Sparkojote – Der Finanzrudel Podcast

In dieser Folge erkläre ich, warum sich Investieren bereits mit kleinen Beträgen lohnt. Ich teile meine persönlichen Erfahrungen aus der Anfangszeit meiner Investmentreise. Es geht darum, dass die gesammelten Erfahrungen langfristig viel wertvoller sind als der unmittelbare Gewinn. Ich zeige auf, wie wichtig es ist, früh zu starten, um langfristig vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

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  • (00:00) - Intro
  • (00:34) - Lohnt sich Investieren überhaupt?
  • (01:13) - Wie viel Zeit kostet das?
  • (02:23) - Zeit lieber ins Gehalt stecken?
  • (02:57) - Erfahrung ist mehr wert
  • (03:37) - Activision Blizzard für 20 Dollar
  • (04:03) - Wenig Payoff am Anfang
  • (04:37) - Ein Prozent Mehrrendite in Stunden
  • (06:08) - Werbung: Coop
  • (06:40) - Wann der Payoff kommt
  • (07:21) - Break-Even nach sechs Monaten
  • (08:38) - Fehler früh machen
  • (09:43) - 100 000 Franken Lehrgeld
  • (10:54) - Früh starten, kleiner scheitern
  • (11:55) - Sieben Stunden pro Woche
  • (13:10) - Fundamente für später legen
  • (15:22) - Outro

What is Sparkojote – Der Finanzrudel Podcast?

Der Podcast von Thomas Kovacs, dem Sparkojote: Aktien, Dividenden und Unternehmertum aus der Schweiz.

Herzlich willkommen zur Finanzrudel Audio Experience, einem Podcast für alle, die sich das Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus zu Herzen nehmen. Hier lernst du wertvolle Tipps und Erfahrungen, die du in deinem Leben praktisch anwenden kannst. Mein Name ist Thomas Brandon Kovacs, auch bekannt als Thomas der Sparkojote. Ich bin Unternehmer und führe den grössten Schweizer Finanz-YouTube-Kanal und Finanzblog sparkojote.ch.

Es lohnt sich nicht, Zeit fürs Investieren aufzuwenden, insbesondere dann, wenn man gerade mit der Lehre beginnt oder noch gar nicht so viel verdient im Studium, weil einfach die Beträge zu klein sind. Die Zeit, die man da unmengenhaft rein investiert, um dann eben Rendite zu erzeugen, ist es einfach nicht wert. Ja, selbst bei zehn Prozent bei zehntausend Franken investiert, sind tausend Franken pro Jahr, lohnt sich einfach nicht. das hört man immer wieder, sogar auch ich habe das schon mehr oder weniger an den Kopf geschmissen bekommen,

dass das aktive Investieren oder insgesamt Investieren sich nicht lohnt, selbst auch bei meinen Summen, weil mich die Leute dann fragen, hey, wie viel Zeit investierst du da eigentlich? Lohnt sich das überhaupt für die Mehrrendite, die du so erwirtschaften kannst? Sei das jetzt ein Prozent, zwei Prozent pro Jahr oder mehr, lohnt sich das alles überhaupt? Und ich muss euch hier ganz klar sagen, es lohnt sich. Vielleicht nicht so, wie man eigentlich meint, aber es lohnt sich monetär, insbesondere in der Anfangszeit.

Steckt man natürlich schon enorm viel Zeit da rein, um überhaupt auch mit dem Thema klarzukommen. Das ist völlig logisch, insbesondere wenn man auch schon von Anfang an eher etwas aktiver investiert. Da ist der Stundensatz, wenn man das jetzt sich mal anguckt, sehr, sehr niedrig. Genauso ist es auch bei einer Selbstständigkeit. Man macht sich selbstständig und es ist der Stundensatz sehr niedrig, es lohnt sich noch nicht. Die Leute fragen sich, hey, macht es überhaupt alles einen Sinn? Und ja, wird sich das irgendwann überhaupt mal auszahlen?

Oder es wäre doch viel gescheiter, viel smarter, seine Zeit in das fixe Gehalt reinzustecken. Das sind alles so die Fragen, die immer wieder aufkommen, oder eben auch schon tatsächlich mir auch teilweise in den letzten Jahren gestellt worden sind. Und grundsätzlich lohnt sich das Investieren selbst bei kleineren Beträgen logischerweise, weil man dort— dort geht es weniger tatsächlich ums Geld, sondern viel, viel mehr darum, dass man diese Erfahrungen sammelt.

