Der stoische Pirat

Hat die SP die Bodenhaftung verloren? Sind linke Parteien heute zu weit von den Anliegen der Arbeiterklasse entfernt? Im offenen und respektvollen Gespräch zwischen SP-Nationalrätin Andrea Zryd und dem Stoischen Piraten geht es um Sozialdemokratie, Bodenständigkeit, Diversität, Macht und Verantwortung.

Zryd spricht über ihren ungewöhnlichen Weg in die Politik, die Rolle des Staates, wirtschaftliche Gerechtigkeit und warum sie an eine starke Polizei glaubt. Dabei scheut sie nicht davor zurück, kritische Fragen zu beantworten – etwa zur Abschaffung der Armee im SP-Parteiprogramm oder zum Umgang mit Antisemitismus in der Linken.

„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Bodenhaftung verlieren.“ – ein ehrliches Statement von Zryd, die sich als pragmatische Humanistin sieht und für Dialog statt Ideologie plädiert.

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What is Der stoische Pirat?

Der stoische Pirat ist auf der Suche nach dem Schatz des guten Lebens. Er trifft auf seiner Reise auf philosophische, psychologische und politische Fragen. Die Absicht der stoischen Piraten ist es zum kritischen Nachdenken anzuregen und zu mehr Menschlichkeit, Grossmütigkeit und Zivilcourage zu motivieren. Die Piraten gaben sich nicht mit den herrschenden gesellschaftlichen Normen zufrieden, sie stellten in Frage und versuchten neue Wege zu gehen. Der Podcast richtet sich an offene Menschen, an Querdenker, an solche, denen die heutige Streit- und Diskussionskultur zu einfältig, rechthaberisch und politisch korrekt geworden ist.

Der Stoische Pirat:

Ist das nicht ein Problem, das die SP hat oder DIE LINKE generell diese dieser Lust der Bodenhaftung? Also man spricht ja auch heute von den Küplilinken, in denen, ja, diesen urbanen Winken, die keine Ahnung haben, alles Arbeit nirgendwo in den gleichen Sektoren. Und ist da nicht irgendwo ein Problem, dass die ursprünglich sozialdemokratische Partei, die

Andrea Zryd:

Die Gewerkschaft.

Der Stoische Pirat:

Genau, die Gewerkschaft, die die die Arbeiter vertreten haben und Arbeiterinnen und heute so ein, ja, so etwas abgehoben ist. Hua, liebe Piratenphilosophen, Ketzer, Denker und Humanisten. Herzlich willkommen auf dem Schiff des stoischen Piraten und auf unserer Suche nach dem Schatz des guten Lebens. Mein Name ist Matt und ich bin der Gastgeber des Podcasts der stoische Pirat. Und heute hab ich wieder mal eine ganz spannende Gesprächspartnerin bei mir.

Der Stoische Pirat:

Es handelt sich nämlich eine der coolsten Nationalrätinnen und Nationalräte der Schweiz, Andrea Zried. Andrea Zried, herzlich willkommen auf dem Schiff des Storischen Pirat.

Andrea Zryd:

Ich freue mich sehr und ich bin wahnsinnig gespannt, was auf mich zukommt. Wir sind beides, ich glaube, politisch sind wir in eine andere Richtung gepolt und trotzdem hat uns oft sehr viel verbunden. Darum bin ich sehr gespannt und ich hab dich, glaube ich, einmal als Hippie der SVP bezeichnet.

Der Stoische Pirat:

Genau, genau das stimmt. In im Wir waren zusammen im Bihladagblatt in einem Portrait und Du hast mich als Hippie bezeichnet. So hast Du mich als Hippie bezeichnet jetzt schon wieder.

Andrea Zryd:

Ja, einfach weil Du irgendwie aus der SVP rausfällst, ob ob Donald Also ich denke, politisch gesehen bist Du für dich am richtigen Ort, aber oftmals hast Du Ansichten, die völlig anders sind, beispielsweise der Wolf oder auch Diversität, wo Du ganz anders reagiert hast und ich hab mir gesagt, das ist der Hippie, der Netzpoint. Mit dir kann man auch über Themen sprechen, wo Du auch die Meinung einmal änderst oder also änderst, wo Du einfach eine andere Haltung hast und irgendwie auch ein bisschen Humanist bist.

Der Stoische Pirat:

Das ist so. Also ich hoffe es zumindest. Ich hoffe es zumindest. Ich habe auch gesagt, eben die coolste, eine der coolsten Nationalärzte und Nationaltewe, so sage ich das auch. Also hat natürlich auch noch einen einen Grund, also nicht, wir kennen uns ja auch schon etwas einen Moment und Du bist auch cool.

Der Stoische Pirat:

Aber das erste Mal, als ich dich wahrgenommen habe, war, glaub, bei den, als Du als Großrätin angetreten bist und im Kanton Bern. Und dann hast Du ein Plakat gehabt, wo Du in einem Startblock Ja. Bist.

Andrea Zryd:

Genau.

Der Stoische Pirat:

Und ich muss mich noch erinnern, meine Frau kam nach Hause und sagte, weißt Du, jetzt habe ich endlich mal ein cooles Plakat gesehen. Und und da habe ich gesagt, von wem? Ja, hat sie's mir gezeigt, Sondern hab ich gesagt, ja stimmt. Ich sag, alle sind immer so bieder. Alle stehen da wie Versicherungsverkäufeinnen und Verkäufer.

Der Stoische Pirat:

Und und da kommt kommt diese Frau in den Startlöchern und oder stimmt. Also das ist auch dort eben etwas ausgefallen. Etwas anderes, anders als vielleicht der Durchschnitt. Und so nehm ich dich auch wahr. Ich hab jetzt gesagt, Du bist Nationalrät, Du bist gewählt, Du wohnst in Macklingen Mhm.

Der Stoische Pirat:

Im Seeland. Jetzt, wenn man deinen Akzent hört und auch deinen Namen, Zried, Zried ist nicht wirklich ein Säleinder Name. Wie kommt es, dass Du in Macklingen gelandet bist und von woher überall?

Andrea Zryd:

Ja, also ich komme aus Adelbourne, einem ziemlich konservativen Dorf in den in den Bergen im Berner Oberland. Ich bin dort mit meinen drei Geschwistern aufgewachsen und ich bin und bleibe immer eine Oberländerin, werde auch als Bergsiege oder Sturmbock bezeichnet, teils auch in meiner Partei. Erstaunlich eigentlich, dass ich in der Spe gelandet bin. Ich also meine Mutter kommt aus der sehr bürgerlichen Familie. Sie ist Italienerin, ihr Vater war Diplomat und mein Vater ein gebürtiges Bauernkind eigentlich und sein Vater war Bergführer und Schreiner.

Andrea Zryd:

Aber lustigerweise war waren sie sehr, ja, ich links unterwegs schon als Familie und das hat hat mich wohl geprägt. Und in Selland bin ich gekommen durch mein Studium in Maklingen, das war immer mein Traum. Mein Vater war schon in Maklingen, war dort Student und ist Sportlehrer geworden und ich wollte immer schon im Kindergarten Sportlehrerin werden und bin dann nach Maklin gekommen und das war mein Herzenswunsch. Und dann kleben geblieben im Seeland und ich glaube, das Bilang hat mich fasziniert, hat mich mitgeprägt später. Und auch son bisschen Bil als nicht so geschleckte Stadt, vielleicht ein bisschen das Multikulturelle auch.

Andrea Zryd:

Das hat es mir irgendwie angetan. Und dann mein Partner ist ein ein Berniorassier, auch Sportlehrer und Trainer und ja, somit hat es sich gegeben, dass ich hängengeblieben bin, aber immer wieder mit Sicht auf die Berge von Maklingen aus in meine Heimat. Also meine Wurzeln sind klar, ich bin eine Oberländerin und eine Seähländerin.

Der Stoische Pirat:

Ja. Ist das spannend, Du hast es vorher gesagt, in eigentlich noch erstaunlich mit deinem Hintergrund, dass Du bei der Esp gelandet Genau. Bist. Und und ich habe mir das auch schon überlegt. Also ich ich stereotypisiere jetzt ein wenig.

Der Stoische Pirat:

Also ich komm jetzt auch mit Klischees, aber ich habe den Eindruck, Du bist bodenständig, Du bist sportlich, Du bist hast Humor. Irgendwie passt das gar nicht in DSP. Also es ist etwas Stereotypisch.

Andrea Zryd:

Ja, wirklich, es sind nicht alle humorfrei. Es gibt auch es gibt auch ganz viele andere. Ich glaube, das Bornständige, das wird mir zugeschrieben, auch in meiner Partei. Und Bert Jans hat mir kürzlich ein paar Zeilen geschrieben, eine Weihnachtskarte und hat gesagt, Du tust zu unserer Fraktion gut mit deiner bodenständigen Art. Das hat mich sehr gefreut, aber ich glaube, er selber ist eben auch so ein Basler, auch bodenständig.

Andrea Zryd:

Und ich glaube, ich bin, also nein, ich weiß, ich bin eine Sozialdemokratin, aber ich mag irgendwann an der Basis sein. Und und ich bin Humanistin, auch ein bisschen bei einem Podcast zu sein. Die Menschen sind an sich spannend, egal aus welcher Ecke sie kommen und alle bringen etwas mit, das man verstehen muss und sie anhören soll und nicht einfach vorverurteilen. Und die SPP macht das nicht grundsätzlich, aber ich denke und da hast Du ein bisschen recht, bei allen Extremseiten, sei es in der SVP oder auch in der SPP muss man aufpassen, dass wir nicht die Bodenhaftung verlieren und eben die wirklich den den Draht zu den Menschen behalten und nicht irgendwelche Theorien einfach nur vor uns hertreiben, wie es sein müsste und sollte, sondern zuhören, ja, wie ist es dann wirklich? Wo drückt der Schuh und wo machen sich unsere Leute Sorgen?

Andrea Zryd:

Und darum weiß ich, dass Bergbauern, die haben berechtigte Anliegen, die ich auch vertreten kann. Vielleicht anders als bei einer bei einem Großbetrieb oder so. Aber ich bin, ich kann das wie nachvollziehen, bin vielleicht nicht immer gleicher Meinung, aber ich ich spür es, glaube ich.

Der Stoische Pirat:

Ja. Aber ist das nicht gerade etwas, was Du ansprichst? Ist das nicht ein Problem, das die S p hat oder DIE LINKE generell, diese dieser Verlust der Bodenhaftung? Also man spricht ja auch heute von den Küplilinken, in den, ja, diesen urbanen Linken, die keine Ahnung haben, alles Arbeit nirgendwo in den gleichen Sektoren. Und ist da nicht irgendwo ein Problem, dass die ursprünglich sozialdemokratische Partei, die Die Gewerkschaft.

Der Stoische Pirat:

Genau, die Gewerkschaft, die die die Arbeiter vertreten haben und die Arbeiterinnen und heute so ein, ja, so etwas abgehoben ist?

Andrea Zryd:

Ich behaupte, wir müssen mehr an die Basis wieder ein bisschen zurückbuchstabieren. Das Gedankengut, da stimmt für mich im Grundsatz, aber die Art und Weise, wie wir es kommunizieren, scheint schwierig zu sein. Und das ist auch ein Grund, dass wir anscheinend Wählerschaft verlieren. Also irgendwo müssen wir schon kritisch hinsehen, wieso ist das der Grund? Und wieso bis jetzt plötzlich quasi der Gegner, die SVP Themen von uns, dass Menschen, die das Gefühl haben, ja, ich werde jetzt besser vertreten von den SVP, das kann für mich nicht sein.

Andrea Zryd:

Und da müssen wir uns hinterfragen. Und ich sage, die SVP hat das hat ein ähnliches Problem. Überall, wo es extrem ist und wo wir Macht haben, sei es links und rechts, große Parteien mit mit großem Machtanspruch, dort passieren solche Fehler. Und und das dürfen wir nicht mehr zulassen. Wir müssen viel mehr wieder uns auf die Basis konzentrieren.

Andrea Zryd:

Auch wenn es manchmal nicht zu sexy ist, manchmal nicht so im Rampenlicht, aber das, also ich glaube, wir beide haben das ja immer 'n bisschen gemacht, dass wir eben auch andere Meinungen tolerieren und anhören und und das doch, das bringen wir beide, glaube ich, mit in unseren Flügeln der Partei.

Der Stoische Pirat:

Ja, ich denke es auch und ich denke, es ist auch wichtig, dieses in Das dieses Bewusstsein zu haben, man weiß nicht alles oder man weiß eigentlich wenig. Und man man glaubt etwas, man glaubt an etwas, aber man muss auch bereit sein, sich kritisch zu hinterfragen oder eben auch hinterfragen zu lassen und vielleicht auch, wenn mal nötig, vielleicht auch seine Meinung zu ändern. Das hat nichts mit Windfahne zu tun, sondern Ja. Denke, das hat mit Erfahrung zu tun und eben mit, wenn man etwas lernt.

Andrea Zryd:

Ja, lernt zu. Ich glaube, Lernbereitschaft ist etwas vom wichtigsten, dass wir bereit sind zu verstehen, wieso ist jetzt jemand dieser extremen Meinung, es muss einen Grund haben. Ja. Hat hat es familiäre Gründe, wurde diese Person enttäuscht? Ja.

Andrea Zryd:

Ich eben dein Trauma in der Schule, was auch immer, das das kann zu anderen Haltungen führen und das erklärt dann auch vielleicht, wieso wieso ein Trend sich ändert, auch ein politischer Trend. Wir haben vorhin darüber gesprochen, die Gewaltbereitschaft, die bereitet mir wirklich Sorgen. Ist mir völlig egal, aus welcher Ecke. Das darf nicht sein. Und das ist einfach nicht menschenwürdig, was was jetzt teils passiert Ja.

