Kantonsrat kompakt

In dieser Episode blickt Manuela Käch kompakt auf die Dezember-Sitzung des Zuger Kantonsrats zurück.

Sie spricht über die Fasnacht und erklärt, warum die Mitte ein kostenloses ÖV-Angebot ablehnt, ordnet die Diskussion um die Zuger Tunnelprojekte ein und zeigt auf, weshalb diese vorerst im Richtplan bleiben sollen. Zudem geht es um den SVP-Vorstoss zum Schweizer Pass als Voraussetzung für Führungsfunktionen in der Verwaltung und um die Einführung des Livestreams aus dem Kantonsratssaal.

Zum Schluss zieht Manuela Käch eine kurze Bilanz eines erfolgreichen Jahres für die Mitte Kanton Zug und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

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Manuela Käch:

Warum Mitte wahnsinnig gerne Fasnacht feiert aber gratis öV ablehnt, die Tunnel nicht vorschnell aus dem Richtplan streichen und der Schweizer Pass nicht wirklich 1 Qualitätsmerkmal für gute Führung ist, erzähle ich euch im Rückblick zur Dezember Sitzung. Das ist der Kantonsrat Compact mit einem Einblick in die aktuelle Sitzung. Mein Name ist Manuela Ker. Steigen wir doch gleich ins erste Thema 1. Sind Kantonsrätinnen und Kantonsrät Fasnachtsmuffeln?

Manuela Käch:

Wir in der Mitte sind wir ganz sicher nicht. Bei Bei uns gibt es einen amtierenden Steinvater, einen ehemaligen Zunftmeister. Nicht wenige von uns sind aktiv in einer Guggenmusik oder sind in einer Fasnachtsgesellschaft mit dabei. Kurz gesagt, wir lieben die Fasnacht. Das närische Treiben und auch Konfetti.

Manuela Käch:

Aber gerade die Seufau während der Fasnacht, wie das DHLG gefordert hat, 1, das ist nicht unser. Es gibt nämlich bereits 1 Fasnachtsangebot für 1 Ticket für zwanzig Franken. Das ist doch fair, grosszügig und wird übrigens auch sehr gut genutzt. Hoffentlich wieder in sechsundfünfzig Tagen. Genau dann beginnt die fünfte Jahreszeit an.

Manuela Käch:

Die Fasnachts zweitausendsechsundzwanzig Erinnert ihr euch noch an die Abstimmung zu diesen beiden Tunnel im März zweitausendvierundzwanzig? Auch knapp 2 Jahre später sind die Verkehrsprobleme längst ungelöst, weder im Megerital noch in der Stadt Zug. Heute hat der Kantonsrat darüber diskutiert, ob die beiden Umfragen nach der Abstimmung aus dem Richtplan gestrichen werden sollen oder ob man sie drinnenlassen soll. Die Debatte war auch heute wieder emotional. Und so war sie auch schon im Abstimmungskampf.

Manuela Käch:

Die Fakten sind klar. Zuger Stimmbevölkerung hat die Tunnelvariante in der Stadt Zug bereits zweimal abgelehnt. Im Aegerital hingegen hat die lokale Bevölkerung klar Ja zu dieser Umfrage gesagt. Für uns ist klar: Bis die Resultate einer Fokus Studie vorliegen, sollen beide Portale in Untertgen im Berichtplan bleiben. Nicht als Vorentscheid für einen Tunnel, 1, sondern damit alle Optionen offen bleiben, auch für neue visionäre Lösungen.

Manuela Käch:

So wird nämlich dem Wählerwill im Megrital Rechnung getragen. Braucht es 1 Schweizer Bürgerrecht als Anstellungsbedingungen für leitende Funktionen in einer Verwaltung? Dieser Vorschlag der SVP mag auf den ersten Blick ja noch Sympathien wecken. Doch beim genauen Hinschauen überzeugt er dann doch nicht. Der Regierungsrat trägt als Arbeitgeber Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitenden Und er muss Schlüsselpositionen mit den bestgeeignetsten Personen besetzen können.

