Der stoische Pirat

Was tun, wenn das Leben uns etwas vor die Füsse wirft, das wir nicht wollen? Wütend werden? Resignieren? Oder – wie ein Stoiker – das Unvermeidliche lieben lernen? Bestsellerautor Jonas Salzgeber, bekannt für sein Buch "Das kleine Handbuch des Stoizismus", liefert im Podcast "Der Stoische Pirat" eine Antwort, die zugleich provokant und befreiend ist: "Amor fati – die Kunst, zu lieben, was ich nicht liebe."

Der Stoiker und der Pirat
Salzgeber trifft auf Mathias Müller, alias "Der Stoische Pirat", und was folgt, ist ein intensiver Austausch über die Kraft der stoischen Philosophie. Während viele in unserer Zeit auf äussere Kontrolle setzen – politische Massnahmen, soziale Medien, Selbstoptimierung bis zur Erschöpfung – plädiert Salzgeber für einen radikal anderen Weg: Den Dingen begegnen, wie sie sind, ohne Widerstand, ohne Kampf.
"Was ist, ist schon. In den Krieg mit dem, was ist, zu gehen, ist nutzlos, ist sinnlos", betont Salzgeber. Eine Aussage, die in einer Welt der Dauerempörung fast schon ketzerisch wirkt. Doch genau darin liegt die Essenz der stoischen Haltung: Nicht das Aussen bestimmt unser Leben, sondern unsere innere Einstellung.

Warum wir alle Stoiker sein sollten
Salzgeber geht noch einen Schritt weiter: Wer sich dem Leben mit einer offenen Haltung stellt, der nimmt sich selbst aus der Opferrolle heraus. "Ich will das umarmen können und ich will das lieben können. Und das als Ziel finde ich sehr, sehr schön." Das klingt nach Selbstaufgabe? Nach Fatalismus? Ganz im Gegenteil! In einer Zeit, in der viele nach Resilienz rufen, aber vor jeder Herausforderung zurückschrecken, zeigt die stoische Philosophie einen Weg, mit den Unwägbarkeiten des Lebens umzugehen – nicht durch Kontrolle, sondern durch Akzeptanz und kluge Anpassung.

Müller, der selbst ein Leben zwischen Disziplin und Abenteuer führt, fühlt sich von dieser Haltung angesprochen. Der Podcast wird zu einer Art philosophischem Schlagabtausch zwischen zwei Männern, die wissen, dass wahre Freiheit nicht durch äussere Umstände, sondern durch innere Haltung entsteht.

Fazit: Ein Podcast für alle, die noch denken können
Wer genug hat von der ständigen Opfermentalität, von der Illusion, alles im Leben müsse perfekt laufen, der sollte sich dieses Gespräch anhören. Salzgeber und der Stoische Pirat liefern keine billigen Selbsthilfetipps, sondern eine Philosophie, die seit über 2000 Jahren Bestand hat – und die heute aktueller ist denn je.

Ob es um Stress im Job, persönliche Krisen oder die grossen Herausforderungen unserer Zeit geht: Stoische Gelassenheit ist keine Schwäche, sondern eine Form von innerer Stärke, die den Unterschied macht.

Hör dir den Podcast an und frage dich selbst: Wie stoisch bist du wirklich?

What is Der stoische Pirat?

Der stoische Pirat ist auf der Suche nach dem Schatz des guten Lebens. Er trifft auf seiner Reise auf philosophische, psychologische und politische Fragen. Die Absicht der stoischen Piraten ist es zum kritischen Nachdenken anzuregen und zu mehr Menschlichkeit, Grossmütigkeit und Zivilcourage zu motivieren. Die Piraten gaben sich nicht mit den herrschenden gesellschaftlichen Normen zufrieden, sie stellten in Frage und versuchten neue Wege zu gehen. Der Podcast richtet sich an offene Menschen, an Querdenker, an solche, denen die heutige Streit- und Diskussionskultur zu einfältig, rechthaberisch und politisch korrekt geworden ist.

Jonas Salzgeber:

Das Amor Fati, weil das ist wirklich eine Kunst, zu lieben, was ich nicht liebe, eigentlich, ja? Ja. Weil da passiert was, das ich eigentlich gar nicht liebe. Und die Idee ist, ich will das umarmen können und ich will das lieben können. Und das als Ziel finde ich sehr, sehr schön.

Jonas Salzgeber:

Und ich find das auch ein Weg, ein sinnvoll Weg zu gehen, weil was ist, ist schon, ja. Und da zu fest in den Widerstand zu gehen in den Krieg mit dem, was ist, ist ist nutzlos, ist sinnlos.

Der stoische Pirat:

Hua, liebe Piratenphilosophen, Ketzer, Denker und Humanisten. Herzlich willkommen auf dem Schiff des stoischen Piraten und auf unserer Suche nach dem Schatz des guten Lebens. Mein Name ist Matt und ich bin der Gastgeber des Podcasts der stoische Pirat. In der heutigen Folge habe ich einen Gast hier, der hat Hunderttausende von Menschen inspiriert. Er ist bekannt als einer der bekanntesten Stoiker der Schweiz.

Der stoische Pirat:

Er hat ein Buch geschrieben, das viele Leute als Einstieg in den Stoizismus gebraucht haben. Es ist Jonas Salzgeber. Herzlich willkommen, Jonas, im Podcast der Stoische Pirat.

Jonas Salzgeber:

Ja, vielen Dank, Matt, für die Einladung. Ich freue mich, hier zu sein.

Der stoische Pirat:

Freut mich auch, dass Du hier bist. Und ich habe es gesagt, Du hast Hunderttausende von Menschen inspiriert, Ein Buch, das wir hier sehen, Das kleine Handbuch des Stoizismus wurde über zweihunderttausend Mal verkauft, über zwanzig Sprachen übersetzt. Ein Riesenerfolg. Aber zuerst einmal, wer ist eigentlich Jonas Salzke?

Jonas Salzgeber:

Ja, ich bin ein aufgestellter Typ, denke ich. Ich ich mag das Leben. Ich habe Freude an sehr vielen kleinen Dingen, wenn ja, wenn ich schon nur die die Vögel zwitschern höre oder den Wald sehe oder im Wald spazieren gehen kann, hab ich Freude. Und sonst, ja, hab ich das Glück, dass ich drei wunderbare Brüder habe. Also ich bin einer von vier Brüdern und wir sind eine wunderbare, schöne Familie und das ist das ist schon ein riesiges Privileg, ja.

Jonas Salzgeber:

Und eine gesunde Familie zu haben mit einem guten Zusammenhalt, das schätz ich sehr. Und und sonst mag ich Sport zu machen, ja. Ich spiele gerne Fußball oder im Sommer spikeball, gehe gehe gerne baden in der Aare, gehe in Bern, ja oder auch in Thun im See. Bin sehr gerne am Meer und im Meer. Das das Meer tut mir wirklich gut.

Jonas Salzgeber:

Das ist was, was ich genießen kann, wirklich die die Meeresluft, aber auch, ja, im Meer zu zu planschen, zu spielen, ja, und auch einmal mehr einfach nur zu liegen, die Sonne zu spüren aufm Körper und vielleicht ein Buch zu lesen, ja. Also Familienmensch und ich mag die Natur, ich mag das Leben und versuche stets, ja, mich selbst zu sein und in meiner Energie zu sein und ja, das Leben zu genießen.

Der stoische Pirat:

Ja. Ein positiver Mensch, so wie ich es spüre. Du hast gesagt, Du Du machst auch Sport, bist ja Fußball, Du hast Sportwissenschaften studiert, wenn ich mich durchtäusche. Genau, ja. Und Englisch?

Jonas Salzgeber:

Und Englisch, ja.

Der stoische Pirat:

Okay. Und beruflich machst Du?

Jonas Salzgeber:

Ich arbeite Teilzeit noch in einem Fitnessstudio und einfach ein einen Abend die Woche. Das mag mag ich sehr gerne. Ich bin da schon lange dort und das ist eine Superabwechslung zum sonstigen Berufalltag. Also ich arbeite von zu Hause aus. Da bin ich alleine an meinem Computer und und deshalb mag ich schon die Abwechslung im im Fitnessstudio, weil's viele Leute hat und die die kenn ich mittlerweile auch gut.

Jonas Salzgeber:

Und das ist schon sehr cool, dort, ja, dorthin zu gehen einmal die Woche. Und momentan darf ich noch als Lehrer arbeiten, genau. In einer Oberstufenschule gebe ich DV Tonunterricht. Genau, da die haben niemanden gefunden und waren sehr froh, dass ich da einspringen konnte. Und ich ich mach das gerne und ich mach's aber auch wirklich für mich, weil ich kann viel lernen, ja, wirklich, weil das ist schon auch herausfordernd manchmal.

Jonas Salzgeber:

Und ich mag das noch, mich auf die Lektion vorzubereiten und dann mit den Kindern zu arbeiten. Ja. Das ist sehr spannend. Und ja, ich ich ich schätze das, dass ich die Chance gekriegt habe und dort ein bisschen Lebenserfahrung sammeln darf.

Der stoische Pirat:

Du hast es gesagt, das ist herausfordernd, auch mit den mit den Kindern zu arbeiten. Da braucht man vielleicht auch eine gewisse stoische Gelassenheit. Kommen wir auf den Stoizismus. Du hast ein Buch geschrieben. Aber wie kamst Du mit dem Stoizismus in Berührung?

Der stoische Pirat:

Was war deine erste Berührungspunkte? Was wie kamst Du zum Stoizismus?

Jonas Salzgeber:

Durchs Lesen. Also ich lese immer noch sehr viele Bücher und ja, vor einigen Jahren hab ich noch viel mehr gelesen. Und da kam ich durchs Buch von Ryan Holiday, The Obicical ist the way, das Hindernis ist der Weg, heißt das, glaub ich, auf Deutsch, kam ich mit dem Stoizismus in Kontakt. Zuerst einmal, also das erste Mal, dass es wirklich bewusst war, weil ich hatte auch schon andere Bücher gelesen, wo die über den Stoizismus sprachen, aber da hat's mich noch nicht so berührt oder nicht so resoniert. Und bei bei diesem Buch dann fand ich eine große Resonanz.

Jonas Salzgeber:

Also ja, das Buch beruht ja auf 'ner Idee von Marc Aurel.

Der stoische Pirat:

Mhm.

Jonas Salzgeber:

Das das Hindernis zum Weg. Machen ist ist eigentlich das Ziel oder eine gute Idee. Und ja, ich dachte mir nach dem Buch, hey, ich weiß aber immer noch nicht so viel über diese Philosophie. Hey, was ist Sozialismus genau? Okay, hier ist eine Idee drin in dem Buch und die finde ich schon sehr spannend, aber was geht es genau?

Jonas Salzgeber:

Und da, ja, wie ich damals schon war, hab ich dann viele Bücher zum Thema gekauft und auch gelesen und mich sehr intensiv mit der deutschen Philosophie auseinandergesetzt. Und damals schrieb ich einen Blog mit meinem Bruder Nils und und deshalb kam ich auch dazu, dass ich Artikel über den Stolzismus schrieb und das fand Anklang bei uns im Publikum. Und ich selbst auch fand das sehr faszinierend und auch hilfreich im im alltäglichen Leben. Und ja, also durchs Lesen kam ich mit dem Schritismus in Kontakt, ja.

Der stoische Pirat:

Ryan Holiday ist klassisch, oder? Das ist, also das ist der, der für viele Leute ein Einstieg.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Also war bei mir auch so, bei mir war's der tägliche Story, der Daily Story, das ich damals gelesen habe vor etwa zehn, zwölf Jahren wahrscheinlich und bin auch genauso dazugekommen. Also das ist etwas, was ich auch empfehlen kann den Menschen, also neben deinem Buch, aber Ryan Holiday zu lesen. Das ist, er schreibt auch sehr angenehm und verständlich. Und ich glaub, das ist ein eine ganz wertvolle Lektüre. Jetzt hast Du dich hin mit dem das erste Mal auseinandergesetzt.

Der stoische Pirat:

Du hast dann andere Sachen gelesen, hast dich mit dem Du hast dich mit dem Stoizismus vertieft auseinandergesetzt. Wie hat sich dein Leben seit seit dann verändert? Oder wie hat sich, hat die pystoische Philosophie dein Leben verändert? Mhm.

Jonas Salzgeber:

Also ich würde sagen auf zwei Arten. Also einmal mich persönlich, weil ich doch im Leben einiges angepasst habe, einfach ja, von der steuerlichen Philosophie her. Also ich komm gleich darauf zu sprechen und das andere einfach mit dem Buch, das dann auch mein Leben verändert hat und das ja auch mit dem Stoizismus zu tun hat offensichtlich und das dann wieder sehr viele Türen für mich geöffnet hat. Und so hat der Stoizismus mein Leben schon bisher sehr fest geprägt und auf verschiedene Arten und Weisen beeinflusst.

Der stoische Pirat:

Aber aber das ist ganz konkret, das zum Beispiel als Lehrer oder oder irgendwo, wie wie beeinflusst dich das? Bist Du ein anderer Mensch geworden?

Jonas Salzgeber:

Ja, ich denk schon. Also etwas, das sehr wichtig ist in der Philosophie ist, ist die Selbstreflexion, ja, zu reflektieren. Und wir haben ja von Marc Aurel sein Buch Selbstbetrachtungen und im Prinzip ist das nichts anderes, als was er Tagebuch geschrieben hat, ja, zu sich selbst. Und ich denke, wenn wir einfach das auch machen, kommen wir, ja, wir lernen uns selbst besser kennen und es das wird uns auch verändern, wenn wir so fest im Austausch sind mit uns und unserem Leben und uns die, ja, den großen Fragen stellen. Also diese Selbstreflexion, ja, ich denke, die hat mich auch viel bewusster gemacht, ja?

Jonas Salzgeber:

Was löst etwas aus in mir? Wie reagiere ich darauf? Wie möchte ich reagieren? Also es ist auch als Erstes einmal ein Kennenlernen von seinen Werten, hey, was was ist mir überhaupt wichtig im Leben, ja? Wer will ich sein?

Jonas Salzgeber:

Wer bin ich jetzt und wo möchte ich vielleicht hin? Wie sieht für mich ein ein gutes oder erfolgreiches Leben aus, ja? Das sind einfach die großen Fragen, die Du dir stellst, wenn Du dich da intensiv mit der Philosophie auseinandersetzt und dann auch diese Eigenarbeit bereit bist zu machen, weil es ist nicht einfach geschenkt. Die liest das Buch und dann weißt Du alles und bist ein anderer Mensch, sondern es ist eine Städte, Eigenarbeit, wirklich sich selbst anzuschauen und vieles zu reflektieren und sich seinen Werten bewusst zu sein und auch danach zu leben, das ist ja dann auch die Kunst. Ja.

Jonas Salzgeber:

Und das braucht in jedem Moment eine gewisse Aufmerksamkeit, dass Du auch wirklich so auf die gewissen Situationen antworten kannst, wie wie es für dich stimmt, damit Du dir selbst treu sein kannst. Ja, also es hat mich schon sehr fest verändert und immer noch und

Der stoische Pirat:

ja, also Ja, die die die Auseinandersetzung mit sich selbst, diese Selbstreflexion. Also ich denke auch ganz wichtig, konkret, wie machst Du das? Machst Du jeden Tag Selbstreflexion?

Jonas Salzgeber:

Praktisch jeden Tag.

Der stoische Pirat:

Und wie?