Andrea Zryd:

Und geschieht. Das das müssen wir doch mit aller Gewalt verhindern und wir haben das Glück, wirklich in einer Demokratie zu leben. Das ist unsere große Chance Ja. Es besser zu machen als andere Länder. Und das das ist für mich das höchste Gut.

Der Stoische Pirat:

Ja. Du hast vorher auch noch gesagt, Du bist von Grund auf Sozialdemokratin. Jetzt möchte ich trotzdem wissen, wie wie wie kam es dazu? Was oder was hat dich bewegt? Also überhaupt mal in die Politik zu gehen, wann war das?

Der Stoische Pirat:

Gab es da einen Schlüsselmoment in deinem Leben? Und wieso gerade die Sozialdemokraten?

Andrea Zryd:

Mhm. Ich hatte einen sehr guten Geschichtslehrer, ist verstorben in der Zwischenzeit und er hat mit uns Geschichte gelebt. Er hat, ich glaube, heute wäre das schwierig, weil ja, wenn überall alles kontrolliert und hinschaut, dann würde er dann sagen, er hat Politik gemacht. Selbstverständlich hat er auch irgendwo Politik gemacht. Aber er hat uns aufgezeigt, Ja, natürlich der Zweite Weltkrieg, das hat er uns schon gezeigt.

Andrea Zryd:

Wir haben einen Film geschaut, ich glaube, die Brücke hat er Heißt dieser Film? Mhm. Schwarz Weiß Film und das als

Der Stoische Pirat:

Mit den Jungen. Ist das mit jungen Soldat?

Andrea Zryd:

Ja, ich glaube und also

Der Stoische Pirat:

Wo das wo wo so Sechzehnjährige?

Andrea Zryd:

Irgendwie so und Ja. Ich ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, aber ich weiß, ich hab geweint und das hat mich irgendwie enorm betroffen gemacht. Ich war siebte, achte Klasse, achte Klasse wahrscheinlich und dann ist eigentlich so der zweite Weltkrieg, war dann plötzlich extrem präsent, auch der Kalte Krieg damals.

Der Stoische Pirat:

Ja. Und

Andrea Zryd:

dann wollte ich etwas bewirken. Das irgendwie, man muss aufstehen, wenn Du etwas bewirken willst. Egal, das kann in der Schule sein, das kann im Sport sein, das kann irgendwo sein. Und doch, das hat mich geprägt. Ja.

Andrea Zryd:

Und dann mein Vater, er war in der Sperr und das hat mich irgendwie fasziniert, dass in Adelboden, wo sehr viel sehr religiös fundamentalistisch geprägt ist, hat er immer gesagt, es ist falsch, dass Mädchen nicht in den Sport kommen dürfen, nach wie vor einen Rock tragen müssen und lange Zöpfe. Das war teils noch so. Okay. Oder ganz andere Dinge, irgendwie nie nie ausgehen dürfen, quasi im in wirklich menschenrechtlich beschnitten worden sind im Sinne von von keine Freiheiten. Und er hat als Sozialdemokrat dagegen angekämpft und auch gesagt, auch Mädchen dürfen Sport treiben beispielsweise.

Andrea Zryd:

Und das hat mich irgendwie fasziniert. Und ich bin dann der SP beigetreten schon mit sechzehn Jahren, war aber nie in der Juso. Okay. Die Juso war für mich immer zu extrem.

Der Stoische Pirat:

Okay.

Andrea Zryd:

Also vielleicht eben darum, ich bin in der SP nicht am linken Flügel anzubieten, sondern eher am mit der rechte Flügel und finde deswegen auch Hoffnung Kompromisse. Also für mich ist das Ideologische immer schwierig. Für mich ist das, was im Leben passiert, das Pragmatische der Treiber. Ja. Und Ungerechtigkeiten, das das ist für mich das Schlimmste, wenn ich das Gefühl habe, ein Mensch wird nicht fair behandelt und ich möchte dort Chancen geben.

Der Stoische Pirat:

Ja. Was ich spannend finde, oder? Also ich bin auch, denke ich, auch etwa in der sechsten, siebten Klasse geprägt, auch damals, mich hat vor allem der Kalter Krieg damals auch Aha, ja. Geprägt. Also das war dann mit mir sehr bewusst damals, oder?

Der Stoische Pirat:

Auch Breschnjew auf der einen Zeit Ja. In dieser Boesartikel, schauen, dreinschauen im Raum mit den Augenbrauen. Ja. Dann, und so, all das hat mich schon, das hat dann schon auch geprägt und ich ich bin auch damals eben, ich denke, es ist auch, war ich ein Typisches und somit zwischen zehn und vierzehn Jahren irgendwo politisiert wird. Ich finde es auch spannend, dass Du sagst, in Ungerechtigkeiten Ich behaupte jetzt mal, das ist bei fast allen Menschen so und jetzt ist einfach der Weg der andere.

Der Stoische Pirat:

Das würde mich faszinieren. Also ich bin auch gegen Ungerechtigkeiten und Ja. Mich hat jetzt der Weg eher auf die liber, also auf die ultraliberale Seite

Andrea Zryd:

Ja, ja, ja.

Der Stoische Pirat:

Bewegt. Was fasziniert dich? Oder was was glaubst Du an, ich meine, Sozialdemokratie, kann man schon sagen, ist noch etwas anderes als Sozialismus. Aber nichtsdestotrotz, glaubst Du daran, dass Sozialismus eine Chance hätte, ob wirklich gut ist und gerecht ist?

Andrea Zryd:

Es kommt drauf an, wie Du diesen definierst. Ja. Also ich also ich denke weit weg von Kommunismus und möchte ich also hier ganz klar betonen, das hat auch nur Elend gebracht, das wissen wir. Und Gewalt war dort auch an der Tagesordnung. Was für mich nicht geht und das sind wir beim Thema Diversität, dass Du das ja auch ein Thema von dir ist.

Andrea Zryd:

Du kannst nicht Menschen alle in eine Schranke weisen, das find ich ganz gefährlich. Du musst Diversität zulassen und auch andere Haltungen respektieren. Es gibt für mich so eine Grenze an Haltung und es sind dort, wo Menschenrechte und Freiheiten beschnitten werden. Und da ist ja die Spalte zwischen Extremsozialismus und eben auch Nationalsozialismus. Das ist verdammt nahe beieinander.

Andrea Zryd:

Und das das das müssen wir verhindern. Ja. Und ich glaube, dass wir näher zusammenrücken müssen, also sowohl die Rechte als auch die Linke, genau diese diese wirklich ganz schlimmen Dinge zu verhindern. Also das das ändert immer im Krieg und in in in in Leichen Ja. Und das geht nicht.

Der Stoische Pirat:

Ja. Also bin ich natürlich absolut einverstanden. Ich glaube, ich verlaram, ich hab mir das auch schon manchmal überlegt und das Problem ist ja, sobald eine Ideologie da ist, die glaubt, die alleinige Wahrheit zu besitzen und das sind dann immer totalitäre Ja. Ideologien, also die alle anderen unterdrücken wollen. Und das ist sowohl im Kommunismus, im Nationalsozialismus ist immer ein Problem.

Der Stoische Pirat:

Und ich denke, was Du richtig sagst und das müssen wir uns alle wirklich, denke ich, immer wieder bewusst sehen, die Werte unserer Demokratie und eben auch die die Diversität. Und ich behaupte jetzt und das ist jetzt ein Grund, weshalb ich eben auch eben ultraliberal, also liberitär bin, ich glaube eben, dass eben jedes Individuum das Recht hat, so zu sein, wie es sein möchte, nach seinen Fähigkeiten, auf seinen Ideen zu leben. Also interessant ist ja auch, dass irgendwo der der Liberalismus und der Anarchismus irgendwo dann auch wieder fast wieder zusammenkommen. Ja. Und eben, also ich für mich ist es die logische Schlussfolgerung, ja, ich bin ein Liberaler, weil ich eben die Vielfältigkeit und Vielseitigkeit der Menschen schätze.

Der Stoische Pirat:

Und ich eben glaube, je eingeschränkter die Freiheit ist, desto weniger Individualität haben wir. Und ich weiß nicht, wie Du's erlebst, aber ich habe den Eindruck, wir versuchen die Menschen immer mehr zu formen und alle sollten gleich sein. Wir sprechen zwar von Diversität, aber Ideen sind nicht mehr gefragt andere. Also es wird in Ideen unterdrückt. Es man muss eben alle müssen gleich sein.

Andrea Zryd:

Oder was, also ich glaube, wir sehen uns nicht total an, sondern darum finde ich eben auch, passt Du eigentlich nicht ganz in deine Partei. Das Du bist eben, deine Partei gibt es noch gar nicht, die musst Du noch gründen. Ja, vielleicht werde ich plötzlich auch noch mit Hand. Aber nein, Spaß beiseite. Du hast gesagt, dass jedes Individuum so leben kann, wie es möchte und kann, ja, solange es nicht andere Individuen einschränkt und das ist so das, was man auszutarieren müssen und da ich glaube, genau dort ist die Schwierigkeit und stecken auch die Gräben.

Andrea Zryd:

Ich meine, wir wissen alle, es gibt Armut in der Schweiz, erhebliche Armut. Es gibt Menschen, die können sich nicht einmal mehr ein anständiges Essen leisten, das das glaubt man fast nicht Und auf der anderen Seite klafft die Schere so auseinander mit unglaublichem Reichtum. Und da sage ich dann immer, hey, wir müssen doch irgendwie schauen, dass es unseren Ärmsten besser geht. Und es kann nicht sein, dass die Reichen noch reicher werden, die Armen noch ärmer. Und jetzt, was haben wir für Möglichkeiten?

Andrea Zryd:

Und dort sind unsere Ideen wahrscheinlich anders, ob schon vielleicht, vielleicht nicht eben ideologisch so falsch angedacht von beiden Seiten.

Der Stoische Pirat:

Ja. Also ich denke, das Ziel ist wieder bei beiden gleich. Weil ich glaube, dass, wenn es denn mein Ziel ist, dass es dass die Reichen reicher werden und die Armen auch reicher werden. Das ist mein Ziel. Und das glaube ich, dass das mit eben ein mit freier Markt, mit mit dem mit mit Liberalismus, das eben möglich ist, dass es allen besser geht.

Der Stoische Pirat:

Was ich nicht möchte, ist, dass die einen Also ein Monopol oder Trinken wie eben, dass nur noch die einen reich sind und die anderen verarmt, keinen Fall. Das ist auch niemand Ich glaube, ein echter Kapitalist hat auch kein Interesse daran, dass es den den Leuten schlecht geht. Man hat den Interesse, dass es allen gut geht, weil denk jetzt, dann ist auch der Markt, der funktioniert und allen geht es besser. Und was ich eben ungerecht finde, ist, wenn der Staat eingreift und versucht, davor umzuverteilen. Ich verstehe nicht, wie's halb ist, wie's jetzt jemand prozentual mehr Steuern bezahlen muss, weil er viel verdient als jemand, der weniger verdient.

Der Stoische Pirat:

Also ich zahle auch nicht, wenn ich eine eine in in einen Laden gehst, stell dir vor, Du gehst in einen Laden, Du kaufst dort ein Mineralwasser

Andrea Zryd:

und

Der Stoische Pirat:

dann heißt es, A, Andriacri, Du arbeitest beim Baschpo, Du verdienst so viel, bei dir kostet das Wasser jetzt neun Franken, Viertelstunde. Und bei der Maden heißt es sechs Franken und bei allem drei Franken, ne. Ja. Es wäre auch komisch, also

Andrea Zryd:

Ja, ich versteh dich, aber weißt Du, ich sag mir einfach, Du sagst prozentual mehr Steuern bezahlt. Ich ich sag mir eben, ein und wir haben so viele Millionäre und auch Milliardäre in der Schweiz in der Zwischenzeit, ob die jetzt ein paar Franken mehr bezahlen? Also es mir klar, das sind Tausende von Franken Steuergeld. Die spüren das nicht einmal und tun einen Gefallen an die Gesellschaft, weil dann eben auch die Sozialleistungen bei den Ärmsten steigen können. Weil ich ich meine, Du kannst nicht einen Menschen noch mehr besteuern, der eher schon nichts hat.

Andrea Zryd:

Und aktuell ist es einfach so, dass der Mittelstand, ich denke, da können gehören wir beide irgendwo rein, also in den gehobenen Mittelstand. Wir drücken sehr viel ab. Mhm. Eigentlich verdienen wir recht gut, aber es bleibt Also wir klagen auf unglaublich hohem Niveau, ist mir völlig klar. Das ist, ich glaube, diskussionslos.

Andrea Zryd:

Aber ich sag immer, hey, wieso bestören wir nicht dort, wo wirklich viel Kohle isst und es geht allen besser. Und da das geht für mich nicht auf und da haben wir keine Lösung und ich glaube ganz ehrlich gesagt, dass auch die Basis an der SVP möglicherweise dort nicht ganz so denkt, wie abgestummen worden ist in den letzten Jahren, als eben die Extreme und also so so geht es nicht weiter und darum vielleicht auch mein Vorstoß, das Bankgeheimnis transparent zu machen. Und wir wissen es genau, dort ist viel Geld. Ich bin immer für viel Transparenz, überall auch übrigens auch bei mir. Und wir wissen, dass dort betrogen wird und niemand will jetzt wirklich hinschauen.

Andrea Zryd:

Und wenn wir dort, wo wo betrogen wird, hinschauen würden, würde es allen Bässen gehen. Da darum versteh ich nichts, dass man dort so so blind auf den Augen ist.

Der Stoische Pirat:

Glaubst Du, oder was hast Du für ein Menschenbild? Was was was was wie siehst Du den Menschen?

Andrea Zryd:

Du willst drauf raus, ich weiß fast, dass ich ein Misstrauen grundsätzlich misstrau. Ich geborene dir ein konkretes Beispiel. Ich hab vorhin gesagt, ich bin Humanisten. Ich glaube eigentlich, dass der Mensch per se möchte, dass es der Menschheit gut geht. Das glaub ich eigentlich schon.

