Leiwand gründen

Wie kann ich ein Unternehmen starten, ohne gleich alles auf eine Karte zu setzen? In dieser Folge von Leiwand gründensprechen die Gründungsberater Günter Schmatzberger und Camillo Patzl darüber, wie man klug und risikoarm in die Selbstständigkeit starten kann – und warum gerade risikoaverse Menschen besonders gut zum Gründen geeignet sind.
  • Das größte Risiko beim Gründen: keine zahlenden Kunden zu finden.
  • Große Investitionen vor dem ersten Kundenkontakt sollten vermieden werden.
  • Kundenfeedback ist wichtiger als die perfekte Idee – das Business soll echte Probleme lösen.
  • Unterstützung durch Beratung, Mentoring oder Förderstellen hilft, kritische Punkte früh zu erkennen.
  • Ein gutes Geschäftsmodell erkennt man daran, dass es ohne große Hürden ins Laufen kommen kann – und man es gut an potenzielle Kunden kommunizieren kann.
Hast du dir schon überlegt, wie du dein Business klein starten und trotzdem groß denken kannst? Diese Folge gibt dir Antworten.


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In diesem 30-minütigen Online-Gespräch tauchen wir gemeinsam in deine Geschäftsidee ein, besprechen deine bisherigen Fortschritte und die Herausforderungen, die dich gerade beschäftigen. Du bekommst vorbehaltlos Feedback zu deiner Gründungsidee und nützliche Tipps für deine nächsten Schritte. Garantiert ohne Verkaufs-Schmähs oder Marketing-Blabla.

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What is Leiwand gründen?

Der Podcast für Gründer und Solo-Selbständige mit Günter Schmatzberger und Camillo Patzl. Jede Woche: 1 Frage, 15 Minuten, 2 Sichtweisen.

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Speaker 1
Wie starte ich ein Business, ohne grosse Risiken einzugehen? Ja hallo, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, herzlich willkommen bei Leihwand Gründen, unserem wöchentlichen Podcast rund ums Gründen und zwar Leihwand. Und Leihwand ist auch die Frage, die uns der Camillo mitgebracht hat, an meiner Seite wie immer Camillo Pattl, Gründungsberater. Hallo, herzlich willkommen und an meiner Seite der lieber Günther Schwarzberger.

Speaker 1
Genau, wir zwei reden immer über das Gründen und heute wäre die Frage, lieber Camillo, wie starte ich denn ein Business ohne große Risiken einzugehen? Hast du da vielleicht den Geheimplan, wie wir risikolos zu einer leibernden Geschäftsidee kommen, die uns Spaß macht und reich macht? Über den Kunden? Wer kann die Folge beenden?

Speaker 1
Erzähl es mir, Camillo. Also das größte Risiko ist, dass du mit deinem Business keinen Verkauf erzählst, also keine zahlenden Kunden findest. Genau. Ich glaube, das ist tatsächlich im Kern das Risiko.

Speaker 1
Darum geht es. Das heißt, du hast eine Geschäftsidee, aber keine Kunden. Genau. Dann wird dein Business nicht funktionieren.

Speaker 1
Genau. Das heißt, wenn du jetzt darüber nachdenkst, ein Business zu starten, geht es eigentlich darum, dieses primäre Ziel zu erreichen. Kunden finden, die nicht nur interessiert sind oder die das toll finden oder leihran finden, dass du das machst oder dass du dieses Thema angehst oder diese Dienstleistungen, das Produkt sozusagen gebaut hast oder dir überlegt hast, sondern auch, dass sie dich dafür bezahlen. Du Umsätze generieren kannst und sozusagen das wirklich auch zu einem Business wird und du einfach dann hier gestalten, walten, dich entfalten kannst mit deinem Business.

Speaker 1
Genau. Also das Risiko ist, ich habe eine Geschäftsidee, ich arbeite dran, ich überlege mir was und meine potenziellen Kunden sagen, cool, coole Sache. aber sie kaufen nichts. Das heißt das ist das Risiko.

Speaker 1
Ich glaube es gibt natürlich auch noch andere Challenges, die im Laufe eines Businesses entstehen können, aber bleiben wir mal kurz bei dem, weil es aus meiner Sicht, so wie du sagst, das zentrale Risiko ist. Ich möchte trotzdem kurz auf den Begriff Risiko eingehen, weil ich glaube, dass mit der Idee, sich selbstständig zu machen, eine ganz falsche Vorstellung von Risiko verbunden ist. Also ganz, ganz viele Leute glauben, wenn man sich selbstständig macht, muss man sehr risikofreudig sein, weil man sich jetzt auf die Selbstständigkeit einlässt, da sind viele Unsicherheiten und wenn man nicht risikofreudig ist, dann kann man sich nicht selbstständig machen. Meine Beobachtung ist genau das Gegenteil.

