Coach&Coach

In dieser Episode von Coach & Coach diskutieren Björn und Jan die Erfolgsformel und die verschiedenen Faktoren, die zu beruflichem Erfolg führen. Sie beleuchten die Bedeutung von Expertise, Zeitmanagement, Netzwerken und den Einfluss von Glück und Zufall. Die beiden betonen, dass Erfolg nicht nur von harter Arbeit abhängt, sondern auch von der Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Die Episode bietet wertvolle Einblicke und Anregungen für alle, die ihre Karriere vorantreiben möchten.

Takeaways

  • Erfolg ist nicht nur Glück, sondern auch harte Arbeit.
  • Expertise erfordert kontinuierlichen Einsatz und Lernen.
  • Netzwerke sind entscheidend für beruflichen Erfolg.
  • Zeitmanagement ist ein Schlüssel zu mehr Möglichkeiten.
  • Talent allein reicht nicht für langfristigen Erfolg.
  • Glück und Zufall spielen eine große Rolle im Erfolg.
  • Man muss Chancen erkennen und nutzen.
  • Leichtigkeit im Umgang mit Zielen bewahren.
  • Selbstständige müssen oft mehr Zeit investieren.
  • Erfolg ist ein Prozess, der Zeit braucht.

Kapitel

00:00 Wiedereinstieg nach langer Pause
02:08 Die Erfolgsformel: Definition und Bedeutung
04:26 Faktoren des beruflichen Erfolgs
06:26 Expertise: Der Weg zum Experten
13:39 Zeit und Einsatz: Der Schlüssel zum Erfolg
18:44 Netzwerk: Die Macht der Verbindungen
30:40 Glück und Zufall: Unkontrollierbare Faktoren

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What is Coach&Coach?

Björn Bobach und Jan Gustav Franke beschäftigen sich in ihrem Podcast mit vielfältigen Aspekten rund um das Thema Coaching. Der Podcast richtet sich an alle, die ihre persönliche Entwicklung vorantreiben wollen und sich für Coaching interessieren.

Musik:

Coach und Coach. Eine Reise durch die Welt des Coachings. Der Coaching Podcast mit Björn Burach und Jan Gustav Franke.

Björn:

Lang, lang ist's her. Herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Coach und Coach. Endlich muss ich dazu sagen, wir erklären das gleich auch noch ein bisschen, aber auf der anderen Seite dieses Podcasts ist wie immer der Jan. Hallo Jan.

Jan:

Hallo Björn, schön wieder hier zu Ja,

Björn:

wirklich schön nach so langer Zeit. Ich bin der Björn und wir freuen uns heute wirklich, dass wir mal eine neue Folge aufnehmen. Das Thema erläutern wir euch gleich. Vielleicht ganz kurz, Jan, warum hat's denn so lang gedauert?

Jan:

Ja, also man könnte sagen, das Leben hat irgendwie zugeschlagen. Also ich würde es jetzt mal so reproduzieren. Wir hatten ja vor einiger Zeit schon auch unseren unser Intervall umgestellt auf monatliche Folgen. Das haben wir dann auch in diesem Jahr eine ganze Zeit lang so durchgezogen beziehungsweise auch im letzten Jahr. Und dann kam es irgendwie so, dass wir einen Termin verpasst haben.

Jan:

Und dann waren wir beide so busy, ja, dass wir halt einfach so vom vom Alltag und von den Themen gepackt waren, dass wir einfach das nicht so auf dem Radar hatten. Und jetzt haben wir uns wieder zusammengefunden und haben gesagt, komm, jetzt lass uns mal wieder eine Folge aufnehmen, denn wir haben ja nicht irgendwie geordnet gesagt, jetzt geht's nicht mehr weiter, sondern eigentlich haben wir ja auch Lust und deshalb haben wir gesagt, wir starten mal wieder.

Björn:

Ja, genau. Also immer zwischendurch ist mir Susidentheiß eingefallen, Mensch, wir müssen einen neuen Termin machen. Der Letzte hat nicht stattgefunden und dann ist wieder irgendwas passiert. Vielleicht sollten wir dazu sagen, damit niemand da, der uns zuhört, in Panik verfällt, es waren keine großen Dramen, es war einfach nur das Leben und das Beschäftigtsein, das uns davon abgehalten hat. Wir versuchen, wir versuchen, dass es wieder monatlich wird.

Björn:

Wir können euch nichts versprechen, aber wir bemühen uns wirklich so gut wir können. Ja, das dazu. Jetzt das Thema, direkt totaler Hammer zum Wiedereinstieg, die Erfolgsformel. Jan, das war dein Wunsch. Was meinst Du damit?

Jan:

Ja, es geht tatsächlich darum, dass wir heute mal etwas dechiffrieren wollen, was Erfolg ausmacht und wir haben ja auch schon an anderer Stelle darüber gesprochen, was ist ein glückliches Leben, was ist erfolgreiches Leben und heute geht's jetzt nicht ein, wie soll ich sagen, ein ein Optimum in allen Lebenslagen, sondern heute geht's tatsächlich mal beruflichen Erfolg und die Erfolgsformel dahinter und die wollen wir mal bisschen auseinandernehmen, was denn da so hinter steckt aus unserer Sicht, aus unseren Beobachtungen und ja, wie man das gegebenenfalls auch etwas mit beeinflussen kann, wenn man möchte.

Björn:

Mhm. Vielleicht sollten wir erst mal definieren, was beruflicher Erfolg überhaupt ist. Ja.

Jan:

Also hier würde ich jetzt mal sagen, ist beruflicher Erfolg, so so definier ich das jetzt mal, Du kannst ja gerne dagegen argumentieren ansonsten, aber tatsächlich sich in einem einem Thema, in 1 beruflichen Nische oder in einem beruflichen Bereich wirklich ganz oben zu positionieren beziehungsweise an die Spitze zu kommen, ne? Also, ich würde jetzt zum Beispiel mal sagen, beruflicher Erfolg ist, wenn man irgendwo ein großes Unternehmen aufbaut oder innerhalb 1 Unternehmens irgendwo an die Spitze kommt oder sich als absoluter Experte positioniert, ne, in in einem Bereich. Das wär jetzt hier mal die Definition und damit einhergeht einerseits, sag ich mal, die die Wahrnehmung als solches als erfolgreich, ne, aber auch 'ne wirtschaftlicher Erfolg in dem Zusammenhang. Das wär jetzt hier einmal mein Versuch der Definition oder dessen, worüber ich gerne sprechen würde.

