In dieser Folge frage ich zwölf Investoren an der Invest in Stuttgart nach ihrem besten und schlechtesten Investment. Es geht um ein 1000x mit digitalem Land, 0,1 Bitcoin für 30 Euro verkauft und zweimal Wirecard. Dazu kommen Lehren zu Sparplänen, KI-Research, Optionen und passivem Einkommen. Und ich erzähle dir, warum der ehrlichste Satz der Messe «zu faul» war.
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Der Podcast von Thomas Kovacs, dem Sparkojote: Aktien, Dividenden und Unternehmertum aus der Schweiz.
Herzlich willkommen zur Finanzrudel Audio Experience, einem Podcast für alle, die sich das Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus zu Herzen nehmen. Hier lernst du wertvolle Tipps und Erfahrungen, die du in deinem Leben praktisch anwenden kannst. Mein Name ist Thomas Brandon Kovacs, auch bekannt als Thomas der Sparkojote. Ich bin Unternehmer und führe den grössten Schweizer Finanz-YouTube-Kanal und Finanzblog sparkojote.ch. Ich habe letzten Monat zwölftausend Euro im Sparplan gespart.
Mein bestes Investment aller Zeiten war eine eintausend X. Den habe ich verkauft, damals für dreißig Euro, und das waren null Komma eins. Schlechtestes Investment auf jeden Fall Wirecard. Ich habe noch ein bisschen am Ende bei Wirecard gespielt. Du bist der zweite heute schon, der das sagt. Ja, echt? Ach krass. Was war dein letztes Investment? Tatsächlich Vanguard FTSE All-World. Sparplan? Immer Einmalkäufe. Also ich versuche immer im Tief zu kaufen, wie jetzt zuletzt, wo die Kurse ein bisschen runtergegangen sind, moderat nachgekauft, ein bisschen Cash gehalten, falls es noch weiter runtergeht. Bitcoin tatsächlich.
Ich habe den jetzt die letzten Monate ein bisschen höher gesetzt, da Bitcoin ja in einer Korrekturphase ist, minus vierzig, fünfzig Prozent. Ist für mich langfristig ein No-Brainer. Boah, an der Börse wirklich schon lange, lange her. Bei mir ist es relativ langweilig. Also letztes Investment, ich habe mir eine Kamera gekauft. Hast du keine Sparpläne hier am Laufen? Will ich machen, steht Schon lange auf der To-do-Liste, aber bislang noch nicht. Tatsächlich ein Oldtimer, den ich mir gekauft habe. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es auch einer von siebenhundertfünfzig ist, die gebaut wurden. Das war MSCI World dreieinhalb, MSCI Emerging Markets dreieinhalb, Bitcoin drei. Zweitausend Euro, sorry, in P zwei P-Kredite für Cashflow. Ich meine, das verdienen viele nicht mal ansatzweise brutto.
Geht nur mit Unternehmertum und Systeme aufbauen, die für einen arbeiten. Das kam nicht von heute auf morgen. Ich habe zuletzt Prismian gekauft, der größte Kabelhersteller der Welt. Also wenn du so willst, die Infrastruktur der Infrastruktur. Und wenn du dich fragst, okay, heute wofür wird Geld ausgegeben? Für Infrastruktur, KI-Infrastruktur, Rechenzentren braucht auch Kabel. Auch wenn wir über militärische Aufrüstung sprechen, braucht auch Kabel. Ausbau der erneuerbaren Energien braucht auch Kabel. Was war dein bestes Investment und schlechtestes Investment bisher? Mein bestes Investment aller Zeiten war eine tausend x, und das war mit digitalem Land.
Habe wirklich für paar hundert Dollar digitales Land gekauft, in der Sandbox. Ich hatte klugerweise eine Limit-Sell-Order schon eingegeben und die wurde auch getriggert und es war fast All-Time-High. Das war ein tausend x, das war heftig. Die Wise-Aktie, die habe ich nach dem Börsengang, ist ja ordentlich gedippt, habe ich die schön eingesammelt und damit habe ich vierhundert Prozent bis dato gemacht. Bestes müsste Alphabet gewesen sein, die habe ich in der Finanzkrise, ich glaube so März zwanzig zwanzig, April zwanzig zwanzig gekauft. Ich habe vervierfacht, verdreifacht, irgendwie sowas, ohne Garantie. Und Mein erstes Invest war tatsächlich auch Anfangszeit Krypto.
