, bisschen die neuen Karten haben.

Und das hat mir halt nicht mehr so gefallen, und darum bin ich dann sehr, sehr lange fünfzehn Jahren eher Sammler, und davor habe ich wirklich sehr competitive gespielt. Darum, ich empfehle es jedem, wenn er das als Investment sehen würde, dann musst du schon im Hobby drin sein und nicht nur wegen der Geldperspektive reinkommen. Das ist meine persönliche Meinung. Jetzt sind wir ein bisschen abgedriftet auch und doch irgendwie wieder zurückgekommen. Vielleicht zum Abschluss, du hast ja viel, viel richtig gemacht, ja, aber wenn du deinem siebzehnjährigen, achtzehnjährigen Ich eine Sache sagen könntest, wo du sagst, hey Thomas, mach das vielleicht so? Was würdest du dir selber sagen?

Wie, also ja, das ist schwierig. Das ist jetzt gerade für die jetzige Situation. Ich habe ja mit einundzwanzig, zweiundzwanzig meinen Job gekündigt. zweitausendachtzehn war das. Und das ist eigentlich relativ früh, wenn man so im Großen und Ganzen sieht. Und Ich habe schon nach der Lehre mit diesem Gedanken auch schon gespielt, dass ich direkt nach der Lehre vielleicht auch direkt schon mich selbstständig machen habe, aber dann gesagt, nein, das vielleicht jetzt nicht so. Ich würde jedem raten und auch mir selber,

wenn dein Gefühl oder dein Bauchgefühl wirklich etwas, also wirklich so richtig, du hast immer wieder denselben Gedanken und dasselbe Bauchgefühl, aber du machst es nicht, auch aus Gründen wie Sicherheit, Risiko. Und ich rede jetzt nicht irgendwie All-in in irgendeinen Shitcoin gehen und dein Bauchgefühl sagt, du sollst jetzt All-in in den Shitcoin gehen. Ja, das hat die wenigsten, haben so ein Bauchgefühl, bin ich jetzt ehrlich. Also Bauchgefühl so, hey, irgendwie das, was du jetzt hier machst, das ist wahrscheinlich jetzt nicht was für dich. Lieber machst du das, weil ich glaube, da könntest du. Aber du hast dann immer Angst, weil du weißt ja nicht, kann es klappen mit der Selfie, kann es nicht klappen, dass du deinem Bauchgefühl vertraust.

So, ja, das finde ich extrem, extrem wichtig, weil das Bauchgefühl, der Körper, also manchmal ist das der Körper schneller als das Gehirn, weil das Gehirn sich selber blockiert, aber der Körper, der weiß meistens schon eigentlich, was gut ist für einen. Und darum mehr auf das Bauchgefühl hören, vor allem wenn es wiederkehrend ist, auch über ein Jahr oder zwei hinweg. Ich glaube, das ist ein sehr, sehr wichtiger Punkt, der mir auch noch mal mehr geholfen hätte, auch in den letzten zehn Jahren während der Selbstständigkeit, aber auch während gewissen Schlüsselmomenten in meinem Leben.

Lieben Dank fürs Zuhören. Neue Finanzrudel Audio Experience Episoden gibt es jeden Montag, Donnerstag und Samstag 9 Uhr vormittags. Trete ausserdem dem exklusiven Finanzrudel Community Club bei finanzrudel.ch/club und tausche dich mit Tausenden Gleichgesinnten im Finanzrudel aus. Mehr über mich und meine Reise erfährst du auf meinem Blog www.sparkojote.ch. Interessiert dich, an welchen Projekten ich aktuell arbeite? Dann findest du mich auf Instagram at Sparkojote. Auf meinem YouTube-Kanal Thomas der Sparkojote findest du aktuelle Videos zum Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus. Bis bald.