In Raidsthemen spreche ich mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die Ecken und Kanten haben. Wir sprechen über Reizthemen in unserer Gesellschaft: Integration und Migration, über politische Parteien, Außen- und Sicherheitspolitik sowie über den Nahen und Mittleren Osten.
Willkommen zu Reizthemen. Heute zu Gast haben wir Sam Keitel, einen Menschen, der wirklich mitreißen kann. Mitinitiator vom Zukunftsvisen Summit und Gründer von Senior Connect. Wir reden über den Wirtschaftsstandort Deutschland, warum wir so viel über Krise und so wenig über Aufbruch sprechen können. Herzlich willkommen, Sam.
Speaker 2:Freu mich, dabei zu sein.
Speaker 1:Vielen Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast. Vor einigen Tagen war das Highlight mit dem Zukunftswesen gesammelt. Ich durfte dankenswerterweise dabei sein. Ja, ich durfte einiges an Dynamik erleben. Aber wie fühlst Du dich nach dem neuen Highlight fünfzehnhundert, ich glaub, etwas mehr als fünfzehnhundert Teilnehmer?
Speaker 1:Das ist schon krass für die Region.
Speaker 2:Ja, erst mal danke für die Blumen, aber ja, es ist, man kann es gar nicht beschreiben. Ich weiß gar nicht, wo mein wo mein Kopf steht. Es platzt einfach alles. Also ich, der Summit ist auch bei mir nur noch sehr neblig in Erinnerung, weil das alles so schnell läuft und die 2 Tage so schnell vorbeigehen. Man kann das gar nicht alles aufnehmen, aber was mir in Erinnerung geblieben ist, ist einfach diese Aufbruchstimmung, dieses wir packen an, wir legen los und auch sogar Politiker, die mal gesagt haben, so kann es nicht weitergehen, die Regierung hält keine 4 Jahre, es müssen Reformen kommen.
Speaker 2:Es ging ja dann doch durch die ganze Republik, was Christian von Städten da gesagt hat Und für mich war das, man kann jetzt das positiv und negativ sehen, dass er es gesagt hat, aber für mich war es tatsächlich sehr, sehr positiv in dem Sinne. Nicht weil es durch die Medien ging, sondern eher, weil einfach mal Klartext gesprochen wurde, weil einfach mal, es müssen Reformen passieren oder müssen halt Neuwahlen geschehen, weil Deutschland geht den Bach runter.
Speaker 1:Das ist ein gutes Stichwort Dynamik. Du hast jetzt sehr viel auf einmal gesagt.
Speaker 2:Ja, hab's sehr, viel auf Man merkt,
Speaker 1:da ist Energie da. Ja. Vielleicht noch mal einen halben Schritt zurück. Was ist der Grundgedanke vom Zukunftsvisen Summit?
Speaker 2:Der Grundgedanke ist, Tradition und Innovation zusammenzubringen, Mittelstand mit Startups, eine Aufbruchstimmung in Deutschland zu generieren und ja, wir sehen uns jetzt, wir nehmen oder wir maßen uns nicht an, dass wir die Lösung sein werden für Deutschlands Zukunft. Auf keinen Fall, aber wir wollen ein kleines Puzzlestück sein, ein kleines Puzzleteil in diesem Riesengebilde. Wenn jeder mit anpackt, dann kann Deutschland nach vorne gehen und dann kann was passieren und das, ja, wir glauben daran, dass wir mit dieser Veranstaltung einen kleinen Teil dazu beitragen können.
Speaker 1:Ihr bringt Startup und Mittelstand zusammen. Das heißt, Du glaubst an den Mittelstand, Du glaubst an den an die industrielle Basis des Mittelstands. Aber Du willst es mit dem Startup Spirit dieses wir gehen wir gehen raus, wir wir geben Vollgas zusammenbringen. Was sind so die Reaktionen aus dem Mittelstand?
Speaker 2:Ja, sehr positiv. Also alle, das nervt mich ja auch und regt mich auf an unsere an der Startup Gründer Mentalität oder an den Startup Gründern, auch an meiner Generation der Gen Z, dass wir so eine oftmals so eine Überheblichkeit und so eine gewisse Arroganz gegenüber anderen Generationen, aber auch gegenüber Mittelstand und Konzernen haben. So, wir wissen, es läuft, wir haben die Welt verstanden, es braucht jetzt nur noch KI und whatever oder es braucht jetzt, wir wissen, wie man arbeitet und so weiter, generationstechnisch mal betrachtet. Und dann, man über einen Mittelstand mal wirklich redet, die sind super offen für Innovationen, sie wissen nur oft nicht, wo finden sie die richtigen Startups, wo finden sie die Lösungen für ihre Herausforderungen, ihre Probleme und gleichzeitig, ja, wo fangen sie an? Das ist immer die große Frage auch bei KI.
Speaker 2:Wo mache ich den ersten Schritt in diese Themen rein, ohne Geld zu verschwenden und gleichzeitig effektiv voranzukommen? Das heißt, kurzum, Mittelstand ist begeistert, die wollen mit Start ups zusammenarbeiten, Start ups wollen wir mit Mittelstand zusammenarbeiten und wir schaffen eben eine Plattform, die zusammenzubringen und meiner Meinung nach haben wir es auch dieses Jahr wieder geschafft, das zumindest etwas zu kanalisieren und etwas voranzutreiben.
Speaker 1:Kannst du ein Beispiel bringen von Kooperationen zwischen Mittelstand und USA, die durch euch, durch diese Plattform zusammengekommen sind? Weil ich glaube, das ist schon ein sehr, sehr wichtiger Aspekt. Ja. Viele haben ja das, was Du negativ angesprochen hast, wenn sie über Startup reden, denken die Leute an irgendwelche Jungs, die eine App machen, die dann mit den Millionen Milliarden, die sie verdienen, irgendwelche teuren Autos kaufen oder, aber die nichts eben zur Gesellschaft beitragen. Und ihr wollt ja ein anderes Bild zeigen, nämlich Richtig.
