Der Zeitnutzer Podcast - Strategisches Zeitmanagement für Menschen mit Verantwortung

🗓 Deep Dive „Wissen im Griff" – Start: 4. August 2026
Kein neues Tool, sondern ein Wissenssystem, das du wirklich nutzt. Frühbucher bis 26. Juli: 347 EUR. 👉 Alle Infos


Podcasts, Newsletter, Kurse, Bücher: Wissen war noch nie so leicht verfügbar wie heute. Trotzdem hast du oft das Gefühl, nicht wirklich voranzukommen. 

In dieser Folge geht es um das Konsumparadox, dem fast jeder Selbstständige irgendwann begegnet: Wir sind Weltmeister im Sammeln von Wissen, aber schwach im Verarbeiten und Anwenden. Du erfährst, warum sich Sammeln so produktiv anfühlt, obwohl es das oft gar nicht ist, was die Abschluss-Illusion damit zu tun hat, und mit fünf konkreten Strategien, wie du den Stapel an ungenutztem Wissen wieder kleiner machst, statt ihn immer weiter wachsen zu lassen.

Deep Dive „Wissen im Griff"
Du sammelst viel, findest aber selten wieder, was du brauchst? In vier Sessions bauen wir gemeinsam ein Wissenssystem, das dir liefert, was du brauchst, wenn du es brauchst. Tool-agnostisch, mit Übungen und konkreter Umsetzung.
4 Sessions à 75–90 Min., online via Zoom, ab dem 4. August 2026.
Frühbucher: 347 EUR zzgl. MwSt. bis 26. Juli, danach 397 EUR.
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What is Der Zeitnutzer Podcast - Strategisches Zeitmanagement für Menschen mit Verantwortung?

Du trägst Verantwortung, aber hast nie Zeit? Im Zeitnutzer Podcast erfährst du, wie du durch strategisches Zeitmanagement von reaktivem Abarbeiten zu bewusstem Gestalten kommst. Statt oberflächlicher Produktivitäts-Hacks bekommst du hier Impulse, die dir helfen, die Kontrolle über deine Zeit zurückzuerobern und gezielt voranzukommen.

Für Selbstständige, Unternehmer und Führungskräfte, die nicht noch mehr tun, sondern endlich das Richtige tun wollen.

Getreu meinem Motto: "Nutze deine Zeit, denn sie kommt nie wieder."

Hallo, hier spricht Ivan Blatter, dein Mentor und Coach für strategisches Zeitmanagement.

Ich helfe dir, deine Zeit so zu nutzen, dass dein Business läuft,

ohne dass du dich verlierst.

Heute geht es um ein Paradox, das mir bei fast allem begegnet, die ich begleite.

Wir lernen mehr als je zuvor und trotzdem haben viele das Gefühl,

auf der Stelle zu treten.

Hand aufs Herz. Wie viele Tabs hast du jetzt gerade in deinem Browser offen?

5? 10? 20? Mit Artikeln, die du nachher lesen wolltest? Webseiten,

die du später prüfen wolltest?

Oder vielleicht hast du eine Notizen-App voller Highlights aus Büchern,

die du nie wieder angeschaut hast.

Naja, die Highlights, die Bücher sowieso nicht.

Oder du hast diesen einen Online-Kurs, den du zu 27% abgeschlossen hast,

und der seit Monaten in der Warteschlange liegt.

Das ist aber nicht nur einer, der andere ist zu 93% erledigt, der andere zu 17%.

Oder du hast einen Podcast-Feed mit über 100 ungehörten Folgen,

ein Ordner mit gespeichten PDFs, deren Titel du beim Durchscrollen kaum noch zuordnen kannst

und irgendwo dazwischen ziemlich sicher noch eine Liste mit Buchtiteln,

die du dir unbedingt noch besorgen wolltest,

seit mittlerweile über einem Jahr.

Jede einzelne Sache für sich ist harmlos. Seien wir ehrlich,

das ganze Thema ist harmlos.

Aber trotzdem ist es Ballast. Trotzdem ist es in der Summe ein Werk,

der stetig wächst, während du gleichzeitig das Gefühl hast, gar nicht genug zu tun.

Und das Verrückte ist, dieser Werk wird fast nie kleiner, egal wie viel Zeit du investierst.

