Du trägst Verantwortung, aber hast nie Zeit? Im Zeitnutzer Podcast erfährst du, wie du durch strategisches Zeitmanagement von reaktivem Abarbeiten zu bewusstem Gestalten kommst. Statt oberflächlicher Produktivitäts-Hacks bekommst du hier Impulse, die dir helfen, die Kontrolle über deine Zeit zurückzuerobern und gezielt voranzukommen.
Für Selbstständige, Unternehmer und Führungskräfte, die nicht noch mehr tun, sondern endlich das Richtige tun wollen.
Getreu meinem Motto: "Nutze deine Zeit, denn sie kommt nie wieder."
Hallo, ich bin Ivan Blatter.
Ich begleite Menschen mit Verantwortung dabei, ihre Zeit bewusster zu gestalten.
damit Arbeit wieder Sinn ergibt und Platz für das Wesentliche bleibt.
Heute sprechen wir über Achtsamkeit.
Ja, ich bin heute nicht alleine hier, weil das nicht unbedingt meine Kernkompetenz ist und es ist wieder mal Zeit für ein Interview mit einem spannenden Gast.
Das Interview habe ich bereits im Juli 2025, nämlich im Rahmen meines Zeitnutzerclubs, behandelt.
Dort behandeln wir ja jeden Monat ein bestimmtes Thema und eben damals im Juli 2025
war das Thema, wenn Begeisterung in Overload kippt.
Ich persönlich, ich mag ja Menschen, die eine überraschende Biografie haben.
Und da dürfen durchaus auch Brüche vorkommen.
Das macht Menschen noch spannender.
Und genauso jemanden hatte ich im Interview, im Gespräch.
Er hat nämlich ursprünglich eine.
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Ganz klassische traditionelle Karriere gehabt, er ist nämlich Ingenieur und hat in sehr anspruchsvollen Projekten mitgewirkt.
Dann hat er aber gemerkt, dass das nicht alles ist, nicht alles sein kann, sondern dass da noch etwas ist, das noch gelebt werden will.
So formuliert er das.
Und so ist er heute als Achtsamkeitscoach für Fach- und Führungskräfte unterwegs.
Wir haben uns im Jahr 2025 auf LinkedIn gefunden und kennen uns erst seit ein paar wenigen Monaten.
Ursprünglich habe ich ihn angeschrieben, weil ich mein Netzwerk hier in Basel erweitern wollte.
Schlicht und einfach.
Zufällig haben wir dann auch noch gemerkt, dass wir im selben Quartier wohnen.
Doch nicht deswegen ist er hier, sondern weil ich ihn in dieser Zeit als spannenden und inspirierenden Gesprächspartner kennengelernt habe.
Damit ein ganz herzliches Willkommen an meinen Gast, Janik Schwoerer-Böhning.
Lieber Janik, ich freue mich, dass du dir Zeit für uns nimmst.
Schön, danke hier zu sein.
Danke für das nette Intro.
Tja, sehr, sehr gerne.
Lass uns mal zuerst mal ein wenig auf deine Biografie schauen, weil es ist ja schon.
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Erstaunlich, wie du aus der Welt, aus einer sehr rationalen Welt, nämlich eben als Ingenieur, in die Arbeit mit der Achtsamkeit gefunden hast.
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Was hast du dabei über deinen Umgang mit Energie und Überlastung gelernt?
Das ist eine spannende Frage auf jeden Fall.
Also Achtsamkeit hat mich so gesehen schon eine Weile begleitet, auch davor.
Und auch der Wunsch, Coach zu werden, war immer schon, also das heißt schon immer, schon auf jeden Fall viele Jahre.
in mir und habe aber eben aus einer Sicherheit heraus eigentlich so den, wie du schon gesagt hast, Karriereweg genommen als Ingenieur
Und habe dann in der Arbeit ja schon speziell auch gemerkt, wie Achtsamkeit dort eigentlich auch ein Game Changer sein kann.
Also wirklich, genau.
in dieser Art, in dieser Welt, wo halt viele im Modus, sag ich mal, im Funktionsmodus, aber auch leidenschaftlich an ihrer Arbeit
sind, genau, habe ich schon gemerkt, dass Achtsamkeit dort auf jeden Fall eine Rolle spielt.
Ja.
Und hast du das auch bei dir selber gemerkt?
Also ich funktioniere zwar, aber
Aber es passt irgendwie nicht mehr.
Kennst du das auch aus deiner eigenen Erfahrung?
Ja, auf jeden Fall.
