Sparkojote – Der Finanzrudel Podcast

In dieser Folge teile ich meine Erfahrungen zur Selbständigkeit und den damit verbundenen Risiken. Ich erkläre, warum es besonders für junge Menschen sinnvoll ist, früh mit der Selbständigkeit zu starten. Zudem erzähle ich dir, wie ein diversifiziertes Investmentportfolio als Sicherheitsnetz helfen kann. Am Ende motiviere ich dazu, den eigenen Weg mutig zu gehen und mögliche Rückschläge entspannt zu meistern.

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  • (00:00) - Intro
  • (00:38) - Ist Selbstständigkeit zu riskant?
  • (01:18) - Für wen diese Folge ist
  • (01:57) - Jung selbstständig werden
  • (02:27) - Was mit fünfzig dagegen spricht
  • (03:35) - Werbung: Zak
  • (04:08) - Depot in der Schweiz
  • (05:21) - Mehr arbeiten, mehr Ertrag
  • (05:56) - Das Sicherheitsnetz aus Investments
  • (08:15) - 1,5 Millionen als Rückhalt
  • (08:49) - Schwankende Monate aushalten
  • (10:06) - Darüber redet kaum jemand
  • (11:56) - 200 Franken vom Gewinn investieren
  • (12:42) - Nicht all-in gehen
  • (13:17) - Die ersten drei Jahre
  • (13:55) - Gebt euch ein Ultimatum
  • (14:17) - Outro

What is Sparkojote – Der Finanzrudel Podcast?

Der Podcast von Thomas Kovacs, dem Sparkojote: Aktien, Dividenden und Unternehmertum aus der Schweiz.

Herzlich willkommen zur Finanzrudel Audio Experience, einem Podcast für alle, die sich das Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus zu Herzen nehmen. Hier lernst du wertvolle Tipps und Erfahrungen, die du in deinem Leben praktisch anwenden kannst. Mein Name ist Thomas Brandon Kovacs, auch bekannt als Thomas der Sparkojote. Ich bin Unternehmer und führe den grössten Schweizer Finanz-YouTube-Kanal und Finanzblog sparkojote.ch. Die Selbstständigkeit ist zu gefährlich! Was machst du da überhaupt?

Warum hast du deinen sicheren Job gekündigt? Ich meine, was machst du, wenn die Selbstständigkeit nicht klappt? Das sind solche Sachen, die hört man nicht allzu selten, wenn man sich selbstständig macht. Insbesondere in den ersten Monaten, in den ersten Jahren aus dem Umfeld, aus Bekanntenkreisen, oder auch einfach sonst in Gesprächen. Und ich möchte so ein bisschen heute auf dieses Thema eingreifen, da es doch schon etwas sehr Spannendes ist und viele auch aus der Community nebenberuflich sich mit irgendetwas selbstständig machen wollen oder

ein nebenberufliches Business haben und tatsächlich schon etwas Geld dazuverdienen. Und dieses Video richtet sich an all diejenigen. Und ich meine, wenn man sich das mal so ein bisschen überlegt, und sich mal ganz klar überlegt, was man dann macht in so einem Fall. Ja, also wenn ich das schon höre: Hey, du hast dich selbstständig gemacht, das ist zu gefährlich, was machst du überhaupt? Und was ist, wenn alles nicht klappt? Was machst du denn? Dann sage ich einfach: Ja, dann werde ich dann wahrscheinlich dein Arbeitskollege, wenn es nicht klappt. Und das ist halt wirklich so ein Punkt. Ich meine, wenn man sich selbstständig macht,

und klar, es gibt verschiedene Situationen, verschiedene Aspekte oder Momente. Aber grundsätzlich, wenn man sich zum Beispiel als junger Mensch selbstständig macht, während seinen zwanzigern oder in seinen dreißigern, und es vielleicht nach ein, zwei, drei Jahren nicht so klappt wie gewünscht, stehen einem oft noch viele Wege offen. Und man kann auch wieder zurück ins Corporate Life oder sich auch wieder einen Job suchen.

Natürlich, wenn man schon etwas älter ist, nehmen wir jetzt mal an, man möchte sich jetzt mit fünfzig, Anfang, Ende fünfzig selbstständig machen und kündigt dafür seinen Job, dann ist natürlich klar, dass das etwas kritischer ist und man sich das etwas oder sehr genau überlegen sollte und auch genau einen Proof of Concept haben sollte, dass es auch schon jetzt klappt. Das ist natürlich absolut verständlich. Ich rede jetzt hier spezifisch vor allem eher über jüngere Leute, die sich diesen Schritt wagen wollen oder auch ausprobieren wollen.