Andrea Zryd:

Ja. Aber ich bin, wie Du auch, Du kennst den späten Sport, Thema Doping. Ja. An jedem Großanlass heißt es ja, unsere Athletinnen, Athleten, die leisten Dopingfrei und es frisst immer jemanden. Also es wird immer dort, wo's Gelegenheit gibt und das sehr spannend ist, wird immer betrogen.

Andrea Zryd:

Ist einfach so. Das ist anscheinend auch menschlich. Dasselbe passiert, wenn Du im ja Milliardär bist oder Millionär. Und darum sag ich, dort trau ich einfach nicht ganz. Es gibt ganz viele, ich bin überzeugt davon, die sehr ehrlich und toppingfrei leisten, auch an der höchsten Spitze dasselbe.

Andrea Zryd:

Ich bin überzeugt davon, dass ganz viele Millionäre und Milliardäre ehrlich steuern, aber es gibt immer auch andere. Und die sind das Problem in der Gesellschaft, wo uns dann letztlich viel Geld fehlt, eben das, sag ich mal, das Leiterärmsen etwas zu lindern.

Der Stoische Pirat:

Ja, also ich ich denke eigentlich an das Gute. Ich glaube, es, wie Du auch es heißt, die Mehrheit der Menschen ist gut und wird Gutes tun. Und ich glaube auch, dass ganz viele reiche Menschen auch bereit sind, freiwillig Gutes zu tun.

Andrea Zryd:

Das klar ist nicht.

Der Stoische Pirat:

In uns in uns drin. Ja. Wir wollen Gutes tun. Wir wollen nicht, die wenigsten Leute wollen sterben mit dem dem Wissen, ich habe einem zweihundert Millionen auf dem Konto. Die Menschen wollen Gutes tun.

Der Stoische Pirat:

Es tut uns ja auch gut, wenn wir etwas verschenken und machen. Deshalb glaube ich auch, dass deshalb sind auch viele Millionäre und Milliardäre, Philanthropen. Sie sponsoren Sachen. Ja, ja, ja. Und ich denke, ich glaube, aber eben Ich sag, wenn man sagt, ich glaube, dann weiß man's ja nicht.

Der Stoische Pirat:

Und wir Das ist ja alles Nee, nee. Das in der Politik. Wir glauben ja alle, dass sie das richtig

Andrea Zryd:

Ich glaube, es fände ich ganz schwierig Eben. Die Religion auch immer.

Der Stoische Pirat:

Genau, aber wir bin überzeugt davon, dass die Menschen eben, wenn sie weniger reguliert würden, wenn sie weniger vom Staat am Staat abdrücken müssten, sie von sich aus mehr Gutes tun würden. Ich glaube, dass der Mensch sagt, ja, ich gebe schon so viel dem Staat, jetzt soll der Staat alles übernehmen und gibt Verantwortung ab. Je weniger wir abgeben dem Staat, desto mehr Verantwortung tragen wir auf unseren eigenen Schulden. Und da sehe ich eigentlich auch das Problem, dass der Staat, je mehr je länger ihr mehr zu stark einmischt und wir immer mehr Verantwortung abgeben und dann auch das Gefühl haben, wir wir müssen ja gar nichts mehr machen. Mhm.

Andrea Zryd:

Und dort unterscheiden wir uns wahrscheinlich grundsätzlich. Ich befürworte einen starken Staat, der eben für alle Stadt für wenige schaut. Und das braucht eben in der Progression, wenn wir jetzt bei den Steuern sind, wieder eine Anpassung. Wo ich mit gereinigt bin, ich glaube an diese Geschichte der Philanthropen, dass wirklich Millionäre und Milliardäre auch etwas Gutes tun wollen. Das ist, glaube ich, vor allem in den USA auch immer eine spannende Geschichte, dass die Universitäten quasi Sponsoren oder oder irgend irgendwelche wohltätigen Gemeinschaften.

Andrea Zryd:

Das finde ich ganz wichtig. Und dort sind wir wie beim Thema angekommen, Ehrenamt, Freiwilligenarbeit. Ich denke, das wirst wir in der Schweiz unbedingt fördern. Da bin ich gespannt. Ich möchte gerne eine verkürzte Arbeitswoche zu gleichem Lohn und zwar ist mir klar, es darf nicht unrealistisch sein, aber einen halben Tag weniger und dafür investieren sich die die die Menschen mehr in Freiwilligenarbeit, Care Arbeit, Ehrenamt.

Andrea Zryd:

Ich glaube, dass man das sogar freiwillig lassen könnte und es wär wär ein Anreizsystem.

Der Stoische Pirat:

Ja. Also das ist ja ein spannendes ganz, wie man ein ganz spannendes Thema mit Arbeitszeit und so weiter. Könnten wir fast sein, glaub ich, können wir mal einen ganzen Podcast machen darüber. Also ich bin auch der Meinung, also die die Menschheit hat noch nie eigentlich diese die Idee, die ist dieser Fünftagewoche und das Acht Stunden Arbeiten pro Tag und so, das kommt ja eigentlich von der Industrialisierung.

Andrea Zryd:

Ja, genau. Ist sehr alt, ja.

Der Stoische Pirat:

Das ist eigentlich, ja, alt und auf der anderen Seite eigentlich, wenn man die Menschheit anschaut, eben noch jung. Also es, wenn man denkt

Andrea Zryd:

Ja, wenn Du ins

Der Stoische Pirat:

Ja, also

Andrea Zryd:

zu lauter geht's schon, ne. Wenn die

Der Stoische Pirat:

jagern oder noch weiter zu, wenn Du Jagger und Jäger und Sammler, die die da geht man aus, die haben die arbeiteten vielleicht einen Tag alle zwei Wochen, nämlich sie gingen auf die Jagd, legten Haben sie nach Mutti. Haben das zerlegt und dann hatte man zwei Wochen Wochen lang Ruhe, aß dieses Fleisch. Man hat zusammen Party gemacht, etwas über die Übung. Man arbeitete nicht vom von morgen acht Uhr bis bis sechzehn Uhr und das jeden Tag. Sondern man hat gearbeitet für das Essen und und das war's.

Andrea Zryd:

Und die einfachsten Bedürfnisse abzuchecken, ja, ja.

Der Stoische Pirat:

Genau. Also wir Ich denke, man könnte dort schon optimieren, man weiß auch aus der Arbeits- und Organisationspsychologie, dass es Da da hängt niemand acht, neun Stunden

Andrea Zryd:

Produktivität ist.

Der Stoische Pirat:

Produktiv ist. Und kommt noch hinzu, wenn ich repetitive Arbeiten mache, also Hand arbeite, ist es noch eher möglich. Aber wenn ich wenn ich am Computer arbeite, das ist noch viel Ermüdender. Ja, ja. Und da, glaub ich, könnte man schon gewisse Arbeitszeitmodelle anpassen.

Der Stoische Pirat:

Aber auch hier wieder, ich bin der Meinung, überlasse es dem Unternehmen. Oder wenn ich wenn ich, man sieht so tolle Unternehmermodell, die die Sachen ausprobieren wie Netflix Die Copenlock haben.

Andrea Zryd:

Ja, ja, ja.

Der Stoische Pirat:

Read Hastings von Netflix. Der sagt, alle können so viel Ferien nehmen, wie sie wollen, ist mir egal.

Andrea Zryd:

Hauptsache, das Produkt steht

Der Stoische Pirat:

Ja, ich muss eigentlich 'n Produkt, gutes Produkt haben. Lustig ist, dass so, als er das gemacht hat, weißt Du, was das Problem war? Leute nahmen keine Ferien. Was? Und dann hat er hat er ihm gesagt, ihr Dann hat er gesagt, ich sterbe ja immer sechs bis acht Wochenschlöcher in seinem Buch.

Der Stoische Pirat:

Und hat er gesagt, die Leute hat er die Leute angewiesen, wenn sie in die Ferien gehen, dass sie Postkarten schreiben, weil das motiviert die anderen, in die Ferien zu gehen und wenn man zurückkommt, soll man erzählen, was man gemacht hat. Hat mich noch lustig gedüngt. Aber den Absolut. Also ich denke auch hier wieder, den Markt machen lassen. Der innovative Unternehmer, der Erfolg haben will, wird die guten Lösungen finden.

Der Stoische Pirat:

Da bin ich überzeugt.

Andrea Zryd:

Ja, das glaub ich auch. Aber es gibt immer auch die anderen, die eben nicht so gut und so innovativ sind und die gehen unter. Und deswegen sag ich, braucht es eben trotzdem den starken Staat oder einen einen, ja, doch einen Staat, der auch der auch reguliert.

Der Stoische Pirat:

Wo wo haben die wo hat die Regulation Grenzen für dich? Und wo hat der starke Staat Grenzen?

Andrea Zryd:

Wenn das nur noch einschränkt und nur noch ein, also ein Zwang wird, da find ich es, ich bin ja selber auch eher auf der kreativen Seite anzusiedeln. Also nicht, dass ich gut zeichnen oder musizieren kann, sag ich jetzt mal, bei der Bewegung. Oder auch, ich finde immer man muss Kreativität zulassen, sich zu entwickeln. Und es gibt für mich Grenzen, wenn nur noch alles aufgedrückt wird und die also zu viele Gesetze, zu viele Verordnungen werden sehr, sehr mühsam. Und da muss ich manchmal auch bei mir schauen, wenn ich eine Forderung habe, hat das ja immer auch eine Einwirkung auf auf das Gesetz oder oder allenfalls eine Verordnung.

Andrea Zryd:

Ich weiß, es ist nicht immer angenehm, aber es hat vielleicht jetzt damit dazu tun, dass ich dass ich glaube, manchmal muss man den Menschen zum Glück verhelfen. Mhm. Und das ist eine Gratwanderung. Vielleicht bin ich sehr, sehr einig mit dir. Ja.

Andrea Zryd:

Aber unser System funktioniert nun mal auch über über Gesetze und und Ja, ja. Und das ist ein Riesenaustarieren. Ich wünschte mir, wir könnten das auch lockerer handhaben. Es ist schon so, also zu viel Staat verhindert auch. Und darum sag ich auch immer, finden wir uns in gewissen Themen.

Der Stoische Pirat:

Ja, absolut. Also irgendwie hab ich schon manchmal das Gefühl, wie gehen Sie denn in Richtung Strangulation durch Regulation? Also dieses eben dieses, dass man fast nicht mehr schnaufen kann vor lauter Überregulierung.

Andrea Zryd:

Ja. Weißt Du,

Der Stoische Pirat:

wenn ich denke, wenn wir wenn wir zurückschauen, was wir Kinder waren. Also da gab, da hat wir hatten viel weniger Regeln als aus unsere Kinder heute.

Andrea Zryd:

Ja, ja. Ja, nein, ich, das ist etwas am Schlimmsten, dass Kindsein, die auch so das das Schöne der des des jugendlichen Lebens, weißt Du, einfach wenig Grenzen ausprobieren und auch das Bauchgefühl, okay, da wahrscheinlich eine Grenze, es geht nicht. Ich glaube auch, es muss nicht immer, also das Schlimmste sind so Helikoptereltern oder es gibt ja Der

Der Stoische Pirat:

Flug.

Andrea Zryd:

Die die Rasenmähereltern.

Der Stoische Pirat:

Ja, die alles weg wegräumen.

Andrea Zryd:

Ja, ich meine, die Kinder und die Jugendlichen, die sollen Fehler machen Ja. Und einmal auf die Schnauze gefallen. Ich kann meine Kinder auch nicht vor allem bewahren. Und und auch zu wissen, ich darf Fehler machen. Ja.

Andrea Zryd:

Und das ist vielleicht auch 'n bisschen so der der Schutz des Kindseins noch. Aber irgendwo später in der Arbeitswelt ist es doch eben recht hart. Ja. Ja. Ich ich werde zum Beispiel auch für eine Schule ohne ohne Noten im Grundsatz sehen, aber wenn wenn alle Fächer benotet werden, finde ich, muss auch Sport benotet werden bezahlen, so ist es auch nicht fair.

Andrea Zryd:

Ja. Das ist so immer wie, wo wo setzt Du die Grenzen? Das das macht mir schon auch Mühe. Und da eigentlich auch an mir selber, ja, jetzt regulierst Du selber. Das ist schon also nicht immer einfach, aber Wir sind auch gefangen in der Politik dort.

Andrea Zryd:

Ja. Und darum tut es gut auszubrechen ab und zu. Aber möchte ich schon noch mal den Ball zuspielen, wenn wir Richtung Polizeistaat gehen, also es ist sehr, sehr klischeschaften überspitzt gesagt, sind wir Gott sei Dank weit davon entfernt. Aber ich meine, gerade die Bürgerseite will immer mehr überwachen und regulieren und noch mehr Polizei und noch mehr Da da denke ich manchmal, ja wieso? Wir wissen, dass eine Depression auch auch das Gegenteil bewirken kann.

Andrea Zryd:

Und ich bin eine in meiner Partei, ich stehe voll hinter der Polizei. Ich finde, wir brauchen eine starke Polizei, auch eine bewaffnete Polizei übrigens, hab ich mich klar geäußert. Letzte Woche haben wir nicht nur Freunde gemacht und Freundinnen, aber ich steh jetzt dazu. Ja. Aber dort sind wir auch im Überregulieren.

Der Stoische Pirat:

Absolut. Und

Andrea Zryd:

das ist, ich, irgendwo finden wir im Moment nicht mehr raus und auch diese Verwaltung, die aufgebauschte Verwaltung und ich hätte lieber mehr Bewegung als noch mehr Verwaltung.

Der Stoische Pirat:

Irgendalso Bürokratie Ja,

Andrea Zryd:

es

Der Stoische Pirat:

wird aufgebausch.

Andrea Zryd:

Auch so ein Szenario jetzt nur teurer in

Der Stoische Pirat:

Genau.

Andrea Zryd:

Das Ja.

