OphthalNews kompakt

Neue internationale Leitlinien zu okulären Pilzinfektionen | ERC-Grant für Prof. Dr. Bence György (IOB) | Aderhautmelanom: Patientenbroschüre erschienen | Geuder AG veröffentlicht Ophthalmochirurgie Qualitätsreport | Virtuelle Netzhaut: Computermodell eröffnet neue Wege für Therapien | Prof. Burkhard Dick in Vorstand der Ophthalmology Foundation berufen | 2 neue Ausgaben des Ophthalmologischen Quartetts

What is OphthalNews kompakt?

Die OphthalNews kompakt versorgen Sie regelmäßig in nur 5 Minuten mit aktuellen Nachrichten aus der Augenheilkunde. Wir berichten über Interessantes aus der Wissenschaft, innovative Behandlungsmethoden, Produktneuheiten und Berufspolitik.

Für die pilzbedingte Endophthalmitis lagen bislang keine standardisierten Diagnose- und Therapieprotokolle vor. Ein internationales Expertengremium aus 24 Spezialisten hat nun erstmals 20 Konsenserklärungen veröffentlicht – koordiniert von drei Fachgesellschaften aus dem asiatisch-pazifischen Raum.
Die in Eye and Vision publizierten Empfehlungen harmonisieren unterschiedliche klinische Ansichten und geben Orientierung zu Früherkennung, Antimykotika-Therapie, Vitrektomie und dem Einsatz von Kortikosteroiden. Insgesamt wurden Leitlinien in fünf Kernbereichen entwickelt: Krankheitsentität, Diagnose, Pathobiologie, Behandlung und zukünftige Entwicklungen. Damit liegt erstmals ein regionenweiter Konsens vor, der die Versorgung bei dieser komplexen Infektion verbessern soll.
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Prof. Dr. Bence György, Forschungsgruppenleiter am Institut für molekulare und klinische Ophthalmologie Basel (IOB), erhält eine fünfjährige Förderung des europäischen Forschungsrats (ERC). Mit dem ERC Consolidator Grant wird er Gen-Editierung-Therapien für durch Makuladegeneration bedingten Sehverlust voranbringen. Györgys Projekt setzte sich dabei gegen mehr als 3.100 eingereichte Anträge aus ganz Europa durch. Mit rund zwei Millionen Euro über fünf Jahre ermöglicht der ERC-Grant unter anderem den Ausbau der eigenen Forschungsgruppe, die Durchführung langfristiger Projekte und die Pflege internationaler Kooperationen.
Prof. György und sein Team arbeiten daran, das Sehvermögen zu erhalten, indem sie genetische Defekte korrigieren, die Sehverlust auslösen. Sein ERC-Projekt führt diese Arbeit weiter: Es verbessert die molekularen Werkzeuge, die solche Korrekturen möglich machen. Dieser Ansatz wird als Base-Editing bezeichnet: dabei werden fehlerhafte Gene in lebenden Zellen direkt und gezielt umgeschrieben. Ein Schwerpunkt liegt auf Mutationen, die Formen der Makuladegeneration verursachen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung bestimmter Formen der Hornhaut-Blindheit. Hier soll Base-Editing helfen, die Hornhautoberfläche zu regenerieren und das Sehen wiederherzustellen. Ein Fachgespräch mit Prof. György zum Thema „Morbus Stargardt: Durchbruch in der Gentherapie“ finden Sie in der Eyefox Videothek.
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Die Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs hat eine umfangreiche Patientenbroschüre zum Thema Aderhautmelanom veröffentlicht. Daran mitgewirkt haben Experten aus der Ophthalmologie, Dermatologie und Onkologie sowie Patientenvertreter. Aus der Augenheilkunde haben Prof. Dr. Dr. h.c. Nikolaos Bechrakis (Essen), Prof. Dr. Dr. Ludwig Heindl (Köln), Prof. Dr. Vinodh Kakkassery (Chemnitz) und Prof. Dr. Kathleen Kunert (Masserberg) mitgearbeitet. Ziel der Broschüre ist es, Aderhautmelanom-Patienten detailliert über ihre Erkrankung zu informieren und auf die am häufigsten gestellten Fragen eine ausführliche Antwort zu geben. Die Broschüre kann auf der Website der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs kostenfrei heruntergeladen werden.
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Mit dem Ophthalmochirurgie Qualitätsreport 2025/2026 legt die Geuder AG erstmals eine Analyse zur Definition von Qualität im OP vor. Grundlage sind die Einschätzungen von über 65 Ophthalmochirurginnen und Ophthalmochirurgen sowie Interviews mit Klinikdirektoren wie Prof. Holz (Bonn), Prof. Amon (Wien), Prof. Kohnen (Frankfurt) oder Prof. Dick (Bochum). Auf über 120 Seiten zeigt der Report, wie Fachleute Qualität im OP definieren, umsetzen und bewerten. Er beleuchtet zentrale Themen wie Prozessqualität, Teamarbeit, Produktverfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit.