Björn:

Finde ich gut. Ich also ich glaub, wir müssen es ganz klar abgrenzen vom Erfolgs oder von der Erfolgsdefinition grundsätzlich, weil ich man könnte jetzt ja auch sagen, man ist erfolgreich, wenn man zufrieden und glücklich ist, Also dazu muss ich ja jetzt nicht einen Weltkonzern aufbauen und 1000000 im Jahr Umsatz fahren oder so was. Davon grenzen wir es ab, ne. Der ist also von der persönlichen Zufriedenheit grenzen wir es ab, sondern wir definieren es wirklich als die Spitze in seinem Segment zu erreichen.

Jan:

Genau, richtig.

Björn:

Ja. Okay. Jetzt bin ich gespannt. Wie schafft man das denn? Was ist denn die Formel?

Jan:

Ja, also ich würd gerne einmal die die die Formeln in unterschiedliche Multiplikatoren unterteilen.

Björn:

Okay.

Jan:

So und aus meiner Sicht und aus meiner auch Beobachtung sind's verschiedene Faktoren, die hier eben mit reinspielen. Das eine ist das Thema Expertise und Können. Also was kann man eigentlich, worin ist man gut? Dann gibt's zweiten Punkt, das ist das Thema Zeiteinsatz und oder System, also wie viel Zeit stecke ich auch da mit hinein? Dann gibt es einen dritten Faktor, der da ist Netzwerk und Zugang, ja.

Jan:

Und dann gibt es vierten Faktor und der ist Zufall oder Glück oder Timing, ja. Und diese 4 Faktoren, die stehen in einem Zusammenspiel und es ist so, dass wenn jetzt 1 dieser Faktoren beispielsweise gleich 0 ist, ne, dann kann der auch diese ganze Formel mehr oder minder zum zum Bremsen bringen oder oder ausnocken, ne. Aber diese Faktoren, die verstärken sich gegenseitig und haben natürlich auch, sag ich mal, eine unterschiedliche Gewichtung unter Umständen. Aber ich würd gerne im Rahmen des Podcasts einmal darüber sprechen, wie stehen die in Zusammenhang? Was kann man tun?

Jan:

Wie kann man's beeinflussen? Wie kann man damit leben? Dass es auch unterschiedliche Voraussetzungen gibt in dem Zusammenhang und das sind eben diese 4 Faktoren Expertise, Zeiteinsatz, Netzwerk und Timing, Zufall.

Björn:

Okay, dann dröseln wir das mal auf. Expertise. Wie wird man denn zum Experten? Was muss man denn tun? Also was ist der Einsatz, den man da bringen muss?

Björn:

Das Erste, mir in den Kopf kommt, ist, dass ich glaube, dass es nicht so sehr die Masse ist, die man an einem Tag macht, sondern die Beständigkeit. Mhm. Also dieses jetzt bleiben wir mal beim Thema Coaching. Wenn ich jetzt mich einen Tag ganz intensiv mit den neuesten Coachingtools auseinandersetze, psychologischen Theorien, ne, also mit mit Dingen, die mir in meinem Coachingalltag helfen. Dann hilft mir das bestimmt für einen ganz kurzen Moment, aber ich glaube, es ist viel wichtiger, diese Expertise beständig und über einen langen Zeitraum aufzubauen.

Björn:

Also ich hab ja, glaub ich, dieses Buch, ne, die Ein Prozent Methode oder Genau. Atommic Habits schon mal erwähnt. Und da ist das auch ganz schön erklärt. Ich glaube, es ist sehr, sehr wichtig, dass man, wirklich Experte zu werden und auch zu bleiben, sich beständig einen bestimmten Teil, das muss ja auch gar nicht wahnsinnig viel sein, das muss ja nicht mal eine Stunde sein, wenn man dann bestimmten Punkt erreicht hat, aber sich einen Teil zu reservieren des Tages, indem man beständig an seinem Wissen und an seiner fachlichen Genauigkeit arbeitet. Würdest Du das auch so sehen oder gibt's da noch mehr?

Jan:

Ja, also würde ich auch so sehen, wobei ich das schon fast eher zum zum zweiten Faktor, nämlich Zeiteinsatz oder System zählen würde. Jetzt auch in dem Bereich, wie kann man Expertise aufbauen, sehe ich auch noch mal diesen dieses Spannungsfeld zwischen Talent und Fleiß, ne. Also, es gibt ja da auch die die These, die da sagt, Fleiß schlägt Talent, ne? Also, Du kannst talentiert sein in etwas, aber wenn Du quasi nicht wirklich da hinterher bist, dann wirst Du in dieser Sache auch keine Meisterschaft erlangen. Im Netz oder aus unterschiedlichen Studien, da kursiert auch sone These nach dem Motto, man braucht 10000 Stunden, wirklich Meisterschaft in einem Thema zu erlangen.

Jan:

Das zeigt also auch noch mal wieder so das Thema Zeiteinsatz in dem Zusammenhang. Ja, und tatsächlich ist natürlich so, dass damit man irgendwo sich durchsetzt, damit man irgendwo auch sehr gut drin wird, dann muss ich dieses Thema beherrschen, ne. Und das funktioniert halt eben einerseits vielleicht mit gewissen Vorsprung, den ich habe, darüber, dass ich talentiert bin in gewissen Dingen, ne? Oder es funktioniert eben darüber, dass ich sehr fleißig bin in Dingen, in denen ich vielleicht auch nicht so talentiert bin, ne? Das ist ja sowieso so eine Geschichte mit dem Talent, Da ist ja auch die Frage, was ist wirklich Talent, ne?

Jan:

Ist das vielleicht auch nur erst mal eine eine Wahrnehmung, die ich habe, dass ich in einigen Dingen talentiert bin oder in anderen nicht? Vielleicht hat das auch was mit Neigung zu tun, früher Förderung in unterschiedlichen Themen, ne? Aber die die Kernaussage dahinter ist, man kann quasi mit genug Zeitaufwand und Fleiß eben auch in den Dingen entsprechend gut werden und sich dann schon Es gibt ja auch Menschen, die ganz gezielt sich auch, sage ich mal, Schwächen nehmen oder Dinge, die sie nicht so gut können und die halt eben einfach versuchen, mit Systemen zu entwickeln, ne, und eben viel Zeit da hinein investieren, dann ganz besonders gut darin zu werden. Aber genauso gut kann man sich natürlich auch auf etwas stürzen, was einem ohnehin liegt.

