Schwarze Erde, weisses Licht

Lanzarote zwischen zwei Reichen: Wie normannische Eroberer die Insel nahmen, warum eine Chronik sich selbst widerspricht, und wie der verheerendste Korsarenangriff von sechzehnhundertachtzehn eine halbe Inselbevölkerung über das Meer verschwinden ließ.

Show Notes

Das Segel, das nicht vorbeifuhr

Episode 6 • Erinnerung vom 2026-07-06 Duration: 14:02

Lanzarote zwischen zwei Reichen: Wie normannische Eroberer die Insel nahmen, warum eine Chronik sich selbst widerspricht, und wie der verheerendste Korsarenangriff von sechzehnhundertachtzehn eine halbe Inselbevölkerung über das Meer verschwinden ließ.

Warum diese Folge hängen bleibt

Ein Majo steht am Ufer und sieht ein Segel, das diesmal nicht vorbeifährt Fast alles, was wir über die Eroberung wissen, stammt aus einer einzigen Chronik in zwei sich widersprechenden Fassungen – und die Insel wurde danach jahrhundertelang von beiden Seiten geplündert

Drei Dinge, die bleiben

  • Unsere wichtigste Quelle über die Eroberung existiert in zwei Fassungen, die einander offen widersprechen, weil sich die Eroberer zerstritten
  • Lanzarote war zeitweise Opfer und Ausgangspunkt von Sklavenraub zugleich
  • Die größte Zuflucht der Insel wurde nicht erstürmt, sondern von einem einzelnen Schreiber von innen verraten

Das Bild, das bleibt

  • Familien mit Kindern und Ziegen in völliger Dunkelheit in der Cueva de los Verdes, während oben die Korsaren das Land durchkämmen
  • Emotionaler Bogen: Von der bitteren Ironie der Eroberung über den nüchternen Schrecken von sechzehnhundertachtzehn bis zur stillen Erkenntnis, dass die Angst vor dem Meer die ganze Inselgeografie geformt hat

Ein Satz aus der Folge

  • "Wer nach all dem auf Lanzarote blieb – und Menschen blieben – , richtete sein ganzes Leben auf die nächste Bedrohung vom Meer aus ein."

Über den Podcast

Geschichten mit Bernd ist ein von Matthias kuratierter und produzierter Podcast über Erinnerungen, Handwerk, Reisen, Familie und Lebensgeschichten rund um Bernd. Jede Folge beginnt bei einem konkreten Moment und öffnet daraus ein größeres Fenster in Geschichte, Kultur, Orte und verschwindende Welten.

What is Schwarze Erde, weisses Licht?

Schwarze Erde, weisses Licht ist ein Reise-Podcast über Lanzarote, für Matthias, Waltraud, Marie und Julia. Vom 2. bis 16. Juli 2026 wohnen sie im Centro Antroposófico im Norden der Insel und nähern sich der Vulkaninsel Folge für Folge: dem Feuer von Timanfaya, dem Werk von César Manrique, den Pflanzen und Tieren der Lava, dem Wein von La Geria, der Geschichte der Insel, dem Tourismus und dem Wasser. Jede Folge ein Thema, dicht, überraschend und voller Vorfreude.

Das Segel, das nicht vorbeifuhr
Folge 6 | Erinnerung vom 2026-07-06
Schwarze Erde, weisses Licht – der Lanzarote-Podcast

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[00:07] Erzähler: Ein Mann steht am Ufer. Schwarzer Sand unter den Füßen, hinter ihm die Weiden und Höhlen, in denen sein Volk seit Generationen lebt. Am Horizont ein Segel. Segel hat es schon gegeben. Das letzte, von einem Genuesen namens Lancelotto Malocello, ist vorbeigezogen und hat der Insel nur einen fremden Namen dagelassen. Aber dieses Segel wird größer. Es hält auf die Küste zu. Im Mai vierzehnhundertzwei gehen achtzig Männer in Rüstung an Land. Und diesmal kommen sie nicht, um zu handeln oder weiterzusegeln.