Und diese Erfahrungen sind ungemein viel mehr wert als das Geld, was man in dieser Zeit verdient. Also als ich begonnen habe in meiner Lehre, zweitausendvierzehn zweitausendfünfzehn, da ist die Zeit, die ich da investiert habe, und das Geld, nicht die Rendite, die das meiste gebracht hat, sondern die Erfahrungen, die Fehler, die ich gemacht habe, das, was ich richtig gemacht habe, ja, das war viel, viel mehr das Ausschlaggebende. Wenn ich mich da zurückerinnere, was ich da für Aktien gekauft habe, warum ich die gekauft habe, all diese Erfahrungswerte, welche guten Investments ich hatte, welche schlechten Investments ich hatte, ja,

Ich war auch schon sehr früh in Activision Blizzard investiert, auch für glaube ich zwanzig Dollar je Aktie. Die wurden ja dann von Microsoft aufgekauft, irgendwie glaube ich fünfundneunzig oder neunzig Dollar, ich weiß es nicht mehr genau, aber so irgendwas in dem Dreh um die neunzig Dollar oder achtzig oder irgend so was. Und ich meine einfach, es ist schon so, dass man immer denkt, hey, es lohnt sich nicht.

Sehr oft, und da bin ich auch ganz ehrlich, Dinge, die vor allem in der Anfangszeit wenig Payoff geben, sind die Dinge, die sich auch langfristig über längere Zeiträume, wenn man auch wirklich den Fokus drauf hat, sich am krassesten entwickeln können. Ja, also ich habe jetzt viel Zeit, Energie in mein Portfolio gesteckt, sehr viel Wissen mir angeeignet, auch sehr aktiv investiert und immer noch sehr aktiv am Investieren. Das heißt, die Zeit, die ich jetzt da in dieses Portfolio rein investiere, ja, nehmen wir jetzt mal an,

ich mache jährlich im Schnitt ein Prozent mehr Rendite, dann ist das tatsächlich auf ein eins Komma fünf Millionen Portfolio knapp fünfzehntausend Schweizer Franken mehr Rendite. Das bedeutet, ich müsste im Jahr— nehmen wir jetzt mal so einen normalen Stundensatz für fünfzehntausend, nehmen wir jetzt mal dreißig Franken zum Beispiel, ja, dann müsste ich jetzt tatsächlich für diese fünfzehntausend Franken sage und schreibe fünfhundert Stunden arbeiten.

Sind es vierzig Franken pro Stunde, dann müsste ich ungefähr dreihundertsiebzig Stunden arbeiten, dreihundertfünfundsiebzig Stunden. Ist ein fünfzig Franken Stundensatz, dann müsste ich dreihundert Stunden arbeiten und so weiter. Ihr kennt das Spiel, ja. Gibt es aber auch Jahre, wo ich dann vielleicht zwei Prozent Überrendite mache bei diesem eins Komma fünf Millionen Schweizer Franken Portfolio, dann sind das dreißigtausend Franken pro Jahr. Und dann müsste ich doppelt so viele Stunden mehr arbeiten für diesen entsprechenden Betrag.

Natürlich, wenn ich jetzt sehr, sehr, sehr viel verdiene, hundert die Stunde, hundertfünfzig die Stunde oder so, weil ich extrem gut verdiene, eine krasse Ausbildung gemacht habe, aber auch dann, ich müsste mal überlegen, bei einem hundertfünfzig Franken Stundensatz sind das immer noch hundert respektive zweihundert Stunden, also einen ganzen Monat sogar bei den zwei Prozent, die ich da mehr arbeiten müsste, ja, um dasselbe Geld reinzuholen. Und

Und da merkt man dann so ein bisschen, wie krass sich das Ganze entwickeln und entfalten kann. Und man dann auch merkt, dass die Zeit auf einmal, die man rein investiert, einen viel, viel höheren Payoff gibt. Das klappt aber nur, wenn man schon sehr lange dran ist und sich nach und nach immer mit dem Thema beschäftigt hat, weil dieses Thema natürlich auch viel auf Wissen und Erfahrung basiert. Und das heißt, je früher man beginnt, um umso früher kommt auch der Payoff, auch wenn vielleicht in der Anfangszeit sich das so anfühlt, als würde es wie nichts bringen. Dasselbe ist auch bei einer Selbstständigkeit, beim Unternehmertum, wenn man sich

eben auf eigene Projekte fokussiert. Am Anfang verdient man vielleicht gar nicht so viel. Ich mag mich erinnern, also sechs Monate ging es etwa für den Break-Even-Moment. Break-Even war für mich so, ich kann von die Selbstständigkeit komplett leben. Das heißt, ich zehre nicht mehr am Vermögen. Das war so der Break-Even-Moment. Das ging bei mir sechs Monate damals. Ich habe mich selbstständig gemacht dort zweitausendachtzehn und sechs Monate später hatte ich den Break-Even-Punkt erreicht, eben dass ich meine privaten Ausgaben von meinen Einkünften abzüglich Kosten und Co.