Speaker 1:Das Bild, dass ein Startup Dynamik reinbringt Ja. Und das in Zusammenarbeit mit dem Mittelstand, das lange gewachsen ist, das Strukturen, die regional verwurzelt sind, stärkt, zusammenbringen. Und kannst Du uns da ein paar Beispiele davon geben oder 1?
Speaker 2:Ja, ich ich kann nur mehrere Beispiele bringen, aber ein Beispiel ist, dass wir eine regionale Bank, einen Namen nenne ich jetzt mal lieber nicht, weil ich nicht weiß, ob die das wollen, dass es erwähnt wird, aber eine regional größere Bank hat mit einem Startup aus Heilbronn, die mittlerweile auch in München sitzen, mehrere, 10000000 mittlerweile wert sind, damals waren sie noch am Anfang. Wir sind eine Kooperation eingegangen und die existiert bis heute und die Kooperation ist auf dem Zukunftsvision Summit entstanden. Das war 1 der ersten Bankkunden für dieses Startup, dieses Startup hat eine M und A-Software gebaut, sind mittlerweile sehr, sehr erfolgreich und das ist da hat es für mich bewiesen, so eine regionale Bank, ja, ist eine Kooperation eingegangen und beide, ja, haben da Erfolg durch diesen oder haben eine Win win Situation geschaffen, aber auch Mittelständler aus der Region, der mit einem Startup aus dem Silicon Valley, die da bei uns waren, eine Kooperation eingegangen ist und da geht es Einkaufsprozesse. Auch super spannend. Es geht von A bis Z, von der regionalen Bank bis zum Maschinenbauer bis zum Einzelhändler, ja.
Speaker 2:Sehr cool. Und jetzt
Speaker 1:bist du natürlich auch selber Gründer, also das Zukunftsvisen Summit muss man dazu sagen, ist ja ein Ehrenamt, aber Du bist selber Gründer. Wir haben auch mal eine gemeinsame Geschichte zusammen gehabt und wir haben ja auch zusammengearbeitet. Ich kenne dich, ich kenne deinen Drive. Was macht ihr bei Senior Connect?
Speaker 2:Ja, bei Senior Connect haben ursprünglich im Recruiting angefangen, sind jetzt aber voll auf das Thema, wie können wir die Mitarbeiter, die jetzt entlassen werden, unterstützen in einen neuen Job, wie können wir die durch Upskilling, Resilling und auch durch einfach Interview Training gut positionieren, damit sie auf dem Arbeitsmarkt, der derzeit sehr, sehr schwierig ist, eine Chance haben. Also was wir kurz umgebaut haben, eine digitale Outplacement Plattform für Unternehmen, gerade auch größere Automobilkonzerne oder aus der Automobilindustrie Mittelständler, die ihre Mitarbeiter entlassen müssen, weil die wirtschaftliche Lage so schlecht ist, gleichzeitig aber den Mitarbeitern auch mitgeben wollen, ihr seid nicht alleine, ihr habt ihr bekommt hier was an die Hand und das ist Senior Connect, die Plattform und mit der habt ihr viel bessere Chancen, einen Job zu finden, viel bessere Chancen, einfach eure Skills auch gut einzusetzen, eventuell in' ganz anderen, ja, in' ganz anderen Branche, in' ganz anderen Bereich.
Speaker 1:Und ihr begleitet dann die Leute. Was macht die genau?
Speaker 2:Genau, also wir begleiten die nicht händisch wie jetzt eine Outplacement Agentur, die sozusagen reingeht in die Unternehmen, die Leute berät und dann die händisch weitervermittelt, sondern was wir anbieten, ist eine komplett digitale autonome Plattform, die Mitarbeiter, die entlassen werden, die gerade im Prozess der Entlassung sind, können sich dort anmelden, können Upskilling, Resilling, Weiterbildungsangebote machen, können KI Interview Training machen, ihre Bewerbungsunterlagen werden von der KI aufbereitet und am Ende werden sie mit' ja wie so, ich nenne es mal, wie so ein Tinder für Jobs, werden sie gematcht auf neue Jobs in ihrer Region, je nach Präferenz, je Skill Erfahrungslevel und das sorgt eben dafür, dass wir von, ja, 1 Dauer von 6 bis 12 Monaten, einen neuen Job zu finden, das Ganze 60 bis 70 Prozent reduzieren können, damit diese Leute einfach wieder Hoffnung haben, eine Perspektive haben auf diesem gerade sehr schwierigen Arbeitsmarkt.
Speaker 1:Apropos schwieriger Arbeitsmarkt, das fängt ja, die Kaskade fängt ja noch weiter oben an.
Speaker 2:Ja.
Speaker 1:Automobilindustrie schwächelt, Tier 1, Tier 2 Zulieferer Das ist ein Problem. Probleme müssen Leute entlassen. Es finden viele Insolvenzen statt, im Schnitt alle 22 Minuten Das krass. Eine Insolvenz in Deutschland. Wie nehmt ihr diese Kaskade wahr?
Speaker 1:Also ihr seid ja auch in Kontakt mit den Unternehmen, die Outplacement, also die Leute entlassen müssen. Die machen das ja auch nicht gern. Ja, das fand ich Und was so die Stimmung, die Du wahrnimmst an der Stelle, wo die Entscheidung getroffen ist?
Speaker 2:Die Stimmung ist absolut schlecht. Also ich sage mal, lass mal einen Blick werfen in die Stimmung in die Unternehmen. Viele Mittelständler wollen es sich nicht eingestehen, dass sie gerade Personal entlassen müssen. Sehr sensibles Thema, absolut. Und für viele, jetzt sind wir wieder bei dem Thema Fehlerkultur und Scheitern, für viele Mittelständler, die supererfolgreich waren jahrzehntelang, für die ist Personal entlassen absolutes Scheitern, weil normalerweise war es so, ich bin der Unternehmer im Dorf oder in der Region und 20, 30 Kilometer Umkreis arbeiten gefühlt alle bei mir.
