Weil man immer wieder von Deutschen und anderen Deutsch-Muttersprachlern liest die sich fuer die Grüne Insel sehr faszinieren und sich einen Ausgedehnten Urlaub, einen Studienaufenthalt oder ein Ganz neues Leben in Irland vorstellen können aber oft nur schwer oder teilweise Infos finden, möchte ich hier fuer alle Interessierten Einblicke zur Vorbereitung und zum Start hier in Irland (Arbeits- und Wohnungsmarkt, Sozialversicherung, Infrastruktur etc) sowie zum Alltagsleben bieten - Genauso möchte ich euch aber in meine eigenen Einblicke und Eindrücke mitnehmen, Land, Leute, Kultur und Ausflugsziele (inklusive und über die weltbekannten Attraktionen) und vieles weitere, eventuell finden wir ja auch im weiteren Verlauf fuer die ein oder andere Episode eine(n) Gesprächspartner/in. Wenn Ihr also Fans des Landes von Joyce und Connolly, des schwarzen Biers und der Grünen Wiesen seid, würde ich mich freuen wenn Ihr einschaltet und den Podcast euren Freunden und Bekannten weiterempfehlt
Hallo, servus und guten Tag liebe Irlandfreunde. Ich begrüße euch auch heute wieder ganz herzlich zu 1 neuen Folge A Beverlienstrandet in Island und werde euch in den nächsten Minuten mitnehmen auf eine kleine Reise rund die Insel von grünen Wiesen, steilen Klippen und schwarzen Bier. Und damit werden wir heute sage und schreibe bei Episode 78 von der Bavariance Stranded Ireland und es soll ein Thema gehen, das viele schon beschäftigt hat. Man hört es öfter, dass Leute sich darüber beklagen oder zumindest feststellen, dass sie Freundschaften schließen mit Landsleuten, mit anderen Expats, aber nicht wirklich mit ihren. Warum das so ist und was dagegen hilft beziehungsweise wie man vorgehen möchte, wenn man auch einheimische Kontakte als wichtig erachtet, ist das, was wir uns heute anschauen.
Speaker 1:Wir hatten so ein ähnliches Thema ja schon mal als Frage in einem Q und A. Ich möchte aber, weil's doch eine Sache ist, die man häufig hört und sieht. Das Ganze einfach noch mal einen Blickwinkel erweitern und etwas ausführlicher darauf eingehen. Zunächst hätten wir da 2 Dinge, die oft Missverständnisse und oder Enttäuschung zutage fördern. Das 1.
Speaker 1:Ist die Pub Bekanntschaft versus echte Freundschaft. Die meisten von euch, diejenigen, in Irland leben oder schon mal in Irland waren, haben es ja mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit schon erlebt, dass man in eine Kneipe kommt und binnen weniger Minuten in ein Gespräch verwickelt ist. Oft auch Unterhaltungen, die sich über Stunden vielleicht den ganzen Abend hinziehen, wo man wirklich über oberflächliche und tiefe Themen zu genüge spricht, sich gegenseitig einen ausgibt und einfach eine gute Zeit hat. Bei der nächsten Begegnung aber so gefühlt entweder bei 0 anfängt oder es bei dem freundlichen Nicken bleibt oder sich die Gespräche einfach im Laufe der Zeit nicht vertiefen, sondern auch bei der vierten oder fünften Begegnung auf derselben Ebene verbleiben, egal ob man dieser Person nun erneut in der Bar oder zufällig auf der Straße begegnet. Auch ich hab solche Dinge schon erlebt und ich muss sagen, es liegt nicht an der Vergesslichkeit des Gegenüber.
Speaker 1:Es liegt auch nicht an der Ignoranz, zumindest 99 Prozent der Fälle. Es liegt einfach mit daran, dass man sagt, klar, es kommt zu sporadischen Begegnungen, man versteht sich, ist aber, weil es jetzt keine Ritualisierung und auch nicht mit gemeinsamen Erlebnissen oder Ähnliches verbunden ist, einfach so, dass Du dann ja, also eine Art abgespeichert bist und also quasi eingeloggt bist, dass sich das für den Iren in den meisten Fällen weiterentwickelt in Richtung 1 echten Freundschaft, bedürfte es in irgend Form, ja, tiefergehenden Gemeinsamkeiten im Rahmen von Erlebnissen, Ritualen, solchen Dingen. Das lasse ich einfach mal als Tatsache so stehen. Da kommen wir später noch mal drauf zurück. Führt aber schon mal zu der Aussage, reine Pub-Bekanntschaften landen nur in seltenen Fällen, in echten, tiefergehenden, bleibenden Freundschaften.