Gerade auch, weil ich eben diese Jahre davor oder auch schon lange Jahre
quasi Achtsamkeit praktiziere für mich, ist halt schon immer auch so dieser Innenspiegel quasi vorhanden und wo es dann so in die Arbeit, ins Arbeitsleben ging.
habe ich mir selber schon dabei auch zugeschaut, wie ich immer mehr in so einen Funktionsmodus reingekommen bin.
In meinem Fall dann eher bei einer Sache, wo ich nicht ganz dahinter stand, weil ich halt eben schon immer so den Wunsch hatte, mehr mit Menschen zu arbeiten.
Also das heißt, die Leidenschaft dahingehend noch nicht so präsent war, anders jetzt in der Selbstständigkeit als Coach.
Aber ja,
Voll im Funktionsmodus, wirklich funktioniert, dahingehend eigene Bedürfnisse nicht mehr richtig wahrgenommen.
Hobbys sind hinten runtergefallen, Beziehungen, damals noch als Bauleiter vor Ort fünf Tage die Woche.
auf Projekt gewesen mit Wohnung gestellt vom Arbeitgeber.
Das heißt also wirklich komplett Funktionsmodus.
Habe ich so mitbekommen auf jeden Fall.
War eine spannende Zeit.
War das nicht in meiner alten Heimat, gell?
Das war in Wallis, falls das deine alte Heimat ist, ja.
Ja, ganz genau.
Also ins Wallis.
Wunderschöne Gegend.
Sonst wehe.
Ich kann dich hier auch rausschmeißen, wenn du etwas gegen meine alte Heimat sagst.
Nee, also dahin gehen wirklich eine mega Erfahrung natürlich auch.
So abseits von allem.
Aber auch ein natürlich tiefer Einblick in.
So eine Welt, wo halt viel funktioniert wird, viel auf Leistung, viel gesehen und gesehen werden.
Jetzt gibt es ja aber eben auch diese andere Überforderung oder dass man, weiß nicht, ob man da auch vom Funktionsmodus sprechen kann, aber diese andere Art der Überlastung, nämlich wenn man etwas tut.
von dem man wirklich begeistert ist und das auch wahnsinnig gerne tut und dann gar nicht mehr merkt, es gibt ja auch noch anderes oder vielleicht eben
gar nicht mehr erkennt, dass es plötzlich kippt und irgendwie man sich selber überlastet.
Gibt es da irgendwelche
Methoden oder Strategien, wie man das frühzeitig erkennt.
Oh Achtung, jetzt gehe ich in eine ungute Richtung.
Ja, also da spielt natürlich auch die Achtsamkeit gerade wieder eine Rolle, wenn wir schon beim Thema sind.
Und gerade wenn man natürlich mit Leidenschaft für etwas brennt, dann denkt man sich vielleicht auch, ah.
Er ist ja für was Gutes oder da kann man ja gar nicht genug machen quasi.
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Aber dahingehend sind natürlich schon so Warnzeichen von
Ja, ich schlafe nicht mehr so gut oder Gedankenkarussell, es dreht sich irgendwie alles nur noch um die Arbeit, auch wenn es einem Spaß macht.
Und dahingehend natürlich achtsam mit sich selbst zu sein und das als Lebensweise so ein bisschen für sich zu etablieren, ist natürlich eine Möglichkeit, dahingehend einen Puffer sich zu schaffen.
um zu sagen, okay, halt stopp, ich bin jetzt zwar voll in diesem Funktionsmodus wieder drin, aber vielleicht habe ich schon seit ein paar Stunden nichts gegessen.
Ich habe
Vielleicht irgendwie habe ich mich seit ein paar Stunden auch nicht mehr bewegt, sitze hier auf meinem Stuhl, am Laptop, vielleicht sogar in einer komischen Haltung.
Es tut irgendwie schon alles weh.
Und das sind halt natürlich Anzeichen.
Oder die Partnerin möchte mit einem kurz was besprechen und man reagiert irgendwie total gereizt, weiß aber gar nicht warum.
Alles natürlich Anzeichen, wo man sich natürlich schon, wenn man den Kontakt zu sich quasi pflegt in Form von einer Achtsamkeit.
oder eine Übung, einer regelmäßigen dahingehend ist natürlich von Vorteil quasi, da nicht so die Connection zu sich zu verlieren.
Lasst uns vielleicht noch ein wenig bei den Warnzeichen bleiben, weil es ist natürlich gut, wenn ich die rechtzeitig entdecke.
oder rechtzeitig wahrnehme, damit ich vielleicht auch gezielt etwas dagegen tun kann.