Du liest mehr, du hörst mehr, du sammelst mehr und trotzdem türmt sich am Ende

des Monats wieder genauso viel Ungelesenes, Ungehörtes und Unangewendetes auf wie vorher.

Das ist ein bisschen wie wenn du auf einer Rolltreppe versuchst nach unten zu

laufen, die aber nach oben läuft.

Du bewegst dich zwar, du strengst dich an und am Ende stehst du trotzdem ungefähr an derselben Stelle.

Und das Blöde ist, du tust ja etwas, du bist ja aktiv, du bildest dich ja bewusst

weiter, du nimmst Dinge wahr, du nimmst wahr, was es alles gibt an Wissen,

an Werkzeugen, an Ideen für dein Business.

Und trotzdem bewegt sich in deinem Alltag oft erstaunlich wenig.

Die Aufträge, die werden nicht automatisch mehr. Die Prozesse,

die werden nicht automatisch runder.

Die Entscheidungen, die werden nicht automatisch leichter.

Du hast vielleicht das Gefühl, ständig zu lernen, aber ziemlich sicher gleichzeitig

das Gefühl, nicht wirklich voranzukommen.

Und das ist ein Klassiker. Das sind zwei Gefühle, die eigentlich nicht zusammenpassen

sollten, die aber trotzdem bei ganz, ganz vielen Menschen gemeinsam auftreten.

Ich weiss auch weshalb. Das, was du machst, machst du gerne.

Du bist vielleicht selbstständig, du bist in jedem Fall ein Mensch,

der gerne und viel Verantwortung trägt.

Und wir wollen ja weiterkommen. Wir wollen mehr erreichen. Wir wollen uns weiterbilden.

Wir wollen uns verbessern.

Also dieses Gefühl nach Entwicklung, das kennen wir alle und das wollen wir ja alle.

Also die Entwicklung, nicht das Gefühl, aber die Entwicklung.

Blöderweise gibt es jetzt, heutzutage, auf der anderen Seite eine Unmenge an

Dingen, die wir tun, lesen, hören, anschauen, lernen könnten.

Und das ist eben dieser Gap.

Das Problem kommt noch hinzu, dass sich dieses Muster ziemlich sicher eben noch

verstärkt, je erfolgreicher du eigentlich schon bist.

Weil wer viele Verantwortung trägt, der hat ja auch automatisch mehr Fragen im Kopf.

Wie führe ich besser? Wie strukturiere ich Prozesse klüger? Wie treffe ich Entscheidungen besser?

Wie bekomme ich meine Zeit besser in den Griff?

Und zu jeder dieser Fragen gibt es sofort ein Angebot.

Ein bezahltes Angebot oder ein kostenloses Angebot. Podcast, YouTube, irgendwas.

Ein Buch, das genau darauf eine Antwort verspricht. Ein Kurs,

der die Lösung in fünf Modulen liefert. Vielleicht.

Ein Experte, der in einer Stunde alles erklärt.

Und jetzt noch die KI, die sowieso alles kann.

Je mehr Verantwortung du trägst, desto grösser wird also auch der Sog,

immer weiter Wissen aufzunehmen, das dir angeblich hilft, genau diese Verantwortung besser zu tragen.

Und das ist ja etwas, was ich immer wieder sage. Ich staune manchmal über einige

meiner Kunden, die unglaublich viel wissen.

Menschen, die enorm viel Zeit und Energie ins Lernen stecken oder in Zeitmanagement,

in Zeitmanagementmethoden und trotzdem am Ende des Tages das Gefühl haben,

nichts wirklich Wichtiges geschafft zu haben.

Die sind nicht faul, die sind nicht undiszipliniert, überhaupt nicht, im Gegenteil.

Viele sind sogar ausgesprochen fleissig darin, sich weiterzubilden.

Nur sammeln sie deutlich schneller, als sie verarbeiten. Und genau das ist der

Gap, genau das ist dieser Unterschied zwischen Sammeln und Verarbeiten.

Und der ist grösser, als es auf den ersten Blick wirkt.

Ja, vielleicht habe ich dir jetzt schlechtes Gewissen gemacht und du hast schon

längst abgeschaltet, dann würdest du das hier auch nicht hören, was schade wäre.

Weil eigentlich komme ich erst jetzt zum Punkt, der mich selbst eigentlich am

meisten überrascht oder überrascht hat, als ich mich intensiver damit beschäftigt habe.