Speaker 2:Alle Familien ernähre ich. So, wie es ja oft in hier in ganz vielen Käffern Heilbronn und auch Richtung Schwäbisch Hall und Co ist. Und dann auf einmal muss der Mittelständler ja Personal entlassen und es fühlt sich an für ihn wie voll, also Vollkatastrophe, es fühlt sich an wie ja ein absolutes Scheitern und deswegen ist die Stimmung sehr, sehr schlecht. Also sie wollen es eben nicht eingestehen. Gleichzeitig beim Konzernen ist es eine Überforderung, die ich auch oft sehe.
Speaker 2:Eine Überforderung und zwar einfach zu merken, wir müssen hier gerade mehrere 1000 Leute entlassen, wir wissen aber nicht welche, wir können nicht aussortieren, dann DSGVO muss man natürlich auch wieder beachten, das heißt, man kann eigentlich keine Mitarbeiterdaten sehr schwierig auswerten, wer ist jetzt wirklich der, der eigentlich nicht performt hat und gehen dürfen darf? Also hier ist auch wieder super schwierig und dann der Blick mal zu uns, für mich jetzt aus dem Partnership Management oder aus dem Sales. Es gibt immer jeder Call gibt mir eigentlich einen Grund mehr, diesen Zukunftsvisions Summit zu machen und da Energie reinzustecken, weil ich merke, Deutschland geht einfach den Bach runter. Deutschland ist fertig.
Speaker 1:So. Was meinst Du damit genau?
Speaker 2:Ja, die Politik wird Deutschland nicht mehr, es wird sich in der Politik nichts tun. Es ist bis die was, der Wille in der Politik existiert eigentlich nicht wirklich Deutschland was zu verändern. Es ist ein Wunsch da.
Speaker 1:Das ist sehr pessimistisch. Ja. Es passt nicht so ein bisschen
Speaker 2:Ja, deswegen mein pessimistisch. Genau, mein Turning Point kommt noch.
Speaker 1:Ja, okay.
Speaker 2:Ja, aber ich glaube, der Wille in der Politik ist nicht da, wirklich was zu verändern. Glaube ich wirklich nicht dran, weil sonst wäre schon viel passiert. Man hat's bei Covid gesehen, wenn der Wille da war, konnte man sogar das Grundgesetz in wenigen Wochen ändern. Aber man sieht wirtschaftlich eigentlich nichts. Ganz kurz, da würde
Speaker 1:ich gern einhaken. Ist es wirklich der Wille oder meine persönliche Hypothese, ist der Leidensdruck noch nicht hoch genug?
Speaker 2:Ich würd's verknüpfen, weil die auch die Politik ist so weit weg und die kriegen das nicht mit und ich krieg's ja jeden Tag mit. Also ich krieg ja ich ich bin ja nicht in dem einen Unternehmen, das entlässt, sondern ich bin ich rede mit 20, 30, 40, 50 Unternehmen, die alle entlassen. Das heißt,
Speaker 1:das heißt, Friedrich Merz, Katharina Reicher und Bärbel Baas müssten eigentlich ein Praktikum bei dir machen.
Speaker 2:Das kann man sehen. Die können gerne mal vorbeikommen. Können gerne
Speaker 1:mal ran. Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Ja. Zu lernen, wie so was funktioniert und was für eine Konsequenz dann da ist, wenn jemand entlassen wird.
Speaker 2:Die können gerne mal vorbeikommen. Herzliche Einladung hier auf alle Fälle an Friedrich Merz, Katharina Reiche und Bärbel Baß, vor allem die, weil ich krieg's jeden Tag mit jede Woche. Die die sind absolut überfordert die Leute, keiner will eigentlich entlasten, das macht keiner gern.
Speaker 1:Weil ich glaube, noch mal
Speaker 2:Und dann genau den Turning Point auch noch mal, weil ich will nicht ich will nicht ja Pessimist, ich bin kein Pessimist Gottes Willen. Ich bin der größte Optimist, wie gesagt. Deswegen glaube ich auch noch an Deutschland, deswegen bin ich auch noch nicht ausgewandert, aber wir müssen anpacken und die Politik wird sich ändern. Den Punkt wollte ich eigentlich machen. Jetzt werden die Unternehmer am Ende und die Unternehmer müssen jetzt auch einfach mal auf den Tisch hauen und sagen Freunde, so läuft es nicht.
Speaker 2:Wenn ihr unser Land nicht in die Hand nehmt, dann nehmen wir es in die Hand. Und einfach mal auch wirklich maximalen Druck auf die Politik ausüben, damit sich was tut. Damit auch mal damit Bürokratie abgebaut wird. Seit wie viel Jahren hören wir, es wird Bürokratieabbau und von Brüssel kommen jedes Jahr Gesetzesrekorde, neue Gesetze nach neuem Gesetz.
Speaker 1:Ja, ja was anderes, das Problem ist auch dieses Gold Plating. Ja. Also, ne, es wird es wird in in auf europäischer Ebene gibt's eine Verordnung und dann haben die Mitgliedstaaten die Möglichkeit, das nach individuell auch anzupassen. Und was wir dann halt machen, ist, wir setzen halt immer den höchsten Maßstab, weil wir es halt immer ganz, ganz korrekt machen müssen. Ja.
Speaker 1:Weil wir's immer, Du kennst auch, Du warst viele im Ausland, immer wenn Du 100 Prozent korrekt sein willst, sagen sie ja, da da merkt man, Du bist Deutsche. Also egal, ob ich in Argentinien unterwegs bin, im Nahen Osten Überall. Überall. Wenn wir sagen, hier, wir wollen nach Vorschriften machen, sagen sie ja, das ist ist das typisch deutsch, dieses wir wollen es irgendwie immer richtig machen, aber eigentlich wäre ja wichtig, dass wir es schnell machen.
Speaker 2:Das toll. Sag mal lange ging das. Lange ging es auf 100 Prozent Perfektion, weil wir waren ja in allen Branchen eigentlich führend. Ob es Chemie war, ob es Medizin war, ob es wir waren ja, es hieß ja wir waren die Apotheke. Automotive.
