Der stoische Pirat ist auf der Suche nach dem Schatz des guten Lebens. Er trifft auf seiner Reise auf philosophische, psychologische und politische Fragen. Die Absicht der stoischen Piraten ist es zum kritischen Nachdenken anzuregen und zu mehr Menschlichkeit, Grossmütigkeit und Zivilcourage zu motivieren. Die Piraten gaben sich nicht mit den herrschenden gesellschaftlichen Normen zufrieden, sie stellten in Frage und versuchten neue Wege zu gehen. Der Podcast richtet sich an offene Menschen, an Querdenker, an solche, denen die heutige Streit- und Diskussionskultur zu einfältig, rechthaberisch und politisch korrekt geworden ist.
Ich denk auch oft über meinen Großvater nach. Er hat, er war ja Deutscher, also hat auch den Zweiten Weltkrieg gemacht. Und der war auch in Situationen, wo der gehungert hat und der hat zum Beispiel so verrückte Sachen gemacht. Und ich hab das nie verstanden, aber so der liebt Butter zum Beispiel. Einfach Butter so, einfach so mit Messer rein und Butter essen.
Félix Meier:Ja. Und ich hab nie verstanden, wieso das was macht. Es ist eklig, weißt Du. Und es stellt sich jetzt heraus, dass als ich auch nicht gefastet oder aber gehungert hab, ich hab dieses jetzt mit mit der Butter hab ich von ihnen übernommen. Also ich, ist das auch so.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Magst das jetzt auch.
Félix Meier:Ja, ja, weil es ist verrückt. Aber so kleine Sachen, die könnten einen so glücklich machen, aber das ist nur durch die Erfahrung, die man macht. Also man man weiß ja, wenn ich jetzt 3 Tage lang kein Wasser trinke, dann sterbe ich, man weiß es. Ja. Aber man man hat nicht wirklich den den Wert dahinter, man kennt ihn nicht wirklich.
Félix Meier:Ja. Das kann man nur durch Erfahrung machen. Und ich denk, das ganze Leben generell, man kann, wirklich was zu wissen, muss man die Erfahrung machen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Hua, liebe Piratenphilosophen, Denker und Humanisten. Herzlich willkommen auf dem Schiff des stoischen Piraten und auf unserer Suche nach dem Schatz des guten Lebens. Mein Name ist Matt und ich bin der Gastgeber des Podcasts der stoische Pirat. Und heute hab ich einen ganz besonderen Gast mit an Bord, nämlich Felix Meyer. Felix Meyer ist sozusagen die große Boxhoffnung der Schweiz.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Er ist erst 20 Jahre alt, mehrfach Schweizer Amateurmeister und er hat eine makellose Profibilanz. Er hat nämlich 4 Kämpfe, 4 gewonnen, 3 davon durch k o. Aber er ist nicht nur ein hervorragender Sport, ist auch ganz ein sympathischer junger Mann. Und es freut mich wirklich, dass er heute hier im Studio ist. Herzlich willkommen, Felix.
Félix Meier:Danke Matthias für die Einladung. Ich freu mich, hier zu sein.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Es freut mich natürlich, dass Du hier bist. Ich hab's gesagt, Du bist die Schweizer. Boxhoffnung, Du bist erst 20 Jahre alt. Jetzt, die Schweiz ist keine Boxnation. Vielleicht trotz, stell dich vielleicht mal unseren Zuhörerinnen und Zuhörer und Zuschauern mal vor.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Wer ist Felix Meyer?
Félix Meier:Also ja, ich bin nicht so außergewöhnlich, wie man denkt. Ich bin hier groß geworden, also in Lausanne, bin jetzt 20 Jahre alt und hab bis 17 Jahre ungefähr hatt ich 'n normalen Lebensparcourur. Und dann hab ich die Entscheidung getroffen, dass ich mein Leben den Boxen widmen wollte. Ja. Und jetzt bin ich hier mit dir.
Félix Meier:Alles läuft bestens und es kann nur so weitergehen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Eben, Du Du hast es gesagt, Du bist erst 20 Jahre alt, bereits Profiboxer, ist eigentlich ungewöhnlich in der Schweiz. Und Du hast es vorher angeturn, bis 17 Jahre sagst, hast Du so einen normalen Lebensweg und dann hast Du sich entschieden, dich vor dem Boxen zu widmen. Jetzt vielleicht, bevor wir darauf kommen, wie bist Du überhaupt zum Boxen gekommen? Es ist, in der Schweiz gibt es nicht viele, die sich diesem Sport widmen. Seh mir Randsport an.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Wie kam es, dass Du dich, wie kamst Du zum Boxen?
Félix Meier:Also bei mir war es irgendwie immer so, dass ich was gesucht hab, das mir richtig liegt, wo ich all mein Herzblut reinstecken kann und ich hab viele Sportarten ausprobiert, aber hab nie wirklich mein mein Ding gefunden. Und ich bin dann einen Sommers, also vor 8, 9 Jahren einfach aufs Boxen gekommen. Also mein Cousin hatte mich auch 'n bisschen reingeleitet, weil er ist in Deutschland auch 'n Amateurboxer, aber jetzt nicht so investiert wie ich. Aber ich dachte mir auch so, ja Kampfsportarten könnte was sein und ich wollte am Anfang eigentlich MMA machen. Also klar, also das gehört, da gehört Jogi zu Kickboxen, auch Boxen natürlich dazu.
Félix Meier:Und ich hab dann jede Sportart gemacht, aber bin dann mit dem Boxen irgendwie, ich hab mich da verliebt irgendwie.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Ich
Félix Meier:hab dann alles andere weg und nur Boxen und so. Ja. Seitdem, ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du hast es gesagt, Du Du hast etwas gesucht, dass die wirklich liegt. Ich hab dich im April im, so war im April, genau, im im im im Theater, im Stadttheater, in Ben, ganz toller Anlass, Boxen im Theater jeweils in Ben, hervorragende Ambiente, was Gute bekämpft hat. Dort hab ich dich gesehen und ich ich muss sagen, ich war begeistert von deinem Auftritt. Also man hat wirklich das Gefühl, dass dir das liegt. Also das ist sehr, war sehr schön, dir zuzuschauen dort, als Du diesen Kampf bestritten hast.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Aber vielleicht noch zuerst noch ein wenig. Du, man hört es, Du hast einen deutschen Akzent. Du bist auch Du bist Doppelbürger, Schweizer und Deutscher, lebst in Lausanne. Wie kommt es, dass ein deutscher Schweizer Doppelbürger in Lausanne lebt?
Félix Meier:Also das verdank ich meiner Mutter, weil sie aus Deutschland kommt. Also sie ist 100 Prozent Deutschen, aber ich bin halt in Lausanne groß geworden und dort spricht man Französisch, wie gesagt. Und deswegen hab ich das Glück, beide Sprachen sprechen zu können. Natürlich, ich sprech schon besser Französisch, aber ich kann mit Deutsch gut mitkommen. Und ja, es hat mir die Möglichkeit gegeben, auch hier in Bern weiterzukommen, weil man kommt hier besser mit Deutsch als Französisch.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Genau. Also Du trainierst ja jetzt in in Bern. Du hast gesagt, bis 17 Jahren normaler Weg, dann und dann hast Du den Weg gemacht, jetzt bist Du in Bern. Aber wie sah der normale Weg aus? Was hast Du vorher gemacht?
Félix Meier:Also meine, wie gesagt, meine Mutter ist Deutsche und man weiß, die Deutschen arbeiten gern und das der Weg ist, also der erfolgreiche Weg so zu sagen ist mit dem Arbeiten, also so klassisch entweder eine Lehre oder studieren oder so. Aber ich hab mich da nie an meinen Platz gefühlt, aber hab's trotzdem immer durchgezogen, weil es liegt hier auch in der Kultur, dass man lernen muss oder arbeiten muss. Und ich hab's trotzdem gemacht, aber bin eben auch boxen. Und je mehr die Zeit vor Woran ist, ja. Je mehr hab ich gesehen, dass mein Platz nicht im auf 'ner Schulbank ist oder in der Arbeit, sondern beim Boxen und dann Ich konnt einfach nicht beides weitermachen.
Félix Meier:Ich wollte 100 Prozent geben im Boxen und mal sehen, wie's dann weitergeht. Aber ich weiß, dass ich jetzt also mich an meinen Platz fühle und das ist das beste Gefühl, das man haben kann.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Eben, ist ja schon noch spannend. Du hast es gesagt, Du hast es gesagt, deine Mutter ist Deutsche, da da ist die Arbeit kommt zuerst und Schule und das ist in der Schweiz genau gleich. Also das das ist unsere Kultur, da ist immer zuerst der zuerst macht man eine Ausbildung und dann der Sport ist dann noch so eine Nebensache, wo man vielleicht dann noch später oder nebenbei noch macht. Du hast dich entschieden mit 17, Du warst im Gymnasium, bist rausgegangen, hast gesagt, nein, ich setze aufs Boxen. Wie hat deine Mutter und dein Umfeld reagiert?
Félix Meier:Also ich hab's nicht so gesagt, dass ich jetzt nur boxen will und nie mehr arbeiten oder lernen will, weil ich wusste schon, dass es mit meiner Mutter sonst nicht klappt. Also ich hab ihr's so verkauft, dass ich dann noch eine Lehre machen wollte, hab dann das Gymnasium aufgehört. Und ich hab's dann immer 'n bisschen weiterhin gezogen, aber sie meint das auch gut. Das ist ja, man will ja den den seinen Kindern die die die besten Möglichkeiten geben. Und natürlich in der Schweiz, das ist unfassbar, wie wie weit man kommen kann mit mit dem Studieren und dem Lernen.
Félix Meier:Aber für mich, also ich muss mein Leben leben und kann es nicht für jemanden anders leben. Also es ist, war schon eine große Entscheidung, mit viel Risiko auch verbunden, aber wie gesagt, ich leb lieber so glücklich als unglücklich und mach was für für die falschen Gründe.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Bitte. Und und das spürt man auch. Also das hab ich auch vorher schon gespielt, Du bist glücklich, das merkt man. Und und ich finde es auch faszinierend eben, dass Du in der Schweiz in unserer Kultur, wo das wo man eben eine eben eine etwas andere Sicht hat, diesen Weg gehst.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Also Du sagst, ich habe einen Plan a, ich fokussiere auf den, ich habe nur ein Leben, es ist mein Leben, ich fokussiere auf das, weil das ist, was ich will. Und ich denke das auch, ich finde das sehr faszinierend und ich denke, dass persönlich, das ist auch der einzige Weg, der funktioniert. Und das Schöne ist ja in der Schweiz und Du hast uns das Bildungssystem angesprochen schon vor, ja, wenn Du in 8 Jahren oder 10 Jahren zum Schluss kommst, da erzählt, jetzt muss jetzt mach ich noch eine Lehre oder ich mach noch etwas, dann ist das möglich. Ich hoffe natürlich, dass Du in 10 Jahren sagen kannst, hey, ich bin Weltmeister, ich muss nicht mehr arbeiten. Aber eben, es ist möglich bei uns.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ich ich find das sehr faszinierend, dass Du das so durchziehst. Und eben, wie wir haben's, aber wie haben die Zahl reagiert? Ich meine jetzt, Du hast gesagt, Du hast deiner Mutter gesagt, Du Du machst noch eine Lehre, Du hast bis jetzt nicht gemacht, die Lehre. Wie wie hat dein Umfeld sonst reagiert? Also und wie reagiert das heute?
Mat "der stoische Pirat" Müller:Wie ist die Unterstützung heute?
Félix Meier:Also am Anfang natürlich versucht man, also hat sich schon versucht, mich trotzdem wieder auf den Weg von den, von der Lehre zu bekommen oder irgendwas studieren und so. Und ich find, also ich bin auch Ihrer Meinung, aber es war nicht der Zeitpunkt. Jetzt hab ich das Glück, dass ich schon 'n paar Sachen nachholen kann. Also zum Beispiel mit 'ner Lehre, aber die dann nicht ganz durchziehen. Also es gibt auch andere Wege, wie man das machen kann, 'n bisschen umständlicher, aber natürlich ist es es immer wert.
Félix Meier:Aber ich denk an, also das war nicht der Zeitpunkt für mich. Also das war die der große Moment, wo ich eine Entscheidung treffen musste. Und ich hab halt die für mich die gute Entscheidung getroffen, aber natürlich sind jetzt nicht, also waren nicht alle zufrieden damit, aber jetzt unterstützt mich jeder. Es gibt's auch leichter, glaube ich, wenn man sieht, dass da jetzt Resultate kommen und so. Aber am Anfang haben die Leute auch Angst für für mich oder Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und und jetzt, wenn Du sagst, Du wirst unterstützt, kommt deine Mutter an die Kämpfe.
