Gentlemen InVests

2017 gab es in Deutschland rund 230.000 registrierte Versicherungsvermittler.
Heute sind es etwa 180.000 – über 21 Prozent weniger in neun Jahren.

Tim und Mark sprechen über eine Branche mit massivem Nachwuchsproblem:
warum der Beruf ein so schlechtes Image hat, was er wirklich verlangt –
Selbstständigkeit, Pflicht-Weiterbildung, Wissen von Sach bis Finanzen –
und warum kaum jemand ihn kennt, bevor ihn jemand darauf anspricht. Dazu
die Frage, ob KI den Vermittler ersetzt, und zwei Geschichten aus der
Praxis.

Die Zahlen stammen aus eigener Recherche, Stand 2026.

00:00 Der Job, den niemand machen will
00:46 Welche Arten von Vermittlern gibt es?
02:02 Die Zahlen: 50.000 weniger in neun Jahren
03:12 Warum will den Job keiner mehr?
04:52 Was der Beruf verlangt
06:39 Das Image: kurz vor Politiker
07:12 Der Anruf, den der Kunde erst nicht wollte
08:47 Provisionsdruck
10:00 Autoverkäufer, Handwerker: wo ist der Unterschied?
12:21 Warum viele den Job gar nicht kennen
15:08 Online beraten: was sich seit 2016 geändert hat
16:18 Ersetzt KI den Vermittler?
17:11 Der griechische Kunde
19:58 Drei Gründe für die Branche
21:17 Was du zum Start wirklich brauchst

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Dieser Podcast dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Die Inhalte stellen keine Anlage-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung dar und ersetzen diese nicht. Alle Aussagen sind allgemeiner Natur. Für individuelle Beratung wendet euch bitte an einen zugelassenen Fachmann.

Was ist Gentlemen InVests?

Gentlemen InVests – Der Podcast für moderne Gentlemen mit Zielend.
Der Finanzpodcast für alle, die ihr Geld smart anlegen wollen – ohne Fachjargon, ohne Umwege. Mark Kulpa und Tim Hauenstein sprechen über Geldanlage, ETFs, Versicherungen und den Weg zur finanziellen Freiheit: ehrlich, direkt und auf den Punkt. Ob Einsteiger oder erfahrener Investor – hier bekommst du praxisnahe Strategien, die wirklich funktionieren.

Willkommen bei Gentlemen InVests, dem
Podcast für moderne Gentlemen mit Zielen.

Und heute, Tim, haben wir wieder
ein neues Thema, das lautet...

Und zwar Versicherungsvermittler oder
den Job, den niemand machen möchte.

Wir machen ihn. Das ist richtig.

Aber da sprechen wir mehr ein bisschen von
dem Thema Zukunft der Branche, aber auch

Vergangenheit der letzten Jahre,

weil,

wie wir schon, bevor wir diesen Podcast
heute gestartet haben, rausrecherchiert

haben,

geht es mit dem Vermittlersterben
so ein bisschen weiter.

Also egal ob Ausschließlichkeitsvermittler,
Makler, Strukturvertriebe, im Prinzip.

Für viele Leute, die wissen gar
nicht, dass es mehrere gibt.

Genau, das wäre auch so
meine Frage an dich nochmal.

Welche Arten von Vermittlern überhaupt gibt es?

Genau, vielleicht erst mal für die
Zuschauer zum Aufklären am Anfang.

Also wir haben den klassischen
AO-Vertreter, also den klassischen

Ausschließlichkeitsvertreter, der
ausschließlich eine Gesellschaft vertritt.

Also beispielsweise ich
arbeite für Versicherung XY,

verkaufe die Produkte dieser Versicherung
und kann und darf auch nur diese Produkte

beraten. Jedes hat übrigens Vor- und
Nachteile dieser verschiedenen Modelle.

Nummer zwei gibt es den selbstständigen
Makler, Versicherungsmakler.

