Der stoische Pirat ist auf der Suche nach dem Schatz des guten Lebens. Er trifft auf seiner Reise auf philosophische, psychologische und politische Fragen. Die Absicht der stoischen Piraten ist es zum kritischen Nachdenken anzuregen und zu mehr Menschlichkeit, Grossmütigkeit und Zivilcourage zu motivieren. Die Piraten gaben sich nicht mit den herrschenden gesellschaftlichen Normen zufrieden, sie stellten in Frage und versuchten neue Wege zu gehen. Der Podcast richtet sich an offene Menschen, an Querdenker, an solche, denen die heutige Streit- und Diskussionskultur zu einfältig, rechthaberisch und politisch korrekt geworden ist.
Liebe Piratenphilosophen, Ketzer, Denker und Humanisten. Herzlich willkommen auf dem Schiff des stoischen Piraten und auf unserer Suche nach dem Schatz des guten Lebens. Mein Name ist Matt und ich bin der Gastgeber des Podcasts der stoische Pirat. Heute geht es Diversity. Oder besser gesagt, das, was davon übrig geblieben ist.
Der stoische Pirat:Und warum? Ich glaube, dass man den ursprünglichen Sinn von Vielfalt völlig aus den Augen verloren hat. Also bleiben Sie dran. Als ich zweitausendsechs aus den USA zurückkam, hielt ich mein erstes Referat zum Thema Diversity und Ethik. Damals noch als Bataillonskommandant eines Infanteriebataillons.
Der stoische Pirat:Warum gerade damals? Nun, ich hatte in der US Army hautnah erlebt, was es bedeutet, wenn Menschen wirklich nach ihren Fähigkeiten beurteilt werden. In der US Army spielte es keine Rolle, ob jemand Schwarzer, weißer, Hispanic oder Asiate, ob jemand Katholik, Mormonesik oder Athist oder ob jemand einen Harvard Abschluss oder ein ein Highschool Dropout war. Oder ob er ein Migrant oder jemand war, dessen Vorfahren mit der Mayfloor in die USA gekommen sind. Alle waren schlicht und einfach grün oder besser gesagt, Camouflage.
Der stoische Pirat:Die Uniform überdeckte alle äußeren Unterschiede. Was zählte, war die gemeinsame Mission, der Erfolg der Einheit. Genau dieses Prinzip wollte ich in meine Arbeit in der Schweizer Armee einbringen. Menschen nicht aufgrund irgendwelcher Oberflächlichkeiten auszuschließen, sondern sie wegen ihrer Fähigkeiten und ihrem Charakter zu integrieren. So hielt ich also meine ersten Vorträge über Diversity.
Der stoische Pirat:Ab zweitausendsieben wurde dies in meinem Bataillon und später im Führungslehrgang für angehende Kompaniekommandanten zum festen Themenblock. In den letzten vierzehn Jahren hielt ich sicher zwischen fünfzig und hundert Referate bei Unternehmungen, Feuerwehren, Polizeichors und so weiter mit dem Titel Leadership, Diversity und Ethik. Denn nur, wenn wir das Beste aus allen Talenten, Hintergründen und Persönlichkeiten herausholen, können wir erfolgreich sein. Bevor ich jetzt weiter einsteige, muss ich die Piraten ins Spiel bringen. Sie wissen vielleicht, ich habe ein kleines Buch mit dem Titel Piraten, die Kunst, Grenzen zu überschreiten geschrieben.
Der stoische Pirat:In diesem Buch, in dem dort nehme ich das Tiratentum als Sinnbild für echte Vielfalt. Warum gerade die Piraten? Ganz einfach. Auf einem Piratenschiff des siebzehnten oder achtzehnten Jahrhunderts spielte es absolut keine Rolle, welche Hautfarbe Du hattest, welche Religion Du angehörtest oder ob Du ein Bein verloren hattest. Oder ob Du eine Frau warst oder ein Mann.
Der stoische Pirat:Das Einzige, was zählte, war dein Können. Konntest Du kämpfen, navigieren, kochen oder strategisch denken? Wenn ja, dann warst Du willkommen. Diese Art von Pragmatismus war für die Piraten überlebenswichtig. Sie hätten sich gar nicht leisten können, gute Leute abzulehnen, nur weil sie zum Beispiel eine andere Hautfarbe hatten.
