Gentlemen InVests

„Über Geld spricht man nicht" – das hört man in Deutschland überall. Aber was kostet uns dieses Tabu wirklich? Mark und Tim sprechen über Neidkultur in Deutschland und warum du deinem Berater gegenüber offen sein solltest – auch wenn es sich komisch anfühlt.

Kapitel:
00:00 – Intro & Begrüßung
00:13 – Über Geld spricht man nicht – aber warum?
05:13 – Neidkultur: Die Audi A3 Geschichte
08:11 – USA vs. Deutschland: Was Offenheit bringt
10:07 – Aus der Praxis: Wenn Kunden schweigen
14:44 – Die Schließfach-Dame
16:49 – Fazit: Finanzielle Bildung beginnt mit Reden

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Dieser Podcast dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Die Inhalte stellen keine Anlage-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung dar und ersetzen diese nicht. Alle Aussagen sind allgemeiner Natur. Für individuelle Beratung wendet euch bitte an einen zugelassenen Fachmann.

Was ist Gentlemen InVests?

Gentlemen InVests – Der Podcast für moderne Gentlemen mit Zielend.
Der Finanzpodcast für alle, die ihr Geld smart anlegen wollen – ohne Fachjargon, ohne Umwege. Mark Kulpa und Tim Hauenstein sprechen über Geldanlage, ETFs, Versicherungen und den Weg zur finanziellen Freiheit: ehrlich, direkt und auf den Punkt. Ob Einsteiger oder erfahrener Investor – hier bekommst du praxisnahe Strategien, die wirklich funktionieren.

Willkommen bei Gentlemen InVests, der

Kanal für moderne Gentlemen mit Zielen.

Und heute sprechen wir über...

Über Geld spricht man nicht, aber genau

das ist auch das Thema

heute. Warum eigentlich nicht?

Eine berechtigte Frage, ne?

Ist aber auch die Frage, um da direkt mal

einzusteigen, ist das so ein Problem hier

in Deutschland oder ist das weltweit?

Ich kann es natürlich nicht für jedes

Land der Welt so beurteilen, aber in

Deutschland zumindest würde ich

behaupten, über Geld spricht man nicht,

ist schon so bei den Leuten eingebrannt.

Über Geld spricht man nicht, Geld hat

man, sagt man ja immer, ne?

Genau, tatsächlich als

Kind kannte ich das gar nicht.

Ja, also ich wurde anders da irgendwie

auferzogen, sage ich mal, ne?

Ich tatsächlich auch interessanterweise.

Also wir haben in der Familie eher offen

über das Thema gesprochen.

Ja, man hat genau immer darüber

diskutiert, so hey, das können wir uns

jetzt vielleicht leisten, das andere

vielleicht nicht oder keine Ahnung, das

war immer so ein Thema, da muss ja in der

Familie irgendwie, muss die Gruppe

Bescheid wissen, wie der Status ist.

Das war so, wie ich aufgezogen worden bin

und irgendwann dann, ich glaube, das war

eine Ausbildung oder sowas, dann habe ich

da jemanden mal

gefragt, hey, was verdienst du?

Ja, Geld spricht man nicht.

Dann ist man so richtig vor den Kopf

gestoßen in dem Moment, wo man so denkt,

ich habe schon nichts Schlimmes gefragt.

Genau so habe ich mich auch gefühlt, ja.

Und ich glaube, das ist tatsächlich, zu

deiner Frage, ich glaube, das ist

tatsächlich so ein

deutsches, typisch deutsches Problem.

Es gibt bestimmt bei

anderen Ländern auch, aber...

Ja, ich möchte auch gar nicht jemanden

verurteilen, der das irgendwie so sieht

oder da judgen, der sagt, über Geld

spricht man nicht, sehe ich auch so.

Also, bestimmt haben die Leute auch ihre

Gründe, wieso sie über Geld nicht

sprechen wollen, aber ich persönlich kann

es halt wenig nachvollziehen.

Also vielleicht fühlt sich gerade einer

ertappt hier und sagt, ja, sehe ich auch

so, über Geld spricht man nicht.

Dann mal ganz mutig hier in die

YouTube-Kommentare oder in die

TikTok-Kommentare, was auch immer.

Warum sagt ihr, über

Geld spricht man nicht?

Und das seht ihr auch so.

Oder warum sagt ihr, nee, sehe ich

anders, ich habe da auch eher

eine andere Mentalität dazu.