Der ist nicht zugehörig zu einem
Konzern und hat halt eine recht

große Produktpalette sozusagen.

Man muss aber natürlich auch den
Überblick darüber behalten können.

Was gar nicht so einfach ist.

Und den Strukturvertriebler, den würde
ich so ein bisschen auch in die breitere

Auswahl geben.

Unterscheidet sich aber durchaus
auch nochmal zum Makler.

Genau, so, die drei haben wir.

Dann gibt es noch den Mehrfachagenten,
bevor wir den vergessen.

Der ist so ein bisschen zwischendrin.

Der hat mehr Produkte als der AO-Vertreter,
aber weniger als der Makler, würde ich

mal sagen. Und es gibt noch einen
Honorarberater, der dann einfach beauftragt wird.

Den bezahlt man und der guckt dann
ähnlich wie so ein Makler im Prinzip nach

Produkten. Den gibt es natürlich auch.

Aber alle haben eine Sache
gemeinsam, haben wir festgestellt.

Sie sterben aus. Sie sterben aus.

Und zwar Jahr für Jahr. Und das, wenn
wir mal in die Zukunft zurückgehen, Mark.

So die letzten neun bis zehn Jahre,
so in dem Zeitraum 2016 bis heute.

Wie sahen da die Zahlen so ungefähr, dass
die Leute sich was darunter vorstellen

können, aus?

Ich hab ein paar Zahlen rausgesucht in
den knapp, ja, ich hab jetzt neun Jahre

rausgesucht. 2017 waren es um die 230

registrierte Vermittler. 230.000.

230.000, genau.

Innerhalb jetzt der neun Jahre
ist die Zahl um über 21% auf

ungefähr 180.000 gefallen.

Wow, das heißt 50.000 Vermittler
deutschlandweit weniger

in knapp 10 Jahren.

Das ist natürlich die Frage, so wie
ich es auch gelesen hab, geht der Trend

dahingehend auch weiter. Also das heißt,

die Branche hat ein extrem
starkes Nachwuchsproblem.

Wahrscheinlich so ein großes
wie kaum eine andere Branche.

Aber jetzt ist es interessant in dem
heutigen Podcast, oder die interessante Frage

erst mal, die wir versuchen aufzuklären.

Warum ist das eigentlich so?

Also warum haben wir so einen riesigen
Vermittlerschwund in Deutschland?

Will den Job keiner mehr machen?

Anscheinend nicht wirklich, das ist das Problem.

Ich sag mal so, es ist natürlich auch
wahrscheinlich so eine Frage des Zeitgeistes.

Und die Thematiken sind ja heute
eher so, ich möchte eher so einem

guten Unternehmen zugehören und Homeoffice
einfach vor mich hin arbeiten und eine

gute Bezahlung, irgendwie sowas.

Tatsächlich setzt unser Beruf aber
doch ein paar Fähigkeiten voraus.

Absolut, absolut. Und du denkst,
diese Fähigkeiten überschreiten den

Geist der jungen Nachkömmlinge?

Oder gibt es vielleicht einfach
interessantere Möglichkeiten heutzutage?

Möglichkeiten gibt es viele, aber ich
glaube in unserem Bereich gibt es auch sehr

viele Möglichkeiten. Ich glaube
tatsächlich ist es geschuldet,

dass die Leute sich ein
bisschen zurücknehmen und dann

etwas auf die leichtere Schiene
springen wollen, um zu gucken, wie

komme ich voran, ohne mich vielleicht
richtig anstrengen zu müssen.

Das ist so meine Überlegung.

Und man muss auch dazu sagen, wir haben
ja, was wir auch immer sagen, diesen

demografischen Wandel. Das ist ja auch
das Problem von der Rentensituation,

dass jetzt eben die Arbeitnehmer, die
jetzt aktuell kurz vor der Rente sind, die

auch in die Rente gehen und
es fehlt halt Nachwuchs.