Speaker 2:Automotive, wir waren die Apotheke der Welt, wir waren der Autohersteller und Händler der Welt, wir waren der Chemiekonzern der Welt. Also es war ja ganz überall in den Innovationen waren wir ganz vorne und das hat lange uns getragen. Es hat Wo entsteht,
Speaker 1:wo kann Wachstum entstehen? Ich mein, du siehst auch verschiedene Branchen. Ja. Du sagst Startup Mittelstand. Wo wird, wo ja, wo wird die Automobilindustrie der Zukunft sein?
Speaker 2:Tja, ich glaube am Ende, ich glaube immer noch Deutschland ist, Deutschland muss, ich sage Physical AI, weil Deutschland reine Software, da sind wir nicht wirklich gut, da sind die US Amerikaner viel viel besser. Aber wo wir gut drin sind und was ich auch merke, die meisten, die wir derzeit auf der Plattform haben, sind Ingenieure. So, wir haben exzellente Ingenieure, wir haben super viel Know how in Hardware. So, wir haben ein Automotive, was Mercedes und Porsche, die Fabriken, so ein ist ja hochkomplex, es sind ja die Taktzeiten, es ist ja alles abgestimmt, es ist ja super hochkomplex und das brauchen wir bei der Roboterentwicklung, wir brauchen das bei all rund Physical AI glaube ich, dass Deutschland da wirklich führend sein kann und sein wird, mit dem Klammer auf, es muss einfach radikaler Bürokratieabbau und aber auch radikaler Bürokratieabbau fängt meiner Meinung nach nicht an, einfach nur Gesetze zu streichen, sondern es fängt einfach mal an, 50 Prozent der Beamten zu entlassen und 50 Prozent einfach mal radikal zusammenzustreichen.
Speaker 1:Das wäre sehr radikal.
Speaker 2:Das wäre sehr radikal, aber meiner Meinung nach ist es und wie ich es auch bisher erlebt habe, egal bei welchen Ämtern, es ist oftmals einfach Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Die wissen nicht, was sie tun oder wenn ich da auch eine Bekannte von mir arbeitet beim Finanzamt, die sagt wirklich, ja sie arbeitet eigentlich so 2, 3 Stunden am Tag, alles andere kann sie ein bisschen chillen und Kaffee trinken. Ist jetzt nicht Finanzamt bei mir in der Heimat, sondern in' anderen Bundesland, aber das sowas kann, wenn ich sowas höre als Startup Gründer und so anstrebende Unternehmer, nenn ich's mal, da kotze ich, da ist ja klar, dass das Land nicht vorangeht. Wir Ist
Speaker 1:das ein bisschen zu radikal? Also Ja, die Frage ist Also weil es werden ja soziale Verwerfungen, also Es werden ja, Leute, die verbeamtet sind, die kriegen wir sowieso nicht weg.
Speaker 2:Ja, die kriegen wir sowieso nicht weg. Deswegen müsstest Du ist ein Gedankenexperiment.
Speaker 1:Na ja, aber also das ist schon ein wichtiger Punkt, weil also wir haben ich habe vorhin gesagt, meine Hypothese ist, ich glaub, der Wille ist schon da. Ja. Aber der Leidensdruck ist manchmal nicht hoch genug, dass man dann auch die Mehrheit dafür beschafft.
Speaker 2:Aber Aber ist dann wirklich der Wille da? Möglich in dem gesamten Bundestag, wenn der Leidensdruck, weißt Du, was ich mein?
Speaker 1:Ja, ich weiß.
Speaker 2:Es ist so, dass ich glaube, das bezweckt Der
Speaker 1:Wille ist dann da, wenn man wenn man wenn die Option, wenn's keine Option mehr ist, sondern
Speaker 2:weil Genau.
Speaker 1:Es alternativlos geworden weil kein Geld
Speaker 2:mehr da Es gibt keinen Plan b. So.
Speaker 1:Aber mein mein Punkt ist, die die Politik scheut ja immer davor, unangenehme Entscheidungen zu treffen. Ja. Und wenn Du jetzt sagst, 5 Prozent der Beamten entlassen, ich find's gut, dass man's mal Ausspricht. Ausspricht als Gedankenexperiment. Ja.
Speaker 1:Aber dann braucht man ja eine Möglichkeit des Umsatzes. Also wenn wir können,
Speaker 2:also voll, ich verstehe dich voll, die gibt es halt, also die gibt es nicht, aber ich frage mich halt, wo fangen wir an? Und Argentinien mit Millei läuft nicht alles, auch nicht alles top. Aber Du warst jetzt ja drüben und was ich jetzt zumindest hier so sehe, interessiert das schon auch sehr, wenn ich dann höre 40 Prozent gingen die Mieten zurück und die Leute haben anfangs sehr gelitten, als er so viele Sachen gestrichen hat.
Speaker 1:Ich war kurz vor Millé übrigens dort.
Speaker 2:Ah okay. Ja und dann aber jetzt, wenn man die Kurven anschaut, Armut geht ist weit unter dem Level als es vor ihm war. Es ging halt erst hoch und jetzt geht es ja runter und so weiter. Wie gesagt nicht alles gut, aber sie haben auch sehr radikale Reformen und ich weiß nicht und da bin ich wirklich mir, jetzt frage ich mich schon, gibt's überhaupt eine Möglichkeit Deutschland ohne radikalen Einschnitt wieder auf Kurs zu bringen?
Speaker 1:Ich glaube, wir brauchen vor allem schmerzhafte Einschnitte. Also wenn ich mir überlege, die ganzen Strukturen im Bereich der also Sozialversicherung, ob Altersvorsorge, also Rente, Pflege, Krankenkassen, das ganze Thema Bürokratie. Ja. Also kann mir nicht vorstellen tatsächlich, dass wir's irgendwie schrittweise machen. Das Problem ist, wie machen wir's so, dass sozial Verträglich.
Speaker 1:Verträglich ist in dem Sinne, dass es, also nicht, es mit mit mit Wattebäuschchen können wir nicht werfen, Ja. Wenn es klappen soll, sondern dass es eben ausgeglichen ist. Dass es denjenigen, der viel verdient und denjenigen, der wenig verdient, denjenigen, der vielleicht gar keine großen Optionen hat, dass, ich sage mal, wenn wir alle zusammen leiden müssen, also wenn sich der Leidensdruck verteilt, dann ist es auch politisch besser durchsetzbar. Ja. Ja.
