BimBubble Schweiz – Rund ums Elternwerden und Elternsein

Wir sprechen darüber, woher Schuldgefühle im Familienalltag kommen, wie sie unser Bauchgefühl überdecken und was hilft, Schritt für Schritt wieder mehr Vertrauen in die eigene Intuition zu finden. 

What is BimBubble Schweiz – Rund ums Elternwerden und Elternsein?

Im Bimbubble Podcast sprechen wir offen und ehrlich über Schwangerschaft, Geburt, Babyernährung und Familienalltag. Wir holen Expertinnen wie Hebammen, Kinderärzte und Ernährungsspezialistinnen ans Mikro, teilen persönliche Erfahrungen von Eltern und geben praktische Tipps für die ersten Lebensjahre mit Kind. Authentisch, informativ und immer mit einem Blick auf die Bedürfnisse von Baby und Familie – damit ihr bestens vorbereitet und entspannt durch diese besondere Zeit geht.

Speaker 1:

Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge vom Bimbubble Podcast vo Bimbosan. Der Podcast mit Themen rund Schwangerschaft, Geburt und Eltern sii. Mein Name ist Jasmin. Heute befassen wir uns mit dem Thema zwischen Bauchgefühl und Schuldgefühl, wie du lernst, dir selber zu vertrauen. Gerne begrüsse ich zurück bei uns Fabienne Heyer.

Speaker 1:

Sie ist Hebamme und selbst auch Mami. Hoi Fabienne.

Speaker 2:

Hallo, Hoi Jasmin.

Speaker 1:

Liebe Fabienne, hast du hier eine persönliche Geschichte aus deinem Alltag, wie beispielsweise Ich erinnere mich an eine Mama, die im Wochenbett alles gefühlt hat und alles gelesen hat: Stillratgeber, Baby Apps, Mama Foren. Trotzdem sass sie mit Tränen in den Augen und sagte: Ich habe keine Ahnung, ob ich das richtig mache.

Speaker 2:

1 klassisches Beispiel, das viele Mama damit identifizieren können, ist zu stillen, und die Zeiten vor sich hat. Das Baby hat alle 3 Stunde wieder Hunger und macht eine Pause dazwischen. Dann merkt man sehr schnell, dass das nicht ganz aufgeht. Dass das Baby auch nach einer Stunde hungrig kann, nach 3 Stunde. Kann.

Speaker 2:

Oder vielleicht jemand sagt: Du darfst 1 Baby nicht so viel an der Brust haben, sondern es braucht einen gewissen Abstand. Man merkt schnell: Was soll ich jetzt tun? Ich komme da und merke meine Apps, die ich stillrage und sage: Das ist erst eine Stunde her. Dann merkt man schnell: Die ganzen Ratgeber und die Tipps von aussen hauen nicht an. Man spürt, dass man in sich sehr gut spürt, was Kinder brauchen, aber man ist so von aussen gesteuert und merkt, dass diese Idee vor mir oder ich liest vielleicht, dass 1 Baby alle 3 4 Stunde trinkt.

Speaker 2:

Ich merke, es ist nicht so. Das ist normal, okay, und es ist auch okay, wenn man auf das Bauchgefühl Haus. Du hast gerade gesagt: Bauchgefühl. Kann man das beschreiben? - Genau.

Speaker 2:

Jeder weiss oder spürt es, und jeder weiss, was es ist oder wie sich es anfühlt. Eine Definition, damit wir vom Gleichen sprechen. Es ist eine intuitive, innere Stimme, die schwer erklärbar ist. Man kann es nicht erklären und begründen und es funktioniert ohne Ratgeber. Kein Ratgeber kann das Bauchgefühl ersetzen.

Speaker 2:

Das finde ich ganz wichtig. Man kann noch so viel lesen, wie du vorhin gesagt hast. Es gibt eine App heutzutage per Jahr für alles. Definitiv. Keine Ahnung, wie oft man das Kind wickelt hat, wie oft es geschlafen?

Speaker 2:

Wie viele Male getrunken? In welchen Mengen, alles Mögliche. Aber das Bauchgefühl ist nicht ersetzt worden. Kein Ratgeber kann das Bauchgefühl ersetzen. Das ist 1 Mix aus Instinkt und Erfahrung und die emotionale Verbindung zum Kind.