Auch das wäre interessant zu wissen.

Genau.

Weil ich glaube, das ist einerseits zwar

so dieses, ich möchte nicht, dass er

vielleicht mitbekommt, dass ich mehr

verdiene für die

gleiche Arbeit oder sowas.

Also dieses...

Gleichberechtigung meinst du?

Gleichberechtigung, dass das alle im

Unternehmen ja ungefähr das Gleiche

leisten und verdienen sollten.

Und dann habe ich vielleicht einen

besseren Preis

ausgearbeitet beim Arbeitgeber.

Also ein besseres Gehalt.

Ja.

Und ich möchte das

nicht irgendwie preisgeben.

Gleichzeitig habe ich auch schon öfters

gehört, dass sogar Arbeitgeber das so mit

den Angestellten weitergeben und sagen,

hey, bitte unter anderem dann nicht über

irgendwelche Löhne reden oder sowas.

Damit dann nicht so eine Unstimmung oder

Neidkultur, irgendwie so

negative Gefühle dann reingraben.

Und auf der anderen Seite, wenn keiner in

der gleichen Firma weiß, wie viel der

andere dann verdient, dann kann man die

Leute ja eigentlich besser steuern.

Aber auch besser verarschen.

Genau.

Ja, weil die tauschen sich ja nicht aus.

So wird es ja irgendwann, was weiß ich,

okay, du verdienst 200,

300 Euro mehr wie ich.

Warum?

Wir machen doch den gleichen Job.

Das fliegt ja dann nicht auf.

Wenn jeder sagt, über Geld spricht man

nicht, dann spricht man nicht drüber.

Und das ja nur bei Angestellten, bei

Selbstständigen, die vielleicht sehr viel

verdienen, habe ich das

Gefühl, da ist es oft nicht so.

Da wird dann vielleicht sogar geprotzt.

Ja, also ja, die Leute, die mehr auf dem

Konto haben, die sagen dann ab und zu mal

so, ey, diesen Monat habe ich so und so

viel Umsatz gefahren.

Ein richtig guter Monat oder sowas.

Also da ist so die

Erfahrung auf meiner Seite.

Ihr könnt natürlich auch hier, die

Zuhörer können dann gerne mitkommentieren

und ihre eigene Meinung dann mal

präsentieren oder Erfahrung.

Aber ich finde tatsächlich, die Leute,

die mehr auf der Tasche haben, die sagen

auch offener, so wie

es denen gerade geht.

Also das ist tatsächlich

irgendwie so ein Faktor.

Ja, ich glaube, das ist

aber die menschliche Natur.

Also jemand, der, obwohl, da gibt es aber

auch wieder Unterschiede.

Leute, die dann wieder sehr reich sind,

die sagen dann vielleicht auch wieder,

über Geld spricht man nicht, weil die

wollen vielleicht nicht, dass man weiß,

wie reich sie eigentlich sind.

Ja, okay, genau.

Weil da ist was zu holen, da ist

vielleicht jemand

auszurauben oder da, ne.

Also ich verstehe schon die Vorsicht der

Leute, wenn ich jetzt vielleicht extrem

reich bin, dass ich

damit nicht so protzen will.

Genau, also klar, wenn ich richtig rich

bin, dann sage ich auch nicht, ey, guck

mich an, ich habe

Millionen auf dem Konto.

Ja.

Weil es gibt genug böse Menschen auf der

Welt, die dann von

mir was abhaben möchten.

Das ist natürlich klar.

Aber gerade so in dieser Arbeitskultur,

wie wir das hatten, dass man da schon von

Anfang an sagt, ey, wir

reden da nicht über Geld.

Und dann hast du ja auch, ja, kannst auch

keine, keine, keine, sag ich mal, du hast

auch gesagt, dass man lässt sich noch ein

bisschen steuern vom Arbeitgeber.

Du hast ja auch keine Kontrolle dann

darüber, was deine

Arbeitskraft wirklich wert ist.

Es ist aber auch, genau, es ist keine

Kontrolle, aber es ist auch nicht nur

dieses Thema in Deutschland, finde ich,

über Geld spricht man nicht.

Es ist auch, ich finde, wir haben so ein

bisschen so diese Neidkultur oftmals.

Ja, ja.

Und dann war es auch eine Limousine.