Speaker 1:Aber ich sehe es genauso wie Du. Wir kommen an harten Reformen, die auch schmerzhaft für jeden sein müssen, nicht vorbei.
Speaker 2:Glaub ich auch.
Speaker 1:Wir müssen das so machen, dass wir am Ende eben einen schlankeren Staat haben.
Speaker 2:Da ist aber die Frage, wie machen wir das? Und das ist klar, 50Prozent ist sehr ketzerisch und sehr polarisierend, das zu sagen, ist mir bewusst. Ich sehe halt, wenn man dann in den Staatshaushalt reinschaut, sind es halt schon Riesenkostenpunkte. Allein die Pensionen von den Beamten jetzt und Co. Und dann diese Selbstbeschaffung, da habe ich am meisten eben, dass sie halt wirklich sich, sie haben ja nichts zu tun und erfinden dann irgendwelche Gesetze, weil sie halt nichts zu tun haben.
Speaker 1:Ja, ich finde glaube ich gerade im Bereich der Gesetze, Ja. Müsste es ein radikalen Umbau geben.
Speaker 2:Das wär auch relativ schnell 8 Uhr.
Speaker 1:Da wär ich bei 50 Prozent dabei. Zack, ja. Also bestes Beispiel ist Lieferkettengesetz. Ja. Das könnte man ab sofort einfach ersatzlos streichen.
Speaker 1:Es bringt niemanden weiter. Es wird nicht ein Kind weniger versklavt, nur weil wir hier bei uns das Lieferkettengesetz haben. Voll. Also es ist das typische Merkmal von Sachen, die gut gemeint sind, aber die nichts brauchen. Ich will noch mal auf einen Punkt eingehen, den Du vorhin gesagt hast, so im im Vorbeigehen, der aber wichtig ist, finde ich, nämlich das Thema Auswandern.
Speaker 1:Mhm. Also wir reden ja viel in Deutschland über Migration, weil wenn wir über Migration reden, dann reden wir immer über Einwanderung. Ja. Darüber reden wir heut nicht. Das ist ein anderes Feld, glaub ich.
Speaker 2:Ja, das machen wir das Fass mal.
Speaker 1:Da machen wir doch mal eine 1 Extrasendung auf. Da hab ich auch eine ganz klare Meinung. Aber ich glaub, das Thema Auswandern, das ist ein ganz, ganz schweres Thema. Ich hab aufm Zukunftsvisen damit hab ich die die Zahlen noch mal gehört. Ja.
Speaker 1:60 Prozent deiner Generation, also Gen Z oder Gen Z können sich vorstellen auszuwandern oder haben sogar schon Vorbereitungen dafür getroffen.
Speaker 2:Das ist absolut verrückt. Es ist absolut verrückt, die Zahlen. Es ist irre. Es ist komplett irre. Und da gab's ja auch die Studie vom Simon Schnetzer und da wurde dann auch noch mal 41 Prozent genannt, die sonst sich weitere Gedanken gemacht haben, also nicht nur die Gedanken, sondern die eine ursprüngliche Idee, sondern sie haben weitere Gedanken gemacht haben und ich sehe es auch in meinem Umfeld.
Speaker 2:Also wenn ich mal, ich habe es auf LinkedIn vor kurzem gepostet und ich habe auch ein paar Kommentare und es hieß ja, das ist doch alles nur Einbildung und das ist doch gar nicht so, so kann es doch gar nicht sein, aber wenn ich im Startup Bereich mich umhöre, würde ich sagen, wir sind Minimum 80 Prozent der Leute spielen mit dem Gedanken auszuwandern. Also wirklich Leute, die Leistung bringen möchten, aber hier blockiert werden.
Speaker 1:Wovon blockiert werden?
Speaker 2:Wir hatten es ja gerade schon, also die Bürokratie ist, wenn ich beste Beispiel ist immer und das ist nur ein kleine, eine kleine Sache, aber die zeigt sehr, sehr gut, du kennst sie auch, hast auch ein paar Firmen, die zeigt sehr, sehr gut, was sie eigentlich auf Fall schafft im Land. Das 1., du kriegst, wenn du eine Firma anmeldest, ist der Müllgebührzettel. Genau.
Speaker 1:So, das funktioniert aber immer.
Speaker 2:Ja, das zahlst Du.
Speaker 1:Egal, ob Du's brauchst
Speaker 2:Du willst. Nichts zahlst Du. Und GEZ wollen sie dir auch aufdrücken. Den kannst Du dann
Speaker 1:Grüße an die GEZ.
Speaker 2:Ja, genau. Die besten Freunde. Und das ist einfach, das das funktioniert automatisch. Aber bei der BG musst Du dich selbst melden. Dann Du musst dich beim Finanzamt eigentlich auch selbst melden.
Speaker 2:Wenn Du dich aber 3, 4 Wochen lang nicht meldest, kriegst Du ein Brief, dass Du dich nicht gemeldet hast.
Speaker 1:Das geht über das geht aber über die Gemeinde. Wenn Du das Gewerbe anmeldest, dann kriegst automatisch vom Finanzamt Bescheid.
Speaker 2:Genau und manches läuft automatisch, manches läuft nicht automatisch, manche Gemeinden kriegen es automatisch hin, dass alles automatisch läuft, manche gar nicht. Dann musst du dir selber auf den Weg gehen und gucken, was habe ich schon abgehakt, was muss ich noch machen? Dann Transparenzregister musst Du dich auch noch mal ein. Allein hier ein Unternehmen zu gründen, bis es mal wirklich gegründet ist, eingetragen ist und Du loslegen kannst in Anführungsstrichen, dauert viel zu lang, viel zu unnötigen Scheiß, den man da machen muss
Speaker 1:und am Ende Das soll ja jetzt verbessert werden, also die Das soll jetzt verbessert werden. Schwarze Landesregierung hat sich auf 48 Stunden geeinigt, innerhalb von 48 Stunden.
Speaker 2:Mal gucken, wann sie es bringen.
Speaker 1:So. Aber das ist ja nicht alles. Da geht es aber auch noch mehr.