Und du hast so ein paar genannt, eben man schläft nicht mehr gut oder so dieses Gedankenkarussell oder man ist gereizt oder sowas.
Gibt es denn auch so Warnzeichen, die viele übersehen?
Weil das sind ja die, das sind ja die naheliegenden.
Gibt es auch solche, die wir vielleicht übersehen und dann eben viel zu spät merken?
Also Frühwarnzeichen sozusagen, noch bevor ich schlecht schlafe, bevor ich gereizt bin.
Ja.
Ich denke, es spielt auf jeden Fall eine Rolle, die Zeit, die man investiert, generell.
Dass man die so ein bisschen im Auge behält.
Dass man, wenn man sagt, okay, wenn man jetzt einen Job hat, 40 Stunden die Woche, da auch guckt, okay, was mache ich mit den anderen Stunden meiner Zeit?
Fließen die gedanklich auch.
In dieses Projekt rein oder schaffe ich mir da Möglichkeiten zur Regeneration für Auszeiten, meine Beziehungen.
Um da mal so eine kleine Rechnung vielleicht auch zu machen.
Geht das auf?
Investiere ich genauso viel in Regeneration, sagen wir mal so, wie auch in meine eigene Leistung?
also zum Vorankommen erfolgreich sein.
Und da vielleicht schon als kleines Frühvorwarnzeichen, wenn da die Rechnung halt klar ist von ja, also eigentlich
Geht meine ganze Wachzeit am Tag nur auf das Projekt?
Wäre vielleicht so ein Indiz, würde ich sagen.
So als einen kleinen Wahlzeichen.
Also du meinst nicht nur die reale Zeit, die ich arbeite, sondern vor allem die Zeit, in der ich mich gedanklich einfach nur mit der Arbeit und den Projekten beschäftige.
Das meinst du vor allem auch, gell?
Genau, oder dass ich mich halt mich abwesend fühle, wenn ich selbst mit Freunden, Familie irgendwie zusammensetze und dann doch wieder irgendwie Gedanken.
Ah ja, morgen habe ich das und das und ich muss auch das und das erledigen und man gar nicht so sehr genießen kann, vielleicht auch.
Das sind auf jeden Fall Anzeichen.
Oder dass man merkt, man kapselt sich dadurch auch ein bisschen ab, dass man schon sagt, ja.
lieber doch nicht zu dem Event hingehen, weil ich brauche morgen meine Energie dafür und dahingehend so eine Isolation so ein bisschen auch passiert, dass man sich
Sowohl zu seinen Mitmenschen als auch zu sich selbst immer weiter isoliert, also in Form von seiner eigenen Bedürfnisse hinten anstellt, um wirklich alles für dieses Projekt zu geben.
Das finde ich spannend.
Ich spreche dann gerne von dieser grauen Zone.
Also ich bin nicht hier und ich bin nicht da.
Ich bin zwar physisch beim Abendessen mit der Familie zum Beispiel, aber gedanklich bin ich nicht da, ich bin so halb bei der Arbeit.
Aber da bin ich ja auch nicht richtig, weil ich bin abgelenkt und ich muss ja essen und ich muss mich, ich muss zumindest so tun, als ob ich mich für die anderen interessieren würde.
Also ich bin wirklich so zwischendrin, ich bin weder hier noch da.
Und dann bringt es.
in keinem Bereich etwas.
Dann lieber entweder richtig arbeiten oder noch besser, richtig mit der Familie Abendessen oder so.
Aber diese graue Zone, die finde ich auch sehr gefährlich.
Finde ich ein spannender Ansatz, eben sich mal zu überlegen.
Wo geht meine Zeit hin, gedanklich?
Also wo bin ich gedanklich in meiner Zeit?
Und stimmt da, stimmt da die Balance letztendlich?
Ja, genau.
Wie gelingt einem denn das, jetzt dieses Gespür auch zu entwickeln, diese Achtsamkeit zu entwickeln, zu merken, oh aufgepasst, jetzt gehe ich hier in eine ungute Richtung?
Kann man das irgendwie
üben, ohne gleich drei Stunden am Tag meditieren zu müssen, weil wir haben ja alle keine Zeit.
Und wenn wir begeistert sind, wollen wir ja arbeiten, dann wollen wir da nicht irgendwie drei Stunden meditieren.
Also wie geht man da vor?
Da sprichst du eigentlich genau so ein Konzept an, wo viele im Kopf haben, wenn es halt um Achtsamkeit, Meditation geht, ich muss da irgendwie im Lotus sitzen.
eine Stunde morgens und abends am besten ganz ruhig irgendwie sitzen und nichts tun.