Björn:

Ja, ich glaube, Talent ist ein Start, eine Startunterstützung. Also kann ich aus meiner alten beruflichen Praxis ja auch erzählen, die ne, dass ich mal Musik und Gesang und so was gemacht und studiert habe, habe ich ja schon mal erwähnt. Talent hilft, einen leichteren Start zu schaffen. Das ist wie son Booster in den in der Anfangsphase. Ja.

Björn:

Und bei bei vielen hilft dann das Talent auch vielleicht in 'n guten Karrierestart. Aber es zeigte sich dann einfach immer wieder, dass die, die sich viel mehr erarbeiten mussten, viel langfristiger erfolgreich waren. Also dass die, weil die einfach krisenfester wurden. Wenn man genau weiß, was man tut und sich das erarbeiten musste, hat man Krisen besser überstanden, schwierige Situationen besser gemeistert, schwierige, in meinem Fall jetzt Musik, schwierige Partien souveräner und konsistenter performen können. Und ich glaub, das ist ganz wichtige Botschaft, wenn wir jetzt über die Erfolgsformel sprechen, dass jemand anders, der talentierter ist, nicht unbedingt längerfristig die besseren Erfolgschancen hat.

Björn:

Genau. Im Gegenteil. Ich glaube, dass viel Talent eher dazu führt, dass man denkt, ach, ich kann das ja, ne. Ist mir ja alles von Gott gegeben und es fällt mir ja alles so unglaublich leicht. Und die Gefahr ist dann eigentlich viel größer, dass man irgendwann an Punkt kommt, wo das Talent halt nicht mehr reicht.

Björn:

Wo es dann wirklich darauf ankommt, genau zu wissen, was man da redet und was man tut und sehr bewusst mit seinem Handwerk umgeht. Egal, ob's jetzt Musik ist oder Coaching oder Geschäftsführung oder Personalführung oder was auch immer. Also mit anderen Worten, was ich sagen möchte ist, ich glaub ganz großer Teil der Erfolgsformel ist, dass man Talent auch nicht überschätzen sollte, sondern sich darüber bewusst sein muss, dass jedes bisschen, was man in die Aneignung von Wissen oder Fähigkeiten investiert, sich langfristig viel, viel mehr auszahlt als jedes Anfangs.

Jan:

Ja und ganz interessant finde ich dazu auch beispielsweise die Beobachtungen und Studien, wo es ja auch darum ging, was das quasi mit Kindern macht, ne, ob sie gelobt werden für Talent für Talent oder ob sie gelobt werden dafür, dass sie eben mit Eigenschaften, die sie selbst in der Hand haben oder Verhaltensweisen, die sie selbst in der Hand haben, einen Einfluss haben, ne. Das heißt, auch hier ist so, dass Menschen, die, sage ich mal, ihren Erfolg auf Talent zurückführen, auch in geringere Selbstwirksamkeitserfahrung unter Umständen haben, weil sie gar nicht sehen, dass es durch sie beeinflusst ist, sondern es ist einfach da, dass sie es können oder nicht können, ne. Und wenn Du feststellst, dass Du durch konsequentes Lernen durchüben und so weiter dir das erarbeitest, ne, dann dann lernst Du eben auch, dass Du dich entwickeln kannst, ne. Und das heißt also, das ist ja auch etwas, was man sowohl im Externen, also im Umgang mit Kindern, im Umgang mit mit Mitarbeitenden, im Umgang mit Kollegen, Freunden praktizieren kann, aber auch im Umgang mit sich selbst. Also wie mache ich Erklär ich mir auch selbst, wie die Dinge passieren, ne?

Jan:

Also sind die einfach nur, weil die weil der Zufall es so möchte, ne? Oder hat's damit zu tun, dass ich eben selbst Einsatz gebracht habe?

Björn:

Ja, ich glaube auch, das kann jeder nachvollziehen, der sich schon mal was richtig erarbeiten musste und dann dafür Lob bekommen hat. Das hat ja eine viel größere Wirkung auf einen selbst, wenn man weiß, was man da reingesteckt hat und dass das vielleicht am Anfang mal sehr, sehr schwierig war und dass man das vielleicht gar nicht konnte oder nur sehr, sehr holprig konnte am Anfang. Und wenn dann von außen was Positives kommt, das geht dann ja runter wie Öl. Ist dann ja etwas, was auch wirklich, wirklich guttut. Ja, ja, absolut.

Björn:

Während wenn jemand zu einem sagt, ah, da bist Du aber begabt, das ja schon fast bisschen despektierlich ist, weil es ja bedeutet, da musst Du ja nicht viel investieren.

Jan:

Ja, das kannst Du dann halt einfach so, ne? So halb geschenklich leistet, so nach dem Motto.

Björn:

Ja, genau. Ja, das kannst Du halt, genau. Also also ist der der Faktor Zeit ja enorm wichtig, ne. Also dieser dieser Faktor, wie wie setze ich meine Zeit ein? Für was setze ich meine Zeit ein und wie strukturiere ich das, dass ich immer besser werde, ist dann ja enorm wichtig.

Jan:

Genau, ne, da sind wir schon beim beim zweiten Punkt, ne. Also vielleicht noch mal zum ersten Punkt auch abschließend, Thema eben Expertise. So, wenn wir jetzt sagen, was ist die Erfolgsformel, dann dann dann kann man auch sagen, Expertise, ne, ist eine Grundvoraussetzung auch in dem Zusammenhang, ne. Also da dass man gut ist in den Themen, ist, glaube ich, ganz wesentlicher Faktor dafür, dass man eben erfolgreich sein kann, aber da draußen sind halt einfach super, super viele Menschen, die sehr, sehr gut sind, ne. Und das heißt also, das ist schon auch, sag ich mal, eine Mindestvoraussetzung, dass man halt da auch eine Expertise anstrebt und halt eben diesen Faktor einfach mitbringen.