Also eigentlich, wir reden jetzt nicht

von irgendeinem Lamborghini, das war

jetzt kein

Sportwagen, es war ein Audi A3.

Gut, er war neu, er war schön.

Kein Porsche, kein Maybach.

Nein, ich war stolz drauf, wie sonst was

zu dem Zeitpunkt, auch ganz klar.

Warum auch nicht?

Ich habe ja auch hart dafür gearbeitet,

auch zu dem Zeitpunkt schon.

Und dann bin ich morgens mit meiner

Aktentasche in der Hand, damals noch

Hausbesuche bei Kunden gemacht, klassisch

mit der Aktentasche in

der Hand zum Auto gelaufen.

Und dann sehe ich so, da ist so ein DIN

A4-Platz, so ein Zettel an die Scheibe

geklebt, also dran nicht geklebt, sondern

dran gemacht vom Auto.

Ich denke, da will irgendjemand

vielleicht schlecht

falsch geparkt, was auch immer.

Mach den Zettel runter, lese, da steht

einfach, da steht nur

zwei Worte, scheiß Auto.

Also, keine Ahnung, ich habe niemand zu

dem Zeitpunkt irgendwas getan.

Ich bin da tatsächlich gerade neu in

diese Nachbarschaft gezogen.

Das heißt, ich hatte da ein Haus zu dem

Zeitpunkt mit meiner Ex

damals und halt dieses Auto.

Und ich war aber damals noch sehr jung.

Also ich war, glaube ich, vier, 24, würde

ich jetzt mal schätzen.

Dann gerade frisch

angefangen, vielleicht 25.

Und da haben die Leute schon so geguckt,

also auch die

Nachbarn, die um uns rum waren.

Das waren so Reihenhäuser.

Und dann war auch schon so diese Blicke,

so jung, da stimmt doch irgendwas nicht.

Wo haben die das gelten Haus

und dann auch noch ein Audi?

Und das übersteigt den Horizont von

manchen Leuten, dass man auch mit 25

vielleicht schon sehr

viel erreichen oder tun kann.

Vor allem, ich kann mich noch daran

erinnern, genau, da war auch dann, du

hast es renoviert dann mit

der Familie und komplett.

Ja, genau.

Da floss ja auch viel Arbeitskraft ein,

viel Mühe und sonst was.

Und ich glaube, dieser Zettel kam direkt,

du hast das Auto geparkt, als wir es dann

in den Neckars Ulm abgeholt haben.

Dann direkt von Audi, VW, die Zentrale.

Und direkt am nächsten

Morgen stand schon der Zettel da.

Der ging

unwahrscheinlich schnell tatsächlich.

Wie gesagt, wir reden von einem Audi A3.

Was wäre denn passiert, wenn ich da mit

einem Porsche geparkt hätte?

Da wären wahrscheinlich, keine Ahnung,

die Kratzer drin gewesen

oder die Scheibe eingeschlecht.

Keine Ahnung.

Dann wäre es eingekratzt wahrscheinlich

dann die Botschafter.

Genau, dann habe ich schon so gemerkt,

okay, viele Leute sind dir nicht

wohlgesonnen hier in

Deutschland scheinbar.

Das ist eine

gefährliche Mentalität, finde ich.

Ja, auf jeden Fall.

Man muss über Geld sprechen, weil nur

wenn du über Geld sprichst, verstehst du,

wie Geld funktioniert.

Ja, und man sagt ja auch, Menschen, die

Geld haben und die ein eigenes Business

haben, die treffen sich mit anderen, um

auch wieder über Geld zu reden.

Genau.

Also die Leute, die ein Geschäft haben,

die reden fast den halben Tag über Geld.

Das ist einfach so.

Nicht, dass Geld alles wäre, was zählt.

Gar nicht.

Gesundheit ist viel wichtiger.

Aber trotzdem willst du vorankommen.

Und das tust du, wenn du vom Mindset dich

mit Leuten umgibst, die

auch über Geld sprechen.

Und für die das auch in

Ordnung ist, über Geld zu sprechen.

Weil wie kommen wir sonst voran?

Genau, wie willst du sonst vorankommen?

Deswegen machen wir

auch diesen Podcast hier.

Deswegen reden wir auch

über Geld, über Finanzen.

Wir machen diesen Podcast wegen Geld.

Das klang so ein bisschen falsch gerade.

Ja, wir wollen ja das

Thema Finanzen präsentieren.

Wie funktioniert das?