Félix Meier:Ja, klar. Okay. Sie kommt.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und sie fiebert mit.
Félix Meier:Ja, ich glaub, sie genießt es. Also es ist immer unterschiedlich. Ich, also ich hab auch Freunde, die boxen und so und auch Trainer, die geboxt haben und wenn ich mit ihnen spreche darüber, wie wie sich dann ihre Mutter an so, wie sie sich fühlt Und bei jedem ist es anders. Also manche Mutter, die die weinen dann die ganze Zeit. Manche, die die können nicht mal zu 'nem Kampf kommen, weil das ist schon schwierig, das mit anzusehen.
Félix Meier:Man kann da nichts machen. Also ich kann mir das nicht vorstellen, wie das ist, aber ich glaub, sie ist schon glücklich, sie genießt es schon. Also
Mat "der stoische Pirat" Müller:Cool.
Félix Meier:Ja, vielleicht zeigt sie mir auch nicht, wie sie sich fühlt, damit ich mich nicht schlecht fühle. Weißt Du. Ja. Man man will ja nicht den anderen runterziehen oder so, also.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Genau. Ich glaub,
Félix Meier:sie macht das schon alles gut.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Du sagst es eben, Du bist glücklich, Du Du fühlst dich wohl, Du hast Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Was was ist das beim Boxen, das dich so begeistert? Oder was was bedeutet das Boxen für dich?
Félix Meier:Also ich denk, ich hab ja vorher gesagt, ich bin hab mich damit verliebt und man kann nicht immer alle Gründe nennen, die rationalen Gründe für Liebe, weil es ist schon sehr tief. Aber ich denk, das ist so komplett. Also es gibt Herausforderungen und die kann man nur selber machen. Und eben es liegt alles an sich selber. Also es kann niemand für mich in den Ring steigen und boxen.
Félix Meier:Man kann mir die besten Tipps geben, die beste Vorbereitung geben. Auch die Vorbereitung, die die liegt ja auch an mir. Also ich mag das schlussendlich, ich der Einzige bin, der das kontrollieren kann. Ich bin Ich weiß nicht, wie wie das sich anfühlt, jetzt vielleicht in der Mannschaft zu sein oder so. Vielleicht hilft es, wenn man seine Brüder oder Freunde hat, die mit oder wo man alle zusammen an einen Strang zieht, aber ich weiß, dass ich selber, ich kontrollier diese Sachen lieber.
Félix Meier:Also sein, weil so ich hab, ich verlass mich auf mich. Ich weiß, was ich machen kann, was ich nicht machen kann, wie ich wie ich spiele, wie wie ich reagiere, wie. Ich ich mag dieses Gefühl einfach, dass alles an von mir abhängt. Natürlich hab ich jetzt eine 'n supergutes Team, also mit meinen Manager, mein Trainer, alles drum und dran, auch Familie und Freunde, Freundin, alles klappt. Aber im Boxen, schlussendlich hängt es schon viel an sich selber ab und das mag ich schon gern, dieses Gefühl.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Und das ist auch etwas, was ich eben auch das Faszinierende finde am Boxen. Also wenn Du in den Ring steigst, Du hast es vorher gesagt, man kann dir Tipps geben und das, aber im Ring bist Du alleine mit deinem Gegner.
Félix Meier:Genau.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und jede Handlung, die Du machst, hat Konsequenzen. Ja. Und Du kannst keine Ausreden haben, Du kannst niemandem anderen die Schuld geben.
Félix Meier:Genau.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Sondern Du musst Eigenverantwortung übernehmen. Ja. Und ich denke, dass das etwas, was vom Faszinierenden an diesem Sport eben, dass man man ist auf sich alleine gestellt, im Guten und im Schlechten und muss die Verantwortung übernehmen für sein Handeln.
Félix Meier:Genau. Ich glaub, das sind auch so Momente, wo man sieht, wer wer ist. Also man sieht jetzt zum Beispiel im Gym, wenn man so Sparring macht, dann sind manche richtig gut. Manche sind auch also super in Form oder was auch immer, immer glücklich oder immer richtig voll drin. Und wenn der Kampf kommt, dann sind die nicht mehr wie im Gym.
Félix Meier:Und ich denk, mit dem ein Kampf, der da ist ja viel Druck damit verbunden. Alle schauen zu, alle reden davon oder was auch immer, alle Lichter sind auf dich gestellt. Und ich denk, das auch diese diese Chance zu haben, dass man unter enormem Druck steht und trotzdem super performen muss. Ich find das unglaublich. Das ist 'n 'n Cocktail von Emotionen, von Hormonen, Onorphin, alles Mögliche.
Félix Meier:Man man liebt, also es ist sehr intense und ich mag das also.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du Du bist jetzt eher, wenn man es so hört oder wenn man dich kennt, dann eher so eben ein bodenständiger Typ, eher ein ruhiger Typ. Du bist jetzt nicht 1 mit einem großen Mundwerk. Du bist, ich hab es dann eigentlich bescheidene. Im Boxen hat es viele auch mit, die viel mehr noch, sagen wir, sind und so weiter. Und trotzdem sagst Du, Du magst es diesen Druck, dieses, wenn alle zuschauen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ich würde dich aber jetzt nicht als Rampensaube bezeichnen, also jemand oder da gibt's andere, die Wie wie wie gehst Du mit dem Also was ist das, was mental? Wie bereitest Du dich darauf vor, dass Du eben unter diesem Druck auch standhalten kannst? Oder weißt Du, es gibt ja viele Leute, also die größte Angst, die ja die Leute haben, ist, vor anderen zu sprechen.
Félix Meier:Ja, klar.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und da könnte ich mir jetzt vorstellen, dass auch Leute profitieren, wenn sie sagen, wie gehst Du mit dem, wenn Du in einen Saal gehst, das Licht des Scheinwerfer ist auf dich, das sind 1000 Zuschauer, 2000 Zuschauer und Du stehst alleine im Ring. Wie gehst Du mit diesem Druck rum? Oder dass Du sogar noch Ja. Die Energie noch nimmst, dass dir gefällt, dass Du nimmst ja noch die Energie daraus.
Félix Meier:Also ich lerne immer besser jetzt damit umzugehen, weil es ist schon viel Unbewusstes damit verbunden. Also man kontrolliert schlussendlich nicht alles. Also das, jeder reagiert anders und deswegen hab ich auch vorher gesagt, dass man sieht, wer wer ist. Also man kann da nicht lügen. Man kann da nicht irgendwie so tun, als würde man boxen, weil wie gesagt, das sind schon wahre Konsequenzen.
Félix Meier:Also wenn Du für die falschen Gründe dort bist, dann sieht man das. Und ich würd sagen, dass Ich stell mir das schon oft im Kopf davor viel vor. Also wie soll ich sagen, dass ich mir das, dass ich das schon im Kopf durchlebe, damit es dann automatisch fließt. Als würde ich so wie im Gym zum Beispiel, wenn ich jetzt Schläge trainiere, die kommen dann auch von alleine. Und ich versuch diese Momente zum Beispiel, wo man in den Ring geht, wo dort ist viel Druck verbunden, wenn man dann endlich in den Saal geht und dann Geschreie, Lichter, Musik, was auch immer, dann Das regt dann auch auf.
Félix Meier:Und wenn ich mir das vorstelle, das mehrmals schon durchlebe davor, dann kommt das alles natürlich. Und ich denk auch im Leben dann generell, wenn man so was durchlebt, dann sind andere Sachen viel leichter, also jetzt vor Menschen sprechen. Also das würde mir jetzt nicht Angst machen, Aber ich weiß auch, dass ich boxe, ich mach das jeden Tag. Vielleicht fühle ich mich da wohler, vor Tausenden Leuten zu boxen, als wenn ich jetzt irgendwie was auch immer sprechen müsste. Aber ich mach das schon lieber.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du Du hast gesagt, Du hast angesprochen, dass Du Du bist glücklich. Ich habe, ich bin jetzt gerne in den Sinn gekommen. Ich habe da jetzt das Buch von Tyson Fury gelesen. Der hat vor etwa 2, 3 Jahren ein Buch rausgegeben. Das weiß, ich hab den Titel nicht mehr.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Aber dort sagt er und das hat mich spannend gedöngt, gewöhnt, also der Glück, der der gefährlichste Kämpfer ist ein glücklicher Kämpfer. Würdest Du dem zustimmen?
Félix Meier:Es kommt drauf an, ich denk schon, weil auch im Leben generell, wenn man was genießt, wenn man was mag, dann investiert man natürlich, also von, wie soll ich sagen, geht es von selber, dass man sich viel investiert. Also man muss sich nicht zwingen. Und ich denke, wenn man zum Beispiel für mich, also wenn ich gerne boxe, muss ich mich nicht so oft zwingen, ins Gym zu gehen, als wenn jemand, der jetzt nicht boxt oder nicht, wie soll ich sagen, das für andere Gründe macht, der das dann schlussendlich nicht so mag wie ich, der gibt dann vielleicht weniger. Und im Kampf, also manche sagen sie, sie mögen kämpfen. Bei mir, das ist son gemischtes Gefühl.
Félix Meier:Also ich mag es, aber gleichzeitig mag ich das nicht. Also es ist so
Mat "der stoische Pirat" Müller:Nikki, woran be Valentin?
Félix Meier:Ja, genau. Aber schlussendlich mag ich sie schon und ich genieße dann auch die Momente, die ich dort hab, die Es gibt ja 'n Ich hab dann auch nicht 1000 Kämpfe in ein Leben und ich weiß, dass diese Momente schon viel wert sind und deswegen versuch ich, die so gut zu genießen, wie wie es geht. Und Das könnte auch sein, dass es deswegen mich vielleicht gefährlich macht, keine Ahnung.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du hast gesagt, auch immer eben, wenn man die falschen Gründe hat. Mhm. Was sind was ist dein Warum? Was sind was ist dein Grund für das? Was was hast Du das Gefühl?
Félix Meier:Eben, also wie gesagt vorher, ich kann das vielleicht jetzt nicht rational
Mat "der stoische Pirat" Müller:Erklären.
Félix Meier:Ja, erklären oder die die genauen Gründe finden dafür. Ich weiß nur, dass es mir sehr liegt, dass ich das mag. Und wenn ich jetzt so dran denke, ja klar, also wie gesagt, es gibt Herausforderungen, es gibt auch andere Gründe, also ich kann jetzt nicht genau welche nennen, aber ich weiß, also ich kenn die falschen Gründe.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Das war ja
Félix Meier:denn. Erfahrung her, die ich gesehen hab bei anderen, die zum Beispiel ist jetzt für manche boxen, nur zu sagen, dass die boxen. Ja. Das für mich ist schon 'n falscher Grund. Das sieht man in den Kämpfen, wenn die sind, dann machen also jetzt, wo's Social Media gibt und so, machen die dann viel Theater und so.
Félix Meier:Und dann, wenn der Kampf kommt, dann zittern die und dann sind die nicht mehr so wie Ja. Wie auf Social Media und so, aber ich denk auch vielleicht für, manche haben nicht die Wahl, manche müssen boxen in anderen Ländern. Mhm. Es ist jetzt auch nicht 'n richtiger Grund. Man kann jetzt darüber debattieren, aber wenn man das finanziell machen muss, machen muss, also das ist schon auch 'n anderer Grund.
Félix Meier:Ich würd jetzt nicht sagen, der Beste, weil man sich dann auch zwingt. Und das ist auch schon eine eine große Herausforderung. Aber wie soll ich sagen? Ich weiß, dass meine Gründe die Guten sind, Ja. Weil ich das
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du spürst das.
Félix Meier:Ja. Und ich ich mach das auch aus Leidenschaft. Also ich hab das Glück, das aus Leidenschaft machen zu können, dass ich da dass jetzt mein Leben nicht davon abhängt oder dass ich keine Familie damit ernähren muss. Da hab ich schon viel Glück und das genieße ich auch sehr.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Da möchte ich dann auch noch darauf zurückgekommen kommen eben auf auf das Finanzielle. Aber etwas jetzt spannend finde, Du hast gesagt, eben man sieht, dass die auf den sozialen Medien eben große Klappe und dann, wenn der Kampf kommt, zittern sie. Ja. Du bist jetzt eine, Du hast keine große Klappe vor dem Kampf. Na.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Eben. Wie wie wie wie wie wie wie wichtig ist dieses Face off oder wie man eben sagt, wenn sie Ja. Also fort nach den Wegen, wo man sich sieht, wo man sich in die Augen schaut. Wie wichtig ist das und und beeindruckt dich das, finde ich Du? Jetzt hattest Du schon Gegner, die da eine große Klappe hatten und dich versuchten einzuschüchtern?