Speaker 1
Ich habe ganz, ganz viele Selbstständige getroffen, die extrem risikoscheu sind, die lieber so wenig Risiken wie möglich eingehen möchten. Und ich sage, das ist eine gute Sache, weil ich will nicht, lieber Hörer und liebe Hörerinnen, dass du ein riskantes Business startest. Ich will, dass du ein stinklangweiliges Business startet, das dir laufend Kunden bringt. Das heißt, wir wollen ein Business ohne Risiken.

Speaker 1
Das heißt, wir wollen keine Experimente hier starten, sondern wir wollen etwas, was aller Voraussicht nach relativ gut läuft. Dass mit diesem Plan Unsicherheit verbunden ist, das kriegen wir nicht weg. Aber das ist kein Risiko. Das ist Unsicherheit im Sinn von, wir können nicht in die Zukunft schauen.

Speaker 1
Also wenn du risikoscheu bist, dann bist du zum Gründen sehr gut geeignet. Ich in der Selbstständigkeit bin sehr risikoscheu. Also ich suche nicht die Risiken. Ich auch.

Speaker 1
Ich glaube, ich denke auch recht viel nach, bevor ich dann tatsächlich einen Schritt setze. Irgendwann braucht man natürlich den Mut loszugehen oder ich komme aus dem Sport, vielleicht dann den Hügel-Backcountry-mäßig runterzufahren mit dem Snowboard, da braucht es einfach nachher noch so eine gewisse Restüberwindung und Vertrauen in sich selbst, dass man auch diese Fähigkeiten mitbringt, aber das ist alles geplant oder da habe ich mir Gedanken gemacht, wie sind die Witterungsbedingungen, wie schaut das Schneefeld aus, wo sind vielleicht Gefahrenquellen versteckt, also da ist schon ein geplantes Risiko. Also ein kalkuliertes Risiko, eine kalkulierte Unsicherheit.

Speaker 1
Ich weiß, es ist nicht ganz abschätzbar, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit dem umgehen kann, egal wie es läuft. Das ist okay, das brauchen wir für die Selbstsicherheit. Aber das bedeutet nicht, dass wir uns ins Risiko steuert schürzen sollen und schon gar nicht, dass wir große Risiken eingehen sollten. Das sollte in unserem Geschäftsmodell eigentlich gar nicht vorhanden sein.

Speaker 1
Das heißt diese wirklich riskanten Dinge, wo ich voraus große Investitionen habe, wo ich sage okay da stecke ich jetzt hunderttausende Euro rein ohne dass ich den ersten Kundenkontakt gehabt habe, davon würde ich persönlich immer abraten. Es gibt solche Leute, die auch überhaupt kein Problem damit haben, sich ein Geschäftslokal zu mieten, das mal zu renovieren, hübsch herzurichten, diverse Maschinen zu kaufen und dann sozusagen darauf zu vertrauen, dass es dann auch eine entsprechende Auslastung hat. Ich persönlich wäre nicht der Typ dafür. Meine Gründer und Gründerinnen, die zu mir kommen und sagen, da mieten sie sich das Büro oder da kaufen sie sich das und das, Da gehe ich auch ins Gespräch und versuche zu challengen, ob es das tatsächlich braucht oder ob es nicht vielleicht irgendeinen Softstart gibt, einfach um diese

Speaker 1
größeren Risiken, die Geld kosten können, zu minimieren. Die größten Risiken für uns, gerade kleine Unternehmen, Solopreneure, Solopreneuren, sind ja finanzielle Risiken. Das heißt, dass uns das Geld ausgeht. Und das können wir einerseits dadurch verringern, dieses Risiko, dass wir Dinge gar nicht anschaffen, die wir nicht brauchen.

Speaker 1
Dazu haben wir eine Folge schon gemacht. Oder, dass wir sagen, wir haben laufend Menschen, die uns neues Geld zufließen lassen. Wir haben auch Folgen darüber gemacht, wo wir gesagt haben, vielleicht kann mir eine Förderung helfen, um dieses größere Risiko wieder zu minimieren oder zu verteilen. Oder ich habe einfach Kunden, die mir regelmäßig dieses Einkommen aufgeben.