Jonas Salzgeber:

Morgens und abends. Also ich beginne am Abend, weil ich denke, das ist der wichtige Teil der Selbstreflexion ist für mich abends und da schaue ich aufn Tag zurück. Momentan schreibe ich einfach wirklich, ja, was habe ich so gemacht? Was waren vielleicht schwierige Situationen oder schöne Momente? Wie habe ich mich gefühlt?

Jonas Salzgeber:

Und das ist wirklich wie ein Tagebuchschreiben. Und da versuch ich, was mich beschäftigt, runterzuschreiben. Das gibt mir dann ein bisschen Freiheit. Mhm. Und ja, es gibt mir wirklich Freiheit, dass ich etwas loslassen kann.

Jonas Salzgeber:

Und ganz am Anfang hab ich wirklich so eine klassische Übung, die hab ich auch im Buch gemacht, gut, besser, am besten. Ja, was hab ich heute gut gemacht? Was könnte ich besser machen, ja? Und was würd ich tun, damit ich das Beste Selbst möglichst konstant ausdrücken kann? Also eine bewusste Reflexion, wo Du dich selbst anschaust, ja?

Jonas Salzgeber:

Was war denn schwierig heute? Das kann sein, dass, ja, dass dass dass ich mich aufrege über etwas. Auf der Arbeit läuft das nicht so, wie ich's wie ich das möchte, weil weil der Arbeitgeber dies und das macht, was ich nicht gut heiße, ja? Und das regt mich vielleicht auf und und dann komm ich ins Klagen rein, da durch bei bei Kunden mich beklagen über gewisse Dinge. Und dann am Abend beim Reflektieren sehe ich, hey, ich will gar nicht so fest klagen übers Leben, ja, oder über gewisse Sachen, die ich nicht kontrollieren kann.

Jonas Salzgeber:

Und ja, frage mich, ja, okay, was will ich tun? Ich finde das nicht gut, das finde ich gut. Also, ja, schreib ich vielleicht da eine E-Mail und frag, hey, könnt ihr das nicht anpassen oder was? Das ist in meiner Kontrolle, aber ansonsten will ich mich da nicht zu fest aufregen und Nerven verlieren über etwas, das nicht in meiner Kontrolle liegt. Spezifisch, ich will nicht zu fest klagen über etwas.

Jonas Salzgeber:

Und das schreib ich dann am Abend alles auf und und ja, das ist das spezifische, der spezifische Prozess am Abend. Vielleicht schaue ich auch aufn nächsten Tag, Was kommt morgen? Ja. Genau. Und dann am nächsten Tag am Morgen geht's darum, ja?

Jonas Salzgeber:

Im Prinzip schreib ich ja, guten Morgen, Jonas. Wie geht's dir heute oder wie geht es mir heute? Wie hab ich geschlafen? Wie fühl ich mich? Und dann, ja, was will ich machen, ne?

Jonas Salzgeber:

Wie will ich sein, ja? Ich ich nutze diese frühen oder die frühe Morgenreflexion auch als als Moment, bei mir zu sein und in den Zustand zu kommen, in dem ich gerne der Welt begegnen möchte an dem Tag, ja? Also in einen schönen, angenehmen Energie, in positiver Energie, vielleicht sogar mit einem Strahlen, ja, je nach Tag, weil weil ich so sein möchte. Und ich nutze das wirklich als Chance, einige Male tief durchzuatmen, bei mir zu sein. Und ja, ich schreibe keine spezifischen Ziele, aber einfach, was will ich heute machen?

Jonas Salzgeber:

Was werd ich machen? Welche Herausforderungen könnten kommen? Und so bereite ich mich bisschen aufn Tag vor, ja.

Der stoische Pirat:

Schreibst Du das in ein Buch? Oder schreibst Du das auf dein Telefon? Oder was, wie wie nutzt Du das? Weil ich, es hat viele Leute, die haben Mühe damit, ein Tagebuch zu führen. Die fangen etwas an, hören wieder auf.

Der stoische Pirat:

Was kannst Du für einen Tipp geben? Also ich selber brauche ein online also auf meinem Telefon.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Das schreib ich jeden Tag. Dann mach ich am Abend eben auch eine Selbstreflexion. Aber ich brauche das Telefon. Wie wie machst Du das und was gibst Du für Tipps für die Leute, die das gerne machen möchten?

Jonas Salzgeber:

Also ich ich brauch 'n Stift, 'n Papier, also schon ein son wirkliches Tagebuch. Eigentlich, das sind leere Seiten und ich schreib dann Datum und Zeit. Ja. Und dann beginne ich einfach zu schreiben. Und ich schreib so viel oder so wenig, wie wie ich will.

Jonas Salzgeber:

Ja. Und dann lass ich's sein. Weil das nächste Mal schreibe ich, wenn's am gleichen Tag ist, nur die Zeit hin oder sonst wieder Zeit und Datum. Und dann schreibe ich einfach so vieles, so wie ich schreibe und dann geh ich so Schritt für Schritt weiter. Ein Tipp ist, ja, Du Du willst das für eine gewisse Zeit aufrecht halten, wo Du Disziplin brauchst, ja.

Jonas Salzgeber:

Mach das, keine Ahnung, drei Wochen lang wirklich konstant ohne Ausbruch jeden Tag. Und da musst Du's wirklich durchziehen und und dann wird es schon fast natürlich, ja? Ja. Also, ja, Beobachter auch tut mir das gut. Ja.

Jonas Salzgeber:

Und ich ich ich bin sicher, dass wir da einen Menschen gut tun, ja?

Der stoische Pirat:

Ich denke so.

Jonas Salzgeber:

Du brauchst auch nur fünf Minuten, ja? Oder nicht einmal, wenn Es ist einfach wichtig, dass Du es wirklich täglich machst am Anfang, sodass es ein zur Gewohnheit wird und dass, ja? Was wir jeden Tag machen, wird immer einfacher.

Der stoische Pirat:

Das ist so,

Jonas Salzgeber:

ja. Und ja, der Tipp ist, zieh's wirklich durch für drei Wochen oder so. Und dann kannst Du auch mal 'n Tag auslassen und dann wieder zurückgehen. Also ich, mittlerweile geht das ganz gut, dass dass, ja, je nachdem, wo ich bin, mach ich's eben nicht. Ja.

Jonas Salzgeber:

Aber ich fang dann einfach wieder weiter, wenn wenn's das nächste Mal gut geht. Also wenn ich zu Hause bin, mach ich das immer. Und ja, und so, ja, geht's auch ab und zu ohne und dann bleib ich trotzdem dabei, ja. Aber am Anfang denk ich, nimm dir dies oder ja, finde die Disziplin, das täglich zu machen und dann mit der Zeit geht's auch so ab und zu einen Tag auszulassen, ja.

Der stoische Pirat:

Du hast das Buch geschrieben. Was hat dich motiviert, dieses Buch zu schreiben? Wieso hast Du gesagt, die Welt braucht dieses Buch?

Jonas Salzgeber:

Ja, ich ich hab das nie gesagt, oder dass die Welt dieses Buch braucht. Es war, ja, mit Nils, mit dem Bruder arbeiten wir zusammen und wir schieben diesen Blog, NG Life Hacks. Und also wir hatten eigentlich wirklich keine Ahnung, was wir was wir machten, ja? Wir versuchen einfach irgendwie, ein Onlinebusiness oder online Geld zu verdienen, war damals die Idee. Und ich kam eben dann zur Storischen Philosophie und hab da viel Artikel drüber geschrieben und war wirklich und bin immer noch sehr fasziniert und find, dass das auch eine sehr hilfreiche Lebensphilosophie.

Jonas Salzgeber:

Und es war in der Zeit, da waren wir in Ägypten Ende zwanzig siebzehn. Da sagte ich, hey, wenn wir schon immer da online schaffen, kommen gehen wir doch irgendwo an die Wärme ans Meer, ja, weil ich das Meer so mag. Und da gingen wir zusammen nach Ägypten in Scharm El Scheich. Da gibt's Hadabah, das heißt auf Arabisch Klippe, ist so ein wunderschöner Ort. Und da wir gingen dorthin, weil es wirklich sehr günstig war, weil da war dann zwanzig vierzehn irgendwie ist ein Flugzeug verschwunden und deshalb gingen viel wenige Leute nach Ägypten und da konnten wir uns das leisten.

Jonas Salzgeber:

Wir bezahlten da im Monat die zweihundert Franken

Der stoische Pirat:

Wie lang wart ihr dort?

Jonas Salzgeber:

Ein halbes Jahr Okay. Sieben Monate. Oh. Und dort schieb ich dann das Buch, weil weil Nils, der drängte mich wirklich förmlich, ey, schreib doch ein Buch zu dem Thema. Du hast jetzt so viel darüber recherchiert und gelesen und weißt so viel darüber.

Jonas Salzgeber:

Und wir wollen schließlich etwas verdienen, also schreibt auch ein Buch. Und und ja, ich hatte wirklich nicht selbst die Idee oder Absicht, ein Buch zu schreiben, aber ich ich nahm das an und setzte mich hin. Und ja, was anfänglich ein kleines Projekt war, wollte ich dann richtig machen. Und so bin ich ein bisschen im Leben, dass wenn ich etwas mache, versuche ich, es voll und ganz zu tun. Und deshalb sagte ich mir, okay, aber wenn ich ein Buch schreibe, dann will ich es richtig schreiben, sodass es für mich stimmt, dass ich da sagen kann, ich find das 'n gutes, wertvolles Buch.

Jonas Salzgeber:

Und so ist es dann in Ägypten entstanden, also hab ich das geschrieben dort. Und ich arbeite ja momentan einem zweiten Buch und ich und zu Hause ist das viel schwieriger für mich als damals in Ägypten, weil dort kannten wir niemanden. Wir waren einfach zu zweit dort und hatten hatten kaum Ablenkung, ja. Und da konnt ich mich voll und ganz auf das Projekt fokussieren. Und jetzt hier zu Hause merke ich, ist ein bisschen schwieriger, weil ich sonst noch arbeite und weil es viele Freunde, ja, weil's immer Events gibt irgendwo und hier was und da was.

Jonas Salzgeber:

Und dann komm ich ein bisschen schlechter rein, ja. Aber ja, so ist das entstanden, ja. Eigentlich auf Druck von meinem Bruder.

Der stoische Pirat:

Okay. Ja. Und war es, Du hast gesagt eben, Du hast nie gesagt, die Welt braucht mein Buch, das hab ich gesagt. Aber das der Erfolg zeigt eben doch, die Welt hat dein Bauch Buch gebraucht. Wie wie hast Du drauf, hast Du das dann mitgerechnet, dass Du so viele Bücher verkaufen kannst und dass es in über zwanzig Sprachen übersetzt wird?

Jonas Salzgeber:

Ja, dann damit hab ich nicht wirklich gerechnet. Ich hab mir das vielleicht erhofft, ja. Ich hab da damals so drei Szenarien für mich aufgeschrieben. Das Schlechteste, was könnte passieren? Am schlechtesten Fall, ja?

Jonas Salzgeber:

Niemand kauft oder es kriegt megaschlechte Rückmeldungen. Hey, was ist das fürn Kackbuch oder so? Und dann das beste Szenario, das ist natürlich, das ist Bestseller und verkauft sich auf der ganzen Welt und und und und. Und dann das Szenario, das am Möglichsten scheint, ja? Und deshalb, ja, ein Szenario war schon, ja, das verkauft sich gut und wird in viele Sprachen übersetzt, aber das Mos likely Szenario war's nicht.

Jonas Salzgeber:

Ja. Genau. Und ja, zurück noch auf die Idee vom Buch, oder? Ich wollte eigentlich ein Buch schreiben, das ich selber lesen möchte, ja. Weil am Anfang war's für mich schwierig, den Stoizismus zu begreifen.

Jonas Salzgeber:

Ich hab sehr viel gelesen, aber immer wenn ich es Freunden empfehlen wollte oder erklären wollte, dachte ich, hey, ja, es gibt viele coole Ideen in dieser Philosophie, aber es ist nicht so einfach, das zu verstehen oder einfach zu erklären. Und das war eine Idee vom Buch für mich. Wie kann ich das möglichst einfach darstellen und gleichzeitig auch sehr praktisch machen? Ja. Ja, für den Leser und so, dass ich es auch für mich sehr gerne gelesen hätte, als ich am Anfang war von meiner Reise zum Stoizismus.

Der stoische Pirat:

Und wie würdest Du jetzt jemandem den Stoizismus knapp erklären? Wenn jetzt jemand sagt, ja okay, alles, was ich weiß, das ist etwas mit, die haben keine Emotionen, die dies die die die zeigen nie, die lachen nie, die sind immer ernst. Mhm. Was isst Du das Aber was ist Stoizismus wirklich? Was sagst Du jemandem?

Jonas Salzgeber:

Also es ist eine sehr praktische, werteorientierte Lebensphilosophie mit dem Ziel, in im Einklang mit sich selbst zu leben und schlussendlich zu florieren im Leben, also aufzublühen und dass das einem wirklich gut geht. Dieses Bild von keine Emotionen zeigen oder nicht zu lachen, also nicht zu lachen ist für mich sowieso schwer. Ich ich, ja, ich bin ein zufriedener Mensch und ich denke, Lachen oder Freude haben am Leben und das auch nicht zu ernst zu nehmen ist ist eigentlich auch ein Teil dieser Philosophie, das Leben nicht zu ernst zu nehmen. Und keine Emotionen zeigen. Ich denke, ich seh schon, wieso die Leute darauf kommen.

Jonas Salzgeber:

Aber ich denke, wenn man sich mit der Philosophie ein bisschen tiefer befasst, find ich das doch ein bisschen schwierig, dann so zu finden. Also ja, ich würde wirklich als klein, Herr Klein, es geht vielmehr darum, die Emotionen zu regulieren. Also im Buch sag ich, das ist wie so ein ein Wolf in einem, ja? Starke Emotionen, starke negative Emotionen, die sind im Stoizismus schon nicht so beliebt, ja? Weil die die machen dann, je nachdem, dass wir's uns so verhalten, wie wir das gar nicht selber möchten, ja.

Jonas Salzgeber:

Und deshalb wollen wir die zähmen. Also es ist vielmehr ein Zähmen der Emotion, ein Kennenlernen seiner eigenen Emotion und dann trotz den Emotionen so zu handeln, wie es für einen stimmt, ja. Also nicht, keine Emotionen zu fühlen. Ich denke, das kann und darf kein Ziel sein, ja, weil schlussendlich ist doch das Schöne am Leben auch, was dass wir fühlen, hey. Mhm.

Jonas Salzgeber:

Also ich diese Idee finde ich eigentlich ein bisschen blöd, weil wenn wenn Du dich wirklich fragst, hey, willst Du überhaupt ein Leben? Ist das lebenswert, wenn Du nichts fühlst? Ja. Ja, wenn wenn dein Kind stirbt, Du fühlst nichts, ist dir egal, willst Du das wirklich leben? Ich niemand will das, ja.

Jonas Salzgeber:

Da brauchst Du auch gar nicht zu leben, wenn dir alles egal ist. Also das sehe ich im Stoizismus überhaupt nicht so, sondern es ist wirklich ein vielleicht effizienteres Umgehen mit herausfordernden Lebenssituationen, sodass Du trotz den Schwierigkeiten blühen kannst oder dass es dir gut geht, trotz den Widrigkeiten im Leben. Aber nicht zu fühlen ist überhaupt kein Ziel Ja. Diese Philosophie.