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und wie gehst Du damit
Félix Meier:Also ich bin ein Typ, der ich analysier gern. Also ich nehm nichts so persönlich oder so. Also wenn man jetzt irgendwie Zirkus macht so wie 1, der hat der so gemacht und dann
Mat "der stoische Pirat" Müller:Bei dir?
Félix Meier:Ja, ja, zweiter Kampf. Und ich nehm das nicht persönlich. Ich weiß, der macht das für seine Gründe, ob ich jemand anders höre, ob ich selber, also. Ich weiß nicht, ob der's persönlich macht, aber ich nehm das nicht persönlich. Ich mag das gern, weil wenn man jemanden tief in die Augen schaut, auch wenn Kameras drumrum sind, was auch immer, wenn wir 2 gegeneinander, also gegenüberstehen, man merkt, man man liest den Menschen.
Félix Meier:Also man ich kann ihn unbewusst lesen irgendwie. Ich weiß, wie er sich fühlt. Weil ich weiß, wie ich mich fühle, kann ich mir vorstellen, wie er sich fühlt auch mit der Körpersprache, alles. Und ich würd sagen, man kann da schon 'n paar Schlüsse herausziehen, aber ich bin nicht jemand, der jetzt unnötig redet. Ich red gern, Sachen zu sagen, die mir wichtig sind.
Félix Meier:Ich red nicht, zu reden einfach oder nur Lärm zu machen. Das ist nicht meine Art, aber jeder hat eine hat eine verschiedene Persönlichkeit und ich denk, solange man sich selber ist, dann ist es auch gut. Ich sag jetzt nicht schlimm, also Schlechtes über die, die viel sprechen, die viel Lärm machen, was auch immer, wenn die sich gut dabei fühlen, umso besser. Ich weiß nur, dass ich selber, ich ich könnt das nicht machen, weil das nicht mit mir zusammen
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, passt.
Félix Meier:Fast, genau.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, eben, also ich denke, wenn man, wenn man, es sind Leute wie ein Mohammed Ali, der war, ich mein, der war begabt im Sprüche machen. Also das, der war ja, der war wirklich begabt. Also das war der das war auch lustig, was der sagte. Ja. Ich find auch, ein McGregor im im MMA, da da spürt man auch, dass es das der ist so, das ist authentisch und dann passt es irgendwie auch.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Aber eben bei Gewissen, dann hab ich auch den Eindruck, wenn man das dann sieht, dann hat man das Gefühl, okay
Félix Meier:Ja, man merkt es.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Man merkt es irgendwie, das
Félix Meier:Aber ich denk, es liegt dann auch schon oft mit der Kultur zusammen. Also zum Beispiel hier in der Schweiz, ich hab das ich hatte das Glück, 'n bisschen reisen zu können und andere Länder zu sehen, andere Kulturen. Und ich weiß, dass wir hier sehr ruhig sind, dass wir nicht jeden ansprechen oder sehr laut lachen oder weißt Du, das Wir sind sehr, sehr ruhig und hängen auch an unsere Ruhe. Also nach 18, 19 Uhr ist alles geschlossen. Weißt Du, was ich meine.
Félix Meier:Genau. Und in vielleicht anderen Ländern sind die da 'n bisschen lockerer oder reden mehr, lauter, was auch immer. Und ich glaub, das hängt auch viel damit zusammen. Aber ich bin halt hier groß geworden und es passt nicht zu mir jetzt irgendwie
Mat "der stoische Pirat" Müller:Eben, ja.
Félix Meier:Laut Zirkus zu machen oder was auch immer. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Mach dich auch sehr sympathisch, eben weil Du eben auch authentisch bist. Was mich auch spannend denkt, was Du gesagt hast, Du hast gesagt, eben wenn dir jetzt jemand provoziert, dass dass das nicht stört. Also Du Du nimmst das dir ist das egal. Und ich denke, das ist etwas, das ist ja nicht Also für dich ist es wichtig, auch im Boxendenkchter, damit man sich eben nicht aus der Ruhe bringen lässt. Ich denke aber auch in das im in sonst im Leben.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ich habe den Eindruck, dass heute die Leute sich viel zu schnell beleidigt fühlen Ja. Und und Emotionen zulassen, die gar nicht nötig sind. Also ich denke, das ist auch etwas, was man sich, was man so nimmt für sonst fürs Leben lernen muss, sich nicht immer betroffen zu fühlen, nicht immer beleidigt zu fühlen. Weil schlussendlich ist es ja auch vergeuddete Energie, wenn Du dich darauf einlässt, wenn dir jemand eben irgendwelche Zeichen macht oder dich beschimpft während dem, Ja. Da da das ist ja nur verlorene Energie.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Ich denk, das können wir da auch, das sollte man auch in im auch sonst im Leben etwas gelassen oder alles andere.
Félix Meier:Also ich hatte auch Glück oder Glück, wie man's sieht. Bis jetzt hab ich oder ich arbeite jetzt noch, ist meine letzte Woche bei 'ner Security Firma. Ich will jetzt keine Namen sagen, ich hab keine Ahnung, wie die drauf reagieren. Und ich weiß, dass man, wenn man zum Beispiel eine Uniform hat, also ich bin jetzt kein Beamter oder so. Ich hab nichts Verrücktes und ich leb das jetzt auch nur, über die Runden zu kommen, aber zum Glück passt jetzt alles.
Félix Meier:Und ich hab da auch 'n paar Erfahrungen gemacht und ich weiß, dass man dort zum Beispiel nichts persönlich nehmen muss, ne. Ich hab auch Freunde, die wurden auch angespuckt oder auch andere eklige Sachen und das ist nur, weil die jetzt 'n Hemd tragen oder son T-Shirt, wo da was draufsteht. Das ist nicht persönlich und auch im Leben war's so, wenn ich jetzt Auto fahre oder so. Und mir passiert das immer noch, ich will jetzt nicht
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, ja.
Félix Meier:Der große, allwissenderweise sein, also. Aber wenn, ich merk das oft, dass Leute durchdrehen am im im Auto zum Beispiel. Aber für nichts, was so, wenn man jetzt 2 Minuten später ankommt als geplant ist, ist dann auch nicht das das Ende der Welt oder. Mir ist auch letzte Woche, ich will jetzt nicht persönliche Sachen sagen, aber hab da auch eine Anekdote, wo ich dachte, dass eine Freundin von einem Freund, das ja auch bei meiner Security Firma arbeitet Und wie soll ich sagen? Sie war 'n bisschen stark Ja.
Félix Meier:Und aber es hat damit nichts zu tun. Ich dachte nur, dass sie dort arbeitet, weil ich hatte sie schon dort gesehen oder dachte, dass ich sie dort gesehen hatte. Und ich hab sie dann auch nett angesprochen, ah ja, arbeitest Du dort? Und sie, nein. Und ich hab dann danach erfahren, dass, weil ich ihr diese Frage gestellt hab, dass sie dachte, weil sie kräftig ist.
Félix Meier:Und sie hat dann geheult und war zu Hause, was auch immer. Und ich dachte, wie wegen soner Frage, wie Ja. Aber auch aufs Boxen zurückzukommen, was ich jetzt durchlebe und durchlebt hab, es macht einen auch irgendwie kräftiger auch mit dem Charakter. Also so kleine Sachen, was auch immer auch, wenn mich jemand irgendwie anpisst oder anfickt oder was auch immer, Es ist mir egal. Also ich nehm das nicht persönlich oder nach Hause.
Félix Meier:Also das ist egal, ich hab Schlimmeres durchlebt. Das ist jetzt nicht für mich das Ende der Welt.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Das finde ich ganz toll. Also Du hast ja eine richtig stoische Philosophie, die Du lebst. Das finde ich sehr cool und ich denke sehr schön, wenn das mehr Leute eben hätten. Man könnte viel mehr Konflikte Mhm.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Vermeiden, eben wenn man nicht immer alles persönlich nimmt. Und und manchmal hat man das eben, Du hast es vorhin angesprochen, diese Anekdote und man gibt, dann haben die Leute das Gefühl, der hat eben, sie machen einen Kausalzusammenhang. Sie meinen, der hat das gesagt, weil Ja, ja. Dabei hast Du das gar nicht aus diesem Grund gesagt. Und ich denke, da müssten wir eben etwas zurückhaltender sein, mit immer alles Deuten und das Gefühl haben, es sei 'n Angriff oder eine Beleidigung.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Das wäre schön. Und ich denke eben gerade auch im Boxen, ja, ich meine, Du musst ja mit dem umgehen. Du wirst angegriffen im Ring. Ja. Okay, dann werd ich schlagen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und da kannst Du nicht dann sagen, ja, das darf der nicht oder ich bin jetzt beleidigt. So, das ist, das gehört zum Sport. Du hast es angesprochen, Du bist Du hast eine Du hast bei 1 Security Firma gearbeitet. Ich hab's gesagt, finanziell, das müsste ich ansprechen. Mhm.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Wenn man hört Profiboxe, dann denken die Leute an an Ussik oder an an an ALDI, an Canello oder was auch immer, die Millionen verdienen. In der Schweiz ist das nicht so. Oder ich, wie kommst Du über die Runden?
Félix Meier:Also ich hab jetzt das große Glück, dass ich mit Sponsoren zusammengekommen bin, auch dank meines Managers, der das alles gut koordiniert hat. Und ich muss jetzt nicht mehr arbeiten zum Glück, deswegen will ich jetzt auch nebenher studieren, eben die Sachen nachzuholen, die ich auf die Seite gelegt hab. Aber ich hatte auch 'n bisschen gearbeitet bis jetzt. Also jetzt ist meine letzte Woche noch, zum Glück Teilzeit. Also ich weiß, dass manche das voll durchziehen, also 'n 8 Stunden Tag und davor oder danach trainieren.
Félix Meier:Ich hatte das in der Schule, auch dass ich dann in der Früh trainiert hab, auch mittags, wenn die mich, wenn ich Zeit hatte oder wenn man ihr die Zeit gegeben hat. Und abends natürlich und ich hatt mich jetzt wirklich glücklich, dass ich das nicht mehr machen muss, weil es ist nicht sehr, dass man kann nicht 2 Sachen so intensiv auf einmal machen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Ja, da hast Du Glück. Also dass das dass Du jetzt solche Sponsoren gefunden hast. Eben, Du hast es gesagt, ist natürlich auch eine Superarbeit von von deinem Manager von Verantritt. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Der sowieso eine Superarbeit leistet im Zusammenhang mit den Boxen ohne Inkbs. Praktisch kein Boxen in der Schweiz und ist auch ein kreativer Mensch eben mit Boxen im Theater und all diese Sachen, die er macht. Ja. Das ist wirklich cool und hilft natürlich auch jungen Talenten Ja. Eben wie dir.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Wie sieht jetzt so ein ein Trainingsalltag aus? Also Du sagst, Du kannst dich jetzt dann zukünftig 100 Prozent auf den Sport konzentrieren. Wie sieht dein Trainingsalltag aus?
Félix Meier:Also meine Tage sind oft unterschiedlich. Also bis jetzt, weil ich jetzt noch arbeite, auch deswegen, aber so generell, wenn ich jetzt nach Bern fahre, wache ich jetzt so normal so 7, 8 auf. Jetzt mach ich auch 'n Extraprogramm dazu, also nebenher für Körpermuskulatur und so. Manchmal train ich noch, bevor ich vor vor Bern trainiere, train ich noch 'n bisschen in Lousanne. Also ich komm, trainier vielleicht dort eine Stunde, komm danach hierher, trainier 2, maximal 3 Stunden und dann abends noch mal.
Félix Meier:Normalerweise, also vielleicht diese Woche noch, trainier ich arbeite ich dazwischen. Ob's jetzt am Morgen oder am Nachmittag ist, kommt dann auch auf den Tag drauf an, aber ich versuch immer, so gut es geht, immer am meisten zu trainieren. Also das ist schon meine Priorität.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und also wenn ich es richtig kalkuliert habe, dann dann trainierst Du etwa 5 4, 5 Stunden im Tag?
Félix Meier:Ja, so ungefähr. Okay. Es kommt dann auch auf die Tage drauf an Okay.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Da die nimmst Du auch Pause?
Félix Meier:Ja, Sonntag.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Am Sonntag machst Du Pause, 7 Tage, also 6 Tage trainierst Du.
Félix Meier:Na ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Einen Tag Pause. Und das jeden Tag gleich oder was gibt es auch noch besondere Sachen, die Du machst beim beim Boxen oder beim Trainieren?
