Weil man immer wieder von Deutschen und anderen Deutsch-Muttersprachlern liest die sich fuer die Grüne Insel sehr faszinieren und sich einen Ausgedehnten Urlaub, einen Studienaufenthalt oder ein Ganz neues Leben in Irland vorstellen können aber oft nur schwer oder teilweise Infos finden, möchte ich hier fuer alle Interessierten Einblicke zur Vorbereitung und zum Start hier in Irland (Arbeits- und Wohnungsmarkt, Sozialversicherung, Infrastruktur etc) sowie zum Alltagsleben bieten - Genauso möchte ich euch aber in meine eigenen Einblicke und Eindrücke mitnehmen, Land, Leute, Kultur und Ausflugsziele (inklusive und über die weltbekannten Attraktionen) und vieles weitere, eventuell finden wir ja auch im weiteren Verlauf fuer die ein oder andere Episode eine(n) Gesprächspartner/in. Wenn Ihr also Fans des Landes von Joyce und Connolly, des schwarzen Biers und der Grünen Wiesen seid, würde ich mich freuen wenn Ihr einschaltet und den Podcast euren Freunden und Bekannten weiterempfehlt
Hallo, servus und guten Tag, liebe Irland Freunde. Ich begrüße euch auch heute wieder ganz herzlich zu 1 neuen Folge, Abiverience trendet in Island und werde euch in den nächsten Minuten mitnehmen auf eine kleine Reise rund die Insel von grünen Wiesen, steilen Klippen und schwarzem Bier. Und damit noch mal ein ganz herzliches Servus von im Irland gestrandeten Bayern. Lang hat's gedauert, dass wir uns zu Folge 79 wieder hören. Wie in den Socials bekannt gegeben, eine kleine, wenn auch notwendige Sommerpause.
Speaker 1:Voller Drahtendrang bin ich nun zurück bei euch. Wir beschäftigen uns heute mit einem immens wichtigen Thema, das haben wir auch in ähnlicher Form schon mal gemacht. Wie es aber bei solchen Dingen so ist, ändern sich im Lauf der Jahre ein paar Dinge. Deswegen habe ich mir überlegt, wir machen noch mal gemeinsam was zum Thema Lebenshaltungskosten, aber aus einem bisschen anderen Blickwinkel. Damals im Jahr 2022 haben wir ja einfach den Warenkorb genommen, heute gehen wir das Ganze ein bisschen anders an.
Speaker 1:Wir schauen uns an, was gibt denn ein Haushalt einfach im Laufe 1 Monats aus? Als Referenz habe ich da einen 2 Personen Haushalt mit 2 Einkommen, also beispielsweise ein Paar, beide berufstätig ohne Kinder angenommen. Ist was, das mir so in Summe relativ repräsentativ erschienen ist. Und wir schauen uns das Ganze einmal an auf nationaler Ebene für Deutschland und Irland im Vergleich und dann auch noch mal für ein paar Städte in Referenz. Da habe mir Proland 2 rausgesucht.
Speaker 1:Für alle Größen, von denen wir hier sprechen, habe ich die verfügbaren Median Werte genommen. Der Median ist das, was genau an der Schnittstelle zwischen den oberen 50 Prozent und der unteren Hälfte liegt. So habe ich, weil dieser Wert weniger durch Extremwerte verzogen wird wie der Durchschnitt, ein realistischeres Bild, was ein normaler, sagen wir zum Beispiel Münchner verdient, wohingegen beim Durchschnitt zum Beispiel durch die 25000000 Bruttogehalt, die jetzt ein Harry Cane hat, das Ergebnis doch deutlich verzerrt wird. Ganz einfach, weil das Gesamteinkommen, sagen wir jetzt mal, durch die Gesamtzahl an Personen geteilt wird. Das ist halt einfach beim Median ein bisschen eine andere Basis, weil wir gerade schon von Gehalt sprachen.
Speaker 1:Diese Werte sind im Übrigen alle als Netto zu verstehen, also nach allen Steuern und Abgaben. Bei den Wohnraumkosten sind Miete oder Kreditrate und Nebenkosten berücksichtigt. Einen nationalen Querschnitt abzubilden, ist abbezahltes Eigentum genauso wie neue und alte Kredit und neue und alte Mietverhältnisse berücksichtigt. Dadurch erscheinen euch die Gesamtwerte, gerade die Irischen vielleicht günstiger als von euch gedacht, nur so als Disclaimer auch hier. Da wir jetzt nun einen gewissen Rahmen gefunden haben, würde ich da einfach mal in den direkt ersten Vergleich gehen und da schauen wir uns einfach mal die Länder im Gesamten an.