Ich verstehe, was du meinst.

Das Wissen muss ja weitergegeben werden.

Das muss ja irgendwie

dann vermittelt werden.

Und das schaffst du nur, indem du halt

über Finanzen sprichst.

Du kannst ja nicht sagen, was ich

verdiene oder sonst was.

Das sage ich gar nicht.

Was ich jetzt an Steuersachen hatte.

Wie das Finanzamt dann funktioniert.

Das sage ich auch nicht.

Da kannst du ja dich nicht austauschen.

Das heißt, du selbst hast ja schon einige

Erfahrungen gemacht.

Weißt aber noch nicht 100% alles.

Der andere gegenüber hat auch seine

Erfahrungen gemacht.

Weiß aber auch nicht 100% alles.

Das heißt, es ist dann wichtig, sich

auszutauschen und darüber zu reden.

Und nur so, genau wie du

sagst, in diesen Kreisen.

Wenn man sich dann in diesen Kreisen

umgibt mit Leuten, die

eben auch Geld haben.

Dann kannst du davon

auch wieder profitieren.

Beziehungsweise auch was beitragen.

Ja.

Es kommt natürlich auch

immer auf den Kontext an.

Ich würde mich jetzt auch nicht hier in

den Podcast setzen vor Hunderten oder

Tausenden von

Zuschauern oder wie auch immer.

Und würde sagen, ich

verdiene das und das.

Also ich verstehe jetzt auch, wenn nicht

jeder Influencer vielleicht in einem

YouTube-Auftritt oder

sowas das äußern will.

Es kommt auf die Situation an.

Aber was ich auch schon hatte, auch ein

ganz lustiges Beispiel,

auch ein paar Jahre zurück.

Ich habe einen Kunden beraten.

Verschiedene Dinge.

Versicherung, Altersvorsorge etc.

Und irgendwann kam von meiner Seite aus

die Frage, ja, darf ich

fragen, was ich verdiene?

Und dann kam irgendwie

so eine Antwort damals.

Ich weiß nicht mehr, wer das war, aber so

in etwa, ja, nee, das

möchte ich nicht sagen.

Und dann musste ich der Kundin, damals

meine Kundin, erklären, dass ich das

nicht wissen will, weil ich so neugierig

bin und mir das so wichtig ist.

Sondern wie soll ich

jemanden richtig versichern?

Wie soll ich jemanden wissen, was der für

eine Lücke in seiner Altersvorsorge hat?

Oder wie viel Berufsunfähigkeitsrente er

vielleicht bestenfalls braucht, wenn ich

null sein Einkommen kenne, nicht weiß,

was verdient der Partner

vielleicht noch, sind Kinder da?

Ich brauche ja all diese Informationen,

um jemanden bedarfsgerecht,

vernünftig beraten zu können.

Genau.

Sie hat es mir dann tatsächlich auch so

ein bisschen so 2005, also so ein

bisschen leise, aber sie hat es mir dann

irgendwann auch verraten, nachdem ich

dann erklärt habe, warum ich das

eigentlich wissen muss.

Ja, genau, also gerade

aus unserem Berufswelt.

Wir haben ja mit allen

möglichen Leuten zu tun.

Das heißt, wir haben schon alles Mögliche

erlebt von Leuten, die, was verdiene ich,

5 Millionen so im Jahr, bis zu irgendwie,

ich habe jetzt aktuell Probleme, ich

versuche gerade einen Job

zu finden oder sonstiges.

Es gibt alles Mögliche.

Da ist aber kein Grund, sich zu schämen.

Das ist halt, oder nicht anzugeben.

Von beiden Seiten kann man es sehen.

Also einfach offen sprechen, das ist

sehr, sehr wichtig für unseren Job.

Du musst ja wissen, wie du

die Leute dann beraten kannst.

Du kannst es dann zum Beispiel eben

sagen, der jetzt dann

500 Euro im Monat hat.

Okay, pass auf.

Dann machen wir es am besten dann

vielleicht so und so, dass du dann

vielleicht, wenn es besser geht, dann

vielleicht die Absicherung treffen kannst

und so weiter und so fort.

Und kommst nicht

direkt mit, eh, pass auf.

Du brauchst jetzt

schon eine Altersvorsorge.

Du brauchst eine

Berufsunfähigkeitsversicherung.

Machen wir ein kranken Tagegeld dazu.