Der stoische Pirat:

Also ich habe sogar das gegen, sogar das Gefühl, dass der Stoizismus eben, dass man dort sehr stark seine Gefühle kennenlernt. Und es, Du hast es richtig gesagt, oder man versucht vielleicht, die Emotionen zu zähmen. Aber man, damit man etwas zähmen kann, muss man sie zuerst kennen. Man muss sich den bewusst sein. Und es geht nicht darum, die Emotionen zu auszuschließen, zu zu unterdrücken, sondern im Gegenteil eben zu verstehen und dann mit ihnen richtig umzugehen.

Der stoische Pirat:

Weil Emotionen schlussendlich ist ja, verleiten uns ja auch dazu, eben emotional zu handeln. Und das ist ja oftmals dann vielleicht nicht die beste Handlung, wenn wir emotional handeln. Und ich denke, das Bewusstsein, was haben wir für Emotionen, was machen die mit uns? Und wie kann ich diese eben zähmen oder kontrollieren, damit ich eben trotzdem richtig funktionieren kann? Ist dir das wichtig?

Der stoische Pirat:

Also ich denke, der Stoizismus ist eine Philosophie, die sich sehr stark mit Emotionen auseinandersetzt. Und es geht ja eben dann die Kontrolle. Und die Kontrolle ist ja etwas ganz Wichtiges beim Stoizismus, diese die Autonomie der Kontrolle. Vielleicht kannst Du uns da etwas auch darüber sagen.

Jonas Salzgeber:

Ja, also gerne noch kurz über das Wort Emotion. Ja. Es ist aus dem lateinischen kommt das oder Emotion, ist ja Bewegung und es sind die Emotionen, die uns in Bewegung bringen, ja? Also wir brauchen die generell im Leben, wenn wir etwas tun wollen, brauchen wir das, weil das ist das, was uns bewegt, ja? Und das ist die Kunst ist dann, die zu regulieren oder eben zähmen, dass es uns in die gewünschte Richtung bewegt oder dass wir, auch wenn wenn der Wolf, das innere Wolf in eine gewisse Richtung zieht, die wird aber nicht unbedingt gutheißen, dass wir das so regulieren oder zähmen können, damit wir in die Richtung gehen, die wir gerne möchte, ja.

Jonas Salzgeber:

Also das ist, die Emotion brauchen wir, überhaupt irgendwas zu machen, ja. Genau. Und die Kontrolle, also die der Kontrolle ist, das ist ein Penprint Prinzip im Stoizismus. Die unterscheiden zwischen den Dingen, die wir nicht kontrollieren können und den Dingen, die wir kontrollieren können. Und wir wollen uns auf die Dinge fokussieren, die in unserer Kontrolle liegen.

Jonas Salzgeber:

Das ist das, ein Campprinzip dieser Philosophie. Und ja, aber wenn wenn wir uns überlegen, hey, was was ist denn wirklich in meiner Kontrolle, dann ist das vielleicht nicht so viel. Es ist einfach, was wir tun oder wie wir mit einer Situation umgehen. Die Situation selbst, das Leben selbst ist immer außerhalb unserer Kontrolle. Aber dennoch haben wir einen gewissen Teil stets und das ist eigentlich viel, weil wir können fast zu allem, was ist, etwas dazu beitragen, wie gehe ich damit Was tue ich jetzt?

Jonas Salzgeber:

Also mein Verhalten, Aber auch noch fast wichtiger, wie urteile ich darüber? Was sind meine Gedanken darüber? Und das gibt uns dann relativ viel Macht, weil Und für die Stoiker ist das auch wichtig, die sagen, es ist nicht wichtig, was passiert, sondern wie Du damit umgehst. Und da kommt ein weiter Begriff, der sehr wichtig ist im Scholzismus, ist die Eigenverantwortung. Und das ist dann deine Verantwortung, nicht was ist passiert, sondern was machst Du damit?

Jonas Salzgeber:

Wie gehe ich damit ja? Und was da wichtig ist, ist bei diesem Unterscheiden, was in unserer Kontrolle liegt und was nicht, ist, ist, dass Menschen zum Beispiel sagen, das ist passiert und deshalb fühle ich mich so, wie ich mich jetzt fühle. Und da fehlt ein Schritt, die Stoiker sagen, halt, es ist nicht das, was passiert, dass dich so fühlen lässt, wie Du dich fühlst, sondern deine Gedanken über das, was passiert ist. Dein Urteil über das, was ist, lässt sich so fühlen, wie Du dich fühlst. Und dort haben wir, wenn wir ein gewisses Bewusstsein haben im Moment, haben wir eine Wahl.

Jonas Salzgeber:

Wie urteile ich über diese Situation? Wie schaue ich diese Situation an, ja? Das ist ein sehr wichtiger Teil in dieser Philosophie und für mich im Leben, weil das meine Freiheit ist, dieses Reframing im Englischen, Umdeuten auf Deutsch oder einfach der Perspektivenwechsel. Wie schaue ich auf diese Situation? Und dort haben wir, ja, einfach sehr, sehr viel Freiheit, finde ich.

Jonas Salzgeber:

Das ist wunderschön, auch wenn etwas schlecht scheint. Je nach Blickwinkel können wir da etwas Gutes drin finden und so dann auch die Gefühle dazu verändern.

Der stoische Pirat:

Ja. Also man kann sagen auch, eben wir müssen wir müssen überlegen, was haben wir und was ist in unserer Macht, was ist nicht in unserer Macht? Und schlussfolgend kann man sagen, dass es lohnt sich nicht, sich über etwas aufzuregen, das außerhalb von meiner Macht liegt. Also beispielsweise, wenn man auf der Autobahn fährt und irgendeiner drückt vorne vorne hin, lohnt es sich gar nicht zu hupen oder sich aufzuregen, weil es ändert sich nicht an der Situation. Und da kann ich mir überlegen, halt vergeude ich jetzt Energie, indem ich da fluche und Horne und den den Finger zeige und so weiter.

Der stoische Pirat:

Oder sag ich, es ist außerhalb meiner Kontrolle. Ich akzeptiere jetzt einfach, ich muss diese Situation so akzeptieren oder nicht, weil ich kann sie gar nicht verändern.

Jonas Salzgeber:

Genau. Also das ist ein oder ein großer Aspekt davon, ja. Ich denke, hier ist wichtig zu unterscheiden zwischen Dingen, die es oder kleinen Dingen, alltäglichen Dingen, die wir einfach sagen können, hey, da reg ich mich jetzt gar nicht auf. Ja? Und das sind eigentlich schon ganz viele Sachen, worüber wir uns wirklich nicht aufregend brauchen.

Jonas Salzgeber:

Diese Kleinigkeiten, ja, keine Ahnung, ich hab mich beschmutzt oder jemand hat was nicht abgewaschen oder eben da im Straßenverkehr, ja? Es machen alle anderen immer Fehler, oder? Und und das sind Kleinigkeiten, ich denke, dort können wir das gut anwenden und sagen einfach, hey, hier brauch ich mich nicht aufregen, ja? Und das find ich schon sehr wertvoll. Da gibt's auch eine Übung, die im Buch ist.

Jonas Salzgeber:

Ja, wie geht das? Da kauf ich Ruhe, ja. Ja. Ich kaufe mir Ruhe, innere Ruhe. Anstatt mich aufzuregen, sag ich mir, hey, lieber bleibe ich in meiner Energie, lieber bleibe ich in meiner Ruhe, das ist nicht wert.

Jonas Salzgeber:

Aber es gibt ja dann auch Dinge, ja, worüber die zwar im Außen sind, die anderen Leute oder in der Welt passieren, also Austraut meiner Kontrolle sind, aber wo ich auch bewusst entscheiden kann, ja, hier ist schon wert, mich ein bisschen hinzugeben oder ich habe Verständnis dafür, dass es mich mag oder bewegt, weil es etwas Größeres ist. Und je nachdem, wo Du bist als Mensch, sind kleine Dinge auch größere Dinge oder größere Dinge sind jetzt nur noch kleinere Dinge. Ich denke, da das ist schön. Oder jetzt bei mir anzusehen, dass viele Dinge, die mich vielleicht früher aufregten oder aufgeregt hätten, mich jetzt nicht mehr aufregen, die ich kann einfach sagen, hi, easy. Oder auch, je nachdem, abhängig von meinem Energielevel, ja.

Jonas Salzgeber:

Wenn ich sehr müde bin, reg ich mich eher über etwas aus auf, als wenn ich viel Energie habe. Oder wenn ich keine Nerven mehr habe, ist es schwieriger, bei mir zu bleiben. Ich sag immer, bei mir bleiben, ruhig bleiben, gelassen bleiben ist ja immer auch abhängig von mir selbst, ja. Aber eben bei großen, keine Ahnung, wenn wenn deine Mutter krank ist oder stirbt und wenn ein guter Freund im im Sterben liegt oder einen schlimmen Unfall hatte, ist sie auch verständlich. Und ich finde auch angemessen, gewisse Gefühle zu haben und sich tiefen mit dieser Situation auseinanderzusetzen.

Jonas Salzgeber:

Wie geht es mit mit dieser Situation? Was löst das auf? Und ja, dort würd ich dann nicht sagen, ja, reg dich nicht auf, weil es ist nur etwas im Außen und Du hast keine Kontrolle darüber. Ja, schon. Es ist im Außen, meine Mutter oder die Gesundheit meiner Mutter kann ich nicht kontrollieren, aber trotzdem bewegt es mich.

Jonas Salzgeber:

Und da schaue ich dann, ja, mich an, was was kann ich machen? Ja? Wen möchte ich jetzt sein hier als Sohn? Ja, wie möchte ich, ja, was möchte ich jetzt machen in dieser Situation? Und da ist auch okay, wenn es mich bewegt.

Jonas Salzgeber:

Ich find eben das auch schön, weil sonst brauchen wir auch nicht zu leben, ja, wenn uns gar nichts bewegt, ja. Und ja, dort ist immer ein, ja, auch ein ein Mitgefühl zu haben, sich selbst gegenüber, also dann nicht der der strenge Stoiker zu sein und, ey, wieso reckst Du dich auf? Es ist ja im Außen. Sondern Verständnis zu zeigen wie einem guten Freund gegenüber und zu sagen, hey, ja, ich versteh das. Es ist auch schön.

Jonas Salzgeber:

Fühlst Du jetzt, bist Du traurig, weil Du magst ja diesen Menschen und es wäre vielleicht weniger schön, wenn Du nichts fühlen würdest. Deshalb ist das auch schön und auch angemessen. Und ich finde da, genau, wollen wir unterscheiden zwischen kleinen Dingen und das kann jeder für sich entscheiden, was ist klein und was ist weniger klein? Und wo kann ich einfach sagen, ja, ich steck mich nicht auf, ich bleib bei mir und wo will ich ein bisschen mehr Energie hingeben und das genauer anschauen, wer will ich sein hier und was will ich tun? Mhm.

Der stoische Pirat:

Aber es geht ja auch nicht darum, eben auch bei großen Dingen, wenn jetzt jemand im Sterben liegt oder so, es ist, also durchaus, man darf man soll Gefühle haben, sonst wäre man ja nicht Mensch eigentlich, wenn man das nicht immer keine Gefühle hat. Aber ich glaube, die Stoiker wollen ja auch nicht, dass wir daran zugrunde gehen, dann dass wir uns, also dass wir an den an solchen Schicksalen dann eben eben zugrunde gehen. Also da ist ja, da kommt dann auch die das das Amorphati oder das das auch nicht nur das Akzeptieren des Schicksals, sondern auch eigentlich das das Umarmen des Schicksals, das das zu sagen, das ist jetzt mein Schicksal. Es ist meines, deshalb ist es das Beste. Mhm.

Der stoische Pirat:

Und ich umarme es auch und ich lebe eben damit. Also nicht dieses nicht Hadern, nicht dieses wieso jetzt gerade ist, wieso bin ich jetzt der Ärmste, wieso passiert das mir? Und ich denke, ein wichtiger, vielleicht vielleicht sagst Du auch etwas dazu, aber ich denke, ein ganz interessanter Punkt ist auch, dass die Stalker negative Sachen vorher im versuchen, schon im Vorne herein zu überlegen, was könnte sein? Dieses, dass dass die diese schlechten möglichen schlechten Sachen, die in der Zukunft passieren können, schon mal gedanklich zu verarbeiten. Und dann, wenn es dann nicht kommt, umso besser.

Der stoische Pirat:

Oder was sagst Du dazu?

Jonas Salzgeber:

Ja. Das das ist ein super Punkt. Amorphati oder das, Du sagst Leben umarmen, finde ich ein schöner Ausdruck, die Liebe des Schicksals, ja. Und genau, ich will nicht sagen, geht in den Widerstand mit dem, was ist, überhaupt nicht. Es ist dort Akzeptanz oder Annehmen gegenüber dem Widerstand.

Jonas Salzgeber:

Und nur weil etwas Großes ist und ich da Verständnis habe, dass ich mich fühle, wie ich mich fühle, heißt das nicht, ich geh in den Widerstand. Genau, überhaupt nicht. Ich geh nicht in den Widerstand mit dem, was ist. Das ist für mich, ja, auch ein Thema momentan im Leben, das Amorphati, weil das ist wirklich eine Kunst, zu lieben, was ich nicht liebe, eigentlich, ja? Ja.

Jonas Salzgeber:

Weil da passiert was, das ich eigentlich gar nicht liebe. Und die Idee ist, ich will das umarmen können und ich will das lieben können. Und das als Ziel finde ich sehr, sehr schön. Und ich find das auch ein Weg, ein sinnvoll Weg zu gehen, weil was ist, ist schon, ja. Und da zu fest in den Widerstand zu gehen in den Krieg mit dem, was ist, ist ist nutzlos, ist sinnlos, zwecklos, weil Epiktet, der würde sagen, das ist ein Kampf gegen die Götter, weil es ist es ist schon da, ja?

Jonas Salzgeber:

Also Akzeptanz ist dort die die logische Lösung. Und ein Schritt weiter wäre eben noch die Liebe, dem was ist, ja? Und Du hast es gesagt, eigentlich ja sagen zu dem, was ist, Ja. Weil es ist für mich, ja. Ja.

Jonas Salzgeber:

Und das sind dann so Lebenseinstellungen oder Grundeinstellungen, die wir von den Stolken abschauen können, die ich sehr, sehr hilfreich finde, eben Amophati gerade, dass, ja, es ist eigentlich wie ein Glaubenssatz, dass Ja. Was ist, ist gut, weil es weil es ist. Und ich stell mich vor, wie das Universum halt halt meinen Rücken, ne. Es es ist da, es ist jetzt ein Lernfeld für mich. Es ist zwar herausfordernd, darf es auch sein, aber es ist gut für mich.

Jonas Salzgeber:

Ich kann da was lernen und und ja, das ist wunderschön. Und ich ich durfte für mich erfahren, dass dass mir das hilft. Also ich hatte, ich kann gerne eine kurze Geschichte erzählen, ja. Ende im September zwanzig einundzwanzig hatt ich einen Knieunfall oder einen Unfall beim Fußballspielen. Und damals hatt ich den Plan, nach Italien zu gehen.

Jonas Salzgeber:

Also ich wollte am Buch schreiben dort, an dem ich jetzt bin. Und eine Woche vor der Abreise und ich hatte da schon Wohnung und alles organisiert und und freute mich unheimlich, nach Apulien zu gehen, ganz unten unten im Stiefel. Und da, eine Woche vorher, spielten wir an einem Krempelturnier Fußball, ja. Mein ein Freund von mir hat das organisiert und wir waren da Titelverteidiger. Und, ja, und wenn's ums Fußballspielen geht, da spiel ich oft mit den Brüdern zusammen.