Félix Meier:Es kommt auf die Vorbereitung drauf vor, also wenn ich da wann ich da dran in der Vorbereitung liege. Also jetzt im Sommer, also mein nächster Kampf ist in 2, 3 Monaten. Das heißt, dass ich mich jetzt sehr auf Muskulatur, da auf das Körperliche konzentrier, auch auf die Ausdauer und alles. Und ich setz da 'n bisschen mehr drauf jetzt. Und aber ich trainiere natürlich noch Boxen nebenher, aber je näher ich zum Kampf komme, je mehr reduzier ich schon das Training, weil nach 'ner langen Vorbereitung ist der Körper auch kaputt und man muss ihn wieder langsam aufbauen, damit der am Kampf bestens funktioniert.
Félix Meier:Auch mit der Diät und so, also es ist nicht jeden Tag gleich. Okay. Es gibt auch so Zyklen oder es ist, das mag ich auch daran, dass es schon abwechslungsreich ist. Also man zum Beispiel, ich mach nicht dasselbe am Morgen, was ich dann am Abend mache, ist unmal unterschiedlich. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und Du hast gesagt, der nächste Kampf ist in 2 3 Monaten, also etwa im Oktober. Ja. Dann im Dezember natürlich der Boxing Day im Kursaal in Band
Félix Meier:Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Wieder, am sechsundzwanzigsten Dezember. Du hast bis jetzt 4 Kämpfe gemacht. Du hast viermal gewonnen, ich hab es gesagt, beeindruckende Bilanz. Ich hatte den Eindruck, dass Du im recht starke Gegner hattest. Also ich weiß nicht, vielleicht täuscht den Eindruck, aber ich hatte den das Gefühl, Du hast immer sehr recht starke Gegner.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Man sieht das manchmal bei Boxen, wenn sie aufbauen, dass sie so Fallobst, so Gegner haben, damit sie einfach gewinnen. Bei dir war das nicht so. Du hast immer Leute gehabt, die mindestens gleich gut, also vom Palma erst gleich gut sind oder besser als Du. Ist das ein Teil der Strategie?
Félix Meier:Also ich denk schon, dass Lander organisiert ja meine Kämpfe. Er hat auch 'n Matchmaker und macht das schon alles gut. Aber ich denk schon, dass da was hinter steckt. Also mein Ziel ist es natürlich, Titel zu machen, sobald es geht. Also ohne Stress, die ist der Zeitpunkt muss gut liegen.
Félix Meier:Also ich weiß auch, dass dann alles zu 1 Zeit kommt. Aber ich denk, wenn man zu viel oder zu lange leichte Gegner hat, dass dann der Tag, wo wo dann 'n stärkerer Gegner kommt, dass man dann nicht im Rhythmus oder überrascht wird, dass man dann 'n bisschen überrumpelt wird, weil das halt dann ungewöhnlich ist und dass man das ist ganz neu. Wenn ich jetzt schon am Anfang mit starken Gegner anfange, dann bin ich schon im Rhythmus drin und ich kann dann viel leichter auch schwieriger schwieriger. Schwierig, schwierigere Gegner.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Also das ist eben, ich hab jetzt den den Eindruck gehabt, also vor allem also eben den Kampf, den letzten Kampf. Ich hab's am Anfang gesagt, hat mich sehr beeindruckt aufm Stil her, wie Du auftrittst. Ich hatte sonst manchmal hat man das Gefühl, wenn man Schweizer Boxer sieht, also die klassischen Schweizer Boxer, die sind sehr geradlinig, technisch, also vor allem gerade, links gerade, rechts gerade und so weiter. Bei dir, Du bist jemand, der geht rein, der bückt sich, der geht runter, der geht sticht nach vorne, viel mit Haken, das gefällt mir, das ist auch attraktiv.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Dann wieder zurück links, rechts bewegen. Ist das Stimmt das, was ich beobachtet habe? Ist das so etwas dein Stil oder wie würdest Du deinen Stil bezeichnen?
Félix Meier:Also ja, ich hab mehr Tendenz natürlich reinzugehen. Das liegt auch daran, weil ich, als ich angefangen hab, als ich klein war, ich hab dann auch mit den Erwachsenen geboxt, aber ich war natürlich viel kleiner. Und wenn man kleiner ist, muss man reingehen. Also ich sag nicht, dass man nicht rückwärts gehen darf, aber ich hatte dann mehr Tendenz reinzugehen. Und ich versuch mich jetzt in allen Seiten zu entwickeln.
Félix Meier:Also ob ich jetzt vorwärts, rückwärts, seitwärts oder was auch immer, ich will alles machen können, damit mein Arsenal so groß ist wie wie möglich. Also ich will Mein Ziel ist, mich an jedem Gegner anpassen zu können. Dass ich schlussendlich keinen Stil hab. Aber natürlich, mir liegen 'n paar Sachen besser als andere, auch wegen meinem Körper. Also man muss mit sein Der Stiel kommt auch mit seinem Körper.
Félix Meier:Also wenn ich jetzt groß und dünn wär, würde ich jetzt auch nicht unbedingt reingehen. Aber ich mag auch diesen Aspekt von der Technik. Also die schönsten Kämpfe, die ich, also die Kämpfe, die ich anschaue, sind die, die technisch hier sehr interessant sind vom Boxen her. Also nicht unbedingt die, die hart schlagen und so Prüglerei, also Ja,
Mat "der stoische Pirat" Müller:so Schleckerei, ne.
Félix Meier:Kämpfe, die sind, also es ist Wahnsinn, wie die also so die Mexikaner oder weißt Du, man Atturo Gatti gegen Mikino. Die sind jetzt technisch nicht so, also schon gut natürlich, die sind. Ja, ja. Die haben 'n schon gutes Level, aber ich könnt son Kampf nicht machen. Also ich will nicht kaputtgehen beim Boxen.
Félix Meier:Das mit dem Technischen des Zieles ja schlagen, ohne getroffen zu werden. Und auch die Bewegungen und so, das ist auch so fast wie 'n Tanz. Ja. Und das, ich find das auch son guten Aspekt davon. Also, dass man da auch sich sehr entwickeln kann und neue Sachen rausholen kann.
Félix Meier:Ich find das einfach mal.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Das das hat man, das sieht man bei dir auch, also diesen Aspekt des von einem Tanz finde ich gut, diese dieser Vergleich. Es ist alles sehr, ich hatte den Eindruck, es ist alles sehr fließend und das eben sehr attraktiv auch zum Zuschauen. Du hast gesagt, Du hast eben, Du wirst starke Gegner. Du, wie sieht es aus mit dem Training in der Schweiz? Du hast den besten Trainer in der Schweiz, Aber jetzt, als Angelo Pena bei mir war, er hat auch gesagt, irgendein Mal kam der Schritt, er musste ins Ausland.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und er war dann plötzlich auch etwas schockiert, hat mir gesagt, dass er in Las Vegas war und dann plötzlich die Sparringpartner plötzlich so gut sind Ja. Wie Du selbst. Ja. Also hast Du dir auch schon Gedanken gemacht, dass Du irgendein mal aus der Komfortzone Schweiz haustst?
Félix Meier:Ja, natürlich. Also bevor ich meine Karriere im Profiboxen angefangen hab, Ich hab, wie gesagt, bei McDonald's gearbeitet. Ich war dort mit 'nem Freund und wir haben auf eine große Reise gespart nach Amerika. Und ich bin dort in Las Vegas auf Angelo getroffen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Okay.
Félix Meier:Brian zufällig. Also wir waren auch bei der Stadt, dass wir Und ich wollt eigentlich dort sehen, wo mein Platz ist, wie ich liege, Bevor ich mich so noch mal so doll investieren, irgendwas alles gebe, würde ich schon das Bewusstsein haben oder das Gefühl, dass ich was machen kann. Also nicht umsonst einfach was anfangen, was anzufangen. Also ich will mir da schon sicher sein, dass ich da was rausholen kann. Und das sieht man natürlich im Sparring.
Félix Meier:Und ich hatte da schon gute Sparring Erfahrung gemacht. Und ich hab dann auch gemerkt, ja, sie sind gut, sehr gut, viel besser als in der Schweiz natürlich. Wir sind ja nicht 'n Boxlands, aber ich hab auch das Glück, jung zu sein und Zeit zu haben, mich zu entwickeln. Und ich dachte jetzt, ich ich glaub schon, dass ich da was machen kann. Ja.
Félix Meier:Also aus dem technischen her, physischen her, also dass ich mich dann auch überall weiterentwickle. Ja. Und ich hab da 'n gutes Gefühl dabei, aber es stimmt, ab 'nem gewissen Punkt muss man raus. Also ich weiß fürs Boxen natürlich, weil es hier auch an Boxen vielleicht 'n bisschen Fehlt. Fehlt.
Félix Meier:Genau, ja. Ja. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du hast ja niemand gegeneinander, hast Du niemand mehr im Training, tät dich fort.
Félix Meier:Ja, genau. Also ich fang jetzt auch schon an. Ich hab das Glück, auch reisen zu können fürs Boxen, dass ich 'n paar Trainingcamps hier und da mache. Und da lernt man auch andere kennen, auch andere also Boxer und Trainer. Und klar, das da kommt dann auch die Entwicklung.
Félix Meier:Also man nimmt überall was hier und da, dann kommt es mit ins Arsenal und dann wird man besser. Ja. Aber wenn man die ganze Zeit in der Schweiz bleibt, man kann Also ich sag nie nie, aber es ist schwierig, sich zu entwickeln. Man wird woanders viel schneller, besser.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Aus der Komfortzone rausgehen Genau. Und sich wieder, ja, selber wieder da an die Grenzen gehen und dann über die Grenzen hinaus und die Grenzen neu stecken
Félix Meier:Genau. Wieder
Mat "der stoische Pirat" Müller:in deinem Mal. Was sind deine Ziele? Du hast gesagt, den Titel, jeder Boxer Ja. Will den Titel holen, aber hast Du auch eine eine eine sozusagen eine Roadmap? Was sind denn vielleicht die deine nächsten Ziele kurzfristig, mittelfristig?
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und bis wann hast Du eine Vision, bis wann Du den Titel
Félix Meier:kämpfen möchtest? Also son genauen Plan habe ich dafür nicht. Ich überlass das Lernen da. Ich muss das gar nicht unbedingt wissen. Ich weiß, dass ich jeden Tag ins Training in in das Training geh und alles gib, besser zu werden.
Félix Meier:Ob's jetzt früher oder später kommt, das ist liegt nicht in meinen Händen, würde ich sagen. Aber ist natürlich, es ist schon irgendwie logisch, dass man schon erst Europameister macht und dann Weltmeister und dann natürlich schwierigere Kämpfe raussucht und so, aber für mich, ich bin sehr neugierig. Ich mag gerne so Grenzen überschreiten, also meine eigene oder auch was andere Leute denken und so. Und mein Ziel eigentlich ist, so weit zu gehen, wie es geht. Also zum, wie soll ich sagen, meine Geschichte, die fängt in Lausanne an vom Boxen her.
Félix Meier:Lausanne, die Schweiz, es ist kein Land, wo man boxt oder wo es viel, wo Boxnamen sind. Und ich denk nur, es wär cool, wenn ich 1 von den Ersten bin, der irgendwie rausragt und der aus dem Nichts vom Boxen her. Weil ich will nicht sagen, dass ich jetzt arm bin oder Ja. Also dass ich nicht zum Essen, nicht zum Schlafen. Aber vom Boxen her, aus dem Nichts heraustrage und andere schlage, die die alles haben.
Félix Meier:Also dass ich so Underdog mäßig vorwärts komme. Das mag ich gern.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und hast Du auch eben nur eine Chance, dass Du in der Schweiz bist? Also es ist eine Chance und ein Fluch gleichzeitig. Ja. Du hast gesagt, ich weiß kein Boxland, also wird schwierig. Gegen einmal muss man raus, aber auf der andere Seite hast Du eigentlich eine einmalige Chance, etwas zu erreichen, was in der Schweiz vielleicht noch niemand erreicht hat.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Mhm. Oder vielleicht Ich hoffe es natürlich von Angela Pennon natürlich, dass er es, dass er noch den Titel holt. Aber Du hast eine schon eine einmalige Chance auch, denke ich, dass Du der Nächste sein könntest. Ja. Und dass Du dadurch halt die das Potenzial hast, ein, ich sag jetzt mal, ein wirklich bekannter Name zu werden überhaupt in der Schweiz, oder?
Félix Meier:Ja, das ist auch dieses Spannende daran. Es ist so wie, als würde ich jetzt irgendwie in ein neues Land gehen und da war noch kein Schweizer davor und ich mach, ich schlag mir meinen Weg da durch, auch wenn andere dort waren. Vielleicht helfen die mir, sagen, ja, passier auf, vielleicht ist das besser oder so, aber schlussendlich mache ich mir meinen Weg und dann komme ich da an und ich bin 1 von den ersten, wie gesagt, Angelo. Ich hoffe, er er schafft es auch, Aber es ist spannend. Also wenn jetzt 100000 Schweizer, die schon davor gemacht hätten, es wär nicht so
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Gleich eine Herausforderung.