Der stoische Pirat:Übrigens, die Piraten kannten auch die gleichgeschlechtliche Ehe, also dreihundert Jahre vor uns. Diese Haltung, man könnte sie als radikal pragmatische Diversität bezeichnen, fasziniert mich. Sie ähnelt in vielerlei Hinsicht den positiven Erfahrungen, die ich in der US Army gemacht habe. Wer etwas kann, wer einen Beitrag zum Erfolg der Gemeinschaft leistet, ist wertvoll und wird respektiert. So einfach ist das.
Der stoische Pirat:Das Dümmste, was man tun kann, ist aufgrund äußerer Merkmale wie Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung automatisch Menschen ausschließen, obwohl sie das Potenzial hätten, dem Team enorm zu nützen. Natürlich gab es und gibt es leider bis heute Fälle, in denen talentierte Personen allein deswegen nicht berücksichtigt wurden, weil sie zum Beispiel anders aussehen oder etwas anderes glaubten. Das ist schlichtweg kontraproduktiv, denn man verliert wertvolle Talente. Diversity ist also, wenn man es mal ganz pragmatisch sieht, ein Mittel zum Erfolg. In den vergangenen zehn Jahren hat ein geradezu explosionsartiger Boom an die stattgefunden.
Der stoische Pirat:Es entstanden riesige Abteilungen. Beraterinnen hielten teure Seminare und es wurde unheimlich viel Aufwand betrieben. Ganze Abteilungen entstanden, Millionen Bütches wurden bewegt, externe Berater und Beraterinnen hielten Keynotes. Viele Konzerne, ob Microsoft, Google oder sogar Institutionen wie das FBI wollten damit belegen, dass sie woke modern und fortschrittlich sind. Doch nun ziehen sich dieselben Konzerne geradezu fluchtartig zurück.
Der stoische Pirat:Es scheint, als würden diese Programme still und leise abgeschafft. Warum? Ein Teil der Antwort ist, weil sie im Kern nicht funktionieren. Häufig blieb es bei oberflächlichen Quoten, Marketingbildern und Symbolpolitik. Es ging nicht mehr die Fähigkeiten eines Menschen, sondern äußere Kategorien, Hautfarbe, Geschlecht, bestimmte Identitäten.
Der stoische Pirat:Mitunter wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sogar ängstlicher im Umgang miteinander, weil sie befürchteten, versehentlich ein Tabu zu brechen. So kam es zum gefürchteten Chilling Effekt. Lieber gar nicht sagen als womöglich etwas Falsches. Viele Diversity Equoury und Programme waren zwar gut gemeint, wurden jedoch häufig nur als halbherzige PR Strategie eingesetzt, weil Unternehmen darauf hofften, mehr verkaufen zu können oder ein zeitgemäßes Image zu pflegen. Zwar legten ganze Werbekampagnen den Fokus auf sichtbare Diversität, doch echte Integration und gezielte Förderung blieben oft oberflächlich.
Der stoische Pirat:Dahinter steckte zumeist der Zeitgeist, ein fast schon unvermeidliches Muss im Marketing, ohne dass tatsächlich tiefgreifende Veränderungen stattfanden. Ein weiterer Aspekt ist der Gruppendruck. Viele Firmen führten DiI Maßnahmen ein, weil es schlicht zum guten Ton gehörte. Niemand wollte altmodisch dastehen. Also sagte man sich, lieber ein halbgares Programm, als gar keins.
Der stoische Pirat:Doch wirklich gute Vorhaben hätten Überzeugung und konsequente Umsetzung verlangt. Nicht nur das Abhaken einer Checkliste. Besonders gravierend war die Umkehrung des eigentlichen Ziels, die mitunter sogar zu negativen Effekten führte. Manche Diversity Programme bewirkten das Gegenteil dessen, was sie erreichen wollten oder Vorgaben erreichen zu wollen. In vielen Seminaren wurde Mitarbeitenden suggeriert, sie hätten sich bisher falsch verhalten und müssten umerzogen werden.