Jan:

Dann kommt man nämlich zum zweiten Punkt, nämlich auch hier Zeiteinsatz oder System. Das eine ist, dass ich halt in 1 Sache gut bin, ja, aber das auch nicht, sag ich mal, einerseits irgendwie gegeben zu nehmen und und da dabei stehen zu bleiben, sondern dann halt eben auch mit entsprechendem Zeiteinsatz reinzugehen und es halt irgendwie wieder jeden Tag zu tun, immer wieder weiter voranzutreiben, mich weiterzuentwickeln, aber auch Möglichkeiten zu schaffen, ne. Das spielt natürlich auch unheimlich mit rein. Also Du selbst bist selbstständig, ne, so Ich bin bei uns in der in der Geschäftsführung tätig und wir wir kennen auch im Umfeld Menschen, die und die Unternehmer sind und wenn man sich das anguckt, wie der Workload ist oftmals bei bei Unternehmern gegenüber jetzt einem normalen Arbeitsvertrag mit 40 Stunden oder sowas, dann wird man feststellen oftmals, dass der Arbeitseinsatz höher ist als 40 Stunden, ne? Ja.

Jan:

Also, der Arbeitseinsatz sehr hoch ist, dass irgendwie die Dinge auch verschwimmen miteinander, ne? Also, es ist Arbeitszeit, klar, aber man ist vielleicht abends auf Veranstaltungen, ne, tauscht sich aus mit anderen Leuten und und kriegt eigentlich überall so die Impulse. Man denkt immer unternehmerisch, man denkt immer in Möglichkeiten, also man hat eigentlich viel, viel mentalen Zeiteinsatz für diese Themen und über diese dieses Volumen an an an Zeiteinsatz ist es natürlich auch so oder über dieses Volumen kommt's natürlich auch dazu, dass man einfach mehr Möglichkeiten hat und generiert, Ja. Also die halt einfach über die Statistik dann reinkommen.

Björn:

Ja. Und es ist als Du hast das Selbstständigsein angesprochen und es ist tatsächlich ja auch an alle Selbstständigen da draußen so und das wird jetzt jeder, der selbstständig ist, nachvollziehen können. Losgelöst davon, dass man mehr arbeitet, weil man selber für sich arbeiten muss, ne, und dann vielleicht auch mal tatsächlich zu unmöglichsten Zeiten mitten im Urlaub irgendeinen einen Call hat oder ein ein Meeting hat, weil es einfach nicht anders ging und es sonst geschäftsschädigend wär, wenn man das nicht wahrnehmen würde. Losgelöst davon ist es natürlich als als Selbstständiger so, dass man permanent in seinem Kopf seine Selbstständigkeit hat. Dass man permanent sich damit beschäftigt, was kann ich noch, wie kann ich's optimieren?

Björn:

Also in meinem Kopf rattert das die ganze Zeit. Deswegen fällt's mir zum Beispiel auch sehr schwer im Urlaub und ich find, das ist anderes Thema auch für den Strukturteil, nämlich wann sind die Auszeiten und wie gestaltet man die, damit man wieder runterkommt und auch mal wieder Energie auftankt. Mhm. Also mir persönlich zum Beispiel, für mich war's sehr schwierig zu Beginn meiner Selbstständigkeit in den wirkliche Auszeiten zu nehmen. Ich hab dann schon gemerkt, was ich in Auszeiten definitiv brauche, nämlich möglichst weit weg.

Björn:

Ne, also völlig anderen Kontext, in dem ich dann auch wirklich schwierig erreichbar bin und auch andere für mich unerreichbar werden oder schwieriger erreichbar werden, weil das dann dazu führt, dass ich meinen Kopf auch wirklich abschalte und bisschen bisschen von dieser Selbstständigkeit auch distanzieren kann. Aber das find ich wichtigen Teil zur Struktur, also nicht nur hier Selbstmanagement, das große Modethema der zumindest letzten Jahre. Ich glaub, das ist grade wieder son bisschen auf dem Rückweg, dass das dass alle von Selbstmanagement sprechen und schreiben. Losgelöst davon, ne, wie strukturiere ich meinen Tag, wie priorisiere ich richtig? Was ist wichtig, was ist nicht wichtig?

Björn:

Was ist eilig, was weiß ne, Eisenhauer, Matrix und das Ganze, was dann immer runtergebetet wird, ist es, glaube ich, auch großer Teil dieser Struktur, sich zu überlegen, wie halte ich die Balance? Wo kriege ich Energie wieder zurück? Wo steck ich sie wann wie rein? Mhm. Ist, glaube ich, sehr elementarer Bestand.

Jan:

Ja. Genau und die die Also hier sind wir auch in diesem in diesem Zeitfaktor natürlich auch in dem Das ist ist auch son Stück weit der Massefaktor, ne, also oder Volumenfaktor. Wenn ich halt einfach viel Zeit investiere, dann dann produziere ich mehr Output, ich produziere mehr Gelegenheiten, ich hab mehr Möglichkeiten für Feedback, ne. Hab mehr Möglichkeiten zu lernen. Ich erhöhe die Anzahl der der Versuche, etwas zu tun, auch Versuche, die vielleicht nicht gelingen, ne, aber über die Statistik schaffe ich's dann im Prinzip auch immer mehr oder schaffe ich auch immer mehr Möglichkeiten, die zu einem Erfolg führen können.

Björn:

Ja, ja. Genau, richtig. Ja. Ja, und die Möglichkeiten kommen woher?

Jan:

Ja, die kommen aus unterschiedlichen Bereichen, da haben wir eine eine eine galante Überleitung.

Björn:

Ja, Aber

Jan:

ein ein wesentlicher Faktor in dem Zusammenhang ist natürlich auch das Netzwerk, ne, weil wir funktionieren als Menschen noch, ich bin ja mal gespannt, das ist auch noch mal Thema vielleicht für die Zukunft auch noch mal, so strategischer Blick KI, ja und wie das auch auch Einfluss haben wird, aber wir funktionieren ja als Menschen untereinander und am Ende entscheiden immer Menschen noch in Unternehmen darüber, wer sich wo durchsetzt, wer auf welche Position kommt, ne, mit wem man Geschäfte macht. So und das heißt, das Netzwerk ist unschlagbar und das das, was Interessantes ist, natürlich gibt es mittlerweile genug oder sehr, sehr viele auch gesetzliche Regulierungen, ne, die versuchen insbesondere diesen Netzwerkfaktor Stück weit auszuhebeln und zu Gerechtigkeit zu kommen oder zu Gerechtigkeit zu führen, ne. Also wenn man so was hat wie Ausschreibungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind, wo quasi nach bestimmten Faktoren dann entschieden werden soll oder es gibt ja auch beispielsweise im HR Bereich auch eine Bewegung, die sagt, na, bei Bewerbungen sollst Du eigentlich kein Foto mit einreichen, weil es soll eigentlich nicht nach biologischen Merkmalen da entschieden werden, sondern rein auf auf Basis der Faktenlage. So und machen wir es uns nicht oder machen wir uns nichts vor, das ist alles von der Sache her richtig, aber wir Menschen funktionieren so, dass es einen Einfluss hat, ne.