Speaker 2:

Die emotionale Verbindung weiss man im Vorhinein nicht. Ich kann in der Schwangerschaft fünfzig Bücher lesen und ich merke, wenn mein Baby da ist, hat er die emotionale Verbindung. Man kann nicht wissen, wie vorher er ist. Es gibt keinen Ratgeber dafür, es gibt nichts, das ersetzt.

Speaker 1:

Viele hört man auch, das Bauchgefühl wird leiser. Warum ist das so?

Speaker 2:

Noch kurz an den Hintergrund, weshalb das passiert. Der Instinkt ist eine biologische Basis. Das ist von hormon gesteuert. Das sind wieder wieder. Das sind nicht nur per Zufall.

Speaker 2:

Oxytocin und Prolaktin, das schafft eine Bindung oder stärkt auch eine Bindung und es bringt einem die Feinfühligkeit. Dass man vielfach spürt Ich weiss schon, 1 Beispiel, bevor das Baby Hunger hat: Ah, es fängt schon die ersten Zeichen an und ich spüre schon, dass Kinder Hunger überkommt. Viele Mami sagen, ich wache schon, dass ich schon auf wache, in der 8, bevor das Baby Hungerzeichen zeigt. Ich wache kurz darauf, dass mein Kind aufwächst. Ich spüre einen Schritt voraus, was mein Kind braucht.

Speaker 2:

Die Feinfähigkeit, die kommt erst, wenn man Mami ist. Es beobachten. Ich wiederhole und sehe die Blick und Signale meines Kindes, ich kann sie immer besser deuten. Das führt auch dazu. Und auch die emotionale Verbindung.

Speaker 2:

Die enge Verbindung, die man zum Kind hat, macht empfänglich, auch für Veränderungen. Das ist die Basis des Ganzen. Das bildet dieses Bauchgefühl, zum beispiel bei Hunger oder krank. Etwas ist nicht gut bei meinem Kind. Bevor das Fieber kommt oder der erste Zahn kommt oder was auch immer.

Speaker 2:

Ich merke schon, dass das Initi nicht gut ist. Warum das so ist: Sicherheit, ohne klare Regeln. Es gibt eine gewisse Sicherheit, vor allem ohne Checkliste. Flexibel sein, das Buchgefühl stärkt das Bauchgefühl. Das Bauchgefühl und das Wissen ist nicht schädlich.

Speaker 2:

Es kann gut sein, dass das Bauchgefühl gut ergänzen kann. Das ist auch genau. Genau beides. Das Bauchgefühl und das Wissen gibt 1 super Team - in Kombination. Es gibt aber viele Faktoren von aussen, auf deine Frage zu kommen.

Speaker 2:

Es gibt viele Infos, man kann so viel lesen, viele Ratgeber. Heutzutage Social Media mit diesen Supertipps in Reels oder TikTok gibt es so viele Möglichkeiten. Das kann eine Infoüberflutung sein, wo man merkt: Ich bin so unter Druck und habe so viel gelesen, möchte das genau so machen und richtig machen. Das führt zu Stress, sehr viel Stress. Gerade im Wochenbett oder in der Anfangsphase kommt Müdigkeit oder Erschöpfung dazu.

Speaker 2:

Das kennen vielleicht auch alle Mami zu einem gewissen Zeitpunkt, wo man merkt: Ich kam an meinen Grenzen an, selbstzweifel zu kommen. Wie du dir diese Situation beschrieben hast. Man liest und tut und tut, hat das Gefühl super vorbereitet, aber man sitzt nach und merkt: Ich zweifeln mir, weil ich alles falsch mache. Das kann dazu führen, dass man an dem Selbstwertgefühl oder dem Selbstwertgefühl verzweifeln oder dem Bauchgefühl und dem Bauchgefühl fragt: Mein Bauchgefühl ist völlig schepps. Und dann die Ratschläge auch noch von aussen.

Speaker 2:

Man bekommt von so vielen Leuten, ungefragt, Ratschläge bekommt. Das führt in Kombination dazu, dass man merkt: Ich bin völlig falsch. Man verliert sich selbst und vertraut 1 Bauchgefühl gar nicht mehr. Das können wir machen, dass das Bauchgefühl 1 kleiner wird.