Und wenn man das dann mal tatsächlich für fünf Minuten.
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versucht, also nicht mal im Sitzen, da merkt man schon, oh nee, also meine Gedanken bringen mich sonst wohin, das hat ja gar keinen Wert.
Und da merkt man natürlich schon, dass es bei einem Mal sich hinsetzen auch nichts auch nicht gegessen ist quasi.
sondern ich sehe das so ein bisschen wie ins Fitnessstudio gehen auch.
Also dass du quasi, ja, also um gesund zu bleiben, dein Körper zu
Stählern, sage ich mal auch, irgendwie dahingehend fit zu bleiben im Alter, geht man Gewichte stemmen und in demselben Sinne muss eigentlich eine Art Training
für die Achtsamkeit oder beziehungsweise dann für seine Konzentration auch passieren, welches man so in seinen Alltag einbaut.
Und ich meine, ich fange es jetzt gerade selber wieder an, mich körperlich zu versuchen, routiniert zu
zu betätigen und es ist unfassbar schwer, wieder in eine Routine reinzukommen, wenn man sich diese Ziele setzt von eine Stunde, jeden Tag auf jeden Fall muss ich mich bewegen.
Und dahingehend sich wirklich zu fragen, okay, was wäre vielleicht sozusagen ein Prozent, was ich im Alltag umsetzen kann, um
dahingehen einfach in eine Routine reinzukommen.
Und bei mir jetzt körperlich bedingt ist es jetzt einfach ein paar Liegel, also fünf Liegestütz, fünf
Squats und wenn man das jetzt auf Achtsamkeit bezieht, dann wäre das vielleicht eine Minute oder wir fangen noch früher an.
Atem, also der Atem an sich, ist ein sehr beliebtes Tool in der Achtsamkeit.
Ich denke, wenn man sich damit schon ein bisschen beschäftigt hat, wird man auf jeden Fall auf den Atem schon gekommen sein.
dass allein einfach der Fokus auf die natürliche Atmung, das regenerative Nervensystem in uns angeregt wird und wir dadurch automatisch in eine Entspannungshaltung kommen.
Das ist eben der Umkehrschluss zum sympathischen Nervensystem, welches halt Adrenalin ausstoßt und wir auf unsere Leistungsfähigkeit kommen im Flow-Modus.
sind, aber es dazu eben auch den parasympathischen Nervensystem Ausgleich braucht, um einfach in diese Regeneration zu kommen.
Und da reicht es halt wirklich, sich auf die natürliche Atmung zu fokussieren.
Und am Anfang auch so lang wie möglich.
Also, das heißt, ich liebe auch diese Übung zum Beispiel, sie heißt Ali.
A für Atmen, L für Lächeln, I für Innehalten.
Und das macht man wirklich mit einem Atemzug, man atmet ein.
Lächelt und hält in diesem Modus einfach einmal inne und atmet langsam aus und versucht das so nachzuspüren in diesem Lächeln, was ja wissenschaftlicher Wiesen auch schon direkt
Hormone und Stoffe aussendet im Körper, um sich besser zu fühlen.
Und einfach mal zu spüren, okay, was hat das für einen Unterschied jetzt gerade gemacht?
Und somit einfach mal anzufangen, einmal am Tag.
oder in der Mittagspause einmal Ali zu machen und mal reinzuspüren, was hat das für einen Effekt vorher, nachher.
Also Kaffeepause mit Ali sozusagen.
Ja, genau.
Oder Schluck nehmen und lächeln dabei und dann mal innehalten, den Kaffee schmecken.
mal wirklich wieder im Moment quasi ankommen, vielleicht auch erst den Kaffee riechen, die Bohnen, wenn man sich es jetzt selber macht, zu Hause irgendwie
Da kommt ganz viel mit rein, dass man so mit Reizen arbeitet, die man wirklich wieder wahrzunehmen.
Also es kann auch von hören, man macht einen Spaziergang durch den Wald oder über.
den Parkplatz und nimmt einfach mal nur wahr, was man hört.
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Vögel zwitschern, da kommt ein Auto, alles wertfrei natürlich dann in dem Sinne.
Manchmal wird ja auch jetzt dann so zum Beispiel ein Auto als Störung empfunden.
dass man sagt, ja, jetzt habe ich irgendwie keine Umgebung, in der ich jetzt meditieren kann, weil es ist nicht super still.
Aber das einfach auch wieder als Methode zu nutzen, zu sagen, ah ja, okay, da ist ein Auto, da spricht jemand.