Jan:

Also wie ob wir jemanden sympathisch finden, ob wir jemanden kennen, ob wir irgendwo Vertrauen haben, ne? Und das kommt eben über das Netzwerk und da gibt's ja unter anderem eine, wie ich finde, sehr, sehr interessante Theorie, die ist aus, ich meine irgendwie den den den Siebzigern, Marc Grenovetter aus den USA, der der hat geschrieben über die Stärke schwacher Verbindungen im Sinne von, es ist eigentlich so, wir alle haben ja zum Beispiel Netzwerk, enges Netzwerk, ne, von von Freunden, ne. Also Du hast irgendwie eine Handvoll sehr, sehr guter Freunde. So und mit denen teilst Du alles und so weiter und so fort. Und diese sehr, sehr guten Freunde sind aber statistisch gesehen, bieten dir die ja jetzt ehrlicherweise, auch wenn die irgendwie talentiert sind und toll und so weiter, aber auch nicht endlose Möglichkeiten, dich irgendwo zu vernetzen, ne, sondern es sind dann halt eben diese 5, zu denen Du eine enge Beziehung pflegst.

Jan:

Jetzt gibt's aber verbindende Elemente, Netzwerkelemente, die dazu führen, dass Du halt irgendwo eine Art von von Grundvertrauen hast oder sagst, na ja, irgendwie sind wir miteinander verbunden. Und das können unterschiedlichste Dinge sein. Das kann sein, dass es eine Herkunft ist, ne. Man kommt irgendwie aus der gleichen Stadt oder man kommt irgendwie aus der gleichen Gegend, ne. Und Du triffst halt irgendwo einen Also 2 Berliner treffen sich irgendwo in München und sagen, ja gut, wir sind 2 Berliner, ne?

Jan:

Und natürlich verstehen wir uns gut. So, klischeemäßig würde man das wahrscheinlich eher über die Bayern sagen, irgendwo anders, ne? Dass dass dass dass die das dann gut miteinander können. So, das kann eine Möglichkeit sein, aber es könnte ja auch andere Themen sein wie Sport, ne. Also Fußballbegeisterte werden immer zueinander finden, ne.

Jan:

Raucher werden immer zueinander finden und sich halt irgendwo verletzt austauschen. Und dann gibt's da ganz viele Dinge und die sind oftmals gar nicht so bewusst und die gehören halt auch mit dazu. Das sind auch Netzwerke, die halt irgendwo lebensprägendem Charakter haben. Das können sein Internatsbeziehungen, ne. Wer war wo auf einem Internat?

Jan:

Wer hat wo Wer hat wo Wer war wo in welcher Studentenverbindung, ne? War man in 1 Studentenverbindung und spricht daher die gleiche gleiche Sprache? Und das sind dann auch teilweise Netzwerke und das ist vielleicht auch ganz interessant, finde ich. Da gibt es dann eben Dinge, die sind Also Netzwerke sind teilweise auch exklusiv, die sind ausschließlich anderen gegenüber. Und da gibt es Netzwerke, zu denen kann jeder Mensch mit, sag ich mal, mit irgendwie Fleiß, Lust oder wie auch immer kann da Zugang zu erlangen, ne, aber es würd Unterschied geben, ob Du die Möglichkeit hattest, vorm Elternhaus irgendwo auf 1 Privatuni zu studieren und Du kennst diese Leute da und da sind sind ganz, ganz viele Menschen aus Unternehmerhaushalten, Managerhaushalten oder wie auch immer, ne.

Jan:

Oder das ist nicht so und Du hast halt eben bei Fachhochschule Hinter Tupfingen, die fachlich total super ist, ne, aber da hast Du halt irgendwie mit allen aus den Dörfern links und rechts halt zusammen BWL studiert. Das kann einen Unterschied machen. Das heißt nicht, dass das immer so ist, aber das ist ein Faktor mit dabei und das ist doch auch erstaunlich, wenn man sich auch große Unternehmer anschaut, große Unternehmen anschaut, wie diese Netzwerke dann miteinander in Verbindung stehen und das Sache dabei ist halt, wie wie bei so vielen Dingen im Leben, man muss akzeptieren, dass das nicht abschließend gerecht ist und da haben auch nicht alle die gleichen Ausgangsvoraussetzungen. Ich sag nicht mal Also ich sag auch nicht, dass das jetzt gut oder schlecht ist an der Stelle, sondern man muss einfach erst mal feststellen, es ist unterschiedlich.

Björn:

Ja. Ich glaub, das ist eine Aufgabe jetzt im Angestelltenverhältnis dann für die für Vorgesetzte, dass die versuchen, wenn zum Beispiel neue Leute kommen, dass auch neue Leute einen fairen Zugang zum Firmennetz Werk haben oder zum Konzernnetzwerk, wenn das jetzt eine größere Firma ist, so was. Schönes Beispiel, auch das wieder aus meinem Leben. Ich weiß, dass alte Kollegen von mir hier zuhören, ne, deswegen ich hoffe, ich trete da jetzt niemandem auf die Füße. Aber als ich an einem Theater neu ins Ensemble kam, da kam ich mit paar Leuten, 2, glaube ich, wir waren so dritt insgesamt, neu ins Ensemble und wir fühlten uns ausgeschlossen, wir 3, Weil alle anderen, die da waren, ein neues einen Neustart zusammen mit der aktuellen Intendanz gehabt haben.

Björn:

Also die sind quasi alle zusammen neu dahin gekommen und das war eine ganz verschworene Truppe. Und das ist ja auch in Ordnung. Nur die haben uns überhaupt keinen Zugang ermöglicht. Und das war tatsächlich und damit ist das ist eigentlich Beweis für die Theorie, wie wichtig das ist. Das hat uns also eigentlich verwehrt, uns da adäquat weiterzuentwickeln, weil alle Gespräche, die irgendwie besetzungsrelevant waren oder so, fanden ohne uns statt.