Die Ergebnisse machen deutlich: Qualität in der Ophthalmochirurgie entsteht nicht allein durch OP-Technik und -Präzision. Sie lebt vom Zusammenspiel aus klaren Prozessen, verlässlichen Produkten und gut ausgebildetem Fachpersonal. Der Report zeigt auch, wie unterschiedlich Qualitätsmaßstäbe interpretiert werden – und wo die Branche vor Herausforderungen steht. Ein Download-Link finden Sie in der Eyefox News zum Thema.
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Britische Forschende der University of Surrey haben erstmals ein Computermodell entwickelt, das zentrale Phasen der Retinogenese realistisch simuliert. Das Modell zeigt, wie sich aus einem einzigen Stammzelltyp die komplexe Schichtarchitektur der Netzhaut bildet – gesteuert durch einfache genetische Regeln und biologische Zufälligkeiten. Die Simulation liefert neue Einblicke, wie Netzhautzellen Entscheidungen über ihre spätere Identität treffen. Besonders zwei Modellvarianten konnten reale Entwicklungsprozesse präzise nachbilden. Die Erkenntnisse könnten helfen, Regenerationsmechanismen besser zu verstehen und damit neue Behandlungsansätze für Netzhautschäden und Sehverlust zu entwickeln.
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Seit ihrer Gründung wurde die DOG-Sektion Kornea von Prof. Berthold Seitz geleitet Nach 25 Jahren kündigte der langjährige Direktor der Universitätsaugenklinik Homburg/ Saar in diesem Jahr seinen freiwilligen, geplanten Rücktritt an. Die Nachfolge als Vorsitzender der Sektion übernimmt Prof. Philip Maier, der als Oberarzt an der Universitätsaugenklinik Freiburg tätig ist. Die Sektion Kornea fördert die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit zur Erforschung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der Kornea und des äußeren Auges. Im Mittelpunkt steht der Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen, die Förderung der Fortbildung sowie die Anregung und Unterstützung wissenschaftlichen Arbeitens.
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Prof. Dr. Burkhard Dick, Direktor der Augenklinik der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum, ist in den Vorstand der Ophthalmology Foundation berufen worden. Die in San Francisco ansässige Stiftung ist eine der weltweit angesehensten Institutionen der Augenheilkunde und hat das Ziel, die Ausbildung in der Augenheilkunde zu fördern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung von Spezialisten in ressourcenarmen und unterversorgten Ländern. In der Bochumer Universitätsklinik werden bereits seit vielen Jahren und mit großem Erfolg junge Ärzte aus unterschiedlichen Ländern wie Honduras, China, Mexiko oder Ägypten zu examinierten Fachärzten für Augenheilkunde ausgebildet.
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„Premium Femto: Präzision & Potentiale“ und „Biomarker verstehen: Wegweiser bei DMÖ“ – so lauten die Titel der beiden neuen Ausgaben des Ophthalmologischen Quartetts, die Sie jetzt in der Eyefox Mediathek ansehen können.
Von einem stark hyperopen Patienten mit dem Wunsch nach Brillenunabhängigkeit bis hin zu einem Patienten mit tiefer Stroma-Narbe nach infektiöser Keratitis: In der 23. , von Ziemer ermöglichten Ausgabe des Ophthalmologischen Quartetts werden vier spannende Fälle vorgestellt, die eindrucksvoll die Stärken und Vorteile des Femtosekundenlasers dokumentieren. Zu Gast im Eyefox-Studio sind Dr. Stefanie Schmickler vom Augen-Zentrum Nordwest in Ahaus, Privatdozent Dr. Tim Schultz
vom AugenCentrum am Rothenbaum in Hamburg und Dr. Theo G. Seiler
von YOU SEE ZÜRI in Zürich. In der 24. Folge des Eyefox Talkformats, die von Alimera unterstützt wurde, stellen Prof. Dr. Ameli Gabel-Pfisterer vom Ernst-von-Bergmann Klinikum in Potsdam, Prof. Dr. Alireza Mirshahi von der Augenklinik Dardenne in Bonn und Prof. Dr. Matus Rehak von der Medizinische Universität Innsbruck spannende DMÖ-Fälle vor. Dabei liegt der Fokus uf Biomarkern und wie sie dabei helfen können, Therapieplanung und Monitoring bei DMÖ-Patienten zu optimieren. Moderiert werden die Sendungen wie immer von Dr. Karsten Klabe von Breyer Kaymak Klabe Augenchirurgie in Düsseldorf.