[00:42] Gesa: Die Menschen, über die wir in der letzten Folge gesprochen haben – die Majos – ahnen an diesem Ufer noch nicht, dass ihre Welt gerade zu Ende geht. Und was mich als Erstes umtreibt: Fast alles, was wir über diesen Moment wissen, stammt aus einer einzigen Quelle.

[00:59] Erzähler: Einer einzigen?

[01:00] Gesa: Einer Chronik namens «Le Canarien», geschrieben von zwei Geistlichen, die mit den Eroberern mitsegelten. Und jetzt wird es bizarr: Diese Chronik existiert in zwei Fassungen, die einander offen widersprechen.

[01:14] Erzähler: Moment – zwei Fassungen derselben Chronik?

[01:16] Gesa: Genau. Die eine feiert den Anführer Jean de Béthencourt als frommen Helden, als gottgewollten Eroberer. Die andere klagt ihn des Verrats an – geschrieben aus der Sicht seines Partners Gadifer de la Salle, der sich um seinen Anteil betrogen fühlte. Namen wurden vertauscht, Passagen umgeschrieben, ein Held nachträglich aufgebläht, der andere kleingemacht.

[01:40] Erzähler: Also ist unser wichtigstes Dokument über die Eroberung Lanzarotes im Grunde ein Streitschreiben.

[01:46] Gesa: Zwei Streitschreiben. Und genau so arbeitet man damit: Man liest beide Versionen gegeneinander, sucht die Stellen, wo sie sich trotz Feindschaft einig sind – das ist vermutlich wahr. Und misstraut allem, wo einer den anderen übertrumpfen will. Was wir über den Untergang der Majos wissen, kennen wir aus der Feder von Männern, die miteinander im Krieg lagen.

[02:10] Erzähler: Das ist ein ziemlich wackeliger Boden für die Geschichte einer ganzen Insel.

[02:15] Gesa: Willkommen in der Mediävistik.

[02:17] Erzähler: Also, wer stieg aus diesen Schiffen? Keine Königsarmee, kein Kreuzzug. Jean de Béthencourt und Gadifer de la Salle, zwei normannische Adlige, halb Abenteurer, halb Geschäftsleute. Sie stachen mit rund achtzig Mann von La Rochelle aus in See – Normannen, Gascogner, zwei Priester. Über Galicien und Cádiz nach Lanzarote.

[02:38] Gesa: Achtzig Mann. Für eine ganze Insel. Das sagt viel darüber, was sie erwartet haben – oder wie wenig sie wussten.

[02:45] Erzähler: Béthencourt segelte bald weiter zum Hof von König Heinrich dem Dritten nach Kastilien und ließ sich dort zum Herrn der Kanarischen Inseln ernennen. Er bekam Geld, Titel, Rückendeckung. Sein Partner Gadifer blieb auf der Insel zurück, allein mit einer zerfallenden Truppe. Und dann kam der nächste Verrat: Béthencourts eigener Leutnant, ein Mann namens Bertin de Berneval, meuterte und begann Sklavenraubzüge gegen die Majos – gegen dieselben Menschen, die sich gerade unterworfen hatten.

[03:17] Gesa: Also Verrat auf zwei Ebenen: Béthencourt verriet Gadifer um den Titel, und Berneval verriet die Abmachung mit den Majos um die Sklaven. Die Eroberung zerbrach von innen, bevor sie überhaupt abgeschlossen war. Und genau dieser Bruch ist der Grund, warum wir zwei widersprechende Chroniken haben.

[03:37] Erzähler: Die beiden Anführer haben sich vermutlich nie wieder gesehen.

[03:41] Erzähler: Jetzt zur anderen Seite dieses Ufers. Zu den Menschen, die an Land standen, als die Schiffe kamen. Die Majos waren schon vor der Eroberung geschwächt. Jahrzehnte vorher hatten europäische Schiffe – Genuesen, Kastilier, Mallorquiner – Raubfahrten an die Kanaren unternommen. Nicht um Land zu nehmen. Um Menschen zu nehmen.