Björn:

Ne, abends so beim Zusammenhängen irgendwo, wenn wir nicht dabei waren. Und da wurden wir gar nicht gefragt, weil wir halt nicht Teil dieser Gruppe waren. Und das war eine ganz absurde Situation, weil wir wurden ja engagiert, ne. Aber wir waren halt nicht Teil dieser dieser Geburtsgruppe, man das so nennen möchte. Und das ist das ist etwas, was wir gar nicht ändern konnten.

Björn:

Wir haben's zwar damals krampfhaft versucht, mit meinem Wissen von heute und meiner etwas gewachsenen Reife weiß ich auch, das hätte ich sehr wahrscheinlich einfach bleiben lassen können, da Energie reinzustecken. Aber das ist schönes Beispiel dafür, wie wichtig das ist, erst mal sich selber klarzumachen, dass es Netzwerke gibt, wo die exklusiv sind, wo man gar nicht Dann vielleicht auch auf der anderen Seite für Menschen, die in solchen Netzen hängen, wo jemand vielleicht integriert werden müsste, auch darauf zu achten, dass er integriert werden sollte. Und selber auch noch mal in Erinnerung daran, dass wie wichtig es ist, diese Netze am Leben zu halten, in denen man ist. Ja. Vielleicht dazu auch noch ein Gedanke, den ich gerade hatte.

Björn:

Das braucht Zeit. Da sind wir wieder bei der Thema beim Thema Struktur. Dieses Vernetzen ist ein Prozess, der geht über Jahrzehnte. Und ich weiß jetzt nicht, in wie vielen Jahren meiner Selbstständigkeit bin ich jetzt, jetzt wir, siebtes Jahr, verflixstes siebtes Jahr. Und ich war überhaupt nicht vernetzt am Anfang, ne.

Björn:

Also das ist einfach so, ich bin da völlig kalt, fast völlig kalt in was reingestolpert, wo ich noch überhaupt keine Vernetzungen hatte. Und das kann man halt auch nicht über Nacht herstellen. Da kann man auch 1000 Leute auf Link in und Co anschreiben. Das macht ja kein gutes Netz. Ja, das ist das ist eine Sache, die wächst über Zeit.

Björn:

Und ich merke jetzt so, wie sich das rentiert, da immer wieder neue Kontakte zu pflegen, aufzubauen, zu verknüpfen, offen zu sein für für neue Kontakte und Menschen und weil dann entwickelt sich auch so was wie Netz und das braucht einfach Zeit.

Jan:

Ja. Also das ist Thema, mein mein Großvater, ne, der hatte mir immer gesagt, als ich jugendlich war, das Netzwerk ist ganz wichtig und Du musst in das Netzwerk investieren. Ich hab mir immer gedacht, ja, was soll das denn bringen, ne? Also ich bin halt irgendwie Jan aus Wilhelmshaven, ne, so und das interessiert doch niemanden und die Leute, die ich kennenlerne, die mit mir da irgendwie studieren, ja, Mensch, ne, was sollen die mir da irgendwie netzwerkmäßig bringen? Das war so zu dem Zeitpunkt.

Jan:

Ich hab das mit der Zeit Also ich war schon sehr netzwerkorientiert immer. Ich bin auch in irgendwie in zig Vereinigungen und so und ich hab da auch Spaß dann. Ich mag das auch irgendwie herauszufinden, wie unterschiedliche Zirkel miteinander interagieren und und mag das auch gerne so zwischen den Welten hin- herzuspringen, Aber ich hab das erst viel später realisiert, ne, wie kraftvoll Netzwerke eigentlich sind, ne. Und von daher, da kann man, glaube ich, nicht früh genug anfangen, das zu tun. Und wichtig ist aber auch hier dabei, bei solchen Sachen, es darf aus meiner Sicht nicht intentiös sein, ne, im Sinne von, dass man irgendwie zweckbezogen irgendwie da versucht, irgendwas rauszuziehen, sondern wichtig ist eigentlich, ne, aus meiner Sicht auch, unabhängig davon, dass man dann vielleicht halt irgendwie das gleiche Etikett, das gleiche Netzwerk oder wie auch immer hat, aber dass man ein aufrichtiges Interesse am Gegenüber hat

Björn:

Ja, richtig.

Jan:

Einerseits und andererseits, dass man auch selbst verlässlich ist, ne. Also das ist eben auch der Punkt, dass auch ein Netzwerk muss lernen, auf dich kann man sich verlassen.

Björn:

Ja, genau. Das ist genau das Gegenteil von dem, was so auf LinkedIn passiert zum Beispiel. Ich hab das Beispiel eben genannt. Ich glaube auch, dass LinkedIn eine sehr wertvolle Plattform ist, auch für Netzwerke, Netzwerke aufzubauen. Aber jeder, der auf LinkedIn ist, kennt ja diese, also ich weiß nicht, ob das jedem so geht oder nur Selbstständigen, aber jeder Selbstständige kennt das definitiv, Ja.

Björn:

Dass man da Nachrichten kriegt, so Vernetzungsanfragen, ne und dann stimmt man der Vernetzung zu und dann kriegt man sofort sofort einen Pitch. Also es ist wirklich Ja. Ne, die erste die erste Nachricht danach ist dann sofort ein Pitch. Die sind bei mir dann sofort wieder raus.

Jan:

Ja. Vielleicht erklärst Du mal kurz, was Pitch ist, weil vielleicht auch nicht jeder irgendwie in diesem

Björn:

Bild unterwegs ist. Die kriegt man kriegt also sofort irgendein Verkaufsangebot. Also man es wird einem irgendwas nahegelegt, ne. Hier ich mach deine Website toll oder ich sorg dafür, dass Du mehr Aufträge hast oder ich mach dein Marketing oder irgendwie sowas. Und das ist genau das, was das das Gegenteil von dem auslöst, was es eigentlich meint zu bezwecken, nämlich das ist keine Vernetzung, sondern das ist eher, das ist eine Werbeaktion.

Björn:

Und das ist ja definitiv hiermit nicht gemeint, wenn wir von Netzwerken sprechen.