Jonas Salzgeber:

Und da sind wir doch schon auch ein bisschen ambitioniert, ja. Wenn's dann wirklich ernst wird, ja, auch an einem kleinen Turnier, wollen wir auch gewinnen, weil wir das, ja, auch oft gewonnen haben und ja. Auf jeden Fall, ja, passierte da ein ein Unfall und ich hab mir das Knie luchiert. Also ein Luxation, Gelenk Luxation, also in der Schulter passiert das öfters, als wenn die wenn die Kugel aus der Pfanne kommt, dann ist das eine Luxation in der Schulter und im Knie passiert das sehr, sehr selten. Das ist dann wirklich eine schwerwiegende Verletzung und da kommt wirklich der bei mir, der Unterschenkel raus ausm Knie eigentlich und da war das, ja, Knie komplett verdreht.

Jonas Salzgeber:

Shit. Ja, oh Shit. Und, also es sieht mal nicht schön aus, oder? Wenn Du das anschaust, denkst Du, ah. Und ich hab da auch geschrien, ja, weil

Der stoische Pirat:

Ja, okay.

Jonas Salzgeber:

Es ist schon ein Schock.

Der stoische Pirat:

Ja, ja.

Jonas Salzgeber:

Also ich hab das direkt gespürt. Das hat da irgendwas geknagst und dann lag ich am Boden und sah auch wirklich, ah Scheiße, es schaut in die falsche Richtung, oder? Und da da weißt Du, ja, ich brauch Hilfe, oder? Und und das war schon eine sehr, sehr spannende Erfahrung. Und eben, wie gesagt, der Stoizismus half mir da dann schon sehr, mit dem umzugehen, weil ich schon als ich da lag auf der Bahre dann, ein wenig später, die Ambulanz kam dann.

Jonas Salzgeber:

Und ich lag auf der Bahre und ich konnte das schon annehmen. Also nicht, da zu bluffen, aber für mich war das sehr hilfreich. Ich konnte es annehmen und konnte mir sagen, es ist gut so. Ja. Es soll jetzt so sein.

Jonas Salzgeber:

Ja. Und ich lag da auf der Bahre und schaute zum Himmel und es war 'n glasklar blauer Himmel, wunderschöner Tag. Und da schwebte wirklich so ein, wahrscheinlich ein Rotmilan und das ist 'n größerer Vogel über mir, direkt über mir und ich konnte das als Zeichen nehmen, es ist gut so. Ja. Ich bin am richtigen Ort, aus irgendeinem Grund ist das jetzt so und es ist gut so.

Jonas Salzgeber:

Und da, ja, es war dann eine, ja, ich war zwölf Tage im Spital und hatte die erste von zwei Operationen und das, ja, ich konnte das eigentlich genießen, diesen Spitalaufenthalt. Das war sehr spannend. Etwas, das ich sehen oder beobachten durfte, war zum Beispiel, dass die Pflegekräfte oder das waren eigentlich alles Frauen, die machen eigentlich alle das Gleiche, ja. Die kommen nimmer, machen deine Tests und aber jedem machte das auf ihre eigene Art und Weise und kommt ein bisschen sich oder ihre Persönlichkeit reinbringen in ihre Arbeit. Und das war zum Beispiel etwas, das ich beobachten durfte und sehr Freude hatte.

Jonas Salzgeber:

Und eben bei mir, Ja, war wirklich eine große, sehr große Akzeptanz dieser Verletzung gegenüber. Und und das freute mich auch und dachte mir, hey, all all die Arbeit, auch die Eigenarbeit, hilf mir jetzt hier. Hier und jetzt in dieser Situation hab ich, ich geh nicht in den Widerstand. Ja. Überhaupt nichts, sondern ich kann das gut annehmen.

Jonas Salzgeber:

Und das war schon wunderschön zu sehen. Und ich hatte immer eine eine Geschichte oder eine meiner Lieblingsgeschichten sehr präsent bei mir. Weiß nicht, ob Du die kennst, die Geschichte vom chinesischen Bauen.

Der stoische Pirat:

Ja. Genau. Also erzähl Sie aber grade. Ja, ja, genau, mit dem mit den Pferden.

Jonas Salzgeber:

Genau, ja. Also es es war einmal ein chinesischer Bauer und dessen Pferd lief davon. Und dann kamen alle Nachbarn zum Bauen und sagten, ah, so ein Mist, hey, dein Pferd ist weg. Und er sagte, vielleicht. Am nächsten Tag kam das Pferd zurück und brachte sieben wilde Pferde mit sich und jetzt kamen wieder alle Nachbarn zu bauen und sagten, ey, wunderbar, das ist ja ein Riesenglück.

Jonas Salzgeber:

Und der Bauer sagte, vielleicht. Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern eines der wilden Pferde zu zähmen und fiel dabei vom Pferd und brach sich ein Bein. Und jetzt kamen wieder alle Nachbarn zum Bauen und sagten, hey, das ist ein Riesenpech. Jetzt kann dir dein Sohn nicht mehr bei der Arbeit helfen. Und er sagte, vielleicht.

Jonas Salzgeber:

Am nächsten Tag kamen Leute von der chinesischen Armee, junge Männer zu rekrutieren, in den Krieg zu ziehen. Und sie wollten den Sohn nicht, weil er eben ein gebrochenes Bein hatte und da kamen wieder alle Nachbarn zu bauen und sagte, hey, das ist ja wunderbar. Und er sagte, vielleicht, ja. Und ich hatte diese Geschichte so oft präsent wirklich nach diesem Unfall. Ich sagte mir wirklich, vielleicht, maybe.

Jonas Salzgeber:

Ja. Es ist jetzt so und es ist gut so und ja, das Universum oder das Leben ist komplexer, als ich es verstehen oder ganz verstehen könnte oder ich kenn auch die Zukunft nicht, ja? Und ich sagte mir, ja, vielleicht wollte das eben nicht, dass ich nach Italien gehe oder was auch immer. Vielleicht ist auch die Erfahrung selbst, die sehr wertvoll ist, einfach, das hat mir geholfen, nicht zu fest zu urteilen, gut, schlecht oder die sind wie die Nachbarn. Ah.

Jonas Salzgeber:

Das ist scheiße. Ah. Das ist super. Ja. Aber wir wissen es gar nicht wirklich, ja?

Jonas Salzgeber:

Und mir hilft das wirklich sehr im Leben zu sagen, ja, gut oder schlecht, ich weiß es nicht so genau, ich versuch jetzt, das Beste damit zu machen und das anzunehmen. Und dieses Annehmen anstelle vom Widerstand in den Widerstand gehen mit dem, was ist, ist unglaublich wertvoll. Also das, weil entweder ist Kampf immer, Kampf, Kampf, Kampf. Es ist schlecht, das ist nicht gut oder es ist Akzeptanz, eine gewisse Liebe, eine gewisse Leichtigkeit, Gelassenheit dem Gegenüber das ist. Und ja, so durfte ich jetzt persönlich erfahren, die Philosophie funktioniert wirklich.

Jonas Salzgeber:

Ja. Ja.

Der stoische Pirat:

Also ich glaub auch, es gibt eine enorme Seelenruhe irgendwo, wenn man akzeptiert, was ist und dann auch wieder überlegt, was kann ich in dieser Situation jetzt machen? Was liegt in meiner Kontrolle? Wenn Du im im im Bett liegst, in einem Spital, was kannst Du machen? Du kannst vielleicht einmal das Buch lesen, das Du schon lange mal lesen wolltest. Oder Du kannst mal irgendwie Leuten telefonieren, wo Du nie Zeit hattest, jetzt hast Du Zeit.

Der stoische Pirat:

Ich hab es auch erlebt mit einem Sportler, der eine Verletzung hatte und irgendwo dann acht oder zehn Wochen ausfiel und Oberkörper nichts trainieren durfte. Und dann plötzlich hat er den Fokus gemacht auf Beine, die er vielleicht vorher etwas vernachlässigt hatte. Und dann eben vielleicht eben auch etwas mehr Zeit genommen hat, sich über mentales Training und so auseinanderzusetzen. Wo sonst immer in den Rück etwas weggeschoben wurde, weil man musste ja das andere trainieren. Mhm.

Der stoische Pirat:

Also ich denke eben, auch jede Situation offenbart auch wieder Chancen, wenn man das akzeptiert und diese auch auch wahrnimmt. Und deshalb braucht es auch diese Einstellung, glaub ich, dieses Amorphant. Ich find das, ich sage mir auch immer, alles, was uns passiert, ist einzigartig. Es ist unsere eigene Geschichte und weil's unsere Geschichte ist eine tolle Geschichte.

Jonas Salzgeber:

Mhm. Es

Der stoische Pirat:

ist meine Geschichte. Es ist Und und auch hier versuchen, dieses positiv. Aber irgendwie haben wir jetzt gesagt, akzeptieren des Schicksals, Eigenverantwortung, zähmen oder kontrollieren der Emotionen. Eigentlich passt das überhaupt nicht zum Zeitgeist heute, wo ich das Gefühl habe, alle wollen Verantwortung abgeben. Für meine Ausbildung oder für die Ausbildung sind die Lehrer zuständig, für für mein Wohlergehen ist der Staat zuständig.

Der stoische Pirat:

Alle geben Verantwortung ab und und eben der Staat muss alles. Und ich habe auch den Eindruck, es wird hausiert mit Emotionen. Also man ist gerne Opfer und stellt das dann auch noch dar. Ich muss immer lachen, wenn ich euch nur auf Instagram oder auch irgendwo in den sozialen Medien Videos sehe, wo sich Leute filmen, wie sie jetzt emotional traurig sind. Und dann stell ich mir vor, jetzt hast Du bist jetzt am Weinen, musstest aber zuerst noch das Telefon aufstellen, das Mikrofon nehmen und noch das Licht einstellen, damit man dich auch in eben richtig sieht.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Also irgendwo passt das nicht in unsere unser Zeitgeist, dieser Stoizismus und trotzdem hat der Stoizismus enormen Erfolg momentan.

Jonas Salzgeber:

Mhm. Ja, da ist das ist ein spannender Punkt. Ich für mich passt's sehr gut, oder? Aber ich seh schon ein bisschen, ja, das, was Du sagst, dass Leute vielleicht Verantwortung abgeben wollen. Woher das genau kommt, weiß ich nicht.

Jonas Salzgeber:

Ich vielleicht ist auch im System eben so, dass dass wir halt irgendwie das schon lernen, gar nicht selbst Verantwortung zu übernehmen, sondern die immer abzugeben. Und und deshalb und trotzdem gibt's viele Leute, denen diese Philosophie sehr viel gibt. Und ja, einerseits passt es vielleicht nicht und andererseits ist es ein Teil der Lösung vielleicht, wieso es uns nicht gut geht. Mhm. Ist eben genau das, dass wir die Verantwortung abgeben und und den schwierigeren Weg meiden vielleicht, ja, den Weg der Selbstreflexion, weil da musst Du auch bei dir in den Keller gehen eigentlich und die Dinge anschauen, die noch dunkel sind oder die vielleicht schwierig anzuschauen sind und Dinge ansprechen, die schwierig anzusprechen sind.

Jonas Salzgeber:

Ja, aber vielleicht ist auch etwas, das Menschen irgendwo suchen, ja, oder einen gewissen Teil der Menschen das suchen, weil es irgendwo fehlt, ja? Das kann kann sein und und dann merken sie, hey, das ist wirklich wertvoll. Weil das Buch, ja, verkauft sich erfolgreich, weil es Leute auch weiterempfehlen, ne. Und und das nicht, weil es mein Buch ist, sondern wegen, es geht das, was drin geschrieben ist, ja, die Philosophie, Mhm. Die Sie als hilfreich erachten im Alltag.

Jonas Salzgeber:

Du hast gesagt, einen gewissen Seelenfrieden oder ja, eine gewissen Gelassenheit, dass das geben kann. Und ja, es genau diese Verantwortung zu übernehmen für sich selbst und zu sagen, hey, ich bin Verantwortung, ich bin verantwortlich, ich bin der Schmied meines eigenen Glücks, aber auch des Unglücks, ja? Ja. Und das gibt dir ja viel Macht zurück eigentlich. Also genau Du, nicht das Leben im Außen ist überhaupt mächtig, dich unglücklich zu machen, sondern Du selbst.

Jonas Salzgeber:

Und ich denke, deshalb stoß das auf auch auf offene Ohren und offene Herzen für mich, weil es uns etwas zurückgibt und nämlich eine gewisse Macht über unser Leben. Also wir legen die Puppen ab, also wir sind nicht mehr länger stark abhängig vom Außen, sondern sagen, hey, ich bin selber verantwortlich und ich schau jetzt diese Situation anders an, damit damit es mir trotz der Situation, trotz der Schwierigkeit immer noch gut geht. Ja. Ja. Und ich denke, das ist wirklich, ja, vielleicht hast Du recht, dass es ein bisschen in eine andere Richtung geht und dennoch eben für viele ein Weg darstellt und ebnet, der zum Florien hin zeigt, ja.

Jonas Salzgeber:

Und und unabhängig vom Außen. Also das ist ja das Schöne an dieser Philosophie. Es ist, es ist egal, wie viel Geld Du hast zum Beispiel. Es ist auch egal schlussendlich, ob Du gesund oder krank bist. Es ist egal, wo Du bist.

Jonas Salzgeber:

Es ist ganz vieles spielt keine Rolle, sondern es ist für jeden Mann und jede Frau da, diese Philosophie und möglich anzuwenden, egal wie wie welche Widrigkeiten Du ausgesetzt bist, ja.

Der stoische Pirat:

Find ich auch ganz spannend. Also eben, das ist eine eine Philosophie für alle und für alle Lebensbereiche. Eben eine Epiktet war ein Sklave. Wir hatten Mark Karel bereits angesprochen, der also der der Feldherr, der mächtigste, politisch mächtigste Mann damals vor zweitausend Jahren. Dann Seneca, ein reicher, unheimlich reicher Mann, wahrscheinlich der Reichsten, den es damals auf der Welt gab.

Der stoische Pirat:

Eben ist es ein ganz breites Spektrum. Und und ich denke eben, das ist ganz, ich find ich ganz spannend, dass das eben für alle Leute und für alle Lebensbereiche eine Philosophie ist, die uns hilft. Da möcht ich dann noch noch noch einmal darauf zurückkommen. Aber etwas, was ich jetzt auch noch ansprechen möchte, wir haben gesagt den inneren Seelenfrieden und es hilft einem, ein glücklicheres Leben zu haben und so weiter. Und trotzdem und da möchtest Du deine Meinung noch dazu haben, trotzdem hat kürzlich in den Medien kam wurde eine Studie, die vom Schweizer Nationalfonds finanziert wurde, von der Universität Zürich durchgeführt wurde und wurde da in den Medien ziemlich populär, prominent veröffentlicht.

Der stoische Pirat:

Und da schrieben sie, dass die Stoiker bedeutend signifikant mehr Selbstmordgefährdet sind. Und ich kann vielleicht das vorlesen, was die da geschrieben haben. Also es ging da Selbstmord bei Männern.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Und die die das Studien, das Design war so, dass man die Versuchsgruppen aufgeteilt hat in drei Gruppen. Man nannte diese Egalitäre, die eine nannte man Player und die anderen die Stoiker. Die Egalitären waren die, die die die die ruhig sind, die keine Vorurteile haben und so weiter. Die Player waren die, die vor allem etwas ausgerichtet sind, möglichst viele Frauen zu haben, so in dem Stil. Und die Stoiker und das haben Sie dann beschrieben, die Gruppe der Stoiker umfasst ein Viertel der Männer.