Speaker 1:

Wir hatten es schon in der vorherige Podcastfolge. Mit Grund, warum es leiser werden kann, wenn 1 Baby ist, will eher mehr brüllt als andere Babys, was völlig normal ist. Auch das Thema Baby darf prügeln, es darf auch eine eigene Lösung. Weinen. Das ist auch 1 Einflussfaktor unter Stresssituation.

Speaker 1:

Absolut. Hast du von aussen das Gefühl, das Baby muss ruhig sein? Er stresst mich, er stresst andere? Absolut. Das hat auch noch mit den Einfluss?

Speaker 1:

-

Speaker 2:

Absolut. 1 spannendes Beispiel, in dem ganz viele Faktoren zusammenkommen. Das Baby brüllt, was für mich als frisches Mami schwierig ist. Es gibt Leute rundherum, bei denen ich merke: Sie schauen immer mehr. Das setzt mich zusätzlich unter Druck.

Speaker 2:

Am besten ist es on top, wenn jemand von den Leuten herum sagt: Probier doch das, das könnte vielleicht helfen. Du stehst: Eigentlich bin ich das Mami dieses Kind, und ich habe keine Ahnung, was ich hier mache. Jemand Jemand gibt mir einen Tipp, wie ich mit meinem Kind umgehen soll. Es gab das Worst Case oder wie du beschrieben hast. Das ist genau so eine Situation, dort ist das Buch weg.

Speaker 2:

Man verliert sich vollkommen. Man fühlt sich: Ich habe mein Kind nicht im Griff, ich kann mich nicht im Griff, ich habe keine Ahnung, was ich da mache. Und auch diese Situationen gibt es. Es ist okay, dass man als Mama nicht jeder sagt und als Vater weiss, was gerade die Lösung ist. Man muss da reinkommen.

Speaker 2:

Ich glaube, wir können beide aus Erfahrung sprechen: Es gibt immer wieder Situationen, auch später, wo wir da stehen und merkt: Ich habe keine keine Ahnung, was ich hier mache. Definitiv! Das hört nicht auf, wenn

Speaker 1:

1 Baby denn - Genau. Es ist 1 Teenager.

Speaker 2:

Absolut. Gerade diese Phase ist nochmals 1 Teenager publiziert. Es hört wie nie auf und das ist okay. Dort hilft dass man sich treu bleibt und sagt: Ich mache das Beste, ich gebe mein Bestes. Und ich sortiere, was wichtig ist für mich, oder welche Infos ich aufnehme und welche nicht.

Speaker 2:

Ich sortiere diese Situation vor, dass man sich nicht von Blick von Aussen liess lassen oder Ratschläge von aussen lassen, aber natürlich ist es auch leichter zu sein, dass es gemacht ist. Es ist einfach, zu einer neuen Mama zu sagen: Weisst du uns gleich, was die anderen sagen und was sie schauen. Ignoriere deinen Blick! Das braucht Zeit, bis man sich selbst so treu ist und weiss: Ich mache das richtig. Ich habe mein Baby.

Speaker 2:

Ich kenne das Baby am besten von allen. Auch wenn es nicht nach Plan läuft, ist es so. Aber ich lasse mich nicht bei ihr von diesen Blicken. Das ist 1 Prozess.

Speaker 1:

Völlig. Da herrscht es auf den Punkt. Man muss nicht verzweifeln, merkt: Mein Bauchgefühl ist sehr leise. Es wird zurückkommen. Man wird selbstsicher kommen.

Speaker 1:

Absolut. - Absolut. Du wird definitiv wieder zurückkommen. Da darf man schnell darauf vertrauen.

Speaker 2:

Genau. Man kommt mehr rein, wie man darauf reagieren kann. Vielleicht hilft es mir, mehr Ruhe in die Situation zu bringen. In dieser Situation komme ich ins Rotieren, dann streben ich einen Schritt zurück und merke, das ist einfach zu viel. Dann gehe ich einen Schritt zurück und schaue, was meinem Kind helfen kann.

Speaker 2:

Ich gehe mit einem Kinderwagen mit dem ÖV und merke, dass mein Kind zu blühen, was ich mache. Vielleicht merke ich: Wenn ich meine Tragi dabei habe oder mein Trag durch dabei habe und das Kind in Tragi, bringt viel mehr Entspannung, dann kann das eine Lösung sein. Aber das ist nicht von Minute 1 eine Lösung, sondern man kommt rein. Körperwahrnehmung üben, sich selbst auch mehr Vertrauen habe und merken: Das hilft mir oder dass diese Situation zu viel ist, ich versuche es auf einen anderen Weg und ich vertraue mir selbst. Ich zähle nicht die Meinung anderer mehr als meine eigene Meinung.