Félix Meier:Ja, genau. Es es wird mich nicht so reizen wie jetzt.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Also Du bist ein Pionier.
Félix Meier:Genau, ja. Du bist
Mat "der stoische Pirat" Müller:ein Pionorgeist in in dir. Jetzt auf so einem Weg bis zu auf eben, Du Du Du sprichst eben, Du möchtest etwas erreichen, Pionier, ja, Pioniere auch, wenn dir irgendwo ein neues, sag ich jetzt mal, in die Antarktis gingen und dort etwas entdeckt haben, die haben auch Rückschläge erlitten, oder? Ja. Und auf deinem solchen Weg erleidet man auch Rückschläge. Du hattest so einen solchen Rückschlag, Du hättest im Mai Mai oder Juni Juni, ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Im Juni hättest Du in Deutschland kämpfen sollen, in Ulm und musst Du dann kurzfristig den Kampf absagen wegen 1 Verletzung. Was ist Ja. Passiert dort?
Félix Meier:Also ich hab die Woche vorm Kampf einen Schlag aufs Ohr bekommen und dadurch ist dann mein Trommelfelle Hervorragend. Ja, gerissen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Gerissen, okay.
Félix Meier:Ich ich hab dann natürlich nichts mehr gehört und so mit dem linken Ohr. Es ist nicht so schlimm, aber wenn man nicht mehr mit dem linken, also wenn man dann
Mat "der stoische Pirat" Müller:Nichts mehr hört.
Félix Meier:Ja, dann dann schätzt man wirklich sein Gehör. Ja. Und ich dachte, jetzt würde ich das auch nicht für solchen für sonen Kampf ins Spiel setzen, dass da irgendwas Schlimmeres passiert, weil ich hab bisher jeden Kampf ohne Verletzung durchgemacht. Vielleicht ändert es sich, vielleicht nicht. Ich hoffe nicht.
Félix Meier:Aber natürlich ist es schwierig, wenn man dann eine ganze Vorbereitung hinter sich hat, eine das alles durchgeplant hat. Auch die Diät natürlich, das ist auch schwierig oder all die die Sarkrifis.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, die die die Oper, die Du gebraucht hast, ja.
Félix Meier:Ja, auch die die ganze Zeit, die investiert wurde und alles und auch, was jetzt anders ist, alle, die mit dazugekommen sind, die Zeit und Energie mit investiert haben oder Geld oder, das ist schwierig. Eigentlich, wenn ich mich selber jetzt, wenn ich wegen 'nem Ohr sage, ja, ich will nicht, weil ich will jetzt nicht riskieren, okay. Aber was schwierig ist, ist jetzt, wo andere Leute auch mit drinstecken, die auch irgendwie ein bisschen runterzulassen. Aber ich weiß, schlussendlich muss ich an mich denken und wie gesagt, ich hab jetzt, ich schätze hier sehr mein Gehör.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Aber das ist jetzt wieder gut.
Félix Meier:Ja, ja zum Glück. Also ich mach noch keinen Sparring und ich gehe noch nicht unter Wasser Ja. Oder so, da hat man mir gesagt, dass ich das nicht machen darf. Okay. Aber ich passe jetzt auch viel mehr auf und irgendwo.
Félix Meier:Das ist mein Rückschlag jetzt momentan auch, weil ich das noch hab. Ja. Aber ich versuch daraus zu lernen und ich weiß, dass ich jetzt manche Sachen anders machen werde. Und ich glaub, aus einem Negativen kann man auch immer was lernen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Und was machst Du jetzt, M-Du? Ist es zum Beispiel so eine, ist es vielleicht auch eine Chance manchmal, so ein Rückschlag? Also Du hast jetzt gesagt, Du machst jetzt keinen Sparring. Das natürlich nicht gut.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Aber auf die andere Seite hast Du jetzt vielleicht Zeit, an Sachen zu arbeiten,
Félix Meier:Genau.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Die Du vielleicht sonst vernachlässigen würdest.
Félix Meier:Ja, ja, zum Glück bin ich jetzt nicht irgendwie im Krankenhaus oder so. Also ich kann trainieren zum Glück. Und ja, ich denk dann auch an andere Sachen. Ich bin auch in, ich war vor Kurzem im Spanien in ein Trainingscamp und hab da auch neue Sachen gelernt oder seh jetzt, ich seh jetzt andere Sachen oder ich ich lerne neue Sachen halt und das hilft auch, wenn man die ganze Zeit nur im Kampfmodus ist, dann, ne, wie soll ich sagen?
Mat "der stoische Pirat" Müller:Nimmt man grad nicht mehr alles wahr.
Félix Meier:Ja, genau. Ja, Du verstehst das.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du hast die, Du Du hast wie die, sagen wir, deine Optik etwas geöffnet. Ja. Ja, klar. Und wie wie verbringst Du sonst deine Zeit? Also Du also Du Du investierst enorm viel, aber 5, 6 Stunden Training, Du fährst von Lausanne nach Bären, also das ist dein ganzer Tag.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Aber was machst Du wo wo nimmst Du sonst, sagen wir jetzt mal, was machst Du sonst noch und wo nimmst Du sonst noch deine Energie her oder dein für dich selber?
Félix Meier:Es ist schwierig zu erklären, aber im Grunde genommen nehme ich mein oder das Leben selber nicht so seriös, wie man's nehmen sollte. Ich denke, wenn man, wie gesagt, vorher alles persönlich nimmt oder so oder Ich seh mich so, als würde, also als müsste ich mich selber entwickeln, auch im Leben, nicht nur in Boxen, selber größer werden. Ich denk über vieles nach. Und mein Ziel ist, am Ende so viel Erfahrung wie möglich zu haben und dass ich dann Weißt Du so wie der, keine Ahnung, mein Großvater zum Beispiel? Der hat auch viel durchlebt und ich weiß, dass der am Ende so richtig weise war.
Félix Meier:Ja. So irgendwie alles wusste und sich sicher über alles war und ich mag dieses Gefühl, dass man auch am Ende weiß, dass man alles gemacht hat, was man machen konnte, alles aus seinem Leben rausgeholt hat und dann kann man auch in Friede weggehen. Ja. Und das ist mein Ziel. Also ich hab jetzt nicht so Aktivitäten, würde ich sagen, so Hobbys, wo ich jetzt gerne zeichne, wo ich gerne was auch immer mache.
Félix Meier:Ich ich interessier mich sehr für auch andere, die FARTEEL Lebensgeschichten haben, ne. Das interessiert mich sehr. Ich versuche, ja, mich selber generell immer zu entwickeln. Also natürlich hab ich Momente, wo ich jetzt auch oder so, weißt Du.
Mat "der stoische Pirat" Müller:So logisch, ja.
Félix Meier:Ja, weißt Du. Aber ich bin jetzt nicht die ganze Zeit zu Fall dran, aber im Grunde genommen, ja, das ist schon mein Ziel. Also auch auf den Fahrten von Bern nach Lausanne oder andersrum höre ich immer so Podcasts auch, auch über Philosophie. Hatte ich nicht in der Schule, aber es das interessiert mich schon sehr und auch über andere Kämpfer, über einfach generell Leute, die vieles erlebt haben oder die von nichts gestartet haben und dann sehr hoch angekommen sind oder einfach solche Geschichten faszinieren mich. Das da könnte ich den ganzen Tag zuhören Ja.
Félix Meier:Und raus lernen natürlich.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Das ist spannend, weil Du bestätigst eigentlich etwas, was ich immer das Gefühl habe. Und das ist nämlich, dass man Und das ist übrigens, ich das hat ein Harvard Professor für Philosophie hat das gesagt, ich ess jetzt aber nicht mehr, in welchem Buch, dass ich das gelesen habe. Der hat gesagt, wenn Sokrates heute zurückkommen würde, er würde zuerst in einen Boxkeller gehen, weil er dort die größten Philosophen finden würde. Mhm. Und es ist schon noch spannend.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ich ich merk es immer wieder Leute, die Kampfsportarten machen, die haben sehr, die die sind sehr reflektiert Mhm. Über das Leben. Würdest Du das oder das Klischee ist ja so, ja, das sind alles dumme Schläger.
Félix Meier:Ja. Ja, ich weiß nicht, man sagt mir das aus Ja, ja, nee, also es ist schon klar. Ich sag jetzt nicht, dass alle schlau sind und so Licht Lichter sind oder
Mat "der stoische Pirat" Müller:Lichtlichter.
Félix Meier:Ja, genau. Aber nicht alle sind dumm zum Glück. Es gibt, es ist halt viel überall. Es gibt Jobs, wo jetzt kluge oder dumme Leute mitmachen. Es ist Aber wenn man son Weg auswählt wie ich zum Beispiel, ich hatte Möglichkeiten, was anderes zu machen.
Félix Meier:Ich konnte was lernen, ich konnte was studieren. Ich hatte dieses Glück, die Wahl zu haben. Und ich hab mich für diesen Weg entschieden, weil mir auch selber irgendwie persönlich viel daran liegt im im Sinne des, Ich kann damit viel vergleichen irgendwie. So, es ist wie 'n Kampf Leben oder Tod. Also wenn ich in 'n Kampf geh, sag ich mir auch, wenn, keine Ahnung, also das Ich fühl die, ich hab dieses Gefühl, dass ich drin sterben könnte im Kampf, weil ich so so viel reingesteckt hab, so Ich bin dafür bereit.
Félix Meier:Ich bin auch bereit, den anderen zu töten. Ich weiß, das sind Worte und so.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, ja.
Félix Meier:Im Moment, also im Kampf drin habe ich dieses Gefühl. Ja. Und ich glaub, wenn man in solchen Situationen kommt, auch mit der Diät, weißt Du, wo man nichts mehr trinkt, nichts mehr isst und man am Ende nicht so weit vom Tod entfernt ist. Manche sterben auch dabei, also beim Weight God und so ist es nicht ohne Risiko. Also ich bin auch im Krankenhaus gelandet, weil ich Okay.
Félix Meier:Ja, ich hab auch 'n paar Sachen, ich bin sehr stur. Also jetzt zum zum Glück habe ich
Mat "der stoische Pirat" Müller:Gelähnt.
Félix Meier:Bis schon, ja, des anderen zuzuhören und so, aber ich hab oft meine Sachen gemacht und auch alleine trainiert und so. Und ich ich dachte, ja, man macht das so, egal wie was sie mir sagen, ich mach das so, das funktioniert und so. Aber das klappt dann nicht immer, wie man denkt. Und auch der Arzt hatte mir gesagt, nee, mach das nicht. Ich, ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Trotzdem, genau.
Félix Meier:Ich weiß nicht alles, wie's ist. Aber ich mein, wieder zurückzukommen, es sind Situationen, wo man dieses wirklich alles oder nichts. Ja. Und ich glaub, im Leben generell sind ist man jetzt, auch in der Schweiz, es ist 'n Glück, also das ist 'ne Riesenchance in 'ner großen Komfortzone zu sein. Also es fehlt an nichts.
Félix Meier:Man hat zu essen, zu trinken. Also man hat alles, man kann Auch die, die in der Straße sitzen, die haben auch Geld, so, da ist die bekommen vom Staat, die haben alles. Wirklich, es könnte nicht besser sein. Aber ich weiß auch, dass oft zu viel Komfort dich weich macht. Und ich hab eben Situationen gehabt, wo ich über mein Leben nachdenken konnte, wo extreme Situationen.
Félix Meier:Und man ist dann auch dankbar über alles, was man hat. Und eben, wenn man wenn ich mich jetzt für Philosophie und so entscheide, ist es auch, 'n Sinn vom Leben herauszufinden. Es ist ja nicht irgendwo, es Man weiß es ja nicht genau, wieso man hier ist, was man hier macht und alles. Aber man hat Ideen, Theorien und man Es gibt Wege, es besser zu akzeptieren, besser einzustecken, manche Sachen oder noch besser draus zu lernen und dann selber als Mensch klüger herauszukommen und erfahrener.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Spannend. Du hast auch gesagt, diese Dankbarkeit. Ja. Das ist auch etwas, was Angelo Penna
Félix Meier:Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Von viel gesprochen hat, dass wir, was er bei mir war. Eben dieses Dankbar sein sind, hast Du das Gefühl in unserer Gesellschaft, wie sind, eben Du hast gesagt, wir leben in der Schweiz sogar noch die die die, sagen die, auf der Straße sind, auch denen geht es besser als vielen Leuten. Ja. In anderen Ländern, uns geht es sehr gut. Sind wir uns dem zu wenig bewusst und sind wir zu wenig dankbar?