Speaker 2:Da geht es mehr, geht auch an Risikokapital, es im Nachhinein. Es geht auch Talents. Es geht auch das allgemeine Mindset. Viel, das muss man auch wieder sagen, wir Deutschen haben einfach verlernt, viele, nicht alle, auch in meiner Generation gibt es einige, die hart arbeiten, aber viele haben halt einfach keinen Bock mehr zu arbeiten und das merke ich auch mit den Leuten, die ich aus den Konzernen, mit denen ich spreche, hey, 34 Stunden Woche 200000 Gehalt, sorry aber Hätte
Speaker 1:ich auch gern.
Speaker 2:Ja, aber das ist das ist ein Level und dann wollen sie in den in den Mittelständler den gleichen das gleiche Gehalt, gleiche Job et cetera. Das funktioniert nicht. Das kriegt ja nicht mal der Geschäftsführer von dem Mittelständler.
Speaker 1:Das heißt, kriegst auch nicht mehr die richtigen Mitarbeiter, die bereit sind, Höchstleistungen zu bringen.
Speaker 2:Würde ich sagen, es gibt die schon noch, aber es
Speaker 1:Wohin gehen die? Also wenn wenn Du sagst, ich mein, das ist jetzt deine Generation. Ich bin jetzt auch nicht viel, viel älter. Ich hab auch mal ein paar Leute schon aus der Gen Z als Mitarbeiter gehabt. Aber was ist sozusagen, was sind die Zielländer?
Speaker 1:Wohin wollen die gehen? Einfach Von
Speaker 2:ja von den Leuten, die
Speaker 1:ich kenne. Wissen, ne, was müssten wir
Speaker 2:eigentlich Was müssten
Speaker 1:wir ändern? Sein, damit wir damit wir noch attraktiv bleiben.
Speaker 2:Ja, also ein Grund muss ich noch, das habe ich jetzt vergessen vorab noch zu sagen, Riesenthema ist auch Steuerlast. Also ganz ehrlich, ich sehe es ja auch auf meinem, wenn die Mitarbeiter, die ich bezahle, wenn Du den Zettel kriegst, da kriegst Du ja jeden Monat in Augen, wie viel immer an Sozialversicherung und Lohnsteuer und so weiter zahlt, es einfach weg ist. Da ist keine Wertschöpfung passiert damit und dann wird Steuergeld auch noch verschwendet, das sieht man ja überall. Da denkt man sich schon so, man kann's eigentlich auch anzünden, würde das gleiche, hätte den gleichen Effekt. Ja, hart ausgedrückt so.
Speaker 1:Und wenn Du dann erfolgreich bist und ganz viel verdienst, dann will die Heidi Reichinne noch mal zulassen.
Speaker 2:Ja genau, weil Du hast ja nichts geleistet fürs Land. Bloß ein paar 100 Familien ernährt, einfach das ist ja nichts. Genau, aber jetzt wird beruhigt, ist anders? Die Ziele ändern, die ich bisher erlebt habe, ist oder wo ich weiß, wo Leute schon ausgewandert sind oder überlegen auszuwandern, top Nummer 1 ist tatsächlich USA, Silicon Valley, einfach auch Risikokapital, Mindset, sehr sehr Hard working People und weniger Steuern als bei uns und man wird einfach mal in Ruhe gelassen, gerade am Anfang. Und natürlich aber auch das Netzwerk, der Netzwerkeffekt, viele Leistungsträger sind da drüben, was natürlich auch wieder positiv auf Eigenentwicklung ausschlägt.
Speaker 2:Dann Schweiz ist auch ein riesen Zuwanderungsland von von Leistungsträgern, würde ich sagen, zumindest aus meinem Umkreis. Ist natürlich sehr subjektiv, aber Ja. Und dann Ja, aber es gibt auch haben
Speaker 1:die Facharbeitsbereichen ja auch. Also auf auf Fachebene Ärzte, Krankenschwestern, Pflegebereich, aber auch im Facharbeiterbereich. Also ich kenn's aus
Speaker 2:Ja.
Speaker 1:Aus den Bereichen, wo ich unterwegs bin. Schweiz ist extrem attraktiv.
Speaker 2:Ja, glaube ich, ja, absolut. Und dann China hab ich jetzt im letzten Jahr ein bisschen mehr mitgekriegt, dass da wirklich auch welche überlegen, weil dann doch trotz der politisch vielleicht teilweise ein bisschen kontroversen und muss man ja nicht mit einstimmen Situation, ist da wirtschaftlich, wird da schon auch viel gefördert und beziehungsweise gute Rahmenbedingungen gibt es da. Und das ist eigentlich genau der Punkt, die Rahmenbedingungen. Ich finde auch wieder eine kontroverse Aussage, aber ich bin wirklich der Meinung, man sollte alle Förderungen, Subventionen einfach streichen und einfach dann das Geld könnte man, es bräuchte, die Leute sollen es behalten, weniger Steuern zahlen, alle Subventionen werden gestrichen, aber dafür sind die Rahmenbedingungen richtig. Weil ich brauche keine Subventionen, wenn ich weniger Steuern zahle.
Speaker 2:Ich brauche keine Subventionen, wenn ich zum Beispiel die ersten 3 Staaten, nehmen wir mal die ersten 3 Jahre deines Unternehmens, wenn Du es gegründet hast, wirst Du komplett in Ruhe gelassen von Finanzamt, von Landratsamt, von allen. Kannst einfach machen und wenn Du dann Umsatz machst, dann klopft mal das Finanzamt an und sagt jetzt schau mal in deine Bücher und so. Das heißt, dann braucht man gar, man braucht dann gar keine Quersubvention mehr und gar keine Förderung Ja,
Speaker 1:das stimmt schon, aber das Argument, das ja dann immer kommt von den von den, sagen wir von der linken Seite des Spektrums ist ja, dann sind die, die gar keine Möglichkeiten haben. Also die Arbeiter, die normalen Angestellten sind dann quasi alleingelassen. Also die können Du, Du bist ein Hochleistungsträger, Du willst, Du bist auch bereit, Opfer dafür zu Du hast vielleicht die Möglichkeiten und so weiter und so fort. Andere haben's nicht,
Speaker 2:Mhm.