Und das einfach wahrzunehmen.
Das sind, denke ich, so die kleinen Hacks, um in dem Sinne sich Achtsamkeit mal ins Leben zu rufen.
Also geht es ja auch darum zu unterscheiden, was ist ein Fakt, da fährt ein Auto vorbei und was ist dann schon meine Beurteilung oder mein Urteil dazu.
Ah, wieder so ein Auto, wieder so viel Lärm oder sowas, das ist das Urteil.
Das Auto fährt einfach vorbei, das ist das Faktum, das ist einfach so.
Es regnet und dann das ist Fakt.
Und ob ich das jetzt blöd finde oder nicht, das ist mein Urteil eigentlich darüber.
Auch das wieder zu erfahren und vielleicht auch zu unterscheiden, dass wir nicht alles beurteilen müssen, sondern auch manchmal einfach nur hinnehmen dürfen.
So.
Worauf ich aber eigentlich kommen wollte, das Fitnessbeispiel, das du genannt hast mit den fünf Liegestützen, dieses eine Prozent und dann das, was du danach gesagt hast.
Das sind ja wie zwei unterschiedliche Dinge.
Das eine ist das bewusste Training.
Eben vielleicht, dass ich halt jeden Morgen fünf Minuten meditiere oder fünf Minuten Ali mache oder eine Atemübung.
Und das andere ist so immer wieder.
Der Pit Stop, wie bei der Formel 1, so dieser kleine Boxenstopp, wo ich dann eben Kaffee mit Ali oder Mittagessen mit Ali oder einfach so Alltagssituationen nehme und bewusst sage.
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Das versuche ich jetzt achtsam oder bewusst auch wahrzunehmen.
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Also dieser Erinnerung, ja, auch hier mal achtsam zu sein, weil.
Das kostet ja keine Zeit.
Ob ich jetzt bei der Kaffeemaschine über ein Projekt nachdenke und über den Kollegen fluche oder so.
Oder ob ich einfach mal wahrnehme, wie die Kaffeebohnen riechen und
Wie schön die Tasse ist oder irgend sowas, das kostet mich genau gleich viel Zeit.
Aber in einem Fall mache ich etwas für mich, im anderen schade ich mir eher, wenn ich halt zu negativ bin.
Also gibt es beides, das Trainieren, aber eben auch im Alltag
kleine Inseln einbauen und dann so ganz einfach, nicht eine komplexe Meditation, kann man machen, muss man aber nicht, aber einfach nur wahrnehmen, was ist.
Habe ich das so richtig verstanden?
Das hast du richtig verstanden.
Also ich meine, mit der Zeit entwickelt man da schon auch so ein Drive-Feam-Fitness, dass man sich denkt, okay, jetzt mache ich mal fünf Minuten, mal zehn Minuten.
Das ist ja auch gerade das.
Das Coole, dass es da eigentlich dann auch weitergeht und man merkt, okay, meine Konzentration verbessert sich, ich bin entspannter im Alltag und gerade halt durch das regelmäßige Üben,
Würde ich schon sagen, ist im Umkehrschluss dann gerade im Alltag einfacher, diese Situation wahrzunehmen und zu nutzen, auch für sich.
Also wenn man es jetzt nicht üben würde zu Hause.
dann wäre die Implementierung im Alltag doch ein bisschen schwieriger, würde ich sagen.
Also auch wenn das natürlich der
Ich sag mal, der Königspfad ist einfach die ganze Zeit achtsam im Alltag durch die Gegend zu laufen.
Aber dass man dahingehend schon so eine kleine Hook braucht, in der man sich selbst dafür schult, überhaupt diesen Moment wahrzunehmen.
um ihn dann umzusetzen im Alltag, wenn man zum Beispiel an einer Roten Ampel steht oder ein Auto einen die Verkehrsregeln nicht eingehalten hat und einen überholt hat und man im Recht ist und sich aufregt und
stattdessen einfach sagt, okay, der hat mich überholt, vielleicht hat er auch gerade Zeitdruck, wir haben ja alle irgendwo Zeitdruck und da so ein bisschen Verständnis dann quasi sich ein
Verständnis einkehrt und man dafür wieder was Gutes getan hat für sich.
Also sich nicht aufgeregt hat, nicht in den Stress gekommen ist, sondern die Möglichkeit hat.
Möglichkeit wieder genutzt hat, quasi in sich zu investieren, in Form von ich bin entspannt, ich bin ruhig, alles was passiert im Alltag, sei es Stress auf der Arbeit, sei es
Beziehungen, sei es ja egal was, dass man das so ein bisschen als Trainingsfeld dann außerhalb seiner seiner kleinen Techniken quasi integriert.