Ich bin relativ früh in Litecoin und Ethereum rein. Das war teilweise ein richtig geiles Invest, weil ich zweitausendsechzehn, siebzehn rein bin. Das war dann natürlich richtig schön, dann wieder alles verloren. Habe es aber gehalten und hat sich langfristig trotzdem um ein Vielfaches rentiert. Klar hat man hier und da mal ein paar Euros investiert, die vielleicht einen viel größeren X gemacht haben, aber bringt ja am Ende auch nichts, wenn es dann zweihundert Euro sind. Erste Aktie mit fünfzehn, absolute Schrottaktie, hat sich aber von einhundertfünfzig Euro auf viertausendfünfhundert gesteigert. War dreißig X, ne? War super. Da dachte ich so, boah, ich bin der beste Investor aller Zeiten. Nächster Warren Buffett. Genau. Danach natürlich alles runter und das war so diese wilde Phase. Das schlechteste Investment auf jeden Fall Wirecard, das kann ich auf jeden Fall sagen.
Ich muss ehrlich sagen, ich war jung und naiv. Es war meine Anfangsinvestmentzeit. Ich habe mit einem Kumpel investiert, angefangen. Man hat sich gegenseitig so ein bisschen hochgepusht. Leergeld, aber ich habe es in der Anfangszeit meiner Investitionszeit gezahlt und das hat mich heute wahrscheinlich vor viel größeren Schäden bewahrt. Definitiv das schlechteste Investment, weil auf null schlechter geht es nicht. Ich habe noch ein bisschen am Ende bei Wirecard gespielt, aber ja, nicht viel, nur ein paar Riesen. Du bist der zweite heute schon, der das sagt. Ja, echt? Ach krass. Das war verschmerzbar, das war verschmerzbar. Ich habe es noch ein bisschen ausgesessen und dachte dann, ja, da kommt noch mal was, aber man weiß ja, wie es dann geendet ist.
Das Schlechteste war dann halt null, weil es gab natürlich auch viele Müllcoins in der ganzen Zeit, und ich habe auch einen Coin gehabt, der wurde dann von den Entwicklern, sage ich mal, leergeräumt. Der Preis ist jetzt nicht auf null gefallen, aber minus neunundneunzig Prozent ist schon quasi null. Was ist so, oder was war so die größte Hürde für dich, oder auch der größte Fehler in deiner Optionshandelkarriere? Wenn man zu viele Positionen eröffnet und eben nicht cashgedeckt handelt. Und seitdem ich da dann in Corona mal ziemlich auf die Nase geflogen bin, ist das halt bei mir die absolute Maxime, dass ich cashgedeckt handle. Ich habe mal eine brasilianische Aktie gekauft, die hieß StoneCo. Die hat Berkshire Hathaway auch im Portfolio gehabt.
Und die habe ich irgendwie mit, ich glaube, dreißig, vierzig Prozent Verlust damals relativ fix dann wieder verkauft. Ich meine, du hast immer irgendein schlechtes Investment hat ja jeder.
Hast du schon mal Bitcoin in den letzten Jahren verkauft? Tatsächlich nicht, nee. Hast du schon mal Bitcoin verkauft? Noch nie. Also meinen ersten Bitcoin, muss ich korrigieren, zweitausenddreizehn durch Provisionen habe ich was gekriegt. Den habe ich verkauft, damals für dreißig Euro, und das waren null Komma eins, irgendwie sowas. Aber damals habe ich das halt nicht verstanden, was es überhaupt ist. Ich habe einen Traum, dass ich von dem Bitcoin-Vermögen ein Treppenhaus kaufe. Das gab es bei uns in der Region schon mal vor fünf Jahren oder so, der wollte irgendwie damals, da war der Bitcoin-Kurs bei, ich glaube, acht oder zehn, der wollte irgendwie zweiunddreißig Bitcoin oder so für ein Haus.
Der hat das wirklich angeboten, der Typ, und das fand ich geil. Siebenstellig gehe ich ganz klar von aus. Die Frage ist nur, wann. Also wenn nicht, ich werde es sonst vererben. Der, der das gekauft hat für zweiunddreißig Bitcoin, der wird das nicht so geil finden. Ja, aber wann will man dann wieder reinsteigen? Alle schreien wieder beim Höchststand, juhu, Bitcoin, jetzt kaufe ich! Da denke ich mir auch, hätte man vielleicht früher mal billiger haben können. Und leider ist es einfach so, Wenn man von Bitcoin spricht, man hört immer wieder Bitcoin in den Nachrichten, wenn wir neue Höchststände erreicht haben. Davor heißt es immer nur, Bitcoin ist tot. Schon wieder. Also es ist ein totales Zombie-Teil. Das kommt immer wieder zurück, komischerweise.