Speaker 1:Was zudem ursächlich ist für die Erkenntnis, dass es oft schwierig ist und bei Mitteleuropäern oft für Verwirrung und manchmal auch Frustration sorgt, ist ein grundlegend unterschiedliches Level an Verbindlichkeit. Wenn du jetzt jemanden zufällig triffst, eben wieder beispielsweise im Pub und er kommt zu der Gemeinsamkeit, ja, wir wohnen doch auf derselben Ecke Und daraus ergibt sich die Erkenntnis, wie schotthaft dinner, wie schotthaft a cop of tee söhn together. Dann versteht das der durchschnittliche Mitteleuropäer ganz einfach auch so, dass der Nachbar dann übermorgen vor der Tür steht und zu 1 Tasse Tee oder Kaffee einlädt oder zu dir sagt, hey, komm doch übermorgen zum Grillen vorbei. Was der Ihre darunter versteht, ist, dass er es grundsätzlich für eine gute Idee hält, dass man das mal gemeinsam tut. Oder als allgemeine vage Sympathiebekundung für einen selbst und für die Idee.
Speaker 1:Heißt. We shirt oder I will bedeutet frei übersetzt nichts anderes als klingt nach einem Plan, der aber komplett unbestimmt in der Zukunft liegt. Und ob dieser denn jemals sich materialisiert, liegt eher an dir als am Gegenüber. So viel zur Ausgangssituation des Ganzen. Auf der anderen Seite stehen da 2 Problemfelder, die es nun zu überwinden gibt beziehungsweise aus denen es auszubrechen gilt.
Speaker 1:Wie gesagt, wünschen sich viele gerade solche mit 1 längerfristigen Perspektive, die gerne sesshaft werden wollen, auch einheimische Kontakte. Was hier aber oft eine Schwierigkeit ist, ist, dass viele Leute, gerade eben solche, die einem sehr internationalen Umfeld arbeiten, oft gar nicht wirklich die Kontakte schaffen und in ihrem sozialen Umfeld an reines Arbeitsumfeld gebunden sind, die im Endeffekt Kontakte haben, die sich mehr oder minder auf den Kollegenkreis beschränken. Gleiches gilt natürlich bei Studierenden für Mit studierende und Ähnliches und so in einem Umfeld sind, dass irgendwie in sich abgeschlossen ist. Oft sieht man so halt Leute, die in Irland wohnen und arbeiten, aber durch diese schon angesprochene Bubble sich halt einfach rein in einem Deutsch oder Italienisch oder Spanisch sprachigen oder wie auch immer gearteten Umfeld bewegen, aber gar nicht wirklich Kontakte knüpfen, die über dieses Arbeits umfeld hinausgeht und im Umkehrschluss dadurch Kontakt zu Einheimischen nur in einem Setting finden, das uns dann wieder zu Anfang dieser Folge zurückführt. Wenn man sagt, man hat zu Beginn Umfeld, das man sich erschafft, gerade für jemand, der vielleicht frisch im Land ankommt und Kontakte und ein funktionierendes Umfeld braucht, ist das natürlich was, wo man sagt, da hat man auf alle Fälle schon mal einen Anlaufpunkt, irgendwie ein funktionierendes Umfeld, was natürlich erst mal alles sehr, sehr positiv ist.
Speaker 1:Ich hab's aber auch schon oft gehört und gesehen, dass dadurch Leute auf lange Sicht in 1 Situation landen, wo sie zwar über Jahre hinweg an einem Ort leben, aber halt doch auch irgendwo in ihrem Umfeld isoliert sind und sich die Kontakte oft auf Leute beschränken, denen es ähnlich geht und sich damit einen Teufelskreis erschaffen, den es zu durchbrechen gibt. Was da zunächst mal hinzukommt, ist natürlich der Umstand, dass Ihen in Irland nun mal in aller Regel bereits ein gefestigtes Umfeld haben. Die leben in einem Netz aus Familie, alten Schul- oder und oder Studienfreunden, Arbeitskollegen aus vorhergehenden Beschäftigungsverhältnissen, Freunde und Bekannte, die sie sonst über ein Leben hinweg kennengelernt haben. Heißt, anders als Leute, die hinzukommen, ist es nicht der Personenkreis, der ja, darauf angewiesen ist, sich ein neues Umfeld aufzubauen. Vielleicht zu einem gewissen Grad noch, wenn jetzt jemand, sagen wir mal, aus Cove kommt, in Coark City studiert hat und mit 25 der Arbeit wegen nach Dublin zieht, dann hast du auch einen Iren, der in der gleichen oder 1 ähnlichen Position ist wie du als Expert.