Félix Meier:Ich denk, es ist normal, dass man den Wert von irgendwas nicht hat, wenn man wenn es nie gefehlt hat. Also wie soll ich sagen? Ich hab zum Beispiel jetzt nur dieses Wasser, ich liebe es. Weil ich hatte Situationen im Leben, wo ich kein Wasser trinken durfte, also nicht konnte, aber ich durfte kein Wasser trinken. Und wenn Du verdurstest, dann vergisst Du all deine Probleme.
Félix Meier:Dann weißt Du, das ist das, glücklich zu sein, hat einfach nur 'n Wasser und ich war der glücklichste Mensch der Welt. Und ich denke so so wie so reiche, ja, so so reiche Menschen, die alles haben, die dann immer noch denken, ja, ich fühl mich nicht gut, mir fehlt irgendwas. Es ist so in in den essenziellen Sachen liegt das, glaub ich, schon. Ich denk auch oft über meinen Großvater nach. Er hat, er war ja Deutscher, also hat auch den Zweiten Weltkrieg gemacht.
Félix Meier:Und der war auch in Situationen, wo der gehungert hat und der zum Beispiel so verrückte Sachen gemacht. Und ich hab das nie verstanden, aber so der liebt Butter zum Beispiel. Einfach Butter, so einfach so mit Messer rein und Butter essen. Ja. Weil ich hab nie verstanden, wieso der so was macht.
Félix Meier:Das ist eklig, weißt Du. Und es stellt sich jetzt heraus, dass als ich auch nicht gefastet oder aber gehungert hab, ich hab dieses jetzt mit mit der Butter hab ich von ihnen übernommen. Also ich, ist das auch so.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Magst Du es jetzt auch?
Félix Meier:Ja, ja, weil es ist verrückt, aber so kleine Sachen, die könnten einen so glücklich machen, aber das ist nur durch die Erfahrung, die man macht. Also man man weiß ja, wenn ich jetzt 3 Tage lang kein Wasser trinke, dann sterbe ich, man weiß das. Ja. Aber man man hat nicht wirklich den den Wert dahinter, man kennt ihn nicht wirklich. Ja.
Félix Meier:Das kann man nur durch Erfahrung machen. Und ich denk, das ganze Leben generell, man kann, wirklich was zu wissen, muss man die Erfahrung machen. Also man muss auf die Schnauze fallen, zu wissen Ja. Weißt Du, was ich meine? Man muss die
Mat "der stoische Pirat" Müller:Genau. Das Leben leben einfach. Absolut. Also ich bin auch diese Meinung, also wer Du Ich ich ich sage auch, wer den Schmerz nicht kennt, kann auch das Gegenteil nicht kennen.
Félix Meier:Genau,
Mat "der stoische Pirat" Müller:ja. Also wer wenn, der kann auch nicht Freude spüren. Ja. Und und ich habe auch, es ist auch meine Meinung, dass je mehr wir leiden für etwas, desto größer ist die Freude, wenn wir am Genau, ein Ziel sind. Und ich denke auch, dass in unserer Gesellschaft die Leute, dass wir zu wenig Leidensbereitschaft bereit sind.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und man sagt ja eben, Leidenschaft, das Wort, oder? Also wenn man das Geld macht, leidet man auch dafür. Ja. Und man bekommt dann auch einen Preis, nämlich die die Erlösung, die die Freude, die man hat, wenn man am Ziel angelangt. Und ich denke genau das auch beim Boxen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und ich habe immer die Meinung, jeder sollte mindestens einmal in einen Ring steigen, ja? Einfach für dieses Gefühl zu haben, weil ich meine, ich war nie, ich war Amateurboxer Boxer auf z tiefem Niveau, würd ich jetzt mal sagen im Vergleich zu dir, aber dieses Gefühl in den Ring zu steigen, eben alleine zu sein, Du hast, es ist ein, also ich hatte dem Detail, es war ein großartiges Gefühl und trotzdem man hat Angst.
Félix Meier:Ja, es ist irgendwie son Kampf ums Leben irgendwie.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Genau. Und das macht das Ganze enorm intensiv. Mhm. Also diese, wenn wenn es immer Leben und Tod schon fast geht, dann ist diese, man lebt das sonst nie so intensiv. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Man lebt intensiv, wenn man eben, wenn es zwischen Leben und Tod steht.
Félix Meier:Ja, klar.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Das sieht man übrigens auch, ist noch ganz interessant. Leute, die Kriegserfahrung gemacht haben, die dann, wenn sie zurückkommen, zum Teil auch Mühe haben, sich wieder einzugliedern, weil ihnen eben genau diese Intensität fehlt. Ja. Weil weil weil man dort richtig spürt, was Leben heißt. Und ich glaube, das ist genau das, wenn Du in den Boxring gehst, dann lebst Du Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Dann lebst Du richtig.
Félix Meier:Ja, das ist irgendwie so eine toxische
Mat "der stoische Pirat" Müller:Liebe. Also positiv im Prinzip, ja, ja. Und und ich denke wirklich, dass das sollte jeder mal erlebt haben.
Félix Meier:Mhm.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und und man ist dann auch genau dort oder man man geht rein, man ist vielleicht, man hat Respekt, man hat Angst, man weiß nicht, was passiert, man schaut den Gegner an, denkt boah, das sieht böse aus oder gefährlich und und wenn man dann rauskommt, man ist stolz. Ja. Man hat sich selber überwunden. Und ich denke, das das ist auch das Faszinierende daran. Und wie Du eben sagst, man kann nur etwas schätzen, wenn man es mal vermisst hat oder wenn man eben dafür Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Kämpfen musste.
Félix Meier:Ja, und je essenziell es ist, so wie, also ich kenn nur diese Situation mit Wasser und Essen, aber solche essentiellen Sachen, wenn man, wenn diese Sachen dir fehlen und dir dann danach so oberfläch oberflächliche Sachen fehlen, dann kennst Du den Wert und den Unterschied davon und Du denkst auch, der ist egal. Also so wie son kleines Kind zum Beispiel als Vergleich, wenn Du ihm jetzt irgendwie 'n Spielzeug wegnimmst und es ist das Ende der Welt und es geht nicht mehr und das schreit und es heut Es ist, weil es den Wert der Sache nicht wirklich kennt. Ja. Es ist 'n Kind, das ist auch normal. Toll.
Félix Meier:Aber ich mein Leben selber, man muss dann größer werden, Erfahrung sammeln und es geht dann auch nur manchmal durch die durch den harten Weg.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Du hast es gesagt, Du hast deinen Großvater angesprochen, der im Krieg war. Es für mich auch so, dass dass er auch irgendwo ein Vorbild ist. Du hast gesagt, er war sehr weise, dass Du das auch mal sein möchtest. Was hast Du sonst oder was sind so, hast Du Helden oder Vorbilder, wo Du sagst, so möchte ich auch mal sein?
Félix Meier:Also, ich hab jetzt niemanden im Kopf. Ich hab mehr Situationen im Kopf. Also ich weiß zum Beispiel dieses mit meinem Großvater, er selber. Also, er war nicht son Sportler zum Beispiel, er war mehr intellektuell dabei mit Mathematik und so, weil er ist sehr stark. Auch meine Mutter ist sehr stark, also wie sagt man, potenziell.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Also Hochpotenzial
Félix Meier:Auch Hochbegabt, ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Hochbegabt, ja, genau.
Félix Meier:Ich selber hab das nicht, aber ich mein, sein sein Leben, ich will das nicht durchleben, aber nur diese Situation, weil er hatte nichts. Also gar nichts nach dem, wie viele da in, weißt Du. Aber von nichts hat er es geschafft, sich herauszuarbeiten und zu haben, was er wollte, also. Und diese Situation mag ich. Und ich schau überall auf diese Situation hin.
Félix Meier:Also ich mag diese diese Geschichten immer, wo 1 nichts mehr hatte und sich hocharbeitet hat und dann alles hatte. Und der hat dann auch den Wert der Sachen und das mache ich grad selber und ich will diese Erfahrung sammeln im Leben.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Was was gibt es Frag ich mal, gibt es auch Filme oder Bücher oder irgendwie, wo Du sagst, da ist genau das, wo das gibt, wo mir am meisten gefällt, das inspiriert mich?
Félix Meier:Filme, ich weiß nicht, ich hab nicht so Filme im Kopf. Ich les auch nicht so gern, aber Und das variiert sehr, also ich hab so Wochen, wo ich mich auf einen konzentrier und dann ich hab alles gelernt, was ich gelernt hab und dann gehe ich zum anderen oder hör den anderen zu oder so. Aber generell, ich mein, jeder Boxer, weil er selber sich arbeitet hat, jeder Weltmeister, jeder, der je existiert hat, den kann man bewundern. Ja. Weil wie gesagt, es hat niemand für ihn geboxt, auch wenn er 'n Vater hatte, der Trainer war, auch wenn seine ganze Familie Weltmeister war.
Félix Meier:Schlussendlich hat der das gemacht. Und man kann, man ist nicht geboren und weiß, wie man boxt. Weißt Du, manche zum Beispiel in anderen Sportarten diese die Sprinter zum Beispiel oder was auch immer, weil man jetzt irgendwie genetisch hat man Vorteile. Ja. Also ich könnte jetzt nie 'n Sprinter werden oder ich hab vielleicht andere Vorteile oder was auch immer, aber im Boxen selber, man wird zum Boxer, man ist nicht als Boxer geboren.
Félix Meier:Und ich find das faszinierend. Also jeder, ich schau jeden zu, also ich bewundere jeden, weil ich weiß auch, wie sie sich anfühlt. Vielleicht nicht Weltmeister, noch nicht. Aber die Geschichte und die die Opfer und alles, was drum und dran mitkommt, ist ist einfach für mich faszinierend.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Kann ich absolut nachvollziehen. Gibt gibt es irgendwo, gibt es Boxen, die Du als Vorbild nennen würdest?
Félix Meier:Also aus dem technischen Herr, Lumaschenko. Ja. Mag ich sehr gern. Aber also ich schau ihm jetzt nicht mehr so viel zu. Aber ich versuch, jeden Boxer irgendwie unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, was er gut macht.
Félix Meier:Und dann versuch ich das auch zu kopieren. Ich sag das also, ich hab mein Stil ist nicht von selber gekommen. Also ich hab da nicht irgendwie selber drüber nach Katarei. Ich könnte so machen, so machen. Ich hab das irgendwie abgeschaut.
Félix Meier:Aber natürlich, ich will meinen Stil haben, ich will nicht wie jemand anders sein. Und ich versuch bei jedem seine, was er gut macht, das auch nachzumachen und dann auch mir entsprechend. Also ich weiß, dass jetzt manche auf eine gewisse Weise boxen, die ich nicht machen könnte, auch körperbedingt. Manche haben lange Arme, ich hab 'n bisschen kürzere solche Sachen. Aber generell, ich hatte immer so kleine Phasen, wo ich mehr auf einen Boxer konzentriert bin, aber ich hab generell auch im Leben kein Vorbild.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Okay.
Félix Meier:Wo ich absolut alles Okay.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und oder vielleicht gibt es einen Boxer eben, der eine besonders inspirierende Geschichte hat für dich.
Félix Meier:Auch das, ich weiß nur, die das erste Mal, dass ich mit 'nem Boxer zu tun hatte, war, ich glaub, Du kennst ihn nicht, der heißt Max Schmeling.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, ja, natürlich.
Félix Meier:Ah, kennst Du ihn? Natürlich.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ah ja. Jeder kennt Max Schmeling. Eigentlich stressig. Doch. Es war eine eine deutsche Legende.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, ja. Und er war der er war auch ein ein eine große Persönlichkeit.
Félix Meier:Aha.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Weil man Also im Deutschen Reich, man wollte ihn ja auch instrumentalisieren. Ja, klar, ja. Er hat nicht mitgemacht. Ja. Und er war dann falsch im Jecken und hat ihn dann an die Front geschickt.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ah ja. Ja. Das Weil
Félix Meier:Eigentlich also die ersten Male, wo ich mit ihm in Zusammenhang gekommen bin, ist, weil ich am gleichen Tag geboren bin. Okay. Und ich glaub 99 oder 100, nee, 99 Jahre später. Und also meine Großeltern, die haben 'n kleines Haus in im Norden von Deutschland, so im Wald, also wirklich 'n ganz kleiner Ort. Ja.
Félix Meier:Und er hat in diesem Ort gelebt auch oder nebenan oder Aber so, es kamen viele Asag, wie sagt man
Mat "der stoische Pirat" Müller:Zufälle.