Der stoische Pirat:Vor allem weiße Männer standen schnell unter Generalverdacht, was eine Atmosphäre der Einschüchterung und des Misstrauens schuf. Aus Angst vor Diskriminierungsvorwürfen oder Missverständnissen mieden einige Beschäftigte den Kontakt miteinander. In Uniformdiensten kam es vor, dass Frauen plötzlich von ihren männlichen Kollegen gemieden wurden, weil diese sich vor möglichen Anschuldigungen fürchteten. In manchen Fällen entstand sogar eine regelrechte Denk- und Sprachpolizei in der über eifrige Hilfssheriffs jeden unbedachten Spruch oder Blick als Vergehen meldeten. Wer eine abweichende Meinung äußerte, konnte raschprobleme bekommen, sodass viele lieber schwiegen, keine Fehler zu riskieren.
Der stoische Pirat:Obendrein verwandelte sich das ursprüngliche Anliegen oft in bloße Symbolpolitik. Wurden Menschen früher wegen bestimmter Merkmale gar nicht erst eingestellt, geschah es nun umgekehrt genau deshalb, egal ob die betreffende Person überhaupt für die jeweilige Stelle geeignet war. Damit setzte man lediglich denselben Fehler in neuer Form Eine wirklich durchdachte Diversity Strategie müsste jedoch die Anforderung eines Jobs und die Kompetenzen der Kandidatinnen und Kandidaten in den Mittelpunkt stellen. Letztlich haben sich so manche Programme, selbst wenn sie gut gemeint waren, als Bumerang erwiesen. Statt Barrieren abzubauen, errichteten sie neue.
Der stoische Pirat:Statt Offenheit zu fördern, schürten sie Misstrauen. Und anstatt langfristig die besten Leute an sich zu binden, entschied nicht selten der äußere Anschein oder die medientaugliche Quote. Hier kommt wieder mein Piratenbild ins Spiel. Piraten brauchten keine Quoten. Sie brauchten keine formalen Diversity Programme.
Der stoische Pirat:Sie nahmen einfach jeden und jede auf, der eine Fähigkeit besaß, die das Schiff voranbrachte, ungeachtet von Hauptfarbe, Geschlecht oder Religion oder Herkunft. Ein weiteres Problem der Diversity Programme, ein weiterer wichtiger Faktor für das Scheitern der Diversity Programme ist folgender. Oft spielten ideologische Motive eine größere Rolle als echtes Interesse an Diversity. Da waren einerseits gutmeinende Menschen, die wirklich glaubten, sie täten etwas Positives. Andererseits gab es auch Stimmen, die, es mal vorsichtig zu formulieren, Diversity als Vehikel für politische und kulturelle Machtspiele nutzten.
Der stoische Pirat:Das mag überspitzt klingen. Doch der Italiener Antonio Grahamci, ein wenig bekannter, aber einer der einflussreichsten Marxisten überhaupt, schrieb neunzehnhundertsiebenundzwanzig in seinen Gefängnisheften, wie wichtig es sei, die kulturelle Hegemonie zu erlangen, die Gesellschaft von innen heraus umzubauen. Zerstöre das Fundament der herrschenden Werte, errichte ein neues und Du hast die Basis für den Sozialismus. So lässt sich Grundidee zusammenfassen. Unter dem Vorwand von Diversity wurde versucht, das herrschende System umzukrempeln.
Der stoische Pirat:Nicht aus Überzeugung für die Vielfalt, sondern als Mittel zum Zweck. Mir ist auch aufgefallen, dass ein entscheidendes Element echter Diversität in vieler dieser verordnenden Diversity Programmen fehlte. Nämlich die Vielfalt der Gedanken. Es hilft wenig, wenn man in einem Team sämtliche Hautfarben, Geschlechter und sexuelle Orientierungen versammelt hat, aber alle exakt dasselbe Weltbild und dieselben Meinungen vertreten. Ein prominentes Beispiel dafür ist Dennis Smith, die als Vizepräsidentin für Diversity bei Apple tätig war und von zweitausend bis zweitausendsiebzehn für das Unternehmen arbeitete.