Ja, ich habe zum Beispiel auch oft schon

gehört, dass dieses Thema zum Beispiel in

Amerika ganz anders abläuft.

Also sowohl der Neid als auch dieses

Thema über Geld spricht man nicht.

Ich glaube, dort spricht

man viel mehr über Geld.

Und Beispiel, wenn du in Deutschland mit

einem fetten, schönen, luxuriösen, egal

was Auto vorfährst, dann

gibt es halt diese Stimmen.

Und dann sagen, der ist Drogendealer.

Das kann doch, da kann

irgendwas nicht stimmen.

Der hinterzieht Steuern.

Irgendwas ist da negativ, weil man es

diese Missgunst so, ich

finde es ganz, ganz schlimm.

Und in Amerika habe ich jetzt schon

öfters gehört, wenn da jemand mit einem

luxuriösen Auto vorfährt, dann ist das

so, ja, interessant.

Wie kann der sich das denn leisten?

Was macht denn der?

Und dann gehst du vielleicht mit

demjenigen ins Gespräch und

sagst, hey, du, schönes Auto.

Mal eine Frage, was

machst du eigentlich beruflich?

Und dann fängt er vielleicht an zu

erzählen, hey, ich bin selbstständig, ich

habe mir das so und so aufgebaut.

Es ist doch viel interessanter von

Leuten, die mehr erreicht haben,

vielleicht als man selbst, zu lernen,

nicht eifersüchtig zu sein auf das Auto,

das die Person fährt, auf die Uhr, auf

egal was, sondern eher zu sagen, hey, wie

hast du das gemacht?

Und kannst du mir auch

zeigen, wie ich das hinkriege?

Ist doch viel cooler.

Finde ich auch, genau.

Und so lernt man dann auch, wie man das

hinbekommt und kann es auch selbst dann

vielleicht erreichen.

Und da habe ich mal ein Interview von

Ralf Müller, das ist deutscher

Schauspieler, der war auch schon bei

Gladiator und so, da mitgewirkt und kennt

auch Arnold Schwarzenegger und so.

Und da hat er auch mal so ein Interview

mal dann gesagt, wo er dann zu USA dann

gekommen ist, das erste Mal in die

Vereinigten Staaten und hat festgestellt

so, ha, cool, krass, die Leute irgendwie

sind da komplett

irgendwie offener bei dem Thema.

Also so als Schauspieler verdienst er ein

bisschen auch mehr, ja.

Und da ist nicht dann dieses so, ey, ich

gucke nicht, was ich so habe oder sowas,

sondern ey, komm bei mir vorbei, guck mal

mal in mein neues Auto und so.

Und diese Kultur ist komplett offener und

in dem Falle auch, ja, wirkt es

freundlicher, finde ich.

Ja, ist halt die Frage, man muss es

vielleicht so akzeptieren, wie es ist.

Ich glaube, den Leuten hier auch in

Deutschland wurde das schon ganz lange so

bei vielen in den Kopf

getrichtert, dass es halt so ist.

Und, ja, was soll man da machen?

Wir werden es nicht

aberziehen können, das ist das Thema.

Aber genau, wichtig ist, wenn du einen

Versicherungsberater oder einen

Finanzberater oder

irgendeine Art von Berater da hast,

den das Thema Geld eben dann irgendwie

gerade das Thema ist,

dann musst du eben deine

Karten auf den Tisch legen.

Der ist nicht da, um dich

da irgendwie abzuziehen.

Der ist nicht da, um dann nächsten Morgen

dann nachts dann irgendwie mit einer

Sturmmaske einzusteigen.

Oder sowas.

Und da hatte ich auch

ein witziges Erlebnis.

Da war eine Dame da, die hat sich um eine

Schließfachversicherung informiert.

Ah ja, na war das, okay, ja, erzähl.

Also genau, normalerweise sind

Schließfächer bei der Bank versichert.

Aber bis zu einem gewissen Betrag nur.

Beziehungsweise da gar nicht mehr, weil

die Bank dann irgendwie dann

die Verträge umgestellt hat,

aber den Vertrag gekündigt hat.

Und dann sollten neue Verträge irgendwie

da abgeschlossen

werden, die viel teurer waren.

Ja.

Und dann kam sie auf mich zu

und meinte, macht ihr das auch?

Mhm.

Prinzipiell ja.

Das ist nicht mein

Spezialgebiet, bin ich ehrlich.