Das sind dann viele, viele Faktoren,
die da mitspielen, sage ich mal.

Weil natürlich hat dieser Beruf
auch natürlich jetzt hier,

wir machen vieles. Wir sind im Prinzip,
wenn wir nicht so zurückrechnen, was wir

alles machen müssen, wir sind für unsere
Kunden irgendwie eine Art Steuerberater, wo

wir keine Steuerberatung machen dürfen,
aber man muss ja trotzdem so ein paar Sachen

dann irgendwie kennen.

Du bist Finanzberater. Du musst in der
Lage sein, das Haus perfekt zu versichern.

Du musst perfekt den Hund versichern können.

Du musst das Auto versichern
können und dich noch weiterbilden.

Permanent muss man auch erwähnen, muss
auch kaum eine andere Branche tun.

Genau, genau. Du musst dann 16 Stunden
im Jahr absolvieren an Weiterbildung.

Ansonsten darfst du den
Beruf gar nicht weiterführen.

Du musst im Prinzip bei Fragen,

bei Änderungen und sonstiges für den Kunden
da sein, Sachbearbeiter bist du im Prinzip

auch. Also es ist schon ein
Fulltime-Job mit nicht nur Zeit, sondern

wirklich dann auch dann Fähigkeiten.

Ja, also ich glaube, was viele auch gar
nicht wissen, ist, dass man selbstständig

dafür sein muss. Also ich glaube nicht,
dass jeder da draußen weiß, dass wenn jemand

jetzt bei einer Versicherung
ist, dass der selbstständig ist.

Also wenn ihr es wisst, schreibt es
gerne mal hier in die Kommentare.

Ansonsten denken glaube ich auch viele,

diese Leute sind einfach angestellt.

Das heißt, du trägst hier auch das
Risiko, die Verantwortung und alles, was

dazugehört, von einem
Selbstständigen permanent mit.

Und das ist sehr anstrengend.

Und ich glaube, dass auch viele,
gerade in Deutschland, von dem Thema

Selbstständigkeit eh schon ein bisschen
abgeschreckt sind und von Versicherungen

dann noch mehr. Sind ja eh die meisten.

Und dann hast du diese Kombination,
selbstständig und Versicherung ist dann halt,

ja.

Eine Kombination, die nicht gut zusammenpasst.

Oder nicht so beliebt ist,
sagen wir es vielleicht mal so.

Und ja, jetzt müssen wir aber auch mal die
positiven Dinge erwähnen an der Stelle.

Warum sollte man den Job denn machen?

Was bringt er denn so mit sich?

Genau, also was viele halt eben nicht wissen,

ist,

wie, ja,

also image-technisch stehen wir
komplett schlecht da irgendwie.

Also wir sind dann bei den
beliebtesten Jobs bei der Befragung.

Gibt es da immer so wieder
jährliche Befragung, glaube ich.

Da sind wir auf der vorletzten Stelle.

Der Versicherungsvermittler
ist ja kurz vor Politiker.

Das haben wir, glaube ich, ja schon
mal erwähnt bei einem Podcast.

Und ich glaube, daran halten sich dort
die Leute dann irgendwie dann auch fest.

Ja, aber was sie halt nicht sehen,

ist tatsächlich, wie viel Positives man
auch wirklich auch machen kann, wenn man

eben den Kunden tatsächlich hilft.

Also ich hatte auch schon Beratungsgespräche,
da habe ich Termin ausgemacht, da habe

ich in die Akte geguckt, gesehen,
okay, da stimmt irgendwas nicht.

Das sind alte Verträge, das passt nicht
zu der Situation, die ich jetzt so vor mir

sehe.

Die Verträge sind auch veraltet, ja,

also mehrere Punkte. Dann habe ich dort
angerufen, meinte, ja, wir müssen uns mal

zusammensetzen. Es geht um Ihre Verträge.

Ah ja, okay, muss das sein?