Speaker 2:

Was wir auch schon in den Podcast besprochen sind, sind Rituale. Das kann auch helfen, nicht in, wo unterwegs, aber zu Hause. Wenn ich merke, dass ich meine Grenzen bekomme, bringe ich 1 Ritual rein. Wenn ich weiss, ich gehe jedes Mal nach dem gleichen Schema vor, hilft mir das nicht, den Kopf zu verlieren, sondern ich habe eine Struktur, halten. Das kann sehr hilfreich sein.

Speaker 2:

Es ist auch der Austausch. Man liest vielleicht meine Mama vorne. Das kann aber auch 1 guter Input sein. Es kommt immer darauf an, mit wem tausche ich mich aus. Wenn ich merke, dass das die negative Energie ist.

Speaker 2:

Diese Freundin hat jedes Mal 10'000 Tipps für mich und trinkt mich eher dazu, dass ich das Gefühl habe, ich mache alles falsch. Und man merkt, dass der Austausch gutaustausch, supportet mich und stärkt mich, kann man das ausgleichen lassen. Es gibt Austausch, die nicht hilfreich sind oder viel negative Energie drin haben. Das filtert. Dann ist es okay, zu sagen: Die negativen Energie ist für mich nicht passend.

Speaker 2:

Ich fokuss mich auf das, was mir hilft.

Speaker 1:

- Das ist völlig in Ordnung. Das ist eine sensible Phase. - Ja, absolut. Wenn man frisch Mami so 1 Baby wurde. - Absolut.

Speaker 2:

Das auszuprobieren, was einem guttut. Und das weggelassen, was einem nicht guttut. Auch wenn gewisse Tipps vielleicht etwas Wahres dran haben, wenn ich merke: Das trifft mich mega und ich fühle mich mega gestresst, weil ich das Gefühl an, sagt mir, was ich mit meinen Kindern zu tun habe, lassen sie den Austausch und versuchen. Sie fokussieren das Positive.

Speaker 1:

Das Thema Ratgeber gab mir das Thema Ratgeber. Ratgeber sind nicht per se schlecht, geben im Schau Tipps und Absolutes. Wie erkennt man gute Ratgeber?

Speaker 2:

Ich finde die Quelle wichtig und den Autor. Gerade auf Social Media, da gibt es so viel Es gibt eine Überflutung an Infos. Man ist in diesem Mami Algorithmus drin und liest und hört. Dann ist da grosse Gefuehle Mach das, wenn 1 Kind irgendwie oder Tritte Tipps, wenn 1 Kind brüllt, macht das und das und das hilft. Dann hat man den Druck auch Quelle.

Speaker 2:

Also immer schauen, woher das kommt. Oder auch wenn es irgendwelche Repost gibt, merkt man, dass es nur jeden Tag zu produzieren, kann man schnell draufgehen haben, das hat vielleicht nicht gerade so Hand und Fuss. Die Aktualität, in gewissen Erziehungs- Methoden hat sich viel verändert in den letzten Jahren, in Bezug auf das Weinen, weil das Kind heutzutage nicht mehr brüllt. Man setzt es nicht mehr. Die Aktualität.

Speaker 2:

Von wann ist die Information? Praxisnähe: Ist das für mich umsetzbar oder merke ich, wie es Mami geht? Das klingt in der Theorie super. Aber in der Praxis, wie soll ich das im Alltag umsetzen? Es ist nicht realistisch.

Speaker 2:

Dann kann man es auch gut herausfiltern und sagen: Es klingt gut, aber für mich absolut unrealistisch in der Umsetzung. Das Respektvolle, also es ist so on size fit, ist es 1 Schema, das für alle Kinder passen sollte. Das hilft nicht, denn jedes Kind ist anders. Es können Anhaltspunkte sein, aber wenn ich sage: Das und das hilft einem Kind, wenn es, ist primär schon eine Falschaussage. Es stimmt nicht.