Speaker 1
Das wäre das Beste. Ich weiß nicht, wo ich das gelesen habe oder gehört habe, aber ich brauche kein Geld, um mein Business zu starten. Das, was ich wirklich brauche, sind Kunden. Das heißt, wenn ich einen Kunden habe, wenn ich zwei, drei, vier, fünf Kunden habe, dann habe ich eine Möglichkeit, Geld zu verdienen und mir peu à peu sozusagen mein Business auch entsprechend auszubauen.

Speaker 1
Wenn ich viel Geld zur Verfügung habe und dann ein Business baue, ist nicht im Umkehrschluss klar, dass ich auch entsprechende Kunden kriege. Das heißt, dieses Risiko, dass ich nicht zu den Kunden komme, kann ich in dieser Startphase dadurch abfedern oder gar nicht entstehen lassen, indem ich versuche, einen sehr engen Kontakt zu den potenziellen Kunden herzustellen. Das heißt in dieser Startphase und ich weiß, dass es in der Umsetzung oft gar nicht so leicht ist. Man ist begeistert von seiner Idee, man plant, man gibt Produkte, man ist total begeistert von dem, was man auf die Beine stellen kann, man liebt die Freiheit, die hier entstanden ist und man hat nicht unbedingt im Blick im ersten Schritt, was das dann bedeutet am Markt mit den

Speaker 1
Kunden. Aber der richtige Zugang wäre zu sagen, ja, ich entwickle hier was, das mich total inspiriert und gleichzeitig schaue ich immer so mit einem Auge auf meine Kunden und denke mir, okay, was haben die davon? Was brauchen die wirklich? Nicht nur, was taugt mir, sondern auch immer, was brauchen die?

Speaker 1
Wie kann ich was schaffen, was bei meinen Kunden ankommt? Wie können die sagen, ja, genau das will ich haben? Das heißt, wenn ich in dieser Startphase schon beide Perspektiven, meine eigene Perspektive und die Kundenperspektive in ein schönes, harmonisches Gleichgewicht bringen könnte, dann habe ich dieses Risiko, dass später dann ich da stehen werde und sage, ok, wo sind jetzt die Kunden, eigentlich schon ziemlich minimiert. Ein Punkt, der mir noch einfällt, um Risiken zu minimieren ist, hol dir Unterstützung, hol dir Begleitung.

Speaker 1
Wieder aus dem Sport gesprochen, mir kann ein Physiotherapeut helfen, um mich auf Bewegungsabläufe vorzubereiten in Extremsituationen. Ich kann einen Trainer mir als Unterstützung holen, der mich entsprechend muskulär der mir Übungen mitgibt oder mich aufbaut, dass ich diesen Extrembelastungen, die dann vielleicht auf mich zukommen, dem Stand zu halten oder das Verletzungsrisiko zu minimieren und das sind einfach, glaube ich, ganz gute Vergleiche, wo man sagt, Wenn ich was größeres vorhabe oder da vor einer größeren Veränderung stehe, dann wird es immer irgendwelche Stellen oder Personen vor allem geben, die mich hier begleiten können, die Erfahrungswerte mitbringen, die vielleicht das eine oder andere schon selbst gegangen sind von diesem Weg, den ich da vorhabe. Um mir da sozusagen meine Nuggets herauszuholen und eben entsprechende Risiken zu minimieren.

Speaker 1
Genau. Und das ist ja auch das, was wir machen. Also ich habe jetzt gerade vorige Woche wieder einen Geschäftsmodell-Check gemacht mit Gründerinnen. Und da haben wir das auch so gemacht.

Speaker 1
Wir haben uns das Geschäftsmodell angeschaut, wir haben gesagt, was sind die einzelnen Komponenten, was ist schon da, was fehlt noch und auch wo in welchen Stellen habe ich das Gefühl mit meiner Erfahrung stecken die größten Risiken, wo müssen wir besonders gut hinschauen, wo sind die Dinge, wo wir besonders viel Aufmerksamkeit legen müssen, damit das Ganze gut funktionieren kann. Weil, und das ist auch meine Beobachtung, wenn ich in ein Business starte mit einem Geschäftsmodell, mit einer Geschäftsidee, dann ist es nicht so, dass alles riskant ist. Wenn das gut geht, dann läuft alles gut.

Speaker 1
Wenn das aber nicht gut geht, dann komme ich nicht weiter, dann trete ich auf der Stelle. Und wenn man diese Punkte erkannt hat, und oft sieht man das selber nicht, und gerade wenn man zum ersten Mal das macht, kann man nicht erkennen, wo die kritischen Punkte sind. Aber wir können das schon, wir können ein bisschen hinschauen und sagen, okay, schau mal her, da ist ein kritischer Punkt, da müssen wir hinschauen. Kannst du das anonymisiert teilen, um das ein bisschen konkreter zu machen, was jetzt in diesem Fallbeispiel passiert?