Ja, also wir haben die und die, die Problematiken.

Geben Sie mir die Zeit, ich komme vorbei,
ja, und dann bin ich dann vorbei gegangen.

Und am Ende des Gesprächs war
dann tatsächlich so dieses,

ah, Herr Kulpa?

Also am Anfang, als Sie angerufen haben,
dachte ich mir, was will der jetzt hier, so

was? Warum kommt er zu mir, will mich da
irgendwie voll quatschen, aber jetzt bin

ich froh, dass Sie da waren.

Ja, und das ist ein schönes Gefühl, das
verstehen, glaube ich, viele Leute nicht,

weil ich glaube, die Menschen denken
allgemein, immer wenn einer von uns anruft, der

will ja nur, der will mir nichts Gutes,
oder der will irgendwas verkaufen oder was

auch immer,

natürlich wollen wir was verkaufen, um
Gottes Willen, gehört auch dazu, das Thema

hatten wir ja auch schon. Das heißt
aber nicht, dass man nicht tendenziell

hilfsbereit sein kann oder auch was Gutes.

Also was würde es mir denn bringen,
eine schlechte Beratung zu machen?

Ich möchte Weiterempfehlungen, ich möchte
gut bewertet werden, ich möchte, dass die

Leute gut von mir sprechen.

Wie gesagt, dass sie mich weiterempfehlen,
weil dadurch bekomme ich neue Kundschaft,

ich würde mir selbst keinen Gefallen damit
machen und genau, deswegen handhabe ich

es auch so, wenn ich einen Kunden anrufe.

Die Leute müssen vielleicht von dem
Gedanken weg, dass es immer nur um Provision

geht, weil ich glaube, das ist tatsächlich
auch ein ganz mieser Beigeschmack, der

oft dabei ist. Und ich glaube, dieser
Provisionsdruck könnte auch dazu führen, dass

vielleicht viele Vermittler, wo wir wieder
bei diesem Thema sind, sagen, den Job

will ich nicht mehr machen, könnte
auch ein Punkt sein, Provisionsdruck.

Könnte ich mir, zählt bestimmt auch dazu,

natürlich dann, klar, wenn du in der
Versicherungswelt bist, musst du Provision

schreiben.

Das ist dein Brot im Prinzip,

dein Verdienst,

und da habe ich auch schon Gespräche
gehabt mit jüngeren Leuten, wo

ich auch gesagt habe, hey, wenn das
vielleicht mal was für dich so ist, wo würdest

du dann in die Versicherungswelt wollen?

Man muss natürlich auch dementsprechend
ein paar Qualifikationen mitbringen.

Ich habe die gesehen bei dem jungen
Mann, mit dem ich da gesprochen habe,

und da meinte er so, ja,

eigentlich verkaufen ist so gar nicht
meins, und dann dieser Druck, du musst dann

irgendwie raus und Sachen verkaufen und so weiter.

Ja, muss man halt irgendwie wollen,
aber wenn du das nicht magst, dann ist

jegliche Selbstständigkeit auch
für dich, glaube ich, nichts.

Weil dieses, was die Leute immer sehen bei
Versicherungen, der verkauft mir nur was,

das hast du ja überall.

Ja, ich wollte gerade sagen, jetzt
denken wir mal an den Autoverkäufer

beispielsweise,

der hat dann am Ende des Tages ein Monatsziel
von Verkauf, ich weiß nicht, was die

verkaufen sollen, müssen, keine Ahnung, 30
Autos, was weiß ich, jeden Tag eins oder

wie auch immer.

Das heißt, der hat ja auch einen gewissen
Geschäftsplan, gewisse Vorgaben, und ich

weiß immer nicht, wie es in der
Automobilindustrie mit Nachwuchs aussieht im

Verkauf, keine Ahnung, aber im Prinzip finde
ich, ja, gar nicht so viel Unterschied,

es ist ein anderes Produkt, und so können
wir natürlich noch auf etliche andere

Sachen gehen, wo du das auch hättest.