Der stoische Pirat:Die schwarze Frau verließ ihren Job letztlich auch, weil sie nicht mehr mit der Art einverstanden war, wie Diversität gelebt wurde. Ihre Haltung fasste sie in einem viel zitierten Satz zusammen. Mit anderen Worten, nur weil zwölf Menschen äußerlich ähnlich aussehen, heißt das noch lange nicht, dass sie alle gleich denken. Jeder und jeder bringt seine eigene Biografie, seine eigenen Erfahrungen, seine Erziehung, seine Überzeugungen mit. Das alles formt unterschiedliche Perspektiven.
Der stoische Pirat:Wo echte Diversität fehlt, ist dort, wo man allein auf Oberflächlichkeiten achtet, aber keine Abweichung in der Gedankenwelt zulässt. Stellen Sie sich mal vor, Sie haben drei Deutsch Ram Pick ups. Eine ist rot, einer blau und einer schwarz. Trotz ihrer unterschiedlichen Farben sind es alles das gleiche Modell mit den gleichen Funktionen. Man könnte zwar sagen, oh, schau mal, die drei Autos sind verschiedenfarbig.
Der stoische Pirat:Aber effektiv leistet jedes identisch dasselbe. So ist es auch, wenn wir Menschen zwar äußerlich divers aufstellen, aber nur eine einen einzigen politisch korrekten Mindset dulden. Echte Vielfalt hingegen steht, wenn sie völlig unterschiedliche Fähigkeiten und Ausrichtungen haben. Zum Beispiel ein Dodge Ram Pick-up, Lasten zu transportieren. Dann hat die Unternehmen noch ein Elektroauto für kurze Stadtfahrten Und vielleicht noch einen Jeep mit Allradantrieb für schwieriges Gelände.
Der stoische Pirat:Hier haben sie drei verschiedene Fahrzeuge, die jeweils andere Stärken mitbringen, andere Funktionen ausüben. Wenn alle drei noch die gleiche Farbe hätten, wäre das nebensächlich. Denn ihre Funktion ist entscheidend, nicht die Lackierung. Genau an diesem Punkt sind viele die die Programme grandios gescheitert. Statt eine offene Debattenkultur zu fördern, in der auch unbequeme Meinungen und Widerspruch Platz haben, wurde oft ein sehr enges, korrektes Meinungsspektrum vorgegeben.
Der stoische Pirat:Wer davon abwicht, lief Gefahr, an den Pranger gestellt zu werden. So ging jener Markt der Ideen verloren, indem Innovation und frische Wind entstehen. Die Folge, man hat zwar auf dem Papier eine bunte Gruppe, doch alle nicken eifrig dieselben Glaubenssätze ab. Das ist keine echte Vielfalt, sondern nur eine Fassade. Und es ist letztlich kontraproduktiv, weil Kritik, neue Impulse und kreative Lösungswege verhindert werden.
Der stoische Pirat:Echte Vielfalt heißt, jede Person wird nach ihren Fähigkeiten und ihrer Eignung für eine bestimmte Rolle bewertet. Nicht nach Hautfarbe, Geschlecht, Religion, sexueller Ausrichtung oder sonstiger Oberflächlichkeiten. Ganz konkret heißt das. Beim Piloten kommt es darauf an, dass er oder sie eine ein ausgezeichneter Pilot ist. Das heißt, schnelle Reflexe hat, ein kühler Kopf und der Druck, technisches Verständnis, das nötige Augenmaß.
Der stoische Pirat:Ob dieser Mensch nun männlich, weiblich, asiatisch, schwarz weiß oder hispanik ist, spielt keine Rolle. Beim Programmierer oder Cyberspezialisten sind analytisches Denken, Algorithmenverständnis und Problemlösung gefragt. Ob diese Person hundert Kilo Bankdrücken kann, ist völlig unbedeutend. Bei Feuerwehrleuten braucht es dafür häufig ein gewisses Maß an körperlicher Kraft, Menschen aus brennenden Häusern zu retten oder schwere Schläuche zu bewegen. Natürlich gibt es Frauen, die das können, wie zum Beispiel meine Frau könnte das.