Ich glaube ehrlich gesagt, dass man nicht so sehr auf die Wahnsinnsschlagzeilen achten sollte, sondern vor allen Dingen auf das, was wirklich entscheidend ist: Ertragswachstum, Geldpolitik. Mittlerweile kann man mit KI auch perfekt Research machen. Und je kleinteiliger du die Frage stellst, desto besser sind die Ergebnisse. Das sind alles Pleaser. Das heißt, du musst sagen, sagen, schau kritisch hin. Am Ende ist der Investmentprozess immer noch ein manueller, weil der Preis ja entscheidet, kaufe ich oder kaufe ich nicht. Und wenn du zu Claude oder ChatGPT sagst, ist das nicht ein guter Preis für einen langfristigen Investor, dann lautet die Antwort fast immer, was für ein genialer Gedanke.
Market Timing kann ich nicht so gut, aber manchmal mache ich es trotzdem. Und das sage ich auch jedem, wer nichts hat, da kann ich total verstehen, dass man mehr riskieren will, kann man und sollte man auch tun, um dann wirklich eine richtig große Basis aufzubauen, auf der ich jetzt sage, auch ich muss jetzt nicht mehr alles geben, um auf Krampf irgendwie die Outperformance zu schaffen, sondern mir reicht einfach normale Indexperformance aus. Ganz viele leider auch immer noch im Kopf haben, dass man sich mit dem Optionshandel um Haus und Hof bringen kann. Ja, kann man, kann man aber mit ganz vielen Sachen, mit anderen Sachen halt auch. Also es ist keine passive Strategie, das ist kein ETF-Sparplan, sage ich jetzt mal. Gold war damals zweitausendelf mein erstes Invest.
Da habe ich noch die Unzen, war um die tausend Euro abgestaubt. Ich sehe es halt immer noch als Versicherung, für den Worst Case, wenn ein Crash eintreten würde, fühle ich natürlich. Die Position ist momentan halt wirklich sehr groß, größte Einzelposition im Portfolio, aber ich kann ruhig schlafen damit. Aber was passiert, wenn du von heute auf morgen nichts mehr machst, und wie verdienst du dann Geld? Und da fange ich jetzt mehr und mehr an, auf ausschüttende Investments zu setzen, so eine Art Mischphase, ja, Wechseljahre könnte man sagen. Das sind die Börsenwechseljahre jetzt. Und wenn wir mal ehrlich sind,
Alles, was mit dem Stichwort passives Einkommen zu tun hat, muss im Endeffekt ja über die Börse passieren, also über eine wirkliche entweder Anleihe, Dividende oder sonst was. Alles andere ist nicht passiv. Alles andere muss ich ja immer irgendwie indirekt oder direkt arbeiten für. Also ich will einfach, um eine gewisse Sicherheit zu haben und Entspanntheit, irgendwann so zweieinhalb bis fünf Millionen Euro mir aufgebaut haben als großes Ziel, um dann wirklich von einem schönen passiven Einkommen leben zu können, ohne dass man in super spekulative Assets reingeht. Also Rendite ist bei mir nicht im Hintergrund. Das ist rein das Auto, weil es erfüllt für mich einen ganz anderen Zweck.
Lebenszeit genießen, entschleunigen, einfach mal runterkommen, einfach mal die Zeit genießen, das Fahrgefühl genießen, weil das ist einfach unbeschreiblich. Das ist ein Traum, den ich mir selbst erfüllt habe, und den habe ich mit Dividenden bezahlt. Was hält dich gerade aktuell davon ab? Ich sag ganz ehrlich, zu faul. Wenigstens ehrlich. Vielleicht bin ich auch so ein bisschen, oder ich glaube, das können auch viele fühlen, man ist so ein bisschen überfordert, weil es so viel gibt. Und ich meine, Sparplan, eingerichtet. Das ist ja das Coole, man kann auch faul sein und es läuft automatisiert weiter.
Das heißt, meine Lieben, spätestens nächstes Jahr an der Invest haben wir einen André hier, Aktienavocado, der Sparpläne hat. Und wenn nicht, dann gibt's, dann gibt's was auf die Rübe. Ansonsten hundert Euro an den guten Zweck, wenn das Ding noch nicht nächstes Jahr steht.
Lieben Dank fürs Zuhören. Neue Finanzrudel Audio Experience Episoden gibt es jeden Montag, Donnerstag und Samstag 9 Uhr vormittags. Trete ausserdem dem exklusiven Finanzrudel Community Club bei finanzrudel.ch/club und tausche dich mit Tausenden Gleichgesinnten im Finanzrudel aus. Mehr über mich und meine Reise erfährst du auf meinem Blog www.sparkojote.ch. Interessiert dich, an welchen Projekten ich aktuell arbeite? Dann findest du mich auf Instagram at Sparkojote. Auf meinem YouTube-Kanal Thomas der Sparkojote findest du aktuelle Videos zum Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus. Bis bald.