[04:02] Gesa: Die früheste belegte Razzia, die wir greifen können, liegt gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts. Rund hundertsiebzig Ureinwohner wurden verschleppt, darunter der einheimische König und seine Frau. Verkauft auf Märkten in Sevilla und Mallorca. Die genaue Datierung schwankt zwischen den Quellen – irgendwann zwischen dreizehnhundertsiebenundsiebzig und dreizehnhundertdreiundneunzig.

[04:27] Erzähler: Hundertsiebzig Menschen von einer Insel mit vielleicht ein paar tausend Einwohnern. Das ist, als würde man ein ganzes Dorf leerfegen.

[04:36] Gesa: Und das war nicht die Folge der Eroberung – das war ihre Vorgeschichte. Als Béthencourt landete, traf er auf ein Volk, das schon ausgeblutet war.

[04:46] Erzähler: An der Spitze stand König Guardafía. Er leistete Widerstand, aber gegen Rüstung und Schwerter hatte er wenig in der Hand. Am siebenundzwanzigsten Februar vierzehnhundertvier wurde Guardafía getauft. Eine Massentaufe folgte. Wer sich taufen ließ und unterwarf, entging formal der Versklavung. Wer nicht –

[05:06] Gesa: – wurde zur Ware. Und selbst Guardafías Name kennen wir nur, weil die Sieger ihn aufgeschrieben haben. Aus ihrer Perspektive.

[05:14] Erzähler: Im Süden der Insel, in der Papagayo-Gegend, entstand San Marcial del Rubicón – die erste dauerhafte europäische Siedlung der Kanaren. Turm, Kirche, Brunnen, Friedhof. Am siebten Juli vierzehnhundertvier errichtete ein Papst dort per Bulle das erste Bistum der Kanarischen Inseln. Eine Kathedrale am Rand der bekannten Welt.

[05:36] Gesa: Und wenn man das einordnet: Rubicón ist eine der frühesten europäischen Siedlungen außerhalb des Kontinents überhaupt. Jahre vor Madeira, ein gutes Stück vor den Kapverden. Was hier als kleines Fort begann, war ein Probelauf für die ganze europäische Atlantik-Expansion.

[05:54] Erzähler: Und ein Probelauf für ein System aus Eroberung, Taufe und Versklavung, das wenige Jahrzehnte später über den ganzen Atlantik reichen sollte. Was Sklaverei hier bedeutete, muss man klar benennen: Menschen, verladen auf Schiffe, verkauft auf europäischen Märkten, herausgerissen aus ihren Familien. Kein Abenteuer. Ware werden.

[06:15] Gesa: Und die Rollen waren nicht sauber getrennt. Die kastilischen Herren auf Lanzarote organisierten ihrerseits Sklavenraubzüge an die nahe afrikanische Küste – sogenannte Cabalgadas. Die Insel war zeitweise Opfer und Ausgangspunkt von Menschenraub zugleich.

[06:32] Erzähler: Das muss man aushalten.

[06:34] Erzähler: Und genau hier kippt die Geschichte. Lanzarote ist erobert, getauft, in das spanische Reich eingegliedert. Und jetzt passiert etwas Bitteres: Dieselbe Szene vom Anfang – ein Segel am Horizont. Aber aus der anderen Richtung. Aus dem Süden.

[06:50] Gesa: Die Insel liegt rund hundertfünfundzwanzig Kilometer vor der nordafrikanischen Küste. Und an dieser Küste sitzen die Barbareskenstaaten – Algier, Tunis, die marokkanischen Häfen. Mächte im Umfeld des Osmanischen Reiches. Für sie ist Lanzarote ein Geschenk: dünn besiedelt, kaum verteidigt, direkt vor der Haustür.

[07:11] Erzähler: Also lag die Insel praktisch offen da, jedem Segel ausgeliefert.

[07:15] Gesa: Jahrhundertelang. Verstreute Bauernweiler, ein paar hundert Familien, keine Mauern. Um sechzehnhundert lebten auf der ganzen Insel geschätzt fünfzehnhundert bis zweitausend Menschen. Das ist weniger als manches Schweizer Bergdorf.