Der Stoische Pirat:

Und den Überwachungsstaat, den Du angesprochen hast, da hast Du natürlich Ist auch wieder spannend. Du hast schon auch auf der wirklichen Seite gibt's natürlich auch beides. Das ist die Law and Order Fraktion. Ja, ja. Und dann eher, sag ich mal, die die Liberalen, wo ich da zu gehöre, wo jetzt eben keine Also ich möchte keinen Überwachungsstaat.

Der Stoische Pirat:

Ich find keine Kameraüberwachung.

Andrea Zryd:

Ja, ja. Find ich auch, der ist nicht der richtige Weg, ja.

Der Stoische Pirat:

Und weiß auch, dass es nicht funktioniert. Also wissenschaftlich gesehen, es gibt keine Ahnung.

Andrea Zryd:

Ja, es gibt nicht wenige Kriminalität des Weg in der

Der Stoische Pirat:

Genau, es verlagert sich einfach vielleicht etwas. Eine Gros, ich ich ich bin auch nicht dafür, ich bin auch stolz darauf, dass wir ein Land haben mit einer geringen Polizeidichte und trotzdem funktioniert es. Was ich nicht richtig finde, ist, dass die, wenn die Polizisten zu wenig verdienen. Ich finde es nicht richtig, Ach so. Die entsprechend ausgerüstet sind.

Der Stoische Pirat:

Genau. Und ich bin auch nicht Ich bin auch der Meinung, die die die Es hat zu wenig Personal, die Leute, gerade im Kanton Bern und so und Zürich und so weiter, die enorm viele Anlässe haben, Sport und überall. Ja. Und ich kenne so viele Kollegen von mir, die sind Polizisten, die haben Überzeit und Ja. Das ist auch nicht das ist auch nicht mehr korrekt, oder?

Andrea Zryd:

Nein, das ist falsch. Das sehen wir völlig gleich. Also da sind wir wieder beim Thema Humanismus. Wir wollen ja, dass es den Menschen gut geht. Sie sind am Anschlag.

Andrea Zryd:

Es ist zu viel Arbeit, weil es ja, es ist nicht so die Stundenzahl, es ist einfach auch die Belastung von gewissen Delikten, die sie bei sich haben dann oder einsetzen, die sehr belastend sind und die brauchen einfach mehr oder eine andere Erholungszeit und das ist schon, also ich bin überzeugt davon und wenn wir das schaffen, die beiden Flügel dort ein bisschen näherzurücken, die ganze Geschichte der Work Life Balance, das ist ein tolles Wort, das ist völlig abgelutschtes Wort und niemand lebt es. Wenn wir das hinkriegen, dass wir den Menschen wieder etwas mehr Luft geben, auch Und dort sind wir wieder traditionell versus moderne Modelle. Ich meine, ich bin Mutter von zwei Kindern, sieben und neun Jahre alt. Ich ich möchte auch für meine Kinder da sein und schon ich arbeite und ja, ich bin jetzt in der Politik ziemlich weit oben angelangt. Ich bin im Sport, im Spitzensport tätig und trotzdem habe ich Zeit für meine Kinder, weil ich sie gestinkt frech auch rausnehmen und da auch einen Partner habe, das der das mitlebt.

Andrea Zryd:

Aber es ist schon, es ist nicht einfach und oft noch verpönt, wenn Du arbeitest oder sogar eine Karriere anstrebst und trotzdem Familienzeit willst und dort müssen wir besser werden. Das muss möglich sein, aber auch wir müssen gewisse, also auch ein bisschen einsehen, wenn Du Kinder hast, hast Du auch eine Verantwortung.

Der Stoische Pirat:

Genau. Also man kann es ja wieder die Kinder haben und dann im Staat abgeben, was ich halt auch in der

Andrea Zryd:

App habe. Ja, das ist son bisschen genau das Traditionelle wäre das das ganz moderne Modell. Ich glaube, dort soll, ich denke, soll jeder so ausstellt, wie es grundsätzlich für richtig hält, aber wir müssen uns die Verantwortung gegenüber unseren Kindern auch also klar sein und nur stark geht nicht. Finde ich finde ich übrigens auch, ob schon, ich bin ein großer Fan von von Kita und Kinderbetreuungsangeboten. Die die braucht es zwingend und die müssen auch verbessert werden, meiner Meinung nach.

Andrea Zryd:

Aber wir müssen das das Arbeitsfamilienmodell überdenken. Und ich glaube, dort sind wir wie noch nicht angekommen. Und finde, das machen andere Staaten, nordische Staaten oft besser oder anders, zumindest anders.

Der Stoische Pirat:

Wie siehst Du das eben, das traditionelles und modernes Bild angesprochen? Und ich habe manchmal den Eindruck, dass wenn eine Frau heute sagt, ich will Mutter sein und bleibe zu Hause, dass sie gerade eben von den Linken, fast mit Naserrümpfen angeschaut wird und sagt, oh, das ist ein, ich mein, eine Ein Drahtweisch Genau, genau, genau. Grau so ein

Andrea Zryd:

bisschen beleuchtet.

Der Stoische Pirat:

Das darf doch auch nicht sein.

Andrea Zryd:

Nein, Das, genau. Also das find ich, ich hoffe, dass das von mir niemand das Gefühl hat. Ich habe mich jetzt für ein Modell oder wir haben uns, mein Partner, ich habe uns für ein Modell entschieden, wo beide arbeiten können. Aber also nein, wenn jemand zu Hause bleiben will, egal ob es jetzt die Frau oder der Mann ist, unbedingt. Also das find ich, hey, top.

Andrea Zryd:

Also das ist gar für mich gar kein Problem. Also das find ich enorm wichtig. Und da das sind wir bei der Toleranzfragen so ein bisschen das das Guyisator Design, das Du erwähnt hast, so ein bisschen das Belächeln oft, das Hausmutti zu Hause ist völlig unfair. Sie sollte aber die Chance haben, wenn sie arbeiten möchte, dass es irgendwie klappt und nicht, weil sie wie

Der Stoische Pirat:

muss. Genau.

Andrea Zryd:

Und das gibt es natürlich, dass es einfach nicht anders geht, weil einfach die Kinderbetreuungskosten so hoch werden, dass es sich nicht lohnt zum Arbeiten. Aber wenn jemand zu Hause bleiben will, soll er das ums Gottes Willen, weißte nicht. Gott ist mir jetzt nicht sehr nett, aber grundsätzlich soll er das dürfen oder sie. Also völlig klar.

Der Stoische Pirat:

Diversity haben wir vorhin schon vorher schon etwas gesprochen. Du bist bei so wie ist Diversity im Vorstand?

Andrea Zryd:

Vorstand, genau.

Der Stoische Pirat:

Genau. Was was bewegt dich? Du hast es angetönt schon, ist es wichtig, aber was? Wo siehst Du hier Handlungsbedarf?

Andrea Zryd:

Also Boris mal, ich habe zuerst abgesagt. Ja. Nein, das ist überhaupt nicht mein Ding, weil ich hatte schon so ein bisschen Panik. Es geht nur Genderstern und Frauenthematik. Die ist natürlich wichtig und ich glaube, ich bin locker geworden diese Thematik, da war ich vielleicht ein bisschen oberländisch verstaubt unterwegs vorher.

Andrea Zryd:

Aber nein, ich habe, also für mich ist es klar, Diversität ist enorm wichtig überall, auch wirtschaftlich. Das ist auch nachgewiesen, dass moderne Firmen, die divers unterwegs sind, also gemischte Gremien haben, die das ist ein Mehrwert. Und das bin ich hundert Prozent davon überzeugt. Und Diversität heißt nicht lesbisch oder schwul sein oder hetero sein. Und das das glaube ich wird oft einfach als das abgestempelt und sowieso völlig egal ist, wer mit wem wie ins Bett geht außer es ist irgendwie pädophilie, was ganz schlimm ist, aber ist mir so etwas von scheißegal.

Andrea Zryd:

Ich find's einem übel, dass wieder so thematisieren Ja. Das ist mir so was von egal. Aber Diversität bedeutet auch so, unterwegs zu sein, wie Du wie Du dich in deinem Körper fühlst.

Der Stoische Pirat:

Mhm.

Andrea Zryd:

Und ja, das kann jetzt sein, dass ein Jugendlicher oder ein Mann das Gefühl hat, ich hab sehr viel Weibs in mir oder und ist halt dann irgendwie anders unterwegs. Also ich find das eigentlich ziemlich entspannt und es tut mir leid, dass man das so noch als Krankheit abtut oder wie auch immer. Ist ich find's vor allem auf der männlichen Seite sehr schlimm. Also es Ich hab's ja vorhin gesagt, ich bin Sportlehrerin und wir wissen heute, dass Du hast in einer Zwanzigerklasse, Du hast fast sicher mindestens ein ein Mensch darunter, der wahrscheinlich weder Frau noch Mann ist oder irgendetwas dazwischen im Spektrum und sich in der Garderobe nicht wohlfühlt und das darf eigentlich heute nicht mehr so sein, dann müssen wir offener werden. Und deswegen finde ich die Diversitätsgeschichte sehr wichtig, wegen den menschlichen Schicksalen, die dahinterstehen.

Andrea Zryd:

Mhm. Und das gibt da viele Möglichkeiten heute. Genau. Aber auch aufpassen, ist es jetzt einfach so trendy ein bisschen

Der Stoische Pirat:

Eben, genau.

Andrea Zryd:

Ich bin dann in die Trans oder wie auch immer unterwegs. Ich denke, da dürfen schon auch hinschauen. Und der Genderstern, mir persönlich ist ja ziemlich egal. Das wird in meiner Partei nicht so gerne gesehen. Für mich sind es einfach Menschen.

Der Stoische Pirat:

Genau, absolut. Und ich denke, das ist auch das, was auch meine Meinung. Wir müssen vor allem Menschen sehen und nicht

Andrea Zryd:

Genau.

Der Stoische Pirat:

Und nicht Gendersterne und Geschlechter und so weiter, vor allem primär mal Menschen. Ich bin auch der Meinung, dass das das gibt Menschen, die im falschen Körper vielleicht geboren sind Ja, das gibt's. Oder einfach sich nicht wohlfühlen. Das gibt es. Was ich aber auch der Meinung bin, ist, man muss aufpassen, dass man zu früh anfängt, mit Einfluss zu nehmen.

Der Stoische Pirat:

Und das ist genau das wegen dem Trenndesign und so weiter, dass ich denke, das braucht wirklich Der der Mensch, der sich dann das, dessen Geschlecht verändern wird, der muss sich wirklich bewusst sein, was tut.

Andrea Zryd:

Was es bedeutet, ja. Was es

Der Stoische Pirat:

bedeutet und ich glaub, das braucht Begleitung und darf nicht etwas sein, weil es jetzt einfach modern ist. Und und jetzt machen wir es einfach und weil weil es Man man weiß ja auch, dass auch viele Menschen, die dann das Geschlecht geendet haben, dann auch Wieder zurück. Genau. Und ich denke, das ist dann schon Trag, das sieht dann auch tragische Geschichten, oder?

Andrea Zryd:

Also ich finde, das ist es, was mir weh wehtut, dass diese Tragik dahinter, die bis zur Suizidhütte Ja. Oft. Es gibt ja auch, ich hab kürzlich eine Sendung gesehen, wo eine Mutter, die hat ein Kind oder eine Elternparty, ein Kind hat man das bewusst so lassen, wie es ist. Ob schon, also es ist, ich bin nicht mehr sicher, ich glaub, es ist auf dem Papier ein Knabe, aber wahrscheinlich eher Richtung Mädchen und die sagen einfach, hey, es ist weder noch ist doch einfach auch okay. Mhm.

Andrea Zryd:

Und ich glaube, die Gesellschaft, die muss dorthin kommen, dass es nicht einfach Mädchen, Bube oder Frau Mann gibt, sondern dass es auch etwas dazwischen gibt und sie ist völlig okay. Du kannst beibe sein und hast halt vielleicht ein Schnägig auf gut Deutsch gesagt und ja und. Aber das also das ja und, eben das sagen wir jetzt so einfach. Also das ist in unserer Gesellschaft überhaupt nicht noch so weit. Also wir sind noch sehr weit weg davon.

Andrea Zryd:

Aber dass man eigentlich sagt, es braucht gar gar keine, wenn gewünscht, auch gar keine Operation. Es ist so, wie sie ist und ich

Der Stoische Pirat:

Eben, dass das

Andrea Zryd:

Das wäre wie schön, aber

Der Stoische Pirat:

Genau.

Andrea Zryd:

Muss man schon, das ist, glaube ich, viel arbeiten, müssen die Betroffenen auch für sich entscheiden dürfen und können.

Der Stoische Pirat:

Du hast angesprochen gehabt, nämlich die Diversität in Teams, dass dass das erfolgreich ist und das stimmt ja auch. Aber Du hast auch gesagt eben, es kommt eigentlich nicht darauf an, sexuelle Ausrichtung und so weiter. Ich habe den Eindruck gehabt, dass in den letzten Jahren, wenn man Diversity gesprochen hat, die Lactiversity auch sehr am Herzen, weil ich glaube auch an, dass das ein Erfolgsrezept ist.

Andrea Zryd:

Ja, glaube ich auch.

Der Stoische Pirat:

Was ich aber denke, was falsch gemacht wurde, man hat Diversity reduziert auf äußerliche Merkmale. Mhm. Und wenn ich jetzt schlussendlich die Diversität entsteht ja daraus, dass ich eine Gruppe Menschen habe mit unterschiedlichen Ideen und unterschiedlichen Fähigkeiten. Also wie in einer Sportmannschaft oder wo jeder eine Rolle spielt

Andrea Zryd:

Ja, genau. Der

Der Stoische Pirat:

Verteidiger, der Stürmer, der Flügel, was auch immer, oder? Und dass da Fähigkeiten, Unterschied Fähigkeiten zusammenkommen. Und eine eine Eishockey Mannschaft ist kann auch nicht einfach bestehen, nur als linken Flügeln. Ja, ja. Die hat Ja.