Jan:

Genau. Genau und dann gibt's natürlich, also auch bei LinkedIn, ne, zum Beispiel, also ich glaub auch, dass irgendwie dieses stumpfe jemanden als Kontakt hinzufügen und dann irgendwie versuchen, was zu verkaufen, das ist irgendwie jetzt nicht sonderlich erfolgsversprechend, ne. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass Du auch über LinkedIn, wenn Du tatsächlich mit wertvollem Inhalt, ne, immer wieder Vertrauen aufbaust, Expertise aufbaust und so weiter, dass das eben auch dazu führen kann, dass Du innerhalb des Netzwerks wahrgenommen wirst und auch als kompetent wahrgenommen wirst und dass sie eben auf die Zukunft. Das ist auch eine Form von von Netzwerkmarketing, aber das ist quasi die die eine, sage ich jetzt mal, etwas indirektere Form, ne? Und das andere ist ja, dass ich tatsächlich mit menschlicher Interaktion mich halt eben in einem Netzwerk befinde und entwickle, Genau.

Björn:

Ja, aber ich glaube, das ist das Entscheidende, dass wir genau das meinen, ne. Also dieses das menschliche, das langsam aufbauen 1 Netzwerks, auf das man sich verlassen kann, das sich auf einen verlassen kann und nicht dieses aggressive Marketing, was einem sonst auch häufig in diesen Netzwerken begegnet.

Jan:

Genau. Jetzt

Björn:

kommt der vierte Teil und den finde ich besonders spannend, nämlich, wie hast Du

Jan:

es genannt, das Glück und der Zufall. Genau. Ja. 1 aus meiner Sicht in dieser ganzen Formel am wenigsten wertgeschätzter Faktor, ne, weil der so viel ausmacht. Du kennst den Survivalship Bias, ne, dass man ja quasi sich immer anschaut, also wir schauen uns quasi die erfolgreichen Menschen an.

Jan:

Also nehmen wir jetzt mal einen Jeff Bezos oder Elon Musk und so weiter. Die guckt man sich an und schaut, warum sind die erfolgreich? Leitet man quasi die ganzen Eigenschaften von denen ab oder was sie getan haben und sagt, guck mal, das ist das, was zum Erfolg geführt hat.

Björn:

So. Das ist ja auch das, womit dann Marketing gemacht wird. Von manchen von manchen Ich ich würde jetzt, wir machen ja keine Videoaufzeichnung bei dem Podcast, aber wenn man's machen würde, würde man jetzt sehen, dass ich Gurus in Ja. Mit Gänsefüßchen Ja. Was so bestimmte Coachinggurus predigen, nee, Du musst es genauso machen wie die oder wie ich und dann wirst Du supererfolgreich, ja.

Jan:

Genau. So und und tatsächlich gibt's aber wahrscheinlich Tausende Menschen mit 1 ähnlichen Geschichte, mit ähnlichen Handlungen, die sie getan haben, mit ähnlichen Entscheidungen, die aber gescheitert sind. So, aber wir schauen uns Wir sehen nur diejenigen, die überlebt haben, ne, die Unternehmen, die überlebt haben und schlussfolgern daraus, dass das das richtige Verhalten ist und dass da eben der Erfolg herkommt. Und ein wesentlicher Anteil ist aber eben auch das Thema Glück oder Zufall, ne. Ich hab vor paar Tagen Interview gehört mit aus dem OMR Podcast auf Empfehlungen von von Geschäftspartner und Freund mit dem Sebastian Kurz aus Österreich, so, der ja auch, also mal sehr widersprüchlich diskutiert wird in der Öffentlichkeit, aber es war, fand ich, ein ein sehr interessantes Interview und jetzt kann ich auch nicht das dabei sagen, ist das jetzt irgendwie auch tendenziös oder nicht, ne, oder gab's da eine Intention dahinter, warum er das so gesagt hat, aber die Kernaussage war eigentlich, na ja, also er war mehr oder minder irgendwie 'n ganz normaler Jugendlicher aus ganz normalen Familie, ist immer gerne unter Menschen gewesen, war politisch gar nicht so übermäßig interessiert.

Jan:

Das kam dann irgendwann und ist dann mehr oder minder durch Zufall beziehungsweise weil ihn jemand da nominiert hat für das Amt des Staatssekretärs, in das erste Amt reingerutscht, wollte eigentlich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht so richtig. Dann hat das alles seinen Lauf genommen und da war ganz viel Zufall mit dabei. Das sagt er und auch jetzt, er ist ja mittlerweile auch Mitgründer von Unicorn, ne, also von Start-up mit Bewertung von über 1000000000 Euro. Und auch da sagt er, da war ganz viel Zufall mit dabei und hat das auch beschrieben, ne, also wie er quasi mit seinen Co Foundern, die jetzt zusammen das Unternehmen gegründet haben, zusammengekommen ist. Und und das ist halt eben der der Punkt, ne, also auch eine solche politische Karriere hätte oder eine Karriere wie seine hätte vielleicht auch vorbei sein können, ja?

Jan:

So. Oder aber Du kommst halt irgendwie mit den Leuten zusammen und und und und bist irgendwie zur richtigen Zeit am richtigen Ort und entwickelst sich dementsprechend. Ich hab auch 'n anderen Freund, der ist mittlerweile jetzt schon im Ruhestand, ne, so. Und der hat der hat wiederum einen Wegbegleiter, einen einen Freund aus aus seiner Karriere. Die haben ganz, ganz viele Schritte zusammen gemacht und irgendwann ist der eine links abgebogen und der andere rechts.

Jan:

Aber die hatten eigentlich gleiche Voraussetzungen. Und er hat eine tolle Karriere gemacht, also wirklich eine tolle Karriere und der andere hat eine herausragende Karriere gemacht. Und der und der Faktor dazwischen war Glück, Zufall, ne, dass der eine zu dem Angebot ja gesagt hat, der andere zu dem. Und das sollten wir uns auch bewusst machen, dass wir zwar, wir können tagtäglich alles geben, ja. Wir können Fleiß reinstecken.

Jan:

Wir können Zeit reinstecken. Wir können in unser Netzwerk investieren. Am Ende des Tages gibt es aber einen Faktor, den können wir nicht beeinflussen, ne? Sind wir gesund? Treffen wir die richtigen Menschen zur richtigen Zeit?

Jan:

Sind wir dann grade so drauf, dass wir etwas auch realisieren können? Und das kann darüber entscheiden, ob Du ganz, ganz oben mitspielst, ne, oder ob Du im oberen Mittelfeld mitspielst und das liegt nur bedingt in unserer Hand.