Was wir jetzt hier besprechen, ist ja quasi schon die Lösung.
Wenn ich eben vor lauter Begeisterung in die Überlastung kippe, dann ist das.
eine oder die Lösung, mehr Achtsamkeit zu üben, einzuüben, dass man das frühzeitig merkt und dann gegenstören kann, effektiv.
Aber lasst uns vielleicht nochmal einen kleinen Schritt zurückgehen.
Gibt es eigentlich also dieses Phänomen, über das ich da eben spreche, wenn Begeisterung in den Overload kipp oder in die Überlastung gibt?
Weshalb ist das eigentlich so?
Und gibt es vielleicht auch Menschen, die irgend so ein Muster haben oder einen Antreiber und die dadurch auch mehr gefährdet sind, in diese Falle zu tappen?
Und dann auch die Anschlussfrage?
Können die dann überhaupt achtsam sein?
Muss man da auch irgendein Achtsamkeitsgehen haben?
Weil es gibt ja diese hibeligen Menschen, kann mir vorstellen, Achtsamkeit ist nicht für jeden.
Also zwei Fragen.
Antreiber und Muster gibt es und ist Achtsamkeit für jeden.
Das ist auf jeden Fall eine sehr spannende Frage.
Also geht wirklich schon sehr in die Tiefe hinter die Kulissen quasi.
Durch die man manchmal gar nicht so leicht blicken kann, wie du schon sagst, und geraten der Achtsamkeit, klar, es gibt
Die Menschen, die können sich eher sich entspannen über eine Tätigkeit.
Also die können nicht unbedingt so leicht still sitzen oder muss es auch vielleicht gar nicht.
Zum Beispiel gibt es dann dahingehend Möglichkeiten, eher einen Spaziergang zu machen und da halt eben auf die Reize zu achten.
Also es gibt schon verschiedene Herangehensweisen.
Aber ich denke gerade im Fall von sich überlasten und warum es zu Überlastungen überhaupt kommt, dahingehend.
verschiedene wahrscheinlich herangehensweisen oder einfach copingmechanismen denke ich die man
Gelernt hat, durch wie man aufgewachsen ist, leisten, du bist nur was, wenn du leistest, zum Beispiel sind so Sätze, die fallen oder
dass man ganz stark irgendwie so einen Erwartungsdruck von außen auch irgendwie hat zu funktionieren dahingehend, dass man halt providet für seine Familie da irgendwie sein muss.
dass halt dann quasi die Leidenschaft eher zu so einem Funktionieren auch wieder wird.
Da muss man eben aufpassen, dass es halt da nicht diesen Shift gibt und man wieder sich so vergrabt.
Manchmal ist ja dieses Vergraben auch gerade ein Ablenken von etwas, wo vielleicht mal wichtig ist, anzusprechen, thematisch in der Beziehung oder sonst wie, dass man sagt, ja, nee, ich habe ja meine Leidenschaften, gehe da voll rein, aber nee, eigentlich.
rennst du die ganze Zeit einer wichtigen Frage davon, die du dir mal stellen solltest.
Und zwar, was.
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ist eigentlich das, was du gerne für dich hättest oder was brauchst du eigentlich, was sind deine Bedürfnisse.
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Und ich denke, wenn die nicht
gestillt sein oder man gar nicht gelernt hat, halt auch auf seine Bedürfnisse dahingehend zu achten durch Sozialisierung, wie man aufgewachsen ist.
Darum ist natürlich
schneller geht in so eine Funktionsmodus Überlastungsfalle zu tappen.
Finde ich einen sehr spannenden Gedanken und auch einen sehr wichtigen Gedanken, weil ich kann das vielleicht aus meiner Welt auch erzählen.
Ich habe früher habe ich.
Ich weiß nicht, wie viele Male habe ich versucht, zum Beispiel zu meditieren, weil wenn du dich mit Persönlichkeitsentwicklung, Selbstmanagement beschäftigst, irgendwann kommt jemand und sagt.
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Du musst jeden Tag.
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Du musst dieses und jenes machen.
Und ich habe den Zugang nie gefunden.
Genau.
Ich habe nie den Zugang dazu gefunden.
Aus diversen Gründen.
Ganz blöde, banale Gründe.
Ich wollte am Morgen meditieren, aber habe meistens einen Kaffee getrunken und war nachher zu hiebelig, um zu meditieren.
Blöd, aber ist so.
Ist einfach so.
So ist das Leben.