Félix Meier:Zufälle zusammen und ich dachte irgendwie, oh ja, wär cool. Keine Ahnung, aber ich fand das immer interessant, weißt Du?
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und der ist, also der hat am gleichen Tag Geburtstag wie Du, das ist ja schon ein großes Omen und eben örtlich auch noch einen Zusammenhang.
Félix Meier:Ja, ja. Gleichverstand. Auch seine Stadt wurde dort gesehen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Okay. Als ich das irgendwann. Einfach, dass Du, da in, also da musst Du wirklich noch noch studieren noch mal Max Schmerling noch nicht. Der hat noch das auch als Mensch, unglaubliche Persönlichkeit.
Félix Meier:Der
Mat "der stoische Pirat" Müller:war auch der Er hatte dann, weil er eben im Zweiten Weltkrieg sich eben nicht instrumentalisieren ließ, er hatte einen Trainer, der war Jude. Okay. Und er hat und er wurd unter Druck gesetzt, dass er den nicht mehr als Trainer oder als als, ich weiß nicht mehr. Und er hat dem Druck wieder Standgehalten und er hat dann eben, er war nie, er ließ sich nie instrumentalisieren von von von den Nazis. Und dann schickten sie ihn an die Front als Fallschirmjäger.
Félix Meier:Okay.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Das war eine Art Bestrafung. Ja. Oder, weil sie gesagt haben. Und das Spannende ist, und das ist, es gab 'n großartigen Kampf zwischen Joe Lewis Ja. Max Schmeling.
Félix Meier:Mit dem Tiefschlag, oder?
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja und und Frau, es war es war es war ein Kampf, es gibt so gewisse Momente im Sport, die sind mehr als Sport. Das ist Ja. Und und das war dieser Kampf Schmeling gegen Joe Louis in in New York in in USA, in New York. Und das war damals, das hat die USA vereint, als diese Joe Und das war das erste Mal, sagt man, wo in den USA der Rassismus überwunden wurde, weil alle Amerikaner feierten Joe Lewis, weil das war damals, weil er gewonnen hat damals. Und sie hatten eine eine sehr faire, sagt man, faire Konkurrenz beide.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Also sie waren beide sehr, sehr, beides Gentleman. Und die Amerikaner haben ihn dann auch belohnt, wenn ich mich nicht täusche nach dem Krieg, weil er eben auch sich nie instrumentalisieren ist. Und er erhielt die Lizenz für Coca Cola in Deutschland.
Félix Meier:Okay.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Was natürlich Ja, ja, ja. Nach dem Krieg sehr viel wert war, wenn Du eine Coca Cola Fabrik, wenn Du die Lizenz für Coca Cola hattest. Ja. Also Max Mayr ist eine ganz inspirierende persönliche Ja,
Félix Meier:ich werd mich auf jeden Fall dann.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, das Ich hab mal ich hab mal für den die Weltwoche einen Artikel geschrieben über den Kampf Schmeling Echt? Gegen Joeowis, ja.
Félix Meier:Okay.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, genau. Vielleicht noch zu etwas an, vielleicht noch zum Schluss etwas, wenn jetzt Du, Du sagst eben, Du lebst das Boxen, das spürt man, Du bist glücklich und alles. Aber nix, würden wir jetzt mal davon ausgegangen, aus irgendeinem Grund boxen wird für Boten oder Du könntest jetzt nicht boxen. Was was würdest Du sonst machen?
Félix Meier:Also ich hab daran ich hab schon daran gedacht. Mir ist keine Antwort in den Sinn gekommen, leider. Also ich weiß, dass ich schon gerne arbeite oder gerne studiere. Ich könnte nicht genau sagen, was, aber irgendwas, das spannend ist, also wo schon Risiko mit verbunden ist oder irgendwas auch Außergewöhnliches. Ich könnte nicht zum Beispiel im Büro sein oder was machen, wo wo körperlich nichts damit zusammenhängt.
Félix Meier:Also ich würde schon was Aufregendes natürlich machen. Das ist das hängt mit mir zusammen. Ich brauch diesen Kick irgendwo, wo man denkt, oh.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und was willst Du, oder weißt Du, ich bin schon mit einem Gedanken, ich mach das, aber was wünschst Du dir? Du hast es gesagt vorher, also eben alles versuchen, alles machen und dann und eben weise Wert und dann kann man auch spät mal sagen, jetzt hab ich alles gemacht, ich kann nicht gehen. Mhm. Also hast Du dir schon auch schon über das schon etwas mehr Gedanken gemacht. Und hast Du dich mal überlegt, was möchtest Du, dass vielleicht deine Großkinder oder die die die über dich sagen?
Mat "der stoische Pirat" Müller:Was sollte ein Vermächtnis sein, wenn Du wenn Du mal nicht mehr da bist? Was sollen die Leute sagen, wenn sie den Namen, wenn deinen Namen hören?
Félix Meier:Ich denk einfach, dass ich, was, wie soll ich das erklären? Dass ich ich selber war und dass ich einfach gemacht hab, was ich wollte. Einfach die 2 Sachen, das das reicht mir. Also jetzt mein Leben kann verlaufen wie es egal. Also das ist jetzt nicht in meinen Händen das meiste.
Félix Meier:Also ich kontrollier schon mein Leben, aber man weiß nie, was passiert. Aber wenn ich alt werden sollte, würd ich das schon cool finden, dass die sagen, ja, der hatte 'n krasses Leben. Also da war nicht zum Beispiel die ganze Zeit im Büro oder weißt Du. Dass da schon, dass man da Sachen hat so, dass die stolz drauf dann können, auf wer ich bin, weißt Du so. Der hat das gemacht, das durchlebt.
Félix Meier:Aber weißt Du, mein Großvater? Mein Großvater, Felix Meyer, kennst Du? Weißt Du, das ist schon alles so.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Dass man stolz darauf ist, dass Du und eben etwas, ja, eine Geschichte erzählen kann über dich. Also Genau,
Félix Meier:ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Dass dass Du etwas Besonderes war oder besonders gemacht hast und eben der warst, der ja, im Design, der authentisch war und das gemacht hat, was er eben auch wollte.
Félix Meier:Ja, das ist das Wichtigste für mich. Also ich hab das Glück eben, wie gesagt, wirklich bin so was von glücklich, das zu machen. Also ich hab, ich glaub, man kann nicht in jedem Land aussehen, was man macht, sondern man muss in manchen anderen Ländern wirklich so ums Überleben kämpfen und ich hab hier die Voraussetzung zu jeden Tag machen zu können, was ich liebe und das ist, macht mich einfach glücklich. Das ist für mich, ich bin schon, also da, wo ich sein will im Leben, aber natürlich geht es weiter und aber ich bin, ich könnt kann mich nicht beklagen wirklich.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du bist 20 Jahre alt, Du Du hast meines Erachtens schon sehr eben viel Weisheit. Du Du strahst aus, dass Du glücklich bist. Wie wenn Du dich vergleichst mit Gleichaltrigen, ist ist deine Generation, sind die alle so heute oder wie würdest Du das beurteilen?
Félix Meier:Das ist schon verrückt, weil es geht von allem. Also ich hab Freunde, die haben auch verrückte Sachen durchlebt, die haben auch, können auch mit dir vielleicht hier sitzen, aber ich meine, also ich kenn auch andere, die haben die machen so das Gegenteil, was mir liegt zum Beispiel, die machen Sachen, die zu machen, aber das ist auch normal, was Du, es kommt auch vieles drauf an, weißt Du, auf die Familie, auf die die Education, wie Ja, Beziehung. Man groß geworden ist und so. Aber ich denk generell, ich würd sagen, jede Generation ist gleich. Also es gibt ja, ich bin jetzt nicht in 'ner verrückten Generation.
Félix Meier:Es gibt klar neue Sachen, so Social Media und so und da. Das sind schon Sachen, die Menschen verändern, auch Sociity Gesellschaft. Ja, irgendwie schon beeinflussen, aber ich denk, ich würd mich jetzt nicht irgendwo ganz drüberstellen oder drunter oder was auch immer. Wir sind alle gleich. Ich mach nur einfach, was ich mag und sag das auch offen, weißt Du.
Félix Meier:Vielleicht macht das mich 'n bisschen
Mat "der stoische Pirat" Müller:anders, aber Wenn wenn wenn Du jetzt zum Beispiel noch einen Ratschlag geben kannst, irgendein Ratschlag, wo Du jetzt, wenn die Leute sagen, Felix, gib mir einen Was kannst Du mir empfehlen für mein Leben? Was ist so ein etwas, was Du den Leuten sagen würdest?
Félix Meier:Also ich hab oft mit Leuten gesprochen und ich hab denen oft diese Frage gestellt, ja, was magst Du? Weil oft Leute mögen was, aber machen das dann nicht, weißt Du. Meine Mutter zum Beispiel, sie hat auch 'n paar Hobbys oder Sachen und sagt, ja, ich hätt das auch gern gemacht und so, aber Arbeiten war wichtiger und das stimmt auch. Sie hat jetzt also für sich gut ausgesorgt und für mich auch. Aber in wie ich denke, in meine Denkweise, ich würd sagen einfach, mach, was Du wirklich machen willst.
Félix Meier:Also man sollte sich nicht unterdrückt fühlen oder sich zwingen, irgendwas zu machen für die falschen Gründe, weil früher oder später drehst Du auch durch oder da kommt dann eine Krise oder was auch immer, weil das Unterbewusstsein dann mit dem Bewusstsein zusammenkommt. Und wenn beide auf denselben Weg sind, dann ist alles perfekt. Also ich denk, man sollte wirklich machen, was man machen will und das ist das Wichtigste. Dann ist man glücklich.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Was hast Du für deinen Wunsch für die Zukunft, wenn Du deinen Wunsch heißen könntest?
Félix Meier:Einfach, dass mein Leben so weitergeht. Also es es könnte besser für mich jetzt nicht laufen. Natürlich, man will immer mehr und so, natürlich. Aber vom Grund aus her, also ich hab mir auch die Frage gestellt, was würde ich machen, wenn ich jetzt superreich wär? Ich glaub, ich würd mein Leben genauso weitermachen.
Félix Meier:Vielleicht hätte ich 'n, keine Ahnung, bessere Kleidung, natürlich, weißt Du, ich würd dann mehr im Restaurant oder was auch immer, aber generell, ich könnt mir kein besseres Leben vorstellen. Und wenn ich mir ein besseres Leben vorstellen würde, dann würde ich's auch umsetzen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja.
Félix Meier:Also ich bin wirklich Grund aus glücklich. Hervorragend. Ja. Also ich bin glücklich, das sagen zu können, weil ich weiß, dass nicht jeder es ist. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Wunderschön. Also mir gefällt das, wie Du eben und man spürt auch. Man spürt es auch, dass Du glücklich bist. Und es freut mich, hab ich hab nie irgendetwas noch, möchtest noch etwas sagen, haben wir haben sehr viel besprochen, aber gibt es etwas, wo Du sagst, das möchte ich noch loswerden oder etwas, was wir vergessen haben?
Félix Meier:Ich denk, wenn Du mich jetzt nicht speziell auf irgendwas anredest, fällt mir grad nichts in den Sinn, aber wir haben 'n paar Sachen besprochen, so auch über Philosophie und so. Und ich bin weit entfernt, vieles, also alles zu wissen, aber ich denk, das ist 'n echt interessantes Thema und auch privat, wenn Du mehr darüber sprechen willst oder auch hier oder wo auch immer, ich find das immer selber spannend, auch mit Menschen darüber auszutauschen, weil da lernt man immer was, auch wenn's was Kleines ist oder was groß ist, man wird daraus immer schlauer, denke ich.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja, absolut. Da bin ich auch der Meinung. Also das Gespräch suchen mit unterschiedlichen Menschen, die unterschiedliche Lebensweisen haben, unterschiedliche Sachen machen. Und man kann immer lernen. Und das ist auch etwas, was ich gemerkt habe in meinen 55 Jahren.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Wenn Du Du kannst bei von allen etwas lernen. Mhm. Egal, ob jemand Professor ist oder ob jemand eben auf der Straße lebt, offen sein, miteinander Erfahrungen austauschen und Ja,
Félix Meier:jeder hat eine Geschichte.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Jeder hat eine Geschichte, absolut. Und Du hast gesagt eben, Du weißt noch nicht alles, Du wir werden nie alles wissen. Ja, zum Glück.