Und da sage ich einfach, je früher, umso besser, weil man dann einfach auch mehr Energie hat, mehr Kraft hat, blöde gesagt, und vor allem auch weniger Verpflichtungen hat, als wenn man dann vielleicht mit Mitte vierzig sich versucht, selbstständig zu machen, vielleicht schon Kinder hat und Co. Das bedeutet, man hat einfach noch mal viel, viel mehr, mehr, ja, Verpflichtungen, denen man nachgehen muss, und kann dann auch nicht so vielleicht fokussiert, wie man es wollen würde, sich der Selbstständigkeit widmen.

Vor allem auch, und das finde ich sehr, sehr wichtig, heutzutage mehr denn je umso wichtiger, bei der Schweiz oder in der Schweiz ein Bankkonto zu haben oder ein Depot zu haben, nicht irgendwo im Ausland oder irgendwelche Niederlassungen und Co. Ich sehe es ja immer mehr und mehr und mehr, wie viele Deutsche mir schreiben, hey, ich möchte ein Schweizer Konto aufmachen, die Lage hier wird mir zu brenzlig. Es ist absolut crazy, ich hatte noch nie so viele Anfragen, dass Menschen ein Schweizer Konto aufmachen wollen. Also umso wichtiger ist es heutzutage, wenn man auch hier in der Schweiz lebt, einen zuverlässigen Partner zu haben.

Ja, mit dem man sein eigenes Vermögen verwalten kann, das zuverlässig und vor allem auch mit extrem vielen Tools und Möglichkeiten. Link unten in der Videobeschreibung. Was natürlich auch extrem, extrem, extrem wichtig zu verstehen ist, ist, dass in einer Selbstständigkeit man wirklich selbst und ständig ist. Da gibt es dann nicht einfach, hey, ich arbeite meine zweiundvierzig Stunden und dann ist fertig. Im Normalfall, vor allem in der Anfangszeit, ist es nicht unüblich, sieben Tage die Woche zu arbeiten. Richtig Gas zu geben, siebzig, achtzig Stunden ranzuklotzen jede Woche. Und nein, jetzt kommen natürlich diese

Produktivitäts- und was weiß ich Experten, Work-Life-Balance-Experten: Hey, nur weil man mehr arbeitet, ist man nicht produktiver. Ich würde behaupten, jemand, der selbstständig ist, jemand, der auch angestellt ist, jemand, der wirklich weiß, was er macht, der ist, auch wenn er achtzig Stunden arbeitet, immer noch dreimal so effizient, macht immer noch drei- bis viermal mehr als jemand, der nur zweiundvierzig Stunden arbeitet, weil der einfach viel mehr dedicated ist, weniger Downtime hat, hat und wirklich auch Interesse zeigt. Da ist die Work-Life-Balance wurscht.

Was aber enorm wichtig ist, und das finde ich allgemein in der Selbstständigkeit, es wird zu wenig darüber geredet. Ich meine, da hat jeder so ein bisschen seine eigene Meinung und Ansicht. Ich finde jetzt zum Beispiel, ich bin in meiner Selbstständigkeit zumindest zeitlich all-in gegangen. Aber monetär habe ich immer parallel ein Portfolio aufgebaut oder habe mein Portfolio natürlich weiter hochgezogen, das Investmentportfolio, also sprich Aktien, ETFs und Co.

Und ich glaube, das ist was, was viele Selbstständige viel zu wenig machen und dadurch natürlich viel, viel mehr Druck erleiden und natürlich auch in kritischere Situationen kommen, als sie eigentlich kommen müssten. Ja, das heißt, jeder Selbstständige, wenn er auch beginnt oder schon bevor er überhaupt beginnt, sich selbstständig zu machen, sollte schon im Idealfall ein Investmentportfolio haben. Ja, ich habe damals das auch zum Beispiel dann mit Swissquote gehabt. Ich habe dann direkt von meiner Hausbank zu Swissquote gewechselt, habe da dann auch direkt weiter mit Aktien und dann sehr schnell dann auch mit ETFs wieder

weitergemacht oder neu angefangen. Und da dann auch in Welt-ETFs und Co. investiert, auch sehr früh, also natürlich schon vor der Selbstständigkeit, aber dann auch noch weiterhin während der Selbstständigkeit, um einfach auch dieses finanzielle, diesen finanziellen Puffer zu haben, dass falls jetzt das Geschäft nicht so gut läuft oder auch mal Monate gibt, die nicht so nice sind, immer noch ein Portfolio da wäre als Notfallplan, eine Möglichkeit, um eben bestimmte Downphasen zu überbrücken. Und das hat auch immer ein Peace of Mind gegeben. Das ist wirklich sehr, sehr,