Sind manchmal diese blöden Gründe.
Das habe ich immerhin erkannt.
Aber ich habe Mühe, ich habe Mühe damit.
Wenn ich dir jetzt so zuhöre und eben du sagst, es ist eben ganz wichtig, auch die eigenen Bedürfnisse denen nachzugehen, den eigenen Mustern nachzugehen.
auch aufmerksam in sich hineinzuschauen und zu überlegen, ja, warum bin ich so?
Vielleicht auch, was bringt mir das, weil alles, was wir ja machen, hat auch einen Gewinn.
Vielleicht auch Status jetzt in diesem Beispiel und so weiter und so fort.
dem nachzuspüren, vielleicht sogar mit Hilfe eines Coaches.
Wenn man das hat, dann haben wir die Grundlagenarbeit.
Und wenn man dann etwas macht, wie Meditieren, Achtsamkeit oder irgendwas, dann kann das viel besser fußen.
Also ich finde den Gedanken, den du da gerade gesagt hast.
unglaublich wichtig, weil dann beginnt man nicht oben bei den Tipps und Lösungen, du musst jetzt aufmerksam sein und so, sondern beginnt eben bei der Basis und bei der Wurzel.
Und ich nehme an, das ist auch das, was du mit deinen Kunden machst.
Du hast ja auch Führungs- und Fachkräfte in deinem Kundenkreis, gell?
Sind die denn offen dafür, weil die Menschen, über die wir jetzt sprechen, die sind ja, das sind ja Macher und das sind
Ja, das sind vielleicht auch eher die blauen Typen, die sind sehr rational und die wollen nach vorwärts und die haben Ehrgeiz und haben Ziele und so weiter.
Und jetzt kommt der Janik und erzählt irgendwas vom Ali und von diesen Dingen.
Sind die offen dafür?
Ich muss tatsächlich sagen, also auch wo ich angefangen habe bei meinem Arbeitgeber das anzubieten, sehr offen tatsächlich.
Und
Also jeder hat, ich denke, gerade im Zuge von Stress,
Burnout-Prävention, das ist mittlerweile schon durchgesickert, eigentlich so auch in der Corporate-Welt, dass das ein Thema ist, definitiv.
Und von dem her
Achtsamkeit per se, ich denke es kommt immer so ein bisschen aufs Wording an, deswegen nenne ich es eher Mental Fitness in dem Bereich, wo man dann halt wirklich sagt, okay, jetzt auch gerade bei mir in dem Coaching.
Wie du schon meintest, man stellt sich eben diese Fragen von, okay, was will ich eigentlich, was sind eigentlich die Sachen, die mir wichtig sind
Und das Ganze noch verbunden mit der Mental Fitness quasi, die ich dann eben mit dabei habe, ist dann quasi so dieses, das befeuert sich gegenseitig, das ist wie so ein Katalysator, der da noch mit rein.
gegossen wird und das Ganze halt dann wirklich nochmal auf eine andere Ebene hebt in Form von sich die wirklich wesentlichen Fragen zu stellen, die wichtig sind und gleichzeitig natürlich noch mehr Kontakt zu sich zu bekommen.
Und ich muss sagen, wirklich offen und danken bis jetzt angenommen worden.
Also auch gerade jetzt letztens wieder ein Gespräch mit einer Führungskraft Mitte 50.
Und er konnte das sehr klar für sich benennen, dass er Achtsamkeit unbedingt braucht.
Es war noch nicht, also er war in Areha hat man es dann meistens mal kennengelernt, wenn es dann schon zu einem Burnout oder kurz vorher oder gesundheitlich irgendwie schon
Ja, kritisch war, dass man dann da mal progressive Muskelentspannung, autogenes Training mal gehört hat, mal so einen Kurs mitgemacht hat.
Und das nehme ich quasi alles bei mir schon mit rein und habe dann so eine Art Trainingsmodell aufgebaut.
das dann so stufenweise Richtung Achtsamkeit sich dann quasi entwickelt, wo es dann halt wirklich um diesen
Wie wir schon beschrieben haben, so ein bisschen advanced auch Zustand geht, um einfach wertungsfrei Dinge im Moment, die passieren, zu beobachten.
Aber ja, ich muss sagen, das ist wirklich, ich denke, es kommt aus Wording an, aber grundsätzlich sind alle interessiert an Entspannung.
Aber ja.
Es ist aber clever, die Mental Fitness, also eben gerade Leute, die eben machen und die vorwärts streben wollen.
Das klingt viel attraktiver, weil das ist was, da kann ich was leisten.
Fitness und so und mental.