Félix Meier:Das wär langweilig.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Genau, sonst wär's langweilig. Und ich denke, es ist auch eben der Weg oder die Suche nach nach Wahrheit, die sollte nie ändern. Und ich denke, wenn jemand sagt, ich weiß es, dann Weiß er's nicht. Genau. Und dann dann wird es problematisch, weil diese Leute sind dann oftmals gefährlich, weil sie meinen halt wirklich zu wissen, wie es wirklich läuft.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Und das ist in der Regel nicht gut.
Félix Meier:Ja, ich hatte auch diese Erfahrung, dass ich halt dachte eben mit der Diät und so oder manchen Sachen, dass ich es besser weiß, weil es ist mein Körper, ich weiß es schon besser und ich eben auf kompetente Leute nicht gehört hab. Aber ich hab dann die Konsequenzen auch selber bezahlt.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und Du warst ihm viel toll.
Félix Meier:Ja, genau. Und da hat man auch Zeit, 'n bisschen nachzudenken und okay, dann hör ich lieber zu. Aber ich glaub, das kommt auch mit dem Alter. Also ich war auch, weißt Du, mit 16, 17, 18 ist man auch in son Alter, wo man denkt, man wird 'n bisschen bewusster über manche Sachen, hat vielleicht 'n bisschen Geld und man denkt auch jetzt, okay, ich bin, ich weiß schon alles. Dann aber
Mat "der stoische Pirat" Müller:Aber das gehört auch dazu. Ja, ja. Du hast es auch gesagt. Man kann, man muss ja zuerst auf die Nase fallen, manchmal zum etwas verstehen. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und ich glaube, das gehört auch dazu, dass dass dass eben auch, dass man in jungen Jahren halt eben gewisse Sachen ausprobiert, mal umfällt, mal die Nase
Félix Meier:Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:1 auf die Nase bekommt, mal irgendwo den Kopf anstößt. Ich denke, das ist auch ein Problem heute in unserer Gesellschaft, dass wir versuchen, alles zu verhindern. Mhm. Also wir wir leben in so 1 Sicherheits Man ist fast besessen mit Sicherheit. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und man oder wir haben heute diese, man sagt eben die Schneepflugeltern, die die alles alle Hindernisse aus dem Weg räumen wie ein Schneepflug vor den Kindern hergehen und die damit die Kinder ja nie ein Problem erleben. Und ich glaube, man kann sich gar nicht entwickeln, wenn wir die ganze Gesellschaft und alles nur auf Sicherheit machen. Es braucht eben auch dieses Gefühl, mal der Unsicherheit und mal des Risikos und so weiter, sonst können wir uns nicht entwickeln.
Félix Meier:Ja, aber ich glaub, dass viele so denken jetzt, also im Sinne des, was Du gerade gesagt hast, dass man einfach die Kinder auch leben lassen muss, Ja. Die ihre Erfahrung machen, dass sie ihre Erfahrung machen müssen. Aber ich glaub, wir sind grad so an Punkt, wo es vielleicht bald sich umdreht, weil wie gesagt, ja jetzt oder früher war's anders. Ist jeder Muster auf dich neu zu fahren oder hat man dir auch nicht geholfen. Ja.
Félix Meier:Jetzt ist andersrum, dass man dir zu doll hilft. Ja. Und ich glaub, weißt Du, ich schwenkt immer so auf eine Seite auf die andere und vielleicht kommt es bald in die Mitte und dann hoffentlich wird das dann
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ich ich hoffe, sondern Du hast das das Richtige. Es ist immer so eine Pendelbewegung und und und man kann da nicht mehr hoffen, dass man lernt aus der Vergangenheit und dass sich dann eben vielleicht einpendelt. Meine Erfahrung ist etwas, dass man eben nie wirklich lernt aus der Vergangenheit und dann geht das Pendel in die richtige Richtung, aber dann geht es wieder zu extremer auf die andere und dann kommt es wieder zurück. Das ist irgendwo die Geschichte unserer Menschheit, Ja. Hab ich das Gefühl.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Was was hast Du das Gefühl, was sind jetzt für dich als Sicht 1 Zwanzigjährigen, was sind so die größten Herausforderungen für die nächsten 20 Jahre? Oder gibt es Sachen, wo Du sagst, boah, das macht mir Sorgen, oder?
Félix Meier:Klar, also ich weiß nicht, ich glaub, jede Generation hat ihre Sorgen. Also zum Beispiel, ich red viel von meinem Großeltern, aber als er 17 war und ich aufs Boxen gekommen bin, musste den Krieg. Ich glaub, da hat man auch andere Ängste. Ich glaub, wir Menschen und das haben wir auch geredet, wir brauchen Probleme. Also ich denk, man kann sich immer Sorgen über etwas machen, ob's jetzt irgendwie das Klima ist.
Félix Meier:Ja, es gibt jetzt grad viel Kriege in der Welt. Es wird immer irgendwas geben. Ich glaub, man es muss einem schon bewusst sein, auch jetzt mit dem, mit der Umwelt. Ich passe auch schon 'n bisschen Wissen auf. Also ich weiß, das ist nicht alles in meinen Händen.
Félix Meier:Ich leb jetzt nicht wie 'n Hippie oder so.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja.
Félix Meier:Aber ja, generell, ich denk, man muss seinen seine Sachen, wie gesagt, machen. Also wenn man sich immer nur Sorgen macht, dann kommt man auch nicht vorwärts. Aber ich denke, es ist normal, es gehört zu zu der Menschheit, dass es Probleme gibt, dass es nicht alles rosa ist.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Das ist so, ja. Und ich denke, das ist etwas Wichtiges, was Du sagst, Du sagst, Du machst etwas für die Umwelt. Du hast auch von Kontrolle gesprochen. Also wir können, ich denke, wir können dort, wo wir es, wo es in unserer Macht liegt, können wir etwas tun. Ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Aber sich Sorgen zu machen über Dinge, die außerhalb unserer Macht liegen
Félix Meier:Ja, da wird man verrückt.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Dann wird man verrückt.
Félix Meier:Ja, klar.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Genau. Und und und das ist das, gewisse Sachen, die muss man akzeptieren. Und dort, wo man selber etwas tun kann, das soll man auch Ja. Etwas tun. Und ich denke auch, Du hast es richtig gesagt, dieser Vergleich eben, als Du angefangen hast zu boxen, dein Großvater musste in den Krieg ziehen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Also und und und jede Generation hatte ihre
Félix Meier:Ja, genau. Herausforderung. Also ich bin auch mein Vater, er ist Quarter. Er hat auch den Krieg gemacht, dein Jugoslawien und so. Also ich bin wirklich, ich schätze mich wirklich glücklich, dass ich in keinen Krieg muss, dass ich einfach mach, was mir gefällt.
Félix Meier:Also, das ist echt 'n Glück und ich vergiss es auch ab und zu, weil man nicht die ganze Zeit dankbar ist und so. Aber wenn ich die Zeit hab, darüber nachzudenken oder auch mit, wenn ich wie wie jetzt grade mit jemand drüber rede, dann wird's mir auch mehr klar, dass es nicht alles garantiert ist. Also was ich hab, ist echt Luxus und es ist verrückt, auch jeder Mensch, der jetzt in der Schweiz in anderen Ländern, weiß ich nicht so, aber generell so in Europa, USA oder so. Wir haben echt Luxus. Also wir lieben besser, auch der ärmste Mönch, der draußen schläft, der lebt besser als 1, der vor 2, 300 Jahren
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja.
Félix Meier:Reich war. Also das ist nicht Ja. Zepa, Döni.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Na, es ist genauso. Es ist nicht gegeben und und es ist nicht selbstverständlich. Ja. Und und und ich denk, das ist wirklich richtig, was Du sagst. Und ich denk, das ist 'n sehr schönes Botschaft auch an die Leute, die zuhören, eben dankbar sein für das, was wir haben, das schätzen, was wir jetzt im Moment haben dürfen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ja. Und und eben sich auch mal bewusst sein, alle anderen hatten auch Herausforderungen vor uns und es geht uns grundsätzlich gut, auch wenn es viele Herausforderungen gibt, die auf uns zukommen. Und dort eben das machen, was in unserer Macht liegt, aber nicht sich Sorgen machen über Dinge, wo man nicht selber beeinflussen kann.
Félix Meier:Ja, klar, es wird immer Probleme woanders geben.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und das ist schlussendlich wie 'n Boxen. Du gehst in den Ring, Du konstruierst deine Handlungen, aber Du hast keine Ahnung, wie der andere reagieren wird. Du bist auf dich alleine gestellt.
Félix Meier:Ja, genau.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Du konstruiert deine Emotionen, aber ihn hast Du kannst Du nicht steuern. Ja. Du kannst ihn schlagen, Du kannst ihn bremsen, Du kannst die Deckung, aber es ist alles von dir. Aber was er macht, kannst Du nicht beeinflussen.
Félix Meier:Ja, ja, man hat mir auch oft die Frage gestellt, wie ich mich wie ich den Gegner analysiere, wie wie ich mich auf ihn vorbereite und so. Und ich sag oft, dass es mir selber 'n bisschen egal ist, was er macht. Ja klar, es ist schon eine gut zu wissen eine Airbox so und so, aber ich will nicht weitergehen in Details, weil ich ich konzentrier mich lieber auf mich selber. Ja. Wie gesagt, ich bin mein eigener Meister.
Félix Meier:Ich kann nicht, ich kann ihn nicht kontrollieren. Ja. Und auch wenn ich's könnte, es ist, wär nicht lustig. Ich will, wir brauchen dieses Risiko. Genau.
Félix Meier:Diese Anspannung. Es ist besser so.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Herzlichen Dank, Felix. Danke dir. Ich hoffe, also nein, ich hoffe es nicht. Ich weiß es. Ich bin sicher, die Leute, die dir zugehört haben, haben ein tolles Bild von dir bekommen.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Und ich motiviere alle Leute. Also geht an den nächsten Kampf. Der nächste Kampf ist im Raum Losan.
Félix Meier:Genau.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ich mein Mal im Oktober.
Félix Meier:Das war ja.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Genau und dann am sechsundzwanzigsten Dezember, das kann man schon einstreiben in die Agenda der Boxing Day, in der Stapen, in Kursal, legendäre Boxveranstaltungen, wo es sich wirklich lohnt. Angelopehnia wird, glaub, auch auftreten wieder. Also da ist immer die Crème de la Crème. Ja. Das Schweizer Boxen ist dort, also kommt dorthin.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Es lohnt sich ein wirklich toller, wirklich toller Anlass. Herzlichen Dank, Felix, dass Du gekommen bist. Ich wünsche dir alles, alles Gute weiterhin, dass Du glücklich bleibst. Ich wünsche dir auch all das Glück in der Welt, das das man auch braucht. Man braucht auch das Glück, dass man die richtigen manche Scheide trifft, dass dass dass die Umgebung stimmt und so weiter.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ich wünsche dir, dass das alles für dich stimmt. Und ich wünsche dir natürlich, dass Du noch viele Kämpfe gewinnen kannst und dass wir dann irgendwann mal den Weltmeistertitel feiern können in einen 5 oder vielleicht 5 Jahren oder ich weiß es nicht. Ja. Und dann hoffe ich natürlich, das hab ich mit Andrew Penn ja auch abgemacht, dass wenn ihr Weltmeister kommt, wird zu mir in den Podcast und geht, genau, dann kommst Du dann auch mit dem mit dem Gürtel und das wäre natürlich toll. Das war's.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ich hoffe, Felix und ich, wir konnten euch ein wenig inspirieren und vielleicht auch zum Nachdenken anregen. Wenn euch der Storche Pirat gefällt, diese Podcasts, dann geht doch auf meine Webseite WWW Punkt Müller Matthias Punkt c h. Müller mit u e und Matthias mit einem t und h geschrieben. Dort findet ihr alle, über die in etwa 166 Folgen und ihr findet dort auch die Quellenangaben von den anderen. Und alles, was ihr es braucht, findet ihr dort.
Mat "der stoische Pirat" Müller:Ihr könntet mich dort dort auch kontaktieren und mir schreiben, Ideen und so weiter. Ich mag das immer, wenn mir die Leute eben auch Feedback geben, auch kritisches Feedback. An dieser Stelle herzlichen Dank an all jene, die das tun, auch an all jene, die mir Postkarten schreiben oder Geschenke schicken oder Bücher schicken. Das ist megamotivierend. Und wenn ihr mich wirklich noch sonst hier unterstützen wollt, dann könnt ihr auch auf die Webseite gehen WWW Punkt bei mir a coffee dot com Slash Stoic parrot und dann könnt ihr mir dort einige Kaffees spendieren.
Mat "der stoische Pirat" Müller:An dieser Stelle auch herzlichen Dank an all die Spenderinnen und Spender, die das bereits getan haben. Das ist wirklich, wirklich toll. In diesem Sinne macht es gut. Bis bald.