Speaker 1:Einmal Irland, einmal Deutschland. Ich hab da zum einen das mediale Gesamteinkommen herausgearbeitet. Die Wohnkosten, wie gesagt, bestehend aus Miete oder Kreditabzahlung und Nebenkosten. Bei einem Eigenheim ohne Kredit entfällt der 1. Posten dementsprechend.
Speaker 1:Und dann habe ich noch die weiteren Lebenshaltungskosten. Da habe ich drin zusammengefasst, Lebensmittel beziehungsweise Getränke, Kleidung und Schuhe, Hausrat, Haushaltsgeräte und Reinigung, Gesundheit nach Versicherungsbeiträgen, Mobilität einschließlich Fahrzeugkraftstoff, ÖPNV, Information und Kommunikation, also da kommen so Dinge rein wie Handy, Internet, Zeitungsabos, Rundfunkbeitrag und so weiter und so fort. Dann haben wir noch Freizeit, Sport, Kultur, Haustiere und Reisen, Konzerttickets, Hundefutter und solche Dinge. Die Bildung, Gastronomie, also Pub, Restaurant, was auch immer, Versicherungen, Finanzdienste, da gehört jetzt zum Beispiel eine private Rente auch mit rein, Hygiene, Körperpflege und sonstige Ausgaben, wie jetzt eben zum Beispiel auch Geschenke und so was. Daraus ergeben sich dann die sonstigen Lebenshaltungskosten, wie ich schon gesagt hätte und aus den Wohnraumkosten und den gerade genannten Dingen ergeben sich dann die gesamtmodellierten Ausgaben.
Speaker 1:Mit all dem im Hinterkopf habe ich mich also hingesetzt, ein bisschen recherchiert. Quellen findet ihr in den Shownotes wie immer und damit einfach mal die beiden Länder verglichen. Es ergibt sich hier, dass die Iren mit 2 Einkommen im Schnitt 5480 Euro netto einstreichen für einen Haushalt. Im Vergleich dazu stehen bei Deutschland 4430 Euro. Also wer jetzt im Kopf mitgerechnet hat, sieht hier haben wir einen Unterschied von plus minus 1000 Euro.
Speaker 1:Wenn ich jetzt alle von den genannten Ausgaben addiere, komme ich da bei einem Haushalt auf der grünen Insel auf 4440 Euro, die im Monat vom Konto wieder abgehen. In Deutschland sind wir hier bei 3640 Euro, die die beiden gemeinsam ausgeben. Das heißt, wenn wir jetzt jeweils Einnahmen und Ausgaben voneinander subtrahieren, dann finden wir raus, die Iren haben am Ende des Monats einen Rest von durchschnittlich 1040 Euro und bei den Deutschen sind verglichen damit 790 Euro, die am einunddreißigsten auf dem Konto bleiben. Schon mal gut zu sehen ist, es bleibt erfreulicherweise bei beiden am Ende des Monats ein Plus stehen und wir beobachten auch bei den Leuten aus Irland sind sowohl die Einnahmen als auch am Ende die Ausgaben deutlich teurer, als es jetzt bei den Kollegen in Mitteleuropa der Fall ist. Bildet euch hier schon mal ruhig eine Meinung dazu, vergleicht es auch vielleicht im Kopf mit dem, wie es bei euch selbst aussieht und wir unterhalten uns dann einmal im Gesamtfazit ausführlicher drüber.
Speaker 1:Bevor ich dies jetzt in der Tiefe aber noch mal bewerten würde, nehme ich doch direkt den Städtevergleich mit dazu. Da war mein Gedankengang, mir pro Land eine besonders teure Metropole zu wählen. Da waren München und Dublin, denke ich mal, ziemlich offensichtlich. Zudem sollte eine vergleichsweise günstige Stadt, die aber auch zu den größeren Zels des jeweiligen Landes mit angeschaut werden. Und dahingehend sind Waterford und Mönchengladbach mit 1 Industriehistorie, so aber genauso als Hochschulstandort und so weiter durchaus vergleichbar.
Speaker 1:Und bei den Städten habe ich mir genauso wie bei dem Nationenvergleich als Erstes einmal angeschaut, was verdienen denn die Leute? 2 Einkommen zusammen landen in Dublin, Spitzenplatz dabei bei sechstausendeinhundertsechzig Euro, also durch 2 geteilt etwas über 3000. München rangiert Haaresbreite dahinter, da sprechen wir von 5950 Euro, also ganz knapp unter 6000. Waterford auf dem dritten Platz ist bei 5350 Euro deutlich hinter München und Dublin gelagert, allerdings in' sehr plausiblen Abstand, würde ich jetzt mal sagen. Also das fällt jetzt nicht katastrophal zu beiden ab.