[07:31] Erzähler: Und von Süden kamen die Korsaren, Berber und Barbaresken, zeitweise auch europäische Freibeuter, Franzosen, Engländer, Niederländer.

[07:39] Gesa: Und Korsarentum war straff organisiert, fast eine halbstaatliche Wirtschaft: Beute, Lösegeld, Menschenhandel, alles einträglich, alles verbucht. Wer auf dieser Insel lebte, war eingeklemmt zwischen Reichen, die beide Menschen als Beute nahmen.

[07:55] Gesa: Bevor wir zu den großen Überfällen kommen, muss ich etwas vorausschicken. Wenn ich gleich sage, bei einem Angriff wurden neunhundert Menschen verschleppt – woher weiß man das? Nicht aus Piratenlegenden.

[08:09] Erzähler: Die Antwort liegt vermutlich im Papierkram der Zeit.

[08:12] Gesa: In der Buchhaltung. Kirchenbücher, in denen die Taufen und die Toten plötzlich abbrechen, ganze Seiten leer, wo vorher Namen standen. Lösegeldlisten von Bruderschaften, die gefangene Christen aus Nordafrika freikauften und jeden einzelnen Namen notierten. Mit Betrag. Steuerregister, die zeigen, wie viele Haushalte nach einem Überfall verschwunden sind.

[08:35] Erzähler: Lösegeldlisten. Mit Betrag pro Person.

[08:38] Gesa: Und die Beträge schwankten enorm, je nach Stand: für einen einfachen Bauern ein paar Dutzend Silberstücke, für einen wohlhabenden Gefangenen ein Vielfaches davon. Eine Faustregel für alle Piratengeschichten gilt trotzdem: Je berühmter ein Korsar in den Erzählungen wurde, desto größer wuchsen seine Taten, bis Name und Tat kaum mehr zu trennen sind. Die runde Zahl aus der Heldensage ist unsicher, aber der Einbruch in den Registern ist real.

[09:07] Erzähler: Dann ein Überfall, bei dem die Sache einmal anders ausging. Fünfzehnhunderteinundsiebzig. Der Korsar Dogali – der Name ist unsicher, Überlieferung – landet mit seinen Leuten bei Teguise. Aber diesmal wehren sich die Inselbewohner. In einer engen Gasse, die seither Callejón de la Sangre heißt – die Gasse des Blutes – , schlagen sie die Angreifer zurück.

[09:30] Gesa: Einer der ganz wenigen überlieferten Abwehrerfolge in dreihundert Jahren Überfälle. Danach wurde das Castillo de San Gabriel in Arrecife gebaut – ein Fort, das es vorher schlicht nicht gab, weil man es nicht für nötig gehalten hatte.

[09:46] Erzähler: Und jetzt der Tag, der alles änderte. Erster Mai, sechzehnhundertachtzehn. Eine Flotte von rund sechsunddreißig algerischen Galeeren erscheint vor der Küste Lanzarotes. An Bord geschätzt dreitausend Korsaren.

[10:00] Gesa: Angeführt von Tabac Arráez und Soliman Reis. Und in diesem Verband kämpft ein Mann, der später berüchtigt werden wird: der Niederländer Jan Janszoon, ein Renegat, der zum Islam konvertierte und als Murat Reis der Jüngere in die Geschichte einging. Ein Europäer, der für die Barbaresken Europäer jagte.

[10:20] Erzähler: Dreitausend bewaffnete Männer auf einer Insel mit vielleicht zweitausend Einwohnern. Die Korsaren brennen Teguise nieder. Sie durchkämmen die Insel. Und sie verschleppen rund neunhundert Menschen – überwiegend Frauen und Kinder.

[10:35] Gesa: Neunhundert von fünfzehnhundert bis zweitausend. Zwischen einem Drittel und der Hälfte der gesamten Inselbevölkerung. An einem einzigen Tag.