ja, wie sagt man dem, sehr, sehr, also lässt einen sehr gut schlafen. Ja, ich muss jetzt gerade überlegen, wie ich das gut formuliere. Das heißt, man hat ja sonst schon, ich sage jetzt mal, eher Unerwartetes, oder man weiß nicht, es ist unregelmäßiges Einkommen. Aber das Investmentportfolio ist dann auch für viele, oder zumindest auch für mich als Selbstständiger, sehr oft so ein Ankerpunkt gewesen, bis dann halt die Geschäfte so gut laufen irgendwann, dass man sagt, okay, krass, das ist eigentlich, kommt jetzt nicht mehr so drauf an. Aber natürlich, das Investmentportfolio ist immer so der Backout-Plan, ja.

Also wenn ich mir mein Investmentportfolio angucke, knapp eins Komma fünf Millionen Schweizer Franken, weiterhin wachsend, dann ist das halt natürlich eine sehr, sehr, sehr, sehr, sehr komfortable Situation. Das heißt, du hast die Businesses, die laufen. Wir nehmen jetzt einfach mal ein Beispiel an. Du machst mal in einem Monat hunderttausend, dann in einem anderen Monat zweihunderttausend, also ich rede jetzt nur von Umsatz, dann in einem weiteren Monat fünfzigtausend, dann wieder hunderttausend, dann wieder sechzigtausend, dann wieder zweihundertfünfzigtausend, also so Auf-Ab-Achterbahnfahrt, ja.

Das heißt, in gewissen Monaten deckst du vielleicht nur die Fixkosten, in anderen wiederum machst du dann auch wieder Gewinn, in anderen wiederum Verlust, und aufs Jahr gerechnet machst du dann hoffentlich Gewinn. Da hast du dieses Auf-Ab, ähnlich wie beim Investmentportfolio, aber das korreliert ja hoffentlich dann auch nicht so stark. Das heißt, dann im Investmentportfolio kann man das dann auch gut gegenkompensieren. Und all in all holt mal das Investmentportfolio mal mehr raus, dann wieder das Business und so weiter, bis halt dann das Business irgendwann so gut läuft, dass halt beides gut läuft, hoffentlich langfristig gesehen. Das sind dann so

ergänzende Faktoren, die einem dann wirklich auch so ein bisschen helfen, die Ruhe zu bewahren, auch in schwierigen Phasen. Und ich meine, ich bin da ganz ehrlich mit euch, ich habe ja auch alles sehr transparent mit euch dokumentiert. Es gibt immer Aufs und Abs, sowohl im Investmentportfolio als auch in der Selbstständigkeit. Und ich würde lügen, wenn ich nicht sage, wenn das Investmentportfolio in Situationen, wo es halt jetzt nicht so rosig lief oder wo es auch mal Rücksetzer gab, jetzt nicht an der Börse, sondern im Business, was natürlich so ein Investmentportfolio schon sehr, sehr beruhigend ist, wenn man das auf der Seite hat und man dann trotzdem dann sehr fokussiert noch mit, ich sage mal, weniger Stress

durch solche Zeiten durchkommt tatsächlich. Ja, also das heißt, das ist so ein Aspekt, da reden sehr wenige Selbstständige drüber. Ich kenne auch nicht so viele Selbstständige, die neben ihrem eigenen Geschäft auch andere Investments haben. Die meisten Selbstständigen oder Unternehmer sind irgendwie dann all-in gefühlt in ihrem eigenen Unternehmen, was ja auch ganz in Ordnung ist. Ist ja nichts Verkehrtes dabei. Ich finde einfach nur, mir persönlich, wenn ich mir das so angucke über die verschiedenen Jahre, die ich jetzt hier das mache— ich bin jetzt seit bald zehn Jahren selbstständig— also diesen Stress würde ich mir nicht geben wollen.