Aber vielleicht bist du da wieder
angestellt, das weiß ich nicht.

Ja, da bist du tatsächlich, glaube ich,
auch angestellt, aber vielleicht, Frage an

die Zuschauer, vielleicht wisst ihr besser,
wie das in der Automobilindustrie läuft,

aber Fakt ist, dass genau, auch wenn
du jetzt, sage ich mal, ganz normal

selbstständig bist und bist ein Handwerker,

dann musst du auch schauen, dass du
eine laufende, ja, laufende Kunden

hast im Prinzip und deine Produkte den
Leuten anbietest, das hast du überall.

Und wie machst du das im Handwerker-Dasein?

Schmeißt du halt oder lässt du Flyer
in irgendwelche Briefkästen schmeißen?

Früher, heute schaltest du Online-Werbung,
machst Social-Media-Videos, und das hast

du in jeder, so wie du es schon sagst,
hast du in jeder Selbstständigkeit, das ist

letzten Endes das Gleiche, du kannst in
deinem Job noch so gut sein, wenn keiner

weiß, dass du diesen Job machst,

bucht dich keiner und du hast keine Kunden.

Genau, deswegen immer dann gucken, dass
man präsent ist und auch ein wichtiger

Punkt, den du vorhin gerade angesprochen
hast, eben diese auch Thematik, wenn du

nicht gut bist in deinem Job oder für den
Kunden nicht das Beste rausholst, dann

wirst du auch nicht weiter empfohlen
und das spricht sich auch schnell rum.

Das heißt, wenn ich wirklich nur
kurz drauf aus bin irgendwie,

ich ziehe den Kunden über den Tisch,

wie genau das aussehen
soll, ist eine andere Sache.

Aber Fakt ist, wenn du halt schlecht bist,
dich nicht um deine Kunden kümmerst, dann

hast du auch dementsprechend vielleicht
auch noch schlechte Bewertungen oder hast

dann eine schlechte Reputation und wirst
dementsprechend auch dann langfristig

nicht erfolgreich. Das heißt, du musst
dafür immer sorgen, dass du immer einen

guten Job machst, so wie ein Handwerker.

Das ist im Prinzip eins zu eins.

Und ich habe noch einen richtig guten Punkt,
warum glaube ich viele diesen Job nicht

machen.

Das klingt jetzt komplett blöd,
aber viele kennen ihn nicht.

Also ich bin damals in die Branche gekommen,
Grüße an der Stelle an die Person, die

weiß, wer gemeint ist, die mich selbst dann
in die Versicherungsbranche gebracht hat

und ich habe damals im Einzelhandel gelernt,

also klassisch im Möbelhaus tatsächlich,
habe ich meine Ausbildung gemacht

und damals hatte ich diesen Kollegen, der
immer gesagt hat, was machst du nach der

Ausbildung? Ich so, keine Ahnung und bin
mit ihm immer essen gegangen und wir haben

uns viel unterhalten und irgendwann hat
er mir so ein bisschen erklärt, was er in

seinem Job eigentlich macht.

Ich habe gespannt zugehört, habe Fragen gestellt.

Wir sind immer öfters essen gegangen, ich
habe mich immer mehr dafür interessiert

und immer weniger fürs Möbelhaus und
irgendwann habe ich gesagt, das will ich

machen, aber wäre der nicht da gewesen,

ich hätte gar keine Ahnung gehabt, dass es
diesen Job überhaupt gibt, glaube ich und

was es da für Möglichkeiten gibt, weil
die meisten kennen glaube ich nur diese

Anwerber, die man hat, diese vielleicht im
Strukturvertrieb, wo man mal so angehauen

wird, hey hast du Bock, aber ich
glaube diesen Weg zum Beispiel in die

Ausschließlichkeit finde ich gar nicht so
schlecht für den Anfang, man hat gleich

einen Kundenbestand, mit dem man arbeiten
kann und ich glaube das wissen viele gar

nicht. Das ist ein guter Punkt, das
heißt prinzipiell für dich war das so,

du wusstest gar nicht wie der Job aussieht,
was das alles mit sich bringt, das heißt

erst über den, den die Einsicht
darüber, wie dieser Job funktioniert,

hast du dann erst dann sozusagen
Gefallen dran gefunden.