Das ist natürlich der Trugschluss, ne?
Im Achtsamkeit per se geht es nicht um Leisten, es geht auch um Ankommen.
Und das ist aber auch, was ich gerade in der ersten Sitzung zum Beispiel ist und nur ankommen bei mir.
Und wirklich so, okay, alles mal weg, was irgendwie Leistungs.
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getrieben und sonst irgendwie Erwartungen angeht.
Jetzt geht es gerade echt nur um Ankommen.
Wer bist du?
Was sind deine Träume und Wünsche und wo würdest du gerne mal hinkommen?
Sehr schön.
Sehr schön, lieber Janik.
Das war sehr spannend, sehr, sehr inspirierend.
Schon mal vielen Dank dafür.
Wenn jetzt jemand mehr über dich und deine Arbeit erfahren möchte, wohin sollte er am besten gehen?
Am besten auf meinem LinkedIn-Profil, dort ist eigentlich alles beschrieben, da bin ich auch aktiv, da kann man mir gerne eine Nachricht schreiben.
wenn es auf Resonanz getreten ist.
Und ansonsten in Kontakt-Info findet man auch meine Website, wo es dann weiter zu einem Terminbuchung geht
Da gerne mal reinschnuppern.
Ansonsten wirklich sehr gerne auf LinkedIn.
Einfach Nachrichten, Knopf drücken und mir ein Hallo schreiben.
Ich freue mich über Antworten von allen eigentlich.
Sehr schön.
Und wenn man mit dem Janik vernetzt ist oder im Volk, dann sieht man auch immer gute Beiträge, die er postet.
hier der Hinweis auf das Interview.
Ich meinte es nicht das, sondern ich meinte eben so diese Hinweise.
Ja, das ist auch gut natürlich, aber ich meinte nicht das.
So gute Fragen, die du da stellst oder eben auch weitere
Hinweise, die du da gibst oder zum Teil auch Übungen, die du teilst und so weiter.
Also zum Beispiel hier 17 Sekunden, um wieder bei dir anzukommen.
Mehr brauchst du nicht.
Also wenn dich das Thema packt, dann geh dahin und dann wirst du in jedem Fall viele, viele Informationen dazu finden.
Und genau.
Den Link, ich blende ihn nochmal ein, er ist auch im Chat, aber ich blende ihn nochmal hier ein.
Abkürzung ivanblatter.
link/janik, das kann man sich glaube ich besser.
Merken als die LinkedIn-URL ist auch alles.
Genau, ist auch alles verlinkt etc.
Ich hätte vielleicht Aufmerksamkeit nehmen sollen oder so, aber so ist es gut.
Vielleicht zum Abschluss.
Wenn du einen Menschen, bei dem du spürst, der ist knapp oder kurz vor diesem Overload, wenn du dem nur einen einzigen Satz mitgeben könntest, welcher Satz wäre das?
Das ist eine spannende Frage.
Ich würde sagen, Leidenschaft per se
Wenn du Leidenschaft keine Grenzen setzt, dann wird es früher oder später Leiden erzeugen.
Ja, im Wort, wie so ein Wortspiel eigentlich.
Leiden schafft, schafft Leiden, wenn es übertrieben wird, würde ich sagen.
Sehr schön.
Ein Augenöffner, wenn man darüber nachdenkt und sich das mal im Kopf oder auf der Zunge zergehen lässt, kann durchaus ein Augenöffner sein, dass man sagt, nee.
Stimmt, Leidenschaft ist gut, aber ich muss aufpassen, dass sie nicht zu viel oder kein Leidenschaft.
Soweit mein Gespräch mit Janik Schwoerer-Böhning.
Auch an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an ihn.
Die Mitglieder meines Zeitnutzerclubs konnten die Diskussion mit Janik nach dem Interview.
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noch in einer privaten QI fortsetzen.
Dort sind wir noch tiefer in das Thema eingetaucht und konnten auch unsere persönlichen Gedanken und Herausforderungen mit ihm besprechen.
Falls du noch nicht Mitglied im Zeitnutzerclub bist
Dann informiere dich jetzt über diesen Club.
Alle Infos findest du unter ivanblatter.
link/club.
So oder so wünsche ich dir viel Spaß beim Nachdenken über all die Inspirationen von Janik.
Überleg dir doch noch kurz, was davon du jetzt sofort umsetzen wirst.
Denn die schlechteste Lösung ist immer, verdrängen um nichts tun.
So schließe ich mit, nutze deine Zeit, denn sie kommt nie wieder.
Dein Ivan Blatter.