Speaker 2:

Jedes Kind ist individuell und hat 1 anderes Bedürfnis, gerade in speziellen Situationen. Es soll ermutigend und nicht demotivierend sein, sondern du sollst dich als Mami angesprochen fühlen und merkst dich im Alltag ermutigt fühlen. Und dann aber auch: Wo ist der Fokus? Der Fokus liegt auf Bindung. Wenn der Fokus ist: Ich lasse mein Kind larben lassen, es soll alle 3 Stunde trinken, dann merke ich mega, dass der Fokus nicht auf Bindung ist.

Speaker 2:

Es sind Fakten, und das hilft nicht. Das hilft im Alltag schlicht nicht. Ich finde auch die Empfehlung. Wenn ich von einer anderen Mama höre: Hey, diese Quelle finde ich sehr geholfen, lass doch bitte mal rein. Wenn Leute, die mir wichtig sind, solche Empfehlungen geben, ist das einfach viel repräsentativer als wenn ich irgendwo etwas lese und denke: Es klingt gut.

Speaker 2:

Aber Empfehlungen und Bewertungen, Mund zu Mund Propaganda, das hilft vielfach sehr gut.

Speaker 1:

Du hast gerade erwähnt: Nur weil letzte Mama sagt: Mir hat geholfen, heisst das noch lange nicht, dass es für dich und 1 Kind stimmt. Aber das vielleicht auch noch zu erwähnen. -

Speaker 2:

Sehr individuell. Ich setze auch noch 1 Ausrufezeichen bei allen oder allen Quellen, die etwas versprechen. Wenn du 1 Beispiel in einem Kurs, wenn du diesen Kurs buchst, verspreche ich dir, dass du eine Lösung haben im Alltag oder 1 Wundermittel. Das und das hilft dem Kind in dieser Situation. Das übt Druck aus und auch gewisse Regeln.

Speaker 2:

Wenn etwas gewisse Regeln hat, merkt man wie schnell einmal: Regel halten nicht im Alltag und es gibt kein Wundermittel bei Kindern. Das gibt es schlicht und einfach nicht. Denn etwas kann bei der einen Familie sehr gut helfen, aber bei den anderen nicht. Achtung von Ratgebern, die etwas versprechen und von Wundermitteln reden oder eben von Optionen sprechen, die sagen: Wenn du das machst, hast du diese Lösung. Das ist meistens eine Falle, wenn man reinfällt.

Speaker 2:

Genau.

Speaker 1:

Hand in Hand muss nicht immer sein, kommt auch das Mami Schuldgefühl. Hast du dazu 1 paar Worte? Was genau ist das, dass man vom Gleichen spricht?

Speaker 2:

Genau, das kommt vielfach von der Gesellschaft, von den Normen. Das beobachtet man immer mehr. Man sieht das perfekte Bild von der Mami, das alles stemmen sollte, das das und das noch parallel machen sollte. Viel mehr von den Frauen als von den Männern. Es ist sehr spannend, das zu sehen.

Speaker 2:

Die gesellschaftlichen Normen fixieren sich immer mehr oder fokussieren sich immer mehr auf die Mamis. Das übt einfach mega Druck aus auf die Mamis, also auf Eltern allgemein. Und der Vergleich Man hat so viele Bedürfnisse, sich zu vergleichen. Man liest von der Mami, die sagt, mein Kind sei sehr unkompliziert. Es geht 7 Uhr ins Bett, es schläft alleine 1, so als Beispiel.

Speaker 2:

Und du merkst: Mein Kind geht nicht 7 Uhr. Es hat flexible Schlafenszeit. Ich mache jeden Abend die Einschlafbegleitung. Man merkt schnell in eine Norm 1, in der man merkt: Ich vergleiche mich. Das kann dann zu den Schuldgefühlen führen, wo man merkt, das Bauchgefühl versattet und man merkt, ich kann das nicht.

Speaker 2:

Oder die inneren Ansprüche. Ich kann Erwartungen, die Kontrolle zu haben und vielleicht selbst Zweifel. Und ich kann den Erwartungen zu erreichen. Das geht gar nicht. Ich habe viel über den Alltag mit Kindern Kontrollen.

Speaker 2:

Oder auch externe Urteile, die meisten externe Kritik, die Familien sogar. Man merkt, dass die eigene Familie in deinen Tipps und Tricks sind. Ich merke, trifft. Oder die Tipps sind nicht hilfreich. Die Kommentare helfen gar nicht.