Das Sammeln von Wissen, das ist nicht neutral. Es hat einen Nebeneffekt,

einen stillen Nebeneffekt, den viele gar nicht auf dem Schirm haben.

Sobald du etwas speicherst, ablegst, mit einem Sternchen markierst oder in eine

Leseliste packst, passiert im Kopf etwas Interessantes.

Es gibt ein kleines Gefühl von Abschluss. Es ist ja jetzt versorgt.

Und das ist nicht ganz unähnlich dem Gefühl, die Sache ist erledigt.

Nicht gelesen, nicht verstanden, nicht angewendet, sondern erledigt.

Und das könnte man auch eine Abschlussillusion nennen.

Ich glaube, unser Kopf kann nur schwer unterscheiden zwischen Ich habe mich

um dieses Thema gekümmert und Ich habe dieses Thema abgelegt,

damit ich mich später darum kümmern kann.

Beides fühlt sich im Moment des Speicherns fast gleich an. Erleichtert.

Ah, ich habe es organisiert. Es ist da.

Ich kümmere mich nicht jetzt darum. Es ist da. Ich kann den Tab schliessen.

Die Notiz ist im richtigen Ordner. Der Kurs ist auf der Liste und du gehst weiter

zur nächsten Sache mit einem guten Gefühl, vielleicht auch dem Gefühl,

produktiv gewesen zu sein.

Und dann kehrst du ebenso selten zurück. Der Speicherort wirkt fast wie so ein

kleines Häkchen auf einer imaginären To-Do-Liste, obwohl in Wahrheit überhaupt

nichts abgehakt ist, ausser Ding ist abgelegt.

Und das erklärt auch, warum mehr Konsum das Problem eher verschärft als löst.

Weil jede neue Information, die du so aufnimmst, verschafft dir kurzfristig

genau dieses Gefühl von Fortschritt und Kontrolle.

Kurzfristig fühlt es sich gut an, fast schon beruhigend. Es ist ja da,

in meiner Leserliste, in meinem Ordner, in meiner Notiz.

Langfristig führt es nur zu Ballast. Es füllt den Stapel, der ohnehin schon

gross ist, füllt ihn mehr und mehr und verschiebt die eigentliche Arbeit,

nämlich das Lernen und das Anwenden, vor allem das Umsetzen,

immer weiter nach hinten.

Schauen wir uns an, warum das so leicht passiert und warum es fast jedem passiert,

der beruflich mit Wissen zu tun hat, also alle.

Wissen, ja, das war noch nie so günstig und so verfügbar wie heute.

Zu praktisch jeder Frage, die du dir stellst, gibt es sofort einen Podcast,

einen Artikel, ein Video, einen Kurs oder jede Antwort ist nur einen Chat mit

deiner Lieblings-KI entfernt.

Diese Fülle, die ist ja grossartig, die ist wirklich eine riesige Chance.

Man könnte vielleicht sogar die These aufstellen, dass sich Wissen demokratisiert hat.

Zumindest diejenigen, die sich einen Internetzugang leisten können,

haben Zugang auf praktisch alles.

Aber das Ganze hat einen Haken. Konsumieren kostet fast nichts mehr.

Weder Geld noch Überwindung.

Aber umsetzen, das bedeutet richtig Aufwand.

Du musst entscheiden, du musst ausprobieren, du musst scheitern,

du musst anpassen, du musst dranbleiben. auch wenn es unbequem wird.

Sammeln dagegen erfordert nur einen Klick, ein Lesezeichen, ein Kauf und man ist fertig.

Und dann haben wir natürlich noch das kleine Problem der schieren Menge an Auswahl.

Früher gab es zu einem Thema vielleicht eine Handvoll Bücher oder so,

die jeder gelesen hat, der sich damit beschäftigen wollte.

Oder du kanntest vielleicht eine oder zwei Personen, die sich da schon ein bisschen

auskannten und dann hast du gefragt, hey, was soll ich lesen?

Ich möchte mich gerne mit Jazz beschäftigen oder irgend sowas.

Heute hast du diese Leute immer noch um dich, aber du fragst auch Google.

Es gibt 200 Bücher darüber, 50 Podcast-Folgen und 100 Artikel dazu.