Der Stoische Pirat:

Weniger Erfolg als eine diverse Mannschaft. Ja. Aber ich habe den gefunden und das ist das, was schlecht war, meiner Meinung nach. Man hat sich sehr darauf konzentriert auf Hautfarbe, auf geschlechtische Ausrichtung und und sexuelle Ausrichtung. Was nicht sein darf, ist, dass man jemanden ausschließt, Weg, weil er jetzt irgendwie homosexuell ist, weil er eine andere Hauptfarbe hat.

Der Stoische Pirat:

Genau. Aber was jetzt gemacht wurde und das ist, denke ich, halt, was die Leute auch genervt hat jetzt langsam, ist das eben jetzt schon fast eine positive Diskriminierung hatte. Also man bevorzugt oder Ja, ja. Und es ging gar nicht mehr die Fähigkeiten und und die unter eben die Unterschiede, die Diversity of Thrones, die Unterschiede der Ideen, oder? Das Firmen miteinander Das kam nie zum Themen, wurde nie zum Thema.

Der Stoische Pirat:

Das hat mich etwas gestört.

Andrea Zryd:

Also ich finde es schon wichtig, also wie schon gesagt, sexuelle Neigung, das sollte wie völlig sowieso völlig außen vor sein. Es ist eher, wie Du als Mensch daher kommst. Hautfarbe sowieso egal, Religion auch egal im Grundsatz. Also es ist finde ich wichtig. Oder ich hatte ein spannendes Gespräch mit deinem Topmanager, der hat gesagt, wenn ich eine Stelle ausschreibe, eine Kaderposition heute, am besten Transgender mit einer körperlichen Behinderung dunkelhäutig oder andersfarbig, dann noch Welsch oder Tessin, alle Minderheiten erwähnt, dann kriegst Du die Stelle.

Andrea Zryd:

Und das ist das Klischee oder ich muss ja lachen und er er ist selber hat sein Team sehr divers. Also das ist darum hat er es auch mit sehr viel Humor Ja. Gebracht. Aber ja, wir müssen schon aufpassen, dass wir da nicht so zu stark stigmatisieren. Ich finde, es geht die Fähigkeiten, aber das, manchmal braucht es eben so einen einen Anfang, wo man etwas und dann sind wir vielleicht bei Du bist liberaler und ich seh, da braucht's manchmal auch 'n bisschen Staat.

Andrea Zryd:

Ja. Man muss etwas initiieren und trinken, damit das dann automatisch geschieht. Ja. Wie beim Frauenstirnrecht irgendein Mal. Aber auch eben die Quotenfrau.

Andrea Zryd:

Ich bin da auch, ich war früher sogar einmal gegen Quoten. Ja. Ich setz heute ein bisschen anders, weil wir immer noch nicht zu weit sind, aber was was ich auch absolut fies finde, ist, wenn ein Mann von Anfang an weiß, ich hab sowieso keine Chance bei einer Bewerbung. Ja. Sie haben dann auch diskriminiert, das geht auch nicht.

Andrea Zryd:

Ja. Und darum bin ich wirklich der Meinung, der Grundsatz Diversität, das ist viel mehr als Mann, Frau Ja. Und auch Hautfarbe. Ja. Eben auch kann auch Gedankengut beinhalten logischerweise.

Andrea Zryd:

Das ist so zentral und ist ein Riesenmehrwert. Ja. Und da da hatten wir noch enorm viel Potenzial.

Der Stoische Pirat:

Vor allem auch, wo ich ein Riesenpotenzial sehr immer noch ist, bei Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

Andrea Zryd:

Absolut. Dass

Der Stoische Pirat:

da sind überall noch

Andrea Zryd:

Und auch Negiven eigentlich.

Der Stoische Pirat:

Genau, abognitiven eigentlich. Absolut.

Andrea Zryd:

Ich ich denke, Kevin auch, ich hab mir das auch überlegt, ja, kannst Du ein Mensch mit Thisomie einundzwanzig je nachdem in einem Beruf einstellen? Zum ersten Mal denkt so, och, geht doch gar nicht, der Practice oder gar nicht oder sie. Aber nein, durchaus, weil weil sie bringen ein völlig anderes Gedankengut mit, das extrem bereichert sein kann. Man muss sie einfach gezielt einsetzen.

Der Stoische Pirat:

Eben nach hin nach Fähigkeiten.

Andrea Zryd:

Nach Fähigkeiten und da dort sind dann bei der echten Inklusion, oder? Das das ist dann, glaube ich, die Riesengeschichte. Ist das einfach so ein, ja, wir müssen das jetzt machen, weil man muss? Oder ist man wirklich breit, auch auf das einzugehen und und den Mehrwert zu senden. Und ich glaube, es kann ein enormer Mehrwert sein, aber auch die Ehrlichkeit zu haben, dort sind die Grenzen gesetzt.

Andrea Zryd:

Ja. Und Du Du startest dort dann auch den Menschen per se, weil weil's Genau. Die Überforderung so groß im Tragen. Nein, das bringt das einfach, das ist dann nur noch stur sein.

Der Stoische Pirat:

Na, man sollt, jeder Mensch sollte die Chance haben, seine Fähigkeiten zur Verfügung zu stemmen. Ja. In einer Organisation, in einer Gesellschaft und so weiter. Und jeder, Da bin ich auch wieder überzeugt, jede Frau, jeden Mann hat Stärken. Ja.

Der Stoische Pirat:

Also da bin ich wirklich so davon überzeugt, jeder Und wir müssen die Umstände schaffen, dass jeder Mensch seine Stärken zur Verfügung stellen kann, dass er die nutzen kann, damit er in seinem Glück streben kann. Also wir dürfen niemanden ausschließen. Also da bin ich voll auch eben Inklusion. Ich und da kommt jetzt wieder Aber eben auch meine liberale Seite, weiß ich, das bringt den Erfolg für die Gesellschaft.

Andrea Zryd:

Ja. Ja. Ja, ja, das bringt. Also durchaus, auch wirtschaftlich gesehen.

Der Stoische Pirat:

Genau.

Andrea Zryd:

Das kann nur ein Mehrwert sein, weil wir wir grenzen sonst ja schon per se einen großen Teil der Gesellschaft aus. Genau. Und das ist, glaub ich, halt schon die Veränderung, dass wir vorher Mann, Frau, bei uns auch weiß oder und und deutschsprachig meistens, wir einen großen Teil vergessen, weil man weiß inzwischen viel mehr auch über die, so auch für mich ein ein Hörercker quasi mit deiner Biologin zu sprechen. Ich sag, weißt Du, x y und x x, das das stimmt überhaupt nicht, das ist schon viel weiter.

Der Stoische Pirat:

Ja, ja.

Andrea Zryd:

Und also die Expressionen dieser Menschen, die haben teils auch andere Bedürfnisse. Wie wie verpassen wie verpassen ganz viel? Das ist so das schon Bereich.

Der Stoische Pirat:

Aber was was ich auch denke, ist, ich weiß, das hast Du vielleicht gesehen, jetzt haben wir ein, es gab ja in Kalifornien, also in Los Angeles die großen Feuer. Und als da die Chefin des oder die Vizedirektorin der Feuerwehr in ihr, hat ja Werbespot oder so gesagt, wichtig sei, dass wenn Du in einem brennenden Haus bist, dass er so sinngemäß hat, sie gesagt, dass jemand kommt, der gleich aussieht wie Du. Und dann hat die, hieß es, ja, da hat sie gesagt und dann kommt immer das Gegenargument, ja, kann denn die Person einen Mann zum Beispiel tragen oder retten? Und dann sagt sie, ja, wenn ich ihn retten muss, dann ist er einfach am falschen Ort. Oder und das ist da Oder es gibt Ja.

Der Stoische Pirat:

Meiner Meinung nach auch hier, wir müssen auch sagen, hey, es gibt Jobs, da eignen sich jetzt einfach Frauen besser und es gibt Jobs, da hängen sich Männer besser.

Andrea Zryd:

Ja, da bin ich mit dir einig. Und

Der Stoische Pirat:

da müssen wir auch nicht glaubhaft

Andrea Zryd:

Suchen, dass es irgendwie passt. Also und ich glaube, da bist Du bei mir auch als Sportlerin angelangt. Ich meine, wir sind Frauen genetisch gesehen physisch den Männern unterlegen. Wir haben andere Qualitäten, wir sind meistens besser in der Beweglichkeit oder es gibt, aber ich meine, das Testosteron Testosteron hat maßgeblich, glaube ich, einen Einfluss auf die Maximalkraft und die Schnelligkeit. Also da spreche ich als Sportwesenschafterin, ist kein Geheimnis.

Andrea Zryd:

Ja, wir werden niemals so schnell sprinten wie ein Mann. Darum macht es auch keinen Sinn, eine einheitliche Kategorie zu führen. Also es ist völlig, also im späten Sport, das ist ein anderes Thema. Im Breitensport, in Fangkategorien, die haben einen ganz anderen Sinn. Das ist etwas anderes, aber dort auch das Ziel ganz klar leistungsbezogen und auch wirtschaft ich jetzt in diesem Teil.

Andrea Zryd:

Ich will nicht Frauen gegen Männern antreten lassen oder umgekehrt. Das ist einfach unfair.

Der Stoische Pirat:

Und wie siehst Du jetzt zum Beispiel, wie wie stehst Du zu den Transsexuellen oder die die tausend

Andrea Zryd:

Intersexuelle. Genau, oder

Der Stoische Pirat:

wir sind, wenn eine Frau, die sich, oder ein Mann, die sich umgewandelt hat und jetzt beim bei den Frauenantritt und alles gewinnt.

Andrea Zryd:

Ja, also, aber das ist ja eigentlich klar geregelt. Wenn Du dich, ich muss dir immer aufpassen, dass ich's nichts falsch sage. Wenn Du dich vor der Pubertät umwandeln, also wenn Du dich umgewandelt hast vor der Pubertät, dort sind die Hormone dann, also der ist der hormonelle Prozess dann noch nicht geschehen. Ja. Kannst Du in der Frauenkategorie starten, dass Du bist ein, also das finde ich auch korrekt.

Andrea Zryd:

Ja. Ich weiß nicht, wahrscheinlich hat es schon einen, ich weiß ja einen kleinen Vorteil, ich kann das zu wenig beurteilen. Aber nach der Pubertät geht es eben nicht, weil Du den den männlichen Prozess mit dem Testosteron schon durchgemacht hast. Ja. Es hat einen Einfluss auf die Muskulatur.

Andrea Zryd:

Wir werden ja als Frauen gedopt, in diesem Fall würden ausgeschlossen. Ja. Also geht das dann auch nicht. Genau. Ich finde das per se nicht eine schlechte Lösung, aber auch dort, es ist noch so schwierig zu beurteilen, das braucht der Sport muss jetzt endlich seinen Job machen und da fühle ich mich sehr in der Verantwortung.

Andrea Zryd:

Auch bei dieser Kategorien Diskussion, die darf nicht diskriminiert sein für die null acht fünfzehn fünfzehn Menschen, wie wir es wahrscheinlich sind. Das geht eben auch nicht, aber wir dürfen auch die menschlichen Tragödien, die dahinter stecken, nicht vergessen. Ja. Aber es ist nicht eine Frage der Kategorie bei olympischen Spielen, das darf es einfach nicht zeigen.

Der Stoische Pirat:

Zeigen, ja.

Andrea Zryd:

Ja. Weil eben, wenn ich jetzt Tope und Testosteron zu mir nehme, bin ich bin ich Geschichte zum Glück und das ist auch richtig. Ist auch

Der Stoische Pirat:

richtig, ja.

Andrea Zryd:

Genau. Aber man kann dann auch nicht sagen, ja, quasi wer sich nach der Pubertät hat umwandeln lassen, dürfte dann starten. Aber es darf darf sie auch nicht. Ja. Das ist also ist geregelt, zumindest bei also bei der Leichtathletik und ich weiß jetzt nicht genau, wie sie ist bei Disziplinen, wo es schießen zum Beispiel, weiß ich nicht, wie sie ist.

Andrea Zryd:

Kommt es zum Tragen oder nicht? Es gibt da vielleicht auch Sportarten, wo's gar nicht Oder nicht nicht unbedingt, genau, was keine Rolle spielt. Würde's für mich dann eigentlich, glaub, auch nicht. Ja. Aber die Diskussion hat noch gar nicht so wirklich stattgefunden.

Andrea Zryd:

Alle haben Angst davor. Und die diese Diskussion müssen wir uns stellen und da freu ich mich darauf, die ist spannend und wichtig und wir kommen nicht darum herum. Und es kommt dann vielleicht auch nicht ganz so raus, wie wir sie uns wünschen. Ich weiß es nicht so genau, weil ich auch nicht Spezialisten bin in diesem Bereich.

Der Stoische Pirat:

Du hast von Testosteron genau oder von Doppeln gesprochen, eine ganz andere Frage. Nimmst Du, Du bist Sportlerin, nimmst Du Nahrung Nahrungsergänztensungs

Andrea Zryd:

Hey. Doktor? Überhaupt nicht. Nicht? Ich bin ja nicht im Leistungssport unterwegs.

Andrea Zryd:

Nein, für mich ist also alles aus der Doppingisse ist sowieso tabu. Also ist ist für mich ganz klar, also auch wirklich moralisch ethisch gesehen, ist für mich sehr wichtig. Nahrungsergänzungsmittel finde ich etwas ganz Wichtiges. Ich bin, ich ernähre mich normal, Ja. Dann brauchst Du es nicht.

Andrea Zryd:

Und ich muss ja auch nicht, ich muss ja nicht mehr auf einem gewissen Niveau leisten. Als ich leistungsmäßig unterwegs war, hab ich ja selbstverständlich Proteine zu mir genommen. Ja, ich hatte auch Kreatin, war bei mir nicht gut. Viel zu den hohen Muskeltonus.