Speaker 2:

Oder die Normen, dass man sich in die Schemen drückt. Man merkt, dass ich gar nicht rein passe. Hinzu kommen Mami noch die Hormone, der Schlafmängel, Überforderung, der Schöpfung. Das klingt dann zu den Schuldgefühlen, die wohl jeder Mami zu einem gewissen Zeitpunkt hat.

Speaker 1:

- Genau. Was kann denn helfen, wenn man solche Schuldgefühle hat?

Speaker 2:

Die Akzeptanz ganz voran, dass man merkt: Ich muss nicht, es ist nicht jedes Mami Gleiche. Man sagt es immer wieder, aber es ist so wichtig. Genauso wie man Kinder nicht vergleichen sollte man auch Mami nicht vergleichen. Es kann durchaus helfen, Tipps, Tricks oder Austausch, aber nicht zu sagen: Mami macht es so, ich muss es auch so machen. Bei dir funktioniert es.

Speaker 2:

Es kann gut sein, dass das bei mir nicht funktioniert. Aber ich kann es als positiven Input sehen und sagen: Sie probieren das oder das auch mal los. Aber ich setze auch Prioritäten. Der Haushalt setzen vielleicht nicht oberste Priorität, sondern andere. Und hier schrubben die eigene Erwartung ab.

Speaker 2:

Erwartungen sind meistens mit Enttäuschung gekoppelt. Wenn ich weniger Erwartungen habe, kann ich weniger enttäuscht werden. Und das geht die Priorität und die Kontrolle. Das merke ich auch in meinen Betreuen. Das kommt nicht von heute auf morgen.

Speaker 2:

Vieles ist das 1 Prozess. Mamis, die vorher sehr strukturiert sind oder im Haushalt sehr pingelig waren und wussten, dass ich diese Woche so haben muss, es ist unwahr. Irgendwann merkt es: Meine Kinder, ich bringe das nicht so hin. Dann ist die Erwartung so hoch. Das Bedürfnis nach Kontrolle ist so hoch.

Speaker 2:

Ich merke, es geht nicht mehr. Dass man in diesem Prozess sagt: Es ist okay, wenn das so ist. Ich anpasse mich an. Ich kann es vielleicht auch akzeptieren, dass die Küche in der nächsten Stunde nicht so aussieht, wie ich es gerne hätte. Der Fokus und Prioritäten ändert sich mit Kindern.

Speaker 1:

Es geht auch das Es geht auch das Du kannst lieber voll als leer. Erfreu dich an Dinge, die für dich klappen und

Speaker 2:

schlimm sind. Absolut. Kleine Erfolge, kleine Dinge vornehmen, nicht zu viel vornehmen, das hilft absolut. Und auch dort wieder den Austausch. Es kann helfen, dass 1 anderes Thema sagt: Hey, du machst das mega gut.

Speaker 2:

Ich habe es so gemacht und ich habe mir diesen Plan gemacht. Vielleicht kann er dir helfen. Es sieht keine super aufgeräumt aus, aber es ist auch okay. Und wenn zu Besuch kommt, sagt man: Du musst nicht perfekt aufgeräumt haben. Das stört mich nicht.

Speaker 2:

Und selbst hat man den Drang, dass man das aufgeräumt hat, es kommt vorbei und Hilfe ist nicht das Thema. Die eigenen Erwartungen zu schrauben, gerade beim Haushalt Zum Thema Stillen ist auch so 1 Punkt. Man muss so viel Druck Man muss stillen. Man muss das Beste für das Kind und das Natürlichste. Ich habe mega Erwartungen und merke: Es geht nicht so, wie ich

Speaker 1:

es mir vorstelle habe. Aber immer will es, wenn es effektiv okay ist, man kann da nicht viel falsch machen. -

Speaker 2:

Absolut. Oder andere andere Mami - 1 Beispiel ist auch im Alltag. Andere Mami gehen nach 2 Wochen im Wochenbett, machen dir den ersten Ausflug und kaufen. Ich selbst merke für mich, dass ich noch lange nicht an diesem Punkt bin. Ich traue mir das noch nicht zu, mit Kindern zu gehen und planen das Ganze Okay, dann planen man es 2 oder 1 Monat später 2 oder 3 Monate später.

Speaker 2:

Man muss dich wie in den anderen messen. Das führt zu Schuldgefühlen, die unnötig sind.