Dazu gibt es noch unzählige Foren und bei Facebook hast du auch noch nie nachgeschaut

und vielleicht könntest du mal bei LinkedIn nachfragen und so weiter.

Den einen Freund, der sich gut auskennt, den gibt es immer noch,

aber der hat nicht mehr diese Autorität, sondern es gibt eine schiere Menge an Auswahl.

Und das fühlt sich zuerst mal nach Freiheit an. Auch super, wie im Supermarkt.

Ich gehe ans Joghurtregal und sehe da 70 Sorten Joghurt.

Wow, so viele Sorten Joghurt.

Aber, ganz ehrlich, ich bin dann auf der Stelle überfordert.

Und genau so ist es bei dieser Auswahl an Wissen.

Das kippt sehr schnell ins Gegenteil, weil häufig haben wir das Gefühl,

noch nicht die eine richtige Quelle gefunden zu haben.

Im Supermarkt. Ich habe Angst davor, das Joghurt zu nehmen, das ich immer esse,

weil ich denke, es gibt ja noch 70 andere, die sind bestimmt auch lecker und

die sollte ich doch mal probieren. Vielleicht gibt es noch eine bessere,

die ist vielleicht noch gesünder und so weiter und so fort.

Und genauso ist es eben hier. Also greifst du weiter zum nächsten Joghurt,

zum nächsten Artikel, zur nächsten Podcast-Folge, zum nächsten YouTube-Video,

statt mit dem, was du bereits jetzt hast, tatsächlich zu arbeiten.

Und sammeln, das fühlt sich auch so ein bisschen nach Vorsorge an, so wie sparen.

Ich lege Geld zur Seite, damit ich es später dann habe und nutzen kann.

Ich lege ein Buch zur Seite, einen Artikel und 37 YouTube-Videos,

damit ich sie eben zur Hand habe, wenn ich dann richtig eintauche.

Und so hat man so ein bisschen das Gefühl, ich bin gut vorbereitet.

Aber eben, die Vorbereitung bleibt eben Vorbereitung, weil nie der Schritt zur

tatsächlichen Anwendung erfolgt.

Und je grösser der Stapel an ungenutztem Wissen wird, desto unangenehmer wird

es, sich damit auseinanderzusetzen, weil du beim Hinschauen sofort merkst,

wie viel davon nie genutzt wurde. Wieder das schlechte Gewissen.

Es ist dann bequemer, noch ein bisschen weiter zu suchen nach dem ultimativen

Artikel, nach dem ultimativen Trick, nach dem besten Video, das mir in drei

Minuten das Wissen der gesamten Menschheitsgeschichte in den Kopf trichtert.

Und das ist viel spannender, als sich durch den alten Berg zu wühlen und dieser

Erkenntnis auch zu begegnen und sie zuzulassen.

Und so wächst der Stapel weiter und weiter, während das Gefühl,

hinterher zu hinken, gleichzeitig mitwächst.

Mehr Input wirkt dann wie die Lösung für dieses Gefühl, aber ist eigentlich ein Teil des Problems.

Ja, und dann kommt noch was dazu. Oh Gott, ich glaube, ich habe schon alle Höhe

verloren, weil ich denen so ein schlechtes Gewissen mache. Aber es gibt auch

Lösungen später, bleib dran.

Aber man muss das wirklich mal anschauen. Man muss auch ehrlich zu sich selber

sein und schauen, was auch dahinter liegt. Das ist keine gute Sache,

wenn wir so viele Dinge einfach nur sammeln.

Und dann gibt es eben noch diesen letzten Punkt, den ich dir auch noch mitgeben möchte.

Die meisten Kanäle, über die du dein Wissen konsumierst, die sind gar nicht

darauf ausgelegt, dass du inhältst und anwendest.

Nein, definitiv nicht.

Sondern unsere heutigen Algorithmen, die belohnen Aufmerksamkeit, nicht Umsetzung.

Nach dem einen Video kommt automatisch das nächste.

Das siehst du auch. Videos, die dir empfohlen werden. Entweder von YouTube direkt

oder auch vom Content Creator, Der sagt, wenn dir das gefallen hat,

dann klicke auf dieses Video, da erfährst du das und das. Oder auf dieses Video,

da lernst du noch das und das.

Nach der einen Folge Podcast kommt eine Empfehlung für die nächste.