Genau, dann habe ich Fragen
gestellt, aber auch gesagt,

wie funktioniert denn das,

hast du Kunden, musst du die Kunden selbst,
ich hatte auch die Vorstellung, ich muss

alle meine Kunden selbst
bringen, muss man gar nicht,

du bekommst ja in der Ausschließlichkeit
von der Versicherung schon mal einen

Kundenkreis, mit dem du sprechen kannst,
wo du Anliegen bearbeitest, wo du Leuten

helfen kannst und und und, also
das wusste ich am Anfang nicht.

Interessanter Punkt, weil ich, wenn ich so
zurückblicke, tatsächlich bei mir war es

genauso, als ich jünger war,

aber es war immer so dieses Thema Versicherungen,

ich habe nichts mit Versicherungen
zu tun, das ist so sehr trocken und

ja,

also genau, man selbst hatte dann dieses
Wissen, Versicherung ist nichts für dich.

Ja,

ich glaube nie,

also ich glaube es gibt keine Person da
draußen, die ihre Schule fertig gemacht hat

oder ihr Abitur oder Studium und dann gesagt,

jetzt werde ich Versicherungsmakler oder
Vermittler, noch nie gehört, ich glaube,

das passiert einfach, aber wenn
du einmal in der Branche bist,

dann gibt es halt irgendwie auch keinen
Weg mehr zurück, dann bist du drin.

Ja, das ist wirklich, das
ist irgendwie so ein Strudel,

aber man muss erst in den Strudel sozusagen,
dann reinspringen, sich das angucken,

wie funktioniert das Ganze und dann
findet man vielleicht Gefallen dran oder

halt nicht, aber man muss erstmal
dann, genau, mal reingucken.

Auch mal eine zweite Frage an euch,

Wärt ihr interessiert zu sehen, wie so
ein Alltag bei einem Versicherungsmenschen

aussieht,

also ja, schreibt mal gerne in die Kommentare,
ob euch das interessieren würde. Und

das Coole an dem Job ist, und ich
glaube, das muss man 2016 zu 2026 jetzt

auch sehr stark differenzieren,

ich glaube, wenn jetzt heute Generation
Z, will ich es jetzt einfach mal nennen,

oder die Anfang 20-Jährigen, jetzt mit der
Schule fertig sind, wenn die über sowas

nachdenken, was könnte ich beruflich
machen, Selbstständigkeit, wie auch immer,

ich glaube, man muss auch ein bisschen
umdenken, ich glaube, gerade viele dieser

Generationen können sich das schon vorstellen,
aber nicht mehr so, wie es mal war,

also ich denke halt, dass viele Jüngere
auch einfach den Gedanken haben, online,

online, online, ich möchte online beraten,
wir machen ja auch schon extrem viel

digital, und ich glaube, dass viele Jüngere
aber noch diese Vorstellungen haben, man

steigt ins Auto, fährt drei Stunden durch
den Stau, sitzt im Wohnzimmer, natürlich

gehört das stellenweise immer noch heute
dazu, wenn man diese Kunden hat, die das

bevorzugen, aber es ist schon sehr viel,
was online und telefonisch mittlerweile

passiert, also das ist nicht
mehr so, wie vor zehn Jahren.

Was auch ein Grund sein könnte,
habe ich mir auch überlegt,

eben die Angst vielleicht, dass es zu
digital wird, das heißt vielleicht irgendwann

mal, dass der Beruf an sich durch KI ersetzt wird?