Speaker 1:

Ja, definitiv. Jede hat 1 anderes Tempo wie jedes Kind. 1 spannendes Thema, das auch an Mental Load und Eltern sind. Das kann auch Impact aufs Bauchgefühl oder Schuldgefühle haben. Was ist Mental Load?

Speaker 2:

Mental Load ist das ständige Denken, Planen und Organisieren. Der Kopf hört nie auf. Mental Load ist auch 1 Thema von Kindern abgesehen oder im Alltag ohne Kinder. Aber mit Kindern kommen häufig noch viele andere Faktoren hinzu. Man muss mehrere Dinge unter einen Hut bringen.

Speaker 2:

Dieser Hut sollte gefühlt eine Tryßig sein, das alles unter einen Hut bringen kann, gerade mit Haushalten, mit Kindern. Terminen, vielleicht 1 Arzttermin. Dort ist nur 1 Kindergeburtstag. Und später muss man das und das mitbringen. Oder ich muss Muffins backen.

Speaker 2:

Es gibt viele Faktoren, weil man merkt, es ist zu viel Verantwortung, ist, das alles zu packen oder zu organisieren. Vielleicht 1 Ich bin am Essen oder mit den Kindern am Tisch und weiss: Dieser Kühlschrank ist leer. Ich denke schon immer weiter. Das Gehirn ist immer am denken, denken, denken. Man hat nie die Pause, einen kurzen Moment kurz nach Hause zu kommen und im Moment zu sein.

Speaker 2:

Das kennen ganz viele.

Speaker 1:

-

Speaker 2:

Ja, definitiv. Unbedingt.

Speaker 1:

Was hilft? Hast du Tipps für mir, die Leichtigkeit im Alltag oder auch Eltern? Hast du Tipps, wie man sich das aufteilen? Damit nicht beide Eltern Teile für alles denken müssen?

Speaker 2:

Müssen? Genau, das ist der erste Punkt, die Aufgabenteilung. Und primär ist das A und O die Kommunikation. Ja.

Speaker 1:

-

Speaker 2:

Erinnern. Verschiedene Menschen haben eine andere Auffassung. Für den einen Menschen ist das easy zum Handeln und für einen anderen der merkt: Dort habe ich den Mäntel Load höher. Ich merke, so viel kann ich mir nicht merken oder unter einen Hut bringen, dass man kommuniziert. Gerade als Paare, als Eltern, sagt: Hier ist meine Grenze, und ich arbeite nicht mehr, alles zu denken.

Speaker 2:

Vielfach ist für einen Partner nicht auf dem Schirm. Der Partner hat das nicht auf dem Schirm, sondern auf dem Radar, dass man sich darum kümmern muss. Wenn ich das als Mami immer mache, dann wird es erwartet, das ist der Standard. Wenn ich sage: Das ist zu viel, die Arzttermine schafft das nicht, nachzuschauen, kannst du das übernehmen. Kommunikation.

Speaker 2:

Und nicht das Gefühl oder die Erwartung haben Der Partner weiss, wo die Grenze ist, und er macht es. Das gibt 1 Irrtum und schlussendlich streiten man sich. Man merkt es auf einer Wellenlänge. Die Kommunikation - und wie du schon gesagt hast - es ist völlig okay, Aufgaben zu teilen oder abgeben und zu sagen: Das kann ich nicht auch machen. Das kannst du jetzt machen.

Speaker 2:

Ich übergebe dir das. Oder Papa sagt: Das kann ich nicht Kleider kaufen. Ich weiss nicht, welche Grösse. Ich sehe nicht, dass sie neue Kleider brauchen. Ich wäre froh, wenn du das machen kannst, dafür nehme ich es das ab.

Speaker 2:

Nicht jedes Thema ist jeden seinen Aufgabenbereich, den man sich wohlfühlt. Eine Checkliste, finde ich, oder eine To do Liste. Mir hilft das im Alltag im Alltag, weil ich merke, dass ich so viele erledigen kann. Wenn ich meine To do Liste schreibe und weiss - nicht vergessen: Was muss ich noch machen. Muss, ich kann meine To do Liste schreiben.

Speaker 2:

Wenn ich ihnen abgehakt, merke ich für mich auch, dass ich heute etwas geschafft habe, habe 1 paar Sachen abgearbeitet, und das führt zu einem guten Gefühl. Vielfach geht auf Sachen vergessen.