Der stoische Pirat:

Sie weisen eine starke Konformität mit traditionellen Normen auf in Faktoren wie Kontrolle von Emotionen, Eigenständigkeit und Risikobereitschaft wie zum Beispiel schnelles Autofahren oder das Ausüben von Extremsportarten. Diese Gruppe der Stoiker hat im Vergleich zu den anderen Männern ein doppelt so hohes Suiziderisiko. Also man hat hier die Stoiker so beschrieben als so fast schon so so etwas so toxische Männlichkeit, hab ich den Eindruck. Ja, was sagst Du dazu?

Jonas Salzgeber:

Also ich habe die Studie nicht gelesen, aber Du hast mir vorhin auch kurz das erklärt oder kurz beschrieben und jetzt noch mal. Also, ja, also, ich muss eigentlich lachen, ja. Ich ja, die Stalker, die da beschrieben werden, denke ich, haben nicht viel mit den mit der steuerlichen Philosophie zu tun. Und, ja, wieso, dass die das so nennen? Ich denke, dass, ja, heutzutage muss das alles auch gute Überschriften geben, ja, und deshalb nennt man die ja Player und Stoiker unter anderem.

Jonas Salzgeber:

Und ja, ich ich denke mir, ja, da reg ich mich jetzt nicht drüber an. Weil die die Menschen, die sich mit der Philosophie befassen, ich denke, die, entweder entweder regen sie sich ein bisschen darüber auf und denken, hey, wieso zieht ihr den den Stoizismus so in Ja. In den Dreck oder in ein schlechtes Licht hier. Oder eben sie lachen und denken, ja, das ist, ja, ist schon fast Propaganda, ja? Weil, ja, also es hört sich jetzt schon so an, als entweder haben sie sich gar nicht fest mit der scheuschen Philosophie befasst oder sie wollen irgendwie ein bisschen tief behalten oder oder Ich ich weiß es auch nicht, aber

Der stoische Pirat:

Also ich habe ja auch gemerkt, dass dass gewisse Leute skeptisch sind gegen den Stoizismus, weil sie das Gefühl haben, es sind vor allem Männer, die daran interessiert sind. Aber ich hab da selber auch schon etwas festgestellt, wenn Eben, ich habe, wenn ich irgendwo aufgetreten bin, über das gesprochen habe, dann sind im Publikum vielleicht von zwanzig Leuten sind neunzehn Männer. Mhm. Also es Und ich weiß nicht, wie Du das erlebt hast. Es ist Ich habe schon den Eindruck, dass generell mit Philosophie, ich hab irgendwie den Eindruck, dass Männer sich mehr mit dem auseinandersetzen als Frauen.

Der stoische Pirat:

Ich weiß nicht, warum.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Aber man hat mir auch schon gesagt, ja, aber Stoizismus, das ist eine typische männliche Philosophie oder so etwas, so krieg in hart Emotionen, Selbstdisziplin, so so etwas fast Soldatisches oder Militärisches. Ich find's auch im Militär sehr beliebt, aber ich, oh, Stock Tail und so weiter. Aber was sagst Du dazu?

Jonas Salzgeber:

Also in meiner Erfahrung gibt's schon ein bisschen mehr Männer, die sich für diese Philosophie interessieren. Und ich denke, ein, also sie fühlen sich mehr angesprochen, wieso auch immer, ja? Das gerade ist, Du hast einige Begriffe genannt, ja? Ich würde da zur Disziplin auch die Resilienz dazu nehmen, die vielleicht für Männer eher ein Ziel sind im Leben, ja, irgendwie eben stark zu sein oder starker Männer zu sein. Generell finde ich, ist für alle und es ist wirklich auch für Frauen und es gibt auch viele Frauen, die die das sehr, sehr spannend finden und auch viele Sachen anwenden.

Jonas Salzgeber:

Ja, vielleicht haben Sie's weniger nötig, vielleicht können Sie besser mit Emotionen umgehen als Männer oder vielleicht, ja, haben Frauen eine natürliche Art und Weise zu leben ein bisschen, ja. Und die Männer brauchen dort ein bisschen mehr Führung irgendwo, weil wir ein bisschen verloren sind. Ich denke, das kann schon auch sein in unserer Gesellschaft, dass wir uns nicht mehr so einfach finden, ja.

Der stoische Pirat:

Mhm. Das habe ich mir auch schon überlegt, dass ob ob Frauen vielleicht gar nicht es gar nicht nötig haben.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Also dass die Männer viel Verlorener sind in gewissen Sachen und deshalb vielleicht auch mehr eben Suchende sind und die Frauen vielleicht viel viel unkompliziert und viel natürlicher mit dem umgehen, also.

Jonas Salzgeber:

Ja, ja. Aber ich denke, es könnte sehr viele verschiedene Gründe haben, auch die die alten Philosophen da im Buch, das waren auch alles Männer und und jetzt Ryan Holiday, der das wiederbringt oder Donald Robertson, sind auch alles Männer. Aber es gibt auch Antonia Maccaro, die geschrieben hat. Das ist ja eine Frau und das ist auch ein wunderbares Buch. Ja, vielleicht ist auch ein bisschen, ja, Zufall weiß ich nicht, aber ja.

Jonas Salzgeber:

Es gibt bestimmt gewisse Gründe, die man da untersuchen könnte, aber generell ist schön zu sehen, dass es auch viele Frauen gibt, die das interessant finden und anwenden können. Ja, woher das genau kommt,

Der stoische Pirat:

Schwierig zu sagen, ja. Wir haben's vorher gesagt, es ist eine Philosophie für alle. Vom Sklaven bis zum Feldherrn bis zum Multimillionär oder was damals Seneca war. Wie was würdest Du sagen, wie kann heute jemand, der finanziell am Boden ist oder sozial am Boden ist, also wirklich dem es schlecht geht, Wie kann der von der Philosophie profitieren und der Milliardär genauso?

Jonas Salzgeber:

Mhm. Ja, also etwas etwas, das ich auch fast täglich mache, ist so, mir bewusst zu sein, wofür kann ich dankbar sein? Und ich denke, das kann der arme 'n Brach brauchen und der Reich eigentlich auch. Der hat vielleicht mehrere Sachen, die wofür er dankbar sein kann, aber dieses, es ist zwar schlecht, aber ich habe das und das und das. Also, der Rhein die Frage, hey, gibst Du mir dein Bein?

Jonas Salzgeber:

Ich sag es ab. Ich geborene dir eine Million Franken. Ich habe, ich, ja, das macht niemand, ja. Also mir zumindest nicht, weil, ja, und das zeigt eigentlich, ja, Du bist schon reich. Ja.

Jonas Salzgeber:

Du hast deinen Körper, das Herz schlägt, die Organe machen ihre Arbeit, ich habe zwei Beine, die und ich jetzt sowieso bin ich sehr dankbar, dass ich überhaupt wieder alles machen kann, ja, da nach diesem Unfall. Und wir haben, egal was, wo wir sind, einige Dinge, wofür wir dankbar sein können. Und das ändert auch ein bisschen die Perspektive. Also das ist etwas, das sie dir Philosophie geben kann, anstatt alles als selbstverständlich zu nehmen, wirklich dankbar dafür zu sein. Dann bei den Reichen ist zum Beispiel die Idee von Memento Mori.

Jonas Salzgeber:

Ich finde die Geschichte schön da, angeblich im alten Rom, ja, wenn der General, erfolgreiche General zurückkam von in irgendeiner Schlacht, da machten die so einen Triumphumzug oder ein Parade und der fuhr dann irgendwie auf einem Rad, ausm Wagen gezogen von Pferden. Und da konnten wir bisschen winken und die Straßen waren voller Leute und die die jubelten und so. Und so geht die Geschichte zumindest. Ich ich war ja da nicht dabei oder weiß es nicht mehr. Und da war angeblich so ein Mensch hinter diesem General, der ihm sagte, was so viel heißt wie, erinnere dich deiner Sterblichkeit oder auch, Du wirst sterben oder auch, Du bist sterblich oder vergänglich.

Jonas Salzgeber:

Und diese Idee von Memento Mori, denk ich, könnte den Reichen helfen, sich bewusst darüber zu werden oder bewusst zu sein, das, was den der ganze Reichtum, dem sie haben, abgesehen vom Körper, auch der Reichtum oder den Luxus, in dem Sie leben, der ist vergänglich. Das kann weggenommen werden. Und ja, auch dort kommt dann die Dankbarkeit ins Spiel, hey, ich hab das jetzt. Ich kann dankbar dafür sein, aber ich bin mir bewusst, dass es geliehen ist Ja. Vom Universum.

Jonas Salzgeber:

Es, ein irgendeine Katastrophe kann mir alles wegnehmen. Ja. Wenn Du viel Geld auf der Bank hast oder ein schönes Haus, das kann explodieren oder verbrennen, das Geld kann an Wert verlieren und und ja. Oder eben auch deine Gesundheit ist ist jetzt ein Geschenk, Ja. Das aber, ja, vorübergehend da ist, jetzt bist Du dankbar, aber es kann auch wieder gehen.

Jonas Salzgeber:

Und also Moment Humor ist sicher eine Idee vom Stoizismus, die die da den Reichen ein bisschen Perspektive geben kann, der sich bewusst zu sein, hey, ja.

Der stoische Pirat:

Ja, wir sind für geigenlich, wir sind sterblich. Genau, ja. Und das das ist schon schön, oder? Im im im im im Moment des größten Erfolges, wo Du dich als absoluter Champion führst, wirst Du auf den Boden zurückgezogen. Du darfst es genießen.

Der stoische Pirat:

Du kannst Du kannst diesen Triumphzug genießen, aber denk daran, Du bist sterblich. Also ich find es ganz Und ich denke, das wäre auch ist auch wertvoll für uns, so immer wieder zu sagen, hey, wir sind nicht den Nabel der Welt. Mhm. Wir dürfen genießen, wir dürfen dankbar sein für das, was wir haben, aber es ist vergänglich und morgen ist jemand anderer, der auf dem Podest steht. Und es sind nicht wir wir und das denk ich, dass eben, es ist jetzt alles in Perspektive.

Der stoische Pirat:

Wir werden auf den Boden geholt. Diese Dankbarkeit, denk ich, ist auch ganz wichtig, was Du angesprochen hast, eben sich mal bewusst werden, was haben wir? Und nicht immer zu schauen, was haben wir nicht.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Also dankbar sein für das, was wir haben eben. Es es gibt, ich, das hast Du siehst auch gelesen, das Buch von Viktor Frankl, Ja also Ja zum Leben sagen, trotzdem Ja zum Leben sagen. Und wo er beschreibt, wie Sie als KZ Häftlinge aufs Feld raus müssen, liegt am Morgen vier Uhr im Eis kalt, es ist schneedunkel. Und er beschreibt dort, wo er ein die Sonne aufgeht und einen Vogel sieht auf einem Baum und der ist so sinngemäß sagt, der schönste Moment meines Lebens. Also in diesem schrecklichen Zustand, Konsenationslage, Du wirst gequält und es sieht diesen Vogel und und sagst, den wunderschönen Moment.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Und das ist ja schon auch noch interessant. Man hat das auch gesehen in der Psychologie, diese Überlebenspsychologie, also für Menschen, die überleben, Extremsituationen überleben, dass praktisch alle von denen auch die Schönheit der Situation anerkannt haben. Also die haben nicht eben auch nicht gehadert mit dem Schicksal, sondern sind zum Teil zurückgekommen. Da hab gesagt, ich habe dort etwas gesehen, das hätte ich nie, sonst nie erleben können diese Und und ich denke, dieses Dankbarsein, dieses Bewusstsein kommt ja auch wieder zum Tagebuch, eben sich vielleicht jeden Tag auch mal sagen, hey, für was bin ich dankbar heute? Und ganz interessant find ich, was Du gesagt hast, geliehen.

Der stoische Pirat:

Alles, was wir haben, ist geliehen.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Und da haben ja die Stoiker meines Wissens auch, Übung gemacht dazu, dass sie sich zum Beispiel am am Boden geschlafen haben einmal pro Woche oder ich weiß doch nicht und gesagt haben, dann schätze ich mein Bett auch wieder.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Und das sind auch Sachen, wo wir auch ab und zu machen könnten im Leben. Also gewisse Entbehrungen, wo wir wieder schätzen, was wir haben.

Jonas Salzgeber:

Mhm. Ja, so Freiwilliges Unbehagen Ja. Nenn ich das, glaub ich, im Buch. Ich muss jeweils überlegen, weil ich hab's ja auf Englisch geschrieben. Ja.

Jonas Salzgeber:

Und dann wurd das vom Verlag, also Übersetzt. Übersetzt. Also ich hab's nicht selbst übersetzt, ja. Und deshalb hab ich manchmal 'n bisschen Mühe, die Wörter zu finden, ja, weil, genau, Freiwilliges Unbehagen heißt das hier im deutschen Buch. Ja, und das war eine Idee unter Atem von Seneca, der ja im Reichtum lebte, ja, der hatte Angst davor, kein Geld mehr zu haben oder in Armut zu leben.

Jonas Salzgeber:

Und so sagt er zumindest, einmal im Monat, tu so, als hättest Du gar nichts, kein Geld. Dann willst kaputte, dreckige Klamotten. Du hast kein Geld, also, ja, versuch, etwas ganz Günstiges nur zu essen oder nichts zu essen, zu fasten oder wie auch immer. Und dann sagst Du, zu dir selbst ist das die Situation, von der ich mich so fürchtete. Einfach zu erfahren, vielleicht ist es gar nicht so schlimm, wovor ich Angst habe.

Jonas Salzgeber:

Oder auch, wie Du sagtest, mehr zu schätzen, was wir haben, hey. Ich hab ein Bett, worin ich worin ich schlafen kann, ey, wie bequem ist das eigentlich? Ja. Im Vergleich zu zu keinem Bett oder aufm Boden zu schlafen oder so, genau. Und ja, ich finde das, das ist eine, also es sind spannende Übungen, die wir da machen können, wirklich uns in Situationen, extra in Situationen zu begeben, die unbequem sind, ja?

Jonas Salzgeber:

Oder außerhalb unserer Komfortzone, genau. Eigentlich komfortabler oder angenehmer zu werden in solchen Situationen. Ja. Und das hilft schon, ja. Und Du kannst auch umgekehrt machen, wenn es einmal wieder kalt ist und Du zu wenig Klamotten hast oder so, kannst Du auch dir sagen, als hättest Du es auch extra gemacht, so, ey, das ist gute Übung jetzt.

Jonas Salzgeber:

Ja. Okay, ja, es ist jetzt kalt und dann nimmst Du es als Übung. Es ist zwar nicht ganz freiwillig, ja, weil weil's jetzt schon so ist, aber ich oder das mach ich zumindest oft sag ich mir, ja, es ist gute Übung. Ja. Ja.

Jonas Salzgeber:

Jetzt für mich nicht zu klagen jetzt über die Situation, sondern, hey, kann ich jetzt da resilient sein? Ja. Hey, und das prallt an mir ab, macht mir nichts.