Manuela Käch:

Gerade die Zeiten des Fachkräftenmangels sind qualifizierte Führungskräfte, alles andere als im Überfluss vorhanden. Der SVP Vorstoss hat im Regierungsrat nur unnötige Fesseln angelegt. Dazu kommt noch dazu, in der Zuger Verwaltung ist aktuell keine einzige leitende Funktion mit einer Person ohne Schweizer Pass besetzt. Das Problem, dass die Motion lösen wollte, existiert gar nicht. Entscheidend für eine Führungsfunktion ist nicht der Pass, sondern Fachwissen, Führungskompetenz, Loyalität und auch das persönliche Engagement.

Manuela Käch:

Eine Selektion allein aufgrund des Bürgerrechts ist weder zielführend noch zeitgemäss. Es hat darum nicht überrascht, dass diese Motion im Rat auch Schiffbruch erlitten hat. 1 eigentlich unbestrittenes Traktandum, die Einführung des Live Streams, hatte dann plötzlich viel Grund zu Diskussionen. Schon seit längerem werden unsere Debatten per Livestream übertragen. Und seit dieser Sitzung sogar Untertitelt.

Manuela Käch:

Dieses Geschäft könnte man als erledigt abschreiben. Aber das war heute überhaupt nicht so. Bei der Frage, ob das Anliegen umgesetzt ist oder nicht, daran haben sich Geister wirklich geschieden. Die Umsetzung sind nicht befriedigend. So kann man beispielsweise nicht zurückspulen während der Live Übertragung.

Manuela Käch:

Ich finde auch, dass in der Umsetzung technisch noch Luft nach oben ist. Und diese Untertitelung ist auch noch verbesserungsfähig. Aber das Anlegen des Postulats, einen Livestream einzuführen, der ist doch umgesetzt. Und wenn man gerade davon spricht, klickt euch doch bei der nächsten Sitzung. Ende Januar gleich selber rein.

Manuela Käch:

Oder besucht uns im Kantonsratssaal. Die Sitzungen des Kantonsrats sind nämlich öffentlich. Und jetzt zum Wir von der Mitte, Kanton Zug, blicken auf 1 unglaubliches Jahr zurück. Wer hätte gedacht, dass wir nur 1 Jahr später unseren Bundesrat uns eine Reihe hatten? Das hatte aber auch weitreichende Folgen für unsere Partei.

Manuela Käch:

Die Vakans von Martin Fister mussten wir neu besetzen. Das war 1 wenig 1 Haselnuss für uns Mitte Kanton Zug. Aber eine sehr erfolgreiche Mission war es Mit Andreas Husehr konnten wir den Sitz von Martin Pfister erfolgreich verteidigen und in Steinhausen bleibt das Präsidium weiterhin in Händen der Mitte und auch den frei gewordenen Sitz konnte sie erfolgreich verteidigen. Das vergangene Jahr war historisch für uns, aber auch für den Kanton Zug. Und es zeigt, dass unsere politische Arbeit und unsere Parteipersönlichkeiten überzeugen.

Manuela Käch:

Dieses Vertrauen freut uns riesig. Wir sind uns dieser grossen Verantwortung wirklich bewusst. Gemeinsam mit euch allen haben wir bereits richtig Grosses geleistet. Und gemeinsam mit euch haben wir noch Grosses vor. Für eine Gemeinschaft, in der ich gerne lebe.

Manuela Käch:

Für 1 Zuhause, in der ich mich wohlfühle. Und für eine Wirtschaft, die uns alle stärkt. An dieser Stelle bedanken wir uns für die grossartige Unterstützung für unsere Partei, unser Team Orange, im vergangenen Jahr. Das ist nicht selbstverständlich und wir schätzen das sehr. Zuversichtlich blicken wir in die Zukunft im Wissen, dass wir gemeinsam mit euch allen viel bewegen können und dass wir gemeinsam erfolgreich sind.

Manuela Käch:

Wir wünschen euch allen von Herzen ganz freue Festtage und einen guten Rutsch in 1 glückliches und gesundes zweitausendsechsundzwanzig!