Björn:

Ja, Du sagst Und das bedingt, das find ich gut, weil da hätte ich nämlich jetzt was zu zu sagen, wenn ich kurz darf. Ja, das liegt nur bedingt in unserer Hand. Ich glaube aber, eine ganz wesentliche Voraussetzung ist, dass man solche Momente wahrnimmt. Ja. Dass man wahrnimmt, wann sich eine Gelegenheit bietet.

Björn:

Und jetzt kommt noch anderer Faktor hinzu, der, glaub ich, sehr wichtig ist, dass man den Mut hat, diesen diese Chance oder diesen Glücksmoment zu nutzen. Mhm. Das ist dann, glaube ich, schon noch etwas, was wir steuern können. Das bisschen, was wir steuern können, dass wir es erstens wahrnehmen und dass wir es dann tatsächlich auch versuchen. Und nicht uns durch Angst vorm Scheitern oder durch das, was andere sagen, ne, ist viel zu groß für dich oder irgendwie so was, davon abbringen lassen.

Björn:

Also ich gebe dir total recht. Das ist 'n ist 'n wesentlicher Punkt, ganz wichtiger Punkt, dass man Glück hat, dass man Chancen hat, aber man muss es halt auch wahrnehmen und dann auch wirklich nutzen.

Jan:

Und und das das ist dann aber, finde ich, eben auch noch mal der Punkt, den man sich klarmachen muss. Und wenn Du dein Leben lang auf etwas hinfieberst, hinarbeitest, fast zwanghaft, mit dem Ziel, es ganz nach oben zu schaffen und Du schaffst es nicht, ne. Dann dann fängst Du vielleicht an zu zweifeln und sagst, na ja, irgendwie, ich ich hab's nicht gepackt, ich bin nicht gut genug, wie auch immer, ne. So. Und gleichzeitig kann es sein, dass dass Du es einfach nur mit etwas Zufall, ne, irgendwie eine Tür weitergegangen oder wie auch immer, hättest Du es vielleicht geschafft, ne.

Jan:

Und genauso kann's sein, dass jemand, der weniger dafür gegeben hat, ne, durch eben diesen glücklichen Zufall genau dahin kommt, ne, obwohl die Person vielleicht gar nicht so talentiert ist und so weiter und so fort, ne. Einfach weil dieser andere Faktor in der Formel in diesem Fall einfach deutlich mehr einsteckt, so.

Björn:

Ja. Andersrum könnt man ja auch sagen, wenn man, Du hast grad eben gesagt, wenn man auf etwas hinarbeitet, ne, so zwanghaft und mit Scheuklappen, auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet, dann macht man sich ja auch den Blick sehr eng und sieht vielleicht gar nicht, was für Möglichkeiten am Wegesrand so stehen. Wenn man meint, es muss auf einem bestimmten Weg sein und es muss ein bestimmtes Ziel sein,

Jan:

Ja.

Björn:

Kann es ja hinterher sein, dass man eine unfassbare Gelegenheit verpasst, weil die einem grade nicht ins Konzept passt, weil das etwas ist, was man nicht vorhergesehen Und deswegen, ne, der den Blickweiten und Wahrnehmen.

Jan:

Ja, richtig. Und und was ich halt wichtig finde, man sollte man sollte es natürlich irgendwie immer schwieriger Satzeinstieg, ne, aber meine Perspektive darauf ist die, dass dass es gut ist, halt irgendwo auch immer bisschen Leichtigkeit in der Sache zu bewahren, Na, also zu sagen, ich schaue, was ich an Einsatz geben möchte in Summe, ja, ohne irgendwie auch die anderen Aspekte in meinem Leben zu vernachlässigen, die mir die mir wichtig sind, ne? Und in einem gewissen Rahmen setze ich mich für etwas ein und und versuche auch etwas zu erreichen, aber ich akzeptiere auch einfach den Fakt, dass es unkontrollierbare Dinge gibt, die darauf die darauf auch einen Einfluss haben. Und entweder ist es dann auch so, dass dann mal etwas Positives mit mit dabei passiert und dass ich das dann auch genießen kann und genießen darf und auch annehmen darf, ne. Aber ich muss auch nicht an an mir selbst und meine eigene Existenz anfangen zu zweifeln, wenn halt eben auch Faktoren so durchschlagen, es halt eben nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, sondern das gehört halt auch mit dazu.

Jan:

Ich glaube, wichtig ist und das vielleicht noch mal Thema für eine andere Folge, ja, dass man immer wieder aufsteht, immer wieder weitermacht, ja, und immer schaut, was der nächste Tag zu bieten hat.

Björn:

Ich find, das ist tolles Schlusswort. Ja. Also, ich glaub, wir haben die auf Volksmonel ganz gut zusammengefasst. Es gibt da schon so 3 Komponenten, die man unbedingt beachten sollte und eine vierte, die man größtenteils akzeptieren muss und das ist das Glück und der Zufall. Momente muss man nur richtig wahrnehmen.

Björn:

Ja, diese Folge erscheint kurz vor Weihnachten 2025. Vielleicht bisschen was Anregendes zum Nachdenken zwischen den Jahren und als Einleitung für ein für euch hoffentlich gesundes und erfolgreiches 2026. Jan, wir versprechen, dass wir uns bemühen, wieder öfter zu veröffentlichen. Tun wir das?

Jan:

Absolut, ich bin dabei und hoch motiviert und hoffe, dass das auch unsere Terminkalender sind im neuen Jahr.

Björn:

Ja, das müssen wir dann besprechen, wenn die Mikros aus sind beziehungsweise wenn die Aufnahme beendet ist. Wir bedanken uns, dass ihr heute vielleicht wieder zugehört habt, auch wenn die Pause wirklich sehr, sehr lang war. Kontaktinfos wie immer unter den Shownotes. Unten in den Shownotes, nicht unter den Shownotes, unten in den Shownotes. Wir bedanken uns fürs Zuhören.

Björn:

Wir sagen bis nächstes Jahr definitiv und von meiner Seite aus auch noch mal frohe Weihnachten.

Jan:

Ja, dem kann ich mich nur anschließen. Frohe Weihnachten, alles Gute für das neue Jahr und auf Wiederhören.

Musik:

Coach und Coach. Eine Reise durch die Welt des Coachings. Der Coaching Podcast mit Björn Burach und Jan Gustav Franke.