Der Stoische Pirat:

Okay.

Andrea Zryd:

Ich find's immer auch aus wissenschaftlich Sicht spannend, wo hast Du wo hast Du 'n F-Vor, wo nicht? Heute ist man so weit auch in den Ernährungswissenschaften, dass man sagt, wenn Du dich ausgewogen ernährst, musst Du meistens nichts zu dir nehmen. Aber es gibt da wieder die Diskussion vegetarisch. Genau. Wie deckst Du die die Proteine ab?

Andrea Zryd:

Ja. Du kannst so viele Hülsenfrüchte, die Du sollst, kannst Du fast nicht zu dir nehmen. Genau. Musst Du auch supplementieren meistens. Es geht vegetarisch, aber Du musst sehr gut und vegan ist deine schwierigste, also vegan musst Du supplementieren.

Andrea Zryd:

Ist gar nicht alles möglich. Auch B-12.

Der Stoische Pirat:

Genau, das kommen auch noch. An dem, ich hab natürlich einen Grund gehabt, dass ich euch gefragt habe, weil diese dieser Podcast wird nämlich unterstützt von Postprotein. Ah. Und das ist sehr tief in ganz geringe Kalorien, Postprotein und sehr, sehr guter Geschmack.

Andrea Zryd:

Oder frech. Und

Der Stoische Pirat:

das ist meine Frau, die das hört.

Andrea Zryd:

Ah, spannend. Ja.

Der Stoische Pirat:

Ich war gespannt, was Du sagst zum zum Geschmack.

Andrea Zryd:

Das versuch ich gerne, ja.

Der Stoische Pirat:

Das ist, genau. Also kleine Werbespot Posch Protein Punkt c h, mal nachschauen.

Andrea Zryd:

Ich schau mir das auch

Der Stoische Pirat:

noch an. Ja, genau.

Andrea Zryd:

Sehr gut.

Der Stoische Pirat:

Ein anderer Punkt, gesellschaftliche Spaltung. Wir haben immer davon, unsere Gesellschaft spaltet sich oder hat sich gespalten in den letzten Jahren. Ist es tatsächlich so und wenn ja, was könnte DIE LINKE dagegen unternehmen? Und was müsste Weil ich sage, wenn es ja so ist, sagt ihr, es braucht jetzt Takes to to tango. Es braucht immer zwei.

Der Stoische Pirat:

Und jetzt einfach mal, was was könnte die Linke machen, damit diese Spaltung überwunden werden könnte, wenn sie dann existiert? Also

Andrea Zryd:

Ich weiß nicht, ob es mehr oder weniger ist als früher. Es wird schon oft gesagt, dass es mehr ist, vielleicht auch, weil einfach medial mehr darüber berichtet wird. Wenn ich meine Kinder beobachte in der Schule, in einem, ja, ich meine, sie gehen in Leubringer zur Schule brieflegiert, wissen alle oder es es ist ein ein gutes Umfeld dort, ein friedliches Umfeld. Das ist einfach auch viel einfacher als vielleicht sonst irgendwo. Die ganze Mobbinggeschichten spielen aber schon, glaub ich, immer immer eine Rolle.

Andrea Zryd:

Wahrscheinlich schon. Das ist, ich denke, dass das scheint nicht nur medial auf aufgebauscht zu werden. Die Toleranz beiden Menschen ist oft an einem kleineren Ort, das glaub ich schon, dass sofort verurteilt wird. Vor allem, das hat auch mit den sozialen Medien zu tun. Man kann sich einfach über eine Person, auch über Politiker und Politikerin einfach rauskotzen und sagen, was ihr alles beschissen falsch macht in einen Tonfall, die einfach unter jeder Kanone ist.

Andrea Zryd:

Das finde ich sehr schlimm oder also schlimm. Mich mach, weißt Du, wir haben's auch schon gesprochen.

Der Stoische Pirat:

Genau. Wir

Andrea Zryd:

wir sind da ziemlich, wir stehen da, glaube ich, etwas über der Sache und nehmen Sie mit ziemlich viel Humor und oder oder können sind auch einigermaßen schlagfertig. Aber ist schon wahrscheinlich sehr verletzend. Finde es traurig, dass es so weit kommt und darum finden wir auch keine Menschen mehr, die Bundesrat oder Bundesrätin werden wollen. Das das hat damit zu tun. Was kann DIE LINKE konkret dazu tun?

Andrea Zryd:

Ich hoffe, dass wir bereits viel dafür tun und dass ich denke, die Arroganz ablegen, dass wir alles verbessern können allein, das eben, ich takes to for Tangol, das ist ganz klar meine Haltung. Wir brauchen auch die Mitte, die Mitteparteien dazu. Wir brauchen alle dazu. Und dass wir uns einfach wieder so auf die Grundwerte eines demokratischen Landes besinnen, dass wir zusammen gehen und nicht immer Du bist schuld und Du bist schuld. Ist auch 'n bisschen menschlich, kann man auch denken, aber wir versuchen wir doch wieder mehr, wir müssen uns wieder etwas mehr finden.

Andrea Zryd:

Ja. Und das das ist die Arroganz der Macht. Und im Moment ist sie halt wirklich sehr bürgerlich, dass man machen kann, was man will. Man kommt durch. Mhm.

Andrea Zryd:

Aber ich weiß, es gibt auch Wien Bern, die Stadt Bern, die sehr linksorientiert ist, links grün, die hat auch die Macht, einfach alles zu tun, was sie will. Ja. Und ich glaube, dort, wo man zu mächtig wird, muss man aufpassen, dass man es nicht missbraucht.

Der Stoische Pirat:

Da also absolut einverstanden und Macht korrumpiert. Und Ja. Und und ich ich glaube, das ist auch eine eine Theorie von mir, oder? Wenn man die Fünfziger-, Sechzigerjahre anschaut, da waren die Konservativen an der Macht und sie haben auch Überwachungen aufgebaut und und die und dann gab es eben die Hippies, da da viel diese Bewegung oder die die dagegen rebelliert hat. Und heute ist es fast umgekehrt, oder?

Der Stoische Pirat:

Überall, also jetzt, wenn man's weltweit anschaut, sind eher so die links Globalisten an der Macht und die Hippies sind heute schon fast die Rechten oder wo jetzt wieder rebellieren. Also ich hab immer das Gefühl, man rebelliert gegen diejenigen

Andrea Zryd:

Die Obrigkeit.

Der Stoische Pirat:

Die Obrigkeit.

Andrea Zryd:

Ich seh

Der Stoische Pirat:

Obrigkeit hat meiner Meinung nach immer einen Drang danach, den Status quo zu bewahren, weil wir an der Macht bleiben

Andrea Zryd:

Ja, ja, ist

Der Stoische Pirat:

Und ich glaube, genau dort haben wir zum Glück in der Schweiz eigentlich ein gutes, ein recht gutes System mit mit, wo man etwas die die Macht nicht zu stark konzentriert hat. Aber ich bin auch der Meinung, wir müssen immer schauen, dass Es darf nie sein, es sollte nie sein, dass eine Partei zustande wird.

Andrea Zryd:

Also ist jetzt natürlich global gesehen anders als Du. Ich glaub eben, dass es gekippt hat gegen elitäre Staaten rechts. Also vor, ich denke vor allem, ja, wenn ich halt an Staaten denke, wo auch die Religion wahnsinnig dominant ist, dass das ist übrigens auch etwas anderes. Ich also Staat und Kirche geht einfach gar nicht. So, also ich sag nichts, statt nicht auf eine Kirche oder eine Religion irgendwie, wenn sie humanitär unterwegs sind und irgendwie Hilfe leisten, irgendwie auch etwas unterstützen kann.

Andrea Zryd:

Das denke ich, ist okay, aber so wie es jetzt teils läuft, komme ich auf den Islam zu sprechen. Ich meine, neunjährige Mädchen können wieder im Irak verheiratet werden, da kommt man einfach das kalte kotzen. Das ist einfach vergewaltigt durch eure Kinder oder eure Töchter und das gegen so was stemme ich mich so was von. Das ist einfach nur widerlich und dort, wo Religion den Staat macht, das ist das Allerschlimmste wirklich und wir müssen uns wehren und die Welt darf dort nicht zuschauen, wirklich nicht, auch wir nicht. Zu viel Macht ist immer schlecht und darum wirklich ein Hurra auf unserdemokratisches System, das, ob schon ich manchmal auch das Gefühl habe, ja, es müsste etwas auserribiert sein.

Andrea Zryd:

Es ist immer noch viel, viel besser als an vielen anderen Orten. Halt und wir tragen mir Sorge zu unserer Demokratie und auch Parteienvielfalt. Es ist ganz, ganz, ganz wichtig.

Der Stoische Pirat:

Du hast den Islam angesprochen jetzt gerade, der noch so auf Irat, in Iran verwiesen. Wir haben auch einen Antisemitismus in Europa, auch in der Schweiz, der in den letzten Jahren stärker geworden ist. Er ist zum Teil fast salophaig geworden, hab ich den Eindruck. Und hier mache ich auch einen Vorwurf an die Linke. Und zwar habe ich den Eindruck, man hat vor lauter Angst, vor nicht politisch korrekt zu sein, getraut man sich nicht zu nennen, woher das dieser Antisemitismus kommt.

Andrea Zryd:

Ja, ich hab, mit dieser Frage habe ich ein bisschen gerechnet. Den Vorwurf find ich ziemlich extrem, wie Du wie Du ihn bringst. Ist jetzt nicht ganz so, aber wo ich dir recht gebe, ist, also Antisemitismus, der ist angestiegen, auch an Schulen. Ja. Also auch widerlich, ich kann's nur so sagen, das ist, finde ich so schlimm und traurig und und wirklich, wenn man wenn man sieht, was ja, gestern hatten wir den den Jahrestag, den Achtzigjährigen und Du siehst Fotos mit, ich glaube, viertausend Kinderschuhpaaren.

Andrea Zryd:

Es ist einfach nur der ist zum Weinen, oder? Und weil Du ein jüdisches Kind bist und und musst sterben deswegen. Dass das nur so viel Platz hat in unserer Gesellschaft, das ist geht gar nicht. Und es hat jetzt natürlich da da mitzutun mit auch Gaza, dass man wie beide Religionen wie schützen will, voneinander. Und ich ich finde einfach Religion bringt nur Krieg und deswegen ich also mein Glaube ist als ich glaube eigentlich anderen Menschen und in und ich glaube sehr in die Wissenschaft, Religion bringt einfach Krieg.

Andrea Zryd:

Und ich weiß, es ist eine sehr extreme Aussage und ich finde, irgendwie ist auch ein bisschen eine Hilflosigkeit so anzusehen. Was können wir tun?

Der Stoische Pirat:

Bist Du sicher, dass die Religion den Krieg bringt? Also ich bin eher der Meinung, dass absolutistisches Gedankengut den Krieg bringt. Also das kann Religion sein, aber auch Ja. Okay. Oder wenn man denkt, die in

Andrea Zryd:

Ja, das ist so eine wie eine Religion

Der Stoische Pirat:

In also jetzt die Wirtschaft, die letzten hundert Jahre oder im letzten Jahrhundert sind nicht Religionskriege gewesen. Es ist Pol Pott, Stalin, Hitler, das sind alles an Das war Ja. Keine religiösen Menschen.

Andrea Zryd:

Nein, ich bin mit dir einig, ich hab schlecht falsch gepackt. Es ist wie auf dem Buckel von Religion

Der Stoische Pirat:

Genau.

Andrea Zryd:

Entsteht Krieg und Ja, okay. Ich meine, oft wird es dann mit Christentum oder in der Scharia oder was auch immer wird das gerechtfertigt. Genau. Und ich glaube nicht, dass die Religion auch der Islam sehr schlecht wäre. Also ich meine, die Auslegung des Islams, ich meine, das kommt drauf an, wie es eben ausgelegt wird und dasselbe Christentum.

Andrea Zryd:

Und das wird leider von autoritären Menschen sehr menschen verabscheuend ausgelegt. Das ist, glaube ich, das Schlimme daran.

Der Stoische Pirat:

Aber macht macht noch Antisemitismus? Macht DIE LINKE genug dagegen oder getraut man sich fast nicht, weil man niemanden vor den Kopf stoßen will?

Andrea Zryd:

Ich glaube, DIE LINKE per se macht genug dagegen, aber es gibt eine extreme Seite der Linken, die die nicht genug dagegen tun und das, er hat leider auch die Jusoteils mitgeholfen, darum, das finde ich falsch. Also ich, keine Sekunde darfst Du Antisemitismus dulden und und ich glaub, es ist auch falsch, argumentiert worden ist quasi, dass man die Region gegeneinander ausspielt, eben nicht genau. Genau das sollen wir eben nicht tun. Ja. Aber es hat zwar die Rechte als auch die Linke haben das befeuert.

Andrea Zryd:

Das hat man auch bei den Demonstrationen gesehen. Es ist einfach nur falsch.

Der Stoische Pirat:

Du hast, ich spüre es eben, Du hast jetzt die Religion in Parma angesprochen, dein Verhältnis zur Religion.

Andrea Zryd:

Also ich ich glaube, glaube nichts, außer in die Wissenschaft. Aber dort genau Nein, die Wissenschaft ist ja nicht 'n Glaube. Das das ist wie das greifbare. Es gibt vielleicht schon irgendwo irgendetwas schon möglich, aber es beschäftigt mich nicht so groß. Und das macht mir aber da auch keine Angst.

Der Stoische Pirat:

Ja.

Andrea Zryd:

Und ich finde den Machtanspruch von Religion per se, ich habe recht, unglaublich ist richtig, finde ich sowieso falsch. Wenn es etwas Höheres und Gutes gibt, steht das über allem, hab ich den Eindruck. Und ich vermisse, also wenn ich denke, wir wir sprechen in die von Gott, denke ich, ja, wo ist er denn jetzt? Wo ist er denn Gas? Wo war er in Auschwitz?