Speaker 1:Ja. Und der Staat muss dann für die, die, ich sag jetzt mal, die öffentliche Daseinsfürsorge so organisieren, dass die eben auch diese Chancen haben, dass die Bildung bekommen und so weiter und so fort. Aber da ist ein Trugschluss dahinter, weil mit der Zeit ist die Daseinsfürsorge ja immer größer geworden. Und heute zahlen wir so aus den aus den aus dem Haushalten die sozialen Sicherungssysteme und nicht mehr diese öffentliche Daseinsfürsorge. Und mein Punkt ist bei dem Thema, was Du ansprichst, dass wir derzeit in der Situation sind, wo unser Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.
Speaker 1:Wir können uns dieses Niveau an Sozialstaat, die an Umverteilung nicht mehr leisten und wir brauchen den Vorrang auf das oder für das, was Du ansprichst, nämlich Arbeitsplätze schaffen, Leute, die Arbeitsplätze schaffen und sprechen die Arbeitsplätze weg.
Speaker 2:Und das wird ein Riesenthema, mit AI wird es ja noch mal schlimmer. Das ist ja aber dann, ich glaube, ist fast so, auch wenn wir es auch nicht aufmachen. Und ich werde aber gar
Speaker 1:nicht Du hast, doch, aber doch, es aufmachen, weil
Speaker 2:ich Dann
Speaker 1:lass doch
Speaker 2:mal, aber noch einen Schritt zurückgehen mit den Sozialleistungen. Ich glaube, das sind auch 2, also ich meine jetzt mit Förderungen und Subventionen, weil sie hier wird was subventioniert, hier, man hat ja richtig die Unternehmen auch, die Unternehmen und die Unternehmer ja schon abhängig gemacht vom Staat, hier gibt es wieder eine Förderung, hier gibt es wieder eine Subvention, macht doch eher das, also ist ja fast schon Planwirtschaft und genau. Schlussendlich, Sozialleistungen super wichtig, auch Leute, die jetzt schlechtere Ausgangssituation haben, dass dann die gefördert werden und dass gute Bildung existiert und dass das vorangeht, sehr sehr wichtig, will ich gar nicht wegreden, aber man sollte einige meiner Meinung nach Subventionen trotzdem so einfach überdenken.
Speaker 1:Das ist Genau. Ja, genau. Und noch mal zum zum Thema Vorrang für Arbeitsplätze und warum wir eine neue Dynamik brauchen. Du hast vorhin einen schönen Punkt gesagt Mhm. Und das ist auch meine meine eigene, meine persönliche Meinung aus der Erfahrung weltweit auch, wie wie die wie die wie die Gesellschaften und die Volkswirtschaften aufgestellt sind.
Speaker 1:Ich glaub, dass das, was Du gesagt hast mit Physical AI unsere Zukunft sein kann. Der Goldrausch ist AI. Ja. Da wird ein bisschen was gemacht hier in Aalbronn mit dem IPI.
Speaker 2:Das ist Ist auch superstark, dass sie
Speaker 1:was Superwichtig, super wichtig.
Speaker 2:Vielen Dank an Dieter Schwarz erst mal. Danke.
Speaker 1:Genau. Und dann aber zu schauen, okay, wo kommen wir eigentlich her? Ja. Also wir werden wahrscheinlich nicht das Top AI Land der Welt werden mit Software. Aber die Schnittstelle zwischen der physischen Welt und AI.
Speaker 1:Also wenn man so will, es gibt den Goldrausch. Mhm. Ja. Es gibt Leute, die eben dieses Gold rausholen und dann gibt es diejenigen, die die Schaufeln dafür zur Verfügung stellen. Ich glaube, wir müssen die Schaufel sein in Deutschland.
Speaker 2:Ja. Die Schaufel und das Veredeln. Ich glaube, das ist auch noch so ein, also ja. Das Veredeln? Okay.
Speaker 2:Also veredeln im Sinne von wirklich, wir packen es dann in Roboter rein. Ja. Wir nehmen die Software, die AI und packen es in Roboter rein, wir packen es in Fabriken rein, wir sind ja schon hoch spezialisiert, müssen das Know how nur wirklich richtig kanalisieren und richtig umsetzen, ja.
Speaker 1:Ja. Ich möcht zum Schluss noch auf ein anderen Aspekt eingehen, auf das, was dich antreibt. Ja. Du bist ja nicht morgens aufgestanden, dachtst ich will jetzt die Welt verändern oder verbessern, sondern du hast dann eine Entwicklung hinter dir. Ich durfte ja dich erleben, wo du so in diesem Startup Kosmos hier in Halbhorn deine ersten Schritte gemacht hast und bist dann sozusagen auf deinen eigenen Weg gegangen.
Speaker 1:Aber dir war immer auch wichtig, dass Du ein Wertefundament hast. Du bist gläubiger Christ. Ja. Und vielleicht kannst Du mal sagen, was das für dich und deine Entwicklung bedeutet, jemanden zu haben, der mit dir geht.
Speaker 2:Ja, das ist ein superwichtiger Punkt auch. Also am Ende gibt es mir Sicherheit. Ich weiß, gar nicht, wie Leute das packen, diesen ganzen Stress und ich bin ja wirklich noch am Anfang. Also Software Company gegründet, so. Dankenswerterweise hatte ich dich auch als Leiter und Mentor ein Jahr lang bei Assamoto, wo ich dabei sein durfte, super viel gelernt habe, einfach von Leiterschaft.
Speaker 1:Und Du hast auch richtig abgeliefert.
Speaker 2:Ist auch gut, ist auch gut.
Speaker 1:Ja, richtig lang.