Der stoische Pirat:

Genau. Das ist auch wieder etwas, die Situation da, jetzt nutz ich sie als als Übung. Ja. Ich hatte das vor etwa vier, fünf Jahren war ich in in in in Kanada in an den Ostküste und da ging ich in ein billiges, also sehr günstiges Airbnb. Mhm.

Der stoische Pirat:

Megakooes Airbnb, es ist ein altes Schulhaus. Und ich war dort in einem Schulzimmer und es war gerade noch Covid und so, war alles durcheinander. Supercoole Leute, die das dieses Schulhaus gekauft haben. Es war noch völlig im Umbau und und ich war der erste Gast sozusagen. Und als ich dieses große Schulzimmer und muss vorstellen, es war Winter, also ich war im Winter dort, draußen minus zehn, zwanzig Grad, je nachdem.

Der stoische Pirat:

Und die Heizung funktionierte nicht. Mhm. Und er hat dann gesagt, ja, also ich ich ich kauf ich geh jetzt in den Baumarkt, kaufe so Heat Lambs, so so so Heizkörper. Und da hab ich gesagt, nein, genau. Es war wirklich, ich hab zehn Grad in der Wohnung, im im zehn, zwölf Grad.

Der stoische Pirat:

Ja. Und da hat er gesagt, wie wieso nicht? Er hat gesagt, nee, das ist gut. Ich kann mich auch anziehen und Ja. Es ist eine Übung.

Der stoische Pirat:

Ja. Und es ist extrem cool, weil wir sind immer noch im Kontakt. Ja. Und er macht jetzt gerade eine Sechzig Tage Challenge, wo er jeden Tag in einem Eiscontainer baden geht. Das hat sich alles damals entwickelt.

Der stoische Pirat:

Also das ist die ganze Geschichte, oder? Weil ich damals gesagt, ich will keine Heizung und das Wasser ist auch egal, wenn es nicht Ja. Und es war wirklich für mich eine Übung und ich konnte sagen, hey, ich konnte drei Wochen auch so leben. Ja. Und es gibt noch Leute, die leben ganz anders.

Der stoische Pirat:

Ja. Aber wenn man dann ein sieht draußen bei in Weihnachten, Kanada, der draußen schläft, Mhm.

Jonas Salzgeber:

Dann

Der stoische Pirat:

sagen, ja, ich hatte einfach zwölf Grad in der Wohnung.

Jonas Salzgeber:

Mhm. Ja.

Der stoische Pirat:

Und ich denke, das ist schon dieses, ja, dieses diese aus der Komfortzone treten ist ist, denk ich, eine ganz Mhm. Eine eine wichtige Sache. Wie siehst Du es mit Leadership und Stoizismus? Wie können Führungskräfte vom Stoizismus profitieren?

Jonas Salzgeber:

Also als als Führungskraft hast Du immer eine gewisse Vorbildfunktion, denk ich. Und der Stoizismus, ja, ach, da kannst Du sehr fest profitieren, ja. Der macht so viel Eigenarbeit, Selbstreflexion und lernst dich selbst besser kennen, bist dir deinen Werten bewusst und lebst auch danach, ja? Das ist immer auch ein Danachleben, hä? Nicht nur die Werte zu kennen, sondern wirklich danach auch zu handeln.

Jonas Salzgeber:

Und so denk ich, kannst Du einmal ein besseres Vorbild sein, weil Du wirklich so lebst, wie wie Du es für richtig hältst, ja? Du, also generell so als Stoiker oder ich ich würde mich ja selbst nicht Stoiker nennen, aber ich praktiziere viel von der steuerlichen Philosophie. Da, ja, machst Du, was für dich stimmig ist und was Du für richtig hältst, auch wenn es wenn die Gruppe in eine andere Richtung schwimmt, ja? Und es nicht, weil Du ein Egoist bist oder irgendwie nicht mitmachen willst, sondern wenn Du es anders siehst, bleibst Du dir selbst treu. Also Du brichst eigentlich nicht mit deinen Werten, nur weil's gerade einfacher geht, ja?

Jonas Salzgeber:

Und ich finde, als Führungskraft ist ist das wertvoll, weil ich als Angestellte zum Beispiel, ich kann dir vertrauen. Ich weiß, Du Du sagst mir die Wahrheit zum Beispiel, weil das sein Wert ist von dir. Und auch wenn es schwierig ist für mich, am Anfang zum Beispiel das anzunehmen, ich weiß, ich krieg von dir die Wahrheit. Mhm. Auch wenn es schwierig ist.

Jonas Salzgeber:

Auch mit der Zeit bin ich dir dankbar, weil weil Du sagst dann auch gute Sachen und ich weiß, Du meinst es auch wirklich so. Das sind zum Beispiel also Werte, die Du lebst als Führungskraft, weil Du die stoische Philosophie praktizierst, da kannst Du sicher profitieren. Und dann auch genau mit diesem, was liegt in deiner Kontrolle und was nicht? Und dass Du dich auf die Sachen konzentrierst, die in deiner Kontrolle liegen. Okay, das ist die Situation.

Jonas Salzgeber:

Ich bin gefordert. Was mach ich jetzt? Und Du gehst da nicht so fest ins Klagen, ins motzen, ne, das ist echt blöd, sondern was mach ich jetzt? Wie kann ich das vielleicht umdrehen, umdeuten, sodass wir etwas lernen können? Und da ist ja ein Beispiel der Stoiker ist immer, dass die schwierige Situation ist immer eine Chance für Wachstum, Mhm.

Jonas Salzgeber:

Ja? Die haben da die Geschichte von Herkules, die die ja im Reedere erzählt haben oder den Schülern weitergeben, hey, was was wäre aus Herkules gewesen, wenn er keine Herausforderung gehabt hätte? Ja, der wäre einfach im Luxus weiter geschlafen und wäre gar nicht so stark geworden. Also diese Aufgaben, die er machen musste, führten letztendlich dazu, dass er überhaupt so stark wurde. Und wir können das brauchen bei uns im Leben, dass, wenn es schwierig ist, kann ich sagen, hey, ich brauche diese Schwierigkeit, stärker zu werden, zu wachsen.

Jonas Salzgeber:

Und dann als Team kannst Du das als als Leader, ja, einfach so gestalten, ja, oder verkaufen, dass es gut ist für uns. Ja, okay, ja, jetzt ist das und das die Situation. Und trotz der Widrigkeiten machen wir jetzt das Beste draus und wir sehen das als Chance, als Team zusammenzuwachsen oder was auch immer. Wir können viel lernen, wir schaffen das, ja? Aus da gibt es unendlich viel von dieser Philosophie, denk ich, die die Du anwenden kannst in der im Leadership, ja?

Jonas Salzgeber:

Ich hatte auch, ich wurde eingeladen nach Peru, da von einem so Businessmann und da durfte ich einen Vortrag halten vor laute Businessleute, ja. Übrigens auch alles Männer, aber Und ja, und das sind wirklich Lieder in ihrem Bereich, ja, und das sind, das waren sehr reiche Leute und sehr erfolgreiche Leute dort in in Peru. Und ja, das sind alles Fans vom Stoizismus. Ich find das noch spannend, ja. Ich wusste das gar nicht so, dass so in der Businesswelt eben im Leadership, ja, viele, ja, Führungskräfte sich dank der Philosophie auch ein bisschen oder sich da sehr wohlfühlen, ja.

Jonas Salzgeber:

Ich find das noch spannend. Also da, das ist sichere, hilfreich für Führungskräfte. Ja.

Der stoische Pirat:

Ich danke, ein wichtiger Punkt ist auch, Du hast es gesagt, oder man, ich denke, man wird als Führungskraft vielleicht auch berechenbarer, weil jetzt das Schlimme ist, find ich, wenn eine Führungskraft so so schwankend ist. Einmal gut aufgelegt, dann einmal schlecht drauf. Man weiß nicht so recht, woran man ist bei dieser diese Wankerlmüdigkeit. Und ich glaube, ihr spielt auch die die Tugendhaftigkeit in der Rolle. Und die die die vier Kardinaltugenden der der des des Stoiker sind ja so etwas wie ein Kompass, kann man sagen.

Der stoische Pirat:

Und ich glaube, man versucht, und ich sage immer versucht, weil man, immer ist ja nicht, man ist nicht, man ist nie perfekt, oder?

Jonas Salzgeber:

Mhm. Aber

Der stoische Pirat:

wenn man versucht, tugendhaft zu leben, dann wird man auch berechenbar.

Jonas Salzgeber:

Mhm. Und ich

Der stoische Pirat:

glaub, das ist auch etwas, was als Führungskraft sehr wichtig ist, dass man weiß, woran man bei einer Führungskraft eben steht. Mhm. Vielleicht eben, wenn wir jetzt zu dieser Tugendhaftigkeit kommen, die die die Stoiker sagen, ja, ein glückliches Leben ist ein tugendhaftes Leben.

Jonas Salzgeber:

Wie

Der stoische Pirat:

siehst Du das? Bist Du also oder erklär deine Sicht von denen?

Jonas Salzgeber:

Ja. Also für mich war der Begriff, also, wir ist ja im Englischen über Tugend und im Englischen zumindest hat mir das nicht so viel gesagt. Und deshalb hab ich im Buch gewählt, da hab ich das griechische Wort gewählt, a r t. Mhm. Leben mit a r t ist Teil des Glücksdreiecks da im im im im kleinen Handbuch des Stoizismus.

Jonas Salzgeber:

Und das ist eigentlich Tugend, wird als Tugend übersetzt. Und ich ich wählte da den griechischen Begriff, weil könntest Du übersetzen als Exzellenz oder eben Tugend oder als in jedem Moment dein bestes Selbst ausdrücken. Ja. Moment zu Moment drückst Du dein bestes Selbst aus. Und für mich ist das viel greifbarer als das Wort Tugend, aber also ich kann da nur für mich sprechen, ja, weil so wie ich auch gewachsen bin, hatte ich nie viel mit Tugend zu tun, ja.

Jonas Salzgeber:

Also mir sagt das auch nicht viel und ich ich finde es schon gut, sich bewusst gewissen Werten bewusst zu sein, ja. Ich will nicht ehrlich sein, ja, ich will ehrlich sein, ich will fair sein, ich will respektvoll sein gegenüber anderen. Ja, ich will Durchhaltevermögen zeigen und und und. Das können alles gute Werte sein. Aber wichtiger für mich ist, in jedem Moment möglichst das zu tun, was jetzt stimmig ist für mich.

Jonas Salzgeber:

Mhm. Also ein bewusstes Handeln. Für mich ist das, tugendhaftes Halten, weil Verhalten, weil in dem Moment mach ich oder erlebe ich so, wie es für mich stimmt. Ich werde dann auch nichts bereuen, ja? Weil im Moment ist es eine bewusste Entscheidung.

Jonas Salzgeber:

Was ich jetzt weiß und wer ich jetzt bin, handle ich so. Ich finde, das ist das Richtige für mich. Und wenn ich dann zurückblicke, kann ich sagen, ja, ich wusste es nicht besser oder ich hab wirklich versucht, das besser zu tun in dieser Situation. Und das reicht völlig aus. Wir brauchen da gar nicht so viele Werte großschreiben, sondern bewusstes Verhalten eher großschreiben.

Jonas Salzgeber:

Und da ist ja eines, ja, dieses regulieren der Emotion, ja. Mhm. Also im Buch schreibe wie, da teste deine Impressionen, oder? Du hast etwas passiert und ich habe einen ersten Eindruck. Ja.

Jonas Salzgeber:

Und ich bin genervt. Ah, der blöde Autofahrer, oder? Und und ich wollte sagen, ha, ha, ha, stopp. Lass mich dich testen, erster Eindruck. Ich will dich testen.

Jonas Salzgeber:

Ja. Ja, stimmt der wirklich? Ist dieses Urteil, das ich jetzt automatisch gefällt habe, stimmig überhaupt für mich? Will ich danach handeln? Weil das ist ja nur eine Handlungstendenz, die da kommt.

Jonas Salzgeber:

Die kommt Ich denke, die kommt bei dir auch, die kommt bei uns bei den meisten, nicht? Vielleicht gibt es schon Menschen, die wirklich viel meditieren, die haben da vielleicht wenige sone Handlungstendenz, eine starke. Und aber da es nur eine Tendenz ist, kann ich da zwischen dem Stimulus und die Reaktion, da ist eine Lücke. Ja. Und wenn ich bewusst genug bin, kann ich in diese Lücke gehen und eben den Impuls, den Eindruck testen und dann mein Verhalten bewusst wählen.

Jonas Salzgeber:

Ja. Und für mich ist das ein höheres Ziel, bewusst mich zu verhalten in jedem Moment. Mhm. Also das zu sagen, was ich sagen möchte, wo ich hinten dran stehen kann und sag, ja, das hab ich gesagt. Ja.

Jonas Salzgeber:

Das machen, was ich machen möchte. Es kann auch mal sein, nichts sagen oder nichts machen. Ja. Es kann auch eine Wahl sein, einfach wählen im Moment, wie will ich jetzt auf diese Situation reagieren? Wie will ich antworten?

Jonas Salzgeber:

Ja? Und da kommt auch Viktor Frankl ins Spiel, hast Du erwähnt. Da sagt ja, die Verantwortung, es ist eine Verantwortung. Ja. Das Leben jetzt, das KZ zum Beispiel, wo er den Vogel sah, ja, und sagt, das ist schönste das schönste Moment meines Lebens.

Jonas Salzgeber:

Das Leben gibt dir eine Situation als Geschenk, kann ich so sehe ich's. Es. Und das ist jetzt in deiner Verantwortung, etwas damit zu machen, ja? Was mach ich jetzt? Und das ist immer ein Geschenk, ja?

Jonas Salzgeber:

Du schreibst mir, hey Jonas, wollen wir zusammensprechen für einen Podcast. Das ist wie ein Geschenk. Und ich weiß, ja, ich bin halt vielleicht aufgeregt oder es ist ja auch nicht so einfach, ja, oder ist eine riesige, also ist eine Chance oder was auch immer oder sonst was im Leben. Ist eine Herausforderung, aber es ist auch ein Geschenk des Lebens, das mir etwas gibt, nämlich meine Wahl, was mach ich jetzt damit? Ja.

Jonas Salzgeber:

Und ich kann es als Chance nehmen. Hey, ich kann lernen, ich kann wachsen. Und ja, und und so, das sehe ich, das ist tugendhafte Verhalten ein als ein bewusstes Verhalten in jedem Moment, ja? Also für mich ist das einfacher, so das anzuschauen, ich versuche bewusst mein Verhalten zu wählen in jedem Moment, als gewisse Werte hoch hochhalten, ja.

Der stoische Pirat:

Aber nichtsdestotrotz, eben die die dieses bewusste Hand Ich denke, es hilft schon, wenn man sich dann fragt, eben gemäß den Kardinaltugenden, ist mein Handeln jetzt mutig? Ist es gemäßigt, ne? Wie handle ich? Ist es weise? Mach ich es nach meinem besten Wissen und Gewissen?

Der stoische Pirat:

Und ist es fair oder gerecht? Also und ich denke, das hilft schon auch, wenn man manchmal nicht sieht, weil wir sind ja vielfach in die, wir entscheiden ja unheimlich, müssen ja unheimlich viele Entscheider fällen in ihren Tag. Und auch hier wieder als Führungskraft oder etwas, wenn ich mich überlege, ist mein Entscheid, ist er mutig? Mhm. Nicht nicht dumm, also mutig, nicht einfach, sondern ist ist er weise?