Andrea Zryd:

Und ich, dann denk ich immer, er war nicht da, hat wahrscheinlich gerade gepennt. Aber ein Fahrer würde mir wahrscheinlich etwas anderes sagen. Okay, ja. Aber ich denke und deswegen bin ich nicht aufs Kirch ausgetreten bis jetzt. Institutionen von Religion machen auch sehr gute Dinge und es braucht es gibt Menschen, die brauchen den Halt mit Religion und wenn die nicht fundamentalistisch ist, vernichtet gegenüber anderen Menschen ist, finde ich das okay.

Andrea Zryd:

Und gerade die Kirche unterstützt auch, ist auch humanitär unterwegs oder auch eine heilsame, die machen sehr viele gute Dinge. Da muss ich sagen, ja, hey, ist gut so. Darum hab ich auch gesagt, hab auch nichts dagegen, wenn man dort unterstützt, ist okay für mich. Ja. Mein Glaube ist, ich weiß auch, ich glaube in meine Kinder, in meine ich, viele andere Dinge oder in die Natur oder so, aber ist für mich nicht mehr, es ist nicht wichtig.

Andrea Zryd:

Und ich bin auch nicht religiös aufgewachsen, ob schon. Ich glaube, mein Vater war ist gestorben bei einem Bergunfall vor jetzt vielen Jahren, wir waren zusammen. Ich hab jetzt irgendwie, ich hab weder in diesem Moment gebetet, noch irgendwie gehofft, dass Gott ihn mir zurückbringt oder was auch eben. Es war einfach so. Aber mein Vater hat, glaub ich, an irgendetwas Gutes gegaubt.

Andrea Zryd:

Mhm. Aber geschluckt hatte wie ein Rohspatz und dem er gesehen. Ich glaube, er hat uns das Menschliche mitgegeben, das Humanistische. Ja. Und da und dort dort, das ist für mich das das Gute und das Wichtige.

Andrea Zryd:

Ja. Genau. Aber

Der Stoische Pirat:

Du schließt es nicht ganz aus. Also so, ich hab's hab ich's jetzt gesehen.

Andrea Zryd:

Ich schließ es nicht ganz aus, weil ich's ja nicht beweisen kann.

Der Stoische Pirat:

Genau.

Andrea Zryd:

Dass ich Genau. Und dort, genau dort beginnt der Glaube.

Der Stoische Pirat:

Ja.

Andrea Zryd:

Und ich habe, geliebt zu lesen, den den Physiker.

Der Stoische Pirat:

Ja. Ja.

Andrea Zryd:

Also ja, ich meine, das übersteigt ja meine Kondition definitiv, meine bescheidene Kondition. Und er hatte zwei Ansätze, der eine war, und es gibt ihn doch und der andere Zweite, und es gibt ihn doch nicht. Ich weiß es jetzt nicht so genau.

Der Stoische Pirat:

Eben. Und schlussendlich, ich ich ich, wenn ich mit mit Atheisten diskutiere, muss ich immer auch sagen, ja, Du glaubst ja auch etwas. Ja. Du glaubst nämlich, dass es Gott nicht gibt.

Andrea Zryd:

Ja, ja, da

Der Stoische Pirat:

Also wir glauben alle, irgendwie Genau, das nicht beweisen, ne.

Andrea Zryd:

Und ich glaube, das ist das Spannende an dieser Diskussion. Ja. Aber ich glaube, er ist es wichtig ist, wie Du lebst und was Du weitergibst und dass also die, ich sag, jetzt sei mal, die die Grundregeln, jetzt zumindest des Christentums wären ja per se, ich spreche jetzt gerade vom Alten Testament, aber wären ja auch, dass Du eben 'n Mensch

Der Stoische Pirat:

Genau.

Andrea Zryd:

Es gibt ja auch Dinge, die bewiesen sind, die in der Bibel, die geschichtlich historisch nachgewiesen sind und und Du kannst jetzt von Christus halten, was Du willst, wenn dieser Mensch, ob er jetzt Sohn Gottes war oder nicht, das ist mir eigentlich so was von egal. Wollte Gutes tun. Genau. Das ist per se richtig, denk ich.

Der Stoische Pirat:

Genau. So. Das ist eine Inspiration und

Andrea Zryd:

Genau. Und das find ich eigentlich unglaublich mutig und und ja, ich meine, er war auch mit einer Hure unterwegs. Mhm. Er hat sie auch akzeptiert, wie sie

Der Stoische Pirat:

Zurück, ja.

Andrea Zryd:

Muss ich sagen. Das ist für mich per se etwas Gutes. Ja. Ja. Und der Rest ist mir ziemlich egal, aber ich find es schlimm, auf dem Buckel der Religion eben neunjährige Mädchen zu verheiraten.

Der Stoische Pirat:

Ja, absolut. Du stirbst auch Kolumnen. Genau. Auf Ihre Tagplatte.

Andrea Zryd:

Die Sportkolumne oder oder auch mein Blog, Bundeshaus geführt.

Der Stoische Pirat:

Genau. Genau. Genau, das hab ich auch gesehen. Wenn eben jetzt, wie siehst Du die Medien heute? Also wir haben jetzt eben das Vertrauen in die Medien ist gesunken.

Andrea Zryd:

Definitiv. Ich glaube, es gibt zwei Seiten. Also Du bist ja selbst, hast Medienwissenschaften studiert, gell, wenn ich mich nicht täusche. Ja, ja. Meine beiden, also ich habe drei Schwestern und zwei davon haben auch Medienwissenschaften, Kommunikation studiert und beide sind, waren bei Medien, also also sowohl Print unterwegs, aber dann auch sonst.

Andrea Zryd:

Und ich finde, die Medienlandschaft ist enorm wichtig und die Vielseitigkeit der Medien ist sehr wichtig und das Schlimmste ist die Desinformation, die momentan sehr aktuell uns beschäftigt. Dagegen müssen wir ankämpfen. Es ist wichtig, dass unsere Schweizer Medien unterstützt werden. Ich bin übrigens auch gemeint, dass ja, da plädier ich jetzt gleich dafür, einfach eine SRG, die braucht es, damit man eben auch neutral recherchieren kann und und Wissen weiterleiten kann. Das find ich enorm wichtig, auch für die Gesellschaft.

Andrea Zryd:

Was mir etwas wehtut und das hat mit den Mediensterben zu tun, dass nur noch Klicks zählen und der Stärkere gewinnt. Und das beinhaltet dann eben auch, ja, ich muss eine geile Story haben, dann werd ich gelesen. Und das ist wahrscheinlich eben auch das Problem, dass der BULWA hat sich in der Zwischenzeit auch bei bei Blättern wie wie wie NZZ und Tagesanzeiger kommt das immer wie mehr, weil sie verpflichtet sind, Storys zu haben. Und das ist, glaub ich, das Übel daran. Aber ich glaube, qualitativer Journalismus wäre nach wie vor möglich, ist auch noch möglich.

Andrea Zryd:

Ich meine, wir haben ja immer auch noch sehr gute Werdenschaffende zum Glück, aber es ist wichtig und wegen vor allem wegen der Desinformation.

Der Stoische Pirat:

Du hast die angesprochen, Du Du glaubst, es braucht ein Staatsfernsehen, Staatsradio,

Andrea Zryd:

wegen unterstützt ist.

Der Stoische Pirat:

Oder unterstützt ist, genau. Wegen das, weil Du glaubst, dass die eben korrekt informieren. Mhm. Machen sie das wirklich? Sind sie wirklich so neutral?

Andrea Zryd:

Ja. Das hab ich ein, wirklich das, glaub ich, zutiefst. Und ich glaub, es ist wichtig für unser demokratisches System, schon nur wegen der ich glaube, es ist wichtig für unser demokratisches System, schon nur wegen der Sprachenvielfalt. Wenn wir sie weniger unterstützen, finanziell weniger unterstützen, wird schon nur in der Welt, also das hat man schon gesehen, ist schon gestrichen worden. Es wird im Tessin gestrichen und und Romansch kann sich wahrscheinlich gleich selber eliminieren.

Andrea Zryd:

Ich glaube, wenn wir sie weiterhin unterstützen, angemessen unterstützen, können wir auch, ich mein, der Leistungsauftrag wird ja vom Bund Mhm. Quasi auferlegt und mit weniger Ressourcen können sie denn nicht mehr wahrnehmen und dann wird die Qualität schlecht. Und ich sag, hey, wir wollen einen Leistungsauftrag, wir wollen eine neutrale fundierte Berichterstattung, das erwarten wir und wir stürzen euch auch. Ich sag nicht, dass man Es gibt sicher Orte, wo man auch etwas einsparen kann, das machen sie bereits. Aber wenn wir das jetzt einfach skalieren, wird das schwierig.

Andrea Zryd:

Und dann, glaube ich, wird die Qualität schlecht. Auch auch vom Sport übrigens. Und deswegen bin ich doch dafür, dass wir das wirklich stürzen im Sinne der Demokratie. Aber wir dürfen schon hinschauen, wie geschieht der Journalismus? Das find ich schon auch wichtig und richtig, absolut.

Der Stoische Pirat:

Irgend Weil weil irgendwo hat ja auch das Schweizer Fernsehen an Vertrauen verloren. Und das hat ja auch irgendwo einen Grund. Sie verlieren auch Zuschauerinnen und Zuschauer, also Frauen altes, jüngeren Altersgruppen.

Andrea Zryd:

Ja, das hat, ja, ich glaube, das hat auch damit zu tun mit der Entwicklung mit Social Media, vermute ich. Ja, man muss dort einfach auch beide Seiten anhören. Und ich weiß, dass jetzt, ich meine, das Schweizer Fernsehen darf nicht offensiv politisch sein und sagen, wieso brauchen wir das Geld, dass damit wir arbeiten können? Aber ich vertrau jetzt da wirklich, ich meine, eine Tagesschau ist meine Meinung oder eine Romschau und solche Produkte sind einfach sehr, sehr wichtig und wertvoll. Und es geht eben auch darum, dass solche Elemente rausgestrichen würden oder Du hast einfach nur zwei, drei schon ist, die das bereitstellen können, dann wird die Qualität schlechter.

Andrea Zryd:

Und ich würde jetzt lieber lieber sagen, hey, wir erwarten von euch einen Topjournalismus, wir geben euch das Geld, aber wir erwarten etwas. Mhm. Anstatt jetzt zu streichen und dann wird das Produkt schlechter und dann jammern wir wieder. Und weißt Du, die Unterstellungen, ja, das Fernseher ist zu links oder zu rechts, das ist immer Ansichtssache und wer gerade nicht zu wahr gekommen ist in der Arena oder wo auch immer, jammert. Und also so war rechts und links und das find ich eben, lassen wir das gerade stellen.

Andrea Zryd:

Ich glaube, wir haben einen guten Journalismus.

Der Stoische Pirat:

Okay. US Wahlen, was Ich ich will jetzt nicht über Donald Trump reden oder sonst, da sind wir andere. Also Genau. Eben, ja. Nicht ganz ehrlich merken können.

Der Stoische Pirat:

Wir auch stundenlang darüber diskutieren. Ja, aber Aber was mich interessiert, ist, was für Lehren siehst Du jetzt oder was sollten, welche Lehren sollten die Linken daraus ziehen aus dem Wahlkampf? Also alle haben gesagt, ich nicht, aber alle haben gesagt, Trump verliert. Die Medien waren alle für Harris, also ein extremer ging es gar nicht. Also man hat Studien, aber Studien gesehen irgendwie, fünfundachtzig Prozent der Medienberichte über sie über über Trump waren negativ und etwa achtzig oder neunzig Prozent über sie waren positiv.

Der Stoische Pirat:

Also die Zeitungen haben fast alle sie zur Wahl empfohlen, die Medien Mhm. Und trotzdem keine Chance. Was mich wundert, ist Oder auch der Wahlkampf, oder? Also man hat Stars bezahlt, zu kommen und Werbung zu machen. Es hat niemals, es hat nicht funktioniert.

Der Stoische Pirat:

Was was was für Lehren sie ziehst Du da raus?

Andrea Zryd:

Also ich ich habe ich hab mich auch mit meinem Bruder richtig stark darüber ausgetauscht, der ja die Medienwelt sehr gut kennt auch. Und es gibt zwei Dinge. Ich hätte auch gesagt, nein, Trump hat keine Chance. Mein Bruder hat immer gesagt und er wird gewinnen, weil er hat er hat das beobachtet und zwar wegen wegen x. Ja.

Andrea Zryd:

Also wegen unter anderem auch wegen x, genau. Und ich glaube, dass die Demokraten oder die linke Seite im Vorfeld auch mit beiden einen Fehler gemacht hat. Also ich meine, klar, ich wäre Demokratin und würde eben auf Beinen wählen und nicht oder hätte auf Beinen gewählt, oder? Und dann später logischerweise Harrys, aber es ist wie das das Bild die des alten Mannes, der nicht mehr gesund ausgesehen hat, das das wird dann schwierig. Mhm.

Andrea Zryd:

Und wahrscheinlich hätte man vorher Harrys das Ja. Parkett überlassen muss. Ich glaube, dass sie sehr fähig wäre. Auch als erste dunkelhäutige Frau, das wäre, ich glaube, eine tolle Geschichte gewesen. Ich meine, wenn ich ihr Profil anschaue, also da bin ich dann links von ihr, ganz deutsch.

Andrea Zryd:

Ich glaub, vorher ich mich nicht als Ultralings bezeichnet. Sie sind, das ist, ich glaub, ich in Amerika doch eine andere Geschichte, genau. Aber ist egal. Ich glaube, den Herr Fehler Social Media unterschätzt Ja. Deutlich.