Speaker 1:

Definitiv Es geht darum, manchmal ist es gut, das man irgendwo hin- schreiben oder niederschreiben kann. Ist es nicht mal aus dem Kopf deponiert? -

Speaker 2:

Genau. Das hilft dann auch für Mental Load zu reduzieren. Nicht, dass es den Primar auch gelöst ist, aber man hat es aufgeschrieben, es platziert. Und vielleicht auch für einen Partner. Wenn man es aufschreibt, haben wir eine Liste für beide.

Speaker 2:

Dann kann der Partner laufen und sehen: Das wäre auch noch der To Do. Ich kann das erledigen. Höckt es ab, dann kann man auch zusammenarbeiten. Zurück zu den Routinen oder Tools oder Kalender können helfen. Ich bin weniger erfahren mit Apps.

Speaker 2:

Ich arbeite nicht so mit Apps, aber ich kenne viele Apps, die damit arbeiten. Zum beispiel eine gemeinsame Einkaufsliste, damit beide draufschreiben. Dann haben beide einen Einblick auf eine Liste, oder einen gemeinsamen Planer, an dem jeder seine Termine einschreiten kann. Solche Tools nutzen das. Sehr hilfreich sein, wenn man der Typ dafür ist.

Speaker 2:

Was ich am wichtigsten finde: 1 sagen. Das kann man nicht oder traut. Man muss immer: Ich muss, ich muss, ich muss noch mehr und noch mehr. Es hat keine Grenzen. Es ist zu viel, gut und genug, ich kann nichts mehr.

Speaker 2:

Man sagt dann: 1, das ist zu viel. Für heute mache ich Pause, ich stelle ab und mache morgen weiter. Genau, das Abschalten ist ganz wichtig. Und schwierig auch. Definitiv.

Speaker 2:

Wir haben

Speaker 1:

es erwähnt, mit Appsplanern und mal starten. Man muss einfach mal ausprobieren und es ist auch okay, wenn es nicht klappt.

Speaker 2:

Absolut. Was ich von vielen gehört habe: Ich denke, dass es auch gar nicht so weit gab. Ich wuchs noch nicht mit Social Media und allem auf. Aber ich denke, es geht noch nicht so weit. Ich hörte von vielen Mamis, die sagten, ich habe ChatGPT gefragt nach einem Menüplan.

Speaker 2:

Dann hatte ich meine Liste und überlegte nie. Ich fand: 1 guter Punkt, ich wäre nie auf die Idee gekommen, ChatGPT zu fragen, was ich kochen könnte. Aber wieso nicht? Wenn ich eine Stunde lang anhocke, und vielleicht nicht eine halbe Stunde, überlegt mir: Ich könnte dieses noch kochen, machen wir eine Einkaufsliste? Diese kann man heutzutage die KI so gut fragen und sagen: Ich brauche eine Liste, einen Menüplan und eine Einkaufsliste.

Speaker 2:

Innerhalb von 3 Min. Hat man das erledigt. Es hat viel Fluch zu sagen, die neue Technik. Aber wenn es einem hilft, muss man gar nicht so weit denken, man hat schon eine Lösung.

Speaker 1:

Genau, das ist die Neueste. Du musst berücksichtigen, mega spannend.

Speaker 2:

Und die auch hilfreich nützen. - Völlig.

Speaker 1:

Liebe Fabienne, hast du noch Ergänzungen zu den heutigen besprochenen Themen, die du unbedingt sagen möchtest und Tipps auf den Weg?

Speaker 2:

Es hilft die Mami zu ermutigen. Oder die Papis auch. Man muss nicht alles alleine können. Pfltern wir, was dir gut tut und was nicht. Unschliesse negative Energie ausschliessen.

Speaker 2:

Das hilft nicht. Und vertraut deinem Bauchgefühl. Ich vertraue sehr stark darauf. Das Bauchgefühl täuscht einem nicht. Man muss viel mehr zurück zum Bauchgefühl, als dass man sich von anderen beeinflussen lässt.

Speaker 2:

Dann ist man auf dem richtigen Weg.

Speaker 1:

Liebe Fabienne, vielen Dank für die spannenden Inputs und Insights. Danke dir. Habt auch ihr eine Frage oder einen Tipp zu diesem sowie zu anderen Themen? Teil sie doch mit anderen Eltern unserer Bimbubble.