Klar, Fokus verstehe ich, und ich meine, ich arbeite auch sehr fokussiert, Aber diese ruhige Gelassenheit mit der Zeit, auch eben durch dieses holistische Ganze, durch zum Teil eben Diversifikation, Investmentportfolio, was eh schon auch diversifiziert ist, dann auch teilweise mehrere Geschäfte, mehrere Unternehmen, die man halt hat, das ist schon sehr, sehr, sehr, sehr geil. Das ist schon sehr, sehr, sehr geil, wenn man in so einer Situation stecken kann, sich das auch aufgebaut hat über die Jahre. Und

dann eben von dem dann eben leben kann, Arbeitsplätze schaffen kann für andere Leute, dass die auch davon leben können. Das ist schon sehr, sehr, sehr, sehr stark, muss ich ganz ehrlich sagen. Also ist in meinen Augen wirklich einsame Spitze. Und das wünsche ich auch wirklich jedem, ja, dass wenn er eine Selbstständigkeit macht, dass es für diese Person klappt, für den oder diejenigen. Und dann eben auch gleichzeitig, wenn man sich auch den Druck etwas rausnehmen soll, immer weiterhin auch fleißig investiert. Natürlich sollte der Großteil des Geldes in dem Geschäft bleiben und dort auch reinvestiert werden.

Aber nehmen wir jetzt mal an, ihr macht im Geschäft einen Gewinn von eintausend Euro oder Franken, da kann man ja ruhig zweihundert, dreihundert Franken davon abzwacken, das investieren.

So gesehen, jetzt mal einfach erklärt, natürlich läuft das dann über das Gehalt, was man sich selber auszahlt und so weiter, aber ich meine, so grundsätzlich kann man zwanzig, dreißig Prozent davon ja nehmen, das investieren, oder auch zehn Prozent, je nachdem wie viel Geld das halt ist, und den Rest dann einfach reinvestieren im Geschäft, damit das Geschäft weiter wachsen kann, ja, und das dann hoffentlich immer weiter wachsen kann, damit dann auch die zehn, zwanzig, dreißig Prozent, die man dann auch beiseitelegt fürs eigene Investmentportfolio, dass die dann auch einfach immer größer und größer werden, also in absoluter Summe natürlich.

Ich denke, das ist wirklich eine gesunde Herangehensweise, wenn man sich selbstständig macht, statt einfach all-in sich da reinzustürzen und dann zwei Jahre später zu sagen, ich fange wieder bei null an. Aber hey, wie schon gesagt, jeder wie er mag. Ich bin halt nur jemand, der auf verschiedene Situationen guckt. Und versucht, potenzielle Risiken kalkuliert einzugehen. Bei mir hat es jetzt geklappt und ich kann wirklich sehr, sehr ruhig schlafen, und zwar das praktisch jeden Tag, und das schon die letzten, ich würde jetzt sagen, fünf, sechs Jahre. Ich muss ehrlicherweise zugeben, die ersten ein bis drei Jahre,

das war schon immer so ein bisschen so ein Hin und Her und ah, und wann und wie und wie lange kann das noch und dies und jenes. Und das hat sich natürlich jetzt schon lange gelegt. Und das ist natürlich auch sehr, sehr geil, wenn ich das so sagen darf, dass sich das auch schon lange gelegt hat. Darum macht euch selbstständig, meine Lieben, insbesondere wenn ihr jung seid. Je jünger ihr seid, umso früher würde ich es probieren. Und gebt euch ein Ultimatum, ein bis drei Jahre. Wenn es dann nicht klappt, könnt ihr immer noch geschmeidig zurückgehen. Und zieht einfach durch, probiert es aus. Entscheidet nicht zu spät.

Wenn ihr dann schon viele Verpflichtungen habt, dann sind die Risiken natürlich noch mal höher. Probiert es einfach. Ich meine, das Leben ist dafür da, um Dinge auszuprobieren. Und darum würde es mich auch so ein bisschen interessieren: Wann habt ihr so diesen Leap of Faith gemacht? Das kann ja auch in anderen Bereichen sein. Job gewechselt oder auch einfach ein bestimmtes größeres Investment getätigt, sich selbstständig gemacht. Schreibt es gerne unten in die Kommentare rein.

Lieben Dank fürs Zuhören. Neue Finanzrudel Audio Experience Episoden gibt es jeden Montag, Donnerstag und Samstag 9 Uhr vormittags. Trete ausserdem dem exklusiven Finanzrudel Community Club bei finanzrudel.ch/club und tausche dich mit Tausenden Gleichgesinnten im Finanzrudel aus. Mehr über mich und meine Reise erfährst du auf meinem Blog www.sparkojote.ch. Interessiert dich, an welchen Projekten ich aktuell arbeite? Dann findest du mich auf Instagram at Sparkojote. Auf meinem YouTube-Kanal Thomas der Sparkojote findest du aktuelle Videos zum Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus. Bis bald.