Niemand fragt dich zwischendurch, was du denn mit dem eben Gehörten eigentlich

vorhast. Ja, natürlich gibt es das manchmal in Videos.

Da heisst es am Schluss, also setz das am besten jetzt gleich um,

setz dich hin und schreib dir diese sieben Dinge auf. Und dann schau dieses

Video und jenes Video. Also das ist nicht ganz ehrlich.

Das ganze System ist so gebaut, dass Weiterkonsumieren immer der Weg des geringsten Widerstands ist.

Und Anwenden ist immer der Weg, der bewusste Anstrengung braucht. Schweiss und Tränen.

Wenn du das einmal für dich realisierst und erkennst, dann wird klar,

warum sich dieses Konsumparadox nicht von alleine auflöst, sondern du musst aktiv dagegenhalten.

Der Punkt ist also nicht, dass du zu wenig weisst. Der Punkt ist,

dass zu viel von dem, was du bereits weisst, ungenutzt herumliegt.

Das ist übrigens auch eine gute Nachricht. Denn das bedeutet,

dass die Lösung nicht in noch mehr Anstrengung beim Lernen liegt,

sondern eigentlich in einer Art Filter, in einer bewussteren Steuerung von dem, was du bereits hast.

Ja, so, jetzt habe ich 15 Minuten einen Rant gemacht und jetzt kommen Lösungen,

weil du musst ja jetzt dieses neue Wissen anwenden. Du musst etwas tun damit, damit es etwas bringt.

Und deshalb habe ich fünf Strategien für dich mitgebracht, mit denen du den

Stapel oder die Stapel, muss man ja sagen, mit denen du die Stapel wieder kleiner

machst, anstatt sie weiter Woche für Woche zu füttern.

Die erste Strategie ist die Bestandsaufnahme vor dem Nachschub.

Bevor du also den nächsten Kurs kaufst oder das nächste Buch kaufst,

geh doch mal kurz durch das, was du bereits hast. Das gilt auch für deine Podcasts,

für deine YouTube-Videos.

Schau doch mal, was unter später Ansehen steht oder was du in deinem Podcast-Feed

alles noch hören könntest.

Aber geh auch durch Notizen, Highlights, angefangene Kurse, gespeicherte Artikel,

ungelesene Bücher und stellt dir dabei die Frage, was weiss ich eigentlich schon

zu diesem Thema, das ich nie konsequent genutzt habe?

Kleine Korrektur, ich habe gerade gesagt, ungelesene Bücher,

ich meine natürlich gelesene Bücher.

Also, was weiss ich eigentlich schon zu diesem Thema, das ich nie konsequent genutzt habe?

Und ich sage dir ganz ehrlich, ich lese so gut wie keine Zeitmanagement-Bücher mehr.

Weil ich behaupte jetzt einfach mal, das meiste weiss ich.

Jetzt bin ich in diesem Business seit 18 Jahren fast. Als Trainer unterwegs,

also nicht einfach nur als Interessierter.

Ich beschäftige mich mit diesem Thema, ich kann mit Fug und Recht behaupten, seit Jahrzehnten.

Und irgendwann haben wir das Thema, glaube ich, so einigermassen kapiert.

Das, was es zu wissen gibt, weiss man.

Und wenn ich jetzt noch ein Buch lese oder noch ein Video dazu nutze,

dann ist das manchmal lustig, aber es bringt mich nicht wirklich weiter.

Sondern die Frage ist, übrigens eine, die ich mir auch stelle,

setze ich dieses ganze Wissen um?

Beim Zeitmanagement kann ich sagen, ich glaube schon, das meiste schon,

in vielen anderen Gebieten überhaupt nicht.

Also, frag dich immer, was weiss ich eigentlich schon zu dem Thema,

das ich aber nie konsequent genutzt habe.

Diese Frage allein bremst den automatischen Griff nach etwas Neuem spürbar,

weil sie dir meistens ziemlich schnell zeigt, dass die Antwort auf dein aktuelles

Problem längst irgendwo vorhanden ist.

Es geht dabei nicht darum, dir Neues zu verbieten oder madig zu machen,

sondern es geht darum, diesen Reflex zu unterbrechen, der sofort nach draussen

schaut, bevor überhaupt ein Blick nach innen stattgefunden hat.

Also, Notizen durchgehen, Highlights aus Büchern, angefangene Kurse, gespeicherte Artikel.