Das ist auch mit Sicherheit auch ein
interessanter Punkt und auch eine Sache, die

einen verunsichern kann, aber ich
glaube, wenn man sich gut aufstellt,

nicht KI als Feind sieht, sondern
mit KI zusammen den Weg geht, dann

funktioniert das gut, aber ich glaube, die
Vermittler, die jetzt sagen, KI ist mir

egal oder wie auch immer, ich glaube, die
haben ein richtiges Problem in ein paar

Jahren, außer der Vermittler ist jetzt
schon 60 Jahre alt und geht sowieso die

nächsten drei bis fünf Jahre in Rente, dann
hätte ich da auch keine Lust mehr drauf,

aber wenn ich jetzt unter 50 bin, dann sollte
ich vielleicht da noch mal den Wink kriegen.

Ja, das ist ganz, finde ich auch
ganz wichtig und ich glaube auch, ich

persönlich glaube nicht, dass KI uns ersetzen
wird, weil Menschen wollen eben einen

Menschen, der sie berät und
nicht einfach eine Maschine.

Absolut und ich meine, so Besuche können
ja auch was für sich haben, ich kann mich

erinnern, wo du mir mal berichtet hast,

dass du, ich glaube, das war ein griechischer
Kunde, auf jeden Fall so griechisch

gegessen, Käse, Wein, was auch immer,

genau, wie war das? Vielleicht kurz,
dass du es den Zuschauern erzählst.

Ja, so prinzipiell, genau, war ein älterer
Herr, kurz vor der Rente und war auch

selbstständig tatsächlich und ja, dann
haben wir dann uns über Möglichkeiten

unterhalten, was soll dann mit seiner
Rente passieren, da hat er dann so ein

bisschen so Geld auch gehabt, was er zum
Beispiel investieren möchte, da haben wir

so eine Einmalzahlung gemacht, dass er
eine monatliche Rente daraus bekommt, die

sich dann weiter verzinst und so
weiter und ja, da war tatsächlich

so irgendwie dieses gute Feeling, sofort
irgendwie da, ja, man hat sich dann

super verstanden und da, na, komm, wir
sind ja per du, ne, und hat er dann, na,

willst du einen Wein, und hat
einen Wein rausgeholt, ja,

und irgendwie griechischen Käse und
guck mal, hier noch die Oliven aus

Griechenland und ja, ich hab dann ein
bisschen dann auch dann was getrunken, ich war

mit dem Auto da, durfte nicht übertreiben,

aber ja, dennoch habe ich dann gemerkt, so, ja,

der Alkohol war auf jeden Fall vorhanden,
war auf jeden Fall eine mega geile

Situation,

der Kunde im Endeffekt glücklich, ja,
hat dann sein Produkt gehabt und für

seinen Rentengang hat es
ihn sozusagen begleitet und

ja, diese Momente so erlebst du halt nicht
mit KI-Beratung, das ist halt so was,

was man auch dann tatsächlich so erlebt und
das ist, glaube ich, was viele halt eben

nicht wissen, man muss auch wirklich dann
auf den Menschen zugehen und hat diese,

diese, nicht nur dieses, wie du sagst,
die Provision im Kopf, sondern tatsächlich

auch, wir helfen den Menschen, du musst
hingehen und das hab ich auch für mich

selbst festgestellt irgendwann mal, ich
hatte auch dieses Image, ne, am Anfang, wo

ich gesagt hab, ne, jeder hat da das Image
und ich dachte mir, ja, Versicherung, ja,

alles irgendwie so trocken, keine
Ahnung, und dann hab ich dann die ersten

Beratungen gemacht und festgestellt,

krass,

der Beruf ist ja gar nicht so negativ, ich
kann ihm was Positives beibringen, weil

viele Menschen wissen ja gar nicht, wie
Finanzen funktionieren oder wie Versicherung

funktioniert, ich kann jetzt hier am
Tisch sitzen mit dem Kunden gerade und ihm

alles erklären.