Der stoische Pirat:

Hab ich mir alles überlegt? Oder ist das ein kalkuliertes, ich geh ein Risiko hin, ob's ein kalkuliertes Risiko. Ist das fair gegenüber allen Beteiligten? Oder, ne? Und Ja.

Der stoische Pirat:

Die Mäßigung oder was ist das Oder übertreibe ich, geh ich ins Extrem, oder? Ich find das schon noch, ich find das schon hilfreich, oder?

Jonas Salzgeber:

Ja. Ja, das find ich schön. Ich, bei mir hab ich das nicht so so gemacht, aber ich find das einen schönen Ansatz und ja, also was mir wichtig ist, ist ja die Selbstreflexion und sich seinen Werten bewusst zu sein. Deshalb spielt das da schon rein, ja? Was sind so meine Werte?

Jonas Salzgeber:

Ja. Und dann leb ich auch danach. Ja. Aber im Moment selbst mach ich das jetzt nicht so Ja, ja. Ist das fair?

Jonas Salzgeber:

Sondern ich frag mich, ja, was ist jetzt das Wichtige? Aber je nachdem spielt das natürlich auch eine Rolle, ja? Ja. Ja. Will ich etwas kaufen, ja oder nein, oder?

Jonas Salzgeber:

Das ist, eigentlich entspricht es mir nicht, deshalb nein. Ja. Aber es darf ja auch mal ein Ja sein. Absolut. Es ist Werte, ja, ja, also find ich auch extrem wichtig, ja?

Jonas Salzgeber:

Und dann trotzdem eine gewisse Freiheit im Moment etwas anderes zu tun, ja? Weil da, berechenbar ist schön als als Führungskraft, aber im Leben ist auch ein bisschen langweilig, ja? Ja. Also, weil ich war sehr strukturiert und ich mag es auch strukturiert zu arbeiten, aber die Disziplin kann dann auch auf eine Seite zu stark sein, ja? Ich geh im Abend dann schlafen, also vorher mach ich das, das, das oder Ich ich hab das gemacht und ja, ich kann das auch, aber es ist gar nicht so stimmig für mich.

Jonas Salzgeber:

Ja. Ich weiß, ist gut, hab ich das gemacht, ja? Damals war's richtig so, aber jetzt wünsche ich mir ein bisschen mehr Flexibilität. Und das ist dann die Kunst, oder? Trotz Freiheit, Flexibilität, die nötigen Sachen dann trotzdem machen, also die nötige Disziplin aufbringen.

Jonas Salzgeber:

Es ist dann eine eine Balance, ja. Und ja, diese Balance zu finden und da wie aufm so aufm Seil zu balancieren, ist da ja nicht immer einfach. Aber ich denk, es ist wichtig, dass wir eine gewisse Freiheit haben, im Moment anders zu entscheiden. Ja. Ja?

Jonas Salzgeber:

Ich geh jetzt da noch hin. Gestern Abend ging ich noch zu einem Freund, der hatte Geburtstag. Und eigentlich passte es mir nicht in den Abend rein, oder? Ja. Und ich hab ihm eigentlich schon abgesagt.

Jonas Salzgeber:

Und dann am Tag selbst sagte ich aber, hey, er hat schon eingeladen, es kommen noch andere Leute, ist doch cool. Ich ich geh halt jetzt später schlafen und ich mach jetzt gewisse Dinge nicht und so, damit ich, ja, das trotzdem machen kann. Weil eigentlich als Freund find ich das eine schöne Schönste, wenn ich da Ja. Hingehe und ja, noch mit denen was trinken und trinke und esse. Und genau, das hatt ich vielleicht vor einigen Jahren einfach strikt nein gesagt.

Jonas Salzgeber:

Und jetzt war es für mich möglich, ja zu sagen und ich finde das auch sehr schön, ja? Ja. Für mich ist das jetzt nicht so einfach, ja? Für andere ist das das Einfachste auf der Welt, oder? Das ist auch etwas, was wir uns bewusst sein möchten, ist, für mich ist etwas schwierig, was für dich einfach ist Ja.

Jonas Salzgeber:

Und umgekehrt, oder? Und so können wir uns auch ein bisschen in andere hineinfühlen, als sie, ja, für dich ist das schwierig und das ist okay, ja? Vielleicht kann ich's dir da helfen und Du kannst mir da helfen, ja? Und das ist auch wichtig in der Philosophie, oder? Die Fehler bei sich auch so.

Der stoische Pirat:

Ja, genau.

Jonas Salzgeber:

Ich brauche die Philosophie nicht als, ah, der lebt nicht nach Werten und so, sondern nein, es geht mich selbst, ja. Genau, ja.

Der stoische Pirat:

Genau, es geht dich. Ja. Ich finde das glaub ich, Du hast gesagt, die Balance, eben diese Balance find. Und das kommt dann wieder die für mich die Kardinaltugentemäßigung. Oder ich ich setz das bei mir und meiner Frau.

Der stoische Pirat:

Meine Frau ist enorm diszipliniert. Sie ist jetzt jemand, die kann die kann ohne Probleme sagen, nein, da komm ich nicht, weil ich steh am Morgen vier Uhr auf, ich geh ins Training, Tag, ich muss das machen, ich mache da. Es ist wirklich extrem diszipliniert, aber auch mit dem entsprechenden Erfolg.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Und ich bin etwas das Gegenteil, ich bin eher eher jemand, der da nicht nein sagen kann.

Jonas Salzgeber:

Mhm. Und

Der stoische Pirat:

immer so, ja, jetzt hat der schon eingeladen. Ja, nein, also. Mhm. Oder weil ich ich will da nicht ich will nicht, dass der dann denkt, ja, der mag mich nicht oder ich weiß nicht was, oder? Also ich bin dann eher und und da ist schon manchmal eben.

Der stoische Pirat:

Manchmal hab ich das Gefühl, ich selber habe zu eben, mir fehlt, ich bin zu, ja, was sag ich jetzt, zu wenig strikt vielleicht manchmal. Und und ich denke, sie ist manchmal zu extrem, oder? Und dass man dann eben gemeinsam auch die Balance findet, ist da auch eben gut, wenn man vielleicht eben zwei Leute oder einen Freund oder jemand hat, der der einem auch manchmal wieder sagt, hey, da kannst Du nein sagen. Ja. Genau.

Der stoische Pirat:

Also Spiegel

Jonas Salzgeber:

erlebt, dass man das sich auch bewusst wiederholt, ja. Ja. Ja, schön.

Der stoische Pirat:

Was ist für dich, für was lohnt es sich, zu leben? Also jede Philosophie, es geht ja immer nur den Sinn des Lebens. Was sagst Du, für was lohnt es sich, zu leben?

Jonas Salzgeber:

Es ist für mich, ich habe momentan so das Ziel, zu florieren. Also ich schreib ja an meinem neuen Buch und ich brauch da die Metapher von einer Eiche. Und ich ich erklär die kurz, weil ich mag die ganz fest so. Die die Eiche, die ist einfach, die ist Eiche und es ist in ihrem Potenzial, Eiche zu werten, oder? Und die Eiche schaut nicht links und rechts, sondern sie schaut primär für sich, ist die primäre Verantwortung ist sich selbst gegenüber.

Jonas Salzgeber:

Und so wachst die Eiche in einen schönen Baum Und zu zur richtigen Jahreszeit blüht die Eiche und bringt dann Früchte oder hervoreicheln. Und sie schaut aber primär zu sich selbst, dass sie eine gute oder eine schöne, starke, selbstständig Eiche sein kann. Und sie ist dann natürlich ein Geschenk für die die Welt sie herum, für das ganze Ökosystem, ja? Sie bringt frisch hervor und einen Lebensraum und und ganz viel. Aber sie macht all das auf natürliche Art und Weise, indem sie gut zu sich selbst schaut, indem sie blüht, indem sie aber auch im Winter sich die Zeit nimmt, eine Phase der Ruhe zu sich zu geben, ja.

Jonas Salzgeber:

Und ich nehm das so ein bisschen als als Vorbild für mich und von der Idee her, für uns Menschen, dass wenn wir gut zu uns selbst schauen, teilen wir, natürliche Art und Weise teilen wir unsere Geschenke. Ja. Du bist ein Geschenk, in dem Du dich selbst bist, indem Du, ja, matt bist oder in deiner schönen Energie, starke Energie. Und da bist Du automatisch ein Geschenk für alle dich herum, oder? Und das kannst Du aber nur sein, wenn Du gut zu dir selbst schaust, wenn Du bei dir bist und wenn Du wenn Du dich bist, wenn Du florierst.

Jonas Salzgeber:

Ich sag denen gerne florieren. Und das heißt nicht, dass wir das ganze Jahr über blühen müssen oder sollen, nein. Wir haben eine Phase der der Blüte und der Früchte, aber auch eine Phase der Ruhe und in der wir, ja, in uns kehren, ja, im im Winter oder im, ja, metaphorischen Winter zumindest. Und für mich ist das momentan das Ziel, da mich immer noch zu finden. Ja.

Jonas Salzgeber:

Und, ja, dieses Geschenk, das ich auch habe, nach außen zu tragen, aber indem ich gut zu mir schaue. Und und ich denke, da hat jeder das Potenzial in sich, wo ein wunderschönen Mensch zu sein. Ja. Also rein äußerlich, aber einfach als als Energie. Ja.

Jonas Salzgeber:

Und auch als Energie, wie eben die Pflanze, die blüht und so bist Sind alle verschieden, wie jede auf ihre eigene Weise wunderschön. Und wenn sie blüht, dann und wenn sie gut zu sich schaut und so, das ist ein bisschen das Ziel momentan für mich eben. Ich möchte Florin. Und jetzt mit dem neuen Buch, das das das kommt, das mich zwar herausfordert, aber das wird kommen, möchte ich dieses Bild ein bisschen in die Welt hinaustragen und sagen, hey, schaut gut zu euch. Ihr müsst gar nichts tun.

Jonas Salzgeber:

Ja. Weil ihr seid automatisch dann das Geschenk für für alle Ring so herum. Ja. Und das ist, finde ich, ein sehr schöner Gedanke, eine schöne Idee, dass, wenn wir gut zu uns selbst schauen, sind wir automatisch ein Geschenk für für alle uns ringsherum. Und da das ist momentan für mich das das Ziel und ein schöner Grund zu leben, dieses Potenzial zu entfalten und zu blühen, ja.

Der stoische Pirat:

Das find ich ganz eine schöne Metapher. Also ich ich denke, eben, dass wir unsere eigenen, also jeder Menschen, das hast Du auch gesagt, jeder Mensch hat Stärken. Und jetzt sollte eigentlich jeder Mensch, wenn sie richtig verstanden hat, an seinen Stärken arbeiten, damit er eben auch eben blühen kann und dann diese Stärken auch dem dem dem Gesamtheit zur Verfügung stellen. Und dann sind wir gemeinsam, eben sind wir ein Ökosystem, das sich gegenseitig unterstützt.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Mit wenn wir unsere alle uns gegenseitig mit unseren Stärken

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Unterstützen.

Jonas Salzgeber:

Und die primäre Verantwortung ist trotzdem sich selbst gegenüber, damit Du dieses Geschenk sein kannst. Ja. Und ich mein, das nicht auf egoistisch Art und Weise nur zu sich selbst schauen, überhaupt nicht, weil ich sage, wenn Du gut zu dir schaust, dann teilst Du die Früchte automatisch. Ja. Du bist voller Früchte.

Jonas Salzgeber:

Die Eiche trägt ganz viele Eichern, vielleicht Absolut. In jedem Jahr, aber ganz oft. Und die sind für da für alle. Ja. Und das passiert auf natürliche Art und Weise und und das, ich finde ich das schöne Bild.

Jonas Salzgeber:

Die primäre Verantwortung ist, bei dir Ja. Zu dir zu schauen. Und ich denke, viele viele vernachlässigen das heute und dann werden wir krank oder es geht uns gar nicht so gut, ne. Und sind wir sind gar nicht in einer guten Energie. Und dann sind wir einfach viel weniger Geschenk, ja?

Jonas Salzgeber:

Ja. Und wer? Weil's weißt Du, es macht von mir aus gesehen auch Sinn, oder wenn wenn's dir wirklich gut geht, wenn's dir so richtig gut geht, strahlst Du ja das förmlich aus, oder? Absolut. Nichts bringt dich raus, ja?

Jonas Salzgeber:

Hey, ich kann ich ich kann nicht mit meiner schlechten Stimmung dir dieses Strahlen wegnehmen. Absolut. Weil Du bist so fest in dieser Energie, das macht dir gar nichts, ja? Die Eiche, wenn der Eichel herkommt und schlecht gelaunt ist, ist das die Eiche Egal. Egal, ja.

Jonas Salzgeber:

Im Gegenteil, das Strahlen schwappt dann auf den Eichel her rüber oder und der ist plötzlich auch besser gelaunt, ja.

Der stoische Pirat:

Ja. Eine Frage, die ich auch habe, ist oder die mir auch schon gestellt worden, ist, kann man Stoiker sein und gleichzeitig Christ?

Jonas Salzgeber:

Ja, für mich schon, ja. Also ja, ich denke, diese Philosophie ist wirklich für die für für alle da, ja? Unabhängig von der Religion. Die Frage ist, kannst Du Christ sein und offen sein für irgendeine Philosophie? Ich denke, die für sehr viele sind das, aber ich ich denke, die Frage willst Du so stellen, ja?

Jonas Salzgeber:

Ja. Weil von dem Stoizismus her ist es dir überlassen, ob Du einen Gott hast oder nicht oder ob Du an an das Göttliche glaubst oder nicht oder ob Du ein an Spaghetti Monster glaubst oder was auch immer, das ist dir überlassen, ja? Für mich, ich finde schon, auch das Göttliche kannst Du sehr gut auch finden im Stoizismus, ja, mit der Eudharmonie, diesem, ja, für mich Seele oder im Einklang Leben dann mit der Seele. Aber es ist auch offen für die, die daran nicht glauben. Die können das sagen, das ist das höchste Selbst oder das ideale Selbst.

Jonas Salzgeber:

Und also ja, für mich ganz klar, ne. Und es

Der stoische Pirat:

hat ja schon, also Sie waren ja nicht Monothasten damals, aber Sie haben schon an das Göttliche geglaubt, also irgendwo, dass Sie sagen ja Englisch in allem irgendwo etwas Göttliches. Mhm. Und was ich auch interessant finde, sie sind ähnlich finde ich wie jetzt im Christentum, sie sahen ja auch alle Menschen als irgendwo Brüder und Schwestern. Mhm. Also es waren ja, wie sagt man, Globalisten sozusagen, nicht Globalisten im Sinn von heut, aber sie war, also wie sagt man dem, die irgend, sie sahen alle Menschen als

Jonas Salzgeber:

Die die gesamte Menschheit.

Der stoische Pirat:

Zeit. Genau.

Jonas Salzgeber:

Und sie eigentlich als einen Körper betrachtet, Genau. Ja. Ja. Du bist der Finger oder oder der Genau. Wie auch immer.

Jonas Salzgeber:

Und dein Wohlbefinden ist mein Wohlbefinden, Ja. Weil wir gegenseitig voneinander abhängig sind und weil wir Schlussmoment eins sind Ja. Ist es mir wichtig, dass es dir gut geht, ja. Ja. Für die Stalker, ja.