Andrea Zryd:

Und das, glaub ich, ist ganz klar nachgewiesen, dass mit ihren Musk, mit dem Kauf von von x oder x vor einiger Zeit und dann auch seinem Aktivismus, das hat unglaublich mobilisiert. Also unterschätzen wir, egal auf welche Seite man jetzt steht und unterschätzen wir nicht solche Plattformen. Also egal, was dort für Informationen fließen, eben auch Desinformationsteil teils, also jedenfalls noch nach meiner Ansicht, das hat einen Riesenimpact.

Der Stoische Pirat:

Also Obama hatte ja als Erster englische sozialen Medienentwicklung.

Andrea Zryd:

Genau und er hat gewonnen dann

Der Stoische Pirat:

Volk gehabt, dann kam Trump, der hat Twitter extensiv genutzt, hat auch gewonnen dann sechzehn. Genau. Und und und ich denke schon, was ich halt auch faszinierend finde, ist und das natürlich auch, weil ich auch einen Podcast habe, Ja. Die Bedeutungende Podcasts, die zu Was

Andrea Zryd:

hast Du gesagt? Ja.

Der Stoische Pirat:

Zugenommen hat, oder? Ja. Trump hat bei enorm vielen Podcasts draufgetreten und hat dort stundenlang zum Teil gesprochen und sehr intim habe ich das Gefühl gehabt. Und ich glaube, das ist etwas, was ist das Gefühl, aber auch in der Zukunft bei uns kommt. Man will nicht einfach nur den oberflächlich paar zwei, drei Parolen von einem politischen Ja.

Der Stoische Pirat:

Man will wissen, was ist das eigentlich für ein Mensch? Ist der mir sympathisch oder nicht? Was hat der für Und sich selber fast eine Meinung machen. Und ich glaube, das da eignen sich natürlich eben Podcasts auch lange Formate, Ja. Wo man sagt, setz ich was mit denen zusammen.

Andrea Zryd:

Du willst einfach spürbar und Du

Der Stoische Pirat:

bist auch.

Andrea Zryd:

Und ich glaube, Herris wäre das, also ist das durchaus auch, aber hat vielleicht genau dieses Medium nicht wahrgenommen. Also ich, Podcast ist eine unglaubliche Chance, ja. Also das glaub ich auch.

Der Stoische Pirat:

Ja. Wer ist für dich die bedeutendste oder der bedeutendste Politiker momentan?

Andrea Zryd:

Das war eine schwierige Frage, weil Du bedeutend sagst, also ja

Der Stoische Pirat:

Genau, ist nicht seine beste.

Andrea Zryd:

Nein, nein, es ist Trump, weil Trump wird mit seinem Einfluss globale Veränderungen vorantreiben in verschiedenste Richtung, eben in Richtung, die mir natürlich nicht gefallen. Aber die Wahl von Trump hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Schweiz, auch auf unser Sicherheitsdispositiv. Wie stellen wir uns auf? Wie sieht unser Zielbild aus? Du bist dort Fachmann.

Andrea Zryd:

Ja. Ich bin selber in der Sicherheitskommission. Es hat einen Einfluss, wie stellt sich die Schweizer Armee zukünftig an mit anderen Staaten? Arbeiten wir zusammen mit europäischen Staaten? Nehren wir uns allenfalls eine NATO an?

Andrea Zryd:

Dreht Trump aus? Bleibt er? Wie sieht die Neutralitäts Neutralitätsfrage der Schweiz? Das hat wird einen unglaublichen Impact haben und das wird noch ganz, ganz spannend für uns.

Der Stoische Pirat:

Ja. Da möcht ich dann kurz noch drauf eingehen, aber vielleicht für mich eben der bedeutendste und ich habe da eben Diskussionen gehabt auch kürzlich, für mich der bedeutendste Politik ist momentan Kaviar Miley.

Andrea Zryd:

Wieso?

Der Stoische Pirat:

Und ich glaube, er hat enormen Einfluss eben auch auf Trump. Ich glaube, Trump ist der Mächtigste, aber Miley erreicht Sachen momentan, die andere sich nie getraut hätten und auch Trump nie getraut hätte. Also aus der Not heraus natürlich auch in Aktien.

Andrea Zryd:

Ja, ja, ja.

Der Stoische Pirat:

Und ich glaube, das beeinflusst jetzt Also ich hab auch erstaunt, dass in Deutschland oder die FDP gesagt hat, wir brauchen etwas mehr Millay oder wo wo wo man sich vorher gar nicht getraut hätte, vielleicht zu sagen, eben diese Bekenntnis zum Liberalismus. Weil Trump war kein ist kein liberal oder grundsätzlich. Er will eigentlich auch ein ist auch relativ für einen starken Staat und Protektionismus, aber ich glaube eben, Miley beeinflusst momentan die Diskussion auf der ganzen Welt am meisten mit seinen, weil es so so an also So

Andrea Zryd:

anders ist, ja?

Der Stoische Pirat:

Anders ist, ja.

Andrea Zryd:

Also es wird ganz spannend in Zukunft mit mit verschiedensten Politikern, auch Politikerinnen. Weißt Du, ich denke, jetzt für die Schweiz ist ja auch Europa immer spannend. Oder ähnliche Staaten mit ähnlichen Systemen. Ich denk so, Island ist auch immer Ja. Interessant zu schauen.

Andrea Zryd:

Neuseeland, Finnland hat sich jetzt wieder verändert. Ich schau auch immer auf Schweden, dass mir auch 'n bisschen Sorgen bereitet mit diesen ganzen, Kriminalitäten. Gangs und auch Gangs. Das hätt ich nie gedacht. Das hatt ich nie auf dem Radar, lange nicht.

Andrea Zryd:

Es wird es wird sehr, sehr spannend in den nächsten vier Jahren und wichtig, wie wir uns positionieren und immer wieder. Und ich glaube, das ist so bisschen ähnlich, die Demokratie ist das höchste Gut und und wir müssen so viel Sorge dazu tragen.

Der Stoische Pirat:

Du bist in der SIG, Du hast es vorher gesagt, eine Sicherheitskommission. Und da ist auch eine kritische Frage. Ja, so hat die SPE immer noch im Parteiprogramm drin die Abschaffung geraten?

Andrea Zryd:

Du sprichst mir aus dem Herd. Also ich würde das gerne rausnehmen. Das ist immer noch im Parteibüchlein und ich glaube, dass ein sehr großer Teil der Esp gar nicht mehr so denkt. Eher der ideologische Flügel. Nö.

Andrea Zryd:

Und wenn ich wenn ich dann mal den Mut gefasst habe, versuche ich das vielleicht an einem Parteitag einmal durchzubringen. Ich war natürlich dann schon jetzt, aber wenn jemand diesen Podcast hört, aber ich glaube, es ist nicht mehr zeitgemäß und wir haben wir wir wir stellen uns auch nicht aktiv gegen eine Armee. Es gibt ein paar Exponentinnen und Exponent, die klar gegen eine Armee sind, aber 'n großer Teil sagt, doch, wir brauchen eine sinnvolle Armee, die die sich für viele Dinge einsetzt. Also ich meine, für mich ist es ja nicht immer nur, also Verteidigung, Bevölkerungsschutz, Die Armee arbeitet ja auch mit Partnern zusammen. Das ist für mich sehr zentral und und die Armee, ich bin nicht überall einig mit mit der Ausrichtung, also mit diesem hohen Militärbudget.

Andrea Zryd:

Ich hätte eine schlankere, also ich hätte mir eine schlankere Armee gewünscht, mehr im Seibelbereich tätig als im mechanisierten Bereich. Das ist ja auch kein Geheimnis, aber dass wir den Luftraum schützen müssen, dass wir ein Bott Luft System brauchen, ich glaube, das sind Dinge, die sehen ganz viele in der SPE auch so. Und es sehen auch viele, dass wir mit anderen Armeen, also mit Europa zum Beispiel auch mit zusammenarbeiten müssen. Das ist dann eben die Bürgerlichen als die SVP zum Beispiel nicht so. Aber nein, ich glaube, das könnten wir rausstreichen.

Der Stoische Pirat:

Ich denke es auch.

Andrea Zryd:

Wahrscheinlich gehe ich jetzt dann haue, aber

Der Stoische Pirat:

Ich ich bin nicht bei sich, weil immer wenn ich ich frage es, wenn ich SP Nationalwerte so, dann frage ich immer und sag's, ja, das ist mal passiert und und ich bin auch nicht Also alle sagen mir, nehmen Sie's eigentlich gar nicht mehr dafür. Sie seien echt für die Armee heute.

Andrea Zryd:

Da müssen wir jetzt

Der Stoische Pirat:

Vielleicht muss ich mir das bringst an einem Tatort vielleicht bei der Juso und so, das vielleicht noch ein paar oder oder noch

Andrea Zryd:

Ja, ja.

Der Stoische Pirat:

Türherren auf

Andrea Zryd:

Ich glaub, aber die ganz älteren Damen und Herren, die haben ja vor allem viele Männer haben ja Dienst geleistet selber, die sehr näher ein Meer. Ich war nämlich in Langental, noch nie vor zu alt, zu lange Zeit an einem Parteitag und da haben mir ganz viele ältere Herren gesagt, ja, also die Armee ist dann schon eine gute Sache. Und Hab ich gesagt, ich hab auch nichts dagegen gesagt. Ich glaube, es gibt schon eine Generation, Ja. Fechtig, Sechziger, Siebziger, die schon vielleicht noch nach wie vor Armeegegner und Gegnerin sind.

Andrea Zryd:

Ja, ja. Auch aus verständlichen Gründen. Ich glaube, die die ganze Vietnam Geschichte und so und das hat dann schon geprägt, der Kalte Krieg dann auch. Und weißt Du, es wär ja schon, wir müssten keine Armee haben grundsätzlich. Schön.

Andrea Zryd:

Aber es ist einfach Ideologie. Ja. Und es zeigt, die die Welt zeigt uns aktuell etwas anderes. Ich könnte mir vorstellen, dass wir keine Armee haben, wenn wir mit Europa gehen. Ja.

Andrea Zryd:

Dass da dass es eine europäische Armee gibt, aber das ist überhaupt nicht der Fall im Moment mit den Neutralitätsfrage der Schweiz wird das ganz schwierig. Und ich ich wäre da übrigens sehr offen, aber ich sehe auch viel Gutes hintereinander, auch gerade im Sport. Ja. Beispielsweise, aber auch

Der Stoische Pirat:

Kohäsion.

Andrea Zryd:

Ja, es ist

Der Stoische Pirat:

Ich mein, ich Ja. Kommen so viele verschiedene Menschen zusammen und lernen sich kennen aus allen Regionen.

Andrea Zryd:

Ja. Verschiedene

Der Stoische Pirat:

Bildungshintergründe, eben verschiedene Kulturen, auch auch Leute, die Neubürger sind und so weiter. Also ich denke, die Armee, das klar, das primäre Ressendeème ist die Verteidigung, aber ich bin überzeugt davon, die Armee hat einen sehr großen Beitrag bis heute geleistet für die Koäsion in unserem Land, für den Zusammenhalt.

Andrea Zryd:

Das glaube ich absolut. Ich denke, es wird zu viel Geld verballert, eben daran mehr, dass man auch anders einsetzen könnte. Und was ich was ich sehr, sehr bereue, ist, dass wir nicht mehr im humanitären Bereich unterwegs sind, dass gestrichen worden ist. Ich glaube, das wäre auch aktive Friedensförderung. Okay.

Andrea Zryd:

Da das das find ich sehr schade, aber ich glaube, wir brauchen eine Armee und lieber eine Armee, die wir noch beeinflussen können als als eine Armee, wo wir gar nichts mehr zu sagen haben. Also ganz sicher, ja.

Der Stoische Pirat:

Die letzte Frage, also ich hab, ich glaub, wir haben ziemlich viel abgedeckt, also

Andrea Zryd:

Ich glaube auch, ist ja. Hast

Der Stoische Pirat:

Du noch irgendetwas, wo Du sagst, oh, das würde ich den Zuhörern zu unbedingt noch mit auf den Weg geben?

Andrea Zryd:

Nein, ich ich möchte mich für das wirklich spannende Gespräch bedanken. Und also ja, doch vielleicht, also Politik ist nicht per se einfach nur scheiße. Es gibt ganz, ganz viele spannende Menschen in allen Parteien und wir müssen zusammenarbeiten und wir finden auch Wege. Und auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind, es ist dann nicht immer so, wie's rüberkommt. Wir sprechen trotzdem miteinander Und liebe, vor allem auch junge Menschen, bitte kommt in die Politik.

Andrea Zryd:

Wir brauchen euch. Wir brauchen euch wirklich. Es ist ganz wichtig.

Der Stoische Pirat:

Herzlichen Dank. Schönes Schlusswort. Und eben ich denke auch, dieser gegenseitige Respekt und das brauchen wir einfach und eben miteinander auch reden und auch zuhören. Ich glaub, das wird viel, das hilft viel. Und Ja.

Der Stoische Pirat:

Dass man eben auch den Menschen sieht, wieso sah den Humanismus, oder? Denn nicht nur einfach, ah, das ist eine SP, das sei ein Grüne, das ist eine SPP, sondern man sieht einen Menschen dahinter. Ja, ja. Und schlussendlich, das ist hat schon meine Meinung, wir sind schon schlussendlich alles irgendwo Brüder und Schwestern. Also wie sind die Bestandteile alle irgendwo, ja, wir sind Menschen, fertig und

Andrea Zryd:

Ja, ja. Und wenn es wenn es ganz hart auf hart kommt, muss man sich's dann sowieso zusammenraufen.

Der Stoische Pirat:

Genau. Genau. Herzlichen Dank. Ich wünsche dir alles Gute.

Andrea Zryd:

Wer hat sich viel

Der Stoische Pirat:

Bock gemacht. Im Zivilen, in in der Politik, in der Familie, überall. Und es hat mir Spaß gemacht, dass Du da warst. Ja. Und wie gesagt, alles Gute.

Andrea Zryd:

Gleichfalls, herzlich willkommen mal.