[10:44] Erzähler: Die spanische Marine fing einen Teil der Rückfahrt ab. Rund zweihundert Verschleppte wurden befreit – bei den Seekämpfen ertranken allerdings viele. Die übrigen, etwa siebenhundert Menschen, wurden auf den Sklavenmärkten von Tunis und Algier verkauft.

[11:01] Gesa: Die Insel blieb danach beinahe leer.

[11:04] Erzähler: Wohin flieht man, wenn die Küste nicht mehr sicher ist? Wenn die Kirchenglocken läuten und die Segel am Horizont größer werden? Man geht in den Boden.

[11:15] Gesa: Die Cueva de los Verdes im Norden. Teil einer rund sechs Kilometer langen Lavaröhre unter dem Malpaís de la Corona, ausgeflossen vom Vulkan Monte Corona vor Jahrtausenden. So eine Röhre entsteht, wenn die Oberfläche eines Lavastroms erstarrt, während das glühende Gestein darunter weiterfließt und am Ende einen hohlen Gang zurücklässt. Dasselbe Röhrensystem, das ihr heute als Touristen besuchen könnt, mit Licht, mit Geländer, mit Musik.

[11:43] Erzähler: Damals war da nichts von alledem. Ganze Familien flüchteten mit ihrem Vieh dort hinein. Hunderte Menschen, Kinder, Ziegen, in völliger Dunkelheit, in einem verzweigten Tunnelsystem, das sich über Kilometer erstreckt. Oben zogen die Angreifer durchs Land. Unten warteten die Menschen. Still. Im Dunkeln.

[12:03] Gesa: Das Problem für die Korsaren war weniger, die Menschen in der Höhle aufzuspüren – da unten ist es stockfinster und die Gänge verzweigen sich endlos. Das Problem war, überhaupt den Eingang zu finden.

[12:16] Erzähler: Bis ein Schreiber ihn verriet. Die Überlieferung sagt: Ein einzelner Mann, ein Schreiber der Insel, zeigte den Korsaren den geheimen Zugang zur Höhle. Im Tausch gegen bessere Behandlung für sich selbst. Und lieferte damit die Menschen aus, die sich dort versteckt hatten.

[12:34] Gesa: Die größte Zuflucht der Insel – nicht erstürmt, sondern von innen verraten.

[12:39] Erzähler: Und dann wird es ganz still.

[12:41] Erzähler: Wer nach all dem auf Lanzarote blieb – und Menschen blieben – , richtete sein ganzes Leben auf die nächste Bedrohung vom Meer aus ein. Man mied die Küste. Man legte die Hauptstadt bewusst ins karge, windige Landesinnere, nach Teguise, außer Sichtweite des Meeres. Man stellte Wachen auf die Vulkankegel, baute Meldeketten aus Feuerzeichen, hielt Verstecke bereit.

[13:06] Gesa: Man liest diese Angst noch heute in der Landkarte. In der Lage der Dörfer, in den Wachtürmen an der Küste, im Castillo de Santa Bárbara auf dem Vulkan Guanapay bei Teguise. Von dort oben, aus rund zweihundertfünfzig Metern Höhe, konnte man anlandende Schiffe früh erkennen und ein Feuer entzünden, um die Insel zu warnen. Heute steht dort das Museo de la Piratería – das Piratenmuseum.

[13:31] Erzähler: Das Piratenmuseum. In einer Festung auf einem Vulkankegel.

[13:35] Gesa: Wenn ihr dort oben steht und über die Insel schaut, dann wisst ihr jetzt, warum Teguise dort liegt, wo es liegt. Jede Häuserzeile, jeder Wachturm ist eine Antwort auf die Angst vor dem Segel am Horizont.

[13:49] Erzähler: Der Wachmann auf dem Vulkankegel, der ein Segel sah und ein Feuer entzündete – der steht genau dort, wo diese Geschichte weitergeht.

[13:57] Gesa: In der alten Hauptstadt im Wind.

[13:59] Erzähler: Bis zur nächsten Folge.

[14:01] Gesa: Bis dahin.

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Ende der Folge. Laufzeit 14:02.