Speaker 2:Ja, und da deswegen aber genau während der Phase und es gibt ja Up und Down, Das Unternehmertum und das Startup Leben ist ja wirklich hoch und runter, hoch und runter, dauerhaft und das gibt mir schon einen gewissen Inhalt und eine gewisse Konstante und da bin ich super dankbar für, wie gesagt, kann mir nicht vorstellen oder ich weiß nicht, wie Leute das schaffen, ohne einfach dann den Glauben zu haben. Gleichzeitig gibt es auch ein Wertefundament. So, ich mache nicht, ich mache Gottes Willen nicht alles richtig, ich mache sicherlich auch viele Fehler, bin auch schon so dem einen oder anderen auf die Füße gestiegen, wo ich mir dachte im Nachhinein, ja, hat eigentlich nicht mit meinen Werten übereingestimmt, aber es ist eine Learning Journey nenne ich es mal, da einfach auch immer mehr, ja, diese christlichen Werte wahrzunehmen, auch im Unternehmertum zu leben, was es gar nicht so einfach ist. Man denkt immer, es ist easy peasy, von außen gerade auch andere christliche Menschen oder gläubige Menschen sagen ja, leb's doch einfach, setz doch einfach Aber wenn man dann mal in schwierigen Situationen ist oder mit Mitarbeitern vielleicht mal jemand entlassen muss, ob entlassen muss oder was auch immer, dann nützt Wir kriegen Entscheidungen treffen.
Speaker 2:Genau, schwierige Entscheidungen treffen, dann ist gar nicht mehr so einfach. Ja.
Speaker 1:Und ich fand es bei dir immer sehr, sehr bemerkenswert, dass Du auch also trotz der klaren Fundierung immer auch sehr offen warst, also sozusagen also jetzt nicht, also man man man neigt ja manchmal dazu, wenn man sehr, sehr, also sehr stark in seinem eigenen Wertefundament fokussiert ist und das sehr, sehr intensiv macht und ich hab's ja erlebt, Du bist ja sehr wirklich, also täglich, das ist ja nicht irgendwie, Du bist ja nicht irgendwie sonntags einfach in der Kirche, sondern Du lebst ja täglich. Ja. Dass Du trotzdem eben dir die Offenheit bewahrst, auch auf andere Menschen zuzugehen, mit anderen, die völlig anders ticken und in der in in der Geschäftswelt kannst Du ja die Partner nicht immer aussuchen. Also da ist vom vom vom Atheisten über ganz andere Regionen zum Buddhisten zu. Die aller Herrenwelt trifft sich dort gerade im Startup Bereich und diese Offenheit, ich glaube, habe ich bei dir auch immer sehr geschätzt.
Speaker 2:Ja, vielen Dank dafür auch. Also es glaube, das ist auch am Ende würde ich niemandem vorschreiben, wie er zu leben hat. Gleichzeitig kann ich aber auch, ohne jetzt das, dass es arrogant wirkt, einfach auch gewisses Vorbild mit durch meine Werte, die ich lebe und wie ich dann auch in Geschäftswelt agiere, hoffentlich leben und habe da kann da was weitergeben und das das da kann man auch schon rückfragen dann. Ja. Warum habe ich jetzt so eine Entscheidung getroffen?
Speaker 2:Ich hätte doch hier viel mehr Kapital rausschlagen können, ich hätte nur das andere also so. Ich hätte hätte ich meine Werte dahingestellt und hätte auf die, wären wir die Jahre gewesen, hätte ich sicherlich schon ein oder anderen Euro mehr machen können.
Speaker 1:Hoffentlich, kommt ja noch. Ja. Zum Schluss die Standortfrage und die Sam Ja. Keitel Standortfrage. Wo wird Deutschland in 5 Jahren stehen, deiner Meinung nach?
Speaker 1:Und wo wird Sam Keitel in 5 Jahren?
Speaker 2:Ja, also Deutschland in 5 Jahren. Wir werden wieder, ich mit sehr viel Optimismus werden wir wieder an der Weltspitze sein, einfach technologisch und auch vom vom Anpacker Lifestyle wieder her, von einfach dem Mindset, weil ich jetzt auch wieder beim Zukunftsvisions damit gesehen habe, gibt so viele Unternehmer, die haben Bock hier was rumzureißen. Es muss einfach nur von der Politik andere Rahmenbedingungen. Die Unternehmer sind ready, die geben auch schon Gas, die arbeiten Überstunden, die schauen gerade, dass das Land noch auf relativem Kurs bleibt. Das heißt da, wenn die Unternehmer voll entfesselt werden und die einfach machen dürfen, dann wird das ein Ding, dann wird es das nächste Wirtschaftswunder, bin ich mir sicher, weil wir so viel Potenzial haben.
Speaker 2:Dann, ja, dann ist Sam Ceuta. Genau, wo bin ich? Sam Ceuta Standardfrage. Ich werde auch, ich werde sicherlich auch noch meine Zeit in den USA verbringen, einfach weil ich da im Silicon Valley noch mehr lernen will, einfach vom Mindset her, aber langfristig Hardcore Standort wieder in Deutschland und dann mein mein Standort auf meiner Reise im Unternehmertum nennen wir es mal so. Das 1.
Speaker 2:Also Senior Connect Senior Connect verkauft und Zukunftswesen sammelt noch mal 5, 6, 7, 10 Level einfach größer noch ja internationale Gäste auch vor Ort, zu zeigen, dass Deutschland Potenzial hat, zu zeigen, dass Mittelstand und Startup eine Kooperation sich lohnt.
Speaker 1:Das heißt Zukunftsvisions Summit wird dann das OMR des Mittelstands So,
Speaker 2:das können wir so notieren. In 5 Jahren werden wir das machen und ja, als sonst, dass ich einfach doch ja voll meinen christlichen Glauben weiterhin leb, da einfach Vorbild sein darf und aber auch wirklich die Welt verändern. Es klingt, soll nicht arrogant klingen, aber mit dem Anspruch gehe ich zumindest jeden Tag in Ja, auf jeden
Speaker 1:Fall alles Gute und Gottes Segen Vielen Dank, Sam Ceutl. Das klang sehr nach Aufbruch mit einem realistischen Blick auf Krise und ich glaube, wir brauchen mehr davon. Mehr Aufbruch, einen nüchternen realistischen Blick auf die Krisen und dann volle Kraft voraus. Vielen Dank, dass ihr zugeschaut habt und bis zur nächsten Folge von Raids Themen.