Die zweite Strategie ist ein Eins-Rein-Eins-Raus-Prinzip. Angelehnt so ein bisschen

das, was viele aus dem Kleiderschrank kennen.

Einige nehmen sich ja vor, wenn ich ein neues Kleidungsstück kaufe,

dann müssen mindestens ein altes oder besser zwei müssen weg.

Und genau das kannst du hier auch machen. Für jede neue Quelle,

die du aufnimmst, ein neues Buch, ein neuer Kurs, ein neuer Newsletter,

schliesst du im Gegenzug eine alte, offene Sache ab oder wendest sie an.

Du musst sie nicht einfach nur von der Liste löschen, du darfst sie auch anwenden.

Also entweder nutzt du das Wissen jetzt, oder du trennst dich bewusst davon

und löschst es aus deiner Liste.

Und das verhindert, dass dieser Stapel einfach immer weiter wächst,

während gleichzeitig immer neuer Input dazukommt.

Und der Effekt ist verblüffend simpel. Sobald jede neue Aufnahme automatisch

eine Entscheidung über etwas Altes erzwingt, ja dann wird der Konsum plötzlich

wieder mit Kosten verbunden.

Nicht nur mit Belohnung, sondern eben mit Kosten. Und du gehst automatisch bewusster damit um.

Die dritte Strategie ist die Umsetzungsfrage vor dem Konsum,

nicht nach dem Konsum. Vor dem Konsum.

Bevor du also auf Play drückst oder ein neues Kapitel aufschlägst oder ein neues

Buch anfängst, frag dich kurz, was habe ich da eigentlich vor?

Was mache ich mit den Informationen, die ich jetzt gleich lernen werde?

Was mache ich mit diesen Informationen in den nächsten sieben Tagen?

Hast du darauf keine Antwort, ist es kein Grund, das Thema komplett zu meiden,

aber ein guter Grund, es bewusst in die Kategorie später, wenn relevant,

zu verschieben, statt es sofort zu konsumieren und danach im Stapel verschwinden zu lassen.

Also konkret, du hast hier ein super tolles Video entdeckt über eine neue Methode,

um deine Woche zu planen.

Es kann sein, dass sie passt, es kann sein, dass sie nicht passt.

Das kannst du noch nicht sagen, weil du hast das Video ja noch nicht gesehen.

Trotzdem fragst du dich, was mache ich mit den Informationen aus diesem Video

in den nächsten sieben Tagen?

Und die Antwort könnte heissen, okay, falls die Methode zu meinem Leben passt,

dann versuche ich sie für die nächste Woche umzusetzen.

Ich mache am Sonntagabend genau die Wochenplanung nach diesem Video.

Wenn die Methode nicht passt, dann schreibe ich mir das auf und weshalb sie

nicht passt, Und lösche das Video oder speichere es zumindest nicht dauerhaft.

Der Grund dafür ist, wenn du später mal auf das Video zufällig wieder stösst

und dann klingelt was bei dir, dann kannst du nachschauen, weshalb die Methode nicht gepasst hat.

Also, das ist die Umsetzungsfrage vor dem Konsum.

Bei einem Buch könnte es heissen, okay, für jedes Kapitel gebe ich mir drei

Tage Umsetzungszeit. Die Aufgaben, die der Autor da vorschlägt,

setze ich in den drei Tagen, nachdem ich das Kapitel gelesen habe, konsequent um.

Wenn es nichts umzusetzen gibt, oder wenn ich das schon umgesetzt habe,

was er vorschlägt, oder wenn mich das nicht betrifft, dann darf ich weiterlesen.

Aber ansonsten innerhalb von drei Tagen umsetzen. Irgend so was.

Dann die vierte Strategie, du weisst ja, ich mag so regelmässige Reviews und

Routinen und das hier ist der monatliche Archivcheck.

Einmal im Monat, fest eingeplant wie ein Termin mit dir selbst,

gehst du durch deine Notizen, Leselisten und angefangenen Kurse und teilst sie in zwei Kategorien ein.

Behalten und in den nächsten Wochen wirklich anwenden oder bewusst loslassen.

Ohne diesen regelmässigen Termin bleibt der Stapel unsichtbar im Hintergrund,

und alles, was unsichtbar ist, wird auch nicht bearbeitet. Egal, wie gut du es meinst.