Der stoische Pirat:

Das ist ja auch wieder sehr ähnlich, denk ich, Christentum irgendwo. Also dieses Aber eben, es ist kein Widerspruch, weil das hat auch Leute, die sagen, ja, ich das geht nicht. Das ist, die haben schon gemeint, das sei schon fast wie eine Sekte oder etwas und das ist es nicht, ist eine Philosophie. Und es hat sehr viele Parallelen, denke ich, im Christentum oder auch im Buddhismus sieht man, ist auch alles in der gleichen Zeit entstanden.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Also ich denke, die haben sich auch gegenseitig, wahrscheinlich damals der Zeitgeist irgendwo beeinflusst.

Jonas Salzgeber:

Wahrscheinlich, ja. Also die der Stolzismus und der Buddhismus, da gibt es schon sehr viele Parallelen und die find ich auch spannend, ja. Und den Buddhismus kannst Du auch aus Philosophie fast anschauen, ja. Ich weiß nicht, ob ich da jemandem zu nahe trete, aber für mich ist der Buddhismus auch etwas, dass dass wir da auch Dinge rausnehmen können, die wir praktizieren können, ohne jetzt ja, das Gefühl haben müssen, wir sind jetzt religiöse Buddhisten, ja. Ja.

Jonas Salzgeber:

Ja. Ja. Genau.

Der stoische Pirat:

Wenn jetzt jemand diesen Podcast hört, schaut und sagt, ich möchte mich vertiefen mit dem Stoizismus und dein Buch gelesen, Ryan Ryan Holiday oder Was empfiehlst Du sonst noch? Was würdest Du empfehlen, wenn jetzt jemand einsteigen möchte in in die Philosophie des Stoizismus?

Jonas Salzgeber:

Also jetzt hatten wir ja gerade Stoizismus und Buddhismus. Antonia Maccaro. Das Buch mag ich, aber ich glaub, das gibt's nur auf Englisch. Und generell Donald Robertson, der ja, der weiß alles über 'n Stoizismus und sein Buch, denke wie ein römischer Herrscher oder so was, ist von Mark Aurel. Aber das find ich wirklich ein sehr gutes Buch.

Der stoische Pirat:

Ja. Genau, von ihm. Auch sehr angenehm geschrieben, also sehr verständlich geschrieben. Ja

Jonas Salzgeber:

und ja, find ich super. Und so eine kleine Lektüre und für mich eine amüsante Lektüre ist The Stoyk Challenge von William Irwein. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob's das auf Deutsch gibt, aber ich kann mir schon sehr gut vorstellen, Will Wil Irwein. Und das, ich find das sehr ein amüsantes Buch, weil er schreibt auch viel über eigene Geschichten aus seinem Leben, die ich dann schon amüsant finde. Und ja, und von der Idee her ist eigentlich Reframing, das ist so eine der der.

Jonas Salzgeber:

Also wenn Du eine Herausforderung hast im Leben, kannst Du es umdeuten als ein Test des deutschen Götter, ja? Und ich find das noch sehr amüsant, wenn was Misssames passiert, kannst Du sagen, ah, die deutschen Götter testen mich, die testen meine Philosophie oder meine Resilienz. Ja. Und genau gerade weil es amüsant ist, ist auch schon hilfreich, weil es gibt eine gewisse Distanz dann. Ja.

Jonas Salzgeber:

Das Problem und ich, ich bin da nicht mehr so identifiziert direkt mit dem Problem, weil das sind ja auch Gedanken über die Situation, die ich da verwechsle eigentlich mit der Realität, ja? Ich ich nehme meine Interpretation der Realität als Realität an und habe da ein Problem. Und sobald ich bewusst genug bin, zu sagen, ah, die steuerlichen Götter, die testen mich jetzt, Ja, muss ich je je nachdem ein bisschen lachen und das gibt mir Distanz zu diesem Problem oder zu dieser Herausforderung. Und dann kann ich das alles anschauen. Und meistens reicht das schon.

Jonas Salzgeber:

Ja. Sie den sozusagen, sie in der Psychologie kognitive Distanz Ja. Kognitive Distanz und und kognitives Distanzieren. Und das ist oftmals schon genug, wenn Du dich, wenn Du das Problem hast und es schaffst zu sehen, dass Du Gedanken darüber hast, ja, und die Gedanken nicht wahr sein müssen, da gibt es eine gewisse Distanz, ja. Eben diese Lücke zwischen Stimulus und Reaktion, da gibt es diese Distanz.

Jonas Salzgeber:

Und das reicht dann oftmals schon aus, die Situation anders anzuschauen oder wenige ernst zu nehmen oder gar kein Problem daraus zu machen, ja. Ja. Also das Buch noch, Will Irvine. Und ja, es gibt sehr viele Bücher, wenn sich auch dein Podcast Ich ich ich persönlich lese sehr gerne, ja. Ich ich höre ab und zu schon 'n Podcast, aber für mich ist das Lesen angeben entnehmen, weil ich dann immer zurück kann.

Jonas Salzgeber:

Ja. Ah, das hab ich hier gelesen und ich kann's dann wieder nachverfolgen oder wieder zurückgehen ins Buch. Und beim Podcast weiß ich noch, ah, da hat was Interessantes gesagt, aber muss das dann suchen gehen, ja? Für mich ist da ein Buch angenehmer, aber ich weiß, ich kenne viele, die hören fast nur Podcasts oder hörbücher, weil die das besser Ja. Lernen so.

Jonas Salzgeber:

Und ja, da gibt's bestimmte ja auch sehr viele, ja, gute Podcasts so wie deines, ja.

Der stoische Pirat:

Messi, ja. Wie siehst Du oder noch ein Werbespot Sport für dein Buch. Wieso sollen die Leute dein Buch lesen? Ist eine gut, es ist eine hervorragende Ein Einsteigerlektüre, also für den Stoizismus.

Jonas Salzgeber:

Ja, weil es den Stoizismus einfach erklärt. Also es gibt ja die Theorie zum Stoizismus, aber auch, wie kannst Du es anwenden direkt? Also der zweite Teil vom Buch sind einfach Übungen, praktische Übungen, die Du anwenden kannst. Und denk, das ist etwas, was sehr, sehr wichtig ist und auch wahr für die Stoiker ist, hey, Du musst das anwenden, ja? Ein Philosoph ist ja ein Freund der Weisheit und für die Stöcke definitiv ein Freund der angewandten Weisheit.

Jonas Salzgeber:

Es das ist Du kannst das lesen, so viel Du willst. Wenn Du es nicht in die Praxis umsetzt, ist es nutzlos, ja. Ja. Und deshalb hab ich übrigens auch diesen Löwen gewählt, weil Epikteta hat da mal ein Beispiel gemacht zu seinen Schülern. Da hat er gesagt, hey, ihr seid Löwen im Klassenzimmer, aber draußen im Leben seid ihr Schafe.

Jonas Salzgeber:

Das nützt nichts. Ihr müsst nicht gut sein hier im Klassenzimmer. Ihr müsst draußen das üben oder umsetzen und praktizieren. Deshalb, sagte er irgendwie, deshalb gehe ich gerne die den Boxen und Wrestling zuschauen, Mhm. Weil die machen das wirklich dann, oder?

Jonas Salzgeber:

Und ja, und das ist die Kunst des Lebens im im Stoizismus. Die sagen, die Kunst des Lebens, nimm das als Disziplin. So wie im Fußball, ich spiele Fußball oder Boxen. Wenn Du gut im Boxen sein möchtest, dann musst Du trainieren, ja? Mhm.

Jonas Salzgeber:

Und in der Disziplin des Lebens, in der Kunst des Lebens ist es auch so. Also nutze die die ganzen Gelegenheit, die Du kriegst als Übungsmöglichkeiten, ja? Aber es ist auch, Du musst dich auch damit auseinandersetzen, ja. Genau.

Der stoische Pirat:

Also ich Übungen. Ja, und das, was Du sagst, irgend Boxen, da muss ich doch noch schnell darauf zurückkommen, weil das ist oder ich ich hab mich selber geboxt relativ lange und das Training ist hervorragend. Und es gibt ganz viele Leute, die trainieren Boxen, weil es ist ein hervorragendes Training. Und ich hab mir damals gesagt, ich muss Ich hab auch natürlich Sparring gemacht im Trainingsklasse. Sie hat auch Leute, die macht kein Sparring, aber ich hab mir gesagt, ich muss irgend auch mal Kämpfe machen.

Der stoische Pirat:

Mhm. Weil es was bringt das ganze Training, das ganze Sparring, Mhm.

Jonas Salzgeber:

Wenn

Der stoische Pirat:

ich selber nie in den Ring steige.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Ich muss in den Ring steigen, auch wenn ich das nicht Das war, ich ich sag ja nicht, dass das wunderschön ist zu boxen. Also es es macht weh.

Jonas Salzgeber:

Ja.

Der stoische Pirat:

Es es ist gefährlich, aber es ist genau dieses Gefühl aus der Komfortzone raus und das Anwenden, was ich geübt habe und zu schauen, bin ich gut? Kann ich es? Wo muss ich mich verbessern? Und im Boxring bist Du auf dich alleine gestellt. Du trägst die Verantwortung für jede Handlung.

Der stoische Pirat:

Du hast jede Handlung, die Du machst, kann Konsequenzen haben.

Jonas Salzgeber:

Mhm.

Der stoische Pirat:

Und Du kannst niemandem die Schuld geben, außer dir selbst. Und Du musst akzeptieren, was passiert in jedem Moment. Und wenn Du getroffen bist, musst Du wieder, musst Du's akzeptieren, kannst nicht hinstellen und so. Du musst es sofort akzeptieren, daraus das Beste machen und wieder in in Entscheidfern und reagieren. Deshalb, ich finde es eben sehr, Boxen sehr faszinierend, auch eben von der Also überhaupt Sport ist irgendwo auch immer sehr philosophisch, hab ich das Gefühl.

Der stoische Pirat:

Aber gerade Kampfsport, denke ich, hat sehr viel mit Philosophie zu tun.

Jonas Salzgeber:

Ja. Ja. Also ich denk, Du warst gut, ja, deine Nase scheint mir da Na ja. Nicht grade zu sein.

Der stoische Pirat:

Ist grade. Nee, ich war ich war nicht so gut. Also es war nicht so kund Ich muss auch ehrlich sagen, damals, also so Schweizer Meisterschaften war ich so viertes Final vielleicht so. Und ich hab ihm gesagt, ich bin immer, ich war einer der besten Schweizer, weil wir waren nur etwa zwei Schweizer im Schwergericht. Ja.

Der stoische Pirat:

Also es war relativ einfach, dass man mal so in einem Viertelfinalhauptfinal war. Also es war nicht so eine große Kunst, muss ich auch ganz ehrlich sagen. Ja. Und gebrochen habe ich nur einmal und der ist sauber sauber als ein Sauberbruch, gell. Ja.

Der stoische Pirat:

Darum sieht man heute nichts, ja. Ja. Genau. Wenn man dich jetzt buchen möchte, wenn jetzt Du hast gesagt, Du bist auch aufgetreten in Peru oder so oder wenn man dich buchen möchte, jemand sagt, hey, ich möchte ihn als Keynote Speaker, ich möchte das oder Jonas ein Leadership Seminar gibt über Stoizismus oder etwas, wo kann man das buchen?

Jonas Salzgeber:

Ja, direkt buchen ist schwierig, aber ja, Du kannst mir schreiben. Jetzt vielleicht noch auf Jonas at Punkt com, weil das ist eben noch die Webseite, die ich mit meinem Bruder habe und sonst, ja, das ist auch hinten im Buch dadrin. Ja. Einfach schreiben oder irgendwie auf LinkedIn. Sonst bin ich nicht auf den sozialen Netzwerken, weil ich Also es das ist auch eine bewusste Wahl.

Jonas Salzgeber:

Ich es nimmt mir zu viel, also es gibt mir zu viele Ablenkung, ja. Ja. Aber ja. Aber ja, ich würde mich freuen, von irgendwem zu hören, ja?

Der stoische Pirat:

Die Webseite N J Lifehacks Punkt com dot com, Die die existiert habe, oder? Die ist

Jonas Salzgeber:

Die existiert noch, ja. Ja. Ich ja, ich oder wir beide machen da nicht mehr so viel im Moment, ja. Genau, aber die existiert immer noch. Und es gibt eben noch spannende Artikel da drauf, ja, natürlich, ja.

Der stoische Pirat:

Und eben da konnte man und da kommt man auch mitm Kontaktformular

Jonas Salzgeber:

Genau, ja.

Der stoische Pirat:

Kommt man auch auf dein, also ich werde sie in hinschreiben deine deine E-Mail-Adresse und auch die Webseite. Und genau und dann wann können wir, Du hast gesagt, es ist etwas, es geht noch etwas harzig, aber wann können wir mit einem neuen Buch rechnen?

Jonas Salzgeber:

Ja, das Ziel ist wirklich, dass ich die das neue Buch im in diesem Jahr veröffentlichen kann. Wann genau, ist sehr schwierig für mich abzuschätzen. Es kommt jetzt wirklich darauf an, wie komm gut, komm ich vorwärts? Das war wirklich ein bisschen frustriert für mich, ja. Ich hatte das Gefühl, ich komm nicht mehr so vorwärts, weil ich da recht lange am gleichen war und Aber ja, ich geborene mir Mühe, ich geborene mein Bestes.

Jonas Salzgeber:

Und das Ziel ist, in diesem Jahr das zu veröffentlichen, ja. Mehr hab ich da wirklich noch nicht. Ich bin voll am Prozess noch des Schreibens. Und der Prozess dann vom Veröffentlichen ist auch noch braucht auch noch einmal Zeit und ja, ich hoffe, es wär in diesem Jahr, das ist das Ziel.

Der stoische Pirat:

Okay. Dann wünsch ich dir alles Gute, dass Du dein Ziel erreichst. Herzlichen Dank, dass Du ins Studio gekommen bist, dass Du auf das Stift der Storischen Piraten gekommen bist. Ich wünsche dir alles Gute in in deinem Leben, eben auch mit auf deinem Buch, weiterhin viel Erfolg und auch in allen anderen Tätigkeiten, die Du machst.

Jonas Salzgeber:

Vielen herzlichen Dank, ja. Danke für die Einladung noch mal. Es war mir eine große Freunde und Freude und auch dir alles Gute bei dem, was Du machst, ja.

Der stoische Pirat:

Danke. Das war's für heute. Ich hoffe, wir konnten euch ein wenig inspirieren und motivieren und ich hoffe natürlich, dass ihr das Buch von Jonas kauft, wenn ihr es noch nicht habt. Falls ihr mehr wissen möchtet über den steuerlichen Piraten oder auch die anderen Folgen, seht es rund etwa hundertfünfundvierzig Folgen nachlesen oder nachschauen wollt, dann geht auf meine Webseite w w w Punkt Punkt Müller, Matthias Punkt c h. Müller mit u e und Matthias mit einem t und h geschrieben.

Der stoische Pirat:

Und ich freue mich auch immer über Feedback, über Anregungen und Kritik. Schreibt mir auch dort. Ihr findet meine Kontaktangaben auf der Webseite. Und wenn ihr mich unterstützen wollt, dann könnt ihr das tun, und zwar mit einem, zwei, drei Kaffees spenden oder noch mehr, und zwar über w w w Punkt bei mir a Kaffee dot com Slash. Und an dieser Stelle auch herzlichen Dank an all die vielen Spenderinnen und Spender, die das schon gemacht haben.

Der stoische Pirat:

Das motiviert enorm. Also, das ist für heute. Macht es gut. Bis bald.