Der stoische Pirat:Aber statistisch gesehen finden sich solche Voraussetzungen eher bei Männern. Wichtig ist, dass jeder beweisen kann, dass er oder sie die Anforderungen erfüllt. Beim Soldaten, je nach Truppengattung, können die Bedingungen ähnlich sein wie bei der Feuerwehr. In manchen Bereichen der Streitkräfte sind spezifische Fähigkeiten oder körperliche Ausdauer essentiell. Wer diese nicht mitbringt, wird doch nicht bestehen können, ganz gleich welchen Geschlechts- oder welcher Hautfarbe oder Herkunft.
Der stoische Pirat:Jede Funktion hat ihre spezifischen Anforderungen. Echte Vielfalt heißt, Menschen entsprechend ihrer Talente und Fähigkeiten, ihrer Eignung und Neigung einzusetzen, anstatt sie nur nach äußeren Merkmalen auszuwählen oder zu sortieren. Hier kommen wir zu einem zentralen Punkt. In einer Organisation, ob Armee, Unternehmen oder Sporteam sind alle Rollen wichtig. Oft neigen wir dazu, manche Positionen als heroischer oder wichtiger zu betrachten.
Der stoische Pirat:Nehmen wir ein Beispiel, nehmen wir die Küche. Ist ein Küchenchef etwa weniger wert, nur weil er in der Armee vielleicht keinen Feindkontakt hat oder der Küchenchef im Geschäftsleben nicht über das gleiche Budget verfügt wie zum Beispiel die Chefin der Marketingabteilung? Nein, keineswegs. Ohne Verpflegung oder Logistik läuft gar nichts. Oder nehmen wir die Putzkraft in einem Büro.
Der stoische Pirat:Sie sorgt für Sauberkeit, Hygiene und ein angenehmes Arbeitsumfeld. Sie ist genauso unentbehrlich wie der Buchhalter, der die Finanzen im Blick behält. Ein anderes, sehr anschauliches Beispiel ist eine Eishockey Mannschaft. Wenn alle nur Torhüter sein wollten, würde das Team keinen einzigen Angriff fahren können und kein Spiel gewinnen. Eine Truppe voller Centerspieler würde ebenfalls grandios scheitern, weil niemand die Rolle eines Verteidigers übernehmen könnte.
Der stoische Pirat:Dabei ist jede Position entscheidend. Das müssen wir uns immer im Bewusstsein halten. Vom linken Flügelstürmer bis zum defensiven Verteidiger, vom Torhüter bis zum Center, der Spielzüge einleitet. Jede Rolle hat ihre spezifischen Anforderungen. Und es gibt keine Position, die weniger wert wäre.
Der stoische Pirat:Was zählt, ist das Gesamtwerk. Vergleichbar mit einer wertvollen mechanischen Uhr, in der viele verschiedene Zahnräder von unterschiedlicher Größe ineinandergreifen. Kein Zahnrad ist besser oder wichtiger. Sie alle sind notwendig, das Uhrwerk am Laufen zu halten und die Uhr zu einem Gesamtkunstwerk zu machen. Echte Diversität zu leben bedeutet also, Menschen einzusetzen, wo sie am besten ihre Talente und Stärken einbringen können.
Der stoische Pirat:Nicht, wo sie gerade meinen, unbedingt sein zu wollen, obwohl sie dafür vielleicht nicht gemacht sind. Natürlich kann und soll sich jeder verbessern und weiterentwickeln. Nur muss man akzeptieren, dass bestimmte Fähigkeiten essenziell für gewisse Funktionen sind. Ein Panzergrenadier, ein übergewichtige Panzergrenadier kann nicht mit hundertfünfzig Kilogramm Körpergewicht herumrennen. Und ein Pilot darf keine Flugangst haben.
Der stoische Pirat:Das sind einfach logische Grenzen. Wenn wir also wirklich Diversity waren, dann so, wie ich es vor fast zwanzig Jahren in der US Army erlebt habe oder wie Piraten es praktizierten. Jeder kann seine Talente einbringen. Jede kann seine Talente einbringen. Keiner und keiner wird diskriminiert.