Aber okay, machen wir.

Kein Thema.

So, über die Hausratversicherung ist es

abgedeckt bis zu einer gewissen Summe.

Ja.

Das hat ihr nicht ausgereicht.

Da war meine natürlich Frage, okay, was

müssen wir denn absichern?

Welche Summe, wenn das nicht ausreicht?

Also okay, dann haben wir jetzt irgendwie

20.000 Euro drin oder sowas.

Reicht nicht aus.

Okay, was hast du im Schließfach?

Ja, das sage ich nicht.

Wahnsinn.

Das kann ich nicht versichern.

So, als würdest du jetzt aufstehen, ja,

und zum Schließfach rennen.

Und ja, ich verstehe, dass Leute

vorsichtig sind, aber in dem Fall, du

musst es einfach wissen.

Genau.

Dein Beruf ist zu wissen.

Ja.

Und das ist das Thema, genau.

Wir müssen es beruflich wissen.

Ja.

Und wir haben auch eine

Reputation, die wir erfüllen.

Wir haben auch, bei unserem Beruf wird

auch dann geprüft, was im Führungszeugnis

steht und so weiter und so fort.

Ja, klar.

Zurecht.

Genau, zurecht, genau.

Aber ja, da können die Leute tatsächlich

dann mit gutem Gewissen

so das einfach erzählen.

Also da müssen die keine Angst haben.

Vielleicht auch mal eine Frage an der

Stelle wieder an die Zuschauer.

Was habt ihr so für Erlebnisse?

Habt ihr auch schon mal irgendeine

Situation gehabt, wo

ihr gesagt habt, nee?

Also da möchte ich nicht sagen, was ich

verdiene oder was ich hab.

Und wenn ja, was war der Grund?

Vielleicht ist es ja bei dem einen oder

anderen auch gerechtfertigt.

Oder es liegt dann irgendwas auf, dass

wir beide gerade überhaupt nicht kommen.

Also wie gesagt, keine Verurteilung,

sondern eher eine Neugierde, wieso man

über Geld vielleicht nicht spricht oder

es nicht preisgeben möchte.

Genau.

Und ja, zum Schluss noch das Thema, warum

man über Geld sprechen sollte.

Thema Wissen.

Weil Bildung, finanzielle Bildung ist

auch in Deutschland

ein sehr großes Problem.

Auf alle Fälle, ja.

Deswegen sind wir ja da.

Genau, deswegen machen wir das ja.

Und ich glaube, das hängt

so ein bisschen zusammen.

Wenn die Leute nicht drüber reden, können

sie auch nicht darüber

wirklich auch lernen.

Natürlich, über Sachen, die man spricht,

hat man einen höheren Lerneffekt, weil

man sich ja öfters drüber unterhält.

Das ist auch ganz logisch, ja.

Genau, also wenn man sich jetzt Beispiel

Schule irgendwie zusammensetzt und trifft

und dann über Computerspiele spricht oder

über die neue KI-Elemente irgendwas, was

man alles machen kann,

dann lernt man auch viel mehr darüber.

Wenn man nicht über Finanzen spricht,

dann eben dann ist das Problem, dass man

irgendwann da sitzt.

Und ja, man muss wirklich sagen, in der

Schule ist es wirklich auch so, man

erfährt nicht wirklich, was so das reelle

Leben von einem verlangt später.

Richtig, ja.

Versicherungen, Finanzen, Steuern, wie

mache ich das überhaupt, wenn ich mich

selbstständig machen möchte?

Ja, genau, wissen viele nicht, aber das

wäre tatsächlich auch ein cooles Thema

nochmal für ein

separates Video, glaube ich.

Machen wir auf jeden Fall genau so die

Steps dann ja auch, wie melde ich mein

Gewerbe zum Beispiel an

oder was muss ich da beachten?

Cooles Thema auch für jeden

Selbstständigen, der hier zuguckt.

Vielleicht die Quintessenz

des heutigen Videos nochmal.

Da draußen sprecht über Geld, traut euch,

seid vorsichtig, um Gottes Willen, nicht

mit jedem, aber mit den Leuten, wo ihr

sagt, hey, das bringt

mich vielleicht voran.

Versucht euch zu öffnen.

Und ich hoffe, euch hat die Folge

gefallen und würde sagen, wenn du nichts

mehr hast, dann bis zum nächsten Mal.

Bis zum nächsten Mal.