20 bis 30 Minuten reichen dafür meistens völlig aus.

Wichtig ist nicht die Dauer, sondern dass dieser Termin wirklich stattfindet,

so verlässlich wie jeder andere Termin in deinem Kalender auch.

Und dann die fünfte Strategie, Umsetzung statt Konsum ist dein persönlicher Erfolgsmassstab.

Es ist mir völlig egal, wie viele Bücher, Podcasts, Bücher gelesen,

Podcasts gehört, Videos gesehen und Kurse gemacht hast. Es ist mir völlig egal.

Entscheidend ist, was davon hast du wirklich umgesetzt.

Reines Konsumieren, reines Lesen von Büchern macht dich nicht besser oder intelligenter

oder sonst irgendetwas.

Sondern besser, intelligenter, schneller, erfolgreicher macht dich das,

was du anwendest, was du in deinem Alltag, in deinem Business wirklich anwendest.

Und das ist der Massstab. Lieber ein Buch richtig angewendet,

als 10 Bücher schnell mal durchgelesen oder überflogen.

Lieber ein YouTube-Video, wirklich konzentriert geschaut, Notizen gemacht und

umgesetzt, anstatt drei Stunden YouTube Nirvana, wo du gar nicht mehr weisst,

was du überhaupt angeschaut hast.

Und das muss dein Massstab sein. Weniger ist mehr.

Diese Verschiebung allein verändert erstaunlich viel daran, wonach du greifst,

wenn du das nächste Mal Zeit für Weiterbildung einplanst.

Weil plötzlich zählt Qualität und Anwendung und nicht mehr Menge.

Du kannst übrigens durchaus auch ein Buch nochmal lesen, einen Kurs nochmal machen.

Weil du bist nicht mehr die gleiche Person wie damals, als du das Ding gekauft hast.

Du hast dich verändert, dein Business hat sich verändert und plötzlich siehst

du in einem Buch ganz neue Dinge.

Dinge, die dir beim ersten Mal gar nicht aufgefallen sind.

Und entscheidend ist also, wie viele Erkenntnisse du in einem Monat wirklich umgesetzt hast.

Und wenn das dein Massstab ist, dann konsumierst du automatisch gezielter,

ziemlich sicher auch weniger, aber in jedem Fall gezielter, weil jede neue Sache,

muss sich an diesem Massstab messen lassen.

Ja, das sind meine fünf Strategien, die du am besten jetzt gleich,

wenn die Folge gleich fertig ist, umsetzt.

Wissen ist heute im Überfluss verfügbar, auch gutes Wissen übrigens,

wirklich wertvolles Wissen.

Und sammeln, das fühlt sich irgendwie produktiv an, weil es dir kurzfristig

ein Gefühl von Abschluss gibt, eine Sicherheit. Es ist ja da hinten im Stapel.

Das ist diese Abschlussillusion.

Und genau deshalb wächst der Stapel an ungenutztem Wissen ständig weiter,

während echter Fortschritt eben oft ausbleibt.

Mit einer bewussten Bestandsaufnahme, einem Eins-Rein-Eins-Raus-Prinzip,

mit der Umsetzungsfrage von dem Konsum, mit dem monatlichen Archivcheck und

mit der Umsetzung als Massstab für Erfolg, drehst du das Verhältnis wieder um.

Weniger neuen Input, dafür deutlich mehr aus dem, was ohnehin schon da ist.

Keine dieser fünf Strategien verlangt übrigens von dir, weniger neugierig zu

sein oder weniger zu lernen. Nein, überhaupt nicht.

Es geht nicht darum, den Hahn ganz zuzudrehen.

Es geht nur darum, aus dem, was du schon weisst, etwas zu machen.

Dem endlich die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, wie dem, was noch kommen könnte.

Und der grösste Hebel liegt für die meisten nicht im nächsten Kurs,

sondern in dem, was längst irgendwo abgelegt auf sie wartet.

Danke, dass du heute mit dabei warst und mir zugehört hast. Ich bin sicher,

du nimmst etwas mit, das dir hilft, deinen Alltag klarer und gelassener zu gestalten.

Was das ist, solltest du dir jetzt überlegen und überlegen, wann und wie du das umsetzt.

Bis bald und natürlich nutze deine Zeit, denn sie kommt nie wieder. Dein Ivan Blatter.