Speaker 1
Genau, also in diesem Fallbeispiel ist es darum gegangen, dass hier eine ziemlich coole Lösung entstanden ist, wie man in der Wohnung Pflanzen anbauen kann. Also Kräuter und so weiter. Also ziemlich cool. Auch Grüße an euch beide, die das macht.

Speaker 1
Und da haben wir uns angeschaut, wo in diesem Geschäftsmodell könnte es passieren, dass wir viel Zeit investieren müssen, welche Dinge laufen von selber, wo brauchen die beiden Hilfe, was können sie selber erledigen und so weiter. Und da ist eben drauf gekommen, dass im Prinzip alles sauber läuft, Gut durchdacht. Gut durchdacht. Das ist alles gut, wenn, und das ist die Voraussetzung, wenn es gelingt, zu kommunizieren, wozu das gut sein soll.

Speaker 1
Wozu brauche ich das? Wir sehen wieder eine Verbindung zu den Kunden. Das heißt, ein häufiger Knackpunkt ist, wie schlage ich die Brücke zu den Kunden? Also wie schaffe ich etwas von mir aus gut durchdacht?

Speaker 1
Übersetzung, dass auch für den Kunden es sich stimmig anfühlt. Genau, richtig. Also die Übersetzung von dem, was ich mir ausgedacht habe, in die Welt des Kunden. Und damit erkannt, eigentlich ist es alles auf Schiene.

Speaker 1
Wir müssen nur gut aufpassen, dass wir diese Übersetzung gut schaffen. Und wenn wir diese Übersetzung gut schaffen, dann gibt es aus heutiger Sicht nichts, wovor wir uns groß fürchten müssen. Bei diesem Geschäftsumteil. Bei diesem Geschäftsumteil, genau.

Speaker 1
Super, ja. Und wenn ich das dann weiß, dass es an dieser Stelle liegt, dann kann ich auch sagen, okay, das ist manageable. Das sind zwei Punkte, auf die kann ich aufpassen. Dann kümmer ich mich halt darum.

Speaker 1
Ich kann mal Hilfe holen, ich kann mal Lösungen überlegen und so weiter. Was aber auch sein kann ist, dass wir unser Geschäftsmodell, und das haben wir auch schon gemacht, wir haben unser Geschäftsmodell angeschaut und gesagt, naja, da hapert es an dieser Stelle, aber wenn man genau ehrlich ist, ist es an dieser Stelle auch, und an dieser Stelle auch, und da eigentlich auch, und da eigentlich auch, und wenn man sich das ganze anschaut, muss man sagen, Das kann nicht funktionieren. Und da würde ich schon ein extremes Risiko eingehen, wenn ich sage, ich mache es aber trotzdem.

Speaker 1
Ist mir ja wurscht. Aber wenn ich in der Analyse schon erkenne, dass da so viele Ungereimtheiten sind, so viel Input notwendig ist, so viele Berge zu überwinden sind, dass ich sage, okay, eigentlich ist es dieser Aufwand gar nicht möglich zu erledigen, dann würde ich mich in ein Risiko rein stützen, das aber auch aus meiner Sicht nicht verantwortbar ist. Verstehe.

Speaker 1
Also das können wir tun, liebe Hörerinnen und Hörer, bei der Beurteilung vom Risiko. Wir wollen Risiko vermeiden und wenn wir das mit dir gemeinsam tun können, dann tun wir das sehr gerne. Vielleicht waren in dieser Folge schon einige Inputs für dich dabei, wo du hinschauen kannst und vielleicht das Risiko so weit wie möglich runterzudrehen. Wenn du darüber eine Ausfrage hast, wir sind für dich da.

Speaker 1
Gerne im kostenlosen Gründungscheckup, unverbindlich, kann man das mit uns machen. Und zwar versprochen, du wirst wertvolle Tipps für dich mitnehmen können, Impulse und jedenfalls auch ein entsprechend professionelles Feedback und wir legen da großen Wert darauf, dass wir da wirklich einen Mehrwert für dich haben. Genau, dass wir euch wirklich helfen, das ist uns wirklich wichtig. Wir wollen nämlich sehr viele erleibende, erfolgreiche Businesses haben.

Speaker 1
Ja, dann glaube ich, freuen wir uns wieder auf die nächste Woche. Ich schon. Mit einer neuen Frage. Ich schon, ich hoffe, du auch.

Speaker 1
Danke, lieber Günther, für heute. Sehr gerne. Danke, lieber Camillo. Danke fürs Zuhören und seid fleißig.

Speaker 1
Und bleibt fleißig.