Der stoische Pirat:Und am Ende zählt der Erfolg des Teams. Die Piraten hätten es sich nicht leisten können und die Armee oder auch Organisationen in der Wirtschaft können es sich nicht leisten, talentierte Leute wegzuschicken, nur weil sie ein bestimmtes Merkmal haben. Das ist das Gleiche und das gibt es Studien dazu. Es gibt Chefs mit Glatze, die keine Mensch Männer einstellen mit Haaren. Das ist auch Diskriminierung.
Der stoische Pirat:Und es ist dumm, vor allem wenn die Person, der Mensch mit Haar, wirklich fähig wäre. Ja, das wäre schlicht fatal gewesen, wenn die, wenn man gute Leute weggeschickt hätte damals bei den Piraten. Genauso wenig können es sich eben private Unternehmungen erlauben, fähige Menschen aufgrund von gewissen neuesten Merkmalen nicht anzustellen oder gewisse Menschen mit fehlenden Fähigkeiten aufgrund äußerer Merkmale anzustellen. Diversity ist der Schlüssel zum Erfolg. Echte Diversity.
Der stoische Pirat:Das bedeutet, dass Respekt und Fairness selbstverständlich sein müssen. Wenn es systematische Barrieren gibt, die bestimmte Gruppen benachteiligen, müssen wir sie abbauen. Aber blinder Aktionismus in Form von Quoten oder Marketing ohne Substanz ist ebenso fehl am Platz. Und wir dürfen vor allem nicht den Fehler machen, andere Meinungen zu unterdrücken. Viel wichtiger ist die Frage, wer hat welche Stärken und wie kombinieren wir sie, gemeinsam zu gewinnen?
Der stoische Pirat:Manche Jobs erfordern Muskeln, andere Köpfchen, manche beides. Bei manchen Aufgaben hilft ein ruhiges Händchen, bei anderen ein analytisches Genie. Echte Diversität stellt sicher, dass jede und jeder seine beste Rolle findet und sie dann wertgeschätzt wird, diese Person, statt über oder unterbewertet zu werden. Und wenn Menschen ihre Fähigkeit nutzen können, wenn sie ihre Stärken der Organisation, der Unternehmung, dem Team oder dem Land zur Verfügung stellen können, dann fühlen sie sich auch wertvoll und nützlich. Uns geht es doch allen so.
Der stoische Pirat:Genau dies ist mitunter eine Voraussetzung für ein glückliches Leben. So, liebe Zuhörerinnen und Zuhören. Das war es für heute. Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar Denkanstöße geben, vielleicht auch ein wenig provozieren, damit wir alle darüber nachdenken, wie wir dieses Thema künftig besser angehen können. Wenn Ihnen dieser Podcast gefällt, dann unterstützen Sie mich doch auf w w w Punkt bei mir a Coffee dot com Slash Stoic Pirate.
Der stoische Pirat:Sie finden den Link auch auf meiner Webseite. Spenden Sie mir dort ein Kaffee, zwei oder auch drei. Vielen Dank an dieser Stelle an all jene, die das schon getan haben. Es motiviert mich enorm. Also herzlichen, herzlichen Dank.
Der stoische Pirat:Wenn Sie das Transkript dieser Folge lesen möchten oder Sie für weiterführende Quellen interessieren, schauen Sie gerne auf meine Webseite w w w Punkt Müller Matthias Punkt c h vorbei. Denken Sie dran, Müller mit u e, Matthias mit einem t und h geschrieben. Dort finden Sie inzwischen über hundertvierzig Folgen des Podcasts, der stoische Pirat mit den Transkripten und Quellenangaben. Ich freue mich auch sehr über Feedback. Schreiben Sie mir Ihre Meinung.
Der stoische Pirat:Stellen Sie Fragen. Geben Sie mir Kritik. Wir sind hier, voneinander zu lernen. Und keiner behauptet, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. In diesem Sinne, bleiben Sie kritisch, seien Sie mutig und leben Sie echte Vielfalt.
Der stoische Pirat:Ich freue mich, Sie bald wieder an Bord des Storschen Piraten begrüßen zu können. Bis bald, macht es gut.