decken kann und eben nicht mehr vom Vermögen zehren muss. Und danach ging es dann schon auch gut ab. Aber es ist natürlich schon so, dass es auch immer auch Hochs und Tiefs gegeben hat, sich das immer auch so ein bisschen verändert hat über die Jahre und halt natürlich nicht, und das ist halt immer so, nicht immer gleich bleibt. Das fluktuiert da natürlich schon. Natürlich gibt es eine bestimmte Richtung, aber es ist natürlich schon so, es gibt gute Jahre, schlechtere Jahre, wieder gute Jahre, und es ist halt so ein Auf und Ab wie an der Börse. Es gibt auch mal ein schlechtes Jahr, wo man rote Zahlen schreibt, und dann gibt es wieder gute Jahre.

Und es gehört halt eben auch einfach dazu. Und genauso ist es halt eben auch mit dem Portfolio. Und da habe ich auch vor allem gelernt, dass viele Dinge, die ich gedacht habe, okay, da haben wir jetzt Geld verschwendet, oder das hat jetzt wie nichts gebracht, dass das immer Dinge sind, oder ich sag jetzt mal Lerneffekte sind, oder auch Key Moments sind in bestimmten Themenbereichen, wo man dann halt auch sehr dankbar ist, dieses Learning gemacht zu haben. Ich bin auch sehr dankbar, dass ich bei Krypto vor gut drei Jahren neu begonnen habe, weil ich einfach dort den Fehler gemacht hatte, auf einer Plattform, also Celsius war das damals, Krypto zu haben, und das dann eben hops gegangen ist und dann alles weg gewesen.

Das sind solche Sachen, wo ich sehr glücklich bin, dass ich diese Fehler schon früh genug gemacht habe. Ja, also ich hätte sie noch früher machen sollen, weil dann hätte ich nicht hunderttausend verloren, sondern vielleicht zehntausend verloren, aber lieber hunderttausend als eine Million oder whatever. Und das ist natürlich schon so, dass man solche Fehler immer wieder in seiner Investorenkarriere machen wird. Jetzt nicht den gleichen hoffentlich, sondern halt verschiedene Fehler.

Und das sind halt eben diese Punkte, diese— auch wenn ich jetzt hunderttausend Franken verloren habe durch so was, ja, also nicht durch Bitcoin zum Beispiel selber oder Ethereum, sondern einfach dadurch, dass ich eine Plattform hatte und die Plattform ist pleite gegangen, lag ja nicht am Investment, sondern wo ich das Investment gehalten habe. Also ein völlig anderer Mistake. Das heißt, da bin ich langfristig umso vorsichtiger geworden und fokussiere mich da auch hauptsächlich darum, auch auf Schweizer Banken, auf Sachwerte. Ich schaue sauber darauf, dass die Cashquote, also dass wir bei einer

Bank nicht mehr als hunderttausend Franken liegen haben wegen der Einlagensicherung. Also das sind natürlich alles solche Sachen, die einem natürlich bewusst werden und man dadurch auch etwas kritischer wird gegenüber verschiedenen Dingen. Und dann halt auch bereit ist, mehr zu zahlen, um eben entsprechend mehr Sicherheit zu haben am Ende des Tages. Ja, sei das jetzt auch punkto Thema Versicherung oder andere Geschichten, ich meine, völlig legitim. Ja, und ich glaube, das sind auch solche Sachen, die lernt man eben auch nur, wenn man eben auch mal irgendwo reinrennt.

Und je früher man eben startet, umso eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwo reinrennt mit deutlich, deutlich kleineren Beträgen. Weil je später ich beginne und ich vielleicht schon Geld auf die Seite gelegt habe, auf dem Sparkonto oder wo auch immer, dann sind natürlich die Fehler, die ich insbesondere am Anfang mache, auch multipliziert, weil ich mit deutlich höheren Beträgen vielleicht direkt investiere.

Ja, also wenn ich jetzt mit Anfang zwanzig beginne zu investieren mit ein paar hundert Franken versus wenn ich jetzt mit Anfang dreißig vielleicht mit ein paar tausend oder sogar noch mehr anfange zu investieren, oder mit Anfang vierzig, wo ich dann vielleicht schon hunderttausend auf der hohen Kante habe oder mehr, who knows, und erst dann anfange zu investieren, dann tun all diese Fehler natürlich deutlich, deutlich mehr weh und schrecken einen natürlich auch deutlich, deutlich mehr ab, wenn man erst dann zu diesem Zeitpunkt mit diesen höheren Beträgen beginnt. Und ich glaube, das ist ein sehr, sehr wichtiger Dreh- und Knotenpunkt, den viele außer Acht lassen, die euch vielleicht sagen, hey, es lohnt sich nicht, oder es lohnt sich noch nicht, man muss erst mehr Geld haben.