Ich glaube, viele Leute sind einfach
sehr negativ oder sehr positiv gegenüber

Versicherung eingestellt und das merkt
man auch und ich glaube, da gibt es halt

Unterschiede, der eine ist einfacher,
der andere hat vielleicht schon viele

schlechte Erfahrungen gemacht und

ja, man macht gute und schlechte Erfahrungen
ganz klar, deswegen vielleicht auch, um

zum Fazit des heutigen Videos
eigentlich zu kommen, Mark,

wenn du jetzt aufzählen müsstest, drei
Punkte an die, ich sag jetzt mal, die

Nachwuchsgeneration, die wir hier ja
in dieser Branche dringend brauchen,

was würdest du sagen,

drei richtig starke Pros für die Leute,
die jetzt zugucken, die noch jünger sind,

warum sollten sie 2026 oder jetzt
nach dem Studium oder wie auch immer,

im Bereich der Versicherung und Finanzen starten?

Man macht etwas mit Zukunft,

also Konkurrenz wird immer weniger,

das heißt, ihr habt die Möglichkeit,

hier richtig durchzustarten,

euch ein eigenes Büro aufzubauen, einen
eigenen Beratungsbereich mit eigenen

Kunden,

komplett freie Zeiteinteilung, das heißt,
ihr seid jetzt selbstständig, das heißt,

ihr habt aber auch dann die Möglichkeit,
dann eure ganzen Sachen zu planen, also

statt 9 to 5, 24 Stunden, Spaß beiseite,

aber klar, natürlich habt
ihr ein paar Termine später,

aber insgesamt könnt ihr das gut
planen, das heißt, Freiheit, Freiheit im

Beruf und ja, Provision, man sagt
immer, geh nicht auf Provision, aber

die Verdienstchancen sind auf jeden Fall
natürlich auch da, das heißt, man kann sich

was aufbauen, eine bestimmte Sicherheit und
gerade im Versicherungsbereich kannst du

dir halt viel mehr Sicherheit aufbauen,

als sei es ein Handwerker oder irgendein
anderer Selbstständiger, der nonstop immer

neue Kunden braucht. Und vor allem
letzter Punkt für heute, wenn ich dir noch

ergänzen darf,

es ist eine Selbstständigkeit, für die du
zum Start nicht viel brauchst, du brauchst

keinen Riesenkredit, wenn du ein Restaurant
eröffnest, musst du erst mal einrichten

oder sonst was, im Prinzip,
was brauchst du heutzutage?

Ein Handy, ein Laptop, Führerschein
Klasse B, let's go und natürlich

auch eine abgeschlossene Prüfung bei der IHK.

Das darf nicht fehlen,

genau, das darf natürlich nicht fehlen,
aber wenn du die Prüfung bestehst, du kannst

ja dann erst mal ohne Prüfung überhaupt erst
mal an eine Versicherung herantreten und

sagen, hey, ich hätte mal Interesse oder
wie funktioniert das und auch gerne uns

fragen und dann kannst du
erst mal reinschnuppern und

nach einer gewissen Zeit, wo du dann
sagst, ja, macht mir Spaß, will ich machen,

gehst du in die Lernphase und machst dann
deine IHK-Prüfung und wenn du die IHK-Prüfung

bestanden hast,

dann brauchst du einfach nur noch
Gewerbeanmeldung, Laptop, Handy

und am besten Auto, genau, und dann viel Spaß.

Also an der Stelle, wenn noch Fragen
übrig geblieben sind, nutzt gerne die

Kommentar-Sektion hier unten und wir
beantworten gerne Fragen rund um das Thema

Versicherungsvermittlung, Zukunft,
was euch auf dem Herzen liegt.

In diesem Sinne, danke fürs Zugucken,

hat Spaß gemacht, bis zur nächsten
Folge und bleibt gesund, ciao.