Speaker 1:Aber andernfalls, wenn du, sagen wir mal, in Dublin für internationales Unternehmen arbeitest und Du vielleicht irische Kollegen hast, werden das in der Regel auch solche sein, wo man sagt, die kommen aus der näheren Umgebung, haben ihre Freunde, Verwandten, Vereine, unsicher rum und damit anders als Du nicht die Notwendigkeit, dir solche Dinge aufzubauen. Egal, ob man jetzt von einem Arbeits- oder einem anderen Umfeld spricht, das Prinzip ist immer dasselbe. Das bedeutet, auch wenn hier in dem Grunde Ihrer Seele natürlich erst mal freundlich und kommunikativ sind, haben sie anders als Du nicht unbedingt die Notwendigkeit, auf Leute zuzugehen und Beziehungen zu bauen. Das liegt dann an dir Und am besten schaffst du das nicht über und damit wieder dir, Bogen zurück zum Anfang der Folge, diese Pub- Kontakte, die halt in den meisten Fällen auf einem gewissen Level hängen bleiben oder einschlafen. Viel eher kommst Du an Kontakte ran über gemeinsame Interessen und Aktivitäten.
Speaker 1:Etwas, das erstaunlich gut funktioniert, gerade in einem Land wie Irland, wo doch der Community Fokus in den meisten Gegenden relativ stark ist. Heißt, am besten beraten bist Du, wenn Du dich in deiner näheren Umgebung nach Leuten umsiehst und hörst, die ähnlichen Interessen wie Du haben, die ähnlichen Aktivitäten nachgehen. Wenn Du Mittel- oder Langstrecken läufst, mach dich schlau, ob's in deinem Ort, in deinem Stadtteil, wie auch immer Laufgruppen gibt. Wenn Du ein Instrument spielst oder singst, schau regelmäßig auf die Community Boards, die möglicherweise in deiner Nachbarschaft stehen, ob's nicht vielleicht Chor oder Band eine Band gibt, die Mitglieder sucht oder ob's ob's ob's Stagenights gibt in der näheren Umgebung. Wer sich solchen Dingen öffnet, hat sich damit 1 Gruppe an Menschen geöffnet, mit denen Du ganz automatisch Gemeinsamkeiten hast, die sich tiefergehende Gespräche und oder gemeinsame Erlebnisse fast schon automatisch auf den Rücken binden, hätte ich jetzt fast gesagt.
Speaker 1:Wer so einen Schritt geht, ist automatisch eigentlich schon 2 Schritte näher dran an den Menschen, als es durch ein Gespräch am Tresen überhaupt der Fall sein kann. Man schafft sich auf diesem Weg bleibende Kontakte. Man zeigt damit Integration und Engagement und wird von den Leuten, die dies mitbekommen, über kurz oder lang fast zwangsläufig als gesehen. Das ist der Rat in dem Zusammenhang, den ich dir auf alle Fälle mitgeben wollte. Damit sind wir auch bereits am Ende des Themas.
Speaker 1:Wenn du weitere Fragen, Anmerkungen hast, wie auch immer, ihr wisst alle bescheid, wie ihr auf mich zukommen könnt. Bevor wir es jetzt wirklich sein lassen, nur noch mal kurz der Hinweis darauf, dass ihr auch die Unterstützung bieten könnt, dass Bavarian Stranded Ireland sukzessive besser wird. Dies zu ermöglichen, würde ich mich freuen, wenn mir der ein oder andere einen virtuellen Kaffee spendiert. Über den bei mir Kaffee Link in den Shownotes könnt ihr dies tun. Müssen tut natürlich keiner, der Podcast ist und bleibt kostenfrei.
Speaker 1:Über jede Unterstützung bin ich aber sehr, sehr dankbar. Damit wären wir auch schon wieder am Ende 1 Folge Bavarian Stranded in Ireland angelangt. Ich hoffe, diese Episode hat euch gefallen. Wenn ja, lasst bitte auf dem Streamingdienst, über den ihr den Podcast hört, eine positive Bewertung da und abonniert den Kanal. Erzählt auch gern anderen Irlandbegeisterten in eurem Umfeld von.
Speaker 1:Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mich gern jederzeit über die sozialen Netzwerke oder per E-Mail kontaktieren oder auch gern über das Kontaktformular auf der Webseite. Lasst's euch gut gehen, bleibt gesund und wir hören oder sehen uns bald auf der grünen Insel oder bei Irland. Bis dahin, tschau, servus und auf Wiedersehen. Sagt euer Bayer auf der grünen Insel.