Oder man investiert einfach zu viel Zeit, der Payoff ist einfach nicht da. Also ihr müsst euch so überlegen, also die Zeit, die ich im ersten Jahr investiert habe, ich habe glaube ich im ersten Jahr dann irgendwie fünfzehntausend, sechzehntausend Schweizer Franken investiert gehabt während meiner Lehre und habe da, ja, was war das, vielleicht so eintausend Franken Rendite gemacht. Ich weiß es jetzt nicht mehr exakt, aber ob es jetzt eintausend oder zweitausend gewesen ist, ist ja relativ egal, ist im ähnlichen Ballpark so im ersten Jahr. Und Und da habe ich dann natürlich, nehmen wir jetzt Best-Case-Szenario, die zweitausend gemacht. Das waren dann irgendwie fünfzehn Prozent Rendite zum Beispiel.

Ich habe da enorm viel Zeit investiert, wirklich enorm viel. Ich würde sagen so Minimum fünf, sechs, sieben Stunden die Woche, Minimum, Minimum, ja. Und ich meine, wenn man das macht, ja, Wenn man so viel Zeit investiert in dieses Thema und dann am Ende des Jahres, also wenn man das ein ganzes Jahr lang durchgezogen hat, dann ist es einfach so, dass es sich zeitlich definitiv nicht gelohnt hätte, das zu machen. Jetzt, wenn man das rein auf den Stundensatz betrachtet.

Aber ich sehe es so: Ich habe in diesem ersten Jahr und in den darauffolgenden Jahren die Fundamente gelegt, um heute hier zu stehen. Ja, ich habe die Fundamente, ich habe die Fundamente gelegt, um eben heute hier zu sein. Ich sag's einfach so, wie es ist. Viele Leute sehen eben dieses Fundament nicht. Viele Leute wollen dieses Fundament nicht sehen. Und ich sage, das ist das Wichtigste überhaupt. Ohne dieses Fundament wäre es unmöglich gewesen, an diesen Punkt zu kommen, wo ich jetzt heute bin. Ja,

und ich glaube, das ist ein sehr, sehr wichtiger Punkt, dass wenn ihr gerade genau auch an einem ähnlichen Punkt seid, ihr müsst verstehen, ihr setzt gerade das Fundament für das Ich von euch in fünf Jahren, in zehn Jahren, in fünfzehn oder zwanzig Jahren, was euch sehr, sehr dankbar sein wird. Also ich bin sehr, sehr, sehr, sehr dankbar für den Thomas, der in der Lehre schon so begonnen hat, fokussiert an diesem Thema dranzubleiben. Ohne ihn wäre heute, das kann ich euch versprechen, wäre heute kein eins oder fast eins Komma fünf Millionen Schweizer Franken Portfolio da.

Es wäre auch sonst vermögenstechnisch, holistisch, Nettovermögen nicht das da, was heute da ist. Ja, das ist, weil sich dieser Thomas damals sehr mit diesem Thema Investieren auseinandergesetzt hat, sehr fokussiert gespart hat, investiert hat, sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Heute natürlich auch immer noch tut, aber eben schon so früh gemacht hat. Ja, darum, es lohnt sich, egal ab welchem Betrag. Ab fünfundzwanzig Franken könnt ihr schon loslegen. Es lohnt sich. Bleibt da am Ball, startet einfach, hört nicht auf die Leute, die sagen, es lohnt sich nicht.

Das sind meistens die Leute, die dann eben— und das mag hart klingen, auch wenn es ältere Leute sind— ihr werdet diese Leute innerhalb kürzester Zeit wenn die jetzt schon vierzig sind und ihr seid Anfang zwanzig, dann werdet ihr sie mit dreißig eventuell schon eingeholt haben. Und so absurd das auch klingen mag, es ist so, oder die Wahrscheinlichkeit ist deutlich höher. Darum bleibt dran, meine Lieben.

Lieben Dank fürs Zuhören. Neue Finanzrudel Audio Experience Episoden gibt es jeden Montag, Donnerstag und Samstag 9 Uhr vormittags. Trete ausserdem dem exklusiven Finanzrudel Community Club bei finanzrudel.ch/club und tausche dich mit Tausenden Gleichgesinnten im Finanzrudel aus. Mehr über mich und meine Reise erfährst du auf meinem Blog www.sparkojote.ch. Interessiert dich, an welchen Projekten ich aktuell arbeite? Dann findest du mich auf Instagram at Sparkojote. Auf meinem YouTube-Kanal Thomas der Sparkojote findest du aktuelle Videos zum Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus. Bis bald.