Speaker 1:Wo der Unterschied dann überraschend groß ist, ist zu Mönchengladbach. Da landen wir bei 3970 Euro, also nicht ganz 2000 Euro pro Verdiener und auch nicht ganz 2 Dritteln von dem, was in Dublin fließt. Die Wohnkosten werden wahrscheinlich viele von euch besonders stark interessieren, wenn wir jetzt hier konkrete Orte genannt haben. Da steht wenig überraschend auch, Dublin an der Spitze mit 1700 Euro monatlich. Genauso wenig überrascht der 2.
Speaker 1:Platz, da sprechen wir von München und auch hier zeichnet sich das gleiche Ranking ab mit elfhundert Euro. Ihr legt Waterford auf der 3 und am günstigsten kommt Mönchengladbach mit 900 Euro weg. Sehr viel flacher als beim Thema Wohnkosten sieht's bei den anderen Lebenshaltungskosten aus. Da steigt Dublin mit dreitausendeinhundertdreißig Euro für 2 Personen abermals am teuersten aus. Waterford liegt hier bei 2960 Euro.
Speaker 1:Also der Unterschied ist deutlich kleiner als jetzt der Gehalts- oder der Wohnkostenunterschied. Und genauso liegt Waterford dann genau in der Mitte zwischen Dublin und München. München sind wir dabei etwas mehr als 2700 Euro und am billigsten ist hier Mönchengladbach mit 2525. Heißt, wir haben hier einen Unterschied von so ungefähr 20 Prozent von Dublin Mönchengladbach, wohingegen beim Wohnraum Dublin fast doppelt so teuer ist wie Gladbach. Insgesamt geben die Haushalte aus.
Speaker 1:In der irischen Hauptstadt 4830 Euro monatlich. In München sind's viertausendeinhundertzwanzig Euro und damit am Ende ganz knapp mehr als in Waterford, wo wir bei 4060 stehen. Und dann haben wir auch wieder einen relativ großen Abstand nach Mönchengladbach, wo am Ende 3425 Euro zu Buche schlagen. Wenn ihr vielleicht sogar bei den ganzen Zahlen jetzt mitgerechnet habt, stellt ihr fest, übrig bleiben tut dem Dubliner Pärchen dabei ein Wert von 1330 Euro für sonstige Ausgaben, Investments, Anschaffungen, Urlaub, was auch immer. In München sind's tausendachthundertunddreißig Euro.
Speaker 1:Also sage und schreibe 500 Euro mehr. Damit ist München von der Sparquote, so viel nehme ich jetzt vorweg, auch schon mal der Spitzenreiter. In Waterfords sind es 1290 Euro, also sehr vergleichbar wie Dublin und auch hier wieder mal Schlusslicht ist die Stadt im Bergischen Land Mönchengladbach. Obwohl von auf der Ausgabenseite auch die günstigste bleiben hier nur 545 Euro über. Die logische Konsequenz dessen ist, dass München von der Quote auch, was am Monat übrig bleibt, die Bestabschneiden des Stadtes.
Speaker 1:Also in München haben wir einen Haushalt, der nur 69 Prozent seines Einkommens auch wirklich ausgibt. Darauf folgt Waterford mit 76 Prozent, also 3 Viertel ungefähr gehen raus. Dublendicht dahinter mit 78 Prozent. Also auch hier bleibt noch mehr als ein Fünftel des Einkommens übrig und die einzige Stadt von den vieren, wo mehr Geld wirklich unmittelbar ins Leben investiert wird als im landesweiten Durchschnitt des Mönchengladbach. Hier sind 86 Prozent Werte, die ich mehr oder weniger so erwartet hätte mit der Ausnahme von München.
Speaker 1:Diese wirklich herausragende Sparquote hat mich am Ende des Tages doch überrascht. Was auch noch mal ein interessantes Ding zu sehen ist, ist wie es denn aussieht mit dem Anteil am Einkommen, der wirklich fürs Wohnen draufgeht. Da schneidet Waterfall am besten ab. 21 Prozent stehen hier zu Buche, gefolgt von Münchengladbach mit 23. Dann haben wir einen kleinen Schritt zu München mit 24 und am teuersten ist hier Dublin mit 28 Prozent des Nettoeinkommens, das in Wohnung und Nebenkosten investiert wird.
Speaker 1:Da muss ich wieder sagen, ein Bild, das ich genauso erwartet hätte. Und ich stell jetzt einfach mal die Behauptung auch, wahrscheinlich auch die bei die meisten von euch hätten sich das relativ ähnlich vorgestellt. Wenn nicht, lasst mich gerne wissen. Ich bin dafür Input und für Diskussionen gern jederzeit offen und hör mir da an, was ihr dazu zu sagen habt. Also ihr wisst, wie ihr mich erreicht.
Speaker 1:Jetzt habe ich euch doch eigentlich fast mehr Zahlen die Ohren gehauen, als ich ursprünglich wollte, aber ich hoffe, dass ihr euch nicht allzu schwindelig wurde und die Einordnung, die ich da mitgegeben habe, einigermaßen nachvollziehbar ist und auch hilft. Ich werde das Ganze noch mal gleich ein bisschen mehr in den Gesamtkontext auch einordnen. Was aber als erstes Fazit gesagt werden muss, das was jetzt die Städte im Vergleich ergeben haben, deckt sich ziemlich mit dem, was ich so für die Länder jeweils im Ganzen beobachtet habe. Die 1. Ganz deutliche Erkenntnis ist, dass das Nettolohnniveau in Irland ungefähr 23.7 Prozent über dem in Deutschland liegt.
Speaker 1:Jetzt keine Schweizer oder Luxemburger Verhältnisse, aber doch ein größerer Unterschied, als ich es mir eigentlich hätte vorgestellt und was damit ziemlich Hand in Hand geht, ist, auch die Ausgaben hier ungefähr 22 Prozent höher liegen. Der auffällige Punkt da ist, dass der irische Haushalt ziemlich genauso viel ausgibt, wie der Deutsche verdient. Auch ein spannender Effekt. Wie ich vorhin schon mal meinte, bleiben im Median den ihren 1040 Euro pro Monat übrig und dem germanischen Gegenpart 790. Mit Quoten von neunzehnundachtzehnProzent bedeutet das, dass während natürlich die Gesamtzahlen auf der grünen Insel höher sind, Irland und Deutschland fast gleich bezahlbar sind beziehungsweise gleich teuer, wenn man da als letztendlichen ausschlaggebenden Punkt nimmt, wie viel anteilsmäßig von der Kohle wirklich übrig bleibt und das gibt für mich am Ende des Tages einfach wirklich den Ausschluss, wie teuer sich ein Land am Ende wirklich anfühlt.
Speaker 1:Heißt, wenn ich jetzt auch an die Umfrage denke, die ich euch letzte Woche gestellt hab, dass eigentlich diejenigen, die sagten, ja, Irland ist in Summe teurer, aber bei den Gehältern gleicht es sich aus, den besten Riecher gehabt haben und es hat sich halt auch das wieder gezeigt, was ich und wahrscheinlich sehr viele andere mir von Anfang an dachten, dass bei den Endsummen den größten Unterschied schlicht und ergreifend die Wohnraumkosten machen. Damit haben wir, denke ich mal, genug Zahlen jongliert und ich möchte nur noch eine Erkenntnis teilen, die sich vor allem aus dem Vergleich Mönchengladbach gegen Waterford ergibt. Man kann, wenn man sich einen bestimmten Standort anschauen will, eine deutsche 20000 Einwohner Stadt nicht mit 1 20000 Einwohner Stadt in Irland vergleichen oder wie hier eine 250000 Einwohner Stadt in Deutschland, nicht unbedingt mit' 250000 Einwohner Stadt in Irland. Warum warum das so ist, erklärt euch dann die nächste Folge. Ich hoffe, die heutige hat euch interessiert und ich hoffe genauso, wir hören uns wie gehabt turnusmäßig nächste Woche zum Nachrichtenüberblick für September.
Speaker 1:Wenn es euch gefallen hat, bitte weitersagen, teilen, folgen, abonnieren, bewerten. Vielen Dank und danke auch noch mal für eure Unterstützung über bei mir coffee. Die Unterstützung gilt allen, die schon unterstützt haben oder diesen Zukunft noch tun werden. Genötigt fühlen braucht sich natürlich keiner, aber alles, was darüber eingeht, kommt zu 100 Prozent diesem Projekt zugute und ihr macht das Bavariance Stranded in Irland noch besser. Damit wären wir auch schon wieder am Ende 1 Folge Bavariance Stranded in Irland angelangt.
Speaker 1:Ich hoffe, diese Episode hat euch gefallen. Wenn ja, lasst bitte auf dem Streamingdienst, über den ihr den Podcast hört, eine positive Bewertung da und abonniert den Kanal. Erzählt auch gern anderen Irlandbegeisterten in eurem Umfeld von. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mich gern jederzeit über die sozialen Netzwerke oder per E-Mail kontaktieren oder auch über das Kontaktformular auf der Website. Lasst's euch gut gehen, bleibt gesund und wir hören oder sehen uns bald auf der grünen Insel oder bei.
Speaker 1:Bis dahin, tschau, servus und auf Wiedersehen. Sagt euer Bayer auf der grünen Insel.